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Full text of "Wörterbuch der Altmärkisch-plattdeutschen Mundart"

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WÖRTERBUCH 



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der 



altmärkisch-plattdeutschen Mundart 



von 



J^haaa Friedrich Diaaeil. 



SalzwedeL 

In Commission bei J. D. Schmidt. 

1859. 



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Tirrele. 



Als mir vor länger als einem halben Jahrhundert Richeyldioticon 
Hambnrgense undspäterdasBremische Wörterbuch indie Hände 
fielen, merkte ich einzelne Wörter und Redissarten, wodurch das Plattdeutsdhe 
der Altmark von dem in Hamburg und Bremen abwich, an. Mit der 
Zeit mehrten sich diese Notizen, besonders als mehrere meiner Schiller mm 
verschiedenen Theilen der Altmark Beiträge lieferten. Nach meinem Rücktritt 
in den Ruhestand fing ich an, das Material zu sichten. Nach und nach reifte dar 
Entschluss, das Gesammelte zusammen zu stellen und zu ergänzen. So entstand 
das Wörterbuch der altmärkisch- pltttdeutschen Mundart 
Der Gedanke, es dem Druck zu tibergeben, lag .doch fem. Nachdem jedoch 
einigeFreunde, denen dieHandschrift zu Gesichte gekommen war, den Wunadi 
aussprachen, es durch den Druck allgemeiner zugänglich zumachen; alssidi 
ferner im Norden des alten Sachsenlandes nach ClausGroth's Vorgang ein 
allgemeines Bestreben entwickelte^ den reichen Schatz des Plattdeutschen dordi 
Veröffentlichung von Dichtungen und Erzählungen in gebundener und 
ungebundener Rede der Vergessenheit zu entreissen, ward ich geneigt^ dem 
Wunsch meiner Freunde Gehör zu geben. Entscheidend ward das Urtheil 
unsers Heroen jacob Grimm, (dem von einem Beförderer des Werks das 
Manuscript mitgetheilt war), dass das Wörterbuch des Druckes würdig sei. Die 
Arbeit ward nun noch einer Revision unterworfen. Während der Zeit erschienen 
Stürenburg o st friesisch es Wörterbuch 1857 undnichtlangenach- 
her Schambach Göttingisch-Grubenhagensches Idiotikon 
18ö8;zweiverdienstvolleArbeiten,dieaberaufmeinbereitsfertigesWörterbQdi 
keinen wesentlichen Einfluss ausüben konnten. Stürenburgs Wörterbndi 
zeichnet sich besonders durch eine reiche Etymologie aus, und er hat darin 
Erfreuliches geleistet Mein Hauptgeaichtspunkt war jedoch .weniger daninf 
gerichtet ; ich hätte dann den ganzen Spracbsdiatz des Germanischen mit alkn 
seinen Dialecten berücksiditigen müssen, und daza reichen meine Kenntniane 





IV 

nicht aus; ich beschränkte mich vielmehr auf die unmittelbaren Quellen des 
Plattdeutschen, auf das Gothische und AltsSchsische, wobei Ernst 
Schulze gothisches Glossar und Schmellers Glossarium 
Saxonicum zum H e 1 i a n d treffliche Dienste leisteten. Auf das Angel- 
sächsische, Altnordische, Englische und Niederländische 
istnur sehr vereinzelt Rücksicht genommen. Die bei der Ausarbeitung Anfangs 
vielfach benutzten Untersuchungen G r a f f s in seinem althochdeutschen 
Sprachschatz sind später gänzlich gestrichen. 

Mein Hauptaugenmerk war darauf gerichtet, die Synonymie mehr zu 
berücksichtigen, als diesln den vorhandenen Idiotiken geschehen ist. Verglei- 
fAen wlrden plattdeutschen Dialectmit demi neuhochdeutschen, so ergiebtsich, 
linsder Wortreichthum des ersten^ besondersfür die sinnlichen Gegenstände, 
faä weitem grösser ist, als bei dem letzten, ungeachtet der neuhochdeutsche 
Dialect seit Jahrhunderten durch die Schrift weiter fortgebildet ist. Für eine 
Menge von Begriffen, für welche das Neuhochdeutsche nur ein oder ein Paar 
Worte hat, finden sich im Plattdeutschen ok eine Menge von Wörtern mit oft 
sehr feinen Unterschieden. Bei dem Umsichgreifen des Neuhochdeutschen, das 
«Ihnlfhlig das Plattdeutsche "^juich ans dem alten Sachsenlande verdrängt, ist die 
Zeit nicht mehr fern» dass das Plattdeutsche als ausgestorben betrachtet werden 
lomn. Unter solchen Verhältnissen scheint es zweckmässig, auf die Sjmonymie 
neiir Rücksicht zu nehmen. Aber dies ist keine leichte Aufgabe. In allen durch 
lue Schrift verbreiteten Sprachen kann man den Unterschied der Begriffe, die in 
dea^inzelnen Wörtern enthalten sind, aus den Schriften selbst schöpfen. Aber 
dwPhttdeutsche hat keine Litteratur, und wir sind lediglich auf die Sprache, 
wie wir sie hören, beschränkt. Diese Quelle versiegt jedoch, so bald die Sprache 
idefat mehr gesprochen wird. Daraus folgt auch, dass es nicht so leicht i^, wie 
tBAnche zu glauben scheinen, gut plattdeutsch zu schreiben und die Mehrzahl der 
in der neuesten Zeit ans Licht getretenen plattdeutschen Erzeugnisse ist genau 
genommen neuhochdeutsch gedacht in plattdeutscheWorte eingekleidet Selbst 
AoTnemann's viel verbreitete Gedichte in altmärkischer Mundart leiden an 
dlMem Fehler, obgleich in der neuesten nach dem Tode des Verfassers von 
seiiiemSobtt besorgten Ausgabe in dieserHinslchteinewesentlicbe Verbesse- 
miig mit der Sprache vorgenommen und viele nicht plattdeutsche Wendungen 
dnich echte ersetzt sind« Besser ist das Idiom des altmärkischen Landmanns 
ttifgefasst in den Plattdeuschen Gedichten« 3 Bde. , Magdeburg bei 
ftnlmcb« 3, Aufl. 1823. Sie sind weniger bekannt geworden als die Gedichte 
roa Bornemann, weil Urnen des letztem Humorfehit. Verfasser derselben 



V 

ist der in Gr.-Beiister bei Seehanien, veratorbene Pastor Albrecbt 
Das beste alttnürkische Platt schreibt Fritz Schwerin, Cantor ia 
A Itenhansen. Von seinen Schriften gehört hieher; Der Altmärker^ 
eine Reihe Sprichwörter, plattdeutsch auf altmärkiscbe 
Manier ausgelegt nebst einigen plattdeutschen Gedichten; 
Neuhaldensleben beiEyraud; und: Vöggel Spraok nn Snack oder 
was die Vögel klein und gross im Frühjahr in der Altmark 
singen und sagen. In plattdeutsche Reimverse gebracht 
Neuhaldensleben bei Eyraud. Von dem was der Norden Deutschlands nach 
ClausGroths Vorgang in der hollsteinschen, meklenburgischen, pommeiu 
sehen und ostfriesischen Mundart hervorgebracht; scheint mir neben Groth*c 
Schriften einer besonders ehrenvollen Erwtfhnung werth zu sein: En pao 
Blomn uc Ammartk Schulten ehren Gaorn von A*W.,her^ 
ausgegeben von Fritz Reuten Greifswald 1868. • . 

Ans dem Gesagten folgt, dass eine vertraute Kenntniss mit dem Platte 
deutschen dazu gehört, um wirklich plattdeutsch schreiben zu können, wat 
nicht von allen Erscheinungen der neuesten Zeit gilt; diese aber kann mau nur 
aus dem Munde des Volks erlernen, und nur auf diesem Wege lassen sich dit 

oft feinen Schattirungen der Begriffe, die in den verschiedenen Wörtern liegei^ 

• 

ermitteln. Mit jedem Jalire aber niehren sich die Schwierigkeiten das Platt- 
deutsche genau kennen zu lernen, da es mit Riesenschritten seinem Aussterben 
entgegengeht. Meine Jugend fiel in eine Zeit, wo der Bürger seinen jungem 
Nebenbürger, der von der Wanderschaft das Neuhochdeutsche mitbrachte und 
sich desselben bediente, einen affectirten Narren nannte, wiQirend jetzt in den 
Städten nur selten noch plattdeutsch gesprochen wird und viele jungem La nd« 
1 e u t e es schon übel vermerken^ wenn ein Städter plattdeutsch mit ihnen spricht 
Der im Bürgerstande gebome Verfasser sprach in den ersten zwanzig Jahres 
seines Lebens fast nur plattdeutsch und blieb auch in der Folge in mannigfacher 
Berührung mit dem Volke, glaubt also einigeKenntnissderEigentbümlichkeiteo 
desPlattdeutschen zubesitzen und einScherflein zurFeststellnngderSynon3mue 
beitragen zu können. Niemand ist jedoch mit den Schwierigkeiten, die sich hief 
darbieten, bekannter als ich, und ich weiss es nur zu gut, wie unvollständig die 
Leistungen sind. Indess ein Versuch musste doch gemacht ^ erden. 

Da das Plattdeutsche seit Jahrhunderten aufgehört hat, Schriftsprache zu 
sein, so fehlt auch das gemeinschaftUche, das Ganze umschlin ende, Band; der 
Dialect zerfiel nach und nach in einegrosse Anzahl von Mundarten, von deotilü 
jede ihre Eigenthümlichkelten in der Aussprache, besonders der Vokale blt 

0* 



▼I 

Selbst die etwa 80 Quadratmeileu grosse Altmark bietet in dieser Hinsicht nicht 
unbedeutende Verschiedenheiten besonders Hinsichts der Vokalisation dar, ja es 
giebt einzelne Dörfer, die sich von andern benachbarten darin unterscheiden, 
auch manche Ausdrücke und Wendungen sind oft räumlich sehr beschränkt. 
DcrTheil der Altmark, welcher dem Braunschweigischen näher liegt, hat viel 
von dem schlechten braunschueigischen Patois angenommen, von Garde- 
Legen an südlich hat die Sprachweise des Magdeburgischen einen sichtbaren 
Einfluss; der westliche und nordwestliche Tlieil der Altmark nähert sich am 
meisten der hannoverschen und mekleiiburgischen Vokalisation. Am eigen- 
thiknlichsten ist die Vokalisation im nordwestlichen Theil von Salzwedel- 
oach Diesdorf zu in dem sogenannten Hans-Jochen-Winkel, der 
sieh auch sonst von den übrigen Theilen der Altmark vielfach unterscheidet, 
indem er ami längsten sich Vor dem Einfluss städtischer Civilisation geschützt 
hat. In diesem Winkel findet man eine Menge von Diphthongen, mehrere 
Triphthongen, selbst Quadriphthougen, die nur der Mund des Eingebornen 
ftOBzusprechen im Stande ist Selbst der, welcher des Plattdeutschen recht 
Briicbtig ist, kann sich mit einem Hansjochen- Winkler schlecht verständigen, 
und dem sUdlicheu Bewohner der Altmark würde diese Mundart als eine fremde 
Sprache erscheinen. 

Sehr verschieden sind auch in der Altmark die Benennungen mancher 
Pflanzen, Thiere etc. so wie die Bedeutungen, die einzelnen Wörtern inne- 
wsohnen; in einigen Gegenden kenntman einzelne Bezeichnungen, selbst sicht- 
barer Gegenstände, gar nicht, und andere treten an ihre Stelle; die Sitten und 
Gebräuche besonders bei ländlichen Festen, Spielen etc. sind nicht selten in 
benachbarten Dörfern verschieden. Alle Einzelnheiten der Art konnten natür- 
lich in dem Wörterbuche nicht berücksichtigt werden; es hätte ein Aufenthalt 
von Wochen fast in jedem Dorfe dazu gehört, um hierin etwas Vollständiges 
liefern zu können. Auch hätte das Buch eine verhältnissmässig bedeutendere 
StMrke erhalten müssen. 

Aus demselben Grunde kann auch von einer Vollständigkeit des Wörter- 
Verzeichnisses keine Rede sein. Nur die Wörter, die noch im Gebrauch sind, 
werden berücksichtigt und dieausgestorbenen sind weggelassen, also nicht der 
ganze Sprachschatz des Plattdeutschen soll erschöpft werden. Wenn auch 
g^ch das Material zu meiner Arbeit aus den verschiedensten Theilen der Alt- 
mark herrührt, so ging doch während des Drucks noch eine Menge von 
Beiträgen, Berichtigungen etc. ein, so dass ich mich vei*anlasst gesehen habe, in 
eifiem Nachtrage manches davon aufzunehmen. Ich glaubte dies um so eher 



vir 

tfaun zu können, als dadurch die in der Ankündigung in Aussicht gestellte 
Bogenzahl nicht vermehrt wird. 

Auch dieSpiele der Jugend, der Volksreim und die sprichwörtliclien Re- 
densarten wurden vielfach berücksichtigt In ihnen spricht sich nicht selten die 
derbe Gemüthlichkeit desAltmärkers aus, wenn sie gleich nicht immer einen 
tiefen Sinn enthalten, oft nur als Sprachdenkmäler zu betrachten sind. Aucii 
hier hat man einen grossen Verlust zu beklagen. DerLandmanu schämt sich 
shonsehr häufig seiner Muttersprache, seiner Sentenzen und besonders sein^ 
Spiele, die viel Interessantes hatten. Spiele, die ich vor60— 70 Jahren mit aq- 
gesehenhabe, kennt man jetzt grossencheils nicht mehr und ich fand in vielen 
Dörfern in den neuesten Zeiten oft nur eine traumähnliche Erinnerung daran 
bei einzelnen Greisen. 

Soll ein plattdeutsches Idiotikon nicht blosfUrden, welcher derSpracte 
mächtig ist, verständlich sein, so ist es erforderlich, dass so viel als möglich die 
Laute bezeichnet werden, die mit den einzelnen Vokalzeichen zu verbind^ 
sind, womit auch die Orthographie in V^erbindung steht. Prutz sagt iipi 
Deutschen Museum 1854 Nr.43, S.630 : „Derjenige Punkt, auf den es für den 
Augenblick allein ankommt, ist die Verständlichkeit; jede Rechtschreibungi 
welche das Verständniss erleichtert, muss gebilligt werden, jede die es ep- 
Schwert, ist vom Übel, und ob sie übrigens noch so wissenschafFentlich wäre 
und sich auf noch so gelehrte Gründe stütze'^ Diesem Grundsatz bin ich gefol^, 
ich suchte den Laut so treu als möglich durch die Vokalzeichen anzudeuten» 
wenn auch in den verschiedenen Gegenden manche Nüancirungen vorkommen. 
Die Vokale, Doppelvokale und Umlaute in der altmärkischen Mundart 
sind folgende: 

1. die kurzen a, 6, i, 0, u; ä, (C), 0, fl. 

* 2. die langen i, h, t, ö, ft ; I, 8, 3 ; ao, iö ; au, ei, (en). 

Zuvörderst ist zu bemerken, dass das Wort „langer Vokal" nur bedeuten soll, 
dass derselbe beim Sprechen als Länge erscheint, ohne darauf Rücksicht zu 
nehmen, ob ihm auch eine organische Länge zukommt. Bei Bezeichnung der 
langen Vokale bin ich Grimm und der ältesten Schreibweise gefolgt, wie sie 
sich z.B. in den Handschriften des Heliand und auch schon mehrfach lin den 
neuesten Drucken findet. Dadurch erspart man eine Menge Flickbuchstaben, die 
wir im Neuhochdeutschen ohne durchgreifende Regel finden. Genaugenom- 
menhätte dadurch die vielfache Verdoppelung derConsonanten zurBezeicli- 
nung der Kürze des voraufgehenden Vokals erspart werden können, aber dte 
Abweichung von der herrschenden Schreibweise würde dadurch zu gro^ 



vin 

WWorden sein. Die lang^ Umlaute %Z und t nach Grimms Weise mit ae,oe 
und 116 zu bezeichen, schien mir nicht gerathen, um der irrigen Meinung zuvor- 
«okommen,dassdiese Umlaute Doppelvokale (Diphthongen) wfiren. 

Das tonlose nicht zur Wurzel gehörige, so wie das stumme 6 M'erden im 
Phttdeutschen noch weniger gehört, als im Neuhochdeutschen, besonders in den 
iofinitivendungen. Daher ist im Glossardies stumme und tonlose e fastüberail 
weggelassen und diesdurch den Apostroph angedeutet Steht dieser Apostroph 
tm Ende eines Worts, so bedeutet das: man soll den letzten Lautdes 
Worts noch etwas nach tönen lassen, was wohl zu beachten ist. 
Indem sich nur dadurch einzelne Wörter von einander unterscheiden lassen. 
Da* Zeichen 8 ist ImToti nichts weiter, als der Umlaut ft, jetzt ein unnützer 
Luxus. Dagegen ist ( ein reiner gothischer Vokal und kein Umlaut. Diphthonge 
lEommenim Plattdeutschen selten vor, vorzugsweise beiinterjectibnen und bei 
4er Nachahmung von Naturlauten ; den Diphthong 611 hört man nur in einigen 
Theilen der Altmark, In der Regel spricht man dafür 6L Die zahllosen 
''Diphthonge etc. in einigen Gegenden und einzelnen Dörfern, zu deren 
Bezeichnung unsere Vokalzeichen bei weitem nicht ausreichen, bleiben uube- 
cQcksichtigt. Über den Doppelvokal ao und dessen Schwächung (Umlaut) äO 
mcfa Einiges. Der Doppelvokal ao findet sich auch im Schwedischen und im 
Englischen. Die Schweden bezeichnen ihn mit ft und darüber gesetztem 0, die 
EngUCnderblos durch a (water). In allen plattdeutschen Drucken der Neuzeit 
bit man oa für den Laut gewählt, ohne dass mir irgend ein Grund für diese 
Schreibweise bekannt geworden wäre. Es haben allerdings beide Vokale einen 
l^ekfaen Antheil an diesem Laut, aber die Schweden und Engländer betrachten 
offenbar das a als den Hauptvokal, und es ist keiu Grund vorhanden, hiervon 
abzugehen. Wenn Klaus Groth, Raabe, Asmus, Reuter und 
Wiggersin seiner Grammatik der plattdeutschen Sprache, Schambach etc. 
sich des blossen a bedienen, so wird der Kenner des Plattdeutschen hieran keinen 
Anstoss finden, aber der Nichtkenner wird dadurch verleitet, einen falschen 
Laut hören zulassen. Die schwedische Schreibweise würde den Vorzug ver- 
dienen, wenn nicht für den Umlaut eine Schreibschwierigkeit entstände. So 

viel mir bekannt hat nur der plattdeutsche Dialect diesen Umlaut; auch kommt 

« 

er in der Altmark häufiger vor als z.B. im Meklenburgischen. So wie der 
Doppelvokal ao zwischen beiden Vokalen schwebt^ so ist dies auch der Fall mit 
dessen Umlaut ift, er ist aus beiden Vokalen zusammengesetzt In den neuesten 
Drucken sind dafür verschiedene Zeichen gewählt Bornemann, Jung, 
*^Albrecht und Seh werin schreiben 61» weil sie oa schreibe»; Ritter in 



IX 

seiner Grammatik der meklenbiirgiach-{ilatt<]eutschen Mündart schreibt wie d^ 
Schweden a mit darüber stehendem für unser ao, für den Umlaut ebenfalte, 
jdoch so, dass das durchstrichen ist; Brinkmanu, Reuter, Asrii'its 
schreiben ä; KlausGrothat,so dass beide Zeichen in einander verschlungen 
sind ;Schambach 6 und fifl);Stürenburg mit darüber stehendem &. Da 
diese beiden Doppelvokale n u r als Länge erscheinen, so konnte diese LängenL 
bezeichnung überall fortfallen. Bei der alphabetischen Anordnung in diesen^ 
Glossar sind diese Doppelvokaie überall an das Ende des Vokals a gesetzt 

Noch ist hier eines in derAitmark fast durchgängig sich vorfindendcB 
Lauts zu erwähnen. Erscheint nämlich der kurze Umlaut ä (das lange ä behält 
iiberaU seinen Laut) vor r, so entsteht gewissermassen ein neuer Umlaut, der 
zwischen a und ä liegte so dass man ihn durch jeden der beiden Vokale bezeich- 
nen könnte. Lässt man beim Sprechen des l das a ein wenig vorwalten und 
stösst dann den Ton kurz ab, so bringt man ihn ziemlich genau heraus. Maa 
muss die Wörter irft'n (Erbsen), H&rrftck (Hederich), Hbl (Flachsfaser), Uddl 
(aus Hänl entstanden, der Windhalm), Wim '(werden) , f&rig (fertig) eta 
sprechen hören, um den Ton richtig aufzufassen. 

Der Consonant r, der diese Modification des Tons erzeugt, bedarf noch 
einer Bemerkung. Zuvörderst wird er fast nie, höchstens als Anlaut und 
zwischen zwei Vokalen rein ausgesprochen, am unreinsten als Auslaut eines 
Worts oder einer Silbe. Man will ja in entferntem Gegenden den Altmärker 
hauptsächlich an der Aussprache des r erkennen. Diese Eigenthümlichkeit hat 
ihren Grund in der für das Plattdeutsche durchweg geltenden Regel : alle Härten 
in der Aussprache so viel als möglich zu vermeiden, und diese Härten findet der 
Altmärker neben der Consonantenhäufung im Consonant r. Daher fällt 
er im Auslaut einer Silbe oder eines Worts ganz weg, das vorangehende 6 
wird fast ein kurz abgestossenes a. Taoder klingt Yaoda; die Vorschlagssilbe 
Ytt schrumpft fast zu dem einfachen Consonant V zusammen ; BAr (der Land- 
maun) spricht man meistens Baa, här (Imperfectum von häBIIll, haben) sprick 
hft. Daher finden wir, dass in manchen plattdeutschen Büchern der Neuzeit 
dieser Consonant im Druck ganz weggelassen ist. Am weitesten geht darin 
Ritter in seiner plattdeutschen Grammatik. Weil aber das Lesen dadurch 
ungemein erschwert wird, so hat er in dieser Ausdehnung keine Nachfolger 
gefunden. Erscheint r als Inlaut vor einem andern Consonanten, so hilft sich 
die Sprache auf mancherlei Weise, entweder durch Ausstossen des r (SWatt für 
schwarz) oder des andern Consonanten (Gaoni = der Garten) oder durch Assi- 
milation, oder endlich wie bei rl durch Zwischenschieben eines C (Kaorel = der 



Vorname Karl). Obgleich der AltmSrker dem X eigentlich nirgends sein Recht 
widerfahren lässt, so setzt er doch recht häufig statt desConsonahten deinr: 
Wedder (wieder und wider) klingt in sehr vielen Orten wie WCTWr; Feddeni 
(Federn) wie Fänern; Fudder (Futter) wie Funer; TadderSCh (Gevatterin) 
"wie Tarrerscb; der Vorname Karl nicht blos Kaorel sondern anch Kaodel. 
Eben wie bei r föUt d auch hfiufig im Auslaut weg W!d (Weidenbaum) wird 
meistens Wl, Ltd (Leute) wie h% Stid (die Stelle) wie StI, mB statt mSd (müde) 
gesprochen. Auch im Inlaut fallt er zuweilen fort B1& statt Bläd'r (Blätter). Im 
Glossar ist^ wenn die Consonanten r und d beim Sprechen in der Regel w^egfal- 
)en, dies durch die Klammern, in denen diese Buchstaben stehen, angedeutet. 

Von den übrigen Consonanten verdient das doppelte 8 noch einer Erwäh- 
nimg. Steht es zwischen zwei Vokalen, so hat es in einigen plattdeutschen 
Wörtern einen eigenthümlich sanften Ton. Die beiden Buchstaben erscheinen 
weit mehr als im Neuhochdeutschen getrennt. Man lasse den Sauselaut des 
mten 8 ohne alle Schärfe antönen, verweile auf demselben länger als gewöhn- 
fich und lasse eben so sanft den zweiten nachtönen z.B. inbiss'n. Richey 
nennt dies in seinem Idiotikon S mollissimum. 

Bei den Verben mit starker Conjugatiou ist der Ablaut im Imperfect 
tind Particip angegeben : den Substantiven das Geschlecht hinzuzufügen schien 
nlrzurErsparnng des Raums überflüssig, theils weil der Plattdeutsche hierin 
Weniger genau ist, theils weil das Geschlecht mit dem des Neuhochdeutschen 
in der Regel übereinstimmt, abweichende Fälle sind bezeichnet ; die mit Präpo- 
sitionen zusammengesetzten Verben sind weggelassen, wenn sich der Begriff 
ftus dem einfachen Verbo und der Präposition selbst ergiebt ; auch viele Ad jective 
weim ihre Bedeutung aus dem Substantiv oderVerbum ohne weiteres hervor- 
geht, sind weggeblieben. 

Die bedeutenden Zusätze rühren grossentheils von den Mittheilungen her, 
die während des Drucks aus mehreren Gegenden der Altmark einliefen« Beson- 
ders dankbar bin ich neben vielen andern Beförderern der Arbeit den Herren 
Pastoren Lachmann inKerkau, Krüger in Lagendorf, Sültmannin 
Tbüritz, dem Herrn Kreisrichter Parisius in Gardelegen, dem Herrn 
Cantor Fritz Schwerin in Altenhausen. 

Salzwedely im Juni 1859« 



IMc bauptsäehliehsten Abkttrsang ea< 



Goth. = Gothitch. 

Alts. = Altsächsisch. 

Agls. = Angelsächsisch. 

Altn. z=z Altnordisch. 

Altnd. = Altniederländisch. 

Engl. SS Englisch. 

Nhd. s=s Neuhochdeutsch. 

Gr, Gr. = Grimms Grammatik. 






^l 



A. 



A I (Inter j.), Zeichen des Beilalls Dialecte geht im Plattd. öfter in oh 

oder der Freude. AI datisgftd; oder üben z.a Lacht Luft (Gr. Gr. I,537> 
des Unwillens: A wattl davon will achter-U hinterdrein, achterhfli^ 

ich Nichts hören. acAtarill Wfisen hinter etwas her sein, 

Aa, (zweisilbig, kurz abgestossen,) d. h. mit Eifer verfolgen, 
ein Laut mit dem die Wärterinnen die AchterbtaHinterfuss der Thiere. 
Säuglinge veranlassen wollen, ihre Achterfliok das Leder unter dem 

Nothdurft zu verrichten. Daher : Aa Absatz des Schuhzeugs. 

maok'n. Achterkaora die nicht vollkommen 

Ä. Mehrere mit diesem Umlaut ausgewachsenen Getreidekömer die 

anfangende Wörter stehen unter E beim Worfeln des Getreides als die 

aufgeführt. hintersten liegen bleiben. 

Abece das Alphabet ; AbeC68Ch61 achter-nao hinterher, 
die unterste Klasse der Eiementarschii- Acht6rp6rt die Hinterthür, Hof« 

len. Die Kinder singen: Abece^ Katt pforte, auch statt podex gebraucht^ 

16p in' Sah, iQfts 16p nao, Katt sA jao. in welchem Sinn auch Achterkaitell 

abslftt u. abslatemang (letzte Silbe oder bloss Achter als Subst im Ge- 

ist der Nasallaut) ganz und gar, durch- brauch ist. AchterpörtspnrzelbfaB 
aus. Ick dö't nu abslftt nich ich thue Birnen, deren Baum an der Hinter- 
es nun schlechterdings nicht. pforte steht u. leicht vom Baiune ab«» 

Achl oderHachl die Granne an der fallen. 
Spitze der Ähre, besonders der Gerste: achts eine Art Suffix, entspre- 

im Süden heisst diese Gerstengranne: chend dem nhd. Erachtens, nur mit 

Eimen. Das griechische o^xv^ov giebt dem Pron. poss. min, dio, Slll verbun- 

Uiphilas durch agana. Das Adjeot. den, minerachts hdi dat so wiaeii 

achlig, hacUig wird auch von allem nuist meines Erachtens hätte das so 

gebraucht, was bei der Berührung ein sein müssen. 

Gefühl erzfeugt wie der Hachel. ackraot Adverb, genau, gerade so, 

acheln, 4ichseln sich abquälen, accurat. HMs acbaot SO grAt ass ick 

schwer tragen. er ist gerade so gross, als ich. Be- 

achter (Adverb, u. Präpos.) hinten, hauptet oder verneint Jemand etwas, 

hinter. Achter gaon nach dem hinten imd ein Anderer will die Wahrheit 

liegenden Theil des Hauses, nach dem bestätigen, so antwortet er nur: 

Hofe gehen; achtcrftt gaou aus der ackraot! — Ackraot so recht gerade 

Hofthür gehen, achter d'pArt: hinter so recht. 

der Thür. goth., aithd^ u. alts..]^tra, AckennSimk'n die Bachstelze (Mo- 

holländ. achter. Das ft der altern tacilia); die blaue (M. alba) wird 

-■-•*- .1.» # . .■ 

i 



auch Blau Ackermann, WippstSrt, einem solchen abgebackenen Brote 

lilppstSrt, Waogenstertje, Quabb- überhaupt von jedem Backwerk, in 

Stirt, CtoickstSrt, von dem beständi- dem sich Höhlungen finden, sagt 

gen Wippen des Schwanzes, genannt, man : de B&cker hat stn Frft dftrcb 

die gelbe Bachstelze (Motacilla flava) , Jaogt. 

heisst gäl Ackermann u.gäl Wippstert. Affbäflm. S. baörn. 

icksch die Axt. Dwlr&cksch, affblntsoh'n druckt das Vorbren- 

€lin Handwerksgeräth des Zimmer- nen des Feuergewehrs aus, wenn das 

mahns, mit zwei Schneidearmen, be- Pulver von der Pfanne u.s. w. weg- 

Sünders um Zapflöcher auszuhauen, brennt, die Ladung aber nicht losgeht. 
* Ackvlt, aus aqua vitae corrumpirt^ afFbring'n abbringen in dem Sirm 

ein jetzt ziemlich verloren gegange- von Korn oder Heu vom Eradtewa- 

iier Ausdruck für Liqueur. gen in der Scheune abladen. 

Adder die Natter, (Coluber berus ;) affdefitl, affdSSCli'n derb durch- 

dann jede giftige Schlange, bildlich: prügeln. 
ein zorniger Mensch. Das Adject aflTdrOg'n abtrocken. 
iMrig ist nur im bildlichen Sinn ge- affbirn mager werden. 
briCuchlich zornig; wogegen das Ver- affflBm' S. flöm*. 
bum addem nur vom Schlangenbiss afffraog'n abfragen. z.B. vom Me- 

im Gebrauch ist, goth. nadr; alts, morirten 2. ausfragen. 8o frOgfn de 

Biifa. Bttr de Kftnst af aushorchen, ausfor- 

aderfcaUl, aorkaim wiederkäuen. sehen. 
' A<y(| A^jte, das französ. Adieu. fd^ffu S. gir*n. 

adrett, das französische adroit, ge- aS|j;nawwelll S. gnawweln. 
wandt, mit Süsserem Anstände, datt äf^nins'n, sick S. gruns*n. 
llS^ adrette Dftm das ist ein gewand« Ai[^;nn8t Missgunst, Neid. 
tes oder hübsch angezogenes Mäd- affholl'n wird von Kinderwärte-- 

eben, von gefälligem Äussern. rinnen gebraucht, wenn sie den Säug* 

aflT goth. u. alts. af ab Präp. selten ling veranlassen wollen, ein Natur- 
Adv, wird sehr häufig mit Verben, bedürfniss zu befriedigen, 
weniger mit Nominibus verbunden, Afijaogi: eine Stange, an deren En- 
gerade wie im Alts. Adverbialisch de ein Gänseflügel befestigt ist. Sie 
kommt es nur in einigen Redensar- wird auf der Tenne gebraucht, um 
ten vor: af IIB tO ab und zu, bis- beim Worfelu des Getreides die mit- 
weilen; äff m an nahe daran. Ick geflogenen Spreutheile abzukehren. 
Wb äff ich scheide momentan aus Affkaot der Rechtsanwalt, der Ad- 
dern Spiel^ bin jetzt nicht mehr in vocat. 

Thlttigkeit Ebenso: äff SIH in die- Affkaotem, affkaort'n heimlich et- 

ser Lage sein, dass man nicht mehr was mit Jemandem verabreden, meist 

noiTtspielt. fiiff mi watt äff gieb mir zum Schaden eines Dritten. Datt 

etwas davon. hkmm's all wedd'r affkaotert 

afliiors rücklings. affkik'n S. ktk'n. 

aflbaokt nennt man das Brot, Mrenn affUawtnii sick sich leicht etwas 

die Kruste sich abgelCiset hat. Von erklären können, begreifen, durch 



Nachdenken zu einem Resultat gelan» 

gen. Vgl. kalm&seriL 
affkaapp'n, Afknaps'D. S. knapp. 

idTkniw'B sich ein derbes Stück 
Brot (Knaggl, Ranken) abschneiden. 

affkraom' S. kraom*. 
aSlrig'n S. krlgU 

afflagens. Adv. bisweilen, dann 
und wann. Das alts. lag, Molches 
nur in Zusammensetzungen vor« 
kommt, bezeichnet das Bestimmt^ 
Feste; daher afflagens dasjenige be- 
zeichnet, was sich vom Gewissen, 
Bestimmten entfernt 

afflaow'n abgeloben 1. geloben, 
dass man etwas nicht wieder thuu 

will. He hat afflaowt nich wedder 

ftt tO gaon ; 2. das Erbthell der Kin- 
der bestimmen, wenn Vater oder 
Mutter nach dem Tode des einen 
sich wieder verheirathen ; solche Kin- 
der heissen dann : äff laowt EinneL 

affiew'n erleben, wenn l 't noch 

afflBw' wenn ich es noch erlebe. 

afflnchVn durch Einwirkung der 
Luft trocken werden lassen. 

afflftks'n S. iiiksn. 
affmnck'n S. muck*n. 
afi^lack'n, sicL S. plack*n. 
affpöln S. p6ln. 
afOrabastem, sick. S. RabbeL 
afiHfn S. ritn. 
affsack'n S. sack'n. 
affochnrr'n S. schurrn. 
aSkett'n S. spän. 

affsid abseits. 

affsmeckig S. lack. 
afflmit'n S. smlc'n. 
affsnack'n S. snack'n. 
afftaokeln S. Taok*l. 
afftSw'n S. töw'n. 

afl^enn' abgewöhnen. 

aisch S. eisch. 

Ak| Ik Zi^ruf an Kinderi die etwas 



Unreines in die Hand nehmen wol^i 
len. Auch als Substantiv im Gebrauchf: 

laot ling'n, 't ia Ik u. 't m 'n Äk. . 

alart 1. genau auf etwas achtender; 
wachsam 2. flink, hurtig. j 

all, schon; t iss all g6d es ist 
schon gut Unterscheidet sich in der 
Aussprache von all alle dadurch dass 
in letzterm das 1 noch etwas nach«' 
tönt, bei ersterm ganz kurz abge- 
stossen wird, a ist in beiden kurz, 't 
18 all air es ist schon alle, zu Ende« . 
In der Redensart: 't is all all all et. 
ist schon Alles zu Ende sind die 3Be* 
deutungen dieses Worts zusanameo* 
gestellt; all nao graod nachgerade 
allmählich. 

alläb'n ganz so. Wird beson« 
ders bei stark bejidienden Antworten 
gebraucht 

alladagst (statt allerdägst) Ver^ 
Stärkimg von dägerst S. unten. 

allüdlletzt S. id'l. ♦ 

Allalei Subst englisches GewUrZi 
Piment 

alldoch verstärktes doch, einfache 
Antwort auf die Verneinung eines 
Andern. 

alldaogS, alledaog täglich, jeder- 
zeit, an jedem Tage. 

alldernao je nachdem, allderaao 

't iS9 je nachdem es ist. 

allBben mit voraufgehendem dao^ 
rflm gerad darum, eben deshalb. 

allebott jedesmal Im Holland, soll 
Bott repercussio sein, und Wacb^ 
t e r erklärt es durch : Schlag, allebotit 
wäre darnach so viel als : auf jeden 
Schlag. 

• allto 1. allein (solus.); auch dem 
neuhd. selbst entsprechend, da| 

sali mi doch allfen verlangen da bin 

ich selbst neugierig, wie das wird. 
Hiervon wird ein Diminutiv : allene« 



ksn gebildet, mit welchem Worte und die Brust verengt erscheint - 

Kinderwärterinnen Kinder, die den Vgl. dampig, gtm', ptch'n. 
ersten Versuch im Gehen machen, auf- Amen drückt in dem Sprlichwort: 

zumuntem pflegen. Beiläufig sei hier Dat is 80 gewiss as 't Amen in de 

bemerkt, dass in der Altm. das Di- Kftrk den höchsten Grad der Gewiss- 

minutiv nie mit ing, sondern nur durch heit aus. 

kon gebildet wird. Überdies ist der Amern, Amem hetsse Asche, sei- 

plttd. Dialect so ungemein reich an ten vorkommend, 
diesen Formen, dass keine Grenze Ammann der Amtmann, Guts- 

zu ziehen ist und sich fast über pächter. Dat is 'n Ammans bUk 

alle Klassen von Wörtern ausdehnt, wird von einem wohlgenährten, 

2.' als Conjunct. hat es den Begriff dickbäuchigen Menschen gesagt, 
von aber, als die Beschränkung Ammarl, Amr6 die Vornamen An- 

einer voraufgegangenen Behauptung, na Marie. Die altm. Vornamen sind 

Dat is allS all g6d, allto 11.S.W. in der Regel aus zwei, selbst drei, 

In den meisten Fällen setzt man noch sogar aus den vier bei der Taufe ge- 

Uwer, iSwest hinzu. Diesen Pleo- gebenen Namen zusammengezogen, 
nasmus hört man auch im Neuhd. ampeln (Verb.) wird von kleinen 

air-(r sonst, ehedem. Kindern gebraucht, wenn sie mit 

aller - wiler - Wärts u. allerwSrtS, schnellen Bewegungen der Hände 

fiberall, allenthalben. und Füsse nach etwas streben, be- 

Allmann Jedermann; ist nur in sonders wenn sie von einer geliebten 

Verbindung mit einem folgenden Person auf den Arm genommen sein 

Subst. im Gebrauch. Allmanns Erfind, wollen« 

Allmanns Saok, Allmanns Hör ge- an. EigenthUmllch sind die Re- 
meine Hure, wo das 8 eine Art Ge- densarten. Ist 't Fur all an ? brennt 
nitivform andeutet. das Feuer im Ofen, auf den Heerd 
Alltld jeder Zeit, immer. u.s. w. schon? dn bist an du bist an 
alltoh6p alle zusammen ; wörtlich : der Reihe. He kann 't nich an wam 
alle zu Haufen. er kann sich nicht daran gewöhnen, 

all-fimm ringsum. anbSt'n. S. böfn. 

allnnnalaot ohne Unterlass, unauf- Anbott das Angebot bei Verstei- 

hörlich, den Augenblick. Ick mfltt gerungen. 

Im alleronnalaot erinnern. andtm, wahr, 't is nich andäm 

lUwäg allerdings, immer, auf je- das ist nicht wahr. 

den Fall; datt sock allwäg dftn das andfin; daomit kann icknieb an- 
sollte ich allerdings thun. dän damit kann ich nicht dienen. 

allwcm, Verb, sich albern betra- andön anthun, stimmt in der Be- 

gen. deutuug mit dem Neuhd. nur in den 

allwtl grossentheils gesprochen: Redensarten: Leid, Gewalt, Zwang 

awtl gerade jetzt, allwtl is 'r hÜ: W&St U.S. w. anthun. Nie wird es im Plattd. 

eben jetzt ist er hier gewesen. von Kleidungen oder Putz gebraucht. 

ambOstig (von Bost - Brust) lun- Dagegen kommt es in der Grundbe- 

genkranki dem das Athmen schwer deutung von Dingen vor die ie. B* 



beim'. Kochen der Spaaeti Zugesetzt 
werden. JUst aU Solt, bftd n.s.w.' 

asdaOB? fragt die Hausfrau die Kö» 
chin. — Eigenthümlich ist der Ge^^^ 
brauch dieses Worts für: bezauberiiy 
behexen; Wenn kleine Kinder oder, 
das Vieh nicht gedeihen wollen, sq 

heisst es : 't is im wat andaoD, was 

so viel bedeutet als: es ist bebext. 
Ebenso, wenn eine Person eine aus- 
serordentliche Zuneigung zu einer- 
andern verschiedenen Geschlechts hat 
und von ihr nicht ablassen kann, so 

heisst es: si hat am wat andaon. 

Das Reflex, sick and6n bedeutet: sich 

an Jemanden machen, sich bei ihm 
einzuschmeicheln suchen. 

andfid'B S. dud'n. 

anfielt' n hat in einigen Gegenden 
die eigenthümliche Bedeutung von 
bezaubern, behexen« Cmm iss watt 

anfielt 

ang' (Nasallaut und nachtonend) 
entspricht dem SWftl. 't is hüt SO aUg*, 
t is ang" Lncht sagt man, wenn ein 
Gewitter im Anzüge ist Von SWtÜ 
(schwül) unterscheidet sich ang' dass 
dieses mehr das subjective Gefühl be- 
rücksichtigt was man bei grosser 
Hitze hat, während SWiU rein objec- 
tiv ist Im benachbarten Hannover- 
schen ist ein Wort angig für beengt, 
beklommen, im Gebrauch. Es scheint 
mit enge dasselbe Wort zu sein. Es 

ist mir so enge ums Herz drückt fast 

denselben Begriff aus. Dazu kommt 
da Ottfried ango statt enge hat. 

ang'n, womao ist nur eine ver- 
kürzte Form für angeln, was auch 
im Plttd. im Gebrauch, in der Bedeu- 
tung des Neuhd. nach etwas angeln. 

Angl 1. die Angel, wie im Neuhd. 
2. als Masculinum: der Stachel aller 
bienenartigen Insecten, .Davon das 



Verbtuh atgebi ; de Hnmmel hat mi 

angelt — In Zusammensetzungen ist- 
Angel ein Schimpfwort z, B. Lfts^* 

gel, Frltangel u. s. w. 

angläfts'n S. gläös'n. 
anglftp'n S. glup'n. 
angftfceln S. Gökel. 

angräpsch S. grapsch'n. 

anhack'n S. hack'n (Verb,) 
ankImp'nS. kämp'n. 
ankarjöln S. karj6ln. 

Änkl der Knöchel an derFusswur- 
zel, dnwwelt Änkl der Plattfuss. 
ank'n S. jank'n. 
ankläSn' S. klsön'. 
anklei'n S. klei'n. 

ankrtd'n eig. mit der Kreide an- 
schreiben, kommt nur in der Bedeu- 
tung vor: zu viel auf die Rechnung 
schreiben und im bildlichen Sinn statt: 
gedenken, um Rache zu nehmen. 

anmoden sin zumuthen Vgl. tomft- 
d'n. 
Annemarimalelisch'n, ein im Süden 

vorkommender Vorname zusammen- 
gezogen aus Anna Maria Margaretha 
Elisabeth. 

annSm'n. Der Imperat dieses Ver- 
büms (nimm an) dient besonders als 
Aufforderung, beim Essen oder Trin- 
ken sich des Präsentirten zu bedienen. 

annerthalf anderthalb. Die Zusam- 
mensetzung der Ordinalzahlen mit 
halb ist ganz wie im Nhd. 

Inngrät Anna Margaretha. 

innlls, die Vornamen Anna Elisa* 
beth zusammengezogen. 

anpäk'n S. pak'n. 

Anpart Anthell. 

anpnnn S. purr'n. 

anranz'n auf eine gemeine Weise 
Jenuuiden mit Worten anfahren. Im 
Bremischen sagt map dafür anrand'l» 



e 

von Rand, was dort ein Schdtwort anwalzt kaom' scherzhafter Aus- 
für ein altes Weib ist* druck für: kommen, ankommen. 
' tns^liaot'n angeschossen, angetrun* anwärsch unwirsch, es bezeichnet 
ken, schwächer als dta. Wird auch einen Menschen, der verwirrt zu sein 
vom ersten Stadium des Verliebtseins scheint und in seinem Betragen kin- 
gebraucht. disch und läppisch ist. Das Subst. An* 

anschlf n anführen, betrügen, beim W&rschkeit kommt selten vor. 

Handel, Tausch u. s. w. Anwass der Anwuchs, junge Leute. 

ansligSCh S. Knäp. Das Verbum anwassen bedeutet auch 

ansang* (Nasallaut) ansagen, be- im Passiv eine Art von rheumatischem 

kannt machen, besonders von Gebur- Gliederschmerz, auch Schmerz im 

tCB, Entbindungen, Todesfällen u.s,w. Unterleibe, wogegen dat Strik'n an- 

gebräachlich. gewandt wird. 

an sinn' wSs'n ansinnen, zumu- anwisch'n, to' watt Jemandem un- 

then dat si ml niCh ansinn*. vermerkt einen Schlag versetzen, ick 

ansmär'n betrügen, etwas zu theuer heff ämm (n anwischt S. auch wams'n. 

Jemandem verkaufen. Ap die einzeln in den Dörfern vor- 

UlSnack'n S. snack'n. kommende langstielige Rüster, (Ul- 

anspräk'n l. beim Vorübergehen mus efFusa.), in andern Dörfern: der 

besuchen 2. um ein Darlehn, Almo- wilde Ahorn (Acer campestris.) 

sen bitten. apartig abgesondert, ausgezeichnet. 

, anstak'n, fen watt S. wams'n. Appel der Apfel. Die vielen Spiel- 

anstaon laot'n unterlassen. arten haben grossentheils verschie- 

anstelln, Sick sich aussergewöhn- deue eigenthümliche Namen. Wir he- 

lieh, über die Gebühr geberden, über ben von ihnen folgende heraus, ohne 

eine Kleinigkeit ein grosses Aufsehn sie näher bezeichnen zu können: 

machen ; besonders über eine uns wi- Sftrhöltken, wovon folgender Reim : 

derfehrene Unbill. Wenn de Tftn dröggt Witten Höt, 

antta , Antog , anziehen , Anzug denn smecken Sürhöltken g6L Wenn 

z. B. von Kleidern. Schnee liegt, schmeckt auch das 

antick'n S. ticVn. schlechte Obst gut; Prtsappel, Briap- 

antreck'n anziehen (Kleider); sick pel, Röhäönschen, Latzappel, Waor- 

watt antreck'n eine Bemerkung auf appel, Iserappel, Crrfinberger, Stakap« 

sich beziehen, und darüber empfind- pel, Cfärling, HÜrappel, Kl&öterappel, 

lieh werden. AüStappel. Sprichwort: de Appel fallt 

anwBfn (r. fast nicht zu hören) nich w!t von 'n stamm, ass dat 

gewohnt werden, besonders bei Ver- Schaop SO dat Lamm. 

änderung des Orts. He kannt' gaOT Appeltrül S. Trül. 

nich anwä(r)'n sagt man vom Gesin- ipeldäöm der gemeine Ahorn 

de, das sich in seiner neuen Lage noch (Acer campestris.) 

nicht finden kann, oder wenn sich Je- ApriL Unsere Kinder singen: 'n er- 

mand an einem Orte noch nicht ge- sten April , kann 'n Narr'n Schicken 

fSllt. Denselben Begriff hat: gewennt WO^(statt wohin) *n wUl, 

Wlrtt. ix S. er. 



7 

Irf t die Erbse, alts, erwet ; holl. linken iind nennen das : R$wk'l 
erwt. Unsre Kinder haben ein Spiel, SChraop'n. 

Vobei sie singen : Aust (aus August zusammen ge- 

Plflck plfickÄrften ^ogen) die Errjdtezeit. Anst'n emd- 

WenndePanmann k(m ^^^- Austköst der Erndteschmai^. 

ün SlOR nns um de Bfin Die Knechte halten nicht viel von dem 

Ach WO WOU'n Wi Wfen. Aust, wegen der schweren Arbeit 

_ . , ,1.,. . «iL ^ ^x *, Daher sagen sie: Toerst mt JaCMT 

Sprichwort : n blmn Mw flndt 6k ^j^^j ^^ ^jui^t^ Ostern, drupp d^ 

woll n Arft drückt das Zufallige aus. ^^^^^ fin^sUn, OH denn de aackac- 

arg hat neben den gewöhnlichen mentsche Aust. Austappel ein frübrei- 

Bedeutungen auch die von: erzürnt, fender Apfel. 

büse. H6 is arg upp di, im Begriff awllk'n jetzt, in diesem Auge«^ 
doch schwächer als erzürnt. Ick heff blick, oder in dieser Zeit awUkei 

kto arg darftthat, ich habe nichts bin ick dao west. 

Schlechtes dabei beabsichtigt AodebaOT der Storch ; heisst auch : 

Ärkncr der Erker, der herausge- Kdebaor, Hcilebaor, Heinotter, HanmV 

baiiete Theil eines Hauses. ter, |am häufigsten : Stork zuweUen 

am irden, am T4g Küchengeschirre, auch Odebarr. Bhar im Sanskr. b6M 

als Gegensatz von dem metallenen i^ Althd. heisst: bringen, odi althi 

Küchengerätlie. GHick, Heil. Aodebar u.s.w. beden. 

ArtSCh, GrauartSCh der Hänfling, tet also : der Glück und Heil bringt 

Hanffink (Silvia cannabina.) ^o wird er auch von unsem Landleu- 

Arz'n Arzenei gebrauchen, 't arx'n ten betrachtet Auch unsem Kindern 

helpt nix; verarz'n Geld für Arze< ist er ein Bruder- und Schwesterbrin. 

neien ausgeben. g^j.. daher singen sie: 

a • üii ach so ! Hannottcr, Hannotter, Hannester 

ass i. als, da, nachdem. Eigenthüm- Bring' mi 'n klein Swester ; 

lieh ist der Gebrauch dieses Worts Hannotter, Hannotter Hannftder 

bei Fragen. Fragt man : bist dn dao- Bring* mi 'n klein Broder. 

H west? so antwortet der Gefragte An andern Orten: Hannotter, Hannivt- 

in den Fällen, in welchen er zuvor- ter du Luder — Bring mi 'n klein 

derst wissen will, ob die Frage in der Bmder — Hannotter , Hannotter dp 

That an ihn gerichtet sei : ass ick ? Ester — Bring mi 'n klein Swester. 

etwa in dem Sinne: fragst du mich? Aotfr die Ader. Das Sprichwort: 

2. als Subst bedeutet es die Achse am de Jung' hat Utk Aoder VOn mi he- 

Wagen. deutet : der Knabe hat nichts Ähnli- 

aSS wenn als ob. ches mit mir. 

ItSCh rufen sich die Kinder zu, Aoft das Obst 

wenn sie sich gegenseitig oder einen Aolansbäsing die Gichtbeere (Ri- 

andern beschämen wollen, auch ätSCh bes nigrum). 

tt. Davon das Verbum Itsch'n, Üt- Aol 1. der Aal (Fisch) 2. ein Flu- 
ItSCh'n. Dabei streichen sie mit dem gergeschwür (panaritium) J, die Mist- 
Zeigefinger der rechten Hand den der jauche. Daher Aolpöl Pf Litze, stagni- 



8 

rendes Wasser anf denBanerhöfetibe- . Aorskröppel S. Hätitsch. 

sonders aus der Mistgauche enstandeu. Aort lett YOB Aort nich, ein Spruch« 

Das baiersche al bedeutet Mistgauche ; wort etwa so viel wie : Der Apfel fällt 

ala im Schwed. harnen; im Angls. nicht weit vom Stamme ; 'tgeitjo, dat 

adde Schmutz. 't man S6 'n Aoit hat, das geht ja ganz 

Aol&nner, ein grosser Weissfisch vortrefflich. 

(Cyprinus cephalus). AOS, das Aas; auch ein starkes 

' Aomacht die Ohnmacht ; aomächtlg, Schimpfwort Adject aosig, stinkend, 

der Ohnmacht nahe, besonders nach iösl, der glimmende Docht; 

starker Arbeit, langem Lauf etc. - Schnuppe am Kerzenlicht oder der 

" aon ohne. Lampe. 

Aont, Ant n. Ent die Ente, althd. Aos'n, 1. vom Aase sich nähren. 
anut. Das Geschnatter der Ente über- 2. durch eine unberufene Arbeit und 
setzt der Landmann so : In der Jugend : Herumwühlen Unordnung in die Ge- 
Snlt, snlt, Snlt (d.i. schneidet); etwas gegenstände bringen, oder sieumher- 
^1ter geworden: SChälW, SCh&rw, werfen. SjVonThierenjdieindemdar- 
achärW (d'. i. scharbe,schneide gröber); gereichten Futter herumwühlen und so 
erwachsen: watt? Watt, Watt, Watt ? unbrauchbar machen. Dat Fudd'r iS8 

Batt, natt, natt, natt Sieht der Erpel Ycraos't. 

die Ente , ruft er : Gasten, Gästen. jj^^s^j^j. ^j^,, 4 ^,.^.d „j^j^t gehört) 

Gästen, Gästen (d. 1. Gerste). jj^ Brachweide, wenn sie als Pflanz- 

Aonfn flott S. flott. j.^^g j^^ den Hals eines gefallenen oder 

Aonwend, ein Stück Ackerland, das eingescharrten Stück Viehes gepatet 

quer vor einer Reihe von Ackerstücken ^^i.j^enn vertSt sick deVftSük Wedder 

liegt und auf dem der Pflüger um wen- die Viehseuche hört dann auf. 
det. Das alts. an bedeutet auch anf. 

Aop, der Affe, bildlich ein NachäfFer. ^Ö^«^» '"^^^^ ^K}^^ SO äöwl, ich 

Sprüchwort: he sttt M, ass wenn am muss mich brechen, Aöweldad, Uebel- 

•n Aop Iftst! er sieht vergnügt aus. *^'^^^^' Verbrechen. 

aop'n, offen ;alts. opan, open ; aopen ^^^'»» ^^^'^^ ^^^ ^'"^"• 

Mf, Leibesöffnung. Für öffnen hat der Aowend, alts. aband, der Abend. 

Pittd. kein eigenes Wort, er sagt aop'n Aowendbrot, das Abendessen, 'z Ao- 

öder upp maok'n. ^«»s- S. lorg'n. 

äfir S. ^r. ä5w'r, äowerst, Präp. und Adverb, 

Aor, die Pflanzenähre alts. aarl. über,: her über. ÄÖW'r 't Straot, über 

aorkann S. aderkaun» der Strasse. Haol äöw'r! ruft man den 

Aorn. S. slagt'n. am jenseitigen Flussufer befindlichen 

Aors, Haors, podex. Bildet mehrere F^ährmann zu. Cm Werd dat äftw'r ihm 

Redensarten und Schimpfwörter im wird es überdrüssig; hd iss (mm 

Munde des gemeinen Mämaes, in denen ä&wer, er ist ihm überlegen. 2* übrig, 

aber nicht so wie im Neuhd. das Unan- be hat nicks äOwer, es bleibt ihm nichts 

ständige gefunden wird. AonÜdapp übrig; äOwerst ist eigentlich die Su- 

Schläge auf den Hintern. perlativform von äftwer worüber Gr. 

Aorsbedrdg'r der Frack. . Gr. 3, 663 das Nähere. 



r.ß 



ÄöwerdÖftig wird ein Mensch oder IftwerUngXlB: iibrigens. iaUw'r«, 

auch ein StUcKrVieh genannt, mit dem lillg'a heff 'k ddt gaor nich meint, da« 

in Güte oder mit Gewalt nichts anzu- habe ich übrigens gar nicht gemeint 
fangen ist; ein noch stärkerer Grad iAw'rpulsch^ S. püisch*n. 
dieses Zustandes wird durch: iöwei« äöW'rsettX i^n Handel übersetzen 

gtwen bezeichnet. Vergl. gewen. d. h. zu viel Geld für die Waare fordern 

&0w'r4räbX übertrieben, ausseror- oder abnehmen, 
dentlich. iöw'rstaoil, 1. etwasUnangenelxmes 

äöwereilB', aufrecht, in die Höhe, hinter sich haben z.B. Krankheit, Abbe- 

von langen Gegenständen gebraucht zahlen drückender Schulden ; 2. vori^ 

gett dat Brett lOw^renn, stelle das Brett melkendem Vieh gebraucht, bedeutet 

so hin, dass es seiner Länge nach steht, es : ein Jahr hindurch unbefruchtet ge- . 

nicht liegt sick äftwerenn' int Bett blieben sein. 

ipprichten ist ein oft vorkommender iöwertOG]l,derUeberzQgz.B.vom 

Pleonasmus. Nicht zu verwechseln mit Bette. 
Uwerhenn, obenhin, oberflächUcfa. Uwerwigen := äöwergäben. 

iOwergaon, l. vorübergehen, vom äOw'r wam, wörtlich : überwerdeo^. 

Schmerz. 2. vom Zuchtvieh, wenn es bedeutet so viel als : Herr über etwas 

in einem Jahre nicht begangen ist, kein werden. Wenn der Fuchs einen Has^. 

Junges gebracht hat Substantiv von 1. gefangen hat und ilmfrisst, so heisst es: 

i&wergang. den ganzen Haosen kflnn Iie doch nick 

äÖW'rgäw'n S. gewn. äflw'r warn, den Hasen konnte er doch 

i5werglob'n,Misstrauen, nie: Aber- nicht ganz.verzehren. 
glauben, dieser heisst : H&neiglob'n, WO- äö W'rwendUch , überwendlich, 

von de Haon nix Wtt und Biglftw. wenn beim Nähen die Stücken Zeugs 

äöW'rhao^^ S. haoFn. erst vorläufig aneinander gereibt wer- 

löwerköp, 1. überhaupt, 2. über ein- den. 
ander liegend oder werfend, ohne 
Ordnung. 




Die Lippenlauter b, f und W gehen lieber Grösse und Dicke, vom alts. bak» 
im Plttd. sehr häufig in einander über, der Rücken ; von lebenden und leblo- 
b wird w im Auslaut : leben, ick läw ; sen Dingen gebraucht 
fim Auslaut wird w imlnlaut:l$( lieb; back'n, anback'n, 1« ballen (vom 
'n Uwen Jung; d6f Plur. Dew', der Dieb. Schnee) de Snfe backt all ; 2. drückt es 
Inder Aussprache wechseln dieseLip- dieAdhäsion ohne zu kleben, oder dau« 
penlauter in verschiedenen Gegenden ernd fest zu sitzen aus, welcher Neben- 
verschieden; SChfif) 'n SChew'n Potti begrifnnhaGk'nenthaltenist.DerSchnee 
auch SOhib'n Pott. unter den Schuhen backt nUT an. Wenn 

Bäbäy die Wiege, besonders in der der Maurer dieWände mit wenig Sorg- 

Sprache der Kinder. falt mit Lehm anträgt, der sich bald 

Backbist, ela Ding von ungewöbn- wieder ablöset, so heisst es: lA hat'ft 

2 



10 

Uhu mu 8* anbackt 3. to hajdk'n Da der Plttd. das Wort FhUI nicht 

kiOlll', eine eigenthtimlicbe Redend- kennt, sofndera es meistens durch Wao* 

art Hat Jemand z. B. bei einer Verstei- t6r mitunter auch durch Fltt bezeich- 

gerung ein Gebot gethan, sodass es ihm net, so hört man auf dem Lande meist 

kein Ernst war oder dem Aehnliches, nur: Bik. In der Stadt dagegen ge- 

sö sagt er : ick glSw, ick kaom daomit braucht man stets d. Namen des Flusses. 

to back'n. Vgl. hack'm Bäkbn&g (ng drückt nurdenNasal- 

Backenblni, 1. gebackene Birnen, laut aus), die Bachbunge, Wasserehren-. 

2. das geringe Mobiliar eines Arinch. preis (Veronica Beccabunga). 

Be kaiUI StB Back'nbirn bald weg- Bäk'r, der Becher, alts.blkera. 

bring', in der 2. Bedeutung wohl von Bälam, das Schaf (Kindersprache). 

bae (der Rücken) ^tid bUm (tragen) balbftniv barbiren. He is gottlos bd- 

also Geräthe, die man nicht fahren bJrteristge\valtigangefiihrt,betrogen, 

braucht,Bondern leicht auf deni Rücken Balg, plebejischer Ausdruck für ein 

fortträgt. Vgl. Takel. kleines Kind mit dem NebenbegrifFdes 

Bäcksel, I.Gebackenes, 2. so viel Unwillens, zuweilen auch desScherzes. 

M^l als man auf einmal ausbackt. DatBalg schrtt ökden ütgeslaogcnen 

• bld'n, !• beten. DerUnterricht beim Dag. Schmeichelnd nennt die Mutter 

Geistlichen als Vorbereitung zur Con- auch wohl ihr Kind: min Bälgeken. 

firmation heisst : dat Btd'n ; diesen Un- Andere Benennungen für Kind sind : 

terricbt gemessen : in Bäd'n gaon ; Kiabb, Gäfir, Quark, Ränzel, Schltr&n- 

a. bitten, Ick bitt JH. Obgleich beten xcl, Kräftt, Schltkläöt, Rack*r; 2. in der 

und bitten einem Stamme angehört und Redensart : sick 'n Balg vnll Slaon, für 

letzteres wohl nur dasFrequent. vom viel essen, steht Balg für Magen, Leib, 

ersten ist, so unterscheiden sich doch Ba^, der Kübel, die Waime, grösser 

die beidenBedeutimgen durch dieCon- als der Tubb'n, eine durchschnittene 

jugation. Von bäd'n, beten heisst das Tonne bildet zwei Balje. 

Praes. ick bäd, du bidst Imperf. bid. Balken hac neben den Bedeutungen 

Partie, bäd'n; von bäd'D, bitten aber im Nhd. auch den im Pittd., dass es 

Praes. ick bitt, du bittst; Imperf. bitt; einen schmalen Strich uiibebaueten 

Part, bäd'n. Das Substantiv Bad für: Landes zwischen J. bebauetenStücken, 

Bitte und Gebet ist bei uns nicht im Ge- mit oder ohne Holz, Buschwerk etc.be- 

bf auch ; nur als ; Abgabe an den Guts- zeichnet 

herm etc. kennt man es. Das goth. bid- ■ ballern S. bäökern. 

Jan bedeutet beten, bitten und betteln. BaHerjaon, der Baldrian (Valeriana 

Auch im Plttd. wird b&d'n hie und da oflicinalis> 

für betteln gebraueht. bill'n = verbälPn. 

• Bagaosch (seh wie das französ. ge ' ' balFn, mit dem Balle spielen imd 

zu sprechen, doch etwas mehr nach- Bälle bilden, der Knabe ballt, auch der 

ttkiend) Gesindel, Lumpenpack. Engl Schnee ballt 

B^gg^ge» französ. Bagasse, Italien. Ba- Ball -man -klapp rufet) die Knaben 

gtseia. beim Ballspiel, wenn das Spiel einen 

' 'Bakyalts.bacu.bex, jedes fliessende Augenblick zur Schlichtung eines 

Wasser,eigentlich der Bach, dieQuelle. Streits luiterbrochen wird, wodurch 



11 

die am Schlage befindliche Hälfte vor bSl und Sticklbäsiag. Die Heidelbeere 

dem AbM^erfet) mit dem Balle, auch wird in einigenGegenden Bi8illg(ohrM^ 

wenn sie nicht innerhalb ihrer Schutz- Zusatz) genannt, in aodem Gegenden 

grenzesich befindet,gesichertist. Daher dagegen Bickbär, auch : KieillOgeiL 
jauch nur dieser Theil das Ball-nun- barb^orsch als Bezeichnung des Su- 

klapp ruft, perlativs S. gefahrlich» 

BalaternaGk S. Palsternaok. Btrböm, Birnbaum. 

ballstfirigy storrlg, unbändig, der zu barft, selten barfftt, ohneFussbeklei- 

seinem Schaden (ball im Alts, malum) düng gehend, man sagt daher auch baor- 

seine Heftigkeit nicht zu steuern btatg, baorbftnt. BeideWörter werden 

:(stärii) weiss. auch oft mit einander verbunden ge»» 

BambuscheB, P^ntofieln^ 2. Socken, braucht. Eh geitbarft und baorbftiugi 

bammeln S. bummeln. Das altdeutsche Stammwortbar bedeu» 

Bammellock'n, die Gattung Puchsia, tet nach G raff: nackt,: unbedeckt^ 

«ine Gartenblume. nach Schmeller dagegen bedeutcj: 

Bami'ydurchZaubernutteleineiiDieb es im Alts, manifestum, apertus. Bavft 

indemAugenblick,dassermitdemGe- würde dann bedeuten, dass der Fiiff 

fitohlenen abgehen will, festen. Früher sichtbar, ohne Bedeckung, sei; Bailt 

war man derMeinung, dass der Bienen- geht auch schon der, welcher keine 

wirth diese Kunst verstehe. Strümpfe aber wohl Schuhe trägt, hfi 

Bandst&ck'r, junge Weiden, Eschen barft im baorbteig fehlen auch dl0 

und andere biegsame Holzarten, wor- Schuhe. Für das nhd. barhaupt gtebfc 

au$ der Böttcher seineReifen fertigt. es im Plttd. keinen eigenen Ausdruck, 

Bangbttcks S. ßücks'n dafür sagt man : in'n bl6d*n K(^p gaoa; 

Bang hämm' sich fürchten. Haf kin Bärm, der Hefen, die Bärmew 
bang, sei unbesorgt. barsch, vom Geschmack gebraudbi;; 

Bankräkl, Bandräkl, ein fauler, da- recht alt,Käse,Meerr^tdg, stark.Brannl^ 

bei sich pöbelhaft beuehmeuderMensch, wein, Pfeffer etc. schmecken barsch« 
stärker als Räk'l. Bartel eigentlich : Barthold, Bartho?- 

Bans' = Tass S. unten. Bans'n das lomäus, kommt nur in dem Sprichwort 

Korn in die Banse bringen. Dasgoth. vor: Hd^wftt, WO Bartal 'nMost haoilti 

bansts bedeutet die Scheune. er lässt sich nichts einreden, weiss sehr 

Bir, Bäsing, Basen, BäSSehl. Vgl. wohl Bescheid. Das Sprichwort lautet 

Gr. Gr. 2, 485. (goth.Basi(bacea)alts. auch: WO Bartel lOSt waont, worin 

beri),l. die Birne. In dieser Bedeutung Barth. Most ausBartholomäus entstellt 

wird nur die erste Form gebraucht, wäre ; letzteres- scheint richtiger, denn 

EinigeBenenuungenderverscliiedeuen Host (ungegohrner Wein) ist bei un(S 

SpieLirten der Birne sind :Trammelbär, nicht im Gebrauch. , . • 

Klockenbär, Köttelbär, Honnigbär, BäsingS.Bar. 

Sch8nb&r , Klflmpker , Wickelbäi;, Bast,derBast,wirdauchind.Redensa!t 

Kösterb&r, Jimiferbär^Junkerbär, GrüB- gebraucht : npp'n Bast sittn, zum Arr 

hengelbar, Austbär, St^nbär, Dickstei- beiten antreiben und : npp'a Baat kaoni 

tßä, Gtochbär, Utzerbär, Blötbir, für: schlagen, bestrafen. 

Pfpmaim'. 2. die Beere (bacca) Sticke)- bätei:n, bessern, alts. beti an« >/ 

2* 



.•' 



12 

blfn^blljeil, bätken, bischen, bitS- bei jenem der hörbare Laut weniger 
k61l, bitschen, ein Bischen, wenig ; giff stark ist. Wenn ein Kind fällt, so spricht 

mi 'n blt'n äff, ki Iftttj bäten ; 'n bäten die Mutter : Bauz, dao lit dat Kind, auch 

bito, ein wenig nebenbei. wenn das Fallen gar nicht hörbar ist 

bät'n, Part, von Mfn, beissem Hiervon wird das Verb, banz'n gebi Idet 

b&t'r, Compar. von gAd. Für Bauz gebraucht man auch wohl: 

bitschu.bttsch, bissig, vom Hunde Bntz. Ob in der Redensart: deBntz'n 

gebraucht, ist nur in einigen Gegenden daoYOn draog'n, den Schaden von etwas 

üblich. haben, das Subst. Bntz'n hiermit in Zu- 

Battttmaierfimm u. bant&mmering- sammenhang steht? wageich nicht zu 

Ul, ein Knabenspiel. Rings um eine bestimmen. Vgl. B u m p s. Pardauz 

Erdvertiefung werden so viel Löcher das verstärkte Bauz, ist wohl ausPar- 

gemacht,alsMitspäeler, weniger einen, banz gebildet. Man hört auch dafür 

sind, jeder führt einenStock. Der übrig- Pladauz. 

gebliebene versucht mit seinem Stock biw'n u. b&wern, beben, zittern, von 
•einen Ball durch die Zwischenräume zitternden Händen, Fieberbewegungen 
in die Erdvertiefung zu bringen, die und ähnlichen Zuständen im Gebrauch, 
umstehenden versuchen dies dadurch Heblw'tass'nEspenI6f, er zittert wie 
«11 vereiteln, dass sie mit ihrem Stock Espenlaub z.B. ein recht Durchgefror- 
den Ball fortschlagen, wobei sie sich je* ner. Wenn de Karl losbrflllt, denn 
doch hüten müssen, dass der Balltreiber bäwl; dat ganze Htks. (Born) Bäwern 
nicht früher als sie ihr Loch mit dem istdasFrequent 
Ende des Stocks berühret ; ist dies der Bäw'r, das Beben, Zittern ; dat letzte 
Fall, so tritt der Betrogene an die Stelle Bäw'l, die Todeszuckungen. 
des Balltreibers. Beim Beginn des BKwereSCb', die Zitterpappel (Po- 
Spiels hält die ganze Gesellschaft ihren pulus tremnla) heisst auch : Flndresch 
Stock in die innere Vertiefung und u. Knallbök'n. 

dreht sich im Kreise um die Vertiefung BäweiSWanS , eine Dachziegelart, 
mit dem öfter wiederholten Battflm- Biberschwänze oder Zungen genannt. 
nerflmm bis der gewählte Leiter des baob'nu.bobbenS baow'nr 
Spiels ruft : jeder in Stn lock, worauf Baod' der Bete ; alts. bode, auch : die 
sich jeder beeilt, seinen Stock in eins Botschaft. 

der Löcher zu stellen. Wer zu kurz BäOd'l, der Büttel, Henker; kommt 
kömmt ist der Balltreiber. nur noch in der Redensart vor: dat dl 

batz, Nachahmung des Schalles der de BäOdI, dass dich der Henker ! 
von dem Falle eines Körpers herrührt. Baodkapp, ein einfacher, aus 
Fällt einStein etc. nieder und verursacht weissem baumwollenen Zeuge beste- 
dadurch einenSchall, sosagt man : BatZ ! hender Leichenanzug. 
dao liggt 't. Erzählt Jemand, dass er BaodmOn,Baodmntter, dieHebam- 
einem Andern eine Maulschelle gege- me. Wahrscheinlich verrichteten im 
ben, so spricht er wohl: Batz! dao gaff Mittelalter die Weiber, welche in den 
ickimta. Davon das Verb. : batzen. öffentlichen Badstuben (Staow*n) 
banz bedeutet ungeföhr dasselbe, Handdienste verrichteten, auch dasAmt 
was Batz mit dem Unterschiede, dass der Hebammen. 



13 

u. BAgg^l, der BUgel jeder zu werden, AuchdiesogenanntenFrei- 
Art. meister, welche von der Obrigkeit unter 

Baok kommt nur in Zusammensetz- gewissen Bedingungen die Erlaubniss 
ungen vor. Gösbftok, Spickgans, ge- erhielten, ohne in die Zunft aufgenom- 
rä'ucherte Gänsebrust. Mit dem alts. men zu sein, selbstständig arbeiten zu 
bak, der Rücken steht es schwerlich in können, wurden früher mit diesem N^- 
Verbindung. Voss in sein^ Luise men bezeichnet, 
erklärt es durch Gänsespeck. Bdor, 1. der Bär (ursus). He hatt 

b&ökern, ofthintereinander klopfen, H&nn' as 'n Baor, er hat plumpe Hände. 
fichlagen,stärkeralskIopfen,schwächer 'n BaofB anbüm', Schulden machen^ 
«Isschlagen. Nahe verwandt ist ballent 2. die Leichenbahre, von bäör'o, heben« 
Beide unterscheiden sich durch den 3.dasBeil,dieBarte,nurimHansjocheuS7 
Ton, der hervorgebracht wird. Klopft Winkel in dieser dritten Bedeutung im 
man anemeThür mit demKlopfbam- Gebrauch. 4.so vielalsBaorittch'n. 
mer (in einigen Gegenden heisst der BaordniW, das Instrument, in das der 
Hammer auch Baker), so ist der Schall Tischler den Bohrer steckt^ um rascher 
nicht so breit, als wenn man mit der bohren zu können. 
Faust gegen die Thür schlägt, durch Baoritttch'n, kleiner Handbohrei^ 
letzteres geräth die ganze Thür mehr von baom, bohren. Die Bedeutung de|r 
in Bewegung, der Schall wird breiter, beiden letzten Silben erklärt sich am 
Dies istballem, das erstebäökem. Letz- einfachsten aus der Benennung desseL- 
teres hängt mit böttkem (das Geschäft ben Werkzeugs in Hamburg und Brcfl 
eines Böttchers treiben) zusammen, men, wo es Frittbaor heisst. £swürd[e 
was auch im figürUchen Sinn fürbiö- also umgesteUt Baor-fritt heissen«. Thi 
kern gebraucht wird. Die Composita nun der Altrn. die Häufung der Conso|r 
aflrbäAkem, dfirchbäökem, fttbäökeni nanten meldet, so Hess er fr weg, unä 
werden auch für: abprügeln, durch- wählte die Diminutivform, 
prügeln, ausprügeln gebraucht. VgL biSm, heben. BharimSanskr.,bai* 
auch dellem. ran gotfi.> heran alts., angels. u. nordd^ 

Baol, die Bohle. bedeuten sämmtlich: tragen. ImPlttd. 

Baon, die Bahn ; 't iss all Baon, sagt kommt diese Bedeutung nicht vor, son^ 
manwennnachstarkgefallenemSchnee dern das Antecedens des Tragens, dap 
schon ein Gang oder fahrbarer Weg Heben schwerer Gegenstände. Davon 
sich findet die Composita affb&Om, schwere Ger 

Bi6n, Bodd'D, der Boden, d. h. 1. der genstände herabheben, 
ganze Raum eines Hauses mit Ausnah- naobäöm, durch Heben nachhelfen, 
me des Erdgeschosses ; 2. der Gaumen Uppbäöm, aufheben, 
im Munde; 3. der Boden von den Ge- Verbäöm, nur in einer abgeleiteten 
fassen. In diesem letzten §inne wird Bedeutung gebraucht für: sich einer 
nieBäön, sondern nurBodd'n gebraucht, strafwürdigen Handlung zuSchuide^ 

B&Anhaos. Wer ohne Meister zu kommen lassen. VatkatheYerblSrt^ 
sein, arbeitet; der sich verstecktauf fmgt oiapj. wenn z.B. Jemand gefäng- 
demBoden(Bäön)aufbält und in steter lieh eingezogen wird. Der Ausdruck 
Fnrdit, glcididem Hasen lebt^«ofc«ieckt ist in seiner Bedeutung ^cbwächer^jals : 



14 

Verbraok^ (verbrochen). Sick TOT- bedüCht'n, bedehklicK wferden ; da- 

biOr'n hat dieselbe Bedeutung wie sfch gegen mi bedflcht oder 't is mi 80 be- 

verbeben im Neuhd., durch Heben eines dficbt, mich d ünkt. 

schweren Gegenstandes dem Körper bedid'n, S.diid'n. 

innerlich, nicht äusserlich, einen Scha- bedunnert, angedonnert, verdutzt, 

den zufügen. befilofD, glck, sich mit etwas befas- 

Baors, derBarsch, einFisch ; (Perca). sen ; daomett befaot ick mi nieh. 
Baort, der Bart. Hammel nieh so in begaon, durch Gehen ganz herum«^ 

*IlBaort, sprich laut und deutlich. DaO kommen, besonders vom Boten ge- 
. f 8 di de Baort noch nieh to wnSS'n be- braucht, der eine Menge Aufträge aus- 
deutet 1. das passt sich für dein Alter Ätirichten hat, die in bestimmter Zeit- 
hoch nicht; 2. das geht über deine frist erledigt werden sollen. Ickkonnt 
Kräfte. nich ganz begaon, in demselben Sinn 

Baortkratz'r, Baortschraoper, der wie: ickknnn nich rfimkaom. Eine 

Barbier. andere Bedeutung dieses Wortes siehe 

baoVn u. bobb'n, oben ; alts. hl oban. unter gfist. 
Baow'ngaon, die Treppe hinangehen. begnawweln, S. gnawweln, 
i)erSuperlativin Adjectivform heisst: begntwwelo, S. grabbeln. 

b&öweTSt,bOwwerst HMsnpplibOw- begSsk'n, S. G6s. 

tV^erstenBäön, er ist auf dem obersten begrlst, S. grimmein. 

Boden, unter demDache. de bSwwerst, bei, beide ; goth. bei. 

4er oberste z. B. in der Rangordnung beien, bähen, vom grünen Holze die 

der Schüler. Rindeund den Bast dadurch wegschaf- 

baOW'ndrnpp, obenein; von boaben* fen, dass man dasselbe der Hitze aus- 

daol, von oben herab. setzt, wodurch auchzugleich etwaiiige 

BMdel, Bettel, Dinge ohne allen Krümmungen fortgeschafft werden. 

Werth. Auf diese Weise fertigt der Landmann 

beddeln, 1. betteln ; 2. dringend und -jn der Regel seinen Spazierstock 

Anhaltend bitten, vonKindern gebraucht. (6o(d)'ndagStock). 

BSdelitaseh, mildes Scheltwort für bekennt, bekannt: datt is mi Hieb 

Kinder, die nicht auflrören um Etwas 1)ekennt. 

zu bitten, zu betteln. beklaog'n, sick, bedeutet ausser dem 

bftd'n (Präsens böd, büddst; Imperf. gewöhnlichen, über etwas Beschwerde 

bottu.böd; Partie, baod'n), bieten z.B. führen: das sich krank fühlen 

bei Versteigerungen. ohne bettlägerig zu sein. DieConjug. 

bedön, sick, sich beschmutzen. ist: iok beUaog', dn beklögst, hebe- 
bedräp'n, bedräplich, S. dräp'n. klögt ; Imperf. beklög; Part, beklaogt 

bedrftg'n und beschnppen, betrügen. beklatSCh'n, von Jemandem Übel, 
alts. bidreogan, bedrftglich, betrüge- schlecht sprechen. 

tisch. beklei'n, S. klei-n. 

Bedrif, Antrieb, Betrieb. beklickem, sick, S. klick* 

bedriw'n, betreiben. Wat bedriftt bekraom', S. kraom' 
da? welches Geschäft hast du? bokritp'B, schwSngenu 

bedrSft, S. dröft. beUmaert und bolabbeil Dieses 



15 

Ad^ödvs ^bedient man. sich, um die berop'o, berufeu, durch Worte be- 

Verachtang eines Dinges oder einer zaubern. 

aufgestellten Behauptung anzudeuten, bef sVd, 1. wie im Neuhd. 2. eiligst 

wobei nichtselten die Neben Vorstellung laufen, herbeistürzen. H6 kammantO-' 

herrscht, dass man die gescholtene bersten, eilenden Laufes stürzte er 

Sache gern selbst besäase. Man hört es heran. 

liäufiger im Munde der Jugend, als der ' Bftß', die Binse (Juncus), 

Erwachsenen. besabbeln, S. sabbeln. 

belfew, beleiw nich, beileibe nicht, J^Mf k'», S. sack'n. : 

• j^jpi^j. besalwern, S. salwern. 

bclfew'n, belieben. Wat belftwt jn? Bescheid dftn, den gereichten Bier.; 

fragt der Materialist den eintretenden ^^^"5 "ehmen, trinken. 
Landmann. Bescheid gawn, bedeutet auch: ta- 

• delnde bittere Antwort geben. 

belöp'n, sich, sich belaufen, für: be- begcheiss'n und beschlt'o, mitKoth 

tragen mit zugesetzter Zahl. Kl üt- besudeln; bildlich: betrügen. 

gaow belfippt sick upp yfcyhuimert beschnmmeln und beschnppen, S. 

^^^^^' , ^ schummeln. 

belftks'n, S. luks'n. beslaon, beschlagen, wird auch ge- 

Bfcn, Dimip. Btok'n, das Bein. braucht, wenn Eingemachtes oder Ge-' 

benibbeln, S. nibbeln. kochtes überhaupt sich mit Schimmel; 

benöd*n«in, bedürfen, nöthig haben, bedeckt 

beH5m',benamen, benennen (bei der beslaop'n, datt will ick erst beslao- 

Taufe). p»j^ darauf will ich mich nochbesinnen, 

bennsseln, Sick, S. nusseln. ^^^ ^iU j^b erst recht überlegen; 

beplack'n, beflecken, beschmutzen. ^^ schwängern. 

Bfer^das Bier. beslÖp'U, S. Dräöm. 

beräk'n, berechnen. besmaddeni, S. besuddeln. 

heredsaom, gesprächig, herablas- besnactn, S. snack'n. 

send. BeSS'n, der Kehrbesen. BesS*nstU; 

Berg, Barg, der Berg. achter'D Berg ^er Besenstiel. Von einem affectirt steif 

hoirn, vorsichtig, zurückhaltend im gebenden Menschen sagt man : H( hat 

Sprechen und Handeln sein, achter'll »n BeSSenstÜ iü'fl Rflggen. "^ 

Berg waon 6k noch Lud. Sprichwort: BeSS'nbinne, der Besenbinder. Hfr 

BergiuiDaolbegegnensicknich,äöwer löpptas'nBess'nbinne oderas'nFatt- 

KaSChenkiimer, man kann nicht vor- binne sagt man von einem tüchtigen' 

hersehep, ob uns dieser oder jener einst pussgänger. Warum gerade von dem 

nützen oder schaden kann. Besenbinder und dem Böttcher (Fatt- 

• berg'B, Sick, sich bergen. Die Re- binner) das Bild der Schnelligkeit her- 

densart: d§ kailB siok WOl berg'n be- genommen, ist mir unklar. 

deutet : der hat die Mittel, sich gegen . Bessenreitt nennt man ein Zimmer^ 

Etwas (Kälte, Ungemach, Hunger etc.) ein Hau^das nur oberflächlich mit dem 

ztiscbÜczen; Besen rein gekehrt,.;aber j?;, ß. noch* 

- Bllk,die,Birke(Betula)Adj..Mrk'Ä5 i^icht^escheuert ist. 



16 

besttk'B, besuchen. ganze Bank gemeint sein, während gao 

Bist, Phir. Bfest'r, wird im Allge- 'n Bät'n rnpp nur so viel andeutet um 

meinen von grossen, starken Thiereii für eine Person etwa noch Raum zu 

gebraucht, besonders wenn sie ihre lassen. Vgl. bät'D. 
Kräfte geltend machen. Wenn der Bettlaok'n, das Betttuch, 
Führer eines Ochsen nicht Herr dessel- BettstSd, die Bettstelle, 
ben bleiben kann, so sagt er: datlS'fl bcwärn,sick, sich mit Jemandem zu 

Bfest Derselbe Begriff wird auch auf schaffen machen. In Hamburg wird 

Menschen übertragen, die in aufgereg- das Substant Bewär, Lärmen, Unruhe 

ter Leidenschaft oder in der Trunken- noch gebraucht, 
heit sich unbändig und wild durch An- Bewls. Dat is maH 'n BewlS, das ist 

Wendung roher Kraft betragen; es nur um zu zeigen, dass man eine Bitte 

heisst dann auch : 't 15 'n Bftst Das Ad j. etc. nicht füglich abschlagen kann, von 

ißt listig. Vgl. geiärlich« dem Erbetenen aber nur eine Kleinig- 

bestaoilbliw'll,beimHersagen einer keit giebt. 
ausw<pndrg gelernten Rede stecken bi, bei ; goth. u. alts bi ; ta bi 6ll, ein- 
bleiben, zeln, tw(bi twft, je zwei, paarweise f 

Btetmolk nennt man die Milch einer Eh iss bi, er ist damit beschäftigt. 
Kuh, die eben erst gekalbt hat ; die B ut- bi • an, neben. Bh iS man bi an gaon, 

ter von dieser Milch heisst auch: Bftst- er ist nur zu dem nächsten Nachbar ge- 

botter. Das Essen, gefertigt aus dieser gangen. 
Milch und Mehl heisst auch B6st bi-deSS, unterdessen. BideSS beff 

bestriden, bestreiten, die erforder- ick dat daon, während der Zeit habe ich 

HchenKräfte zu einer Sache besitzen; dasgethan. 
2. so viel als läugnen. bi-sln (wäSOn), dabei sein, zugegen 

besnddeln, besudeln, verunreinigen, sein. H6 isS biwäst, er ist dabei gewe- 

Aehnliche Ausdrücke sind : besiöFn, sen, als dies oder jenes geschah ; 2. er 

tOSUddeln, torack'n, tOSmnddeln, be- hat von einem Gegenstande etwsiS ge- 

smaddern, beklickern. nommen, oder in Unordnung gebracht, 

beswippt S. dräp'n, oder genascht. 

beSWfiw'n , ohnmächtig werden ; bi-to, nebenhin, beiweg. Du gflittst 
beSWDwt, ohnmächtig. Im Alts.be- jo bito, wenn Jemand eine Flüssigkeit 
deutet snogan, Geräusch machen, her- in ein Gefäss giesst, und einiges neben- 
einbrechen; angels. SYOgan, STegan. bei fliessen lässt. FSr watt bito, fahre 
B6SWÖW*n würde also zunächst bedeu- etwas vorwärts und bei Seite. dÜtt hcff 
ten : mit Geräusch niederfallen. "'kW to maokt, dies habe ich neben mei- 

BcsWbWnitZ, die Ohnmacht. ner gewöhnlichen Arbeit gefertigt. 

betäm' laot'n S. tamm. bibbern, bei einer sehr geringen 

betöwern, bezaubern. äussern Veranlassung in Bewegung ge- 

bBtt, 1. bis; b6tt nao HftS. 2. ver- rathen, verwandt mit bäwern. 
kürzte Form für b8tcr, weiter. Zu ei- Bibbernägelk, das Zittergras (Briza 

nemam Tische sitzenden sagt man: media). 

gao bett rnpp oder: bäter rnpp, rücke bibbrig, mit der Hand zitternd, vom 

weiter hinauf. Dies kann selbst die Sumpfe,4erbeidem geringsten Druck 



17 

fttf die Gm^arbe In Bewegung gerSth. : Bjhaspl,- ein Faden, der beim' Ha^ 

ypti bäw'ü unter^heidet es sich, das$ pelndesGespinstesaichtauf der Haspel 

die Veranlassung 2U der Bewegnng sondern daneben liegt: 2. ein zufäUigei' 

l^eibibbeni viel geringer Ist. . Begleiter; 3. ein ausser der Ehe er-«» 

Bib6t^ der Beifuss (Artemisla vul- S^eugtes Kind, 

garis) ; soll wahrscheinlich Biftt beis- bibSan, beiher. Scbaod, wattbibBu 

sen. ' kflmmt, schade um jeden Schlag, der 

Bicbt, die Beichte ;bioU% beichten, nicht trifft; Sprjchwoi't^ dessen mau 

Bicky eine Art Hacke, deren man sich bedient, wenn ein Knabe gezücK 

sich z. 6. beim Aufreissen des Pflasters tigt wird, der eigentlich noch stk'rker. 

u. s. w. bedient, sie verjüngt sich nach bestraft werden sollte, 

yome und ist oft von ziemlicher Länge. BO, das Beil ; ^ts. biL 

Ist siß kürzer und nach vorne breite so biUuigS, längs ; z. B. bUailgS daJitei 

heisstsieRaodhack. längs der Mauer; 2. am häMiig^:en.ge^ 

ifick'B wird auch vom jungen Vogel braucht von Kindem^diezu geheaver« 

gebraucht, der die Schale durchbrechen suchen, sich aber noch mit den Händen 

will. Der Sprachgebrauch legt das^ an Gegenständen halten müssen, 

was dem Vogel zukommt, dem Ei bei;. BUaod^ S. Laod. 

mansagt: datSibicktalL Vglpick'n. biUen, Bilder besehen, mit Bildern 

2* ein Kleidungsstück, das ah einer spielen« ' ■ :i 

Stelleso dünne geworden, dass einLoch Bimmel, fein klingende Glocke, sei-« 

einfallen wird, bickt, . ten gebraucht, dagegen oft das Verbuiä 

Bickbii:, S. Bär. Ilfimmeln, mit der kleinen Giod^e ^nm 

bick'^ ^ick'l-) hait, steinhart, was Gottesdienst einladen, 't hat biBUliett; 

gleichsam mit der Bicke erst zerschla-^ es ist Zeit zur Kirche zu gehen. An 

gen. etx. werden muss. Unreifes Obstt: einigenOrten sagt maa dafür rklmgtll. 

gefrorne Erde^ sind bick'lhart Viel*: . blJiao, beinahe. 

leicht : so hart als der Knöchel am Fuss Bi|ld| das Gebin^de^ z, B. Garn, Kom-^ 

von Bickel, der FussknöclieL 't fiAst garben. 

Pick'lstta » bicklhart Bindfiiod'ii, Biidfaom, l. der Biod^ 

. bidd'll|i* bitten, in der gewöhnlichen faden; 2. schlechter Brantwein^ der 

Bedeutung; 2vbetteki. 86 mtltt Sick aucUblaHeu TwItb genannt wird. ; 

wattbidd'n, sie Ist gezwungen um AU bi*scheii, bisken, S. bät'n. 

mosen zu bitten. Das goth.bi^jUund bistds gaOB, bei Seite gehen d«hi 

das alts. biddias haben auch beide Be- uriniren. . ., :^ 

... ■ • - • 

d^utungen. Bialag, die halbhohe Wand nAe» 

Billdljbifalta, Bei fall, beifalh), in allen der Dreschtenne. ' " * r.:q 

Bedeutungen. dattglwickBifiÜl,da. BUmack, Beigeschmack.: 

mit stimme ichübereiu. Bissen (über den sanften Sauseläutt 

BigI6w/.der Aberglaube, Vergl. vergl. die Vorrede), ein Naturläut, 

AAwergl&W« - hergenommen von dem Ton, den eine 

Bigraft, das Begräbniss. IckblBto Bremseuart (Bisswono genannt) imr 

Bigraft w8sL Fluge von sich giebt ; eii^ Ton, der be^ 

H'.kalw, seit>r¥i:ts^,.. ./ -,. r sonders vom jRindvij&h so sdirgefürch* 

3 



IS 

tet virdond dasselbe in ein^Zttstand ausdrOckt De Jrt ig bitterlich 

der höchsten Aufregung versetsst ist stärker gesagt als: bl6tanil(blotarm). 

Dann sagt man : de Ko bisst. Selbst VA hat ok lieh dat Bitterste, er ist von 

durch das Nachahmen dieses Tons allem entblösst. BltterbAse findet sich 

kann man eine Heerde in grosse Un- auch im Neühd. 

rohe versetzen^ • BitterkrftdneiintderLahdmannden 

Bist = Bdst. • ' WasserpfefFer (Polygonum hydropi- 

btster^bistrig, trUbe, neblig, bistrig per)^ dessen gekauete Blätter wie Pfef- 

WId'r, trübes, nebliges Wetter. Be- fer beissen. 

sonders ist es von Wegen im Gebrauch, Black, Dinte, wenig mehr im de* 

auf denen man sich leicht verirren kann brauch. 

z.B. durch ein Holz, oder über einer Blad Plur. Bl&(d)'r, das Blatt; alts. 

Hlnde; wo sich zahlreiche Wege fin- blad. Davon blaon, affblaOÜ = blatten, 

den. dattis'fibistrigenWeg, heisstes abblatten. 

dann. Davon YCrbistem, sich auf einem bladdem, blättrig abschälet), wurd 

solchen Wege, oder in der Dunkelheit besonders von Hautkrankheiten ge- 

verirren. Auch von Hausthieren, die braucht, wenn die Oberhaut sich- ab- 

von der Weide zurückkehrend, sich ächält. De Hasseln bladdem äff. ' 

in den Strassen verirren, unddnrdi Ja- - blädeni, in einem Buche blättern, 

gen sich auch dann vor Angst nicht zu- blaff 'n, bellen der Hunde. Daher 

rechtfinden können, wenn sie sich auf BlaffkOter, ein Hund der viel bellte ist 

dem bekannten Wege befinden. DeKo auch Spottname für einen Menschen, 

isganxverbisteri Im figürlichen Sinn der sehr laut und anhaltend spricht. 

bedeutet bister fttsto, unfreundlich Hnnnblaff dient zur Bezeichnung der 

sdn. kurzen Entfernung eines Ortes. Fragt 

Biswik drückt denkörperlichenZu- man auf dem Lande, wie weit es noch 

stand aus, in dem man sich befindet, bis zum nächstenDorfsei, so erhält man 

wenn man sich unwohl fühlt, obne verschiedene Antworten z.B.: 'nSmlt 

recht zu wissen, worin dasUnwohlsein: W^S, d. h. wörtlich : so weit nrnri mit 

besteht; oderwd'der Sitz des Uebels ist einem Stein werfen k&tiii. Eferunfttr^ 

bffB (Präs. bit ; Tmperf. b^: ; Partie, vereteht man ungefähr 1 14 Stunde Ent- 

bät'n), beissen. H( hat Bieks to Mt'll feriiung. %Bann'blaffd.h.soweitman 

m to bräk'n drückt eine sehr grosse das Bellen eines Hundes hören kann, 

Dürftigkeit aus. DeMarlk,'S&mp,Pi- drückt eine etwas grössereEntfemung, 

per etc. bitt Bildlich bedeutet es Je- als die vorige, aus; 'nPlpTobackoder 

Blanden heftig anfahren. Na ! bIt mi 'n Sm$k Toback d. h. so weit eine bren- 

nan nich ! goth. beitan, angls. bitan nende Pfeife Taback ausreicht, drückt 

Blt'r, Biterken; der Zahn, besonders ijj bis eine ganze^ Stunde Entfernung 

bei kleinen Kindern im Gebrauch. aus. 

bitsch == bissig. blank, blank, glänzend. De Wisck is 

bitter, bitterlich hat neben der ge- ganz blank, die Wiese ist ganz Unter 

Wohnlichen Bedeutung im Plttd. noch Wasser. - 

eine eigenthtimliche, indem dies Wort Blink, 1. Morgen- und Abendrötfi^ 

gleichsam einen verstärkten Superlativ besonders im benachbarten Hannover- 



sehen gebräuchlich^ Im Alts, bedeutet im EngL bedeuten : schwarz. BUok 

bli die Farbe, davon blicaUi glänzen; bezeielmet in der Akinark den feineü 

2. ein blinkjender, glänzender Raum. Russ, den der Kien oder die brennende 

Wenn im Frühjahr die Flüsse austreten Lampe oder das Talglicht absetzt. Da 

lind weit und breit das Wasser steht, DOnnsiSSWartVOIlBlaok. Deoll'KrOtl 

oder im Winter ein grosser Raum mit (Lampe) blaokt, wenn der Docht zu 

spiegelglattemEise belegt ist, so heisst lang heraus gezogen ist. ToUaok'K 

es :'tista Blank. wird von den Räumen gebraucht» in 

: . Mällkern, blAnkern, Uwkcni, das denen sich die Folgen des Blaokensfm«* 

Verbum vom vorigeq. Man verbindet den. De Donna 18 reoht toblaokt^ ii^ 

selbst diese dasselbe bedeutende Wör^ Stube ist vom Lampenruss sehrge^ 

ter: datblinkertnnl^Unkert recht schwärzt. Das Ad ject. davon ist blM?: 

biftrn, plärren» stark weinen.. £ngL kig, zu unterscheiden von blitkrig; 

blare,lat.balare, von Kindern, kleinem welches letztere hauptsächlich Von 

Vieh, besonders Schafen, im Gebrauch: Speisen undGetränken gebraucht wird^ 

BUrsnftt^ Scheltwort in die beim Kochen Rauch hineingezo-, 

Blasslock, Blaasholt^ BlassOr. Der gen ist. De Hälk is bHökrig, Aie Milch 

Bäcker unterhält neben der OfenmUn«' schmeckt nach Rauch. DasBl&ftkrig0 

düng ein kleines aus fein gespaltenen ist aber noch nicht branstrig, waSran- 

Holzstückchen genährtes Feuer, um gebrannt bedeutet Bllökrig wird fi- 

den Ofen zu erhellen.-. Das BlassfSr gürlich auch von Meoscheii gebraucht, 

brennt im Slasslock , . genährt voa die z. B. eine Nacht getansSt» gewabht 

äiassholt. haben. Dn sSst 80 bläökrig ftt, maOi 

Mastern, affblasterOi^Frequent von sieht es dir an, dass du die Naöht hin« 

bladdem, wird gebraucht, wenn die durch geschwärmt oder gewacht haatt 

slchabschälendenStücken.grössersindi Man könnte versucht werden, 4aH 

z.B. wenn dieTünchean den Wänden Bläökrige der Gesichtsfarbe abzuleit^ 

sich ablöst vom alts. u. plttd. blAk, blass, bleich { 

blan iGkermann,S. Ackermännchen, aber : "n bUk Gesteht ist kein bläökri« 

blaon Dnnsti der Dost (Origanum ges, es drückt nur die blasse, kränkliche 

vulgare). Gesichtüfarbe aus. Vgl. auch sangen. 
. Blanrack'r, die Maudelkrähe (Cora^ bläOk'n, bellen, brüllen vöüThieren; 

cias garrula). Die beiden letzten Sil^ 2. von Menschen gebraucht, bedeutet 

ben sind eine Nachahmung des Lauts: es: hart anfahren. . <( 

rack,rack, den man von dem Vogel Blaok'r, der Wandleuchter» 
hört. . biaos'n (blaos, blöst ; blos; blaos'n)^ 

bbtnstern, bleustem (Verb.) wird blasen. ^ '! 

gebraucht von dem eigentUümlidien blecllX^*^^*^^^^^®"^^^'^^^'^''^ 

Ton,derentsteht wenn aus dem Rauch des Erzwungenen. Du sast mi dfbslK 

die Flamme hervorbricht . tig Mech'n ruft man Jemandem zu, der 

bian'JI Tw&rn, S. Bindfaod'n. sich auf verbotenem Wege befindet ' 

bU^ blau, wird durch die neuhd« Bleok» I.Fleck, ein verhältnissnaä^- 

Form allmählig verdrängt. . sig sehr kleiner Raum. DeGaontiSjBM 

Blaoki bjaok'tt; ^Blac m Ag^« ' Uak Uta Bleck^ der Garten ist «ur klein. Ss 

3* 



20 

bedeutet litich einen kleinen TKeil eines werden, sondern in den meisten Fällen 

Weges. Ick will noch 'n Bleck mitgaoili ein Wohlgefallen daran. 

ich will dich noch eine Strecke Weges biitzUan ÜB donnergrai ist die Be^ 

begleiten ; 2. Blech. Zeichnung einer unbestimmten Farbe, 

' Blcä, die Bleiche. anch wenn blau und grau nicht darin 

• bttk, blass, bleich ; alts. blek. Vgl. Vorkommen. 

BUok. bitw*!! (ick bliw, du bliffst, Imperf. 

blecken, entbtössen z. B. die Zähne; blew,Partic bläw'n), bleiben. 

2. einen Cadaver abhäuten. affbleck*B, Blocksberg, der Brocken. Tek WOlI, 

die Rinde einer Pflanze, eines Baumes Al werst Upp 'üBlocksberg, drückt das- 

abschälen; De Zick bat den BAm äff* selbeans, wiedas neuhd; Sprichwort: 

Ueckt ich wollte du wärst wo der Pfeffer 

: UenB', blenden. wädhst. Damit in der Walpurgisnacht 

Blesa, gewöhnlich. Name für Pferde die nach dem Blocksberg ziehenden 

und Kühe etc. wenn sie einen weissen Hexen der Stadt etc. oder den einzelnen 

Streifen an der Stirn haben. Häusern keinen Schaden zufügen, be- 

NessSnt^dasscbwarzeWasserhuhn zeichnen die Knaben die Hausthüren 

^nlica atra). und die Mittelsteine des Pflasters mit 

BleOfiteni, S. Blaustem. Kreidekreuzen. Auch spotten die Kin- 

Bli^ das Blei. Adje€t.bIi-enL der über einen Kutscher der anspannt 

bl^eni, S. blankem. durch den Gesang : Johann ! spann' an ! 

blinn' Ding, das Btu^eschwür aus drt Katten YSran, drft Hts' Y&Ampp,; 

heiler Haut. nao'n Blocksberg 'mpp. 

- blinn'HeckS, i. Scheltwortfur einen bMd'n (das d wird in der Regel nicht 
Menschen, darüber das zu Beachtende gehört) Präsens blöd, blöttst. Imperf. 
hinwegsieht. 2. wird dasüfcraas,die blödd, Part.blöt; bluten. Die Redens- 
Bntagsfliege, einlnsect, das sich im art: datH&rt bl6tt ml bedeutet: ich 
Sommer zu Tausenden au den Flüssen empfinde einen tiefen, ergreifenden 
aufhält, mit diesem Namen bezeichnet. Schmerz; 2. es wird aber auch von 
(Ephemera auch die Phryganea). Kindern gebraucht, die andere imße- 

Blistick^, Bleifeder. sitz einer Sache, besonders Esswaaren' 

- BKtz, BKcks, 1. eineinterjection; in sehen und gern es selbst besifssen. Slck 
der Regel mit PotX verbunden. Potl fttblOd'n, sein Vermögen nach und nach 
Blicks, watt hat de KKl YOOm grM hingeben z.B. zur Erziehung derKin- 
Snftt, was kann der Kerl prahlen ! 2. ein der, so dass er verarmt. Ad j. bl5dig,' 

Fluchwort: Blitz! Haogel! Dnnner! blodig. 

Flickennent (Born). WlrdesmitSub- blöj'n, bl8n, blühen. Be 8n« bföt, 
Stent. verbunden, z.B. Blitl-Jling,BlitX- ländliche Bezeichnung des sogeuann- 
KM so bezeichnet es einen Menschen, ten Sommers, d.h. des Spinngewebes; 
der durch Kurzweil, launigen, witzige das im Spätsommer die Felder über- 
Einfälle die Hörenden belustigt, auch zieht und audhinderLüftherofmfliegt 
wohl diesen oder jenen zurZiebcheibe Es heisst ausserdem auch SoiMiastd, 
seines Witzes macht. Ein Tadel soll SnAbloSSen. 
«bcr dadurch nicht s^isgesprochto BlldknoppXl^l^tkttospen. 



21 

Blftm, die Bltlnte; gotb. uml aleh^. nach dem Bock verlangend; 2. au£^ 

blöma. Plur. BlOm'r, Dimin. Biömkll a. sätzig, wlderspenstig(vom Menschen)* 

BlSmerk'n. B6d,l.dieBudez.B,aufdeniMarkte; 

blomrant, bunt, blumenartig ge- 2. ein Haus, das im Mittelalter keine 

zeichnet, (von BI6m, PL BlömV). Zand Braugerechtigkeit hatte. Die HäOisef 

isalies Fensterglas^ UömfäntSChmnck- der nitmärkischen Städte waren iu£r^ 

schfin(Born) 8i is ganz blömrant yUr ben und Kuden (Erw nn BAd) getheilt 

Og^l sagt man, wenn man schwindeh'g Dieeräten hatten dieBraugerechtigke-i^ 

ist, oder eine Ohnmacht im Anzugeist, die letzten nicht Diese Eintheilung^« 

■ BlöSS'n, (Plnrale tantum) , Hlüdien hielt sich da, wo dieAntheile an der Gfr- 

fänes^Fruchtbaums, von den übrigen meindeweide u. am Holze nach diesjer 

Blumen wird dies Wort nie gebraucht, Eintheilung bestimmt wurden. Seit 

sie heissen nur BlOm'r. Snftbloss'n der den Separationen hören'auch diese Be* 

fliegende Sommer. nennungen auf. 

BIM, als Sut)stant: das Blut ; goth.n. Bodd'n, der Boden in seinen ver« 

alts. blöd ; als Ad ject. bloss, unbedeckt schiedeneu Bedeutungen. 
Naekt nnUftt Ausdruck für: blutarm; Bödd'n, der Bottich des Brauers, 

als Adverb, bloss, nur. Brenners, Lohgerbers. Daher Kaiscih 

- Blnbb, der Laut, welcher entsteht, bOdd'n. 
wenn sich die Luft durch eine Flüssig- Bog, die Beuge, Krümmung, Falte, 

keit drängt Davon das Subst. Blubber, Kn(b8g, die Kniebeuge, 
die Wasserblase u. das Verb. Unbbern, BOgg'l, S. Büögl. 
1. diesen Lant hören lassen, besonders bOg'n (Imperf. bdg, Part, baog'n)^- 

beiriiTrinkendieLii(tindieFlüssigkeit biegen und beugen ; goth. biuga, H0 

drängen, wodurch Blasen und der Laut hat nich to bög'n nnbräk'n, er ist ein 

entstehen; rasch und undeutlich, polte- Hungerleider. fttbOg'n, beim Gehen 

rig sprechen, besonders wenn die ein- öder Fahren ausbeugen, 
zelnen Buchstaben undeutlich bleiben. B6k, Plur. Bök'r, Dimin. Bdkelken, 

(Daher die Scheltworte Blnbberer, das Buch. Vgl. 6g. Goth. boka, alts. 

Blnbb'rjOChen.) 3. Unnütze und unbe-' b6k. B6ksta0W, der Buchstabe. 
dachtsameReden fuhren. Dn blnbberst B8k, die Buche. WittbBk, dieWeiss- 

6k all'S rüt, du sprichst unbedachtsa^' buche (Carplnusbetulus) RodbBk,die 

merweise,wasduverschweig.solltest Rothbuche (Fagus silvatica). Im Plur. 

Blflmelein, mit und ohne den Zusatz BSk'n, Ad j. bSk'n. In den Zusammen-' 

Taf;is8meinnicht,diebekannteSumpf- Setzungen Bftkmast, Bökhost, Bftk*-' 

blume (Myosotls palustris). ickem fällt der Umlaut weg. 

bobb'n, S. baow n. B6kfl^, derBuchfinke (Fringilla 

Bpckheistem, S. Kobbolzen. caelebs). Er singt : Ick, ick, ick will- 

Bodtsbaort nenntman alledieGrä«^ hin zu dir! Du, du, du komm her za. 

ser, die auf unfruchtbarem, dürren Bo-: mir! Flink, flink, flink! Oder: Mia; 

den wachsen und bald ein blasses abge^^- lewes WJf, Wif, Wif, Wif ; HUt, hü^ 

storbenes Ansehen gewinnen z. B. aus • hüt, hüt' hef 'k b6t dat Nest^ PrpbinV 

den Gattungen Aira,Festuca etc. birs, bir*s, ,bir's, 't iss ismuck, smück, 

' -ftoöks«^ 1; von Schafen Uw Ziegen : ' smfQck, smack^Oder : t^sdiink! t15chinK^ 



fscbink wtii ick, un vor #n twi Diir dern Namen für letztem kennt maor in 

B^r! pnsermjPlattd* .nicht 

B6kweit, der Buchwrizen. bftmstill, bomsstiU, ganz stille, ohne 

BBlk'lljleibHcheGesclivvister. Davon- einen Laut von sich zu geben. 
BSlk'nkinnor, Geschwisterkinder. Man Bdn, die Bohne, wegen der Redens-, 

geht in dieser Bezeichnung der Ver- art: hft hat Bta' Sätoli er hört nicht; 

wandtschaffc noch weiter \ind nennt: anfdenZurofetc, zu merken. 
•nie BSlkenkinaer und dtftdd' BSlboi« B3r, die Börde im Magdeburgisch, 
kian'r, wemi die Gross- oderUreltem Borg (althd. bore, angels. beorc), 

Geschwister waren. Bole bedeutet im das verschnittene Schwein. Das männ- 

Aithd. propinquus, alTmis. liehe heisst Päs'lboig anch Kimpboig 

Urk% blöken, besonders vom Rind- ^von Päsel = penis). das weibliche SU- 

Vieh, Von Schafen etc. sagt man bltaj; *"|/T?"2: . „. . 

2. vom Menschen gebraucht bedeutet "*'« ' <*'« Trage, em Werkzeug 

es:, aus vollem Halse schreien. Daher : *'"' Fort^chafFung von Lasten , wqza 

BfilkhalS, ein Scheltwort. ^ zwei Personen erforderlich sind. (Die 

Bftlöl68fn, ein rauher, sehr du'rtpf Trage für ei n ePerson heisst SchaBB>: 
tönender Öüsten. .Die einfachste ist de Hessbürg zum 

,( Fortschaffen des Mistes; de HoUbtrg 

bell, hohU besonders in der Verbin- hat4 Fiisse,dieaufderobem Seite noch 

düng hol! nn bolL Beide Wörter be-. ^^^ hervorragen, 
deuten dasselbe; die plattd. Sprache ßj^.,^ ^^^ ßürger; goth. baurgja, 

liebt aber dergleichen Assonanzen, so jjaurgg 

wie die Alliterationen gehr. Schlecht ^„^.^ die Baumrinde, vorzugsweise 

aufgeschichtetes Holz hegt: bolL Ist „„j ^hne Zusatz die abgeschälte Ei- 

ein Stall oder Zimmer von Ratten g^nz chenrinde,diederLohgerber gebraucht, 

unterwühlt, oder ist ein Haus in Dapn wird die dicke, rauhe Rinde auf 

schlechtem baulichep Zustande.jo sagt ^^^^^ Wunde, der Schorf, auch so ge-' 

man : dao IS aU's holl nn bolL - To boll „a,„,t^ ^^„^ ^ie stark ist BorkmöU' 

mn, festfahren, , dieLohmühle. .,' 

BoU' , Samenkapsel des Flachses ; . jo^j, ^^^ ^^„^ gi„ ^^ -^ ^^^ 

2.Z«polle.. und hölzernen etc. Gerfithen. 

BoUts heisst das Eis, wenn es nicht ^J^^^ ^ j^ j^^^,^^^ g. die Schweins-' 

unmittelbar auf dem Wasser liegt son- forste, 3. das Kopfhaar in der Redens- 

d^ zwischen beiden noch ein Zwi- ^. y ieBörst'n krig'n. S. wams'n. 
schenraum sich befindet Bgjt, ein hölzernes Gestelle mit 

Bolfn, der Bolzen, 1. das Eisen, Fächern aber ohne Thüren. Nach der 

welches glühend genjacht in die Plätte Bestimmung erhält es verschiedene 

geschöben wird; 2. der Löthkolben de» Namen : TeÜerbSrt, Sch&OtelbSrt, BB- 

Klempners und Glasers. kecbBrtetC. je nachdem Tellern, SchUfr- 

boben, sich begatten, nur von sein, Bücher etc. darin aufgestellt wer- 

Kiitz«! gebraucht ' den. Besteht es nur aus einem borizon-f 

Bftm, goth. bagms; 1. der Baum;, tal liegenden und ein^n mit demselben. 

2. der Hebel, Hdwbaam; einen bcsoo.«- in y«rt>induag gebra^iiton vertjluilea 



2a 

Brette, letzteres mkNägeln an derWmul Bl^erbrot, Butterbrot. JM kitft 'B 

befestigt und mit vielen hölzernen Botteibrot^ das ist spottwohlfeil. 
Pfli>cken zum Aufhängen von Gegen. Botterlick'r, scherzhafteBenennung 

ständen versehen, so heisst es in Eichel, des Zeigefingers, 
auch wenn das horizontal liegende BottcrstlÜl, S. StuH. 

Brett fehlt. Board g6tb.bedeutet«rett. Botlcrvoggl und Botterhex, allge- 

B6S8Cl, die Kegelkugel, bogS6lll,ke- meiner Name der Tägschmetterlinge 

geln. * :./ ^ vorzugsweise des Kohlweisslings. 

Bossen, der Busen. Alts. b6sm,b6- Wenn die Kinder einen solchen er- 

s6m. haschen wollen, so singen sie : Botter- 

Bostj die Briist. Beim Stillen der voggl,Gigelgaogl, settdi, Näs' nnMftl 

Kinder wird nicht Bost, sondern nur blöttdi. Die sogenannten Na cht fal- 

Brnst gesagt. Ick will de Dftni man erst t e r heissen durchweg : Bnpeüsdiiter. 

d* Bmst gäwen. Vgl. auch amböstig. Nach dem Glauben des Landmann» 

Bostdök, die Weste, tnit und ohne muss man im Frühjahr genau auf deo 

Ermel. ersteh Bottervoggl achten. Sieht man 

' htVn, Feuer machen. AnbSt'n, zuerst einen weissen, so bekommt man 
Feuer anzünden; inbBt'n, einheizen; Trauer; einen gelben, so steht man Ge- 
linnerbBrn, unter einem Kessel etc ^^^^^' ^^"^^^ bunten, so hat man im 
Feuer machen. Dann bedeutet böftf Laufe des Jahres eine Hochzeit, 
auch eine Art magnetisch. Kurmetho'de B5ttk'r| derBöttcher. DenHammer- 
ahwenden, die unter den niedemKlas- schlägeu des Böttchers legt man den 
sen noch häufig im Gebrauch ist. Der Reim unter: DattBöttkerwif, dattBött-. 
Bftter (so heisst der, welcher die Mani- kerwif, datt fritt 'n suren K61 in 't Lif. 
pulation verrichtet) lässt auf dem lei- bfittkern, das Geschäft eines Bött-j 
denden Theil sehr häufig einige auff chers treiben, S. auch bäökern, 
Stahl und Feuerstein hervorgebrachte Bracknäs', eine verhältnissmässig 
Funken fallen u. murmelt verschiedene kleine Nase. 

Beschwönn^gsforroelß. Vgl. Roth: de BrSg'ni.B^^t 1- das Gehirn; engl, 
nominibus et vöcabulis medic. ap. vett. brain, angls. brägen. De Brlm is änun 
Germ.p. 140. Endlich istbSfnso viel verfraorn, sagt man von einem Men-. 
als bflSSen in der Redensart: sin Llst schien, der alberne R^den führt; 2. die. 
bSfn. Bremse, ein zweiflügliges Iiisect; 

Bott, I.Gebot, bei Versteigerungen. 3- der nach aussen gekehrte Vorsatz 
Wer kat dat Bott ? Anbott, das erste von Pelzwerk an Mütze und Rock.^^ 
Gebot dabei. 2. S. allebott. Auch von der Kleidung gebraucht, 

Bottr, We Bafter ; dao Steit f, iiSg ^^«"" «^« Frauenzimmer bei schmutzi- 
Betfraa ff Snim, dasteht«-als Butter gem Wetter den uiitern Theil des Klei-, 
an der Sonne, d. i. er ist verblüift, be^ i^i beschmutzt bat. Se hat grftten 

schämt. . Bräm um 'B Rock. 

Botterblftm, die Butterblume, Ktih- BtampaiU', die Hirnschale, 
blotne/ (Cdtha palustris), aucb iiö- BrSmVOSt, eine Art Wurst, worin; 
wenzidin (Leontödon .tiälUEacuin);^'' das <iehimd. Schweins «ingeipcns^ist. 



Branblni- und Bnoin, die grosse 2. «o Instrument s^am Zerbrechen der 

oderWaldbrotnbeerfrucht DieFrucbt Halme des Leins, vor dem Schwingea. 

der Ackerbrombeere nennt der Land- und Hechein des Flachses gebraucht» 

mann aber Bnimbäsing. . braokX Brachactier pflügen und 

Blftmsen, seinen Unwilieaza er- den.Flachs brechen, 

kennen geben. Uh bramst ^U de dm Braoksäwkeo, S. SSwwäck. 

voll, stärker als goaddeni. Braomeil, die Brombeere. 

Biandbftm, die Abepflanze, deren. brWseln. Wenn beim Braten de». 

Saft der Landmani, für ein Mittel gegen-- r,eisches unter demselbfennicbt dleer- 

Bcandwunden hält. forderliche Feuchtigkeit sich befindet, 

branstig, S, Blaok. ^^ bezeichnet dies Wort den eigen- 

BranBWm,BreiUlWlll,derBrantwein. thUmlichenTon, der dadurchenfsteht. 

. BtaSMlW 1. der bekannte Fisch die VottBrätaits.derLlirm. • -.i 

?leie (Sparus. Lina.).. 2. .bedeutet es briftsig, S. sangert. • . ., 

allerlei Dinge ?ls ein Ganzes betrachtet., BräÖ8Sel,Brl»Ml,heisst eidGericht^ 

HUnm den Brassen bann, sagt derVer-, ^^^ ^^^ ^„^^,^5 Kleinigkeiten oder 

ateigerer.Avenn Jemand eine Kleinig- Ueberblei bsein besteht und zusammen 

keitfür allerlei Polterei geboten hat. j^ ^i,,^, p^^^g ^^^^^^^ ^ird. Kann 

Auch ironisch dao hast nrechtenBras- ^j^ Diminutiv von Braod'n angeseheil 

Sen, da hast dn was rechts. werden ' 

BrätSCh, ein Naturlaut, dessen man Bredoli S Predni i 

sich bedient, um denSchlaggegen einen ' ' 

Körper zu bezeichnen. Bratschlkrftg brenn', brennen; kommt bei eJuigei^ 

M von de Smädi Slag. (Born). Kinderspielen vor. Wenn beimKugel- 

Braod'n das schwach nur antönende «P'^' die Kugel durch irgend etwas iu-. 

dgeht hie und da in einen Laut über, '*''"^°i Lanfe gestört wird oder beim 

der dem des g ähnlich ist, der Braten, Würfelspiel der Würfel sich gegen 

figürlich auch vom Wohlleben und ^^^ '«^nt, dass er nicht gerade auf 

Reichthum. Hi kann all' DaogBraod'n ^'"®'" seinerFlächenruht,so heisst es: 

at'n; dao is Iftfr Saod'n an Braod'n, ** *"'»»* «'<'«'• "* ^att brennt WiU, 

drücken beide Reichthum und Wohl- beim Ball- und andern Uulspielen ein 

leben ans, jedoch mit einem tadelnden Mitspieler momentan ausser SpielthS-: 

Nebenbegrifr der Verschwendung, be- t'gkeitsein, um Erörterungen beizo- 

sonders im Essen. '■ bringen oder einen Streit zu schlichten,^ 

Braodbäm, gebackene Birnen; ft^ so ruft er: Verbrannt Es scheint dies 

Stn as Braodbäm, mager sein. ®'" S"''**- 2" ^'^°' dennes heisst^pchs 

Braodschaop'n, Bratpfanne. ick heff in 't Verbranntwist 

Braodsch'n, alles Backobst z.B. brennrig, htr rOkt SO brennng, hier 

Pflaumen, Aepfel, Birnen etc. Hechtes, als wenu etwas brennt; brai*, 

' braedschig, gross^precherisch, mit stig wird von angebrannten Speisen , 

demNebenbegriffdes lauten Sprechens, gesagt 

von braodsch'n, armen, prablra. iMt - : Brennwtn, S^ Brannwin.^ .:>.:,■!■.. 

im Alts derLfirm. ^. ,:i taretaol,grob,hochiähr«id^rutal>; 

- Bnok,l.derBnid»ckei:,dieBnicbft;> brftti br9it}goth,i>nid& 



35 

: Bri, der Brei. De Bri w» lüch SO Hü litt sUw'stNftt, de is wtrt,^tt 'n 

httgät'n, as he uppdraogtis, es wird sleit mit de Käl d6i 

iiicUt so schlimm werden, als esscbeint Brötkaoni, der Roggen, 

HftgeitrttnuD, asd'Eatt flmm'nUteii brnch'n, brünstig sein, nur von 

Bri, er will nicht gern daran, möchte es Schweinen im Gebrauch, 
aber wohl. brttd'n(d wird wenig gehört), vexi- 

Brtcb'n, jeder durch dieSinne wahr- ren, hecken. Bat isjoLldbrSd'D, das 

nehmbare Dunst, besonders wenn er heisst ja den Menschen zum Besten ha- 

aus erhitztem Wasser od. von gekocht, ben. Davon iJdbrfid'r. Da« Sprich« 

Speisen aufsteigt. Auch von gasartigen wort: datBrSd'll geitOIlllll entspricht 

nur durch den Geruch wahrnehmbaren dem neuhd. Wie du mir, so ich dir. 
Dingen z.B. von den Ausdünstungen Brtgg, die Brücke, 
fkr Pferde in den Ställen. Br^am u. Brflm, der Bräutigam. 

Briir die Brille; BtÜI'H Yerköp'H, br&X gebrauc^^^^ u. alt«. 

täuschen, betrügen ; BriirBVeiMper, '^'^'^J""- "* "^"^ "^^^ ^'" l^«^«" 

wer dies thut. Ausdruck für : er hat emen Arzt ange- 

Brinksitt'r S Kaot* noramen und nimmt Arzeneien. Ntolül 

bringen, a^perf. u/part bröchtu. J|*J!? ^i^"*«* das GegentheiL Brtt; 

bracht), bringen. brlUlg, Gebrauch, gebräuchUch. 
' BritSCh, die Pritsche. . BlumbaiS.dasContraviolondesMtf. 

brockfellig, morsch, zerbrechlich; ^^"^' , , , 

tropisch: schwächhch, kränklich. bnunm, S. töm'. 

Brockwld, die Bruchweide, wird Bnimmclbto = BrammelbJr. 

auch Sprockwtd genannt. Vgl. Sprock. Jnu«un«I>, S. brodem. 

Bnunmer, die g^rosse Stubenfliege, 

brodern, leise sprechen, bnunmeln, Schmeissfliege. 

unverständUch sprechen, in 'n Bdort Brummkaofr, Scheltwort für einen 

brammeln; blawwe» S. blubbern; Menschen, der stets seine Unzufrleden- 

gnttern ist mit blubbern gleichbedeu- ^^^ über das Thun seiner Mitmenschen 

*^'^"' durch Brummen Süsser^ wird audi 

brtd'n, brüten, den figürlichen Be- BnunmbSr, BmmmbaSS genannt 
griff des neuhd. kennt man im Plattd. BnUBBlktgel, Brummkreisel. 

°'<=^^ brftn, braun. Sau ick Bit "n BrAn 

Brftk, der Bruch, Moorboden. kaom? eine Androhung von Strafe 

Brdk, Beinkleider. Vergl. Bücks'n. jarch das spanische Rohr und über- 

angels. braec, brec. haupt durch den Stock. 

Brör, der Bruder, goth, brodhar. Brtnailk'n, ein Gewürzkraut (Oci- 

Brö^gl, S. Käüs'l. mum BasiUcum). 

Brftt, das Brot Annawäg'n wat 6k BrfiS, die Brause, Giesskanne; wird 

Bcfttbackt) auch an andern Orten kann auch von jungen wilden MSdcben ge^ 

man sich einUnterkomtnen verschaffen, braucht: dat is 'n Brfts', das ist ein 

Weck sin ftrAt ick U, denn' stn IM ick Wildfang. 

sing, wessen Brot ich esse, dessaiLied btfts'n, 1. mit der Brause giessen; 

ich singe.' De stn Kin^em gilt: Btbt 2> brausen, aufbrausen. ' 

4 



26 

- Biteob, .AnsdbwfeUnng' am Kop£t dem, nacb dem Sprichwort, das Herz 

vom Fall oder Stoss herril^brend, die in den Hosen (BUcks'n) sitzt ' ' 

Brausche. . Bud^'I^ Bier- oder Weinflasche. Ela 

Bnigt, S. Bossen, Bost. jj;,,,^ deutsches Wort, Von Bnt, ein kur- 

Bltthaon, der Braothahn. Bei den ^gs, dickes Ende, wovon Endelbtttt 

ttndUchen, früher und auch jet»t nfcch j-^ gj^^ ^^ ^^^ Franzosen und kehrte 

eine ganze Woche dauernden. Hoch- 3,5 Böuteilie- wieder zurück. Das Di- 

zeitsfesten ist der Morgeö des zweiten j^j^^^.^ ^^^^ PüUken. 

Tages nach deni IWor^eninbiss zum ■ . . , • 

BrttbaouittMl bestimmt Das jimge . taMeta. 'Js Verbum activum = 

Ehepaar: sitzt am Ende der Tafel und «pielend und nutzlos in der Erde her- 

dieHochzeitsgäste treteneinzeto nach u^Vfühlen» wodurch kleine Hftuf«, 

dem Grade der Verwandtschaft zur ™'l Unebenheiten entstehen; von Bot 

Tafel u. bringen ihr in baaremCelde (Vgl- den vorigen Artikel). Als Verb. 

bestehendes Geschenk, dessen Höhe «entrum wird es vom Bier gebraucht 

sich nach dem Verwandtschaftsgrade ^enn es Kohlensäure enthält und beim 

richtet und nicht selten in mehreren Einschenken gut schäumt In diesem 

GoWstücken besteht Dies Geschenk Sinne stammt es von dem Laut, bodd- 

dient zum Ersatz für die grossen '»'"»<•. d™ ™«" ^"^'^ Einschenken voii 

Kosten, welche die Hochzeit verur- solchem Bier hört, ünnerbuddelli, 

sacht In frühem Zeiten soU der Braut oberflächlich unter die Erde bringen 

emHahn zur Hochzeit geschenkt sein, ^-B- wenn der Hund einen Knochen 

so dasssicbabo der Namefllr eine ganz verscharrt, 

verschiedene Sitte erhalten hat '***'♦ ''^'" ß«"*«'- 

BrttäaomelBiailll,S.Jumf€rSibold. Bnff, Puff , ein Stoss , Schlag. H« 

B*, der Bau, das Aufbauen eines (***) kam 'n Puff Yerdraog'n von 

Gdi^ndes. alt6.biL ■• Sachen,Gerätben: dauerhaft, fest sein, 

Bucht, ein befriedigter Raum, be- ««cht so leicht zerbrechen ; von Perio- 

sonders um Weidevieh hineinzujagen, nen bildlich: die Wahrheit hören, ge- 

t» Bucht drtW^ eigentlich das Vieh in ^^^^^ ^'erAen, ohne dass der Getadelte 

die Bqcht treiben ; figürlich : zu Paaren «^ ^^^^ "'"""'^• 

treiben. Tllffelbncht, KblbQCht sind ^"^ ^"^^^ wodurch ein SchaU: 

umzäunte Ackerräume zum Anpflan- ^"^ entsteht wie z. B. durch einen 

zen von Kartoffehi und Kohl. Faustschlag auf den Rücken. 

btcks'n, heimlich entwenden, mil- bflflbln, das Frequent vom vorigen 

derer Ausdruck für stehlen. = grob behandeln, besonders durch 

Btcks, Flur. Btcksen= Beinklei- Fauststösse. 

der. Von Brftk(S. oben) unterscheidet Btffel, der Grobian lin' Handeln 

es sich, dass dem letztern der Nebenbe- (nicht in Wort^). 

griff des Altgewordenen, Schlechten Btr, Bettüberzug, z. B. KUssenbür 

inwohnt Holland, boze. Spendtr» etc. 

bttcks'n aDhämm, sprichwörtliche Re. Btt, der Bauch. Bftkwedaog, Leib- 

densartfUr: freigebig sein, verschen- schmerzen. Wenn dooh de BtUi "B 

ken. BambilCks, ein feiger Mensch, Schtsdil wAr! ruft der aus, dem ein 



27 

EteensehrgiltschmecktyU.ergenmoch senes HoIz< .selbst Kaulbl genannt 

mehrdavojo ässe, wird. Vgl. L unk. 

bU:*!!, Wasche etc. in eiDen Kübel bülig, voll Beulen, meist nur von Ge« 

imcken, und mit heiss aufgegossenem räthenimGEbrauch» i *■- ' - 

Seif wasser u. Lauge mehrere Stunden Bllll| der Simt^ßoCd Stadtbvll, der 

stebeofJassen; benchen» ; Hureribock. 

Bfikfiitt, Mkltubb'n, das hölzerne Bttllkiwcr u. Bdlwlwer, der Mist- 

FaMi in dem gebeucht wird. ^^^^^^ (Scarabaeus stercorartus). • :'i 

' iK,i^ :,- tr i:- A ir- A u- "™°» brünstig sein, von Kühen, 

DllKO,dieKuhinderKinder$prachc^ rindern .^ 

Öiinin.l^k;il. Pas bekannte Wie- Bnltomeft, der Saft der Wolfsmildl 

'^enlied : Bukök'n vop Hajberstadt^tc. (Euphorbia), auch die Pflanze ^M 

j^jnitdieseni Worte Nichte zu schar- hej^gtso 

fen^spud^rr. bezieht ^Icb auf den -im BuUkiewOT, der gelbblühende Klee 

Uten Jahrhundert lebenden Bi^chrf <;Trifoliiini:procuxnbens u- ährrliche\ 

Bucco(Burchard)vonHalberstadt^(iejr l,eisskauöh LftfkWaew'r. ' ^ 

jpinß freude daran hatte,, KJtjcJer ,zn BuUnpis'l, eigentlich: 4aäri peftii^ 

w"^^"* ■ . , . ') der im getrockneten ZastaiKl« Von har- 

Bttslaonwird vorzugsweise von ten Vätern zuweilen als Zuditmitetf 

Pferden gebraucht, wenn nach einenji fü^ Knaben benortzt wirf; er wird 

angestrengten Lauf die Weichen sich ^^ch wohl mit Riemen umflochtito. 

heftigbewt^en. O^^^ pA^ ^^^j^, zuweilen jede Kafi 

BÜl, die Beule. 1. eine Vertiefung batscb^ mit diesem- Namen oder auch 

In einem Gerät;h, VghLuuk. 2. eine mitBallnflDik,Päserich belegt zu w^f« 

aufgetriebene Stelle am Körper, z. B. den. . 

Drüsenanschwellungen, versohiedeo buUtrn bezeichnet den eigenthUifl^ 

von Brftsch (S.oben). Auch Quis' ist Heben Ton, den heUbrennendes FeB«r 

eine, aber nur kleine, mei$t nüt BlXit hervorbringt Bat FSt boIIert recU; 

oder. Wasser unterlaufene Erhöbung f ül* denAbergläubisdien dieVorbedeu- 

anderHand. Daher WaoViqufesVBlöt- tungeltics Gezänks in derFamilie^odtr 

ipiH*. Aber auch die durch harte Ar- wenn ein Wagen über eine hölzerflb 

beit entstandene yet]#i:ung der Hai^c Brücke fährt, davon Bollerwaog^n iii 

in der Hand wird Ciufes' genannt, wäh- der Kindersprache für Wagen über- 

rend der Callus an den Füssen LikdiSlfl haupt ; figürlich gebraucht man es von 

heisst oder KieÜldg'n. Ctuaddet ist Menschen, die mit lauter, polternder 

auch eine kleine Erhöhung, rührt aber (bullernder) Stimme ihre Unzufri^ 

vom Brennessel oder eiuem Jnsecten- denhelt über «twas äussern. Ein aoU 

stich her. In einem Glossar aus sec. 9 eher heisst: Bulleijocbeil, (Polten- 

bei Schilter kommt diesWort als Q u e • Joachim) oder BuUegaon (PoJter-Jo- 

d'i 1 1 a . schon vor. K&ubbl Ist am nach- hann), endlich heisst es auch : eine Ar- 

sten mitBtil verwandt, Ist aber härter, beitrasch, mit Gepolter, aber unordent- 

Daher auch Holz, an dc^msich mehrere lieh verfertigen. Bat bast (^k Weddtf 

Auswüchse finden knilbbUg(knorrig), itwerweg bullert, wenn man Jemand 

und eiu .Stück, , mebriach. durch W£^Gh^ auf das j['>hlerhafi^e d. Arbeit luuwelsi^. 

4* 



28 

I>em. Begj^joach ist bdiern etwas bmnmeln und bammeln sind] sefaf 
stärker als poltern. DasAdject heisst: verwandt. Sie drücken beide dieBe- 
bnUrig und bnllerhaft. wegung eines schwebenden Gegen- 

Bnlt, Balten, Plur; Btlt ^ kleiner Standes aus. Bammeln wird fast nut 
Haufep, Erhöhung. Althd. buol, buel ; von der Fussbewegüng z. B. der Schul- 
auch eine Pflanze, die mehrere Stengel kinder, deren Füsse nicht den Boden be- 
treibt. HSgelk'nbnlt, die Nelke mit rUliren, gesagt. In allen übrigen Fällen 
ihren jungen Trieben. Bnltrogg'ni gebraucht man Bammeln, z. ß. Orbnm- 
^er grosse Staudenroggen. Auch die mein, Ohrgehänge. Wat daoran bam- 
Kartoffelpflanzen, wenn sie einzeln be- melt an bammelt bedeutet: alles was 
}|äuf|^lt sind, bilden dnen Baltll, Tflffel* mit dem Genannten In Verbindung 
bidt'n. DeRogg'steitbaltwiSwenner steht, wasdaraus folgt etc. Dannbedeu^ 
ungleichmässig aufgegangen ist, stel- tet bammelt: müs^ig gehen. Hibaoh* 

len^reis die Pfiänzchen zu dicht stehen, melt den fttgeslaogenen Bag ftmbet. 

Erbsen u. Bohnen pflanzen viele bolt- Wer dies thut ist 'n Bammler. Das Adj. 

WiS. Die Erdavfwücfe des Maulwurfs baminlig wird auch von Sachen z.B. 

Slisbd Bolt'JL vom Anzüge gebraucht: dat sltt 8Ö 

boUtig XL boltrig, voll von Buken, bammlig app 'n Liw. Verwandt da- 

u^ebeix. mitsind: hmgern, dämmern, MtVjL 

\ homark'n mussten in frühem Zeiten Der Faule bammelt, wenn er von eineni 
die Städter, d.h. gewisse Handdienste Wirthshauseinsanderegeht,erlangerti 
zum Besten der Stadt verrichten, ent- wenn er sich von einem Stuhle auf den 
weder Wege zu bessern oder Weiden andern setzt und nachlässig dasitzt. Der 
an denWegenzu pflanzen. Im Götting- Bummler geht doch umher, der Lunge- 
schen heisst das Bftrwerken, im Braun- rer ruht meistentheils. Dämmern, 
Schweigischen meinewarken. Seitdem rftnyndämmem drückt mehr das ver- 
di^ese Pflicht der Städter aufgehört, ist einzelte , zwecklose Müssiggeheil, 
^pqh das Wort xlafdr verschwunden, ohne auf etwas zu achten, aus, gleich 
Bommbamm jedes Ding, das sich wenn alles um ihn herum sich in der 
•pendelartig bewegt. Daher 1. jeder Dämmerurig befindet, während der 
Körper der an einem Faden befestigt in Btimmler gern in der Gesellscliaft 
Bewegung gesetzt wird. Kinderwär- anderer ist. Lnlefn drückt einen hö- 
teriönenbedienensichhäufigdesselben, hern Grad der vorangegangenen Be- 
um schreiende Kinder zu beruhigen. grifFeaus und gehört, wie das Substant. 
Dabei wird gesungen: Bummbamni, lalei zu den Scheltwörtern. 
Bälam, Küster hat sick upphangt; 

wilTn am enen*) Ben affisnid'n, sali nich BammelaoSCh* (sdl gesprochen wie 
mehr in Bummbamm stig'n. 2. Jede das französ. ge, doch etwas mehr nach- 
Schaukel, tönend) = allerlei Kleinigkeiten an 
«_..____ einem gemeinschaftlichen Faden, die 
■,,.,., ^v , , aufeehängt in Beweguns gesetzt wer- 

*) Aus Lieb« zum Rhytlimus und zum , ^ ,.r , , S * i ir ^ 

Reim erlaubt «ich ^^r Platid. nicht selten den ; 2. überladenes Putzwerk, als Ket- 

:f prachunnchtigkeiten. Dat Bdn (Beia) ten u. dercl. womit sich gefallsüchtige 
ist hier als Masculimim gebraucht, wah- t- • i i .. n J^ 

rcnd es übendl «Ächlichen Gcschlechu irt. Frauenzimmer zu behängen pflegett; • 



29 

BtUBI&eldaog', arbeitsfreie Tage, an mefikunfc durch denSchuIzen mittels 

denen lierumgebutnmelt wird. Anschlagens der Glocke oder. durch 

achteraBbummelO/äicli ohne Zweck' einen von Hof zu Hof gescliickten 

und unaufgefordert an andere als Mos- Knüppel einladen. 
siggänger anscliliessen. burm, fli egen, wird nur von den flie- 

▼Orbnmmeln : l. die Zeit durch genden Thieren gebraucht, die beini 
Bummeln tödten; 2. gegebene Anfti-äge Fliegen einen recht hörbaren Schall 
ir. dgl. nicht ausrichten, vergessen, mit hervorbringen z. B. Repphühner, Mai- 
tadelndem NebenbegrifF. käferetc. 

mnherblUllIBeln, sich herumtreiben, BniTCe, der Porree(Allium Porrum); 

Bnmps, Nachahmung des Tons, den BuiSChopp, derInbegrifFsämmtlicher 

ein schwerer Gegenstand beim Falle Hofwirtlie eines Dorfes, 
hervorbringt. Unterscheidet sich von BnftS, BllSS, der Bursche. oU BllSi, 

Butz und Bautz (S. oben), dass der Ton alter Junge, öftef e Anrede von Bekannt 

des Falles stärker und dumpfer ist^ als ten; 
bei diesen. Davon dad Verb. btniips'lL Bn86hbAlll,derBnchsbanm(Buxu8^ 

Dao bnmpiit watt, da fällt etwas sehr bnscheln oder mnscheln, IbscbelB^ 

stark. bnschern, heimlich mit Jemandem 

bftll,bauen. B(IUlisLllSt,Watt'tkost, reden, wobei es darauf abgesehen ist, 

häff 'k nich waSSt. d«ss ein Dritter die aus der heimlichen 

Bftn', in der Eibgegend ein in schiefer VerabredunghervorgehendeHandlung 

Richtung gegen den Strom aus Faschi- nicht wissen darf. Wenn z. B. die 

nen u. darauf geworfener Erdeerrich- Hausfrau mit einer Person etwas Ztt 

teter Damm um an der Stelle dem um thun verabredet. Was der Mann nicht 

sich greifenden und ins Ufer herein- wissen soU, so heisst es: Sebll8€ll€ltall 

wühlenden Strom eineandereRichtung wedder. — Auch bedient man sich 

zu geben. Das Verb, ist : bÜn'D. ■ dieses Worts, wenn Jemand beim Kar- 

Bfinz'l, 1. Windeln. Davon bttnzcfil, tehspiel etwas Unrechtes vornimmt. 

iubfinzeln, ein säugendes Kind in Win- Dat is Bnschell, heisst es dann. ''^' 
dein einschlagen. Inbttnzell ist auch so Bosk, Busch. BttSChkaoSCh', Busch- 

viel als einpacken z.B. im Winter sich werk, besonders in den grossen GäYten, 

reichlich mit Kleidungen, Fusssack etc. auch das Unterholz in den Waldungen, 
versehen; 2. der Koth. De Wort BttSS, die Büchse, wie im Neuhd..; 
JlHeckt nao'n BflnzeL bftVn, ausserhalb, draussen. alts. M 

B4r,l Bauer,Landwirth;2.VogeU utan. büt'n Stad waon', ausserhalb der 

baiier ; 3. Bube im Kartenspiel ; S. Kaot Stadt wohnen. Hft IS bUfn, er ist draus;- 

Sprichwort: Wat de Bftr nick kennt, sen vor derThür oder auf dem Hofe. 

dät ftitt hft nich, wörtlich : Was der ToÄ bftf n rinntreck'nj vomLande in die 

Bauer nicht kennt,dasfrissternicht, d.h. Stadt ziehen. 

der Bauer entschliesst sich schwer et- Bftfndtk, der Aussendeich. Bftt'n- 

was neues zu unternehmen, wenn der land, Acker, ausserhalb der Deiche. .) 
Vortheil nicht sofort einleuchtend ist. Bflt'nsohopp , ländlicher Aufdruck 

Btr, der Bettüberzug. KftSSenbSr. für die Verhefirathung zweier Brüder 

• Bftr^- die Bauern «u einer Zusäm- mit üwciScjhweötem> vom aic^nnehir 



3Q 



gebräuchlichen bttteft, tauschen, wedi- 

sein. Vgl. Katbat'n. 

bftt'n ftt, vor dem Dorfe. 

bütt bedeutet in der Altmark nicht: 
grob, plump ; sondern wird vonPerso^ 
nen gebraucht, denen es an der erfor- 
derlichen Freundlichkeit fehlt, und di^ 
in ihren Antworten etwas kurzes, einr 
silbigQS und abstossendes haben, goth. 

baut ... 

buttern wird von kleinen Kindern 
gebraucht, wenn sie anfangen auf ^e- 
iiep Füssen zu geben. 

bftnnbä, Natur laute, deren mansich 
Jiedientumeiheneinsilbigenutjfreiind- 

Ifch&n Menschea zu bezeichnen: Hft 

wfttnicluiasbüiuibi^ 



«btltveiUttg, auf der ausweiuligen 

Seite. De Plack sitt bfttweimig, der 

Schnvotzfieck sitzt auf>def äussernSeite, 
etwa desGlaseSw DasSprichwori:: ddt 
is bfttwennig, sagt so viel als: das ver- 
dient keine Beachtung. Bfttwewig 
WÄt'n, auswendig wnssen, im Gedächiv» 

niss haben. Ick k^AB den Gesang bftt: 

wennig, bedeutet 1. ich habe das Lied 
d^m Gedächtniss anvertraut^ gedient 
es als Antwort oder Zwiscfeenrede, 
wenn ^n« j€?mand.etwas erzählen. oder 
vortragen will, was man anzuhören 
fceine Lust hat. - .:, 

. . Butj, l.5wBauz; 2. der Bettwinkel 
.^€is Bl^u^herrn, der des Knechtes heisst 
Zell ; 3. ein Bretterverschlag unter disr 
Treppe. 






Der : Buchstabe C wird in . d en \ ;altsächsisp|ien . Handschriften ijnd 
Urkunden des Mittelalters selbst j in eipeqi und. deinsi^lben Worte in der* 
selben Urkunde abwechselnd -fiir k geschrieben. .D^her sind, alle Wörter, 
die -man vielldcht hier suchen, mögte^ unter K . aufzusuchen. 



», 



ff, der Artikel, für de. Tage. Stn Daog* mchi wörtlich : seine 

dl,Imperf.yojadAn,diun» Tage nich(^ y^ird ganz adverbialisch 

Back» Daok, PL Daok'r, das Haus- gebraucht für: nie; stnDäOg'waTt ht 

.dach, auch tropisch: ta 1ipp!n Dack nickklftkf: nie, in meinem Leben nicht 

Silt'n, J^nianden mitStrenge zur £r- j^K'^^ ^r.kiug. Ebenso für die erste Per- 

fÜüung seiner Pflicht anhalten, son:min Daog' hel^ lok SO watt lÜCb 

Dag, .PJur. Daeg'y der Tag,, goth. u. sta. Das Verbiim daogX Tag werden, 

alts. dag. 6&a dag, guten Tag (Grussi . . , Dag-, Dlgt, Dei, das Gedeihen, be;- 

formel). .H6 wUl sickYQnDaog'ddftn, anders durch gute Ptlcge, voxi Men- 

er ist in Verzweiflung, will sich .be*^ sehen und vorzüglich vom Vieh. Hj 

nahe das Leben nehmen. Tondaogan, blt 4ci^I)^lb®b^ll^ ^^^ ^^"^^^4^'^^^^ 

von beute an; datt will Ick IpDacg'n die auf einem Aberglauben desgemei- 

don, das will ich $iofort thun; dftSS Den Mannes beruhet. Beim Verkauf 

Daog*, in diesen Tagen, /sowohl von der eines Stücks Vieh kann der Verkäufer 

Vergangenheit als von der Zukunft, durch eine Hexerei bewirken, dass das 

la Daog€liageil| bei .aabiiechendepi Vi^ beim Mästen nicht gedei]^1tuid 



31 

fQr diisäeu Fall wird die angegebene dieschlechte Arbeit des Tischlers hei^at 

Redensart gebraucht. Der Käufer kann ebenso. 

sich gegen diese Art von Hexerei Dal, der Fussboden; der Hausflur; 

Schlitzen, wenn er unvermerkt und die Dreschtenne, die auch Schu&dll'- 

stillschweigend irgend etwos aus dem hei&st, wenn sie nicht im Wohtihau« 

Stalle, besonders Mist, beisteckt. Das sich befindet. > 

Verbutn iscdtn', hieunddaauchidei'o« Dalweri, Dammeli, das Subst. vom. 

gedeihen^ an wadisen, zunehmen. Ea Folgenden. 

wird'von Friichren, Mehl u. vom Mast- diiwern, kalwem u. dammeln, tän* 

virfi gebraucht, wenn siestcär ausdeh- dein. Das letztere entspricht dem nhd»; 

neil: DatSwhldeVtSChftDjdasSchwein tändeln ohne weitern Nebenbegrif^ 

imnmt bei der Mast gut zu. Dc irft'Di dalweni aberschliesst denNebenbegrifF 

DRßVdatMlletO. dln'achöll^ die Erb- dea Unpassenden, Unschicklichen ein, 

sen, liohneh, da^ Mehl nehmen beim sowohl im Handeln als im Reden. St 

Kochen einen verhält oissmfissig gros-' nicb 80 dalwiig, ruft die Mutter dea 

Sern Raum ein. Auch gehiJrt hieher erwachsenen Sohn zu, wenn er die 

dftgi, dägr, dägest eigentlich das Dammelei mit den kleinern Ge-^ 

Partie, von däg'n (statt djn) also was schwistern nicht bloss Übertreibt, soUr^ 

ein gntesGedeihen hat, kommt bei uns dernauch in seinen Gesprächen sich 

nur als eine Art von Superlativ vor in unpassende Tändeleien erlaubt. Davon 

der Bedeutung von: sehr, tüchtig. Dat die Subst. Dammler undDalwerer und 

ti^ü digr g6d Hinsch, das ist einsehr die Adject. damfflUg u. dalweiig. Mit 

guter M ensch. Dägest afihiricks'n, derb albern ist der Begriff in diesen Wörtern 
durchprügeln. Das goth. thaigan und nicht zu verwechseln, jener ist viet 
alts. thaihan bedeutet das Wachsen, Zu- stärker, da ihm noch der Nebenbegriff 
nehmen. von Mangel an Verstand innewohnt, 

Däg'l, der Tiegel. der sich in beiden erklärten Wörtern; 

Däg^lbraod, im Tiegel Gebratenes, nicht findet, 
aus allerlei Fleisch und Rindergekröse Dammast'n, dieNachtviole(He8pe- 
besitehendes u. gebratenes Gericht mit ris). 

darauf gelegter gebratener Wurst, ein DamBs', die Frauenmütze. 

Lieblingsgericht unseres Landmanns bei dao mttt (Ton auf der ersten), mit 

Hochzeiten und Kosten überhaupt und der Sache. Dao mStt ll6W 'k licks to 

in der Erndtezeit. doli, mit der Sache habe ich nichts zu 

daglSnern, als Tagelöhner arbeiten, schaffen. 2. (Ton auf der letzten) ist 

dig*B, Terdlg'n, schützen, be- die Conjunctlon damit. 

schützen , verbergen , verhehlen. Da- dämmern , 1. die Mitte zwischen 

von Wedderdäg', einer, der einen an- helle und dunkel halten; 2. wird ea 

defn in seinen Absichten widerstrebt. auch von müssig umhergehenden Men- 

Dik'rwaor nennt man alle Fabrikate, sehen gebraucht (vgl. bummeln). Ver- 

die leicht und schlecht gearbeitet sind» dämmern ist ein Transitiv, jenes intran- 

daher leicht zerbrechen, ausden Fugen sitiv;im Begriff gleich dämmern. Auch 

gehen etc. Sämmtliches Nürnberger bedeutet es YergesseB. Dat hat hft all 

Kinderspieiseug ist D&kerwaor^ und wedder verdämmert, das hat er (ia 



33 

deiner gewohnten dämmemdenWeise) Dansllp'l hifess Jx. l^dHchen Spielen 

schon wieder vergessen. . der Land leutej das - Viehm^dchen, das. 

Damp, 1. der Dampf, 2. Engbrüsfig- amPfingstmorgen SeineKühe am erstea 

kieit, fehkrbafter Zustand der Lange, gemolken und abgetrieben hatte; ihre 

Adject. dampig;datt hat im 'nDamp Kuh ward vonderjugeqdbekrjinzt n, 

daon, das ist für sein Unglück entschei-^ hiess das Jahr hindurch : de > bnnt' K6. 

dend gewesen. JDas Verbum daiop'll, Das Viehmädchen, das ihre Kühe zUr 

dampfen ; dagegen dämpX 1* ersticken letzt abtrieb, hiess : PingStkSfW. 
z.B. Feuer; 2. dem Ersticken nahe ■ Dail8u.Dfts, dasAssimKartenspieL 

bringen, deRökd&mptmiganzto, der dao, daor, alts. tbar == da, dort. 

Kauch war zum Ersticken. Die letzte Fonn nur in zusammenge« 

daiiao, darnach. EigenthümUch setzten Wörtern: daniao, daortö, dt- 

wird das Wort gebraucht um einen lä&w'r, daWIBliery daortOUBery daq^* 

Tadel auszusprechen. Rühmt sich Je*>^ Qpp, daorilt ^ darnach, dazu, darübert 

mand, in ganz kurzer Zeit eine Arbeit darunter, darum, darauf, daraus. Vgl« 

vorrichtet zu haben, so erhält er wohl auch dOBIl. 

zur Antwort: 't is ok danao, in dem Daod, alts. däd ^ die That. Patt 

Sinne: sie ist auch schlecht genug, sfi&d gröde Daod'o, eine oft vorkom- 

•' Dann', die Tanne und Fichte ; Dann'* mende spöttelnd-ironische Redensart. 
Äpp'l, der Kienapfel, Zapfen, der den Daog, S. Dag. 
Samen enthält. Adject. ebenfalls dann', däög'n (Praes. däög, döggst ; Partie» 

dann' Brid', Tannenbretter. döcht, ohne Imperf.), taugen, welche« 

Dann'kamp, ein eingefriedigtes nnit Wort erst aus dem a]ts.dügan, diogan 

Fichten bestandenesFeld. ins Hochd. übergegangen ist. gotlu 

Dans, der Tanz. ebenfalls dugan. Ick 4ä&g nioks mftr, 

Däs'n, Biesam; davon DäsenbflSS, sagt der vom Alter oder durch Krank- 

Biesambüchse, kleine meist aus Zinn hei t Entkräftete, 
bestehende Büchschen , die mit einer Dädgt, Tugend, Tauglichkeit. An 

wohlriechendenMasse gefüllt u. früher den Jung' 18 käl DäQgt, der Junge taugt 

sehr, jetzt nicht mehr, im Gebrauch nicht viel. DaSfAdj. lautet ebenso. ÜÄ^; 

waren. ' däögt, UndncU drückt das Gegentheil 

datt, 1. das, welches^ dieses; 2. dass, aus, ist aber schwächer als das neuhd. 
damit; datt dao, jenes. Pleonastisch Tangenicbts; es wird sogar oft scherz« 
steht es in Sätzen, die einen Grund an- weise ohne einen tadelnden Nebenbe- 
geben, der mit weil eingeführt wird ; griff gebraucht. 

z. ß.: Ich tbue dies, weil ich dich lieb daohSnn, dahin ; dao heff 'k Unn 

habe, wird plattd. heissen: Datt dft 'k Wist, ich bin dahin gewesen. 

glik, wll datt ickdi Ihw h&ff. So: ick Daok, S. Dack. 

kör' di g(rn snack'n, wil datt ick dtn daol u. kendaol, nieder, herabwärts» 

Spraokgödverstaonkann. gotb. daluth (von dal das Thal) ¥on 

dan'n, thauen von Dan, Thau, sowohl baob'n daol', von oben herab ; Sett di 

vom Zerrinnen gefrornen Wassers, als daol, setze dich nieder; npp nn daol, 

auch vom Ansetzen der Dünste an die auf u. nieder ; Berg daol, bergabwärts. 

Körper. Es wird mit allen Verbiß die eine 



3 

-Bewegung DHcki unten ausdt^ckeii» .n' BUl/dleTbür. SprichwöftrllOft* 

verbunden, daolsmlt'i^daolttek'ftetd. nlddeUfliff laotüdd Di&r ft0]ML Ihk 

' .Qftol'r, der Tbal^. Eigentliikillich goäi. daUT bedeutet Thtlr jusid O^lMMr. 

ist die Art md Weise, wie BelMaaifc, f MM: dIOr gaflül, Stidilgalng haben, zu 

tjewicht u« dgl. eine unge&fa^ Zahl &uhtgelieti. i" ■ i; 

nnsgedfücktwird. Mansetztdasal^^ i. IhMniti.lMHfniy'derDQiu :: >ä 

Rieine Pronofnen eiUli'll vorauf, läsat dtoitomaolfi, Zeitpartäd: datätii. 

•das Substantiv z. B. Daoler, Stück, IHint '^dUsig verwandt mit däömlicb und 

-etc. in einer verlängerten Form, durch dnstdig i^.: unten);: Es bezdcbnk 

Anhängung von nei oder ener, folgeu einen Mensdien, der wie im Ttmmm 

■undMst dann die Zahl Alfio: ^Dao- berumgehtund ao handelt DsSdbst. 

foner fUTUg, 'n Stttekoner iamiert, DUs b5rt man auch noch zuweilen. 
\ OrBsohener watk Das letzte watt DatliatlfiltiiliDSBsdaoi^ dashatefih 

bezeichttet in diesem Fall: einige,:e6- :der Dussetei.gethan« Wer so handelt 

liehe. De€A8 wigt 'ii PoBtoier teil, üebst auch DtOf^eppv BMq^atot, 
'TtSfn Daogeier watt, 'n Schock« JNlBstfliL 

Wtftt'==: vor einigen Tagen, etliche dasUwst, daselbst 

i^dkock. ' - .WUWs, der Kopf, aherntCralsTadel. 

- ' daomaidt^dazwi^hen; daokRaod'i Ickaiao dinpp'aDUts; kiit 'ndmtf 

mank, zwischen dem Roggen befindet Däftts; eine andere Form, ist DUi^. 

(SfchRadel. > A4ject?dlftt8ldl'bedeutel!'duhini, ein- 

Düflielack, ein dämlicher Mensis^, faltig; heisstauchdettsck. ;- 

'" daomett l. ruht der Ton auf Abr daov&Br, davor und dafQr..lbk gfond 

ersten Silbe, so bedeutet (^ : naifttem '4aO¥lflryich8tähddavor.Dao?Ur8äw' 

Dinge; daomett heff 'k &m Slaoil, mit ick k^B Peiinig, dafür gebe ich kdneh 

^icis^m Stock habe ich ihn gesohlten ; Pfenning. DaOTlBr kamt ickpiCk, diu 

2. ruht der Ton auf der letzten, . So ist es für bi n i A oicht verafit#Wtlitt r - 

'die Conjuiict dass, damit^ - ' dt^ 1. der, bestimmter Artikel Mascul. 

dlAmebl, i. ohne Ueberlegung mtd u, F^min., das Neutrum heisst dat. ' R^ 

Zweck it^endwo hingehen oder etwas gel ist, dass der Artikel nicht declinirt 

Verrichtcm; 2. geistlos aprechen« V^. wird. Soll iin Dativ u. Accusativ der 

drlta und kl&SlI. . ^^ Artikel gebraucht werden, so bediait 

Di&meljocb'n S. Joch'n. man sich der Form 'n im Neu tft ^ z. B. : 

dao lieh Tita, elliptische Redensart h&st 'n Brod'r sta, ick keff 't BAfc lest 

beim Ablehnen eines Dankes-, staKt: Eine Art Genitivform ecscheitit in: 
dafür brauchst du nicht zu dauken. *& lacktS, 'S Aöbens; über diese ^sub- 

daon, 1. aufgetrieben, angeschwot- stantivische Adverbia in der GenitiV- 

len z. B. nach zu vielem Essen ; 2. Part form vergl. Gr. Gr. 3> 127 ff. 2. dieser, 

'Vondtaasthun, diese, dieses und jener^ j^^^- j^neik 

däümlich, etwas dumm erseheinend. In diesem Fäll wird de etwas Parker 
im Begriff milder als dumnu Substant. -betont, und hat eine eigene Accusativ- 
Mtmeli und DUmler. . form : denn' (n tönt etwas nach, wo- 

9aor, das Thor. alts.dör,gotfa.dai:Qr. durch es sich von der Partikel dCflll 

dt^fS.dao. . : . ;.- / . unterscheidet)^ .zuweilen wltdfltfdi 

5 



'fbt'baiiinsQgesetzi: : dÜB' ' 4lJI' Aein :Ewische& der Eörderöng und dem Ge^ 

.4a6tf; ^«fp ^ Ibr^auf di^i^Meke', iiill^ einige; dMsiggen, einigeren; 

:S* das relati Proik;: Iiai^figer äls^fwlcik, Aivön dMs -'dUs^ theils- tfaei^lsi 

*ii Frft de dat Kind s5cht ; Uklaow'bj de ' i :deig'a, tilgen^vertilgen, eigentliche 
datdeit ;iekUpik^nP&l,datisi^nich durch Zerdi^Uen (von ddbi);viE;rDi<;h- 

gtfWtodeit (AlsArÜkeitTf^irdesbach tet): Dat kaiüut jo Hicll dSig'n, das 
dem Süb^röfter ^iederholgiMtef rft, .kaöhst du ja nichCiiUfzehreD, vefrtijgen. 
ode^Sl, die Frau sagte ;.^e &1IIIB, de iDas^alts. f 6rdiilg<>n bedetitet dasr 
'tCiW;die'S6iine^cheiiib ?'^«' se^i i:.;? • ;? f - . * 

.> fBldkt^ def Lam'pendocht .: 1 -•: i "Mlttn^ Wi^nig ütiterschied^ ivon 
.' D^^altaJtbiof^theof^.derDieb. Dfe ,>aUeilLS; oben^ Esubtei^efioidet;^^ 
rKixideiisitig^öftec:iIltf;^Bi^Difl;Ddff Obauptsächlich Von ballen duttdi (Uts 
^leit 'i Mwl -f Gniekiaff. ' SprichWoit : dacchdiringetidje dshakende G^ä'useh, 
,de1dBÜl£ltw]Ha^ttrd6^^ mts Md^dfi hervpvg^btJRdit wird. 

lop'n. 2. ein verkohlter TheUÄmKeft- .Wer ander ThtirdeHartJdc>gfttläng^r 
zenlicht. ..;;•/ --/y-i^i; uhd anhaltender, wertn auqh nic^JfeiD 

. : . - ibfF% bSMFu^ stosseri^ . iM^bkigen. stark, als wer daran ballert, zu l^Ut^rm 
Beift' heff iök aflOefft, d^faabe üh «AU ^md ädicoEÖimge kräftige Schläge hin- 
.geprügelt. '-;; ' i' .J reichend, •../;•,. . -y 

-■•' Bhgj dei-Teig in Brotöder Semmä« dto, dienen, Diener sein. Eft dtat, 
goth, daigß. V/ • ' . er ist als Knecht im Dienste^ dat it'n 

t. lle£l3.Däg. 4totmi nichunddaomjBttkwniekdi 

'v/r^OeiM^y kindliche BiKienntmg der hUHi d^D^ ganz in der. Bedeutung des 
*ujpe. ' In Ditmarsfchen bedeubä 1^^ heuhd..', ; >> .: . \; 
-Äe^fegei.. r : DenaSubst. i. der Dünger iia Viefc- 

Deik'fjifieriiei; Denschet^- kommt stall; S.dasGedethen.-^ : 

.hur ib; dem Fhichwbrt: dat 41e^ de denn Adv«^ daiinf^stdtttu denn 

Jtf kftl^or Ä dass dich der.Teufel ! iber : dattj erst dies; diinn das ^ 2. wiejm Nhd. 
lineixiräimiJderniSiimei Dieselbe RjEt- /Dtast, derZjasta'nd/despj^liendj^ 

densärtdrücktauch hKufig eine blö^e .|Qn DblSt kficbt;.W«nngeÄStdn:in'n 
iVerwbnderungaus. : c , ■'- ' Dtast? wenn trittst du deitien Dienest 
: . ' (tell'n, tbeilen, an? ' ! » . 

•; dtfÄiS.:ffiD.. :.. " / r ' d%tief. alts.diop,diap,deop;.goth. 

: deist SL d6n. :diups; hast 'ü bät'n ta dtp in 1 9\» 

Deiw^i, Seltenereform für fitwl, kik'n, sagt man von einem Angetruiür 
der Töufel; davon deiwlmissig zur kenen. 

.Bezeichnung des Superlativs. Ver^l. j<:*Ilitol,' die Dirne, das Mädchen, aliU. 

.geflhrlichp . ., ) thiorna,thierna; entspricht mehr dem 

DM, der Theil, die Menge, goth. .neuhd. Mädchen, deBn.es wird mehr 

dails, alts. d^l, 'nganz DM, viel.; Das im guten Sinne gebraucht: Dieverhel- 

Verbam dMn lautet auch : deil'n^ alts. rathete Frau spricht, von ihren DtalB- 

.-dÄliab, godü dailjan. Vgl. taH ; wilFn jaol'n.' Uei&Dtonistein Liebfcosüngs- 

. Uns deiTl^ im Handel denUntersoMed wort. Ein Scheltwort wird «s^erst 



kL 



3ir. 

duircheitivorgeseiiztesAdjedt^dlUMlß ge{pe» T^uU. ionif> Strafe gUsikl^üldgl 

Stam^inKifidesgssang lautet: lAHei^- bleibend. 

I8Ues,Xi;rierr Dto» kosIßn/nBatder^; Dickkoj^ diietHiiQ]ds£ämiile<ai?y- 

Jmg's kMea^ 'a Dftw'adfeoki iXBOt. santhemumieüeantlieinum); In andern 
fi^a wiaM! Jaor weg. : : Dörfern, die Centatire» paniculatig üb 

: 9M,D&t,tias Tbter.ijedierArt.undL nogh «»dem Diörfmi, die Anthem%' 
Grösse; ;aids« dier, gotk dlus. Uadtot^- Cotula. . ., : < , , i ; 
ein faässtiD&es oder grosses und sdiäd- Bickpaax^ScbeU^örtfiif eitiehdtck* 
lidxes Tbier, vorzugsweise wird der bauchigen Menseben. .•' rufl 

Wolf so genannt DientauchalsScbelU, .'Diokttffisla^ Kartoffelbrei;:' V ;.; 
wort für einen Menachen, der sich^s i'^BIk^derDetdi und derTeicinnilts« 
eiiEwildes Thier gebdrdet ..- , ß.- V. dt0.:2m Angeb^bedeutetdiktatgrabefff 
■' DteeiAttSS S/DäsW/ i 7/ also Dlk das Ausgegrabene^detTeidü: 

: IMss'l, das'Däebsely Dachaheil ;i (kA ({itsciha) ; das Au5g^prÄben.0 abcc'otird 
ri^äMU^ba^diefi Zinintermanns94es;Bött;^ zur iEdbäbutig. dea Flusäiwdea: 
ebersunddesMuldeohauei^ ;".b vjj brapofat^der D^ich. .! ' 
' Dtoselkopp, Schimpfwort ^fpStari)^! . • dik'a, l. einemDleich macb^, odeci 
kbpf. . . r . j : .:. ün^ wicitern Sinnci am Deicb arbeiten*» 

:i4te«lir4(8Uwig,4te«U|lr^ Wi'hbBiaie gaa» Btcbt dikt^ wM> 

selbe, ebenderselbe. : • . »;•; haben die ganze NachtÄmDeicbegeat*» 

-. Diw'rl, Dieberei. ;i . ■:r''..j beii^!.2.iBit]fe.Niederung,:€tn^na;«ich 

dfcwsch, diebisch. < - ..v. naVSchutt,. Erde etc. ausflÜlen; Figo** 

'^ i(wtt^'4avU,wi[hrend; fiifa^^ck Ikb'säglntbah von einem starken Trio^j 

dttt d6, kaaast da daoMaa gaoa. r ^ i irnzMÜ gaar aidl tedKa. . .. ^ 

: Oiak(einsIlbig),Dietcich(Vopnsi6ü^). ; . ; fiitt ein iäi fnrißo.eirncbteeeo JHaö«»: 
dicht4>i^ nahie bei: . -. 1 fen Ton gemäheiiemKorn, Strok^od^- 

^•itic&t^hona, i. den crepjitus veiM^i Heu: In derselben. BedeotutigrJ^ gsi) 
nicht ibören lassen ; 2. verscht^iegei) ; braucht man auch : Mtt^ vom Holzeda^ 
sdij. •^- '. •'■?, gegeäd E!ll|;j; ■':'■ UU'.i 

>rdiek iShdlicb für di, Dat. Siug. de«, dta, (Pron.>^ ädn. . •'■ , 

zwi»ten PefSonal^Frouomei^ - :. y : JUa S. D8g. ..:.-: 

.; did:^ dkkt Wie im Neuhdv Hft Itt / Dä^}Dimin.Diag^^^ 
dieki er liat'^ich ypUgeg^^rH <x^ häufig, als Scherzwärt: f Qr :- kleines: 
gefcruakeü, im letzten? »lle^^JirkieirA) Kiqd im Gebräuch. ... *: l ' * T? 
dftllL -Beide werden aücb,v^cbulwl^l^: Dirk,Dfetricb.(Vomaihe). 
Hft k dickaa dteL Sftte dick^^^e.iüt DWl^'d^ Dietrich des Schtösae^s. 
säiwanger. Baltdieht ! sedv^^chwi^- dtrkeiBi mit^.dem Di«tri9h öfb^i^z 
genundtreu! Sid(dftr£baia,yoUstKB|? ijJ)tA^.Dert:: ■:■. :^ 
dig-dsa: erreicht haben, wa^nfiaQ be- Dtsk u. Dtsch, der Tisch, alts. diäk^ 
zweckte; oder : eirier Gefahr g$nzent-: Discher, der Tischler^ diachera, die 
g«Dg€W -teiij. diok laaok'ar.schw^n-: Tischlerei treibeit^-! ,* -..: 
gern ;jti^;Erflaa; intim? Ftisutide,;:./ : :Diatribat»raaUea. Für dieselben 
Dickd^ die Dicke^ .< . giebtes imPittd. k^&tbe8Qnd€raföc^ 

. dUttlUig,:.^,dic]^Ff^^^ men«. Die^tif. iybqgel^\v*M.d»ri3tU^^ 

5* 



38: 

'^ratipioß.U firiäztif!x^yM^]evijsir^ MeiwtieivBlUtlieti,Nttssen» Flüssen etßi, 
und so bei allen Zahlen. • • ii^ 'Gebrauch. : Dpp'l df^V'lli: DlBSt: 

- BtMl,derW«geddeich^€^'^^t. ftv biid'n, Jemanden embden, ob^ 

: Dt8t%Disteli EinePäaiiseen&milie^ ^ichdeflMende den Gfoidiiehc gern, 
die (Sattnngea Cirsiuim,^Cairduiis utidl bei sich sieht und eine ab^ddSiglichiei 
Onopordon umfassend, j godu4eino. ' i Antwort erwartet, öden ;iQbgleicfr er 

Diwwerk S. Döwwerk. . / w^s8,dass der Geladene nicht ersefaei-^ 

Sttbel^^iii weisfiför Flos^^iec^^ nen kannoder wiiL DfrweKad'n sind 

Diebel. ' die nicht ausgeglüht, sondern aus Man»* 

DöbbelB) DftbkeBSpiOier & Dopp. gel mi JÜuftzug erstickt sind. 
.' Bockkobmtnur nöc^ kit^li^Mck ^ dAkytfaueichiS; kk. •:■■ v 

Twlirn^^td ^nk^ eiu^ be^tUnnite AnzäÜb Dök , das TMk ^ d. h. 1. dicht ge- > 
Fäden Zwirn, Seide. ^ ^-' " l- webtes und gewalktes Wolkmeugiur 

i doek wie im Nhd,; davon ein Verb.^ KleHung, Pitiifal D6fc; 2^TiichÄUin 
dodl'll in^ Sinne von widersp^rd:heu. Umschlagen, Umbinden,. Hals-, Sülpp» 
Hat Jemand sich des Worts doob^alsi etc. dök, Pltir.DSk^, ondmteistmascuF- 
etwas WidöTsprec^endes) bedient,»so liniscK im Gebrapch, nicht «averw^h- 
erhält er wohl zur Antwort : ick Will' sein mit Dock (die Docke). . . ' . ! 

dl bi iÄlSkUf d; h. dii sollst keinen Wi^^' dokteiBi^ isinoi lArzfe. gebraudien, 
derspruch erheben. auch : sich selbst curiren.. . 

IMdyderTodundtodtDeDftdMppt dAm, als Endsilbe inCompositis, ebt- 
UWeft6rafft8i^tnan,wenn>eineisl« spricht dem nhd. th um. 
ger Schauder uns überiäuft d6d bltbX ' Dtalpäop , audi Dodeapaop , der 
sterben ;d6dmiOk^, tödtea Dattkaui Dompftff (Loxia pyrrhula). : ^ 
idLTlSr'oBddBldlUd'O, dasist^itim d6D (Pmes. d6, dei$; Imperf. da; 
höchsten Grade zuwider ;daokfl&n'jd Partie, daon), thun. alts. d6n. Steht 

deaDAd dacmm hftnuii, di*ückt emen öfter pieonastisch wenn du dälrt dftn 

grossen Schreck' oder Aerger aus ; du deist oder gar : ick frftOg of du Oli nioh 

s&tfttasdeDAdivördftdling^bliw'iif seggen können dön deist. 'tiswattto 

eine gewöhnliche Redensart, wenn bei dAil, keihesweges^ weit gefehlt ; H hat 

Schlägereien Jemand beüMtibt ni^r- watt to dta, €6 wirdi schwer halten« l 

mt götk doddCbiis, der Tod, davidhs, Sprichwort :4ib Grttt deittnichf SttASt 

todt; alts; fSr Subst. u. Adj. dod. * - ' kA&deKAdenHaosenväftr. ^. leihe:iii 

Dodenbiddersch, Leichenbltterin. dAmitlook'B DrTr, leihe mir doch drei 

Dodd% Eidotter, alts. doduo. Pfenninge. hIrdAn, darreichen, hinge- 

dAdig,todtenähnUch^Upp'tF«ldjlt*t ben. DAiBaol*tCflask«r. wrdAn, viel 

so dAdijg ftt| dieNatarist abg^orl)en ; Geld ausgeben j verschwenden ; sick 

steht auch bisweilen für: todt. de Aol ?frdAB|l/Siii' Weit oder zu lange sich 

isdAdig. . • '' "' entfernen, 2. prahlen mitetwas. niadAjif' 

DAdläw'r S. Quebbe. . :C sichiiadi etwa» umsehen im Sinn vöit: 

DAd Sterbens kraidL, zum Sterben Erkundigmigen^einsueheu; IdL will W 

krank; so hört man aadinlcäit^lten: nao'nlltBQmdAn, ich will Eritandi^. 

dAdsterw'n, sterben, ' ,; gungen einziehen, wo ein Mäckhenzu 

dA^ aks. döf, gotiu daubs, taub, von* mieäieri ii^ oppdAn, wird beäädders 



37 

von der. Spinnerin gebraucht^ .4ie den d6rdl| dur«li Praepos. u, Adverb} 

anf dem ScbdQS3 gaaz dUaue .av«ge- dOrdh-ftt^ durchaua. 

breiteten Flachs lose um ein H0I2; ddrehdräw'll^dMrclitriebeti. Dattis 

wickelt, woVaua der Wock'a (Spiun-, 'n d&rchdräw'n Bengel, der junge 

rocken) entsteht. nitdftB, m itgeb^n abef^ Mensch hajt sich eine Fertigkeit in losen 
meistnuf zum Borgen, : Streidjen zu eigen gemaclit, Den Be-- 
'JDSnkerFumiltAllyderHitfimelswa- griff der Unsittlichkeit sdiliesst dies 
gen, grosse Bär. =. Wort aber nicht ein, es drückt nur das 
Donna (eigentlich \Dftni8Se oder, muntere und schlaue Benehmen aus, ,. 
Dömze), diejStube. Da derLandmann d&rdlgaUeniydurchprUgeln. 
seine Stuben stets verschlossen hält döichgrisseln S« huddem. . .^ 
oboe frische Luft zuzulassen, so ent- dftrcbhaoril wird 1. vom Winde ge- 
widmete sich; in denselben ein eige^ braucht, wenn er empfindlich auf den» 
thUchliob dumpfiger. Geruch, der mit Körper einwirkt; 2. einen durchs, 
dem Adjectdönnzig, bezeichnet wird* hecheln, beklatschen und verläiundeow 
' i . D3p, (ße Taufe, aks. dopi ; auch der dSrchscIllkni S. Schüi". 
TanJEstein. dirchttll S.huddern« 

döp'n(Praäs«döp, dtiffsti Imperf. u^ dArobwaokeltt und ddrchwdk'b Si 

Partie, düffi:), taufen. Is't Kind idl dftfft ? wams'n. . ; 
Das Stammwort ist dftp (tief), goth. dBrn, si€k S. D6n 
diu ps,alts.diop,alsodAp'n= tief unter- D&rp, das Dorf ; alts. thorp. Das 
tauchen. . goth. doupjan. Kmd$p, Kitt- Sprichwort: I^ datDSrp batU nieh 
nlbtoy der Taafaiöt mit dem darauf fol- to kaon' wird gebraucht, wenn sich. 
gendemFestschmaufis, :/ Jemand in einem Stücke ganz unwis«r 

; .jpipnaom, Taufnam<»« Vorname. send, unerfahren zeigt. 

Dopp, der abgerundete Deckel. Bei Dilt u. Doitl, der weibliche Name 
uns nur noch in Zusammensetzungen Dorothee.; 

im Gebrauch z. B. Eierdopp, eine halbe : ddlteui^ dÖ|ftig=: dreizehn, dreissig» 
Eiersdiale ; Eckerdopp, der verholzte Man hört aber häufiger dlfittein, dbtftt* 
Kelch der Eichel. Mit diesem Dopp, tig, letzteres alts. thritig. 
Diminut Döbbk'n hängt zusammen do . D$rtfik, Dorothee Sophie. 
DftWknspUler, eigentlich: wer mit JP^rtlU', Dorothee Elisabeth. , 

abgerundet. Deckelgefässen (Bechern) döTWX dürfen. :^ 

seinSpieltreibt, wird von jedemKunsfe- d&8Cb'&i dreschen, auch prügeln. 
Stückenmacher gebraucht. Ebenso be» Subst. dst DASCbcnd. 
deutet dAbbeln überhaupt spielen, vov^ DöSCb'r, der Drescher, 
zugsweise mit Würfeln. Das Stamm- Döst, der Durst ^ döst'n, dürsteti;^ 
worfcktwobl das goth. di ups. VgL dfistlg» 
Gr.Gr.%A6. ' ^ • - Dow'b Hett'I, der Bienensaug (La-, 

Mr, der Thor. Sick dSr'n, sich irren, miamalbum und purpureum), 
sich täuschen. BdO beff Ick Dli dO€h DfiWWe(r)k, d.Männchen derTaube»^ 
d&tp darin habe ich mich doch geirrt,^ derTäuber, wird auch DlW'l, Diwwert, 
mit dem NebenbegriiF des Unerwatte- und Dttffart genannt. ^ 

ten..fl*lbeilvThorheit»:: .. ,Ite»bb,.PraW, derTr^b, be5onderj[; 



3» 

6^ PFejpdri^ ; dävöti df a^V^, tn^beüfim cfeeii von geSHÄdteift! Atisehen li.f estem 
Trabe reiten oder l«iifen. Beij^Men-- Fleisch-, oder: das Mädchen hat sich 
ÄJien drückt eis einen schnelleii Schritt niedlich angezogen. Im letztem Sinn; 
ans. ' /' helsät es auch xj^J'ohl: dat Tag sitf Ir 

- prach'n, der Draehen, den die Kna^ recht drall' öder: 8e kat sick dralF an* 
bell bei nrässigem Winde in die Liift' taog'n. 4. Auch vom Regen gebraucht 
Steigen lassen. Der Drachen, älsfabel- man dies Wort: 'tflg6Dt facht drall', 
toftes'Thier heisst: dcDraok. Vo-ss die Tropfen fallen nicht einzeln, son^. 
sagiE'im Winterao\Vend: Bist damit' derndi^f; esistelnMittelbegrüFzwi- 
Gonsten dcDraoli im kflimst dacb nick seh^ schwach und stark. 

dSrck deü; Schorstta. -^ drang (g bezeichnet nur den Nasak 

' 'Srägt bedeutet jedes Instrument laut), sich dfärigend, eng. DatFefiStCV« 
itfni Träg^n,^ dFe Tracht; besonders g^it^nglpl^ydarFensterklemmtsichir 
^ei-äeh zweierlei Gerä'the däfunt^^ De St^welü BltVo SO^aog, dieütiefielii 

föi'Stiandenr zuerst ein in der' Mitte' sind mir zu ^nge. - ■ -> 

ausgeschnittenes Holz, das wiagerecht ' Drafik, der Spülicht, besbndecs. beim 



auf den Schulterh getrageti- wirdV-Jan Branntwein und in der Küche, 

dessen tfei(fen'gnden steh Sl^'tefflftlfa- ftfafik maokt fett* SwtoV von Nicäits 

ken befinden. Es wird zum Trafen kottimt- NidWs. Daher Draikttlll',' 

von Eimern, Körben ' etc. gebmucht Toni:»e -z. SpüBcht. Draik, der Trank) 

Diefee AftTrage heisst: Sehaim^ 'Das (i>otus)heisst im 'iJts. ebenso. • :- : 

Äveit^^rkzeogi«f&lörg'(S:ob^) -dtäpXP«iesid.rüp,^ripp8t;Imp8rf.. 

ä&ijh BraOg genannt. Dat^us geWdre di^ep und dröpp^ Partie. drabp*n),tref^.: 

ab'g;eleitete Bedeutting desi Worts- her J fen. hast'n draop'B/ hasfc du ihn ange- ; 

vor, nach welcher eine Last, die ftiit troffen; de Kätthäff'k mit 'sKa&ppl 

eitiem Male getragen Wird, Dragt draop'il, die Katze, nach derieb mit 

heisst. In Waoterdragt, Holtdragt* einem Stücke Holz warf, habe ich gen; 

gilt ^ie erste Bedeutung; in: *n Dragt troffen. Desk' kebb ick reckt draop'a^ 

Waoter, DräogtBolt die zweite Be- den da habe ich durch treffende Worte, 

deutung. = ■■ dürchBilder, Mienen, Ironie etc. über- 

drair i; stark gedreht. DeTwIm is haiipt indirect aber wohl verstfindlich 

80 drall'; 2. hurtig, rasch.- 6aÖ drair rWeitie Meinung zu .erkennehgegeben^i 

to, lauf rasch! 3. von Personen ge- woran^WT>hldenk'c«soll. Vgl. auch 

brtiüüht, bedeutet es ein rasche«, mun- kapp- &. keMp'A, bei der That ertap- . 

teres Wesen, daa-^ür' situ* schcto ein- pen-;illdräp-D^eintife&n,wahrwerdeti;^ 

nimmt; oder eine jurig^ PersM ^ ^ie bedr&plicku. dr&pUck wlrdbiesondetst 

sitb durch efine gesunde Gesichtsfarbe vom Mlidöheh gebraucht, wenn es, nett: 

und runde Muskeln auszeichnet j-jödet*' abef' einfach gekleidet, wegen seiner/ 

eüdlich,'wenn ihr d. Kleidung gutsifet. ganzen körperUchen Haltung Stuf den; 

Dat is .'n draHe D^ kann heissen : dag efsten Blick geföllt, mit dein Nebfenbe- 

lVfh*dcfhen ist ra^ch auf den Beinen^' b^r griff de&Gewandten und Rascheabeim 

^ist ein kleines (denn von'VerhaltnIks-» Arbeit«i. (In einig. Gegendeniscblieast 

massig grossen Leuten wird Üas Wort es den Begriff des Gezierten ein>iind 

ift6ht' gebraucht) g^rüngeneft-MM- spricht dann einen Tadel aus.')|iedr%^fl 



.39 

.f tlOI^ ^efiiett eifiihergehen;)- Verföbit iti^vi U dröliDen, durch eine hef- 

'dds;Mddchen dabei mit'lGeisl: und Um*- t%e. Bewegung erschüttert werden, 

sieht, so heisst;e8^begwippt, von svipp .dat dniinert» dat de Finstern dri&|'. 

t= behende, hurtig, engl, swift^ Nach Dat m{1 Im BOChbngin'a Kopp (11^4' 

.Adelung ist ledriplicll V. bedriwen, Häörn) dräön. Sprichwort = daran sdl 

betrieiben, abzuleiten. er noch langenden kea^ 2. Langsam und 

^ ' Draps 1. ein Schlj^, im Begriff etwas eintönig sprÄchen, ^läufig mit^jem Ne^ 

stärker als KlappS, aber schwacher als : 'benb^rijBF, dassd&s Vorgebradite nicht 



. SpUa^. 2. treffende, beissende Worfe. hätte gesagt werden sollen.. Bh df äi|wt 
De hat 'n Dräps weg wird in beiderlei dao watt henn,: ier/spricbt da Etwas, 




' /dX'm^^föhety. ' • •--' : DtäöBer, w^ eintönig oder irfcht 

^- tfrawäiß'nj hin und hergehen, aüch ^tnitder nöthigen Ueberlegung sprich^ 

seblechtweg für: gehen. ! stärker; opdi. ist: DriOnkSttel, Dräita|- 

" • DraotSubst., derDräth,FÄdeö. Da- .UM. Vgl kjäön und däöDaeto. .j 

vohdrIÄdig/womitman dieeinzekieh . DliAnang; schmerzhafte Empfii^ 

GämKdeh, aus denen ein gezSvirrfter düng in einem Thcile des Körpers vpn 

Faden zusammengesetzt ist,bezeichnet^ ei ner äussern Einwirkung herrühren^, 

tWMräOdig, Tfirdrlfidig Garn ist also Wer sich z.B. die Spitze desEllenbo- 

einGam, dessen Fäden aus zwei, vi^r g^s, das sogenannte K&nuiielec](€lie]l 

einzelnen Fäden besteht. ■ stark stösst, empfindet im ganzen Vojv 

dtäod, drao, Adverb, (aks. drädo, derarm einen Schmerz, dann sagt man : 

statim; goth. tragsan, laufen), ge- dat dridnt döieh den g^tnzen Am^ de 

schwind^ bald. Daö küim itlt eben 80 DrifinunggeitdfirchdeiiganienArm^ 

draedbenkaom', dahin konnte ich eben dläftteln, träge, verdrossen sein, 

so schnell kommen. dräAtSCh'n wird vom Regen ge- 

Draogband (Plur. Draogbftns'r), der braucht, wenn er beimNieder fallen oder 

Hostoträger. Schlagen an, dieFeustern einen starken 

dtaeg^n, tragen. goth. u. aks. dragan. Schall hervorbringt; wohl dasneuhd. 

• Drao(g)klp=Kip. dreschen. Vgl. auch träötscb'o. . 

Draogknobb'üi Bifitknospen der dr^,drei. Hft8&t&t,a8skunnbiiüeb 

Fruchtbäume. > ' > ixh teUll^ er siebt sehr d umm aus. : . 

■Braok S. Drachen. Dreck 1. Schmutz auf den Wegen; 

' Dridk'l, ein kleiner Junge u. Knirps. 2. btWlij^ von Dingen ohne Werth, im 

"^'•-DrMfllidas Zettelende beimGewebe, verächtlichen Sinne, 

defletzteTheil des Aufzugs, der nicht ^ .dregUIg, schmutzig, kothig. 

meixt • Jpit Einschlag! versehen werden Dieckswalw, Spottname d. Maurers. 

.)um&; datin dies-abgesphnittene Zettel*. ;: dlMuwWiett u. drlföohtig bedeuten 

ifnde^dw^ebrauchtwird, umdieLeitK beide dreifach. 

Watid, Behufs des Befestigens auf der Dreflband S« drlw'n. 

Bleiche, mit Schleifen zu versehen, , Itoeföt, derRhdnferrn (Tanacetum 

iki^Pl>eratLo|iheisst;b^I^'ftt: )fulgöfe).\ 



40 

drtg*n(Pr. drUggst; Impeif.dltög; haupt&ächlich vom Regen gebraticlil; 

Partie, draog'n) , täuschen , irren. Hft wenn eriä sparsamen kleinen Tropfen 

Mggt Siek, er irrt, tfinscfat sich. alM. herilbfällt alts. driopan. 

Üriogan, bidriogan. Davon Drtgeit, Dripp'hfaU, Dropp'nfilll, die Dach- 

üetrtig. traufe. Hlsdripp, ein and. Nasenspitze 

drfthaoriK S. drihaorig. - hängender Tropfen. 

• drern, drehen, wenden. drlst 1. dreist; 2. rasch, schnell. 6a0 

Dreikftl auch Dreilocki der Strudel ^|g| ^ ^, 

^^^^' Dr!w',Kanal, der dasGossenWasS^ 

' Drtf amm S. Warp. -^^ j^^^ Strassen abführt. 

" Drelly derDrilUch, ein leinenesGe- , 

•Vebezu Tischzeug nnd HandtUchem. ^^^ (I^P^^f- '''•^^) ^' ^^^ 

Drtmagfr, ein dreieckiger Hut p?»' ^^f^^^t^^ f "^- "*»* «• 

DrteclLunbeackertesmiteinerGras. SchaopallaffdriWIl? hastdud.Schafe 

'«arbe versehenes Land, nicht mltBmok . Schon aus.dem Stalle getrieben? 2, im 

•(Bfache)zn verwechseln. DatLudkitt abgeleiteten Sinne durchhecheln, be. 

lang illDrte«h lä^ das Stück Landes Witschen, nur im Begriff «t«rker als 

IstUngeunbeackert geblieben «rid hat, »»«ides. Efe drlickt ein unaufhörliches 

mit einer Grasnarbe versehen, als Schlechtreden gegen Jedermann aus, 

Weide gedient. ein Weibsbild (denn von Männern wird 

Dre8p,dieTr«pe(Bromus8ecalintii) «* "''-''^t gebmudit) . das Nicht« als 

'• «resselB, Dressler, drechseln, d^ Schlechtes von Andern sagt und sich 

Drechsler. ^°" einem Hause ins andere in dieser 

• drSwsch, widerspenstig, anfsStzig. Absicht herumtreibt. Das Eifrige in 
IWft von driw'n, 1. die Trift füre dem Verläumden ist der Hauptb^riff. 

Vieh, besonders wenn dieselbe zwi- ^'^ «'^'^ Bremischen Wörterbuch 

sehen bebaueten Feldern geht und der l^^'äst dntt der Eifer. Daher ist DllW- 

Weg durch ZSune von dem bebaueten ^1««^ ^'^ ^'fl stärkeres Schimpfwort 

Acker abgegrenzt ist. 2. eine Heerde *^ KUtscMutteL 
Vieh, 'n drlflMe. 3. das Rad am Brfw'r, der Treiber d. zahmen Viehs 

Spinnrade. besonders beim Transport von Heer- 

drlftaom, eifrig bei der Arbeit und ^^'" 5 «^""" ^'^^ Wildes auf den Treib - 
dieselbe schnell beendend. >gden- Swlndrtw'r,. Scheltwort für: 

Drihaor, ein munterer, muthwilliger Herumtreiber.^ 
jünger Mensch, von beidenGeschlech- **** u.bedröft, betrübt. alte.dr6bi. 

tern gebraucht. Adiect drihurirund Mfl»»». BedröflUSS, Betrtbnissv be- 

drehaorig. - drftw'D, betrüben. H6bedröwtkta|Ii%- 

drink'B^ Verb. = trinken, ^th. n. «*«». «'^ ^"^ Niemandem zu nah«, 
dts. drincan. DrAg, Betrug, Tfinschnng. De DroB 

Drink'B Subst. = das Getrünk. Wl IS 'oDrftg, der Traum ist Täuschung. 

h&nun kto Drinken int Hfts. - De Stlweln sftnd app' DrAg muHA, die 

drtpp'n, lecken, in einzelnen Tropfen Stiefeln sind schlecht man wird damit 

herabfaDen lassen. DatFattdrtpft,das betrogen. 
Fass leckt. DasFrequentdrippelÄ wird drH»iroeken. bolld.dro<^todr9| 



41. 

tu PldWtti ganz trocken. DieselbeQe- nich deit, yas geschieht nicht in der. 

demanghntknaokeildrög. Hi is UOell Trunkenheit Yerdnnkeill. ertrinken.^ 

BIDkdr&gachtefBdreDyeristopch jung. Hftluttt sick Terdnukeii heisst; er ist 

drSgfttgfilly ernst aussehen und doch ertrunken, aber auch: er bat sich er-, 

dabei schalkhaft sein. säuft; 2« sein Gekl, Vermögen durch 

drBgStaon, wird vom Melkvieh ge- Trinken vermindern, 
braucht, wenn eskeineMilch mehr giebt. dnUUl'ri darunter, darz wischen, t^ 

De K5 steitdrDg. wIndrAg, halbtrocken, sflnd Ak Wickln drun'r (unter den Erb- 

drAg'B, trocken werden u. trocken sen). Dat geit drUwIriUldniBlÜ:^ das 

ipachen. geht sehr bunt her. 

DrOgniss und Dr&gmti » DOrre^ dn^p, darauf. DmpplAs gaon, aii 

Trockenheit. etwas losgehen. 'twassdnippiUldraUy 

. Brom, der Traum; alts.dr6m. es war nahe daran. 

drtal' 1. träumen, alts. dromian; Dmssel (8S ganz sanft gesprochen), 

2. bildlich Träumereien nachhängen, der Schlummer. 

auch3.1angsam,wieimTraume, gehen. dniMCln, schlummern. Laot Ifti'a 

DrAtnklöt, ein träumriger Mensch. bSt'n afdmssebl, lass mich ein wenig 

Dropp'll,<^ei'Trppfen,Dimin.Brftpp- schlummern, iadmssebl^ im B^riff 

k'n. Datt iss, ass'ft DrSppk'n Vaot'r sein einzuschlummern. 

llpp'nhH'nSttn=l.dasstilltdenDurst; drfts, drflst ==.^mst, finster, un-. 

nicht ; 2. das hilft so viel wie garnichts^ freundlich.. H( sSt SO.drftst ftt, ersieht 

• dnickseil, zügern, zaudern ; 2. lange finster, ernst aus, wobei es unentschie- 

Zeit ohne Nutzen bei einer Arbeit ver- d^n ist, ob das finstere Aussehen natilm 

iwuren, mit derselben, nicht zum Ende Uch oder Folge einer Innern Gemüth^ 

kommen. . bewegung ist Bei der Redenatrt: U 

drlldd, ier dritte; alts. thriddl IQaokt *ll drfts jEresickt ist zwar eone 

Drftf, hölzerner Griff an eisernen kilnstl. angenommene Miene gemeint^ 

Schneideinstrumenten. aber es bleibtz weifeihaft, ob dasfinstere 

dmirn, quellen, hervordringen. Dat Gesicht Ernst oder Scherz sei. Die iq 

BMtdnilltrftt, das Blut dringt stark aus einigen Gegenden Norddeutschlands 

der Wunde. Vgl auch sip'n. ttppdml- vorkommende Formel dat di deDrft^ 

Tu, auftreiben. DeDftg drällt Qpp, der kennt man in der Altmark, so viel ich 

Brodteig hebt sich gährend, weiss, nicht. 

dnunmebi, mdmmmelii, drusseln.. drüttein u. drfittig S. dörtein. 

Drttmp'i, Trflmp% auch Troppel be- DrÜW* die Traube, davon dasDimin. 
deutet besonders das Dichtzusammen- DrttQ^|tugu ft : 
stehen von Bäumen oder Pflanzen in so lhl|fVVDedeutet einen verhältniss- 
fern das Ganze nur einen kleinen Um- mässigj^einen aber gedrungenen Men- 
fiing hat, z.B. Drflmpl oder Dropp'l sehen, dessen Körpertheile gewisser-^ 
Da&Qi'. massen traubenweis an einander ge- 

Dnink I.Trunk, alts. drank. Gifnii drängt sin4. Davon dmwwelwis^ da^ 

'a Oruak Bftr ; 2. Trunkenheit Hft kat dem neuhd. trupj^^eise am besten ent-j 

sick vpp'n Drnnk leggt, er hat sich der spriclit. Blumen, Fr Uchte, Kartoffeln 

Trunkenheit ergeben... Wat de Diank in der Erde, die recht eng an einander 

« 

« 



Stehen oder liegen • bezeicfanet; man \ doli, toll, äks, dol. Y&ftr doli noUhfd 

durch dieses Wort. '..', Ja^,'wie rasiiinig laufen. Dat wte 

Drtwn&geik, die fiartnelke (Di^- dbcM to dnH, das Nvsfre doch zu arg; 

thus barbatüs). DuH HB Vtlll wörtlich toll und voll, wird 

. - . ■ ' ■ . ■■ ' 

dn(dll,di,Plur.ji,ju)=duPron.pers. gebraucht von einem besoffenen Men- 

dflcht'n (Imperf. ü. Partie, ducbl), sehen. DendHlIenbtg^dderdast^erb.: 

dünken, deuchten. Mi dtttjht, tnir duU'!!, sehrheftig werden. Dann bedeu-r 

deucht. ;' ' ' tet es auch : geisteskrank. 

dttlüü^ u.ihiclitig (vöti dsng^y tau- DnlKni u. Bnllerhaor ^äfn, leicht 

gen)= tüchtig, als Adverbium des in heftigen Zorn gerathen. Dasselbe 

Adjectivs dlgJT, dSgst ^u betrachten drückt den ftulhiroiillbebb'n aus. Dem 

(S.öben). BttcMigeArtieit, vollauf zd letzten Ausdruck liegt die falsche Voi*^ 

thun. Stellung des gemeipen Mannes Äum 

' di(d)'B, deuten, erklären ; davon be- Grunde, dass ein Hund nicht toll wer- 

dt(d)'D, bedeuten; fttdi(dyn, ausdeu- den kann. Wenn ihm ein Muskel unter 

ten; andlt(d)'ll, andeuten, feietlicKan- dei* Zunge, der Wurm, herausgenom- 

fetndigen. ' men'^ird. 

Dftffert S. Döwwerk. Dl^hllis, das Tollhaus. ; ■' 

dftk'n eigentl. : tauchen ; in welchem Ihdikopp, ein Mensch, der lercbtr iii 

Sinn es aber nur in zusaniffiengeÄetzJten heftigen Zorn geräth. Das Ädject. ist 

Föhnen vorkommt, f,B. imnerdftk'ii dnllkOppig u. dirilköpstb, 

^1. untertauchen, im Wasser; 2. sich Dllllkrtt,derWassersdiierling(Ci- 

verkriechen von Kindern unter das cuta virosä). ' ; 

Üeckbett. Sickdnk'n, sich blicken. Dto Dnllmannsweik, dieHafndlong eines 

ftiss^ Ülftkt Sick daol. : to dftk'D, einen Verrückten. 

durch Worte oder harte Bfehandlut^ Dum Dimin. ftälAk'n, der Dauijien. 

«um iWathgeben, SchSvelgen bringen. Hi hatt Wat vSl'n Dftm bedeutet : er ist 

Vppdftk'n, auftauchen, t'esonders im nicht ohne Geldmittel. Wenn Jemaiiä 

bildlich; Sinne. 8( dCrf nicb Uppdftk^, mürrisch und verdHesslich ist, ütid ein 

er darf steh, auf keine Weise wieder Anderer will ihn umstimineh, so singt 

her vorthUli, durch Reden oderHähdeln. er mit emporgehaltenem Daumen, den 

DBker, der Taucher, gewöhnlicher : er vor dem Gesichte des Mürrischen iuf 

Waoterdfiker, ist zugleich ein Spif^ und niederbewegt: Sfist dU mlnDfim- 

name für Jemanden, der his Wasser ge- ken, SO mSstttt WOhl lacben lind wie- 

fallen ist. ^ , derholt dies einigeitiö^, wodurch in der 

düknackig, düknaelfti dtfkidtig :=^ Regel der Zweck erreicht wird. 

nfiit gebeugtem Kopfe undt^kln ge- Dommbaort, Dumerjäon, Dnmmanllt 

hend. Gaonicb 80 dtfbackig'fedeütet gemeineSehimpfwörter::^Dmnmkopf. 

also so viel als: Halte den Kopf in die dmBpi]g(, dumpfig'. ' 

Höhe. Das Verbum davpn heisst : dftk* dftp, angetrunken, schwächer . als 

naokli. Aehnlicher Begiriff liegt in besäop'n. HMs allDaog dtjckim dün, 

dflflings. He leggt sMi dOffingS nedder, er ist täglich betrunken. Vgl. auch dick, 

er legt sich mit vorgebeugtem KOi'pei! 81ip'll»mohlIli. 

nieder. ' DtoVllÄuinfeaer, Daunen. 



4% . 

; dOBtt Zeitp«rtikel ?= da» dann, damals^ Mniliig, dieWei dien bei Menschen 

auch darauf; dient ia der Erzählung und Thieren ; 2. die Schläfe« 

sehr häufig als Uebergang und Fort- dunntomaol, damals, sonst. 

Setzung der Erzählung, meistens :rait Dftr, Dauer. Dat IBBicb UppdeMf 

voraufgebendem in; statt donn steht MUiflk% das ist nicht dauerhaft genug 

auch eb^n so ^oft : . dAO.. Fast jeder Satz gearbeitet. . ^ 

in der ^Erzählung beginnt mit nn da^ dir,theuer, alts. diurL Dat Holjt Üp 

oder nn dnnn. . npstnnds recht dir, das Brennholz i«t 

Dunky aufgelockerter Werg, der iij jetzt recht theuer. Sprichwort: Bi%9t 

Cylindei;form lose zusamjnengewi- fA^ aS8 d' dttre Tid, ersieht ganz ver« 

ekelt wird. Das Sprichwort : Vh Uckt hungert aus. , . 7 

asa'n Ifts ftt'nDnnk H6d' wird von Je- O&r u. Gedir =: Ausdauer, Geduld, 

mandem gebraucht,der ein freundliches Heff man GedSr, gedulde dich ntir. Dt 

Gesicht macht. liastjo gaor ktaDir. 

Dnnneralts.thunar, der Donner, wird »ftrappel, ein Apfel, der sich den 
öfkakFludiwört gebraucht Dimer nn 2;'"^^^ hindurch hält; heisst auch 

IIaog1,datdideDnnner,dao gell jode waorappeL 

DimerinsUUHI. Vgl. aochBUtl. Dm- dnraobel, dauerhaft gearbeitet.. 
ner kaol ! ein Ausruf des Eretauneiii, ^ ^ ^^^^ *^rare = 1. dauern, aus- 
der Verwunderung. dauern ; 2. bedauern, M itleid mit einem 

^ .... * , ., , haben, Hidturtmi,ichbedaureihn. 

Dnnnemettel, d. ausdauernde Nessel 

(Urtica dioica). Er schützt nachdem ^^™™^*' ^'^ Theurung; dagegn 
Volksglaöben gegen die nachtheilfgen J™«* die Dauer, Haltung; dat Tttg 
Folgen der Gewitter. Wer Bier im Ei- MtktaDÜmus, das Kleid etc. hat keine 
mergäliren lassen will, legt bei heran- Haltung, es zerreisst zu leicht. 
nahendemGewitter eine Stange neben DOS S. Dans. * *y 
den Eimer. Wenn der Landmann den ™""^*» ^^^^^ *lt«. thusendig. 
Flachs in die Röthe bringt, so belegt er dfiSS, dfitt, dieser, dieses; Pluralis 
die Flachsbündel zuerst mit 3-4 Stan- dflss'. Flir das Neutrum wird auch 
gen des Nessels, dann erst kommt das das Neutrum des Artikeln datt ge- 
Strauchwerk u. die belastenden Steine; braucht, doch mit dem Unterschied^ 
geschiebt die^ nicht, so macht das Ge- dass dfltt dem ce-cl, datt aber dem ce-lA 
witterden Bast mürbe. entspricht, wie imNhd. in der Form: 
Dmnersdag, Donnerstag. dies und das ; plttd. : dfltt in dätt 

Dnnnerkil nennt der Landmann die dissen, dilSeln, dflssell (SS sehr 

in den Hünengräbern häu£g vorkom- sanft aöMMpt*.), durch einen Schlag 

menden Steingeräthe. die sehr häufig auf den Kopf Jemanden so betäubei^ 

eine keilförmige Gestalt haben ; nach dass i^ schwarz (düster) vor den Aur 

dem Volksglauben fallen sie beimGe- genyird. Noch häufiger ist dieabge- 

witter zur Erde. leitete Bedeutung von schwindeln im 

dfln'n, dünne. Sprichwort: Segelt Gebrauch^dnon gewöhnlich dflselnge^i 

dftrch dick nndflnn bedeutet: das Mäd«- sprochen, mag -der Grund desselben 

eben lässt sich keineArbeitverdriessen. von .finer Krankheit oder vom Trunk 

6* 



lierrflhren. Ddher Ja^ Subst lltgcl, der der Täiiber; er ruft: Hq lutmi 1 1 all ! 

Schwindel, dttslig, seh Vindlig, i«i kann t 't all ! ' '^ 

Dussel, dosslich, der Zustand eines Dflw'l, der Teufel; alts.diubal. Bat 

TÄenischen, der sich benimttit wie ein dl de Dtwl ist meistentheils ein Aus- 

duseliger. Dq bist immer in' Onssef ; ruf des Erstaunens, kommt aber dazu 

Si nich so dnsslich sagt man zu einem ein Verbum z. B. plaog^Titt oder ahn- 

^istesschläfrigen, der auf das was ihm liöhe, so spricht ts einen starken Tadel 

gesagt, gezeigt etc. wird, iiicht achtet, aus. De DAw'I ritt im heisst es von Je- 

tJtler gleich wieder vergisst,Bestellun- mandem,der schlechte Streiche änsübt. 

gen verkehrt ausrichtet. Er heisst ein Datgeit ttäo düSentDtwl, das geht ja 

Dnssler. Vgl. diöslig, diöseln. toll her. 

Dnsseikopp l. so vlelalsDussler; dftwelhaftig. Bezeichnung des Sa- 
li, em Betrunkener, perlativs. S.gefahrlicL 

dftSSld, dtltsld, diesseits, üp dSSSfd Dflwelsknap,TeufelsknifFe,Zauberei. 

den marcbt, diesseits des Marktes. Dftw'nkntsoben, S. Schöblöm. 

DÜSt, der Dunst in dem Sinne von * dUWWelt^ doppelt; dnwweltnndr^ 

ganz feinem Mehl, was beim ersten fltdl, völlig ausreichend. Dat bat lA 

Durchgehen des Korns durch d. Mühle 4ivweltnndr(fachweddergAtmaokL 

^zeugtwird. Daher Ütdftst'n,d.Brod- DlWW'l-KOmm'l, starker Brant wein. 

kom nur einmal durch dieMUhle gehen Dwang, der Zwang. Im Alts, und 

lassen, um mehr Kleie zum Viehfutter Altm bedeutet dhvingacogere, zwin- 

2U gewinnen. gen; imAngels. dhvangligamentunu 

dtster, selten dnster, älts. thiustri =: dwaoFn, irren, herumirren ; 2. ohne 

dunkel, bat auch im Nbd. sich das Bür*- Gedanken umhergehen ; 3. un verstau- 

gerrecht erworben. So dflster ass in'n dig [sprechen und handeln, dwasseln 

Sack^stockdunkel; in'DflStem, in der auch ,qnasseln(88 sehr sanft gesproch.), 

Dunkelheit Dflsterbrtgg' eine BrUcke wovon dwasKcb, qnasUcb; dwatsdi 

in SalzwedeL undqnatSCb=unverstäridig,verschro- 

dflstrig, ziemlich dunkel. ben. DnbistdwatScL dwais goth.= 

Dntzbri^'r, ein vertrauter, brüderr ein Thor; im Alts, bedeutet fordnclan 

ücher Freund, mit dem man sich dutzt durch Zaudern die Zeit verlieren und 

Die letzte Silbe ist aus Broder, Bruder, bidnelian morari, impedire. Das goth. 

zusammengezogen. d valmon bedeutet thöricht, wahnsinnig 

dntsig, dumm, geistesstumpf. sein. Terdwaol'n, verirren, vom recht. 

Dntzkopp, ein dutziger Mensch. Wege abkommen, auch im figürlichen 

DftW Plur. Dftw'n, dic^auli^ goth. Sinne fimberdwaorn, wie ein Verirrter 

dubo, alts. düban, düfa. 'tt'ipfei* Dftw umhergehen, ohne Zweck. 

Indt 6k WoU "n Ärf t^ der Dum^, Un- dwas S. d wer. 

geschickte etc. hat auch bisweSxilück. dwatsch S. dwaol'n. 

Verschiedene Spielarten von Tauben Dwtl, Handtuch, von J. H.Voss 

sind: Feldflllcbfr, KrOppYi Elster, auch ins Neuhd. aufgenommen, alts. 

Dtmml'r, Kew'n, lAmkt^, ScHeier- Hantdwamitla , goth. duahita ^ ein 

dftw',Iaondaw',Trniniineldftw'. Waschtuch. 

Dftwk'b das DJmm. davon. Dt#er, dwelmem, irrereden, still delirireti. 



4S 

dwilr, qu^f, sc^*ge. Ih^ IOwIt der andern MenjBcfaen gewissermaaen 

plög'Si den Ackernicht bk>8 ki di lAngt in d.Queredurchschneiden ; am meisten 

Sondern auch in der Breite, quer über, im Gebräochv. Kranken, die sich nicht 

pflügen. H( waont dwSr iftw'r, er selten in einer solchen Stinmiungbeünw 

Nvohnt schriig übcfr. dwCl OD dwass, ein den. Die letzten Silben B&gel sind viel» 

Pleonasmus; denn dwass, aus dwarSS leicht mit BfirgdB, tirgebl (S; unten) 

entstanden, bedeutet dasselbe. alts.und verwandt Vgl. tömV 

altQ; tbwer. DwSrsack, Quersack. .{, 

Dwftr&cksoh S. Äcksch. dwing'n, zwingen. 

Dwem&g'I, ein Mensch, d.mitNichtB dwln^AmherdwUll^dwaorn^tinL* 

zufrieden ist, der Alles auch dasUnbc^- herdwaol'n. 
strittene tadelt^ dessen Ansichten die 

Eekl. die Ecke: S. kurze Strecke ren und zwischen den Augenlidera. 

Weges. Ickwiltnoeli'nEckiiiitg««»; Adject eddiig; mbi dg'n stnd'gloi^ 

'n Eck hnmemlUlBstto, nicht weit hin- geusoeddrig. 

ter dem Meilenstein ; 3. auch von der EdebftOr S. Aodebaor. 

Zeit : 't iss all "n Eck Jaoi hBr ; an all'a eff und efft, oder. 

Eck'n nn Kant'n, überall. egaol S. 6ngaol. 

Ecker, die Eichel u. Buchnuss ; von j«-. j jjg ^gg^^ j bekannte Acker- 
Ek,Ea, dieEiche;8lk'll,ausEichenboIz g^^gth ; 2. der Verstoss zu beiden Sei- 
bestehend ; Elkappi, der Gallapfel, ver- ^^^ ^j^^ j^j^^ Gewebes; die Saalleiste, 
nrsacht durch die Gallwespe. DIege- Dati88S!llEgg'imP16g, das ist seine ge- 
föllte Eiche beist meistens EikbAm. wöhnlicheBeschaftigung, die ihmNah- 
Eckerkamp, ein Eichengehölz. ^^^g „„j Unterhalt verschafft 
Eckenwia, ein Schwein, das mit . , - , . 
•Eichebi gemsstet ist. '« MWllfc, zu einem bestimmten 

Eekschapp, Eckschrank. Zweck. Ick bin ignswärftdaDiili* 

■ eckrtern, quälen, tribuliren. Dn ^«*»»"'"' "'"^ """ ';'^^^^''^^f •"•.' 

eckrteret en'n Ak'n ganzen Dag; im dirabzumachen,oderRUcksprachemit 

Hannoverschen heisst es: Ingsten, dir zu nehmen, oder Erkundigungen 

woraus unser Worr vieUeicht entstan- ^^''^^^' einzuziehen u. dgl. bin ich zu 

jgjj . jj dir gekommen. Scheint aus e i g e n u. 

td,derEid, im Alts, ebenso. Gewerbe(farGeschäft)zusammen. 

Eddelmann heisst schlechtweg der gesetzt,^ sein. Ich habe ein eigenes 

Gufebesitzer in einem Dorfe. DenEd- Gewerbe (G^hfift) daraus gemacht 

^elmannstnUsflodrechttett Ebenso Eicl(l,eicbelnu.hetkeln, der Ekel; 

-EddelgM. Eddelhof. KeFonn:Adel Ekel empfinden und erwecken, 

kennt der Altmärker nicht Eidopp, Ei'rdopp, die Eierschale. 

edder, oder, nicht mehri^el im Ge- Ebnen S. Achel. 

'brauch. eiXü^bkoseni über d. Backen streU 

Edder, derEiter ,(pas)in d.GescbwiU chen; vom Naturlaut ei (gedehnt gtf- 



sprocheti) ien die Kinder Üiertetfluei; tll(ditCäl'dina1;zah) ein; vom Artikel 

sprechen. 'Bleicht durch d. lange e zu untersehet» 

fiSüh auch wohl ateth^ Ad ject, und den. Nur bei dieser einzigen Cardinal« 

Adverb. Ä garstig. ImGoth. bedeutet zahl findet eine Art yon Declination 

AgiS die Furcht^ der Schauer. Nimm statt, indetn der Dativ u. Accusativ im 

iat Biob, t iStÖBCA ißmd den Kindern MascaHno u. Neutro to'ü heisst, in alle^ 

zugerufen, wennsieetwasUnreinlicbes übrigen Fällen bleibt to unverändert, 

oder auch Etwas, was ihnen schädlich Steht das Neutrum substantivisch so 

werden kann, oder was sie verderben heisst es: toS. Ick Will dl MCh IM 

kShnen, in die Hand nehmen wollen. seag'H, ich will dir noch Eins sagen. 

"U eischen Jnng, ein Igarstiger Jungei 'iiSSmiallnsfillSie^istmiralle^gleich« 

aber nur in einem milden Sinne ; garstig Nicht zu verwechseln mit Sans. S. un- 

entspricht dem eisch nicht ganz. ten. Hinsichts des substantivischen 

Eischaola, die gewöhnlichen Flusss. ^Jn Jst noch im Allgemeinen zu bemer- 

oder Teichmuscheln. • fcen, dassesmitund ohne den Artikel 

• tker u. Kateker, das Eichhörnchen, steht- Dfi in, deanBer; dattta, datt 

Das Sprichwort : Eh sSt M, ass'n £ker, aimer '^ den to, den anm^rn ; PlundS ta, 

bedeutet ein freundliches Gericht einige. Ohne Artikel nimmt es danndie 

machen. Form toer an in der Bedeutung von Je« 

elk-dn, mancher. Elk-ftnUinSCkdeit mand, und vertritt auch die Stelle des 

dat nich, Mancher thut das nicht. Pronomens man: datt mtttt'n .toei 

. Eller und Us', die Erle. Das Sprich- erst seggett, dassmuss man Einem erst 

wort:EUernHoltnnYos8igHaor sflnd sagen. finersfieMkWUnnemAow^fli 

nppgodenBodd*nraor bedeutet: einem hh hat d^ s&lwst daokinner sit'n 

JRotbharigen ist nicht zu trauen. wörtlich.; Jemand (oder man) sucht 

- Elw'l.dieElbe(Strom);2.dieCar- keinen hinter dem. Ofen, erhabedenn 

dinalzahl elf, alts. elleuan. selbst dahinter gesessen ; bekanntes 

Emk u.fimk, die Ameise. Der ge- Sprichwort, datt m&tt &ner wH'n, ^^^ 

^meine Mann nennt die Ameisen auch mussjemand (oder man) wissen. Van- 

wohl TissCmkcn weil er von demBiss to, von einander, in den Fugen nach- 

der Ameisen eine falsche Vorstellong lassend. DeTunn'geit ganz Van-ta, die 

hat. Ai-ch HlrSmki ntgimkjHlr. Die Tonne trocknetzusammen.Wirdmehr 

braune Waldameise heisst: ToSSämk, von dem Nachlassen künstlicher Fü- 

PägCmk. gungen gebraucht, wodurch es sich 

tmm der Dativ u. Accusat. des mann- von : intwei unterscheidet, was einZer- 

Hchen Personalpronomens hk = er; brechen ausdrückt. Dat geit in, tw6, 

für den Accusat. ist aber nodh mehren dtfe, dasgehtsehr rasch, od. : das fertige 

im Gebrauch. Ick hSf Cm Sta^ und fek ich in ganz kurzerZeit. Vgl. auch man. 

b(f 'n sto, ich habe ihn gesefieti. In IbiannM:, einander; ]|inn'rann'r,hizi- 

einigen Gegenden auf dem Lande isagt ter einander; bi ftoanner Staon, hinn'f- 

man statt ^m auch jtaimu.jflmmauch ann'rgaon.^ 

wohljtm. ^ findlftnigi.eintönig, z.B. vomGe- 

Emmer, der Eimer als Geßtss. alts. sänge, der Sprache etc.; 2. dummeia- 

embar,' faltig, schwach, am Verstände, 



4* 

' ks dtttf, S. Margen; * iM küm', SpricWortfür : die Sckwi^ 

hMitj einlertei,- gleich. Bst jft iMi^ rigkeiteti sind iiodi nichtgauz geböbeip» 

dftllVdas ist ganz eineriei, von dftt; 2. Entfernumg. t iSB 'a koit Am' hl^ 

thun, also wörtlich : ein Tbun, ^\r\6 Av^ daohoui, es ist nur eine kurze Strecke 

beit. bis dahin. Vgl.SGlL DasPifmn.irHler 

"ftiti^rwBgll , i^endwo. InerwBg'B Bedeutung 2 heisatJEmeken, . ^;;' 

flifttt 'tdocb sin, irgendwo muss ei Enneibntt, der sackartige Atifang 

doch sein. des Dickdarms, das Ccnecun). Im^bge- 

hiffteMig, einfach. leiteten Sinne bedeutet es die Blut worst^ 

'* t&gaol, emförmigj egal, 't grft 80 die in diesem Darmtheil sich befindet 

togaol weg. De Faed'n iss recht ta- Die tetste Silbe hängt mit Butt, Bttte, 

gaol. ' ' ein weites Gefa'ss zusammen. Diese 

Engnur, Ingwer. Blutwurst heisst hie und da auch Kim» 

' MgM, sehr gut. Hat man ein iJD- keldick. Vgl. ob^ unter Bftddl. * 

glück gefUrchtet^oder wird man durcd - CniS| einmal, semel und aliquando« 

eine EtsKhlung auf ein«^ grausigen Ickheff (niisdaowest, ich bineiomi^ 

Ausgang Mngeleitet und es gleicht fikh (<rfitn) dagewesen. BOdl^lüESy xK)ch 

zum Schluss Alles gut aus, so ruft der einmal; kik SnilS, sieh einmial. . Bat^ 

Zuhörer aus: Na! dat is man togöd. was 61ms, nu komm miäöweriüohwed- 

Enk, der zweite Knecht, oder det Mtt. du hast mich einmal überlistet, 

Ackerjnnge auf einem Ackerhofe. aßs. 'tibervortheilt etc., ein zweites mal soll 

enchb, enkö; 2. ein Ableger oderStöck- es nicht wieder geschehen. Blit&U18| 

ling Tonr eihef Blume, geheris femin. ' auf einmal, zugleich. BOfA SSBS SO yUJ|^ 
- ' Enkel S. ÄnkM. 'SO gröt, noch eimiial so viel, sot gross» j 

ttlkernig wW von der Thür ge- toschigi einzig, allein* y 

braucht^ Ivenn'siehtcht eir^eklinktisti Bit' häufiger ioBt, auch AoEtVC^l, 

9e1Mlir is tekeraig npp. luDitmar- die Ente, 

sehen heisst dies: de Dt&r 8t6it iQii EBtealeit» derSchachtelhalm(£qulT 



Knbrr. «etum). 

flll^äies.'endi, das Efide. Eigen- Enteoflott S.Flott, 
thümlich ist ' der rhanchem Substantive efltfaOBligt^ entfitomt, infam, 
angehängte Zusatz : SU ktaEnn'. Voiss enthdcht,indieHöhe. 
sagt z. B. im Winteraowend : ÜQ to enthoU'd, sick^ sieb enthalten. 
Km ÜB Mn Ena' ! Ein Ausdmck des < eotiallg isfc in der nhd. Sprache fas( 
Erstaunens, derSinii ist der: ich glaubte ganz verschwunden, im Plttd. aber i^ 
mit tnölnien Argumenten^ zu Ende zu es geblieben, das aber dieForm : 1 ä n g s 
sein, um dich von der Richtigkeit mei^ gar nicht kennt, 
ner Ansichten* zu überzeugen, aber dti •" finiMlI^I einzeln. 
entschlüpfst wieder fliirchBieibringung EntiSOIL Die weissen Excremente 
andjn-er'GrUnde. Oder ganz allgemein^: 4es Mundes werden: Witten EuiaOB 
du bist doch ein wüiiäerliöher Mannl gl^nannt :; 

Aehnlich die Redensart : fttt^gplif tl '* 'Ir^ Dat. u. Accus, des w^^ibLPepson.-- 
kta Enn'! der Juhge zerreisst do<ih Pro», von sl u;derPluraiis füralteGf^ 
ohne Ende seine Kl^dung. tdid^Eltf schlechter. Ick heSirflip,igbhahf sif 



4a 

gesellen. In einiget! Dörfern spricbt haberfinden, so verspridit er dem das 

man Ur. Ueber den eigenthüml. CLe- Qesckenkp der zuerst EnipZirapf ruft 

brauch dieses Pron. um ein Genitiv ver- Was dieser Ausruf bedeute habe ich 

hiütnissausziidrücken S. unter SIB. nicht ergründen k^innen. 

ftra1ts.erdia,erda,erdie=:dieErde; Erw* S. B6d. 

Srn, irden. 1l SlA Pott, ein irdenenet Sf 11, essen, Praes^It^ Imperf. fttund 

Topf. ' att, Imper. itt, Part. gCten ; gotb. atiasv 

er&Bwftrn, erübrigen, ersparen, - alts. etan. 

ftrgistim, vorgestern. Etelschapp, SjchrankfürEsswaaren. 

Brntwtg'll, ihrentwegen. ItelwftOT, Esswaaren, Lebensmktei 

bpel, der Entrieb, das Männchen jeder Art. , 

der Ente. ttsch S. ätsch! 

" tost-an, anfangs. Stt, es, das Neutrum des drjtt^ Per- 

tosten DaogS, nächstens. }: • sonal-Pronom, Beim Sprechen wird 

* ^rtids, vor Zeiten, sonst; im Alts, mir das t gehört : 'tis, es ist. 

an £r dagun. . .^ - extra gaoil, wird von Männern ge- 

ErippZinipp. Will einKnabe etwas sagt, dieausser der Ehe ihren GelUatea 

renichenli^n, wozu sich mehrere Lieb- nachgehen. 



F. 



Wenn gleich dieBuchstabe)^undT FMkaeB (Plurale tantum), allerlei 
in der Ausspraclie sich durchaus nicht Bewegungen mit den Gliedmassen und 
unterscheiden und daher einer dieser mit dem Gesichte, die Ischen erregen 
Buchstaben gänzlich eingezogen wer- sollen, imBegriff mitFlaoSCB verwandt, 
den könnte^ wie dies von einigen Her- DerFacksemaGhitr will nur amiisireni 
ausgebem plattdeutscher Sachen auch ohne täuschen zu wollen; der FlaVSai; 
geschehen ist, so habe ich doch beide macher hat die Absichtzu täuschen, ge? 
nach Analogie des nhd. bc ibehalt., zumal braucht leere Ausflüchte und Vorspie* 
da sie sich beide im Alts. u. in den platt- gelungen, um die Wahrheit zu verber- 
deutschen Urkunden des Mittelalters gen. Daher wird FlailS6Ilauch als Syn- 
finden, obgleich in letzternsehr häufige onym mit: M n Wah r b e i t gebraucht. 
Verw^hselungen beider Buchstaben Flgsl, der Auskehricht, 
selbst in einer und derselben Urkunde faU'll, (Praes. fall, fällst ; Imperf.f^l, 
vorkommen. Part. faU'n), fallen. Eigenthüml, ist die 

Fädit'l, der Fächer. Redensart: hastdl di watfallen laoteD, 

Fack S. Faok. hast du diretwas davon merken lassen ? 

fackeln, zögern, hauptsächlich in aufdie Sache hindeutend gesprochen, 
der Redensart: Bich lang fiiekell ge- fiÜSCh wie im Neuhd. gebrauclit 

bräuchficfa: Sie deutet an, dass Jemand fidsch Sin, etwas übel genommen ha* 

gleich darauf losschlägt, ohneerstWorte ben und seine Empfindlichkeit darüber 

zu maeben. Haok ! Taodar fiickait Bich an den Tag legen, etwas schwächer als 

laBg für : eile ! du weisst ja, der Vater groUen. Ift 18 fitUcb Upp mi, er ist b^ 

schlägt gleich drein. aufmidhu. 



49 

toig,fimiK, tAts. Itcd^ fertige . *> perf. fi6t,*Part faot^n), das tit^m aem 
.'■ Flra,iKe Feme, fiar noch gebritucbr Begriffdesnhd. fassen andinocfa be- 
uch in TOB dns, aofl der Ferne. Ick kHT deutet : das Bier in die Tonnen bringen. 
C»aW VOB fbn» Sto, kh habe ihn nnr Im abgeleiteten Sinne beamtet Mhat 
jn d^ Ferne gesellen. TOB ians blB tasfoof sovielals: erhat<<rtrtaiKir\-iel 
ick em OBkoonl, ich baberihn nur so getninken,istangetmnken,'ViH}furäuch 
BDgeföhr, so eben, wie aus äer Feme gesagt wird : Eh bat to d^ ifit 61m 
berührt. . • kSkOB, wörtlich: er hat zu tief ini das 

Fän, ein junges Rind^ das Aocb nicht Glas gesehen. Sick faofB, ringen» faot 

gekalbt hat < AmalBÜtSdOl, versuche deine KiSfle 

Farwl.dieFarbe; 2i dieFSrberei; im Ringen mit ihm.. 

ickwill dat Tttg aao d' Farw draoglt pattbiBBerf , ein Böttther. Htiippt 

Farw-r^^derFarber. , aw'BFattbiBBer drückt einetikHiiellen 

FaSCh, Aufmuntemngswort füf F^sgHnger atjs." 

Hunde, wenn sie gehetzt-NvertJen und . j^^^ ^, Fülr/pinii.-Faok'r, dasFa^I 

etwas«nfli8sen oder beissen soUeli. j^ vonanenSeitenvonHolzemgefassb 

- Fassel <8g sehr weich gespr.) der „„j ausgemauerte' ode? «ill /ensteth 

Fasei-, feine, aber aufgelö«*eFSden«.Bw küsgefüllte Räum einer Wand. «BBOr 

beirilZupftnvonCharpi^ u. «holiche» IfeckttBFackgaÖB, beimRegfen inelh 

Dingen. Da»Adj. ist «MSUg. .GeWeb* «austreten. mbatlÜphDacknaFack, 

jeder Art, wenn sie vor Alteränßingeh, er besitzt kein eigenesftaUS.' ; 
9idiin.Fjrdeua<lfzUlö8en,Werd9}itti»en- » i • ' ■"' ■ 
falU mit diesem Beiwort be^eicBnteti JoI,fahl,verWeicht.- . , - , ' . 

Dimümtlv FiMOBrtl. , FaOB^imPlur.FMB^derfaden. 

flttt, fest. Das a hat stcbatib «ein . 5!^ ' "^ » einftdeto, Do Noi* 

gotkfastan=tfe8thalöeoei!halt€n,auch Oaon 1 IBRdil'. 
im AMuJ., Angl. u. Alt«, do 9Wok il : ?»"'' ^ dieFurche zwischen zwei 

(biL — Eft kOBB sLck fast naok^ be, Ackerstücken ; v^amalt?. f^ran, fahren, 

deut*t;kogelfestsein,iiBKanipfenicht 2. ^e schmale Furche benn Pflügen; 

yefwondet werdln. Daw;die«Jiirch 3.dieGefahr. ; 

Zaöbermittel geschehen *öifte, wittl •**'. ^o«- »"d «ir. tofUi kaOBB. 

nochhin und wieder geglaubt. 4VA zuvorkommen; fUr.^ für ihn. Dm 

«aok'B bedeutet atich beim Handel, ?oth,faur bedeutet ebenfell»4,ör:»nd 

oder bei jedem andern ÖjschJJfbe: das- VorflMr dBUj.garsehr. ;} 

selbe abschliessen, Entweder- durch «ölWtteb S., vörfotsch. . 

Worteoder durch ein Aufgeld, kafifc ., W»«^«!» S, hoU'n, . 

teUblt oder bibelfaat bedfentet in der ,: J»0W0pt, Vprlspst. 
Bibel genau Bescheid -wissen, wofU» »»«•*» "°<^^ '^^°^ gemästet, nod% 

aber anchkapitel-BB bibelfi»t gesprö^ itif der Weide gebend, zur Zucht die-, 

chenwird. ....... ^ r-: .. -' nend. ?.B-Fa08elaw!B. , 

Fasflaovead, Fastnacht .: FaosseB, eine bestimmte QuanäUW 

Fatt.^alCs.ftlt^ jedes hölzerne Gc^ss, Brennholz, etwa eiuoi halben "Klafter 

dasieiofr grossere Weite als Höhe hat.' enthaltend. .. : /' 

Daher boVBr<Pr«fiiot4fött&t,i^;i:ai> fbot'B S^ Fitt; > .: . . „i 

7 



so 

- feddery die Feder der VögeV die Geiye kenntf 11151» im1?tifc6d,''nidit). 

5chfeibfeder; davon ; • 2J ein BctJeriiche« Weibsbild = Vettel, 

.r feddeni, federn, mausern» : ^^iiie ArtStraffolter, ikiitder in frii- 

t' Mderltt^ll S. Flonk. ^ hernZeitenW^bspdrsonen^diejgieJaeöh^ 

Fedderpfts'y die Federspule. : . ; iefibatteUjöffentlichatisgestellt wurden. 

Fedeitech, die gelbe Narcisse (Nar- Diesfaiesk:iB d'FlddlsttM. 

jgUsus Pseudo*Narcissds). fiddell, dieGeige spielen, auch über- 

' jRkg'n S. kätrtera. ' :.:i ! hauptmusiciren, besonders, wenn die 

j- Fi^«b, der Auskdiricht. Musi k" schlecht ist. \ ^ 

FSgei, ein in seiner Art krfiOugeft, Fidd'lei, ein schleckter Musikant 

kolossaler Mensch. ' » fltefiddleryderindenBaaerkrügenauf- 

. .IMl'll, fehlen, mangehu, dpSselt • '- - 

,^ teisteni S. käntern. \] fidM,heiter,niiinter. kreillldtl,sehr 

Feld l. der Acker ; up lld Sftnd to heiter. 

Fel(d)| unser Qesinde ist mit Feldarbeit. Fidikafi S. Fndikan. ' 

beschäftigt; 2. degen3atz von Stadt: fichebl, sich durch allerlei attcfa nn* 

Ifad*]: 188 ÜWert Feld, Vater ist nach moralische Mittel bei Jemandeim ein- 

.einem benachbarten Dorfe gegangen; schmelchekimit dem NebenbegrifFdes 

3. wie im Nhd.: zu Felde ziehen» im Heiich<eins. Wer das thut ist ein FtiDk* 
Fejkle Stehen d.,h. Soldat im Kriege seifDit ier. Deh Begriff von liebkosen hat dies 

''^'Frfiböli S^ti^alschb6n. \ Wort bei tinfi nicht 

FeldflftchVr,' die Feldtaube. ' Hck^KleidertasChe jeder Art Stick 

Feld8chflchterS.SchotentöffeL^ intfick. 

Feldstes Hieisst in der Alteiark'die fick*!!, den concubitriis begehen, 

grosse IWasse von Gesdiifefce u. GeröUe^ ri- FidUllcker, ein Windbeutel, üribe- 

diesichindernorddeutscSi^hEbenesö sündiger 'Meti^. Nach Böxhorn 

teiiäfilich vörfincfet, mag eSÖrftnit^eip fiJtSglig eih alt' britannisches Wort iri 

oÖefahderesTelsgerÖlle. derBedeututigbcmfosi^. Vidletoht^lt 

^ ' '' Fett, das'Fell wie im Neuhd. 'ff ÖBet Facfcsen verwandt Verb: fiokfock*!; 

Fell, eine alte Frauenspersc^n , verbel- 'i- flcks, J^burtSg, ra^h, fliuteJ' Iftp Iz^ 

lidiet* öder tmverheirarfiet. Bat Fell küf rasch. %flxeMni, eingewandtes, 

IdSmaok'n, Versaol^ S; wams'ni jdimuckes Mädchen. 2. abgemacht, 

Fel(d)8thSr, der Wundarzt und der Verstif kurig von :f ertig in de^ HedeiMU 

Barbier, weil dlfeBesch^fft^gruigbfeid'er art: flekstn fertig.- • 

sonst nicht getrenht War. V" '' f FtfkWIffll, ein Gewebe, dessen Aiif- 

FSnt, Fentken, der Fant ^oth. £abta. svg ius leiner^em, der Einschlag aus 

fSrm, tüchtig. 'bfSrmen n^til Ht is ^^Itenem Garn besteh!:,' dc'fs der )^tid- 



dlfSrni, er hat d^ Seine schbi? tüdhtig ttiann selbst mit fönfKSmmen anfertigt 

erlernt. ■^'-■•■•^ ; ^- -■'''- Vgl4AVarp4i----r ^■:' '-'^'^ - ' 

Ffew'r, das Fieber^ auch liSufig i Fft- Fik'ff, der Vorname Sophie. 
aelUgeiüatant firn, feilen. '■ -^ • 

Fiddel 1. die Geige, Fiedel, im weg- ttl^, 1. die Oberhaitf ftt)Äiehen, von 

werfenden Sinn; ohne dieseti NebW- TbiePen und Pflanzen gebraucht Dft- 

begriff heisst sie: YigeUH («as^Wbrt her Fll*tl,derOrt, wo d. Scharfrichter 






51 

d^m gefalieneu Vieb die Haut abztehH nicht gelUftet werden« m. stirk b^Mtzte 

FUteäeili Eichen-Breiinbolz, dem die Schubiaben riechen ftetri^ VglDönt. 

Rinde vorher abgezogen ist 2. Bart . Fit^e S« Fliink. 

Züchtigen, gieicbftim die Hdvt abzie* fltscheOi in kleine Theilezenühnei« 

hen« 9. mit einem stumpfen Schneidiev den; besondersdie Vitsbohneo; - * 

Itß^trument od. auf ungeschickte Weise . Fitt >i. die Abtheihmg üvtesGes^iigL 

etwas zerschneiden wollen z.B. Brod stes, die wähi^end.desHaspelns dordi 

oder Fleisch ohne damit gehörig i^ü das Fitxbaadf gebildet wird. Diese 

Stande) komitnen zn können. Id» Alts. Abtheiluhgen bilden heisst ItSlL £ein 

bedeutet fiUia&gässehi ; goth^fill, das Sprung im Glase, deraber Boehf niäbt 

Fell. Vgl. peUe&. ' : durchgeht, sich nur in einem kleines 

FÜB u. FtA nur gebrSuchlicb in: Hoit> Thell befindet ; davon dasVerbam : dst 

Ibn, einHaufen aufgeschichteten laiigen 61as iss infltlt'^ :^^ 

Holzes ; ein Haufen Korn, Stroh, Heu flw, gth.fimf^fünf. f&ffMl,fanfzehti| 

heisstDIm. (Sfftig,ft»tfzig4>denfr,derfunfi^. 

fla Adject. ^ fein. . :. FJabb', die Lippen, herabhängende 

Find, der Feind, alt& fiond. Maul, nur der Scheltende uJUnwMHge 

. FilMel,. die FlUlui^ des Geflügel^ gebraucht dies Wort du bigst tmwjf 

dä^ gebraten ist d! Flabb', ich schlage dich aufs MauL 

. Fintter, das Fenster. : De FlabV haagea kiot'ii, etwas üb«l 

fipprig, unstät. ... ^ . nehmen, verdriesslich sein. Zvm 

: >tkü, ftijern, transitiv u. intraoäitiv, GrUnde liegt labben, kbbeni=: lecken 

yon Ftf ^ Ruhe von der gewöbnlichiii mit vorschlagendem F« Ebensübei dem 

Arbeit und einfestUober^Tag. •. : ScheltwortFltUM^ der LaiTe, fltUlsig} 

Fisenatentea > listige Ausfluchte, läppisch. Vgl auch tlabkem. 

listige Streichev Chicanen, Finten. . FlabbSfi&t, ein MauIaiFe. 

, FiskjderFisck ImGotfa. undAlts. fladdri|^ilätterigiu.^tatterbaft i(.B. 

ebenso. die halbgefüllte Rose, der Kohlkopf, 

: FiSS' u. Eissl (IS sehr weich gespr.> wenn er kleine Köpfe bildet Trägt 

eigentlich einsehr zartesFlachsfiCdcheiii ein Mädoheüein grosse Tucb^ oder hat 

besoaders gebräuchlich in der Redens^ es mehrere lang herabhängende Bänder 

art: Aick -n Fisi', auch nicht die aller«» an seiner Kleidung, dasAUesleichtvom 

geringsteKleinigkeit :* . Winde bewegt wird, so nennt man die« 

flSSelD, die feinen Ftden eines Ge- 'l taddrigen Staot. Der ieichtsimiige 

webesausziebeu, auch von Staubregen Mensch, dem: es an Ausdauer in aSsii 

gebräuchlidi. . *> .i Stücken fehlt, immer zerstreut ist^ 

;\fiifdig(SSsdH^knft) bezeichnete!^ heisst iadjkig^ . 

geringfiten Grad der Trunkienhek; . der Fladfts', jede weibLKopfbedeckting) 

sich nur imRedeaoffenbart Ineinigen mibdem NebeBfbegn'ff ded )S6htec}Jiten 

Gegend<ff) sagt man dafür fittS^g, klas oder Verspottenden. • - - 

mit Fosel, schlechtem ßrantweia jsu^ -i Fllgy dn geschmackloser Köpfputz 

sammenhäflgt., . i -, i der Leichenbittepin ans Weisser Leki^ 

.' flsKn^ heinH.i<^ eioen Wind gehen wand;, früher, raik jädiim Kc^^ütz, 

lassen. Die Bauerstuben, welche j^ oiltAu^cblussiäer Mü(z^gebra,)}chtv^^ 

7" 



52 

. fla0ku.fl«t, vom Wasser gebirauclit, liattskk 'B grfrtFlatsch YOA deBand 

CQ vld als: mchtitief. DeElW MÜ man affistött, er hat ^fa ein grosses ^Se^K 

Sack oder flftt, die Elbe ist uur niedrig. Haut von der Hand tbgestossen. Ick 

fiintSCh kommt imriin der Verbin- hciff Im 'n grMen flatsch ftt'B Rock 

dungflamsch ftt85n iükI 'ftfilmsehfie^ rlt'n^ icb habe ein grossefi StUck tit» 

nickt maokll vpf. und bedeutetdtt sehr seinem Rockschpss gerissen ; auch ein 

fiusteres Gesidtt; iäuch gebraucht man verhältbisstnlissig dünnes abef breites 

^ ^ur Bezeidbnung des Su{i£trtativs6 Stück Fleisch, heisst so; ^ - 

Jankiia (aus £lanquer gebildet) und . . flans'n & Facks'nund Kn6pj'^> '- 

rftm flankftm^ vielfach umhergehen, -. Fltog'l.Jtöohe. Iln Wichen Kgg^tt 

fi]Ji^ Gegend ; oft besuchen, hKufig auch in 6n Flaog, meine Wi^^n' li^«n unX 

ftiit dem Nebenbegriff des Stolzes, od^r unterbrochen neben einander, 't itnock 

um die Aufmerksamkeit anderer auf 'ng6dFlaeg hen, est ist noch ziemlkti 

ßichzusieiibenyheriimstöbdrem ' weitbistlorthin. Ick wiU noch 'nFladg 

Fl&r der weibliche Kopfputz beson« mitgaon, ich will noch eine Strecke 

ders,. wenn er breit u« gross ist, mag er mitgehen. 2. eine rasch voiPÜber2ie- 

aus .einer iHaube oder einer Mütze be- hende Kegenwolkär Swätk tjNedeutet 

Qtelien« : Im tetztem Fall wird aber nur dasselbe, ist aber' kleiner als.Fliag^ In 

4er vocdereTheil 4er Mütze aus £elnecli diesem Sinne ist das Wort von ft^b 

Nl^eiissefi Zeuge bestehend und von be- (fliegen) abgeleitet; 3. ejn kldnes 

trticbtlicher Breite, darunter verstan- Fischernetz. . . "' 

den« Ist derselbe nur schnud, so heisst . 'flaogwts, strichweise. De Hadgcl 

er: 'n Strich, Streif enL In den Städten kaillnflaogwls, es hagelte strichweise, 

(doddleise Mützen ganz versch wimden FläOz , ein Schimpfwort = Flegel, 

und konxneikiDtH: noch auf dem Laude Cköbian. Ad ject. fl&Btlig ; nick hen- 

vor. . .';. '^ ; ... fl&6tz'n,sich wie ein Flegel hinsetzen. 

: ! .Fla8S,Fladtf. Beim Aufiiuehen^es Flebhken, ein früher ^gewöMliches, 

FMcbses.darf das Grinde keinHälm^ jetztfast gar nichtmehr vorkommendes 

c^b(ßr^;Steben htssen, denn es heisst: Wnlt Zeich^ der Träuer^beimi -weibL Ge- 

dl mi nich: Ilsen, WiU ick bi di tlich schfecbt Esb^tand aus einem schw]Err. 

VCaen. eenodJ weissen idreieckigen Stirnband 

. . Haaskopp, einMensch mitlichtblon» mit niedei^ekehrter Spitze: Der: Name 

dem Hs^r. f ' snibb dafür war seltener im Gebrauch^. 

V fltoen^dasAdjectvonFlasa^iif- iFledderflfink S. Flünk. . ..^. 

aW Cfaorn. Uein H^n in fläSSen be* Fl^ die Fliege im Allgemeinen d.i»; 

^lehnet Leinwand, dessen Aufzug ao^ allelnsecten, die Aehnlichkeit mitdcsr 

Flachsgarn, dessen Einspbbig iüber aus Stäbenfliege haben» fift IS 89 Qacfc^ass 

feinem Hedengaimbe^eht. : : x\ 'iFldg^ er ist sehr erschöpft, flgüriicb. : 

i j KlasSSt(d)| diö Fkcbsseide (Cuscuta erhat keinen Mtth mehr. . ' 

europaea). ..fli^MkrAt» derßeifuss (Artemisia 

:..Jlitangel, Scheltwoi^ fdrjiäiien vulgasis). : >.ir. 

schmitftzigen Alenschen; i \ 1 :. FMgenwnlf, eine Art Ichneumon, 

. Flatach u,flaia(A'l^ em Verhältnisse der die Hausfliege in grosser Jktenge 

n^^ brejl(^ aber dSones Stück, tt t0#eti ^ 



53 

' flig'll, fliegen (ick fl^g, du flüggst Mck -de • Btfoks, die Wachtel. '^ 
Itnperf. ick flog, Partie, flaog'n) wird Flid^ennent, eiriFtuchwoit, womit 

ftüöier der gewiihnlicben Bedeutung es aber nichtso böse gemeint ist. 
atüch' von jeder raschen Handhing g^-" Flidd'r S. Flirra. 

braucht. I)atflttgt toan i^o, sagt nian flinkein und flonkeni, gisnzetimit 

von einem Schneilschl'^iber *, de Arbeit dem NebenbegriiF des Werthlosen, des 

fl&g^ em man so ftt de H&im', er fertigt ausser» Scheins, flimkeni bed. ausser^ 

die Arbeit sehr raschi In der Redensart: dem täuschen, aufschneiden, lügen. 

ick W6f tfob, W« \h StaOR Un flaog*!! is, Der Flitterstat wird auch wohl FIlBker« 

ich weiss nficht,' wo er gebliebeii ' ist, staot genannt, 
zeigt sieb wieder diä Liebe des Plattd. Fltil «huKch fliükeni , vielleicht ist 

ktrf Alöteratiön; . dies nur ein Frequentativ. Der allge«** 

Flei, der Floh; flei'n, die Flöhe lib- meine Begriff ist putzen. (Das aks. 

^chen. fl eh an bedeutet ordnen, zurecfatstel- 

' Flettu Fleidte, Flöte, Pföfe. Fleit» len.) Es kommt aber nur noch in Zu« 

wCfv^^^Q^^nP^^^^^» ^'^^^^ traverso; sammensetzungen vor^ als: anfltBy'an- 

davon fleit'n, auf di Lande auch flent^ putzen; upfltn, ausschmücken« Dat 

gesprochen, auf der Flöte spielen, auch H&ken hat Sick reeht npfltt De St&w" 

mit dem Munde pfeiffen. Qpfltn, die Stube ausputzen, ttflln^zor 

fleit'ngaon, wleimNhd. flötenge- Schau auslegen z.B. von Krämern, die 

hen. Ein davon fliegender Vogel, weg- ihre Waaren zur Schau stellen, von 

laufender Hdse geit fteft'n. Bat Geld 18 Mädchen, die sich sehr putzen, tottl^ 

fleiVn gaon, fleitnao oder kannst bin» l^ beschmutzen, % Gegenstände ver« 

nerh6r(oderachteniao)leifn ruftman schiedener Art durch einander bringeOt 

dem zu, der vergebens ein davon lau- und Nichts am passenden Orte haben, 
fendes oder fliegendes Thier haschen Flinsen, Subst. Plur. = eine Art ganz 

wollte. Vgl. auch : Heidi gaon. Ick dünner Eierkuchen. 
will di wit'fleifn sagt der, welcher flins'n Vgl. lau'n. 
einem andern Etwas rund abschlägt. Flirra (das a nur angestossen), der 

flenn' S. lau*n. . Flieder (Sambucusu.Syringa). Leute, 

Fite', eine dUnneHaut z.B. die Haut^ diePferde halten, dürfen dasHolzdes 

tnit der^ie-Flohmen der Schweine um- ersten nkht brennen, sonst sterben die 

geben sind, die abgezogen und beutel- Pferde, daher verschenkt derLandmami 

förmig zusammen genäht wird^ um das Holz an kleine Leute. Das Sprick« 

Schlack woi^t ein2aist»pfen. H6 hat 'n wort: Wenn "n Flirrbnscb alt» mfttt ^i 

Fite' npp't dg*, er hat den grauen Staan Tateninser bid'n drückt die Achtung 

FlteOh (auf dem Lande: Flesk)» das des Landmanns vor diesem Gewächd 

Fleisch. Im Angels. u; Alilnord. Flesk. aus, weil die Blüthe das Medicament is^ 

HMS. Bäki' ' j. ' «u dem d. Landmann in jederKrankheit 

flM'n, fliessen(Pr.-dü flüttst, Imperf. seine erste Zuflucht nimmt 

flöt, Part, flaot'n)* '• Flis'n, dünne aus verschiedenemMa- 

Fliek u.Flicken, eihStUck von einem terial gefertigte und meist gebrantite 

Ganzen, "n Flicken Tflg , "n Flick'n kleine Platten zum Belegen der Fuss- 

land. . \ bödenjOf^tirahren^tc -. /l 



54 

Flityflltig=derFteiss, fleissig^ |ck schwimmt noch nicht ganz, sitztauf 

hoff 't mit Flltdaon, Ichhabeesabsicht- djemGrijinde noch fest. Im abgeleiteten 

lieh, mit Ueberlegunggethan. Sinne wird es gebraucht^ wepn man 

FlitX, der Pfeil, über seine Krs|fte zu viel Geld verwea- 

FlitlbtOg'lli die Armbrust,, eigent- d^t. M^cht Jemand bei Ausrichtangen 

Uch J3ur ein hölzerner Bügel an beidc^n z, B. bei Kindtaufen, Hochzeiten u.s. \v; 

Enden mit einer Schnur zusammenge^ grössere Aii;?ti?engungeEi, als -die ih|l| 

zogen, mit dessen HülfeKinder kleine zu Gebote stehenden Mittel erfordern, 

höltome Haken in die Höhe schnellen^ so ^gl^iriati : Ba9 g^ *t flott ker. Vert 

flitz'n, flitsch*n = schneU vorüber-* wendet eine Familie auf da^ Essen uo4 

laufen. Daafiitzt Vb hCBD, da läufter Trinken mehr, aiser nach ihrem Ver« 

vorüber, sodass man ihn kaum wahr- mögen sollte, so heisst es: de iehw 

nimmt. flott 

> flisteni, flüstern =: flilstern , leise Flottmelk, schlechte Milch, von der 

sprecheßw die Sahn^al^geflottt ist. aCBAtt'n heisst 

FUgg^l S« FJütch. nämlich die Sahne abnehmen. Eilteif 

• Flök, fldk'A = der Fluch, fluchen, flott oder AoEtenflptt» die Wasserlinse 

Flöm, das Bauch- oder Nierenfett (l.emna). 
bei den Schweinen , Günsen und bei flOttern nennen unsere Knaben ein^ 

Fischen;.>behTi Rinde u, Hammel wird ihrer Hauptbelußtigungen bei eiBge- 

dies Fett nur Tjalg genani>t. Davon tretenemTteuwetter^ wenn sie dieEis^ 

flOm', das nur noch in Zusammen- schollenauf den Fdüssen stromabwärts 

s^etzungen vorkommt, als afflfim', da$ zu treiben suchen und sichdurchF^j^ 

fett abnehmen, z. B. vonä kochenden ren auf denselben belustigen. 
Fleisch, die Sahne von der Milch. Für fifitkoni, einen ins Wasser gefalle- 

die letzte Operation wird öfter afitrSm', nen Gegenstand wieder herausfischen^ 
wasnochbezeichnend.erist=BdenR6m finofcs S. fliiggs. 

(die Sahne) abnehmen. fttflSm', die • flnddera, tlattern ; flllddrig, flatterig, 

Fische abschuppen undausnehmen. nachlässig, besonders im Anzüge der 

- flfifflemu.lömeniy eine an sich klar^ Weiber. Auch die Espe» Zitterpappel 

Flüssigkeit durch Aufrühren des Bo- j^Populustremula) wird auf deiaLande 

densatzesoder duri:h die Vermischung Flud^ig genannt. Vergleiche auch 

mkfremdenGegenständ.trübeipachen. Bäw*r-esch. 

Oät Waoter tS flOmrigoder lömrig oder flagg oder fluok, Adverb. = ein g'it 

Ib IppfiBniert^ dasWasser is^rübe, oder Theit. ett Sfind all fiogg W&ckdao ! ^ 

ist trübe geinacht durch Aufrühren des .es ist schon ein gutTheil zu^mmen« 
•Niedersclilags in demselben. Auch ge* fingga oder fluckSg geschwind, hur- 

j>niucht man es vom Auge, dem die er* tig. maoik flacks tOs ! beeile dich, 
forderliche Kiatiieitfehlti. Im Brenien^r flflgg hat neben dem gewöhnlichen 

sehen heisst es: gUteeriU .'' . ßegrjjS^ ,Qa(?h welchem es von jungen 

FlSt S. Flack. .. -v . Vögeln gebraucht wird,diefli^;^kön- 

Flott Subst. 1« das Floss. 2» die Sahne; Man, auch den vpn miinter,4^bliiiifty(be« 

' flott, auf dem Wasser schwimmend, jsötidef s genier difseite^haftigkeif -än^ 

De Kaoa is nocksidl flott» der Kidi« f^gt,das gehörige Mass zu übers9iiff <t 



55 

fen ; daher ntehter einen flatterhaften tick fSdll, si<:ii »lehren. apfSd'n, "uf- 

Mensdien ohne Ausdauer bezeichnet, zieh«!', gross fQttern. Wist do dut 

d^rg^tm ausser dem Hause ist. KahropfSd'll? IckheffdeDiniQ^db 

flncfelUxvirdvoi.trockenenGegen-: Rfl,f8fleiB,nWtig S. fhv.- 

st«ncrengebrancht,dieleicbtaufflaekern y^j, „^ das ganze Lefchengefolge: 

aber auch bald wieder verlöschen z. B. j^^y ^.^ p-^f^^^, ,„ j^,^, ^^^„^ ^isch: 

Stroh, Flachs u.dgl. tuch etc 

FImik,Flflllk,Pltotkundntttch= foimVverb.) die Hände falten. 

derVogelflügelsowohl.nnnochleb«.- F8llB,Subst. u. Verb. = das Fohlen, 

den Vügeln, wofür auch FWggl und ^^^ f^^jj^^j 

fittje gebraucht wird, als auch der von fftp S Huppupp 

geschlachteten <l8nsen und Enten ab- fopp^'a„eh ins nhd. übergegangen, 

^r'';''2'Jff';t'Ä''t* -am Besten haben, vexiren. 

aber : Fedderflflnk , Fedderfltfck. De p^, „„ ^ j^^^„ P^h^^ „„ j p„j 

Fltttt6hen(FItok'n,Flüntk'n)hai.g1l eben so unterschieden wie im Nhd. 

IaOinibedeutet:deiiiWuth verlieren. „^ ' 

^ flunkern , von Putzwerk glänzen ; ^'» ^^^ ^^^' ^' ^' ^^" niedriger, na^r 

2. aufschneiden, nicht derWahrheitge- s^rWeg, den man durch aufgefahrene 

treu bleiben. Steige passirbar zu machen sucht 

riarresch S. Bäw'resch. F«k, die Heu- U.Mistgabel, erster^ 

FIÜSCj, Flausch von Haaren, WoUe, zweizahnig, letztere dreizahnig, Htafp 

Werch ii.;dergleichen lockern Dingen, fo*- Im Süden heisst letztere Grtp. , 

\yenn sie ein Conglomerat bilden. fSm, ' fahren, vehere und vehi. Als 

Pimin. Fluscbk'n. Transitiv geht es nach der schwacheii^ 

fiflscVn ist gleichsam eine Menge als Intransitiv nach der starken Conju* 

Einzelheiten schnell zu elhein f lösch gatfon. Im -Tmperfect. sagt der Köti 

verbinden, daher : rasch gefördert wer- scher: iok (8rt, der Reisende: Ick WH 

den, 'schnell gelingen. De Arbeit flftsdit Ausserdem bedeutet es auch führen^ 

em recht, er fertigt die Arbeit se}ir leiten. Ht fSrtdenBllBn', ertührtdm 

rasch. Aehnlich. sagt man: de Arbiiit Blinden. Watt mag 'r Wedder IM^M 

SCbatft'em reckt. Der erste Ausdruck Schill förn. • 

ist aber noch ein gut Theil stärker. fBrrew S. föddern. 

Finster nennen unsere Knabien eine ForschSubst, das französische förce 

mit ausgefasertem Zeuge um\vickelte ^^Stärke, Körperkraft. De Jnng' hat * 

Zwecke, dessen sie sich beim Scliiessen btetlg FofSCh, der Jüngling zeigt eine 

mit dein rtströr (Riaserohr) bedienen, grosse Körperkraft. 

flnstem versuchen zu fliegen, von forsch, Ad ject. = stark , tüchtig. -J 

jungrti Vögdn^ebraufebt. s' geit Ibrsch drnp 16s, es geht mit aller 

Fiatch S. Flunk. ' Kraft ah die Arbeit. Wi kSlIim ftrack 

fBddem^uchförrern, fordern. Wat arbeit', wir haben tüchtig gearbeitefa, 

flt^enrt dn vftr^t FMl. -li forschen Kirl , bedeutet nicht blos 

•' fld'ft<PnfÖd,.födst;Imp.f Ott, Part «nen körperlich starken Menscheii, 

töt)y Nahrung geben, erhähren. Hli sondern es wird auch von der ganzen 

IMttt tnilMll. goth. W)dalts;fod^n; HältliAg des Menschen gebraucht der 



50. 

durch sm Auftreten ioipomrti titkl Farbe verioren hat; besonders wenn 

durch seine Persönlichkeit Achtung das schwarzgefärbte WoUenzeng eine 

eittflässt. Da aber auch die Kleidung gelbröthliche Farbe annimmt FossJfit 

dazu beiträgt, Eindruck zu machen, LftCk, ein beliebtes Knabenspiel^ Wjenn 

so wird der Ausdruck: hi A^^l^t einer aufeinemBeinehUpfenddieSpieU 

sick forsch schon von dem Manne ge- genossen in einem bestimmten Räume 

braucht, der durch seinen Anzug im- zu berühren sucht. Verwandt mitdie^ 

ponirt, wobei aberderNebenbegrilSdes sem Knabenspiel ist einäbnüche» der 

Kräftigen eingeschlossen ist. Daher Himpelfix, wobei es darauf ankommt^ 

wird es nur vom männl. Geschlecht auf einem Beine hüpfend eine Kugel 

gebraucht. Endlich wird forsch auch oder einen Stein mit dem Beine ans 

vom Bier, Brantwein etc. gebraucht^ im einem abgegrenzten Saume in eln^n 

Sinne von : stark. andern begrenzten Raum zu schaSeii. 

P6rste^ die Firstei ; Gipfel eines y ^g^^j^,^ j^, Staubf)ite (Bovista). 

Ziegeldaches,auchdielialbrund.Steine, .. <•. ^ . . \. 

womit die Firsten belegt werden, '^^ '"^^}^''- "*. S?*- ^«^«8, älts föt, 

heissen so. " der Fuss von Menschen nnd Thieren. 

" Fort^Furz.' Von einem Geizhals fftt, ^ Plur- P6fll,.nnr der Fuss der 

sagtdergemeineMannrHftwiU'nFort Thiere, von Menschen wird letzteres 

indrteWötfr'n. SpricbwortVÜt'llFort ""'' '^ scheltenden Sinne gebraucht; 

•hDOnilcrelag maok'A, ans ein« Klei- ''' welchem Sinn dann auch die Hände 

nigkeit grosses Aufsehen niaohen. • • »P J inbegriffen sind. Bäör de Pftt'B npB, 

ftrt,fdrt8,ftrtS«n,fllrt^alsbald,so- hebe die Füsse auf. Dllkriggstwatupjp 
fort, rasch. kmmBftrts Weddet, komm de PfttX'ch schlage dichauf die Fmger. 
sogleich wieder, gao fllrt! geh fort! ^l '{ •"«'» »»^»PP ^% mütt't in'ü 
ickwUl dattman fftrts'ndön, ich will Kfahebba Sprichwort für einen Ver. 
die Arbeit nur sogleich vornehmen. In S^sf üchen, der einen Gang zum z wei- 
de« zusammengesetzt. Wörtern wer- tenmale machen muss. Hnngerpöt'O 
den die Formen fortsen u.'forts nicht «*g"» ^°^^ ^-''^^"' hungern müssen, 
sebrauditi FW und P6t sind dasselbe Wort. F ist 

ftsch, das Gegenthell von derb, die Asperata von P. ImSanscr.p^da, 

fest, DatD6kigrechtf»8Cll,dasTuch S'"-'»'»^«' lat. pes, goth.f otus, alts. 
ist recht lose gewebt. 1 18 'afil)8(dien 

Kiri, es ist ein kraftloser Mensch, der FAtbÜttk, Fussbank. 

nichtordentlicharbeitenk«no.Zuw€i^ Ffttsttg, der Fusssteig. 

len wird es auch von sittlich. Schwäche Föttfig =: Fusszeug , Schuhe oder 

gebraucht . . Stiefeln. 

F088 1. der FuchS) alts. fohs. 46 Itt FStliBg , abgeschnittener unterer 

katdaTMSmäfJlyllll'llSwailStogib'll^ Theil des Strumpfes, 

jdie Meile ist sehr lang. 2. jede 6old- _ FottS. vuIva. >« 

münze, besonders das FünfthalerstUck^ Frld, d. Fri^. Bolt FrMi iass miffk 

3« ein Mensch mit rothem Haar, fossig^ ki^Ruhe, dasselbe sagt: kaust in to 

fuchsfarben, wird auch gebraucht^ Fsld^a Uoft'n. 

wenn ein gefärbter G^^enstand sein^ FrltundFl^S, derMimd,gepieii9i9|^ 



57 

im Zorn gebrSuchlicher Ausdruck, fek der», aath. zuweilen von Tbieräf im 

tlaodiiBtFrlt;hoitdeFrlL Gebrandi; 

Mfn (Pr. frittst^ Imperf. fr^ und ft*»^ ^^^^ *«** «g* «^er^^e- 

frattlmper. fritt,färt. frSfn>= fressen, ^^^ w"» ««^ J*^««*«"' 'l«n *«» ^«f 

vomVfeh u. von viel-n. stark essenden Arfeitentiltsst; ; 

Bfensblien gebraucht. gotL fretan. W»:(Pr. Mt, frö* j Imperf. td»; 

BrSfMiHT »,{♦♦»«« Frt».««l sA Part fn.om)afrieren. Kittst, wicfc 

sack, Ausdrücke fUr starke Fressen g-Uj. ^ , ,:/ 

FrStbtd'l auch ein Bekfiker, worin man yjj,-^ Frie^ ein bekanntes wollen« 

Esswaaren auf einer Reise mitgenotOT Gewebe T; 

men, Fressbeutel. veifrit'n, verfressen, yrtselli, dtt, 1. das kalteFieber, lieisst 

vergeuden, verprass^ durch kostbare andh'¥):fcgeh« ; 21 die Ffiesehi. , 



M ij 



Mahlzeiten ; sick, Terfrit'JI, durch an- . . ^ f^^;^ 

massiges Ess^n krank werden, von Frtdag, Jeri^rfeltagj^BFridiigiBieiir 

Menschen und Thieren. atuäfn, «oS» gick'tWäd'r. ' 

\ fressen, bedeutet auch , eine strafbare i Ü^ '^^^„^ heinithen, e!ieli<SheO. 

Wandlung vorgenommen haben. ;Du Frigatsch, der Molch. ' ' ' '-• 

^t gewiss watt fttfrtt'a, d« hast prigaot^ <jie Freiere?, mit ^em Ne- 

siclierHeh einen dummen Streich, ge^ betlbegriffdösöfteniWeehselsdfe^Ge- 

P*^™^' ... liebten, wodurch es sich vom Substahb 

FritßWr, Fressfieber, starker Ap, ^atyrtn unteracheiä^t Auch be(ft)eil 

P**'*X findet der Nebenbegriff nicht 'sÖtt.'!» 

fritoch. gier fressend. ItnSwtlli« de Friert gaon,Heirathscandidatsein. 

Ä .. -*A-. fHUcll,freiUch.l Mich! ei freilich! 

FrStwerk,Es§waaren ; Frätert, l,das fj^^ pi„„, f^^f^. .^ fräiiiein 

Vielessen,2. ein Gastmahl. adeligen Standes. Will öian ein büri 

Fraflien, Fransjen als Schmuck und gerliches Mäddien g«bildeteo Stsbdes 

8l* Fetzen am Kleide. Das davon gpbU- bezeichnen, so sagt man nicht Tröln 

dete Verburo friiuelll, fttfränsellLwird sondern F r « u 1 e i n. 

vom Gewebe gebraucht wenn sich die . f ,Snielfct.Io, eine Kuh, die frühÄf 

FMpu ablösen , und. als Fransen dw^n ^^i gcwöhnKch gekalbt hat ^ 

^"8«"v Fr«IIUl'(d««»«ie«nlichlangenacha 

fränksch kommt jn d.Redensart vor: tönend für Frömde>=i. Fremdein dem 

d«t Wärt di friftkSph anlfaom'n, das ^^^^ f^^, »gekommene Gtete. Wl 

wird dir schlecht gefallen.. In demsel- ^i,^,^ p,j^r ^j, j^^en auswäitife«» 

ben Sinne gebr. man auch : spanscL ^^^^ bekommen, auch wenn die an. 

ErAOd'B, diebeissen aus deri Flüssig- gekommenen Personen dem Sprechdn» 

keiten u. Speisen anÜBteigend. Dünste, den wohl belouuit sind« 2. Fremde, 

dcrBroden. < Ausland r Uii' JlUig iM IB^t FrllDflf^ 

ftt#g'l (Fr.fraog, fröggst;Impi»*i; unser Sohn wanderte ^ Geselle. rn 

ff^ii«fFäg;Part;iraogfc)=s fragen. - - FcostkOtt'I, der einen geringen Gr^ 

> fran^ftOmlftäsftothth in denr Silme von Kälte scheut» und darüber xinafp^ft^ 

von artig, stille, sanft, von kleine&Kiu^ I>aaselb#'l)e;ie!at!et£Klltli^ r-'"' '-^i 

8 



56 

' Fvil, die Frau, Gebieterin. QBS' Fni| krüngen ;. aucii im Handel lind Wahdel 

unsere Hausfrau , Herrin (im Munde betrügen: 

deßGedndes). WiM&tlttütSubstzu- flU, faul ; fld'll, faulen. 

flammengesetzt, so nimmt ersteres eine FÜlbAm 1. derFaulbeerbaum(Rham«r 

Genitivform mit S an : FrÜBSlSd, FrtnS? nus frangula) ; 2. der Faulbaum (Pru« 

üifigch , FdUiarook , FtftnsUoster .und nus Padus). Der 1. heisst auch Fäk'Q, 

dergl. 'Ein gleiches gilt vom Substant Fftl-Grtt = 1. die Hurids|)etersilie 

■afillz.B.|iittldldfHanttfoB:. (AethusaC}niapiDm>2. der Erdrauch 

FniCkt,dieFurcht;flrUCllten,fürchten. ^^"i^'^-^^^?^^^ , ^ ■„ • * 

,. •— • J , FlÜhöp,FlUwh,derFaTilpete.Vgt 

Frflnd,Pi.Frtnii',Dim5n.Frftimek'ii, ughöp. 

de.ir Freund goA.friund, iri| Plun. vor- jf^^^x i^i^st auf dem Lande der, 

zugsweise für: Verwandte, |rtad. welcher sich nicht gewaschen liat 

SChopp, Verwandtschaft; gAd Frtlin', f^j^ ^inen mihörbarenWindstrel^ 

iofijg;e Erkunde; WO Frtim', nahe Ver- chen lassen. Das nhd. fühlen heisst 

wandte. ^j^ 

llltodlicll, freundlich. SO MndK^^ FÖkll S. FülbÄm. 

ÄSS^Il örwonn, sehr freundlich. ' fall, voll ; alts, f uL 

Frjaslfid S. Lud und Frü. flurn^ gj^eri, schütten. farftÜl'n und 

frtnsmuttcll, das Frauenzimmer in fttWIhl, mittels einesGeräths(Pfifflte«) 

gutem und tadelndem Smne. ^j^g Flüssigkeit aus einem grösserti 

, fccht und fticlltlg, feucht Gefäss, in ein kleines giessen. Das 

fcckuto, gehen (im verächtHchen erstenimmtRücksicht auf das Gef&s^ 

»ii^ii c im Vöiehes, das zweite -auf das 

* , Jttjder S. F6r. Gefäss, anS welchem die Flüssigkefc 

^.- Fud4^rhemd, die Weste, hie und da geschöf>fl-od^r gegossen wird. ' 

imGebrauch,besondersaufdemLande. Fummel, ein Scheltwort, damit es 

. FatfLiBlnterj^aus P!l(Pfhi) dik(fur aber eben nicht böse getheint ist! ■ 

i&yn zusammengesetzt, auch Fidikaa ' flunnteln qdefr fSinQI(Ili, sich nicht 

gesprochen, bedeutet so viel als: Pfui, die erforderfidheJWü&e bei Verrichtung 

flcbitnie dich. Ein Zuruf zuBüchstfUr einer Handarbeit geben, 

kleine Kinder, wenn sie etiwas Unrein- Foilillllili , das Subst; davon, dftt IS 

liebes, Unsauberesbentthren, in der Be- luter Fummeli, kein Theil der Arbeit 

deUtuog ähnlich mit: ik. Hierausist Ist ordentlich gefertigt. , , 

fllSubstant geworden: dabist 'üttb Fnndgeld, daisj^^hige, was man fttt 

dflUUU Dann gebraucht «um es.oueli das Finden eines verlorenen Gegen- 

von einem Menschen, der etwas Unpas^ Standes erhSit. ' 

sciidesigewissermassen moralisch Ui^ flllSCh, launisch, sein >lissbehägen 

reines begeht: du bist ein garstiger über eiuePerson durch Handeln zE«r- 

JUknstiu Sdbst von Siechen gebraucht kennen geben. H6is finscIllippMl, er 

man ea. dat fsll ttsdien Fudikan, das gietemir durch sein ganzes Bentiehilien 

ist ein ai^e«. Versehen. VergL Gr. zu erkennen, dtss ermir £tWat' UBel 

Qr.^ami i ^eut«that Mit MsiOk^ lluck' ver- 

tekelB, etiim kfemdich l)ei Seit» wandt. 



59 

, fukMn der Redensart: dtt is *! Klaeschrose (Papaver Rhoeas) beiait 

Funkbecler tet es su viel als: verschlagen, auch KlMtSOlMXIi, 

listig» mit dem Nebenbegriff» dass der f älUrl, Fei^rfaerd. 

so Genannte Mancherlei, eben nicht Firbfitar, Mordbrenner« 

Sittliches vornimmt i was man ihm FirwomaiichFirklliper,FtMligM^ 

kaum zugetraut hätte. der Hirschschröter, eihKfifer(LQcaDai 

flukelnaogelnt S. ni. Cervus), F&rworli heisst an einigen 

' FutaS ruft der, welcher ein verlöre* Orten auch d. Leuchtkäfer (Lampyri»)^ 

nes und gefundenesDing findet FumiaiUl, der Fuhrmann ; dlfl^Mih 

Fnnxel, ein schlecht brennend. Lidht FvnmaiUli das Gestirn des gr. Bären, 

od^r Lampe. De oll' FüBiel breilt Furrwfirk, Wagen und Pferde; U| 

seUecht ^ . Mit sick Fnrrwtrk. 

, flbuUg, fkuixlig heisst eine Arbeit;^ FQrrwCrk'B, das Geschäfteines Fuhr- 

kei der so viele zeitraubende Kleinig* manns treiben, 

keken zu berücksichtigen sind oder fiirtyfort; gftoflir^.g^hf9rt . \ 

6ie nur aus kleinen Tbeilen besteht; Fm^crepitiisventri; davon das Ver. 

dass man das Fortschreiten derselben bum flniNI auch feneo. Sprichwort: 

kaum.wabmehmen kann. DieEntwir« ^FofZ in de Wide Welt» iss biter 8iH| 

rung von verworrenem Garn» die feine in'n eng'tt Btt, mnnschadet der Gesund- 

Stickereien , das Zusammenstellen heit, wenn man die Wlnd^ zurückhält 

kleUierTheiIcken zu einem Ganzeif flischeln S. büscheln.' 

u. dei^leichen ist einef&DtUge Arbeit fliseln 1. dem Fusel ähnlich sein. At 

Vgl.audiknfifligundpnlig. Das Verb. SchiappS ftiselt, der; Bfahtwei^ isi 

I«isstllllieta^fkmxeb; das Substantiv schlecht 2. Brantwein tf/nkeri. Rt]^ 

nmiL allwedderftiselt^erhatsikhonwiMi^jf 

Ftoy die Föhre (Pinus silvect^ris); Brantwein getranken. Davon ftttsHc 
Ffar, das Feuer ;alts.fiur. Spricbw. : S. fiss'lig. 

AvuBtalettiiekmchaiitFfirlegg'B, Fftst, die Faust Dimin. Fibtk'k. ^ 

Holz stehlen kann nicht vermieden ^ FtetÜanSClieil S« Hanscb. 
werden. Adj.fttrigy feurig mit den Be^ ' fist oder ftsteil'»: hurtige schnelL 
deutungendesNhd. KaeklBsfA, mftch schnell. ^ 

Firhite , der rothblUhetade Mohn, filteiMiitteil = zanken, schekeft 

ftltSCh = dahin ! det IM ArtMk gitnt 



«. 



in einem altmärkischen Idioticofi haften Ausspradie erkannt Aue nidie- 

sollte genau genommen der Buchstabe liegenden Grilnden habe ich aber dan 

ftganz fehlen, da der Altmärker ebenso Buchstaben beibehalten zumüasen ge« 

wie 4er Berliner sich stets des conso- glaubt — 6als Anlaut vor einer liqoldi^ 

oniiiseben Jstattdesselben imSprecJien klingt oft wie k, eben so umgekehrt 

bedieiit IXes ist der Hauptfehler des wird statt des letztern vor ligilidis g 

AkmXritaers und wird derselbe im Aus« gesproelien. . 

lande vorzugsweise an dieser iebler'- gidtiek, gMttiehi passend, aiAfftt 

8* 



V' 



60 

äie Sache od.^rson eignend; bequem; gchttiabk bekommt; SeF&Ch i8i gillt, 
zur Hand liegend; datt-lB gUlich, es der Fisch schmeckt bitter. 

passt sich ganz gut; deRooksftt gäd- gaUem, dOrcbgallern, derb durch* 

Uchi der Rock sitzt wie er soll-; !]igäd- prügeln. 

}kHClBi W&fik ist em Mensch ,■ gegen galpen, galperil, galfern =» riilpses, 

dessen ganzes Wesen Nichts zu erin« nur in wenigen Dörfern gebräuchlich. 

nem ist ; de St61 Steife wi ganz gkdlieh^ galstrig wi rd vom RU];sig ge wcwde- 

der Stuhl steht mir gut zur Hand. nen Speck, Butt)^ etc. gebraucht^ tlat 

^ ««Äl,dieGaffel,eing«bel^fermJges Speck kann 'tt kftm Ifn, 8« galKtrig 

höteerties InstrHOierrt zum UitnrendeA »«'*•' ^at man recht fette SpeisM ge- 

«tr losgebundene» Garben »lif^der **«*"' saalgtn«n.iich:miI8« wM 

Dreschtenne. ♦-•"?• -i galsWg in'n Hab. Da das ^alstt%e 

Ä alts. gelo. gelb ; glfig, gelblich. Speck eine gelbe, der Galle (Ühalioh«^ 

gEl Dickkop S. Lüsblöm. ^'^^^ ^"^ ^° W'"* das Wort auch auf 

««1 'u n«i ■" ■ W*t V ■ die kranke Gesichtsfiirbe übertrageii| 

«Ugask, m&sm, qaigatSCi, der ^ ,|t g^ ^^^n^^ ^ ^^ Mädchen hat 

Gold9mmer(EmberizaCi,trjf,eUa> Der ^^^^ j^^^j^g gelbliche Gesichtsfarbe. 

g«ne rührt oifM, von der, Farbe dqs jy^^. yg^bum heisst galstwn, auch das 

Vogels nach der Meinui^ des Und- Subst. ealster kommtvor. 

Biannesondemy» seinemGesange her; ß„g^ Ausser denBedeutungend« 

denn hft sprickt SO g&l d. h, erführt Nhd. ist hier zu merken, dass'üGang im 

Mhniutzige Reden. Seinen, Ges^g Anfertig» des AufzugeszueinemGe^ 

tibereetzt dasVolk so: im Somax?r: webe einen l8begrifrv<Jh:ao;Fadenbe. 

g^*ek:ückseMt; imWinteniargen, ^^i^^^^. jawnTWeangtalWelüi^ 
Jürgenlaotnumd S6k«n;4mrr.ühjahr ^^^ ^^^^ ^^^^. ^ ^jj, q^^oL 

Y^d^gleich^ieder übermüthigund ^e Umwand kftmm'? aus wie viel mal 

«ngt : Jtogen, Jflrgen, hck ScUt, nn ISI goFäden soll der Aufzug d«Leittwti.d 

"?if.W In. andern Dörfern lautet b^hen? Von .der.'ZÄt deuiUiBge 

derGesang: b^t IQl npdl WCkmaQl'n jjg„^ jj^ ^^,„1,^}^ „„d die Dichtigkeit 

KrtMrol gJ^nl^Taddmck.JiUl. d« Gewebes ab. >. -n 

«ewch, WO^aenil>Iarik'n|n : ,,, g„g^g Adv. in eihemfort, ohne 

gärlp,«o«b£nxetf ; isifel^^flrl'n, Anstoss. Wenn ein Kiud attfiingt 8ei> 

jiingTtfrhisrathetwerden; .1 rv-: nen eigenen Füssen zu vertrauen, wenn 

6il-r8w S. M6n-öw. ein Zugthier zuerst angespannt wird, 

Bal-SChök'n, der Frauenschuh (Cyi,..^4er eine neue Maschine zuerst inBe- 

pripedium Calceolus). ' '"■ 'ijtregunggesetztwird,seheisstes,wenn 

■ <§ll4pf8k'ii^.se]unQtzige Zoten im der erste Versuch wider Erwartengut 

MnndeitibreiKu.- . i ausfallt: dat geitjo gtBgrö. AeÜn'. 

JrH-nUÜL, derrGoldlack (Qieinnu )ich im Begriff ist ging mglw^bg»: 

tiM»Cheirr> - ,. T wohnlich, herkömmlich; datStaoi 

GslgiMutrifikS. Strick. ■aok'nisiglnganglviouiMrdeBtea, 

■■: glUn beim Ausnehmen disr Fiisdift der Kleiderluxus unter den Lfiadieiiteii 
die Galle verletzen, wodurch dieselbe ist schon etwa* ganz Gew^Ucbel^ 
aosütaft und d«rFiaBltetei» bitten» 6e> ist Mvde. •• - • 



61 

' Cktttar^ filntor, der Glttiserich. Er glw'B wird aDch adv^rbialiftcb gßhn 

ruft: Kegäcki Kagackl Kegaekl gaok für: sehr ;^Uwergiw'b ipAt» sehr gross, 

gack gaek I ^k UwergiW^B becteutet l. sich er- 

g&rbX ^durchprügeln. * brechen; 2. sich im Schmersübererlit* 

gSniy gern, willig, mitVengnligen; tene Beleidiguqgetl nicht beruhlgea 

SO glm ick 't dl, so geit 't doch ni«li. lassen ; dat iss 'a Uwergäw'B Beagtl^ 

Oarwkaon'r, ein in den Urkunden der junge BAensch wUi $tch inseinfem 

cA'VörkommendeäWort'füi^: die'Ss«; Zorn gar nicht berobigen. lajssen. Sick 

kristei in den Kirche^' auch hie und da togiv^ sich zugeben, sich berubigefi. 

inderAItmark noch im Gebrauch« Ini Hat eine Mutter ihr Kind verlor^ 

ltft£4iedeYiföt gaoewit'garwi dieftlei- worUber sie sich laof^e grämt, so sag^ 

dang i «Bedeckung. Es ist also Garw^ man ; 8o kann sick gar nich toglwU 

kaom'r die KamrnWj in der der Geist«» In diesem Sinne wird auch die einfacbt 
liehe seinen geistlichen Ornat ansieht Form gebraucht; giffdimaD, berubige 
und' aufbewahrt. ' dich nur. Die Redensart: de Kraillf 
' Gisplrd^ die Libelle (Libellula> V^ gilt siok gaaz to bedeutet : der Kranke 
Jmfyt Sibold. ergiebtsiob mit Gedhld in sein Schick» 
gasseia S^ gesseln. sal, seine Genesungshoffnung. ist gaos 
Gast dient imPlttd.auch,^m einen geschwunden. Sick bogäw'lli sich be- 
Menschen zu loben oder zu tadeln; geben, auch: sich verheirathen. 
% rtk'a Gast, eip reicher Mann. IHtbist Gsot (Subst) kommt nur in einigen 

mi 'n sohSnen Gast, dat iss 6k de rechte Wehdungen vor^ als : tö Gisot hämm - 

Gast sind ironisch zu nehmen und driU iegg'A - boU'B - kltg'ain der Bedeutung 

oken einen Tadel aus. Trauen sagen bei von^ zurHandhaben -legen -halten«' 

ikrer Menstruation: ick boff 'b Gast nehmen. Gebraucht z.B. Jemand zi| 

Daß goth.gastsbed. einen Fremden. einer Arbeit mehrere Werkzeuge u^d 

gastrigj garstig. ei« le^ diese vor Anfang der Arbeit so 

^aa veraltet. Wort in dem Sinn vo» : neben einander,.dass er mitLeichtigkeit 

hurtigv geschwind, rasch, was nach die erforderlichen zur Hand fiehmen 

R>ix:hey in Hamburg noch im Ge- kann, so heisstes: ick heff alFsaHtP 

brauch ist. Es liegt dem Worte Gau- Gaot krig'n oder ermuntert ;ieg|; di 

d^ zum Gründe, das einen lisügen eist to Gaotll^edtr altes in Beret6- 

Betrüger bedeutet . schäfit, damit du es sofort hast, w^M 

gandten, sick, sich ergötzen, sich du^s gebrauchst . . 

irfrkueti^ vom Latein.'gaudium* Gaog*! Dimin. Gägelk'n, die Kinnt 

gaaI%S.km'n. . laden; dat Kiadbitt mit de Gägelkana 

GlWl , der Giebel eines GebSudes; sagt' die säugende Mutter, wenn daf 

güäi. gibla. '-. Kind befan Saugen dije' Kinnladen zUr 

' ■ $Wn (gÄW, giflöt^ gaff ^ g«w*n) ar ataimendriickt * ' ' ? » 

gi^en. Uwergftw1^^^in Besitzthutn g^eOn (gao, geist; gung und gUog^ 

einem' andern überg€fben; Jck hdF gaon); älts. und goth. gfin, gai^aoi 

MvcvgiW'By icfh bin nicht mc^ltziBe:. geh^-hatmitdemneiäid. dieBegriffe 

sitz Ml»ttes Bauernguts, befinde miA gemein; dat ^gdt laonüt! das ist ji 

ilBAitentbeib Das Part UWif* scbösl es.drtloklt^ptäSchlxctp^ 



63 

ReHsill; den Afi»n dem ErzöHten^iSöBti wlird5e&Pnid8xsdirflliß&b,i»iicktind 

ftus. Sltt'ngWQy^i^s^iti^eii^gaositt'fil k<>npt^ selbst dem Prop^Kn^j^Qe^VerH 

s6tze dich ! Img'll g&iB^ sich tlfeierie^ vorgesetzt werden. Vgl. Seh mie l I^ers 

gen, fleit-n glim, flöten gehen (auch im Glossar unter gi. t, 

Nhd.Sprichwort : 'tglBg WOlVäOweff 't Q6h$d^ das Gebfiüde, vorzugsweise 

^Üt nicki es kdönte an &ich wohl ge- dasrWobuhatifisw ^ c -, 4 .r^ 

fiChehen, aber Rücksicbteni -erlauben es i gettll^'B, Geduld,Naehädtthd^n; 

i^bt begaoa wird vom Vieh gebr. öi gedttUig dimai niick 'b btiOi dennsist 

dem Sinne von : tragend sein ;, ie fio ii il dln Qüi, UlBfli, habe mit derZib^ 

mhbegaon^ die Kuh Ist nichttragend, lungnochetwasGediild.: ,;, j^r. 

Hßgeachtet sie heim Stier gewesen ist ; CtebU'lL;' llbuilfeMefiS kaUSlM 

Aidit gleich bedeutend tnit|;isty das dAfi^ meinetwegen kannst du d^sthuiH 

denletztenBegriffnichtinsichschliesst ich habe nichtsreinzuwenden». Vf^KJ^ 

gaor, gär, 2ii3bereitet (vom Bsseop auch unter Morgen. 

Leder etc.). ^ geflrlich (das Praefix whrd wenig 

ftlL%:, kleines Kindyindst hn schein gßi^rt) hat dieBedeutbng dosNeiihd. 

t^den Sintie; dat ito'tt f ertädg'mGSfir^ Ausserdem bezeichnet esden Sup^cUr 

das ist ein verzogencsKind) .■■:'■ tiv, für den das Plttd. sehr selten <eine 

- Ckiorn iv d^^(SEtr4Qen,:goth;''gaFds> eigene Form hat. Der Grund liegt in 

alts. gard. 2. das Garn, 3. das Fischer- der grossen Scheu vor Consonanteii; 

nete. hSuföng, diebeiderSupechrivbildtw^ 

'"Saotlc^ Gottsttn, wörtlich Guss^ fdcht za vermeidet) ist i das Plattd^ i(^ 

b>ch'ü.Gu^^ein^ VeitiefteSandsteme zeichnet daher die Steigerungsgrndü 

zur Abführung von Flüssiglceiten aus durch Umschreibungen, seltener beim 

der Küche, die durch ein Loch in der Gomparatir^ fihit sehr wenig Ausnah* 

Wand nad) aussen ausmünden. Viel« men regelmässig für den Superlativbe^ 

leicht sind dieWörtel' vom goth. gatVOi griff. Die Sprache setzt nämlich vor 

Loch, Oeffnung abzuleiten. den Positiv ein ihr passend scheinendes 

ttaew% die Gabel zum Essen. Vgl Adjectiv. Dergleiclien Adject. kommt 

ffiUtL ' : eihesehr grosse Anzahl vor nach den 

fjt — das im Nhd. so hüufig "yoit* verschiedenen . Abstufungen der Be* 

kommende Praefixum findet sidx im griffe. Hier nur. folgende, deren ZäM 

Plttd. der Altmark sehr wenig. Beim noch vermehrt werden könnte, sie sind 

Part, des Perf . kommt es gar nicht voft ungefähr ,nach der Steigerung ■ der Be- 

f6lgl.auch|iidiüb.d.zusammehgesetzt. deutung geordnet: dfichtig, dägt^ 

Tem^p. Gehtdie Form dtö Part, in ein mlGhtig, gefäriich, AtftSniead, f e(r)- 

reinem Adj. über, sb findet essich bis» ^dfiäiert , JLBoUig^ l^ttpscb , , gmlich, 

^eit^n z.B.slae]i, schbgen; Partiift klotzig, heiUos, sm&lig, plnD&s»^ 

slaon, aber: 'n geslaog^ IiBaak Msig, ogsdiima»Bigi grteslicli,:4iill, 

Eben so selten ist es bei der Bildung^vou Mstig, a^W'rglw'l, ba(r^aorsob, kih 

Substant., Adject. selbst Verben. Mao ltf«h, f erdaumt, Te(r)fl!ie]lt, vecdei« 

sagt Stank, Biftfc, Dlcbtiuss, Hi« fUr velt^ dttwelaksug, dftwlhafiift lii|ifl<^ 

Gestank, GebfttiidtL, Gedtditniss, G^ Bltsig. Den Gebrauche des sehr vor 

liege^J^^stfrttgebnacheu«; IiaAltfl^ 4M[Fö^t»^ kernt ipaiifin.d.Al^.^<^ 



69 

Mir S. Mü^ ^ QntoiB, Smeiad, Gmafadieit, dte 

Cfegölddl, das EbenbMd (im Süden) Qemeiode d.b. 1. derliib^grüFder z^ 

■'■ g^gBn-dess , geghi die Zeit; gegen einer Kirche, auch aus mehrerDj)örferQ 

deSS dtt \kh kflmmt4si dttt lirig, ge- bestehenden, Personen. 2. der Inbegriff 

gen die Zeit^ dass er kommt, bin ich mil der in eineth Dorfe wohnenden L^ute, 

der Arbeit fertig. * nicht selten mit Ausschluss der Häusler 

Gegenpart, Gegenparthei , Wider- lind Mlethsleute. 3. da^einet^ Dor£p 

saoher. geliörcnde Gemeingut; de Gemein wife 

gehtr,geheiier^ dM ig *t iiich gektr, ¥on de klein Lid kta KA npp de WmA 

daspükt es, wofür man aucbsagt : dM nlm', die Hoffbesitzei*' wollen es nicht 

JB-'t nick recht ridtlig. DerGespenster- zugeben, dass die Häusler undMietbSf 

glaube ist bei dem gemeinenMann noch ieute ihreKuhaüf diegemeinschaftlicha 

cienklich aligemein. Der 1. Redensart W«de bringen MCkllfttt'ind'GenieM 

bedient m^n sich auch, um auszudrü- to VäOl jSlw'n, die mir zugetheilte 

ck^, dii^s In einer Familie viel Zank u; Quote zu d^m von der Gemeinde iluf- 

Unfrieden herrscht nhd dass es bis zu zubringenden Gelde ■ ist zu gross ; dlt 

Thätiicbketten kommen kann. HoHissJnd' Gemein, wi stDid nockii 

|;eil wird von Gewächsen gebr., die d' Gemeinheit, wir haben noch nic^ 

zu üppigwachsen; de Weit SteitSOgeili separirt, das Holz ist noch nicht ver- 

hh mfttt SCkröppt warn, der Weizen theilt. 

steht zu. .üppig, er muss zurückge«- genU*n (Part hao^n) gotLniatan; 

schnitten werden, geniessen. ■' 

GeiMlfn heissen einzelne Stellen geniodXg^<^then;back'nmlMriiB 

aufdemAeker, auf denen die Pflanzen gerSttnick fannw. 

üppiger, als an den Übrigen Stellen G(m heissen in vielen altm.Dörfiefli 

stehen.- vV die Ackerbreiten, deren gegenäbfcrlie- 

Gelaot, Gelass, Behälter oder Raum genden Grenzlinien nicht parallel sind^ 

zum' Aufbewahren (laot'n)^ von Ge- Gftnsel, das Zipperleiiiskram( AegoC- 

gänstfihden. ■ ' , : pödiumpodagraria), einLietHngd*In4p 

GeMnn6ftd,Verm6gen,Wohl8tand. gredienz des gemeinen Mannes zum 

Geld nn gftd W2r pKg'n to kelp'n, Grttn-Donnerstags-Kohl, der aus netii. 

Geld und guteWortepflegen*zu helfen, nerlel Kräutern besteht. 

: ' gell'n (gell, gellst ; gule; gull'n) geU GeSCkrtckt, BckHckt, lautes heftigee 

im, ysntrth sdn ; Watt gdtt de.GrSttl Geschrei ; watt iss dao Y&OmSokricktl 

Md^ theuer i^t die Grütze ? Wn Satt 4lt Gesprik, das Gerede (nicht =^ G«- 

iafs' kenn gell'k? wohin willst du ge- sprach). 

hÄi, Abren etc. gesseln, gasseln wit^ vom Brorfü 

;: : 'Mftpj das Gelaufe; starkes hin uhd gebraucht; das halb gebacken aus dem 

herlaufen vieler Menschen. - / Ofen genommen, mit Wasser bestri- 

Gemickt, dat, die Schaamtheilelei- cheö^ und sofort wieder in denOfen gei- 

def l«i Gesdilechts. t> ! - . • Schoben wir* wodurch, es eine dunki^ 

^ i«|;0lieiB^ genta, godi. gumalns bed. und glänzende Oberfläche erhält. . ■• r^ 

in der Spracke des Volks popuJ«r,ifite' - • ge8tara,^steh^. ; ' : Z-^, ,; ; j 



at9. ^lotRtT, fe^n-i '^^ni teM^' Etwas, stärker als Lecker, gipeit ist 

geilt, ^iSfWean't mit IIell'ngttt,!Sfigt d^ Vefbunl;^gi]^g das Adfebtiv. '» 
man vom Plätzregen. Vgl pla4deii. 61r, die starke Begierde. Dl luuitok 

In den Bierbrauereien bedeutet gftfn: 'nfttrue alls» Dast|;oth. geiran (bi^ 

dasNacbbier, denCovent, indieaufge-« gdiren) das althd. gir^alts. ger(cupi^-» 

stellten Eimer giessen ; du kflninist to dus) gehören mit gtr einem Stamnieafti 

Sptd, tiSS all gaoVn, du kommst mit (Gr. Gr. 2,67.3 
^ineni Eim^r zuspSt^ der Cov^it kt ginii ein Begehren nach Etwas Im» 

schon Vertherk. - . * ' ben, wird besonders von Kindem^e* 

- fienrarw; Warw selten für : Gewerbe^ braucht, wenn sie bei essenden Persa* 

Handwerk, htf^ißgfürBestellung^ Auf- nen stehen und Ihtieh» wiemäa sM^ 

irag an eine Pefrson ; M kat sin WarW ^'den Happen in den Mund zählen f^ v&fk 

BSämM) lokheff&cl' Stadt 'n Warw. Kitem Personen gebraucht, drückt es 

gi. alts ei (P^n.) ihr (vös). ■ ' dasVerhingen nach jeder Sache aua, 

/'GibblGiw^IS,'Öiper. ' ' alts.gimean,gimian,giman. Wer dies 

'"glb1)eligiggeli^lieimriÄ,v^^^^^ thntheisst:«irtlaoi. aHyrnwircrvoA 

iacWn; scWäche^ ils^ Öckffil, ^^^3^^^ Kindern gebraucht, die ihre Begieii« 

hÄngtelntaderan,diesemiiicht: ' ' besonders nadiEsswaaren gegen ihre 

- ' '• , Spfelgenosseniftisdrücfcen. 

eifl, Mitgift; Gabe, Geschenk. :, . gWWtSCh, mit grossw Gieruni 

: Glj'J, dU schlechte Geige. Unsere ausserordentlichstark essend. 
Knaben ahmen das Ge.genspiel durch gjjtgj^ ^tern. goth. gistra. • 
g|g\W»,J«»k,jnnk,Jf kf^N^««-- gtx'n l. geizig sein. 2. dietieuen 

«US ein Verbum jnalgui**, l&mk. roa. Triebe derTabacfcspflanzeaus^hea. 

eben, ehtstMjdan ist. , ,,.;,. ., fiäer,6talllckel, der Geizhals. : 

gigelB 1. die Geige spielen. % w- ^i^^ p,„^ g,,^g „„^ 01M«er, d« 

geschickt oder mit einem stumpfen q^^^ 

Messer schneiden, Einet» Kinde, das , gj^jj j. ij, Adject j-latt, wohlaus^ 

noch nicht die Geschicklichkeit besitzt, ^^^^^^ «n glatt fiesicht, de StftWsH 

«in Stück Brot abzuschneiden, ruft die «1,^ ftj. ^i OM, Aaoril, lich rein 

Mutter zu: laot *at gigein. Bediept ^„d nett anziebtn, Waiden Nebtobe- 

«ich ein Erwachsener eines stumpfen, ^rfffdes Putzes nicht eiftsehUesst, auch 

«hartigen Messers «unv Abschneiden ^„^ Geschmack ist es im Gebrauch: 

ÄsBrotstücks so he>«tes: kik maol dattgBftfctgjattodeciÄtgeitsogtett 

'"* ■* *'? ' " ' *10L 2. das Ad v: : ganz iittd gar, d&tt 

Glgg-l, ein Mensch, der über die ge. h,^ick gUtt Tei«»'l,'das habeicft 

ringste Kleinigkeit lacht. , : g^^^ „ g^^ vergessen? glatt Weg It^ 

gtm, engbrüstig sein, schwer- atb* alles; rwas es giebi} etefi, ohnp lütelg 

ttien,besondefswenni5ichindeaiKebt> znsein. 

köpf beim Athmen ein Ton herenlKss^ - - fflaitttt'S, I& If 

Wodurch es sibh von UnbOstig und glattSsack'B, zum Munde radeo^ 

dampig unterscheidet ' ' ichnreicbeln. Wer dies tihntjst'llMllt^ 

filier, 6ibb1,6hnr'lsseiji turnen- anacker. 

desmtwidtrritdhlichtt VprhiigeÄ'^gadi fl^l^^ gUnwieB, «flcbwadh ^Uheti 



«I 

lieh, 't gllfistman. aAgliOaMranfan-H Eis etc. .r : ' > -ri 

,< glei ^. glo. ^: ' ; -: r.; u. lauhjaiv ates..g^obm£tf glaabeil. fl8> 

glibbrig, wegfn' einer schldmartir; Bfltt^drtfl.glSwl^ i^'^^lV&d^tr^r 

gen .Oberfiä<!he leicht aus der.-Han^ kann d^tn UnvermeidiiciBief] Hioht^end^t 

gleitende. B. Gegenat^der.die langi^: gebetKi.JTflf tgßvt^tai^.tweftlK« 

im Wasser gbleg^ti»b^> Fische^ ilst. Big; wiSr^idir wer«sglmbt;erhält;tw«I' 

der Schleim stärker vorhanden z. B»! Pfhisdtigei e& 1)ezeichfiet <}aa Nidi^ 

gebraucht. .r .'. , f^^gWkrniäiSälvkert^^^ 

- glld'n (23Pr. eiiddst;ItnpKi£ gi^d; v<>m RothglUiieii^fkQ deiMetalle^utiN^ 

Bart. gläd'n)=.glek^D^- wird meist wjii anderer Dingelgebrauelit Iiitabgi^«!^ 

iÄ ügärltcberi Sinr\e g^bcaucbt; aot^tr tetenSiime bedeätetcfijfUdceliK^ gtt»^? 

g^pp'fl:9d.glitse^JlsMSt09^DllBk^lt zend, besonders (.von Angen < ini^tie^ 

WiU;llich|;Ud'Bv das Essen «Ta4nk?fi; brauch ;glto@|gfBoa^rJl6sltMfgllft&^ 

schmeckt . nichtf * . wei| ^es, entweder! Auch ' die Form« glä' ist für gh im G^ 

schlecht zubereitet, od« der Essencte^ braucb^-ialfcr:. nur iti :der.«bgif)ö](M^ 

kiesig oder unwohl jat; \ ;. :. .ir. Bfdi9tttuQg:^gteieBtelb . .. i^nO 

. gttk,gltks, glika'B, Adv. T^t^sotört, ..'■ glftn^: glübbijiinii dem Segritf d^l 

aogleiOhr.KimmgltkML 2.obgleich.> Neuhd.- L. /i/ , iw- .' ^i» j 

Hatt se gUk dat saggt i so wiU ick doch Gttekuhilnd, Wurzel d: Ordiisart^iui 

etat, .wiKPn sie igleieh das gesagt bat, soi • gllm*: S; fistln. ■ . . -^ä 

will ich4öch etc. Vgl,.aa0b'lft. :)ii ^i^l^iBStorn Äglinsöerhi^X /n»ib 

- gllk^fi, gleichen. . .rf^lpÜ^ Vcm.unben auf oder von itor^ 

i;'glikvUl, gleichviel, .^neirlei« - '»li Seitesehen,wiederTfte&iscbe,«£dAr' 

. .AlimmstfiBgel, dieiCigafjne, \ gerdSKteScicr^ ä]igttp'B,gIfl)e»€^aiipe. 

.: 61i8imstor\ie| (im südl Theil der. hen.. Da ein solcberBHck nicht seltoT 

Altm.) » der Leuchtkäfer (Lampyris: äin verstocktes Wesen verräth, so be^ 

noctih)ca)«i:Er heis^ anderw^^^Ußht deutet das Adject. giftpscb auch Üeiii»« 

7|nF0ipL r.v ' 'V. tückisch, dann auch etwas Ausseror^ 

gliBStem, glBB9terBi:;= schimmeno^^ dentlicii» in seiner. Art DatisglftpaAi 

funkeln. Dat gÜBStert BB glBMtert heis«ie«ViQa.Jedfiaiiäai^:derz.B. ^ 

sagt man you dem Antiugo^^elnes FjUchl^areiueh.sehr/glülddichen Z!i^ 

Frauentimm^rs, wenn ^b . viri'.glän- maciht, oder der bein^r Glikcksipüifel 

2€«Mkf»afi demselben findet glBBrterB ausserordentl. gewinnt Damit h|Cng|t 

ist'Jieio eigene^ Wort, ^ sondern; nach aucln ll glftpsehe FAst zusammen in 

p!ittid;iWjeiS^ai]sgliB8terBgeb.il4€t,i^ne demSinn von derb,, kraftvoll, diederbe 

ArtvvwkAlUttseration, ^om der Altm^ Schlägt. versetzen Kann. Hinim dlliK 

scdiTjgrfri^^ijlfi^iIlg^; . : r. aidit, dat is 'Bgiftpscli'B Kirl^. nimm: 

glipp'B oder gUtscb'B^ «leiten.: J^ didü in Atht^.der.Kett^abttgC'gle&Ü 

Too äfft u«dttglipB!i,.«t8bt;ttl^^ h^m ^Armf io»;: iBi gllpBtbt tmi 

9 



00 

lio)|..V.ffUiAg'li; .stark. iY^ntehcfllifci scäi^^^^Ai^WSt^^chtintgeErho^ 

grosse Augen. /'"^ -i-J Rahe veffcbÄffiHib -^ . *? ' 

glssteqi, ein Pre^ueat dein gtiistim f' gil^dn$)eddat;^dadse)bew|i»<gllti» 

(irtu&delUeg^jirobedcnitehmitgl&n^^^ dem, mit dem NebenbegrifF^ dass d^f^ 

ijfit, .fimkeJnden» A^igeii «nsdatienr ' .^' Unzufriedene gern Gelegenheft i^ht^ 

^gBldUMn^gBtfirnreläod^^ eiheH^^trelt amzuf^tlgenv er, reizt »um 

n9g6n,;tnkRikkisicbt auf das Hörbare Widersprach V welcher Nebenbegriflg 

df9i^ib0O.}^1l[gtll6beR'B'IÜ8. Ist; nicht in gnaAdtn enthalten ist. : Das. 

derdorch daslfäg«} herviöTgebhK;|:»|te^ Adject. heisst galglifk VglgnadAem' 

Laiitetwi^fednet^sohässtesgnbbebl,' und töm'« ' :' ' ' * - 

seltener knibbeln. Vgl auch Imff^mL , |(Mp[^B/«€k»sioh kratzet^ üemiJ 

||^gP)|Ulli0blip^bcfDiigen^^wie=)di^ ders w^en Ungeziefer. 

4a«'.;9(atok>£i& Kitad^rdas an i^iner -Brot^ - ^ gnanw, ■ ^^ird fQjeist^ntheitai^Jon 

ri|uk|r.deri Hundjder ahein,eniKnochen Kindern gebraufcht^ wenn sie über jede 

nagt; |l%fiaUl6lft3^ abnagen, z,B. das^ S^inigkeit'Weinecr^quarreiiw VgUandi 

EkSacb von; eäiem Knochen mit. den hWA.' gi^dd^,.rgftKg*ei&, gnllr^ 

Z^nfsii abnagen. < Geschaht <fiesle(a^ gnürröiil sind niit kn^ttiiti:;^ü dndft- 

ter<^; mit Hälfe des Me^ers^ sbfaeisstes Stamme geb(^ig.' Im Alts, bedeotet 
ptt^iifj^tfB. Vgl. auch nibM > ' gwmw lam^ntari. 

fin&bk , jedeäft iätediepfide: z wdflttg^ p&terswart S. knäterswart. 

Bge In^ect^ z. B. die Mücke ^C^lex pi- CfnaU, die Krätee nnd jedfir Haiut- 
piens) besonders eine Art kleiner of):- oder Kopfkuschlag; wltd aucU von 

ip.ZfJailtoseh Massen sicÜ einfindenden FrUditen gebraucht, wenn di^ Obcri^ 

grauer Fliegen, dieiihs imSonuper flächenichtreinist^D&ttfEWlnstBddtt 

durch ihre Zudrii^lichkfeit sebr Ültig Jaor SO gnstlig, die diesjährigen Kar- 

^üefti. .Mah ntont'sie^aacfa jBnibtell, to£feln haben viele schorf^hnUche £r- 
(|BttX6&.und:ffn&fflL: - . : : < höhungeh auf def OberfUöhe, «|)as 

. gnuMfini auch; gpdden^ |;nadd6bi^ Adjectlv gRatng v^ird latich^^^^r tte- 

wkd v<>&f'En«racbsehen gebraucht, 2^hnuhg eitie« Mchtg^reazIeä^^zUn- 

wetin >si!^! missmuthig g^tmn^ sind kend^n Menschen gebraticht • un4^ 

und über Alles :ihre . Unzufriedenheit htoiig mit gaitlig verbniAldn. Etiv^süT 

änsserny denen Niemand:£twasredJt gnatzen = leicht zum Zank geiiöi^ 

oiacht; auch derKränkliche gnfcddert mttallem unzufri^n $^in« '- ' -^ 

oßL : V^t^k gnigfelB^ finati^ gnitiig; ^ * gnaii^ S. knaüU ? ^ 

gntir und tSnil Pas Ad ject gnaddrig) gnawwebl S. gnäbbelm ': : 

kuddlig wird auch T!on unebenen We^ gn^U.gB#wig,verdriess{tcb,übdi 

gen^ebraucht. ; . ' htjtusehiiodass man dies durch Mieweö 

Cfnaod'i die Gnade, wie Im Neühd^ und Worte zu erkennen gi^bt goftwll 

Ausserdem wird es vom Nachlasse des ist das Verbum.' Subst; ieibenfalls GtMfi 

Körperschmerzes gebraucht, z.B. beim Vgl auch Wm\ Im Silden> sagt mah 

Nachlassen vonZabnweh it dergl. UM dafür auch gräliptioli,glllip<A^ firttt- 

heff'kltUVBfinaol Auch Inder Re- peQan(erner4^gr»Bip6k> ^^ / 
doijtftrt: ttfiuai'^kam h^r^^^nen' padte> ]^ WKscbc^mit 



fSnoi^^iSken » > ein KugdSegöienfc ÜUti lange die > KartdffelsofNiie - iick Müht 

deftden;' G]as^ f^t madieiu Dies Iti-» löset^ niiBint sich d^r gerneine M«fali 

stnüneiit heiaat: äe fildllbstte (Glält; tädhbiimoier.jdie ^elt, «ie abzosdittlMi 

gteio)r;.; i .•/::.:• secdeni gttippi sie aÜ8; Aos^nl^ 

. .; güibbelll Si: gfiabbetd« • . . ' ■ gebraucht man esy^nMenschen^diesicfii 

Gnibk S. GnSbk. : : / IiöAbp kratzen. : • • • 

Jf^Cikboff up^ KaiclLbiifl^ : gnvr'n ^ knurren^ Seide fotmek 

'^.n .harter Stoss ins Genick, dann vqi^ sind im Pitä; neben einander gebräliiiilji. 

jedem derben Stoss an jedem Tbeil des iich«.:DaS aIts.gnom6n bed.lamelifiAri. 

K^^pers;,.^uch im figüf liehen Sinne. Xkkiiorgllin'l^ inZwiespsJt mit '/fai 

X|äyop das Vi^rbum |;Qlcibllflriiy wonut Äumdem gerathen. -40 'f/^ßfu Mm 

man im Süden auch' ein Ballspiel der kebVlIgidtYerg^lUrt Vgl. tdmV 
.Knaben benennt. ,,.., .,-, /,,• G4d SubstvPter.'fiM'r iJeSn öÄ 

^/.gßjili^^j^^ yqh Mensch.^ <boniim). 2; dieWaare^MIfttt 0M'r 

gebrauch^ bedeutet so viel als ärgerlich iV^p, erhat Qüter geladto. dv-Gdd tliiM 

ijber; Kleinigkeiten u. diese Gemüths- .iSnt 4. das Landgot. &. '6er Btot^mt 

^Stimmung durch spitze Reden iu ^- Knchenteig. ' DadfflM gÜtSCMte^ *dte 

Ji^^^^nen gebend. VgLgnäj^ern. ,. ,.] ■ Teigfaebtsieh gutwi: '- - • j-^' 

.;. ' GnitZ; n^pnt man fein^ Th^ile. ^djer gftd Adj , gut ;:]sodi;göds^ alli^6d. 

.{'jachspilanze« die beipli. Schwinge^ Die Redensart :4UI8'aUtliM9g64il,fient 

U.Hecheln d^s^lachses^ch. picht VQU alsZkisatzzuiöiiKitiVeirbö in^den^Be- 

den einzej^nen FlactsfasefTi ]osgej(nacbt griff von : ausserordentiicb^. Hft ' SMÜ^ 

haben. Ik der^Jachs sobeschafTen, so Mpf^f'MM^^MlU^äB^!^ er 

•ÖÖ^k et jjttitettr Versdife^i^ ichlfigt^ schläft^: isst etc. 4i«8sfert)*^deSÜ 

tStiit^ ist: de SlAl'Ar. Dies^indaü^ lieh. g6ddAl^s«b6räiet^^wist«k{gAt 

Wäsgr^i^eifeTheilea. Flkchs^tetig^fe, ^ ?. -willst 4a : weE > ktin^g: g^or- 

"diHilireriiräitiriäirän den Flachsßts'^^ chen und folgsam sein ? .gMii'dftBddii* 

'ft^^V 'andern' isich löse 'wi^g^ti' täi^ 46 96i Ml, Guteb erw^en^ bisödtiilers 

^oükoiEnmenini ifhd' 'nabhlSlssfgeii «durch Darreichen: gbter NahrtmgstnUJL 

'SciiWitigens ^hih^n/^mmthih^^ teL Itik«iU'fiOU'i»wat(ogAddtaäl^ 

'finden. Ein solcher Flacfas'heisstkiiMi- ' ilie ^Eochter, wennsieileftV^erirLieb. 

ir^i'D^^s Wort ist In der Form Von lingsgericht kocht. 66d:acbta iMtf, 

^ch'Sl) i g insNeubd. übergegangenlh gut sein lassen ; laottfW gUidcekttu 
'öneniabgdeiteteii Sinne; der Plattd. vjfiftdhett^.Güte. ;. : ,:.^:-l..'' 
IftbefifedientsitäidaföHerFortt'seiab- Gökcl, altes schlechtes Pferd/ ''' 
V{;iod.ildliawwi0.^seltftb^ g&kila:t.5chlenhtreieienod^^fahren« 

i»liäbbigeü Etuidi il sebabbigen K&il, ^i^aiikebii :Hfc gftkeltni ab rUlWii, 

^iStl geV;rissermassen moralisch abge- ermacht durch Worte, Mieueniund-BiJL 

^'Sdiafbter. Mensch. -t? jwegungeh mir sct viel vört Per Ndfcen- 

•Älltl*Ä Si'GöSbfc ' '.r ■' jbegrift t?inen Andern dadurch ziii^i- 

;i : gllMBeift:;SL;,|i^ke^m, ' . was verleiten , liegt im Plattd. niöBt 

;;i:.p*^Pi*8wir4if<^ W^scheu tfuTfaifc- nothweodig dariu. 'lai rf)gil«itiBten 

wref^gfbc«^ jf^W;sie.;beiiri£«s^#tAl^ Sinui^vSifd: eä voit: jungen li^ül«^ ge- 

Ton, ShnUch'gnWrji^^'iÄ^^'!'^ ;ltfauchti».;Wjinn äie^^beiinl SdireiMh 

9* 



6» 

ntu)^z#^.:Scbtnier^ireien/.tornehineBi bni»bn' fiHkftkML' Davon It^gtsni) 
DasiAdj^otig^lig' h^ieatictaüob otiä eidAteiäcb^ der sehr empfindltcb^^en 
]ftchielrlicb. bunte Kldüdatig-; datrdn SÜft jedeh'KdrpersdiBÄetk -ist und dabei eo^ 
•BgUulll/'sicb UberflUä49fc^d nnpas^ gleich weint und winselt, begisk^ 
deftde : Kleidung anlegen. ..!!■- . durch glatte Worte JemiindetU' zi^ et- 

GoldknSppk'n , gefüllte Rannnkel^ was bereden, berücken. > 
hervorgeg<ing.au»R«iuhculasie{>ens; : ' flijttÄttd, einäHÄa bfesgtj^deh^rn. 
dlegefOlUelLacris heisstiiichtsa :% ^ ^^^^ Srtickep nachglbM'gerlÄehscii: 
.S.eWk,: .EngelwurzT;(ArchangeUa - CfotUbrOit, Almosen: 
offioln»Uä>lteii8täüchAlk«^HkfIDV(tfUI. • OdttehteU' die Kirche ^ 2: das JTöi 
i: :: «IWhlSjgeÄöhnlicheGrussfdmeL ^^^ . ^^^^^^ arine'^' alt« 

G/llid8g8t6ek,iw0t$dk:^ütatTa|S jf^me I :: ^. ^ r^ . . , t 

StDdtU^ Sj>4aeH*bfck. .:-. '.■':< 6ottSk6p, woblfeiler Kauf ; ist det 

ll.<»|«fc,>rie hoMfe Doppelhandi in- t)rei§g4rzuiiiedÄ^sohefest*rS(aitod. 
liiemniattbeideHSiidemitgekrUmmtefi ^^j^ / 

Fiflgem dicht. ».«nandeHegt. ffinm - 6ottVer»5w'i|il deschwCre Slh^*, 

B«9ptCkVllU, ädnm 86 viplals dumk gifte häufig Im Munde de^ -gfenifeineh 
beiden hohlen Händen faaBenkahn8t.r Mannet pbrteRedensart, die dinnge- 

• f" Sfi;,?'*,. ^™^* " " \fikv^ wini, wenn mn im lÄffer sich 

!^ .«WV«Wi«nrgd. . > eine Äeusiseruhg erlaubt haV die, ohtie 

::C6gidife Gans, ab-Schimpfwort: ein eine Stiride zu begeben, nicht h&teali^ 
.«Hernes BW^heö... .r :,; ggsprocheh werden müsseA.; 

(S(llia9niä,?d^rQX88eiiabiiaht;we|cihe ^ r-'-', > . : ' - 

Specie» vonFaico dies sei> habe idi • «T»)»!»«!»» graww«!», Hyt derHand 
|Wi«#iBirlinden!kännen.:v i. .., ■ .TPiedprhol.PiitUch>!pn4^it^eterBewö- 

.= fiAtcH-detGünsefuis^dieGittBt« S^ der finger .einen. .Gegenstand 
<pMWttiPdi«to.. f.-.^ > . o!'.erf^chUohmtdgelii)d£^riibr<a,,b^- 

. ,:g6aig fttsta, eiDblasses itodhä^ -*^^» lÄ^Wg"" Saohe . betHoiw.iihj^n. 
Jii^es Ansehen haben, wie die Jungen HatJenumd.Et^sis,verlpi:en,utvJ wühlt 
^MjoijDn^sramsIekrsiiiksmd. in» S9bnuitz l^eruni, gQi^abbeltM.ut"! 
. .. CHtowlB, schewhafterAusdrock flJr -J^«* •»«>*»?• Wennehi Kind Etwa«, 
TtwkwMserlt;?» -. - . i ,dasesni.cht.»nfiass^nspll,,'in.^HS9^ 

jIMikaok SL' Bttbk.' :.•.-.•.;■■:■; ;nüni?it,sicb.viel.damitb,eschä|ttgii?s 

66gd6d,' das KrewÄkr^Ät (Sedecio .pnaufUörJich,.umdreht,und betastet, so 

vulgaris).:. •.•.,.. . övl r\ift,.inanihmzu:-4|l mtsUkaIIf.be. 

. "OftBltoa(»nurwenigatg*«totten) .«J^elll.,.lB'Ä,erabbeI ttnIt'B b,ewst, 

dfr wMdeficbBeeballfinatraucb(Vibul5. . V^enn.. i^an Kleinigkeiten, kleineMuB- 

JiamQpulus). .' -■■■■■■ •'- .ze^Backwerk, Nqsse etc. unter ein^ 

- -Gftlktt, Gänsehaut. ;d. h. die vor Haufen Knaben wirfl,.und jeder, da« 

Kalte, Schreck etc. rauh gewordene Ausgeworfene z» erh^sshen sucht. 

menschliche Haut Graf n. foaff t, Grab^ziflrBestat^g 

: 6teka«w'll, derGänse^l. iler Todten. aks.gFtf,4«VÖ<|W|^aIt, 

. . (Mitselk^ und Gtaiel, halb an^- datiLdcbehbegängni88:nJtdemdaraQf 

wm^bseue GSns^ die kleinen jnngea ^ÜBlgofden T6dtenit)i(ble^ 



69 

.ftitflraaäi, ^kiuktnet, Nacbhe^ Vird grttSatMi, äa Sap^rUBezeibfatäuig 

öQfihltoimkaotgenahafc. .'uü^ '■ : S;gfeftrtioh; ■ : ' •>«; ;i 'f 

■^ ;|$rililfttel = ^8w. ■■-■^ -■:■ 'Z 9tiil%>dei ^atemvon graoKl = 

'''finnd^ der Kies; Adj. grtlUlig. ' graben. '■ 

-** •l^&gripen. ' grärteB(l£&grapw,dng"Besfet;Im- 

graas'D, durch St;^«», Wftine}! perf. gr6w'; Part graow'n)3=gnibed. 

u. dergl seinen Schmerz' aii^Mü^Ken, -2: begraben/ -1; heff "'s Kind gfa(A^ 

j|(erRr^^k-qi|t;gnuueil, \va^ aber .den hiSVn. CtraoVk, der Graben. 

Jtassecf^, ,Ai4£4r,uck des ;$(;h,m«ff^ ., f;rao44vgi80, gerade^ geraden W<f> 

■«Hfscl^k«^j^gi;{^^^heb;ickfBrch- ges; abgeleitet so viel al5:ras^ 

.tiKli^i 4>W k^llii^e D6d sick iijfi^ hurtig. kHB9 gnod waiiorpltpmm 

4lj|fh: Wtt^ :&)E plinsen nmcht im ihmtig 'wieder. Dagegen bedeutet all- 

.i;Ba|(i:>iK.,i(lii;,miDS$t de tw(te Ira yer- naograodso viel als allmfihlig, langsam. 

i«^^il|9iWj(Bpf7^>; ^ <, ./ ., AUnaogrtod kImmt.Hans mit WanuM 

' ' gWttfMk'n,hasäg Mdi Etwas grel- ^^ man von. Jefnandem>der,eine Sache 

'^teit yeisCWit den» Nfebeobegriff des •*•»• <*«s Ankleiden sehr langsam be- 

Z»ivietaehmetit>da8r«q6««Ä.vongri- «^^ UcbrigenshatgtaodBlleBeiJeii. 

i^^d«*dÄsvÄstärkte^«bfceta. Adj. -saungöndrtJDhd. gerade, y. . ■ ■ . ^. 

Jgrill8«lig;-Gr*pgehbedenteti,*i«el fitaA Itet»txt»fB€r*ot,bei» 

als Griff mit 'aeäll NfeberibtgrifF d^s Schleifea des Messers hat dch .die 

Hastigen, Unßrw^rtejjBn} ^If. dieser Schneide etwas umgelegt.^ ' . ■. 'h 

.J(Ifb^nl,fg"rifi5whei^tesbbsftr5p. mit , ^«•*> I'f*«'***"' ™ '*" '*" 

to'n 6rap8ch liJir M !t weg, dann de Gnod-aftUB; er ist hüiidn>ag«r. 

r{t«n^JM|ensp|jen,.4ergrap89higist. «''*'»*87*°"*^'*'®*' ■'• '' 

,&9^ist 'jirßr»f4 5ndli(*\Yird dies €r»opn;.Viit auS »MaU gegossewr 

,Wort afc|^., ad verbi'al'isch. gewisse- Tiegel mit wei Henkeln; Im Mittel, 

• maseenj,.,!^' Interjectiop . gebraucht: *'*««' *'**« der Cejbgiessert GttopeB- 

i}r««*id|jlMittM*t;weg.Togr«p. 8**"- ^ „„ v!^ 'w ' 

jjdi'n, : hastig .»ugceifen, AagrSpsch -GrooteMpper S. Haow'rbqcte 

Wd ypn w/kft^lgbeoGegenständen ' ' «rtb n, die aisammengeschrumgf- 

gebraucht^'-die sehr gesucht werden: ten Fetteelleiö*rdchebeiteAu?bra(»n 

. ddJffmVf ajBgrlpgcll, dieWaare wird <Jes SpeckVTaiges et« zurückbleibj. 

stark ge^upht, ist theuer' "' In ehiigenÖÄgenden beJssebAielÜÖta, 

' ' ' '- Kaoj'n.- ■ • ••'-■ '!';Ui' 

ig^äseBtmdgrteig S. huddem. grellig, nÄrrisch.stiSrrig. TrtfgreUen 

«•«rBSS »eiftitd.Landm«itf aUePflan- , j^ einen^rbittern ; 2.6*fl6Wun(feaurch 

• J»te/:ffe dl* «r keine besondere Namfen Reiben, Stossen etc. wlederaufreissfen 
i*""*^«.*!^'' V ■' <•'■ ''■ •""' ■"■^: ■ und die Heilung dädürtb-veraBgeriii 

^-•>Chrllilta^f<eih«**i*l«ltalf<Sraa«fe. .firea^eVaerPflugkoiter.-. • • 



'i-J 



J^i::- 



wachsener Ststefffeo^lliiMes ÜSraölttn gj^^.^ 4ie Crenze, 
.^w^^Öfetefta!^^^^ , . : Crftt, 'fabgek'örzter :¥örBam6 fflr 

Samen vonGIycerium flultmis. /'»-H -r: SittdSit, Macjftrcthienorotheei. 
' griäig^jg<«k«fi^g^ftfölk^^^ ' '^'' Gritita, MargacetheMagdideHc»..! 



w 

ii' iChrttIto\'NhtpveäieEUad)etk,t^ 1 ^ f gri^g/^ pvn,. . «Ita. j«Vei^^.|rte. 
Crrttftu.Or(tfik'll,Marg((&SotiU«<l glts' U^', uogieb]«tehtefl,ekiii«irfttu|/ 
fltit-;iil Bueh ^ ScWar^fcQofUnel gris Haor, grau^Hmre, daher $|l||k«pp, 
(Nigella datnascena). . ,• Gra9kc4>f. ; ^igen sich.di^.sfniuen 

- ■■: ^:tflMrh'llQnd{^ttrbuA'lli bdtnjich Haare erst einzeln,.80 'beis$^,d<^,gltl> 
.IScbelD, dasein Anderer nidit meri«^ güACdecfrindicL : r . i '' .. : < 
<tei]],.besäDder» wet^ es mit Schaden- {pCBMls S..hQddern. ■ 

freude verbunden ist-, obnc diesen;ljfe- gjjif ^ grob? eine DimiönÜvfönft 
■behbegfüFsagt am auch grem'. Vgl. ^irtHTKeB ^ird auch zuweilen.'iibiH'säi. 
.gibbelB. ^ teh gebOi4: Cbm'par/greww^. Dfer 

.i -.gllllBMiMch«nnt8igwefden, seinfe Comp, wird im Md; selten gebriocW, 
•Ächte Farbe v«rljertnrbeaonders von ^^^ seltener der Snperiativ der fiät 
.der weissen Wäsche gebraucht .wenn iB^erdÄrch'hinzu^es.Ädyiumsehr}e- 
f«»n1fllitt«hFsäid«rodeirao lange g«. benwird. VglgefWiCh. DÄGrt«! 
ttn»gen ii*,-«^odnrt* die Reinigang er- ßegt iaxIerAbneigung desPiaftd. vor 
•Kiwertwlrd. VgLsSöfn u. süddeto. ^^^^^ von aasonaoten, S» gwff 
-tagnilllMtov *irch Vertacbl|is»gt,9g .»^ Bftartrtgllli 4rückt einen h<*en 

schmutzig werden hsden. ^Wg^IM .Grad.YC«<3robheita«s. «B gr0V!«W 
iwiDgrillliBdt,.*» aOttlblÄt ^Ini. |KB«8t,Meutrt dasselbe, ebeiwiM Hl» 
oöieWäsche. isfesosdhnHitzigj das? ^e nocJigiij^f^'f jWttoff, •.■ ■'"■■ 

durch Waschen nl<*t wieder ganz |U4r ^ . ■ ■ ... 

tüiidifeinhfergestriltrwerderi JwntJ, sie /. . S*°*'*V Sdiwarzbröt ' ; 

.«WS. 9rf.eudit;<S.^ Klk'B) w^d«i. 9imimym^t6betli^e%^ 

Vgl. auch 8mnddeta,wlnv Süd« wgt's^'^^^öarai'- ■>• '■ .- ■ •^'> 

•iin«jd»flirbegll«%:aiGh>anfartre*iem .' 8»l%a«ickt;d;tohalt6ndeSdireieh 
-öriseh (Grauen) nKherad. T "«efFrtJ^cheJiusigttalftl wird nur vbh 

•?•• glti'x=«reinea,lSchelu,-schw«chef jfleneinzelfrett'itbgesetzteh Tönen des 

ab laehen. . , ^Froschts.^gebra'ucbtj 2. Wfrd «s vota 

gt^'t:(Imflerf.giÄps!Rftifc«r«p'n), "M*nsctd» 'gebr;, dfe- unharmonisch, 

■fereifedv- .gotbjgreipan; «Its.; grtpan. ^^^ -^ Natui-feateh ;«iflgen..' tXs 
-lilp, der Griff, kegrtp'n,. begreif«,. ' 'Hättpt.i,rorte«grtllM gegen die plt«, 
.'FÜi- den logischen Äftgriiff h*t der ! Wfeise'das Praefik. ' ■' ; • ' ; - 
,i©|lrftd.keinWdrt;Vgitlllipps. .'■ girWigtOn.alts.ijr6m; VonFischAi 

CWpp, Rinne im Acker zur-'Ab&ii- gebraucht bezeicbnetes dt« Ge^iMSatz 
:t<&g;deß Samflielwasse«8j .^; i r.;- voageSalaep ddep geräuchert, » ilS 

. •erippi,lripp«=Verse«,d, als 4as "*"»<* »^ bedeute;: ^ i«t «nen 
'; Vermögen.zttBegriffen,audi Gedacht- ..«««W»«f ini«h.,kanpmH!h JHcht ki^. 

aiss. De JuagkatGrippskano bedeuten: g;*"^^' ein junger Gelbschnabel 

er hat Verstand, begreift «ne^che J** ^F^^*" **'*"^^^ 

leicht, aberaudi: erh«rt:«ä««oW^Ge- "*'■"*' "•^'■**8WSmr^^ n : ,/ 

;!d](chtui8s,ldniteia«ufg^eb^n^iStiick i CHl^lttlaiplillg, OrBthlttpaiblg ^ 

leicht auswendig. DergemekteMMin, jjerjGiitafiiik.<i«»Kia ,<^|tj|»>;,.Viergl. 
untersdieidet VenibHid ,nnd GedKcfat- Schwpilflh. : ü.' ;>,:;•.>'.. . ,x 
nis«kt*£k.«u;w«nig*,^ , ;;/; ,,5.>.j :;■; ertteefc»»<4«;fep«?h«pv;lj«t»jrdj« 



Groschenzahl, siehe unter Daoler^ * ' det btcb Vm dienf verwandten : Ml tü^ 

^^p^lii grtisig, ' ;-' ^'' ■^^''" gt#^B. 'Wefiiiiii&2niriiftV g^dl dodk 

gr088Iltltt% biödeutet so' viel att to, der äussert seinen ^Schmerz dürcb 

li«felllllttllg. « ^ 3 Worte u; Geberden jwei;aic]ta(|;tlliSt| 

firfttniAti drbäMiaUl; Prd^bans/ ' - sitzt in dumpfer Betäubung, härmt stcb 

CMtt, di<ft ÖK5s8ei Spriek^.? Wem kä^^iBe 'tf^ ib^ kicbt die Eiiiaiiikeit 

tMotffeÄttging'^;^^^ auf. . ! / . ::? 

tiMMlfl[0 ^TU(r. Sinnt- Man kann'ron GrteyZermabnte nbdhiganzkli^ne 

^(^1 Äiifis^isn hidhf immer mf 'dm mit Staub verthischteTheile zerriebene 

kif^efti'^X^th sehli^^sett. < ' Gegenstände ; Ad ject- prusig, Verbuni 

Gmb'lly Graupen. glllSeB. -^^ 

' >*€nidVtsnJttfef in deö Feuerheerdfee- gning, gTMig' 1. S. vorher ; 2. v6i|| 

hendes Loch; in dem efne Quantität Geschmack gebraucht = wie Öras 

Stroh verbrannt Wird. In dfeStrohkbh- schmeckend, herbe, wie unreifes Obst 

len wird dann das Kochgeschirr gesetzt 6ni86 kommt hie u. da noch vor in der 
und die obere OeiFnung mit Lehm ver-f; ft^deutung von Grus, 
mauert. Dies heisst in de Grtd kaok%.' " ^' gmsseln (88 sehr sanft gespr.), sich 

Isl<^6gi^üwSriti'g/gftnz ausser GebräncHi leicht in Grus auflösen, lekht zertirö* 

- grfti'fi, gt^^, Fnbeht und Widern ek^lni de ZdCker döckt Bit, hl istf 80 

^ilkfri vor Etwaa emp:finden; ick glM gni88lig. Ausserdem ist es ein Fi^ 

int oder mfi;tllt tA^^ In«- qnentativ von|in8tel|^ wortibi^rtiiter 

fteiso^'deredrjkktes die Furcht vor Ge- huddem dasNiiherey' h 

ipeUik^mMs. Hl gelt Hich tllte to Crrtt88'n hat aussei- d. verschiedeiieo 

Kelt, en grftlt. Von Srtli firM^^der Bedeutungen desNhd. auch noch eiM 

Grauet- grftlicb ist zuvörderst dep, ironische. Bertthrt-uns Jemand durch 

wekher Furcht Vo^' Gespenstern hat^ seine Reden und Anmuthungen.unan- 

dann ist es gleichbedeutend mit gFiO» genehm , und wir wollen üun eineo 

Heky S<^hreck, Schauder erweckend^ deudichen Wink gebenVdass yfit aul 

wirdauch woh) zur Bezeichnung des seine Reden eta nicht einzugehen ge^ 

Süperlat gebraucht. Das alt^. grolico^ neigt sind, so bedient man sich der Rci^ 

grio]ico(von gruri =:horror) bedeutet densärt: '8 gAd,gr388JII(iB 6d. : ktii!l8t 

dasselbe. • ' grflSS'll^ ohne da» von einer dfitbeß 

IhnHlBI&iel, ein lautnachahmendes Person die Rede ist^ an die der Gruds 

Wc>rtTomfernenDoiiner;Ihnmerwird gelange» soll; ? der Situi ists Sprich 

riut" vdh nahen Gewittern gebraucht nur nicht weiter und höre* davon aufi 

©Ävön grammeln, schwach donnern, oder: gehe deiner Wege. Es versteht 

i;rm8eB^inder Stilleseinem Schmerz bich von^ölbst, dass die Person, welche 

nachhSöjgen, ohne ihhi faut werden zu sich dieser Wendung l^edient, mit det 

lassen, -höchstens zuweilen einen stöhi aiigeredeten in einem solchen Verhake 

neödettiPön h(ftren kssen; auch vom nisssteht^diiss sie sichdieserRede weise 

Seelensdhmerz gebraucht. £tyniolob be^eneiidarf. . : j 

gisch ■' mit gftffiSMi Verwaüdti Vetf^lA Grtttt 1. die GrUtze, BAkgrttt, Im- 

auch biB«i tmd kfOBksei. S«£ w^rKiffttttte.&^6rttttüKq^,Vftc8Mnd. 



gf0rideiicl9«3 Wi«seDseia]Pdnkläat<<iißit^ Gflsch, ein Geb^^j V^i^gr^^em 

iamine pMrtensJs). ':■■?. ^: >..^;h r?» nf Weljfepm^hliarßliiiten^ll^rf-^^o-is 

/f.^ifl4Jnifclee^dIeLeiierUume(Hepa^ Gfist, unfruchtbar; trocl^f|^ijt^^|4j[ 

i:t^giBll!^^B0eii. hh glBfittonicbM TK^^tiB ^s.jDeiHe Milch meh^gieb^ ^er 

Witt in't Ög, der Neidhammel. . . ; TKi0ti©3N?fit ;frhr l^irfgacbtfer^ehüeti 

on |pg|l8'B»;iin Schlaf beim ttefep Ath- hefii^tJto:€irstenFAU,hejgst^s;T4l^l(^ 

nien'säiwacb winselnde T^ne von ^ich fttdt |^t; Jn9^(:i:weitep:^se>^i||f g^H^ 

geben, \m'dna.i2.6.'bei.iingstljld^ein Im letztern Sinnsiigt man mdhif^ißH 

Träumen der Fall ist Auch M/^si^ nich begaon. ..•,;: ) .nJ : ,:) 

günsefn ; atigemein { ^ji^iBflrln,. jasnq^rn. . .^fiSftt^: heißet vovssMg^fwei^ .;]der 

r 'gfts^gfts, Lockruf för >dieGSPÄe; Fiohmerihering(MatJ0s),j „. : . SrT>:: 

j.-'/'i -.•. -t:«..! -\v ,••••!« ^ i' ;>.'{. /'vi'jirfv .:.igatt9nirj&brQjdmi.- f-.r:.-.;7!i.:-ii;^. 

-oHtchel'SuiAdieL'.i;: - ? i ; d^nden öier spitzen Wierkzeuge auf 

(' - Eicki, dk Heoberhei (0noni«ißp{*7 etwasr M^ie^erholemtUc^ . ^tossei^i ;9olt 

fiosa);:: • - m .j , i?^'- ' ■>, lÖMJt'ft?! 2.«),vifl alaste>s^q,schlagc^l 

':>'la€k imlac)l^:iätevIeit}urebeinaB*^ UhaoläflMtaMmqH^äMIJk^ 

der geworfenes werthld^6<zei^ z.Bi stetsnuf ihn ein ; 4uidiEeliavBr6r ! '% gdl 

bei' <einer Feuersbrunst^> ^^bnAime ilOff -t!Ta0dwla]|d|Zilru£^J\^BS^ 

ijire luibeldeuteßd^n Habseligkeit^ diesic&sdkl9^i|u.vdadvifd»jprfiiui)<)^ 

retceb und zu^ammenwerfbui ; : > werdensollenyfort;zfaftItr(^Q^ 3. gleich-^ 

- ' ■■ Hack U Pack da^en ^ebi*auähi bedeut n»t haok'Qi (S. unten> B^ide 

man,' wetin eine Gesellschaft von Mw^ lnß/imitÄn das Festsitzen eines Gegen:^ 

•chen gamrr öder thejilweis^aiis. gemei* Standes» doch cnlt,dem Unte^rscbie^^.daäf 

nen oicbt im sond^Jichai Rufe^ehen- bftck'n nut* von etwas Bildendem, jQe^r 

deii Personen besteht benderij Festsitzenden gebraucht wird 

^''^'laok'll SnbÄ. i.'die F^se; ü. der ^.B. . beim Wimen, Kleistern.. Von 

TItei) der Strümpfen. Schuhe, weiebeir back'n unterscheid, es sich, dasa back'Q 

den Hacken bedeckt; 3^ I der Abaats^ 9l^Jbra^f denAofung d.Kleb^iis sic^e- 

unter den Stiefeln.'. Toh Hack'll ibett ^ieht^ dnü^gerad^dinan fest j^u^itas^ 

an'n Nack'n^ vom Kopf bis zu den back'fiaber auf d^sAngeklebtsein^ letzt» 

Füssen. Häck'n iä^ok^znm rascfa^i also i^t intransitiv. Der Schill backl^ 

Fortgehen zwingen. iSfJick will di derKleisterkackt aidwck'«i N biM- 

Back'n. maok'lli warte n^n^, ich Willi dir liehen Sinn bedientet auch : stehen blei- 

Beine maclien. de Hack'^ Baotrcck'S, ben, um im schv^ntzen, fastback'n be-r 

ns9h zugehen ; de Eack'a vtft'o^ davon deutet: dasselbe mit. dem Nel^enbegriff 

laufen, entfliehen ; app deflick'lfiält^ des l^ern V^rweilen^ i eb^n. so bo^ 

^atWasjüDiJäben. . 4' ^ hlÄk*» bUv'n; AtkiCk'll^ Wifd von 

.' ha«k'iay^/iI.'tn»tiQinm;scfanei^ Sidiiaheit.8QJteaviiht^dief%rikp<Sussj2;u 



?3 

gros« sind und sich aiso beim (jeliendcfr- gebracht werden können; isiek TMP-' 

Jussliacken li^erausziekt Back app ! haddeni , durch Widersprüche, Un- 

ttgt der Knabe zu seinem Gespielen, Wahrheiten n. dergl. sich so fest reden, 

wenn er ihn auf den Rücken nehmen' dassman nicht wieder heraus komme» 

vnd tragen will, um Hackback, Huck« kann. 

back zuspielen. Back, alts. bac, ein in Haggl. ein kleines dichtes Gebüsch« 

der Altmark noch hie und da gebrauch- 2. unregelmäss. gewachsenesGestrüpp. 

UchesWortybedeütetRücken; die erste 3, unnütze, unbrauchbare unä doreh- 

Silbe hnok (in Huckback) ist nicht von einander liegende Polterei. 
Hucke (Hocke), Rücken, sondern von Hlg^r, der Holzheher (Corvus glätt- 

lftk(S. unten) also von der halbsitzen- darlüs). 

den Stellung, die der annimmt, um ein Bik'l, der Hechel ; h&kdill, faechelhj 

Kirid auf den Rücken zu nehmen. In tropisch tadeln, zanken, zum Zorn reU 

Hackback ist die erste Silbe vom Verbo zen, Ad ject. bäklig ; Häklt, gesuchte^ 

hack'u abzuleiten-; das Kind sitzt fest Tadel, Streit, Hakler, derZänker,Streiti 

tut dem Rücken. ^ süchtige, Spielverderber ; ta dOrchhft^ 

- Hackpilbl heissen beim Anfertigen kein, tadelnd und schmüheod von Je- 

derHolzkabelninderastehendenHolzd mandem sprachen. •' 

die mit demBeü gemachten drei Ein- • Mkt, der Hecht. 

hidbe in dieBäume rechts und links, um ' half, halwigj halb ; dat 188 nickkalT 

einen Durchgang oder die Grenze der nich hUj das Ist nichts Rechtes, nicht» 

Kabeln der Längenach zu beidenSeiten Ganzes, Ist nicht recht geferti^; Die? 

zu bilden. DieGrenzäider einzelnen zweite Form wird hauptsäcWich bef 

Kabeln in der Breite werden durch Angabe der Zeit gebr., halwig teiB^ 

Schaofn, ail8Cliaorn bezeichnetu.be- halbzehn; &air8lSbY8bl, halb betrank 

stehen darin, dass man von den Bäumen ken sein, 't 18 half SäOb'n bi Inun ] kalf 

techtä u. links der Grenzlinie die Rinde QU lialf 1. zu gleichen Theilen, ^ so 

und etwas vom Hotz abhaut (abschält^ Ziemlich s. v. a. hallwig ; half part rufl^ 

dass die Nummer der Kabel ü. nach dem man Jemandem zu, wenn man mit ihm- 

Kauf der Name des Käufers angeschrie- das was er in Händen od. gefunden hflt 

ben werd^ kann. Daher Ha(Apillb8lll öder Wovon die Rede ist, theilen wiU. 
U.'SchaolbSlD, Bäume, die mit der Hack- HalfiSCheid, die Hälfte. ■■■^ 

piUe oder mit der Nummer versehen HalftUg'r und Halfelag, der Bastard,' 

sind. von Hausthieren im Gebrauch. 

' '■■ Baok8Ch, ein Mensch, der in^inem ' Halfsttg Subst., zehn Stück, als Ad^- 

Thun sich ungeschickt und plump be- jectivrzehn. ' -' 

nimmt kalfWa88'll, halberwachsen, 'ahäl^ 

Badd'r, Hader m dem Sinn von zer« wassen Juig heisst d. 14 bis i6jährigb 

tarn pten Kleidungsstücken. Davon ver- Jüngling. * 

hadden, verbiddern vom Garn oder ball'n, ftthairo, austrocknen; de 

Zwirn gebraucht, wenn beim Abwi- Wllld hallt dätLaBd^reoht fit, das Adj. 

ekeln oder Abwinden desselben die^ dav. heisst ball ü: ballig (ballig LucAit^^ 

Fäden so in Verwirrung gerathen,das^ bällig WId'r). Kalli|! hataucb^e^i^^. 

aie Rtir ttürMUh? wieder in CMnubg gleitete Bedeutung, kctamt aberdaim* 

10 



74 

mit dem Umlaut vor hUlig im Sinne wohl bleiben, wo ich will, bildlich : ich 

von durstig, schmachtend ; Kranke, die werde dich wohl nach meinem Willen 

in der ^Fieberhitze liegen, sagen lOliiSf leiten* Das alts. kam bedeutet einea 

gO häUÜg oder icUin so h&ilig, eben so eingeschlossenenRaum, was im Bremi« 

Kinder, die mit Begierde sich nach der sehen noch im Gebrauch ist, im Engl» 

Mutterbrust sehnen ; nicht mit bellig bedeutet es den Kniebug. 

(S. unten) zu verwechseln, Bämp, der Hanf. 

Hallo! Aus dieser Interjection , so Hämpling,Hampeiling,derHänflial^ 

wie fast aus allen andern, macht d.Plttd, Hanffink (Fringi IIa cannabina), Maa 

ein Substantiv doHallo, im Sinne von : unterscheidet grau Und roth Hämplini^ 

tobender Lärm. Datt iss JO dao 'n ge- ob es gleich derselbe Vogel ist, dessen 

nrlieh Hallo, da ist ja ein gewaltiger Männdien im Alter röthliche BrustfenF 

Lärm ; maok man nieh so Tä61 HaUo da- dem bekommt ; grön Himpling ist Lo« 

Ton, madi nur nicht so viel Aufsehen, xia Chloris. 

l^ärm davon. AuchdasVerbumhaUta Hampelmann S. ampeln. 

kommt vor. Hampeter, d.Vorname Johann Peter» 

hallwig, ziemlich, wörtlich : halben . hanÜkeln . 1. satirisiren, 2. höhn- 

Weges. Auf die Frage: wie geht»? lachen, 3. necken, 

erhält man häufig die Antwort : 80 liall- Hannackscb, eine fast ausgestorbene 

wig ; 't iss mett ämin man so hallwig, Art ländlichenTanzes ; ein Gleiches gilt 

seine Lage, Gesundheit u. s.w. ist nur von den übrigen ländlichen Tänzen 

mittelmässig; haUwSg gelt mit 'nPris, StSrsch, Twttritt, Drktritt 

der Preis des Korns etc. ist so ziemlich« handlich S. hallwäg. 

In demselben Sinn gebrauchtman auch Handwis'r, der Meilenzeiger. 

ländlich ; 't iss 'n handlich' n Prts. Hannmichel, Johann Midiael 

'. hallwig S. half. Hannotfr S. Aodebaor. Unsere Kin« 

Hals. Hft bat watt in[n onreehten der singen : Hannotter, Bannotter d« 

9als (d. h. Luftröhre) krSg'n ; datt iss Langhin, steit npp'n roden Sandstftn, 

^ nich Hab al^ das. ist ja nicht söge- h&t r6d' Strttmp an, steit ass 'n oUn 

Ehrlich. Beddebnann. Oder: Hannotter, Hau? 

Halw* 1. die Hälfte ; ick wiU man notter dn Langbin , wenn kx wnlt dn 

Halw'n hämm, ich wilt nur die Hälfte wogtto? wenn doBJogg* rtpiss, wenn 

haben. 2. d ie Seite, Uwlf d' Halw brin- de Pogg pip iss, Wenn de Waog'n stiU 

g'n, auf die Seite bringen ; hft iss npp steit, wenn de Plftg to Felle geit, wem 

Jenn'Halw, er ist auf jener Seite, Uw'r de Toggeln nich mftr sing'n, wenn de 

d'Halwgaon, auf die Seite gehen (um blanken DaoFr Uing'n. 

^^ne Nothdurft zu verrichten). Da$ Hannotterbl6m,dasWiesenschBum-<f 

alts. half ist Snbat und Adjectiy. kraut (Cardamine pratensis) ; in andern 

kämm' aus hBbb'n entstanden S. Gegenden derAltmarkheisst die Wald*, 

h^b'n. anemoue (Anemone nemorosa) so. 

Hammbllteh, Banbntoh, die Hage? Hangelbolt, das Krummhol? der 

butt^ Flucht des wildenRosenstraachfi. Sdiläcbter zum Aufhängen des ge« 

. barnm boDni in Zaum halten; dn, schlachteten Viehes. 

sast nlwoU huunjiplln^ iß sollst da, BMdnpp, einSchimpfwort imMcmdt 



des P^els in der Bedeutisng: da bigb kir, Imperf. von kaWfi, haben, 'i^ 
weiter nichts werth, als aufgehangen Hark, H&rk, der Rechen» auch inr 

zu werden. . Nhd. übergegangen. Verb.Urk'B. ""■ 
Bans, HlBSk'D, der Vorname Johann. Hälkeb, was zusammen geharkt ist 
Ein Knabenlied lautet : Hans^Jipailll an ! H&rrftck (ä ganz kurz gesprochen. 

tw^ Kattea y&firan, twh His YOrnpPi Vgl. Vorrede u. rr nur sanft anstossenv' 

liao*]l Blocksberg mpp. Ein anderes : so dass es fast wie dd lautet), der Hede- 

Bilisken satt iB'n Scbomstte nil tickte rieh (Raphanus Rhaphanistrum). 
sineSchd, dao kämm 'n smuokes lik*! Hirl (Aussprache wie bei dem vo- 

Hl sack so nippe to; Mlken Wist dt rigen) ein Fäserche» z.B. Flachs. 

frtX SO frle du nao mi, ick heff 'n blai- Harbtnk'n, der Ahorn (Acer cam^ 

ken Daoler, denn'' will ick giw'n di. pestris). 

bnsaoml, Jobann Samuel bartlMg, schwer lernend, beson- 

Hansgrftt wörtlich Johann Marg»- ders vom schlechten Gedächtm'ss im 

rethe, Seh impf wort, das einen Herma- Gebrauch. 

phroditen bezeichnet härtlicbi ein wenig hart, wirdaucA 



Mansch, Hanscben, Dim. Hänschk'n, von Getränken gebraucht, die anfangen 

der H andschuh, davon Fusthanscbon. sauer zu werden, 
laastoffel, Johann Christoph. flärwst, der Herbst 

Hanscb6m S. Johann j6m« hässlicb wird vom gemeinen Maone 

hantftm, handthieren« in defßedeutg. von sehr nicht seltetf 

Happ, Happs Naturlaute, besonders gebraucht ; datt ISS bäSSliA wMmi 

vom begierigen und raschen Essen im dattiss'n b&SSlichg6d'nKlrL Vergk 

Gebrauch; denn bapp'nist: mit dem auch gefarlich, 
Munde so etwas hinnehmen, dass der HasSldbnsch, der Haselstrauch ;kas> 

Lautbapp hörbar ist DerNebenbegriff sein, aus .dem Holz des Haselstrauchs 

des Gierigen liegt nicht nothwendig bestehend, bassoln Stodi; HaSS^Mtt 

im Worte, bappto, nimm schnell hin; Plur. HasselnäOt, die Haselnuss. 
bapp At, nimm das Dargebotene ganz Hast, die Eile, 't bat kto Hast» im 

und lass nichts zurück. Happ'n (Subst) Begriff stärker als t bat kte U (lang 1)« 
was man mit einem male in den Mund bast, bastlg, Adverb, eilig, bald,ge* 

steckt, meist nur von consistenten Ge- schwind ; komm bast WOdd'r, kMim 

genständen im Gebr. 'n Happ'n Brot; baM wieder, nicb SO bastig, übereile 

dat iss man 'n Happ'n, ^^^'^^"""^^^in^ dich nicht Davon sick basten, sldi? 

einem male in den Mund stecken, ist beeilen. 

nur ein Bissen. bast da nid^ sist dl idoh wörtlieb : 

bappig 1. zudringlich, begierig ; si hast du nicht, siehstdu nicht» wird rein 

dodi nicb so bappig, dränge dich doch adverbialisch für : eilig, schnell, hefdg 

nicht so begierig nach dem Essen, mit gebraucht, hh Upptbastdn nicb, ftst 

dem NebenbegrüF des Hastigen beim du nicb, er läuft in grösster Eile, bl 

Essen. 2. erpicht auf etwas , bappig dfiscbt bast dn nlcb, stst dnnicbm 

npp'n Dfenst^ begierig auf die Arbeit; &m los^ er prügelt derb auf Ihn los. 
'n bappigen Kirl bedeutet emen Hab« bastig Adj., nisdi,^tig, "ü hail^ 

fittch^S^« BrankdAk beiperigdenDarstläsch^ 



76 

Abgeleitet beifeutet es so viel als jlQi- mit Behagen dasselbe Wort , da det 

zornig, cholerisch^ datt Us'HhalstigeB Plattd. die Vorsilbe be gern weglässt 

Hann, der Mann wird leicht heftig. ' und den Umlaut anwendet. 

Bätltseh, die Eidechse ; wird auch Haok, Haok'n 1. der Hak^, H&okan 

Ttof8t8€h genannt, im Süden «Aors« Öl (lang 6) Plür. Haok'n Un Ös'n, aud 

kr&pp'L Dratb gefertigte Haken und dazu ge^ 

Hau, Hei l. das Heu, goth. havi, alts. hörenden Bügel, die an Kleider genäfaet 

houwe;2» der Hieb, PIur.Haue Schläge, werden, Äum Zuhaken derselben; stlt 

Hiebe. Haoken anslaon, dn&i Versuch mm^ 

haOB, kein drückt die Beschäftigung chen, etwas 2u erlangen 3. B. wenn ein 

mit dem Heu, so lange ies sich noch auf Mann sich einem Mädchen nähert iuder 

der Wiese befindet, aus, also das Wen- Absicht sie zu heirathen. dat Ding kat 

den, Hocken, Aufladen etc. Stn Haok'n, die Sache ist nicht klar, es 

Han^ Sahst, ein Schlag, idk keff im steckt etwas dahinter. 2. ein einfacher 

'n Handi gäw'n, ich habe ihm einen Pflug ohneRäder, wie er vorzugsweise 

Schlag versetzt. Nach dem Bremisch, von den benachbarten Wenden gebr. 

Wörterbuch Ml es der Imperat. von wird. Davon kaok'n mit dem Haien 

audire und der Sinn sein : ein Mittel, pflügen. 

damit er künftig höre. Diesen Neben- kaok'nVerb., festsitzein, mit dem Ha- 
bi^riff kennt man in der Altmark nicht, ken etwas so in Verbindung bringen. 
Näher liegt die Ableitung von kancn dass ersterer den Gegenstand festhält 
und^nti ist vielleicht zusanunenge« Wenn z. B. beim Abwinden oder Ab- 
zogen aus ickkandi, ich schlage dich* wickeln eines Gespinstes der Faden 

Häw'n, der Himmel, alts.heban. festsitzt, so heisst esdatkaokt Auch 

.; laobdnke einer der zu Hofe geht, bildlich, wenn z. B. der Scbulknabe 

Frohndienste verrichtet beim Hersagen einer Lection stockt,so 

' Hapfk, der Habicht, die ganze Gat- heisst es auch dat kaokt Sickkaak'tt, 

tungFalco. iroGespräch sich Unangenehmes sagen, 

' HiSg, d$s Behagen, die herzliche bitter gegen einander werden, imBe^ 

Freude,Lust. kikatslnHäfiganBßk'r, griff schwächer, als sich zanken, 

er hatseine Freude an Büchern ; se kat In dies. Bedeutung ist ein Ad j. nicht im 

'n HiOg daonao, sie (besonders die Gebrauch wofür kiklig, von kakeln, 

Sdiwangere) hat eine grosse Begierde gewählt wird, ebenso dieSubst. H&ktof, 

nach diesem oder jenem Essen. Häkelt. .. 

Haog'l, der Hagel ; datt di de Haog*! kaokenrein wird vom Einkaufeines 

oder: 'n J]üiAg1 ök, ein sdiwaches Schweins gebraucht, wenn man es ge- 

Fhichwort, oft nichts weiter bedeutend schlachtet nach der Zahl der Pfunde 

s^s: ei das wäre I bezahlt, das Gegentheil ist Upp de Hand 

^ Haog'n, ein auf irgend eine Weise kdpen. Nach seiner Zusammensetzung 

eingefriedigter Raum; Haogenwisi^ soU das Wort vielleicht aussagen: das 

Haoge^graoban. Aiich einige Dörfer rein gemachte und vom Eingeweide 

mit i).ohne^jZusatz führen dies. Namen, befreiete Schwein, so wie 'es der 

: kUg'llibebf^en} erfreuen, ergötzen; Schlächter an den Hakeuhäng^kauffts. 

daik&figt m^ dab i»f r^sfiet jj^h. . ht Haokenrein maeken, eine sprlchwört- 



7^ 

HdieRed^isiartimSinnedesg&izlic&en sucböfay besonders von Kinderu ge- 

Anfräumens, alles so aufz^ren und. bräuchlich. 

durchbringen, dass sich nichts mehr Haof, das Haar, dient imPIattd. oft 

am Haken befindet. äur Verstärkung der Affirmation al» 

Häfiker, der Hoker ;IläSkeni 1. Hok- Negation ; U di iss kte EaOr göds. Da« 

waaren feil haben^ allgemeiner: Ver- Sprichwort rod Haor H eUeni Holt 

kiruHiche^ in kleinen TLeilen verkau-^ WäSSt l£(A fimmer Upp gödeil 6nui4 

fen, wofür noch häufiger ftthifikeni bedeutet: den Rothharlgen ist nicht iofi-» 

gebr. Wird; 2. viel handeln; abdingen» mer zu trauen. 

haoln^ bohlen, haol äfiwer, Zuruf au. Haorfleifn, der Ackerschachtelhalm 

einenaiii jenseitigen Ufer eines Flusses (Equisetum arvense), wird in andern 

befindlichen Fahrmann; alts. halon« Dörfern auch Katt'&SWans, Katt'üStlrt 

AöWCrhaoIn, tadelnde Bemerkungen genannt, 
über Jemanden machen, schwächer "sia Haorftl S. Ul. 
driwan und klatschen« haorn wird vom Schärfen der Sense 

HaomelundHiömelyderHammeL gebraucht; de Selssel haoni. Diesge* 

: HaOmer, der Hammer. schiebt, wenn die Schärfe der Sen^ 

. Haon, der Hahn, gth. bana, alts. hano« mittels eines eigenen Hammers (Baoif 

Sein Krähen wird so übersetzt : Kficke« haom'r) auf einen kleineuAmbos (HaOf • 

nH^kt, ZUGk^ iss dir ! jao ! jao ! jao l bolt'n) dUnne geschlagen wird ; gleidji 

Haonblöm^ die Fleischblume (Lych-^ dengeln. 

nis flos cuculi). . Haorklfiw'r S. klöw'n. -. 

.. HaonbBk, die Hainbuche, Weisse Häflrn, goth. haurn, das Hörn, das 

buche, Hagebuche (Carpinus betulu^ Adj. heisst ebenso. 

Das Adj. baonbftk'n bedeutet auch so Haorplaser , der mittlere Maikäfer 

vielals gross dabei grob. 'nhaonbfik^ (IVlelolontha solstitialis). 

JUxlj ein grosser grober Kerl. Inder Hads', der Hase» aucji ein feiger 

ersten Bedeutung ist dies Adj. vielleicht Mensch ; Dimin. Häösk'n. 

gar nicht im Gebrauch, man sagt dafür HaoSCüpöppel, die beiden Artender 

Wlttbfik'n.^ Käsepappel (Malva rotundifolia und 

Haonklftt S. Poggenklöt. silvestris). Vgl. Kattenkfes. 

HMnkenTiönncicr, ein Mensch der „ . „ . , .,. A t L 
unaufgefordertund ohne Veranlassung Haosnsallaot, der kleine Amphe^ 

sich in etwas mischt oder vornimmt (Rumex acetosa). 
und dabei Übel ankommt. Daher die Häösknbrot, heisst in der Kinder. 

Redensart HäAnken Yiörmeier hinn an «P^^^^^ ^"^^ Essbare, wasErwachsene, 

HäOnken Vifirmei^r Väör von Jeman. ^^^^«^ einer Reise oder vom Spazier- 

^em, der, sich häufig den fehler zu gange zurückkommen «^^^ ^en W^^" 

Schiriden kommen iL, im Gebr. ist.. ^^"^ datt heff t HaoSH aiQaogl, deö 

. fiaop'r,Hindemiss;liaopeni,hapeni. Ki^^ern geben, was von ihnen mtt 

Ädj-taoprig.. • grossem Appetit verzehrt wird. 

Häftnk'r ein leer gelassener Bieneti*. laos'B, die Beinkleider, Hosen, .|jt 

korb^ 2. derH&idehnacher. . /! Haos'ft sto (wls'tt>i 9eine Nothdur^ 

kttnkeni^ Streik • rVeranla^aeft- iffid v^icht^D|^ i .; 






' IftOW', d^r Hofedienst, ta HitiSW llSbbB,kSlill(hefF,Iiäst,heft tf.hati- 

gtajHofedienste verrichten. Imperf. Mr und hadd^ Part.hatt), b&i 

HaoiX^'r, der Hafer, alts, bavbro. hea. Einige intransitive Verba nehmen 

Sprichwort. sind: Stickt di de HaoW'r? in derAItm. dasHUlfszeitwort haben 

töfmaB, deZfgWit diUedL'n! wert:- entweder allein oder mit sein^'Wäs'n) 

ficb : sticht dick der Hafer? warte nur, an. lek bin wist hürt man seltener, alt 

die Ziege wird dich schälen. Gebraucht ick heff wesi Eben so : 'k keff gaOB, 

wird dies Sprichwort, wenn Jemand kft hett am mbty neben dem seltenem 

in einer übermüchig lustigen Laune ick bin gaon^bft iss &mbegegn% uiri 

si<Jh befindet u. man will ihn aufmer- so bei ähnlichen Verben. Das Imperf. 

sam machen, dass er dadurch in ünan- vertritt, besonders wenn ein Wunsch 

nehmlichkeiten gerathen kann. Wird ausgedrückt werden soll die Stelle des 

es in einer Gesellschaft stiller, so sagt Plusquamperf. im Conjunctiv: lllriok 

man : hir iss göt Haow't sein, wörtlich : doch datt nich daon, hätte ich doch das 

hier ist gut Hafer sSen. nicht gethan. ImPlttd-giebtesnäadiA 

Haow'rboeki die Heuschrecke; im nur einige schwache Andeutungeuvon 

Süden heisst sie GrtOSehnpp'T. Die einem Conjunctiv; wenn man hie lind 

Knaben singen: Fingst'n Spring'n de da einzelne Conjunctivformen hört, 

Dtrns aSSHhigSt'n ob de Jungs aSS sind sie aus dem Nhd. entlehnte Dahef 

laoVrb&ck. itkilt, ich thstedies! ickk&r tdäoa, 

Haow'lbncki die Becassine (Scolopax ich hätte es gethan, ich würdees gethan 

Gallinago). haben. Sick hSbb'n, (hämm) bedeutet 

HaOW'rrecht kommt nur in derRe- 1. sich arten, sich betragen; VI hltt 

densart vor : hft qn&lt (pisaekt) mi Upp't sich de Jung*, wie artet, beträgt sich der 

Haow'rrecht, er plagt mich ansseror- Sohn ? du mfist di darnao blmm ant* 

dentlich. wortet der Gefragte, wie er sein Ge- 

HaoW'rweyi Haferschleim, Hafer- schäft einzurichten habe. 2.sichängsti«« 

seim. gen, heff di nich SO ! beruhige dich doch 

HaOVibk'n und Haobnttdl'ni die in deinem Schmer^. Das Sprichwort 

Hambutte. hast dnnich, SO geist da nich gebraucht 

hft, alts. he, das Pronom. pers. er. man von einer lustigen, besonders tan« 

De 16 oder Hfek oder H(k'n Subst das zenden Gesellschaft. Steht bei Fragen 

Männchen eines Vogels. Eben so de das Pronom. nach, so wird intierzwei^ 

Sie oder Sfek'n , das Weibchen. Die ten Person Plur. statt hefft gesagt hei; 

kürzere Form hh und sie Werden gebr., bei ji dat daon ? habt ihr das gethan ? 

wenn nur von einem Vogel die Rede Ueber ick beffals Bezeichnung des Fu« 

ist, um das Geschlecht anzudeuten; 't tursvergl. unter salL 
issdochUnSie?esistdochkeinWeib- Heck 1. die Hecke, Befriedigung 

eben? Eigenthümlich ist es, dass hier eines Gartens etc. mit lebenden Strän« 

nur dienhd. Form sie und nie die plttd. Aem ; Ttn ist eine Befriedigung von 

st im Gebrauch ist. Stellt man beide abgestorbenen Sträuchern; Bickwerk 

Vogelgesdilechter zusammen, so wird Befriedigung mit eilizelnen gegen 

üfiemal die teuere Fomi g^MWUcfet Pfiihlegeschhigen^ Latten. 2.bezeich« 

mk'nraStt'niue:»«!^ 1^^ MtüookCvunkeek'B^olstefi, Junge 



79 

MisbrOteo) aacK die künstliche Nadi*- l^p'll ISg'r ktbnmt 'B Tertirer, auf den 
afatnung einer Hecke, um Vögel zum Sparer folgt der Verschwender. 
Ausbrüten von Jnngen 2u veranlassen. Bei S. Hau. 

Auch im Nhd« wird Hecke so gebr. heia, heia popeia, heidi, heididled^ 

Heckll, dat 1. eine aus Latten gefer. ^«»»«»«1 InterjecÜonen,die besonderg 

tigte Thür, die den in einer Befriedi- ^^" Wärterinnen gebraucht werdei^ 

gung befindlich. Eingang verschliesst ^^°° ^'^ WeineKinder auf dem Arme 

5. cfer Schhigbaum ; 8. eine halbe Haus- ^"^^" ^^""^ ^ö''^' ^'^ ^'^«^ Inter ject. 

thür, um Kindern u.Thieren denEin- i°^^° mannigfaltigsten Abwechselung 

und Ausgang zu vcrschliessen, oft nur 8^" ""^ Melodien singen. 
a\38 hölzernem Gitterwerk bestehend. "«»(*) ^' ^^^ ^^^^^^ Verehrer meh, 

,. ^ rerer Götter, dat Kind iss noch 'n Hei^ 

Hecks 1. die Hexe; 2. allgemeine j^gKi^j j^^ „^ch nichtgetauft. 2. Am 

Bezeichnung für die ganz kleinen Heidekraut (Calunna vulgaris); 3. ein 

Schmetterlinge, besonders die Motten ^nbebaueter. mehr oder weniger mit 

(Tinea). jj^y^ ^^ Kiefern bestandener nicht 

Hecksl, der Heckerling; Heckgel. kleiner Strich Landes, goth. haidhi, 

laod, die Maschine zum Schneiden des ^j^^^ ^^^^ ^^^^^ j}^3 ^^rt in Zu- 

Heckerlmgs. .,,„*, . sammensetzungen das Ausserordent« 

HM, Hede, Werch; klein HMtt m li^i^^. 4at igg »a Heidenwider, das ist 

nass n heisst eine Art Leinwand, deren ^.„^ abscheuliche Witterung, Heiden- 

Aufzug aus Fkchsgarn, der Einschlag ^^^^^ ^^f^, Schmutz, Heidenllm, 

»her ausHedengarn besteht; klemHM'n grosser Lärm, 
ist nämlich die Hede, die beim letztea Heidecker,'Potentilla TormentiUa. 

Hechehide^iFlachsesgewonnenwird. Heidebaor, HeUebaor, Heinotters. 

HMwMi; wörtlidb : heisse Wecke, Aodebaor. 

ein nur am Fastnachtstage Übliches Heidenbftst, arges Schimpfwort 

Backwerk aus Weizenmehl in Form HeidenYOlk, ein Schimpfwort für 

eines Rhombus mit ausspringenden rohe Menschen. 

Ecken, das erst gesotten und dann ge- heidi gaon, davon gehen, wegflie- 

bickenwird. Der Landmann nennt es gen, verloren gehen. Es wird gebr. 

Stimpstnt'n, Stippstaf n, sollte heissen: vom fortfliegenden Vogel, weglaufen- 

Timpstnt'n von Timpe, Ecke, Spitze den Menschen, von fallenden und d^ 

ehies Dinges. durch verloren gehenden Gegenstän. 

hSg'n, sparen, zu Rathe halten, den etc. Auch bildlich vom Verlust des 

Sprichwörter : Oft watt hCgt, ih watt Geldes durch verschwenderische Aus* 

hat ; watt Yi Ugt vUrn Innd, dat fritt gaben, Spiel u. dergL Vgl. auch fleit'n 

KattnttHnnd. 2r pflegen, zuGutethun. gaon. 

Der Krankgew^ene sagt nach seiner Heidanack, eme kleine sich in der 

Genesung : ick heff mi h9gt nn pllgt» Heide aufhaltende Schlange. 

ich habe mir ordentlich was zu Gute HeldSMCk, eine Art Schafe, die be- 

gjEfthan« Davon EpphSglly aufheben, sonders in der Lüneburger Heide gf^ 

verwahren. ' fanden wird. Sie sind klein, die untern 



so 

ftlnd schwarz , Aie Wolle ist sclitecht; allkM Hielt, dardiau» nichts he Utppt^ll 

aber das Fleisch wird sehr geschiä:?t;, hH^Dagltb&mery'erlitiiftdenganz«!! 

Bekanntlich machte ein französlsdier Tag «roher. Auch wird das Wort ad-. 

Schriftsteller, als die Franzosen 1€02 verbialisch im Begriff von sehr gebr'^ 

das Hannoversche besetzten ans den 't iss h&l got, das i^ s^hr ^ut. 2* das 

Heidsnucken ein peuplesanvag^. Imperf. von hoUn, halten. 

' Begras ^eisst in einigen Dörfern hUbömig l.was noch nicht hinrel* 

diePiingstweide, d. h. die mitPfingsten chend getheilt ist, ddtt Holt iS8 BOCkta 

eiröffhete Weide auf der Brache bei der hMbfimig, die Kloben des Holmes sifid 

Dreifelderwirthschaft. Im Goth. be- noch zu stark; 2. körperiich unge- 

deutet h a i 1 1 i die Weide; Heigras schickt und ohne Gewandtheit, 'H hÖk 

also ist die Grasun^, welche als Weide bÖmig'n Karl ; hh slög hMbfimig biB^ 

dient. ärfiel wie ein Baum nieder ohne dabei 

hei ji? habt ihr? Vgl.hebVn. irgend eine Gewandtheit zu zeigen. ' 

beikeln S. Eich'L BCler, Beller, ein verhälthissmäsfiig 

heillos, Bezeichnung d; Superlativs l^leiner Fischteich zum einstwieiligen 

S*gefärlich. Aufbewahren von Fischen. ; 

-Heilt airil Schaoden,^ die Mistel Helft, der hölzerne Stiel eines Belts^ 

(Viscum album). - einer Axt. . . 

HeimbSk, die Weissbuche (Carpinus Heiljäger, der durch die Luft' iie- 

betülus). . hende wilde Jäger, auch als Schimpß 

.' Hetalh, Heimelfc, das Heimchen wort im Gebrauch, ' 

(Acheta). hellig, hellicht, heHerlieht, helle; 

Heinotterblftm, der Hirtentäschel bi heiligen Dag , stap upp , 't iss het 

(Cäpsellä bursa pastoris) Unsere Kin. lichten Dag oder hellerlichtet Dag; 

der lassen eine Samenkapsel von dieser steh doch auf, es ist schon ganz belle. 

Pflanze durch einen ihrer Gespielen help'n(Pr.help,helpst;Imperf.hulp^ 

abpflücken und singen dann : hat 'n BÜr Part.! hulp'n), helfen ; tEf ! ick Will 4i 

*n8chink'nstaorn. In andern Dörfern help'n fein drohender Zumf. i 

wird der Wiesenscbaum (Cardamine • . HelphoU, Lärm und Aufsehen beA 

pratensis) mit dies. Namen bezeichnet, sonders über Kleinigkeiten ;niaok flUUI 

HeioSS 1. ein grosser langer Kerl; Bich S5nn He^holL daftct, mache döch 

2. ein plumper grober MeB<?ch. wegen der unbedeutenden Sache kein 

Heister, Htoter, Hister, die Elster so gewaltiges Aufsehen. Davon das 

(Corvus Pica); sie ruft: ick bin de Verbum helldioll'n. 

Heister 1 eck, eck, eck, eck I - ':' ^hftme, heim, nach Hause, (selten im 

heisterbnnt od . so bnnt ass'n Heister Gebrauch) wilFn himt gaon. 

wird vom Anzüge gebraucht, an dem . hendaol, herunter, hernieder. . 

sich eine auffallende Farbenabwecfase- Henk, der Henkel, Henkpott, HeidC« 

lung befindet. ju^ Topf, Korb mit einem Henkel. : J 

htt(goth.u. alts.hel), l.heil,faiiz; Henksel, deir Henkel an den Kid- 

Wedd'rh^ wieder heil z.B.eioeWunde» ^ongsstücken, mit denen sie angehängt 

aber nicht von ümem Krankheiten im werden. 

aa4nmcb^)MügM»gai)||ggpei»^ . UOB, hio^ gaohSaS, gebhii^lUsS 



all 

kSlIO; er Ist dahin (wovon die Rede ist) gegangen sei ,■ d!e Redensart bedeutet 

gegangen» und: er ist todt. hSan stl nichts weiter, als: ich ging weg. 
(von Sachen), untergegangen, zerbro- Hcw, der Hirte, kommt nur in den 

chen, stark verletzt sein; de Pfttt, dC Verbindungen vor: Stftthm: (Pferde- 

Stäweln, de StBl, de Hamm' etc. sfüid birte),K&berr(Knhblrte). 

6k all wedd'r henn, die Topfe, Stiefeln, Hemidtest , Frohndienst , Hofe. 

Stühle, Hemden etc. sind auch schon dienst. Das Sprichwort: Hemidtest 

"^ieder zerbrochen, zerrissen. Wird geit Yiftr Gottsddist bezeichnet das 

mit vielen Verbis wie imNhd. zusam- Drückende dieser ehemaligen Last det 

mengesetzt, die der Kürze wegen über- Landmanns. 

gangen werden, Herrschop, die Herrschaft d.h. die 

hJimto, hinzu, nao de Stadt hSimtO, f «"iUe des Hausherrn, im Gegenstte 

»tadtwfirts. "^^^ Gesindes. 

hennftt = heriit ^^^'' ^'® ^ '"* ' GrashSw', die Gras- 

keraff und rair; herab. gfütze, Schwadev preussisch Manna, 

Samen von Glj%erion fluitans. 

■■ EttrrgottswBrmk'ii.HerrgaltsMBk b, 115,4 (goth. hairto. atta. herte), gans 

Pttth6H,PttWormhdsstdieCoccinelle, birz gesprochen : das Herz, Dienhd. 

besonders die siebenpunktige. Dieser Form Her», meist gespr.Hetz die« 

Käfer steht bei den Kindern in grossem ^ei uns zurAndeutung desinnigeuVer- 

Ansehen, sorgföltig nehmen sie ihn auf, j^gitnigses zwischen Eltern und Kinder, 

bssen ihnauf der Hand herumkriechen letztere nennen Vater u.Mutter nicht 

uodauffliegen,>yobeisie singen: Ben- blos in der Anrede; sondern auch gegen 

gottsw&imk'n fl6g m'n ffimmel, bring ^^^^^ p^rson.: He(r)x-Vaod'r, He(r)x. 
Bi'nKringeUeggtiaiaVaoderwiIut ^^^^^ Leider ist diese schöne Sitte 
tar »ich na» ; oder : Herrgottswdtnk 11 (^^ ga„z ^^.i^,^ gegangen. Dies ver- 
flog nao'n Himmel, bnngmi'n Stuten «n stärkende Herz findet «ich auch in: 
Jotterknngel; od.:Herrg«ttswftnnkn henensgdt, imiig. herzlichgut; wobei 
fltgnao'nHmimel, segg dlnTaodervn d ieVerlängerung statt heBg6t(was nie 

Intter, datt morgen an iftwennorg'n vorkommt) zu beachten ist. Dieselbe 
gftdWidtvarL Verlängerung findetman auch efterbei 

HenJe! Ben Jte S. Je. ■ Herjenvaod'r, Herunmntler. 

- kteksom', bildet einen eigenthOm- HBrtslag, Herz, Lunge und Leber 
liehen Pleonasmus in der Erzählung, von geschlachteten vierfUssig.Tfaiere8C 
Will man z. B. ausdrücken : er schlug besonders vom Kalbe. 

mich, so heisst das bei uns : dao kaom herflmm, hertauner, rlBUB, rtnmw, 
bthSranslftgml WiesehrdieBedeu- herum, wiU'n bit'n rtuBerlop'n. 

tung des Herkommens dabei verwischt herftt, henutlt, rftt^nftt, heraus. 

ist, geht daraus hervor, dass es auch da Usch, Ms'rig, heiser; ÜA Uff ni 

gebrauchtwird,wo$s in einem Wider- ganxbteebSObrtt; alts. b^. 

Spruch mit dem Folgenden steht z.B. HesebBssen, Hissebesseu, Schimpf. 

Ol kämm ick bSrnn ging weg. Diessolt wort für ein altes Weib, etvi'a: dne 

tütkt etwa heissen, dass er erst von hfSse Xat^tippe. 

«McnnvA gekomisen und dann, weg-; >,lU8%.4i^auptaieihBe am Hi»te<;A»M^ 

11 



82^ 

der TbÜere und atn Menschen ; davon beeiltjsoSnden i$ich doch allerlei HiiH^ 

inhessen, durch eihen Einschnitt in die derntföe u. Störungen. Sbst. Billigkeit. 

Haut diese Sehne vom Knochen' tten- HOgeilland, Hilgenwiscl», Acker, 

«en, um ein StttckVieh mittelst eines y^iese, die der Kirche gehören. 

durchgesteckten Holzes aufziAängen. jjmjr heilie. 

Im abgeleiteten Sinn bedentHterauch Himni', das Hemde, 

den untern Theil des hintern Ober- Himmel düsentzack-mänt, ein star- 

schenkeis vomSchwein, eingeschätzte» j^^^ Fluchwort, davon : Himmel duseilt 

Essen im gepökelten Zustande. Auch xack'nnänter, ein Mensch, den mau mit 

bedeutet es den ganzen Fnss desMen- ^-^^^^^ pj^^j, ^^^^^^ 

sehen, ick gmlt di iü 'd Hessli. HimmelsToggl, d. Bläuling, ein Tag- 

_ Hesp, Angel an ThUren, Fenstern etc. scbmetterlmg (Polyommatus). ' 

Hesphaok, d. Haken auf dem die Hespe Himmelswaog"!!, der grosse BSr am 

sich bewegt' -_ Hij„^eL 

ktt (hie und da: heit), heiss. Sprich- Himphamp , jeder Gegenstand , der 

wort: t W4t mch SO kht git'n, ass 't ^iel Raum einnim^ ohne Nutzen zu 

Bppdraog'n ISS, es wird nicht so haben und wackelig ist jauch wohl von 

«hlimm, als esAnfangs erscheint ; Watt ^^^^^ ^^^^^ Hause gebr., das nicht mehr 

iek uehwftt, maokt unicliMt. alts, fest steht,' watt »all de oU Himphajgip 

' hlraochrttmmstaoiiiSlaog'ntwei; de 

wea (Präs. h^ h^st ; Imperf. fehlt, „u- Himphamp wit dk bald infalln. 

Part h^f n) gth. heita, alts. h^tan, heten, -. „. 

h8talleBedentmig.de8nhd.heissen. »immt, Himmt'B, ein Getreidege- 
llt S. hott ßiSss, einen halben Scheffel enthaltend. 

hibbeln, hiwweln wird von Klnderii . "»*? "^«Tu T 1" ^' ^^"'*"'* ^** 

gebr, die es nicht abwarten können, die "«* Bind «ich Kmd h&mm, vielleicht 

Mütterbrust zu bekommen, oderwenh '***'*»*' t"" ««Liebe zur Allitteratiort 

sie beim Anziehen Miene u.BeW€gun- gebildetes Wort; andere erklären es 

genmachen, davonzulaufen; von Er- föf • Angehörige. ■ 

wachsenen gebraucht bedeutet es : bei HiÄgSt, der Hengst 

einem Geschäft sfch nicht die erforder- . Hingsterblsmg , HligStbte'l, die 

liehe Zeit nehmen und sieh UberdMii Himbeere. ' 

Werdies thutist einfliHer. Adjedtiv: - hm»', gtlnhindar, alts. hindan, hinten; 

kibblig htbbrig. ht iss hinn', er ist im hintern Theil des 

hickhack'n, streitea, zanken, in der ^«"'^* °*^^'" '**" Geljöftes. 

Bedeutung -sdiwScher als letzteres. - ffisüftck, der Vorname Heinrich; 

Subst. HicUMkerL ' rft'n Hinnlck, der krause Sauerampfei> 

Hicker,fltGkericeB^diehervortretto- (Rumexcrispns). 

den Zi&ne zarter Kinder. hiOtter, goth, hindar, hinter. 

Hild, die Raufe fUr Pferde^ Schafe W - ffilUierkasttl, das GesSss, podex. 

Ziegen. hiss! Aufmunterungswort flu* 

■ hill', eüig ; *t:g^ ktll*, es ist viel ztt Hunde, wenn sie gehetzt werden. Dk- 

thnn, hill' Tid ; heff di hittjjehillerje vonhissen i. hetzen, hiss den Hmdiq^ 

iSäiHt, ymh mtaiaids, axnjb notibi» 'tTI; 2. hetzen lassen; deSkAaephiSCHi; 



die Schafe vom Hunde zusammen trei- Vieh gebr« und meist mit dem Worte : 

hen lassen. •' Vieh verbunden, 'nlSflTJ. Vom Men- 

Hitt, die Hitze. sehen scheint es nur inderRedenskrt: 

:. Hftbbeii soheissen einige Wiesenki kruk in 't BSft fUr: geisteskrank ge« 

der Altmark. Hübbel bedeutet im Hol;* bräucblich zu sein u. in dem Ausdruck : 

ländischen eineErhöhung, Unebenheit. TQlHitfttoFSt, vom Kopf bi& zu ded 

W^it-scbeioBch waren diese Wiesen Füssen. ImAlCs. heissth(jbhid(Gaiit^ 

frUher uneben, als üe den Namen er« hüfdes) der Kopf. 2. der Balken, in dem 

hiekeh. die HarkenzShne. befestigt sind. 

hocllB&ag, hochmüthig, d ünkelhaft. g^ ^jr Bauergehöfte, hat im Pluf. 

H&cht'f , Bewohner der Höhe, im gjw, 

Gegematz der Wische. Vgl. Hügt. j^ j^ ^g, pj^ ^^^ gj„ Sprichwörf: 

koch-app, giebt das Zeichen für die das von Dingen gebranchtwird, die um 

Personen, die Pfähle einrammen, um jg^^jg y^„den^ t^'oran wir aber selbst 

gkichzeJäg die Ramme zu heben, soU g^huld sind z.B. wer aus Modesncht 

nach mehrern Stössen eine WeUe ge- „„bequeme Kleid urigsitöcke anzieht' ' 

ruht werden, so ruft der Leiter der Ar- ■ . .. 

beitzhodmppwigett. Hftflattk, der Huflattig (Tussilago 

Hock, ein Haufen Gras od. Heu, wie Farfara). ^ 

letzteres auf den Wiesen beim Trock- „W'« '»K«"' Compar. von hoch, 

nen des Abends zusammengebmclit , Högl, die Höhe Anhöhe, hOlt'nDlSCh 

wird, damit es des Nachts nicht zu sehr » Bat D in d Höcbt, hebe den Tisch «o 

bedwüe, vom Zusammenstellen der ye"'g «"f- Der westliche Theilde^ 

Korngarben ist es in der Altmark nicht f^^'^"'^' als Gegensatz von: de WucI 

im Gebrauch. . heisst auch so ; upp de Wg^t WMIl'^ 

hDGkX inkoek'n, solche Haufen biU "'«^Jt in der Wi^he wohnen, 

den. Vgl. hau'n. ■»"J*®" ""«^ kOjappn, gWinen, ge, 

IHdveHeerde, nicht blosvomwdi- w'^^rmassen hochjappen. Di« 

men Vieh, sondern auch vom Wüde im «inf^che plattd. Formrjaon ist niclrfi 

Gebrauch mehr im Gebrauch. 

köd'a(Pr.höd,höttst;Imperf.hödd; koll. hohl; holk^ fttholk'n = ^^ 

Part. hötu. hött) 1. hüten, dat Yft, dat "^^^^^"' aushöhlen. Vgl boll. • 

Hte höd'n ; ick will mi WOU h&d'a. Holla, bekannte Inter jection. Man 

2. abhüten, abweiden, de Stoppl Wit bedient sich dieses Wortsauqb zu einer 

h6dt, das Vieh befindet sich auf der Art. von Entschuldigung, indem maa 

Stoppeiweide. . sich dasselbe selbst zuruft. Auchgebr, 

Hft(d)r,derHirte. Gewöhulich.wtrd man es, um dem Einreden Anderer 

aufd.Lande derHirte nach d^mVieb kurzweg ein Ende zu machen, z.B^ 

genannt, das er auf die Weide führt, daobi blütm daomitHoIla^ birziUid 

K&'j:,Sw(B,Schaop'r«tC. VergL sl^ch gut, es bleibt dabei. .1 

Herr.. HfillenbSsseni em ^rges Scbimlpf-«' 

. Boeder Huf z.B. des Pferdes; HAt. \KQit, besonders für. Frauön^iöMaaer, . 

il'a^jdfiß Hufeisen* die in ihrer leidenschaftlichen Wudn 

^^fl^tS^t.g9Ö^. }^.nbidUj 1» Haupt^ y^^ keine Gren^^ dj^Ap^ndesKenpecuj? 



höllisch, alsBezeichnung des Super- eher die Aufsicht €ber Knechte und 

ktivs S. gefärlich. Mägde, auch wohl über das Ganze eine 

bellSgt, hohläugig. Art von Aufsicht hat* Er Vertritt häufig 

hoirH(Pr.holl, holst; Imperf.h^lu. die Stelle einds Verwalters. Davonho« 

faöl ; Part, holln) goth. holdan = halten, meistern = etwas tadeln und besser ab 

LaotdihoH'B, übereile dich nicht. Dat andere wissen wollen. 
lett Slck holl'n. De Naog'l hfilt , der H61I, alts. ebenso, Plur. HSll'r, Dimin. 

Nagel sitzt fest zu dem Behuf wozu er H8nk'n= das Huhn u. die Henne, Das 

dienensoll. De Twanih5lt, der Zwirn Sprichwort: KlökHSn'r legg'n 6k in'n 

ijtfest, reisst nic^t leicht, fäftrheirn, Hettel wird gebraucht, wenn Jemand, 

vorhalten, nicht schnell verschwinden» der für klug gehalten sein will, arge 

ftiseh Brot hfilt nich v&ör. Eben so Verstösse macht Wi hämm' noch 'II 

von Nahrungsmitteb, die rasch verdaut Hfink'n to plftck'B bedeutet so viel als : 
werden, im Gebr. Das Subst im Be- wir haben noch eine Differenz zwi- 
griff von Dauer, Festigkeit heisstHfiU* sehen uns auszugleichen. Hit d'Hfiü'r 

niüL Datt Want hat gar kta HfiUnitz, to Wim gaoD, früh zu Bette gehen« 

das Tuch hält garnicht gut. verhoU'n, honack'ar=baonäökeln. 

tick, sich verhalten. Datt verhSltsick Hfinerglow' S.Äöwerglow. 

Biohso^ das ist nichtso beschaffen. Hfinemettel S. Nettel. 

HolsterJReisetasche, Jagdtasche. HoiUlig,derHoni^. Manunterschei-« 

"Hohnk^ttormk, die Hornisse. detSchibenho]migu.S&iDhoBDig. Der 

Holt 1. Holz ; 2. Gehöbs. Ad j. hfilten erste ist der sogenannte Jungfernhonig 

i). hfiltem ; holten TttfiTel, Holzpantoffel, d. h. wenn der Honig sich noch in der 

holt^y mit dem Holze im Walde be- ZeUe befindet, noch nicht ausgelauf. ist. 

^häftigtsein. Der ausgelaufene oder ausgepreiste 

Kolter - polter, Holtet; - di - poltet, in Honig dagegen beissc Steho&nig. 

Seiher Bedeutung eine Art von Inter- Honnigstull S. Stull. 

Jection, durch dessen Gebrauch man Hfip'll, Vtp^ Dimin. Htpk'fl =s:der 

irgend ein starkes Gepolter, oder pol- Haufen ; "nHÜp'nLld', eineMengeMen- 

terndes Geräusch bezeichnen will, sehen; 'nHtp'ntodfinhSinm', viel Ge- 

Vgl huljef de buller. ^ehäfte haben. Die Form Hfip wird nur 

Holtbftrg, S. Borg. dann gebraucht, wetin sie mit der Prae* 

A^ltftan, S. Firn. Position to verbunden wird u.alssub«^ 

ffiUtk'll, SlUllfiltk*D, wilde Birnen stantivisches Ädverbium steht (Gr« 

»nd Äpfel, dann auch jede Art von Gr.3,l49); all toHftp, alle zusammen t 

schlechten und kleinen Äpfeln und to H6p kaom'n , to Höp Ifip'B, to Hftp 

Bim^i. Von andern Obstarten ist das hangen , zusammen kommen, laufSfen, 

Wort nicht im Gebrauch. hangen ; to H6p kaom' bedeutet auch t 

Holtmarky da Gartemuikraut^ (Ra- in Streit^ Zank gerathen. S. auch hfip'B: 

nunculus repens). Hoppas, eig. Interject. wofUr aucfk' 

HoRslaog, S. Slaog, Hopps im Gebrauch ist, ein Ermunte^ 

Hoaeist'r, Homeir, fUr Hoftneister/ mngswort zum Sprung, wird tneisten^ 

lieisst auf grossen Landgütern und be- theils substant. gebraucht als : Fehltritt 

sondersauf deren Vorwerke^ der, wet- Vttaiehen, audi für unaogeoehme V^r- 



85' 

legenheit. dat WtSS *B HoppaS, das "^^r hegung im Freien^ zur Uebemachtmig 

ein Fehler. Daobär'üdHller^ppasftt einer Schafbeerde. 

warn könnt, aus dem Versehen hätten bösten, husten. Ick wUl di Wat 

schlimme Folgen hervorgehen können, kftsten, wenn man Jemandes Bitte mit 

Davon das Verb, hoppass'n« halbem Unwillen abschlägt 

Hopp'n, der Hopfen. Hot, Plur. H8d', derHut '^ 

Boppstang (ng ist blosser Nasenlant), h6t, schnell, hurtig. Lop hOt to, bmf 

die Hopfenstange. schnell. 

Hopphei, Hoppbeiken l. der Inbe. H8tker,H[3tjer, der Hutmacher, 

griff aller Habseligkeiten eines ärmern Hott ! ein Zuruf derLandleute, wenn 

Mannes; 2. Aufsehen, Lärm, maok d. Pferde nach rechts gehen sollen, nach 

doGhnieb so'nHoppbei fim deSaok, links hin heisstrtftl, auch bi od. naoach. 

mache doch nicht einen so grossen Hottnntftl Sprichwort im Sinne von: 

Lärm wegen der Sache. hin und her. 

- E6r,Hure. hftrn, huren. Hftrnbay, Hottjfi und Hott-to, Zuruf an die 

niedriger Ausdruck für Hurkind. Die- Pferde zum Weitergehen. 

üesfiorkind bedeutet tropisch auch die Hottepird, das Pferd, in der Kinder« 

Obstsorten, die sich schwer untersöheU spräche. 

den lassen. hott'n, ein aus hott gebildetes Zeit» 

bork'n, horchen, lauschen. wort, kommt nur in der Redensart vor: 

hör'n 1. hörenj ?. gehören, zugehvi- 't wiU nicb recbt bott'n, es will mit der 

ren, datb&rt mi ; 3. Sickhörn (im per-^ Sache nicht recht fort, sie wird nicht 

sonell) sich ziemen, sich gebahren ; dat genug gefördert 

bSrtsicknich. Nicht selten wird tanto- How', die Hufe Landes, aks. houi^ 

logisch noch gebirn hinzugesetzt : 888 Plur. Höw'. 

tick dat bOrt nn gebfirt Sick nmbör'n, Höwwl S. Hu wl. 

Erkundigungen einziehen ; bör di mal bttCbeln 1. heucheln. 2. Stammwort 
f anao nm. Damit ist verwandt fttbOfn, von aick inbncbeln, gebr. V. MenscheRi 
ausfragen, aushorchen. verbSl'n, 1. et- die empfindlich gegen die kalte Witte- 
was falsch hören, dU bast dl Terbört ; rung sind, sich in schützende Kleidung 
2- sich etwas Memorirtes hersagen einhlillen. Im abgeleiteten Sinne wird 
hssen, um sich zu überzeugen, dasses es auch von Kindern gebraucht, wenn 
4emGedächtniss anvertraut ist TeibOr sie dpielend sich in Kleidungsstücke 
mi enns den Sprncb. oder ins Bette einhüllen und die Geber- 
Bonnk S. Holmk. den eines Weichlings nachahmen. Im 
Ho(r)st, Plur. Hfi(r)8t'r, ein mit Holz Sinne von unanständig lachen kennt 
bewachsener Plan, der höher liegt als man es in der Altmark nicht, 
setn^ Umgebungen, fiei Salzwedel ist Huck, das Zäpfchen im Halse, dc 

tine BAkborst, Borgborst, wnnderliebe Back iss aobaoten bedeutet das Ange- 

Borst als Abtheilungen der Stadtforst^ sehwoUensein des Zäpfchens. Um dies 

Swlnsborst, ehemals auch mit Holz be- zu heilen, zieht mah «nige Haare im 

standen. Scheitel (Warwl) ziemlich stark in die 

Hdrt, die Hürde 1. ein Flechtwerk, Höhe ; das nennt man : do Bnok UfafikB. 
tunOfe«t:d«räi}fzQtroduien;2,d,Uai« Aiokobaidk S, Hack uj^p« 



t,:huddeni^dasGefithld«£SlteetnpiIii^ steckt lifiufig/der Nebenbegriff des 

den, datt iss hnddrig Wid'r ; 't ifiS m Uebereilten dari». 

M hüddcig. Stürker im Begriff ist HfUp, die Hülfe. ,> 

ICbl^eni (S. unteD) Verwandte Hols', die Hülse z.B. der Getreide«- 

Wörter sind dSrchtftn, durchziehen, körner, Beeuen, Weintrauben etc. » 

dArchgrissellL Griss^Inist mitrieseln Hummel S. Schummel. 

iiasMbe Wort, dfilChgrisselB bedeutet HlUUBielk, die Hummel, grosse Bie- 

demnach das eigenthümliche GefülJ^ netiart. 

wenn sich durch di^e Nerven ein Rieseln bnmpelll, hinken, krankhafte Fllsse 

sieht. Sehr nahe verwandt mit gris^ehi haben. Dlbompeistjo, watliast denQ 

ist grasen, aber stärker im Begriff, es |ldAFot?^=dugehstja}ahm,hinkeiK^ 

di'Uckt dasGrausige, Schauderhafte aus. wqs fehlt denn deinen Füssen. filUII|^CiF| 

Hört man die Erzählung einer scheussr H&mpler. . 

liehen IVIordthat an, so heisst es:datt Hlimpelflz S. Foss int Lock. . i 

i8agrltstg,wieda$nhd.grässrteh,gi%iu- .. ^llHmplig, etw^s lahmi^ hinkend^ du 

sig. gnisselH (Subst. Gniss'l) liegt in geistJDSokump'li&dulahmstja. 

seiner Bedeutung zwisch^a\ gliflielll Sand, Plr.HlUm'.. Sprichwörter; 1)^1 

undgi&sen, also nicht ganz so starM als issbekaont, asB 'n bitttenHiuid=Je;^ 

letzteres. Bn ! datt grosselt mi recht dermann kennt ihn. . Kaom ick Uwtn 

dArck bezieht äich mehr auf <iaßGefüh)> Hnnd, kaom ick 6k äöwern Swanx = 

das man beim Erzählen des-Schauder- habe ich die grössere Schwierigkeit 

haften empfindet, grasen aber auf die überwunden, wird es mit der kleinem 

That selbst, ohne Rücksicht auf die kidit. Honn' piss'n nnFrftnslÜd w5n', 

JJervienaffec^iom. v Wenn 's wilFn. Eigenthüml. Hunde-» 

hfidig S. hüt. namensind; Wasser, Strom (Hunde, 

HÜk, nennt man die kauernde^. ho- die mit diesen neubd. Namen gerufen 

ekende Stellung eines Menschen, wenn werden, können nicht behext werden), 

^tlen Oberschenkel so tief als möglich Bofitaiani^ Feldmann» Wächter,Fachtely 

herunterzieht Es ., bedeutete nach Funk, Lnstlgi Slao VOn dl» Fix. Halten 

Adelung früher so viel als Winkel, Hnnft' heissen die jetzt nicht ofc melir 

Et:fke. Wer in de Hfik sitt bildet mit vorkommendenFiachsbraken,anderetv 

dem Kniegelenk u. dem Oberschenkel Stelle Maschinen getreten sind. Man 

einen Winkel. DasVerbum hftk'n be- konnte, \yemimitihnengearbeitetW2ird, 

deutet mit in de Hftk Sitt'n dasselbe. das Geklappe derselben, das AehnJich^ 

.• htÜ'n S. unter lau'n, keic mit dem Hundegebell hatte^sehr 

hdler debnller, eine Art Interject., weit hören, 

besonders das Rasche im Handeln aus- ; . Hnnnblaff S. bkff'n. ^. 

brückend. Vo|i emem fleischigen und HnnnSGhitod. ollnHumSChtt, pöbeU 

gewandten Arbeiter sagt man, wenn er hafter Ausd^di für eine nb^chläg^che 

inchtbar seine Arbeit schafft: dat geit Antwort, im Sinne von: nein. ; . ■ f ; 

mit Am knUer de bnU«r, wobei jedocl^ . : ^bedden S. Stenkaomer. . :; 

rnimender Ne^yenbegriff verl^unden ist^ ßnnger, Hnngerblöm, die Kornblume^ 

di^erb^^sdne» Arbeiten mit grosser» apch :der Ssm^ dar 3hime (Centaqfe« 

Lebhaftigkeit z» .^e^e «ehtf agch Cy»\lXh^i«st.*Ä(A »Mg«^^ r,.- 



8f 

RragtrpoteB Sftg^ arprichwörtlidu machen. Beim Anfertigen des Hnpp» 

Ausdruck für: ÄrmlicTi undkUmmer- upps, zu der 2^it, wo der Saft zwischen 

lieh leben, Hunger leiden. Bast und Rinde am reichsten ist, singeil 

HUDH'drafy ein kurzer Trab, wie bei unsere Knaben, während sie denWei- 

den Hunden. denstock rund um sanft klopfen : Snpp^ 

hnnnert, hundert, 'iihiuuierterflf= npp, Hupp-nppBastiaon, laotdatSapp 

etwa 5C0. 'n htmnerter watt, einige iat Holte >gaot, laot 't wlt weg gaao^ 

hundert. Vgl. Daoler. Möt 't bald wedder kaom, laot'nHupp* 

Hunifqti6s'(Titt'nwlfin d.Süd-Alt- npp(F6pc)w5ni,laottf Fielt verberb'ifc 

mark), die schwarzbraune kingharige In andern n()rfemsmgensie:Pipe,pipe 
R*tipe der Bärvögel (Nachtschmetter- BasttaOB! laot de Helte gftd Bl^Mt, 
linge). Man glaubt, dass der welcher laot Se g6d nao t Holte gaoil, laot M 

barfuss auf eine solche Raupe tritt, da- g6d werrer kaom. Dao kämm deolhtt 

v<m eine Qii^ bekömmt. Draoken mit dat Witte LaokoD, wiD de 

-^Bimii^qiil&'ü.Bhifi&tlUi, die Zeche, ein ganw Welt bedeckoA, kQU Eich 

Insect, das sich mit d. Kopfe ganz indii ifiwer 't Waoter lecken. A<A de IftWi 

Haut einbohrt und voll Blut saugt Es SnnB', SCbtn doch dttSSO Stann', SChtll 

schwillt vom Blut stark an u. ist nur mit ^och upp de Fleiten raff, denn gaon 80 

Mühe zu entfernen, da derkleineKopf gödaff, g6daff, gftd äff ! OderiSapp, 
ungenftein fest in der Haut sitzt. Sapp, 8id,baow'liapp'a Wtd satt 'u oU 

Hüp'a S. Hop*n. ^ Hex mit twft Kinnern, den to'n gaff so 

hi^, häufen ; bipig, häufig ; dage- Bottoibrot, dat aBDor slog SO mit Ktl 

fgfih hSp*nig, bSpendig, voll gehäuft, dod; K&ttken Iftp nao'n Berg kertpp, 

&ber voll. haolt 'n Bond voll Sapp heraff ; aas so 

bflpeln, häufen, behäufen ; 2. ein Kar- woddor ruBBor kämm ging'B alle Eftp'B 

teiispiel treiben, wobei so viel Haufeh BB Fleit'n äff. Oder: Klopp, Uopp'B 
gebildet werden, als Mitspieler sind. StaokOB, Wl WiH'B Fielt maokOB. Do 

Hipp-Bppi. der Wiedehopf (Upupa Katt de Iftp Bao'B Berg beraB, ass so 
£pops) auch WBppBpp, KBknkskSstor^ wener nmaer kämm, dao b&r de neit 

Btpk genannt ; !2. ein vom Holze abge- afgaOB, af- af-afgaOB. 

eogeiies Stück Weidenrinde, das an Hu, die Miethe, die Pacht WM gibt 

Einern Ende dünn geschabt und breit dB HSt Yftr dOB Gaom, wie viel Pacht ., 

gedrückt wird, wodurch sich die Seiten zahlstdufür denGarten. toHSrSltt'iB» 

nähern. Ein beliebtes Blaseinstrument zurMiethe wohnen. 

imsefer Knaben, das in einigen Gegen- bSm drückt das neuhd. miethen und 

den der Altmark auch F6p heisst, eine pachteh aus. Hft b&tt UOk 'B KttOCht 

gfe)SsereFftpc heisst im StkienTrarat bSrt Im Engiiscb. bedeutet ta h ire 

Wird ein solcher Huppupp als Mund- auch : für Lohn dingen. veAbm^ ver^ 

Stück in einen abgekürzt, aus Weiden- miethen. sickiBbSm, «cheineWohr 

hast gerollten Hohlkegel gesteckt, wo- nfung miethen. - 

dtircJh beim Blasenein tieferer Ton ent- ^rtld, Leute, d. mv Miethe wohne». 

üteht, so heisst dies Instnim. Sebalmoi. B&S PI ur Hfisori das Haus, gotb. bu9. 

Klfip^pp u. FAp sind beides Worten Difflin.HSsk'l^r 

die d^ hervorgebrachten Ten intth-« ^«^t WtaAaAeBllOt^ visl^iisjeBige:^^ 



88 

das im Haüse gesSuert u« als Teig zum \ki% heute ; eXts. htudiu-kAdjg^beueig; 

Bäcker gebracht wird. Gegensatz von bftdlgenDaogS iS8 't noch 80, jetzt ist es 

BickerbroL noch so. ^ 

HqSGIi 1. ein kurz anhaltender star- BUentut^auch mit dem vorgesetzten : 
ker Regen, dat wa8S 'd gddeB HitSOh. Dockter ; Spottname eines Arztes. 
2. Schläge. dU kriggSt HaSCh, du be- __ „ ^. , r, , , 
kommst Prügel. Verb, kosch'm schla- ""* "• "ij^^fc ^^^ Rothschwänz- 
gen, prügeln mit den Composit. aiflHl* f "" ^^^ '^^^ 7!"^%.'';. l^^w-T^- 
WhMfirchhnSOh'lt Letzterer spricht ;HStdlctdlCk^dldL 

Hfisdriak'n, schwaches Bier, t Mir HttttSCk, die Fussbänk. 

manHnsdriDk'fi, watt ick* mch vW^ j^^.^ ^ie Haube; nimer ff »V 

•Ctt'n kann, ich habe nur schwaches ^j^n^.^^ verheirathet werden. 
Hausgetränk. 

Bftsh&UerSChydie Haushälterin. Hftwl und BAWW'l» der Hobel de9 

*E!lSl6ky Hauslauch (falsch: Haus- Tischlers, Davon htweln, BtlW'lbaBk, 

taub) (Seinpervivum tectorum). Bftw'lspta etO« ! 

' ichtSy icktens kommt m der Altm. du? Bei den Verbis sollen ^ wollen^ 
nur noch vor als Adverb im BegriifF von: sagen findet eine nodi grössere Ver- 
einigermassen. Wenn 't iohttllS geit^ Schmelzung statt im Praea. u. Imperf.: 

ae kaom ick heiin. Auch erscheint d ies watt sack (schak) =r was soll ich ? dtltt 

Wort mit dem Pronomen relativum u. wok 6k = dies wollte ich auch; datt 

interrogativ, weck (welcher), ichts- dfiggt IÜX,Säkc=: das taugt aiichts, sagte 

t^Ck bedeutet quidam,aliqui. Zuwei- ich. Diese Zusammenziehung gilt bei 

kn kommt auch ichtswatt =aliquod, den beiden ersten Verben nur von der 

quoddam vor« ersten Person, bei dem letzten auch von 

ick oder % goth. u. alts. ik, Pronom. der dritten : sIs ==sagte sie, sä'l = sagte 

der erst. Person, Dat. u. Accus, mi, Plur. er, wobei das! auiFallend ist ; auch sSst 

Nom.wi, Dat. u. Accus, uns. Ein Gen. =;: sagtest du, kommt vor. IckwiUdibi 

istnichtim Gebrauch. Wird bei Fragen mit folgendem Verbum ist eine ganz 

das Pronom. aliein gesetzt, so sagt man eigenthüm]iche Redeweise. Wenn Je«- 

nicht selten ickc. Im Alts, wird dies mand zu einem andern, der gegen den 

Pronom, ebenso wie im Plttd.declinirt, ersten in einem wirklichen oderge>« 

derAccus. Plur. heisst alts. ijs. Ausser-^ gLuibten abhängigen Verhältniss steht 

dem hat das alts. noch einen Dual. Ste- z. B. der Sohnzum Vater, der Knecht zu 

faen die Pronom. ick, du, SC hinter dem seinem Hern), eine Bitte, eine Behaup'^ 

Zeitwort, so verschmelzen sie mit dem tung etc. ausspricht, u. der Anhörende 

Verb., so dass aus ick, Sft ein \ 's wird : damit unzufrieden ist, und seinen Un- 

watt djO% watt aeggt's, lopVa all t=: willen darüber zu erkennen geben wiU, 

WAS thue ich, was sagtsie« lanfeu sie sowiederhokerdas Verbum mit dessen 

schon ? die 2.Pers. wird meist unbeacb« Bedeutung er im^ufried« ist, so dass etf 

M^lnsea:watt]ndQrt?w«8iDAebst dieselben: ick WÜl dl bi voi;>etzt. 



9^ 

Beispiele : Ein SdTftr bittet selneh Vüter '' Imflller^ def Bienenkorb, BieneiDl 
um die Efhiubn., beiratben zn dürfen; stock. 

ein Ktiecfit wönscbt auszugeben tind ' • Imm^SOllte, Bienenscbauer. 
z. B. Fische fefe liAgtln , so drückt der Imm'WHlfS. unter Windracker. •' 
Vater, der Hef r seine grosse Unznfriei ' 'Aiü' Dfesfe Präposition \vird ancfa^d- 
denheit damit drohend so aus: IckviU verbialisch in der Redensart: iistll'ge* 
ffi bi Mn — tscbäilgehi mit oder odne brauchtstatt: zu Hause äein. HA is in. * 
den Zusatz : dn sast maol Sto in dem iB*twd, entzwei, zerbrochen : voü 
Sinne: das thüe einmal u. dnsollstsehen twfr,-zwei. Vgl; auch unter^B.- 
was daraus hervorgebt Auch greift inbBf II S. unter böt'n. 
der' Dnihende wohl sofort itech dem * klbtnelll S. unter BünzeL ' 
Stock und belohnt den Antrag mit kisfr^ '". * faldtli • 1. Sogleich, so eben ; ick WQ 
perlicher Züchtigung. Den^ben'Sinn indMl gaon, ?ch will so eben weggiM* 
hat das kürzere: Watt?fltllT-^(!8Gk ben;!?. beinahe; ick bfcr iadSur lUleB^ 
angeln? beinahe wlCre ich gefallen. 

' tdl auch 11 alts. fdal =3r1aiiter, rein, iHdraBk'nindei*Redeti9iirt:dittwn 
unvermischt. Dat is idl Geld. EhVX 'k di indrank'B^ bedeutet: auf eine ein« 
1d1 Flteck oder bft Ut dat FltSCll idi, er pfindliche Weise Jemanden fRr emen 
^Tsst daiFleich ohne Bn)t oder ohn^Gei- Fehler strafen. ^ ' -* 

müse. DatsflndidlLaBg^. X^Hrd das • ifkdx^\eiutrefrelci, zutreffen. 
Wort rpit einigen .andern zusammen- indniS86hl S; unter drussehi. ' ■' 
gesetzt, so spricht man ^s wohl Uller Infall, Einfall.* Htlratll^r'iil % 
Xdasr wird kaum gehört) aus: iÜJeir- ^tH(t8siigt ma&?ötri!li}sserittif^(^/die 
%eit, all^fihleÄest) ein verstärkter Sq- nicht deii Beifall der Zuhörer habe». •'^ 

j^erjiativ: der beste; iliierletit aucA iifeon, infiiemtig, entfaofli,'^ei^ 

'äÜen&leHetzW zuletzt, der allerletzte. faomtig=demlateii>. infamrs, y^Ady^ 

n (lang i), der Egel (hir üdo)^ d^ W scheuungswerth, 't ISSfo 'n ifitftMitei 

Bp51, ein Pfuhl, in dem sich vielEgel Kill ist ein vi^'«tä*fReres Scheltwort 

befinden. Sprichwort: h(8tppta88*!n als: ein schlechter Kerl, 

li von starken Trinkern. Bemerkens- inf&Am' S. nnter fSöm\ 

werth ist die Namensverwechselung ' lagedSm, das ganze Eingeweide 

von Egel und IgelunP^tt4« Bist beim Schlachtvieh; 2. der ^sanainte 

offenbar das zusammengezogene Igel Hausrath. . ^ = 

VL bezeichnet den Egel, dagegen heisst ÜlgrtaSCk und IsegriBttttOk, sebr 

der Igel (jias vierfüssige mit Stachdn grämlich, verdriesslich. 

bekleidete Thier) Swtn-EgeL .' Ingrimmeln S. unter grimibdtii 

.-., ; IlXlang l),tf i^ $Ue ; U'n, eilen, Adj. inkndden^ dck, sich einhüllen um 

. Uig. sich z . B. vor Kälte ztt schützea. : ^ 

iler S. i^eL inbts'n, Inder Ernte allein zit^iiie 

n6r, der Epheu(Hedera Helix) auch bleiben ; im SOd. heisst das ineKtlil 

^MAütr.' ^ Mnkacheln, den Stubehofen zo^taflrk 

■■■ Ifc'u.ir8bcth,EUsabetb. : --'i heizen. \ 1. M 

hnn*, Phir; ebenso, die Bieiie. inkllk'l,kUk^ daarznrAci^ti^ 

bunklV, der Keuetiwirth,Zeldl^. stimmte Getreide^ befbndefii Web^efi, 



90, 

mit einer Brühe aus^Kalk, Sttlz;Gaaclie iüsack'n 5. sadten^ ^ ..•/ 

etc. bestehend be^iessen, wodurch der Jasaog, Einsage, Einspruch. 

Meinung nach der Weizen vpr dem inSGhenk'n, einschenken. Sprichw.: 

Brande ^BÜtt) geschützt TTird. DekaBttgickwattms^h^nk'l^'derkann 

isklk'ai, hineinsehen. L&ot mimit geiien, nachdem er seine Sachen 

{Bktk'Bs^gt der Schüler, der sein Lese-^ schlecht gemacht hat. 

buch vergessen hat, zu seinemNachbar ; Inschott (von Schott «^ Schuss), eio 

2« sehen, wie sich Jemand befindet ick plötzlich eintretender Schmerz, beson* 

will man 'a Bäten inklk'n, ich will mich ders in der Hüfte ui^d der Wirbelsäule^ 

nur erkundigen, wie es euch geht*. ; der am Bewegen des Körpers hinder* 

inklapp'B, einschlagen, die Hand Je- lieh ist. Ick krtg mit älUlUOl 'ü bschott 

rnd. «o geben, dass es klappt« Klapp int KlÜZ. 

beim Viebhandel dient zurErmuUf> inslaOQ, S. slaon. 

teruBgtr dass der Verkäufer das Gebot IMtaoif eingestehen, 

annehmen, oder der Käufer dasGefoTr instipp'n, S. stipp'n. 

derte geben soll; wenn der Handschlag . : intreck'ü, einziehen» z»B. in eine 

erfolgt, so ist derHandel als geschlossen Wohnung. 

zu betrachten. hwi&]iei;d^ Einwohner d.h. der 

inklÜw'D, sich ungeschickter Weise keine eigene Wohnung hat, sondern 

mit dem Messer(KniO eine nlchtuobe- zarMiethewolmt r 

deutende Wunde beibringen. ^, * ,. • , 

/ bl^'nS;Jkrig'n. . 18 (lang i), Eis. Das Ad j. big wird 

'. i»krtp'n,inlftp'ni.hineinkriechenj «ich tropisch von unangenehmen Ge- 

2. einlaufen, von gewebten wollenen ?!^'f g^^^r^ucht; dat geit Dli SO big 

jStqffen, die- beim Feucbtwefden zu- ^^^^^ sagt man, wenn man von einer 

iiinmenkriechen. grausen That erzählen hört. OUttb 

inkU'n S; KüL ^^'"^ ^^^^ sprichwörtlich gebraucht: 

! ^ Inicdd'; von led, üd «Kleid, Decke ■* ^^ ^ ^P** ^^^^^ ^' ^^«^«^rt dich 

also : die innereDecke ; ist der Theil der ^^ ^^"^^ unrechten That, aus derGefahr 

Federbetten, in dem sich die'Federnbe- für dich hervorgehen kann ; auch : er 

^en;.über dem Inledd befinden sich betrügt dich, führt dic^ an. 

4ieB8rVieUeber^üge. bdrMlig werden Weizen, Äpffel 

inlonk n S. unter Lunk. ^j^; g^^^^^^^ ^.^ •„ j^ Überreife ein 

,;Ul-Bltol,. ferner; m 80 m aftui, und g^^jg^ ^j^g^j^^n haben und dadurch 

so weiter. ihfen Werth verloren haben. 

mnilQkH drückt den Ubergai^vom Isegriim kommt bei uns nur als 

wachendep^Zustande zum Schlaf *«s= .JSchekwort vor: d* W*t ll oUen be* 



m üg n laiwn tO« grimm, du bist ein finsterer, mürrisd^, 

.v::;JlM,eininÄL unzufriedener Brummbär. ' 

lIVmill^eigentL einrammen, kommt : . ' ' 

nur im bUdiichen Sinne vor. Datt will ben, das Eisen. Hft is VM bei VI 

ickdiinrämm', ich werde solche(harte) Staol, er hat einen gesunden, festen 

MitteLauwendeo^dass du dessen;wohi Körper,sodass ermehralseingewl^bn« 

fingedenkWinaolisc ^ . lic^ Mensch a)>baken kann«. i 



'• 1 



91:* 

tl^ Verbutn, <km Eis anfhatieh nfld mit Zorn« Von dein Verb, iwmi ntid' 

fortschaffen. ' dem Ad jectiwrig gilt dasselbe. Eifrig,- 

isern, eisern ; alts. isamin. '. thätig bei der Arbeit witd nicht durch 

Isertig, eisemeG«rXtbscbaften jeder iwrig g^ben, sondern aitwed. dorch 

Art das nhd^ eifrig oder umschreibend : kl 

itzlkh S. etziich. h reckt diohiuer kSr, oder; kk gdt 

4«rer, der Eifer, im Zustande der reckt dnipplofi.. 
Aufregung, daher fast gleicbbedeiitend 






^•. 



s, 



Jackel, das alte^bbaf, ith schelten^ U jailkt gUk, W«UI ta 'üFiBg^ Will 



dem Sinne. 

jackten Fequentat. von JegCB, be^ 



4eit 2« Verlangen, A|xpetit^Sebnsuclil 

nach etwas haben. - 

deutet das lärmende Spiel kleiner Kin* j^pp^ auchifappMil = den Mond 

der, wenn Erwachsene allerlei Kurz- ^g^^^ „^ „,^1, Luft zu schnappen: 

weil mit ihnen treiben , also ISrmend y^^^ ^^ pjg^j^ ,gsi^ „„j j„ ^^ 

nmherspringen,au8gelassen lustig sein, ^„g^^ Im Sterben begriffen ist und dni 

^**^JSi*** «tfWw'« S. wams-n. jj,„j {„„er öffnet, so jAppt U iod; 

Jacrnftft, Schläge, Prügel. • ^„ch von sterbenden in den letztetl 

jackcra,fttJwk»Ml"ten8'v- v:ja»g'B, ^Xigen Hegenden Menschen sagt besoni 

tadelndesWort für einen Menschen, der j^^g j^r gleichgökig bfeilvende Zeuge: 

Öfter ausreitet mit dem Nebenbegrif? Wjapptli«slia»eb«l. Desselben Aus- 

dslss das Pferd niclit sonderlich ist, und j^ucks bedient man sich.auph von Men- 

dasa der Reiter nachlässig auf den» gehen, die nach einem starken Lauf fäat 

Pferde sitzt athemlos geworden sind :MtolBllkttai 

jackIg wird von dem gewöhnlichen noch japp'lL Zum Grunde lie^ der 

KMsl[^, besonders den sogenannt. Hand- Natnrlaut: Jäpi 

kSsen gebraucht, wenn sie getrocknet . „ ■ , _,. , 

zum GShren eingepackt sind und dann J«Ün '»'"•d besonders von Kindeni 

sich mit einer krausen, weichen, fast gebraucht. wem, sie unaufhörlich wei, 

zerfliessenden OberflSche bekleiden. ""''«5. g«^""* «" ' '„'^J.^f^?. !* 

DieseweicheSobstanzheisst:deJack. Begriff als: W^B. Dat Knbb Ja^t Ik 

Jagd wird auch von Zank u. Streit ^«^^ i» einigenDörfem l«it«t 

gebraucht Dao iss all wedder Jagd f»"" Verbum; lohravllL Auch f<lo 

sagt man z. B. wenn Mann und Frau 3««'gen»- «" der Kette li^d«n Hon. 

«tchöflerlautzanken. den im Gebrauch, wem» «el««e«». 

Jakam^ftm nnd Haasehftn, Johann t«lteQd heulen.- .. 

Joachim. J«0g1l, Tajiojfll bed, «ttswr dem 

' Jamner bedeutet audi dieEinlepsie, nhd. jagen, verjagen auch er ^chtlfi- 

•KfämpfeiarterKinder. ' tJten and zwar in dnera ttiErkerb 

JllafMd, Johann Friedrick' *' Simie ab dieses. 

■JaiikillllcK, Johann H^rich. laogSl,deranehierStange1>efestigtk 

Jaik'n 1. kli^en> sttninen, Schzen. Flederwisdi, womit dieDrieiBdierbeiin. 



I 

Worfeln^^s Koms den Speeu vo vdem avif der en^^gepgesetzt^n Seit^) bieim 
Korn abfeget). ■' ■!. Dorfe. 

. JäSk, das Jpchdes 0<^sen. jimm S. Srnm, 

JMk'B.iockea. DePMkl Jtttt ftil, ^tsoBd, jitMan«, jeut. ,, 

•f istabermUthitfUnd wifd Schlfige be- J«' ^""^ P«'"'''^^'' dietheilwe.se dem 
Üftetiin; Vgl/läfa«*« D.^Tlftall\ i neuhd ja entspricht Sie ^ipl^br 

Jaor, das Jahr ; j&örig, «WjBhrJg, II ^ ^"^ Ve^^Ä-kung eines Begn&..tett 
JMrig Swta. W J" BttBöS* ; hit mag lO, das tra^e ich 

JMr, gleichbedeutend mit Krabbe, '1^™ "'«^^^ ^"- 2- als Begleitung einer 
ein kleines Kind, meist mit einem ta.pPj"^' Drohung etc. : dat dn mi JO lUZ 
delnden Nebenbegriff. Auch von Haltf- *88«t; dA datjO nicL 3. alsBegleitung 
ihVaiMe^in gl»6mdeM, w^hÄkie fd# «'°«'' Meinung, Vermuthnng,, Hpff- 
ttr Alterifa Wachsen zorUckgebUebdl """&, «'^f Zweifels. Hi yit je W<rf 

jjQ j . kaoflk^ i 4a bist jo uch klAkj vran't 

Jfr!J[tslJen(DftIJeiiiin(! Interjec- j*^™)«*- „ , .: 

tiopen der. Verwunderung, audh der •.''?*?»' Jo^cW»- - Haw-Jocheil. 

klage. Im ersten Fall wird ihnen nicht Vmk«^ ^^'"^ ^" nordwestliche Tbeil 

SelteneinHenvorgesetzt:HeKJe,Hen derAltmark. Joek-nistaucheinSchelt- 

^ (aas Jesu zusammen gezogen) wortmitde^Npbenb«gr. der Dumm- 

^lbebedeatet:Herr Jernm); solles heitrOir Joch'B. BuHegocbO, einPol. 

aber Klagewprt sein, so setztman : 1 ^^^' DätoebocbX wer ohne Uljer- 

auch woU;OHen vor. legung handelt oder spricht 

. JOp, ein Kleid, das wegen zu grosser 

jMer-to, jMv«rto= jedermann, ^^j^g ^^ Körper nicht anpassend Ist, 

Jftn, jtta S. »mter smm. Ad j. j6pig. De Rock sitt repM j6pig. 

^^ |fil^ Dasdemonstr.Pron. derdrlt- JQ, alts. ebenso; die abhängig. Casus 

Wi PereoolCommt im Piattd. nicht vor, im Plural von ; do, so wie der Ptural in 

man gebr. dafür de, ufttt. Wetin man allen Casus von: diu. (dein). Sämmt* 

in den Städten im Plttd. die Form jSn'n ^che Pron. poss^ sind sowohl im Sing» 

gebratrcht, soist sieiiusdemNlid.lier- als Plur. wahre Ijrid^clinab« Nur.ini.Dat. 

libergekommen. Die vielleicht einzige «, Accus. Singul. wird nicht selten ein 

Ausnahme ist die acht plttd. Redensart : 'n angehängt .jU'BHnnd,, euren Hund. 
3ijJjBB?llSld'=i auf jener Seite, aber mir jl wd jft-hft! Zumf aiv die Pferd^ 

3|fdm Orte gebraucht. Dai^atis istÄ^ wenn sie vorwärts gehen soUer^. 

Adverb, des Orts : • JÄlt Entstanden ä ; ^ttfk.C^^^ Jauche ?} jedes Getränk, 

tlört:d jeäfllftUl, JentibiSf^dorthiti, dort- das zu schwach, oder svegen verüUchrr 

4i^* I>er Begfriff in dem J61lt ist aber tigter Kohlensäure unschmackbaft is^ 

noch allgemeiner alsindemdort Man b^sondej^irö^ii^r geb^acht^.s^(ker 

^9%t : Vk U^( jeathill obtie damit einen als SChlU und Klaoritcb. 
,b^8t|mmten Ort zu. bezeichnen, es be- jaek'll u Jucbei'll, Juch oder Juchhei 

«deutet oil nur so viel als; fr ist ausge- rufen ; jauchzen u. dai)ei laut schreien. 

gangen. Eben so; hftigs jfnthBr=:er jQch'n, as vpp'a Bftrlnojcbtll; JffQII- 

.istfiwd^ Ferne ; d|UI jeiDt bi ^Dfiiy = cbefnirverjubeln, sein Oeld b^ Lust- 
jda In e|l^ger Entfernung (auch woh}: barkeiten durchbriog^p. 



• :. • 



9a> 

. illokftiB^reü:etij4»c;iOQ^ bedeutet es noch 1. einen Lehrlinge 

ganz kilnsClp^geschiehty oder das Pferd 2. einen Kli^inknecht. Ueber die Dw 

nicht dressirt ist. . . . 03inutivfoti(iiAllgeIkeilsieheut3terdg. 

Jacks 1. Schmutz^ 2» Scherz, kurz-. Jungvolk, junge Leute, Gesinde* .;. :( 
weilige und Jugenbafite Erzählungen^ jtUltWSg'll S. diutW^'xkV ^ < 
denen man das Uh wahre leicht ansiebt jttSty'JllSteillOllti (letzteres g^z so 

Jncks'll 1. besdbmieren, besudelt^ zusprechen, wie es geschrieben ist) ss 

beschmutzem 2. aufsdineiderische u- gerade, obeq> recht. Ickkanun jOSttA 

lügenhafte Reden führen. t0J1ICks!a, KmI, ich jk»^ |;eradf zur rechten Zeit 

beschnautzen. Der letzten Form bedient man sieb 

Jfilk, Jölk, das Schöllkraut (Cheü* auch, iim ein verstitfkt^sJaauszudrU- 

donium malus). cken. Auf die Frage: hast dudatt all 

jt Jafflf€rSibold.Qder Jnn^r Uscbea^ scbn, daon etc., hastdudasschongese- 

die Libelle, einelnsectengattungy-wi^fsci hen,getban? hört man nicht selten difT 

auch Schillebold, Spimüninfer, ; Bndr Antwortrjlistement im Sinn von: alter- 

baomofaBailB genannt dings ja ! Just im Engl, hat dieselbe Be* 

jfln^ S. emm. deotung. 't is8 jiistemeBt ilich u 

. jfiHUMI, ttmmer, immer. : swaor, ibvtt etc. = das ist nun gerade 

Jung, Substant, unterscheidet sich nicht so schwer, aberetc. 
in der Ansprache vom Ad ject,, dass bei Jfttt (verkürzter Name für : Judldb^ 

dem Substant das g nicht gehört, der kommt nur als Scheltwort vor: Jn]llfl(|r 

Nasenlaut aber bleibt. Es w^ird eben so Jütt, dumme albeniJttt=^ einfältige 

gebraucht, wie im Neuhd. Ausserdem Frauenzimmer« 



K. 



- ^ 



'k, ich ; 84% sagte Iph. K4dteUM4>'B,einaU8Ka<;helnzas«ni<> 

Kabach, ein altes schlechtes Hauä. mengesetzter Ofen. 

kabbelB, kawweto, ück, sichzaur ^^.^^ cacare; Kack, der Kotb-, 

ken.aber im Begriff whirächer als jadgtfti, Nachtstuhl; Kackkftt, dir 

**^^ ■ Abtritt 

Kakbl^ZäQkerei,Wortw*cbs^. . j|j jjg Kette. 

kaboh'Bl. beim Fallen stark tönen ^ A , '-, ., • / 

z. B. wenn ein Gegenstand laut tönend ^»*<^*^ zerschneiden, mit ejnem 

von der Treppe fiültj2. von Kindern Tadel desUngehörigen,UegeschIAten 

■gebraucht bedeutet es: sich hin und her begleitet ; kad^lUg. schlecht geschnit- 

Wälzen, im Bette oder auf der Erde. ten;verkaddelll,durchSchneiaeuein^ 

JWM»beiBCWt'll,ßurzeJbanm spielen, Gegenst Verderben. Wennd^Kna» 

wird hie u. da auch Kopheister «Chftt'B «neuVersuch mach^ sich emeSchreib- 



^nannt« 



feder zu schneiden, kommt aber damit 



KaUl, ein kleines enges Häuschen, °'«»'^ ^" ^tand^ so da^ er die Fedej 

MufigereinkleinesZimmerchen,.>der spule ^z verdirbt, ?oheisst es: hlUt 

eioabgesehlagenerRaumfüreineBett- deP6a gan% verkaddelt 
stelle. . . kUdcn>> nur vm der Milch gebr.. 



94 

wenn sie beim Anfkochen käseartig BegrifF ist tfklavtol wiki ftttiawtal. 

zusammenlSnft. Vgl.kl8^Bu.rBllIl'. Sie unterscheiden sich so: beimKlamti- 

? Üddel, der Kitzel^klddd&y kitzeln; sern wird das Resultat durch mannig» 

kUdlig, kitzlich. fache voraufgegangene, nicht selten 

Käd*l,KÄO(r)V<J^ Vorname Kart vergebens angestellte. Versuche g©/ 

; Ka8^ die Spreu beim Dreschen des wonnen, dieser NebeiftegriiF fehlt beb 

Getreides; tropisch ein Gegenstand s^klawSrn, wo es besonder» auf Zu- 

dhne allen Werth ; datt iSS man Kaff, sammenstellung der Gründe , die fUr 

das taugt Nichts; kö hatGBldassKal^ oder wider eine Sache sprechen, an- 

ier ist reich. kommt, und daraus das Resultat ge- 

-^ Kaiser-KfildgBkrta, die Nachtkerze Wonnen wird. 

IlTerbascum Tbapsus). KalBr, KlBl, das franz. couteur; auch 

kalasch*n, derb durchprügeln^ vgl ttk)pisch flSf Art, Besöbaffenheit; datt 

karans'n. iMmckmtnKlBr, das ist nicht die Art 

Kaldikn, Kaidaunen. Die Gymnasia- von Menschen, mitdeneh ich verkehre, 

sten in Salzwedel werden von den Menschen von solcher Gesinnung, Le« 

StraSsenbub. niirht selten Kaldftnsllk'r bensweise u. s. w. liebe ich nicht 
^;enatint. K&lw'rkrO|^p,einihGrasgSrtenv4el- 

kalcnncrn. Der gemeine Mann kann fach vorkommendes Doldengewächs 

«th hStifig liicht im Kailender zurecht (Chaerophyllum silvestre). 
&iden und sagt dann von dem, der das kalwera S. dalwem. 
versteht :h(kaB]lkalenneril. Kammetdftkj eine sehr feine Lein- 

Kalf PL Kälw'r, Dim.Silwk'D,go^h. wand, die von Cambrai, wo sie beson^ 

kalbo, alts. calf, das Kalb; bist'n Kalf^ ders gut gefertigt ward, den Namen hat, 

du bist für dein Alter sehr albern. Kalf* war früher ein Haupt putz des weibL 

toach, Kalbfleisch. Geschlechts, besonders zu Schürzen. 

' katfakteni,l1unmkalfilkterB;eigent- Vor mehrem Decennien hörte man 

lieh den Calefactor spielen, wird gebr. nicht selten den Tanz mit folgenden 

wnjemandem, der nach allem in der Reimen von den Tanzenden selbstbe- 

Wtirtbsehaft. sieht^ durch Zimmer und gleiten : Taut mit mir^ tanz mit mir, ick 

Stslle läuft und in beständiger Thätig- kab' ne bQnte Schfirzefai ; Hit mi 6k; 
keit ist. mit nä 6k, mtne iss Yon Kammerddk. 

k&ik'n S. inkälk'n. Es «eigt sich in diesem Gesänge eine 

(almank, eine früher v. Landmann eigetithüml. Abwechselung des Nbd. 

trjel getragene Art Wollenzeug. mit dem Phtd. Man kann sich die Sache 

/kabnftseniyklamttseniy in der Stille als einen Wechselgesang denken, die 

jfinen Gedanken nachhängen, oder erste Hälfte singt ein Mädchen hoch- 

durch Versuchen etwas zu Stande zu deutsch, die letzte Hälfte ein anderes 

«Wingen suchen und so auf Resultate, plattdeutsch. . ^ 

sowohl richtige als falsche geratheu ; KamSirn, die KamiUen, nur im Plux; 

jiai^JQIl rfit klamflsert? fragt man Je* gebräuchlich^Matricäria Chamomilla). 

m*anden, wenn| er etwas Schwierige^ Kamp, ein grösseres oder kleinere» 

Verwickeltes zu fesen sich beschäftigt Stück Feld, befriedigt öd. unbefiriedigt; 

.lindr uns Ziel gelangt ist* Ähnlich im Ackerland oder Holz ;Eekerkamp^ 



§5 

Klmp 1. ein Instnuaebt^ das dem . KtBthMk'n, eigentlich ein grosser 

Horu^eli um . den Hals gelegt wird, eiserner Haken« kommt nur in der^Re^ 

um das Sielenzeug zum Ziehen daran -densart vor: hü bi'aKantbMk'akrig'a 

zu befestigen. Daton Mfcftnp'B das Jm Sinne von: ergreifen, anpacken, 

.Hornvieh anspannen. 2. das miäinlicbe beim Kragen fassen. 

Schwein, der Eber. Klmpborg S. Borg. KutllSCll, eine Jacke für MSnner u. 

Kand, die Zimmtrinde^ frauen, die Über die Hüften reicht; 

kanAodick, kntj^ldick, in hohe«i \(^ird selten mehrgehört 

Grade besoffen. ^ k*I»ra«m, verderben, zerstStea, 

Kaatn gftt«, der Zinngiesser. y^^ mitkapitt(S. unten) zusammen. 

Kanker, die Spinne, auch das Ge- tapftteh^ ttkapittelü, ausscheken, 

webe derselben. dertden Text lesen. 

Kni, die Kante, Ufer der Grfiben. kjpittelfest Stn bedeutet 1. etwas 

Das Sprichwort npp de Kant satt ■,be- M^njorirtes fest d. Gedäcbtniss anver- 

dentet auch tropisch so viel als: Geld ^^ haben,l46Pftefr iSS kapittolfest 

«rUbrigenu. beilegen. Der Plur. Kant n sagt d. Landmann, wenn der Geistliche 

bedeutet auch geklöppelte Spitzen, «hne Ängstlichkeit und Anstoss seinen 

Ytekantlg, vierkantig, viereckig, wird yortraghSlt 2.festbei dereiumalan- 

auch von jedem Dinge gebraucht, das genommenen Meinung und bei seinem 

in seiner Art recht vollkommen und WiUeo beharren, sikapittelfest, zeige 

derbi8t;dattia8'llTtekaBtigeDjqng, Charakter, 

das ist ein starker, kräftiger Junge. kapowAdv.= kaputt 
Herscbt der Begriff desD^ben vor, so 

htdeutetesaucb so viel als jgrob. ^PP*»» ^^^^«t auch: Jemandem 

fcioteni, schelten u. schlagen, deim' **"«=*» ^otte hart treffen, stärker als 

fc«ffickkänt«rt, den habe ich derb aus- drip'H (treffen), de hat midraop'B, der 

gescholten, auch wohl geschlagen. Im ^ "'••" versteckt etwas Unliebes, 

Begriff verwandt ist feilten, fengtern «»"chviel °^ «sx^a^r oder falsch ist, 

u. Atfeiatern, dasaber einen geringern gesagt ;W hat mi kappt, erhatsichmit 

Grad desSchekens raU dem Nebenbe- Werten an mich gewandt, die einen 
griff des Davonjagens ausdrückt; t8f h«b«nTadel enthalten, indem er seinen 

■an, ick WUI di feistem ! warte, ich UnwiUen nicht verbarg. 

; werde dich gewaltsam davon jagen. K&ps'l, jede Kopfbedeckung mit dem 

Denselben Begriff drückt sUni'H aus Nebenbegriff des Schlechten. 

(S. unten). Noch schwächer ist fSg'tt ; kapAll, Verb., castriren,ÄumKapaun 

ÜBkwiUdifSg'adrücktnurdasVerjagen tnachen. 

aosy doch so, da^s eine Strafdrohung kaputt als Subst. eine kurze Jacke 

darin liegt. Fegen beisst nach Adelung mit Ärmeln; als Adj. verdorben, nicht 

«arsprünglich so viel als schlagen, wel- mehr im Zustande der Integrität; de 

.tiherBegriff rieh noch in Ohrfeige er- Rock, de StM iSM kaputt; kapatt 

: Iviken hat. Statt feisteni sagt mau hie . maok'n, zerbrechen, zerstören. BftlSS 

^..daauchfensteni; käntem vonKant ganz kaputt 1. mit seiner Gesundheit 

ftfo^nleiteti, also wohl eigentlich : ein sieht es schlecht aus, 2. er bat seine 

;.Holz «uadsarfen Kanten b^baqen..> Körperkr^te nicht; mehr ^ 3« er ißt 



l>knqiierutt. Vom Vifei gebriiuclifbe- ' Kasohaol 1. dieKaltesclialej'?5.Sau- 

iMitet €S so viel als kr6pirt. bere, schöne Geschichten itri ironischen 

'^>^Eto, der einrSdrjgö'ScbiebkÄtreti; Simie. 

fÜf einen zwei- oder vierrädrigeii Wäi- kaSCbeltn (;9elie wie das franz: ge), 

aen wird es bei uns titr gebr., Wenn fichmeichehi> hätschdn, das franzOl 

•cfs denselben als einen sohlechteh, ge- caijolef. ^ ^ 

l)i*echlichen bezeichnen soll ; gewöhn- kaSChuldLeln (in einigen Gegenäen : 

lieh sagt man denn : oir Rumpelkär. --:• kasstinpeln), auf eiiWfh Fusse hüpfend 

Ir, Spinnrad, WulUtteiWollrad. sich fortbewegen. 

karanz'n (selten knraw'b), tüchtig kasperaot^ desp^raft, i^-gerllch, Ver- 

.durchprügeln, stärker als SjAtl.: driesslich, so dass sich diese Seelen- 

Karaosck (SCk wie das franz. g« ge-- Stimmung durch Worte n. Handlungen 

'sprochen), das franz. Courage i* ganz stark fiussert; stärker alfrllgetBiBk 

Ins Plttd. übergegangen. ' -' ' Kl8Älr,«eKirJ»be, der Baum heisÄ 

* ' MiSöiii lingllii,ti^ta i. iin Wa- «l»"'«> ond auchKä««pelb«m. 

gen herumfahren mit dttn Nebenbegriff ' AMtaMIg, Krataiye, die Kastanie 
des Nutzlosen. 2, wird es von Kindern (Aescolus Hippocastanum). - 

-gebraucht, die aus iJbermoth sich im Kwtett, KasÜtt S, Stakett ' ^ > ' 
Bette hin und her Wälzen, dabei jancb- *^**'» "*«'" K«*^'' g°*- ^^^^ •^*- 
jjjend und' singend allerlei Kurzweil *^"- 

treiben. AukaqBln, Jemanden anreden = kltl1ia»rlg,empfinaBch,Wöhtfirgef- 
mit dem NebenbegrifF d- UÄütefrieden- '^'^^ werdend, kurz angebufiden. 
hiätdes Angeredeten darüber. KatitelAftk, der Katechismus. 

,. - .X.. ,.' .,...., > katftbfik, öt^erlichj verrückt Ist 

Ka(l)km, .lie wdbhcbe Kopfbe- .j^„dem eine Sache sehr önange- 
^deckuog,nurnri öiddndenod.spotten. „ehm, sodass er sich darüber Sr^Ü;to 
••Öfen Sinne gebräuchlich • aagtendattfSSJokÄWlBCktewani. 

Kafl,derKer^ hatmcht immer dftn "Ijti^pi. Kalten, Dim. KIttSCkk'B, 

tadelnden Nebfctabegnft desNhd., soa- . gewöhnlich KättSCh'll, dieKätke. Der 

dem wird auch^oft in einem guten ReimiWatfüSpaortTöfllMiad, da« 

«inne gebraufcht, 4att iSS BOek B Kitl jfittKaft «B iBfld bedeutet^ dass man 

ist ein Lob in dem Sinhe: das ist ein ^„ch irgend einen Unfall umEfiswa»- 

tüchtiger Mann, ' / rea gekommen ist; aSB Katt ÜB Sud 

karl8dllU«rathssncht.g. ; ■ . n^qi,*8tetefe Streit und Unfriede 

..5a(«)BICk I, di^Kapmcben, ^ i ^^^^ besonders von Eheleuten gebr. 

KanW, der Wagen, insofern *r WeBB de Katt Bi«k to Ite 1«, 'de* 

.«cblecht oder unmodischist ^^^ 1^ Hu«' uppll DiBCk bedeutet: 

ka(r)86k, fiiscb, stark, kiiiftig. Eh) istdie Herrschaft abwesend, so tireibt 

"Kind mit kräftigen, runden IVliiskeln das Ge«nde(Kinder) unnütze Dinge. 

^iääst 'BknhMk Kio^ ein Apf4'äer HimaokfBCfesickt, «aveiude<Kttt 

'hiebt zusammengeschrumpft b^irku dOBBenkBtt^rOcktdasVerziehenriks 

' ntUrbe ist, heisst kaiSCk. •■ ' ^ * GÄichts:VörScfir€ck,Sdbmerzai'6.W. 

'"; Kttftl^ek, die Karausche, einSUss- Dm. Bt gcft^eTMl, BBS d« Kaitt TOB' 

''%{is^et%sch (CypriiBis Giwässh^). ^ ItalVeBlrtag^Wgeh(rt(^g^btewAb*i^J^ 



SEnebmeniiHl^r: ohne sicB un^eirwasT KUk:'8dl,1^ikK0dMB; DasFrenqu^ot* 
zä-^belkümnierhiiiitf. -seine Sacheir! in kUkern wird voujemandemgebr^djeff' 
diidnnni^za bringen j . ;^ sU9h•IttIt;Kochgerlitben.am.Fel]er;te- 

- KatttklC Si. £ken ,^ /: . i ' . i sdiäftigt ohne eszaverstehenöd^däzoi 
>• KttteidE^^Bie rlundfalättrigeMalve: taein^Eüaein. .i 

(Mälva FotÜBdHiJllii)./: VergL Haos'll-': kiOkaiig,k#ekiaidig,JUK^QdheifiB^ 

jßf^SL ' ^^ ^ :ii • : taükAidigWaoler. 

Kattenklimmer» der ans ded Steioi liokMI», der Acklei (Aquilegia' 
obsd>äiitnen ftU8scfawitzen4ft^ 'Harz, vulgaris). v; 

VergLKlIiw'n : : -j,. ; v> c. ;.kaok)^' drückt das CSackem der» 

- KatteiltU^ der Pilz imMgemeineti; Hüfaoei- auv wcUn sie ein £i. gelegt 

(Fwngi). '• ■ ■•• ^■^■•■•: :■■■■.: ' . •^> häbetr.'" ■/■■•: ..:.•-'■• ".-.!? 

KatteUBWIlf y •. der Wiiidhakn- kUkeln^ planderPyt schwaitzen' miti 

(Agrostis spica.vetiti)4 , VgUf^aorfleit. dem Nebehbegriff dei$ Lahgwetligeni;^ 

•kaiid*^^c1i,ian^fei^-fidlich,sirrlck: ÖM^l^ laBSt>«^ll€«ä>*|fe ; KWW«: 

BicKsÖkaadiBrvIlSClL Davon das V^t- dartagweUigeEn«hl*;KMIeUliyM 

b-tfni Itättderwaichli ; waWkiradbr. M«Mltti»,iang^UgePi««rf«*»cte^ 
wkittht 'du töI wMder? wsis spricM' ' k»»"8 ^i^d ß»*«»« *>* Anzüge- 

an da wlfeÜer für nnVerstitodIfÄes at g«*»-. weoner ge^madabstoiitiftr 
berhesZeugr ^ '^ ** ^*™ tat -rifelc lecht kUfcfig itft^, 

'•Kiilk,d: Dohle, (CorVÜbmbneiula):' *"•**» der Anzog, da MädzAtts^Sst 
Vi^«idisclirkiiuka,einfaatoriia(Äahtij^ itl«gWB6buoti|nd..geschthacihM. -.ir 
dfe'Vort?. - iAuSserdem feeisst afesrf' "»kwl. schlechte Art desKocI«<. 
tfäjiftigsvogel' unserer lünder Dirt- «»mKlökertiUcllt ■ieb,f<l« «telne 
und laolk. •' '■'^' «U«<*te^Art uad Weite diäSpäfen 

kattk1l.eSneSÖmrte,wie'dIfeT)bl». »n bereiten. ; - ■ ■ /. 

lenÄn'lassen. ' . v ^' .KmI, PL l«Ji,,liMY., die Kohle j 

/. j^ '. . j ::^: idintt«liq^pKAOlB<bgtman;weim. 

.;.'^^>«ö«";4»»W*JW«ff'«>P*> man nothgcdrnngeo Jigendwo ver-: 
«igtrnw 2u Jemandem, dem da^£pgen ^ag„ „^ ^B^ die Hansewi,"die 
nichtÄ^^eckt Bildlich gebraucht man^ einen Besuch *rhSk; deren Gegenwart 
es^iwii in der Redensart: 4ao 8M^dlf, inidferKücheabernothweildigist 2.* 
▼oTttmXiassolldii-izu.beendenod.. ^dj^tedentetesikabl, kaolkopp^ Den 
ZV. %n,wohl schwer werden. Äao- Ki»l«^«8sic«)be&stUernurKoIlL r: 
k^H-n, eines, andern Worte spöttiisqhi yMl^SMtlt^ der Kahm auf «eal? 
nachsprechen. .. , , ,j Badgu^dgU Adj.ka«Big;UAnig)i^>£ 

kawf elaS. kabbeku.; , .usj; J , k«OBljV«A.(Imi)erf.kamaöLkaiii,: 

. KMVa, der Koben für.S^wei^ei Imperat.fcumhi,JPart; hibm)kQinmdn}' 

anchSwtnAapIt'B. . UmiigthltiikkklaHwtMrgaifiift' 

svJEMf^KUMh.dasUiiterktnajDöp- man dem zu,derzhbogtonfnM-seiueK 
peUüim,^betouders :v<mi^C genKbitält Arbeiten üt oder der ao^es^ickitM 
UuneaKindem Im Gebrauch., i. u,! • . c ' lO '» i Ur i - •. " .' •' ''■'"'„ 

Kaoj'B S. GrÄbnv. ,.: i ;. . . '•' \^^^^ ^ ^)^P^f^>»H^' 

..^ f.. . . . . vB.i. > I.W. » wejbüchen Geschlechts kennt man im' 

hl|ifl,Jiody8imtig>Jaafc,iLgM<ibe> rik»s>«$MWnäMMbob>'iMtit ^ ■' 

13 



9S 

l^DenZekkotnmeb. '. ' i ' •' derKfitihiaetaueliJItUlksittervonBrilll^ 
- > tftonii goth. kaarb 1» daß Koni, coU-- ein grüner Platz. In der Redensart : U' 
lecdvidch;2<. der Roggen. Das-ehi^elrie isSVOüBfirD, er istromI;;aaiii;iiifSe-> 
Korn heisst KäBrn; Adj. lLiSm$, 4t gensatz von dier Stadt, xsäBteflttt^tirn 
Etgg iSft M klelüttUmg; der fiigg^n Sinios ^npmnien.. ün^re Kinder sahi- 
besteht aus zu kleinefiiKtlr^rp» SIMB^ gen:BÜr iss'nBftr, Scbelm ?on Jbdtt^' 
irtaiichsoyieläisilKerd^A^ettKIbi. BftrÜttktftSddelMun;? r" ' ^^; a 

klBrn, kOddern, (alts. quedan ^e spre*^/ . Ktfttes/ der Kater. Mann derKatze. • • > 
d^n) hat seinem ^eigenllidie Bedeutong kaotertlB, rnmmkatertnij niit i^oec^ 
v^piaud^m in der^AJtmarkgrössten^' ge?«nssen,.Hiist>kkiis Bestehc&Hie^ttAäfn- 
theils verloren und wird hauptsäcfalicfa' dern und Anderes an die Stelle sdb2:en5 
nun von. Kindern. gebr. i di^fafi&ngeny sowdbHM''K leinen als,iittGro8se& r 
die ersten- artikalarteäTöne hervorza- ^ KfttW, KiM^, der Husten vu Schnil- 

htit^üC dat Kia(d)ken k&6rt'aU-.ia pfen,Adj.k&&WfUDb»da&awbvpn einer 

SlftM':'^&iui1>edeüt;e&aucb auswliblen, Krankheit der Schafe g^ra^^MiwirdL . 

kUfeDybedonders das Adject ktBltci^* ... KaowT l*^das l^/pos^ 2.-das. wasjer- 

wjKblerlscb; Das Sid)stat)tKUrIiat sich tnandem dancb^XoQf^- z^elaUen 49tv 

nur in.Ea5lU0Wel| die beste ausge« S^der Anth^II* die Portiojp» wobei der 
aucht^HülziabelyerbaUen. « Neb^nbegriff des Losens ganz wegßillti. 

' Kaort, die Spielkarte und Landkarte»' So» hejsst die Pp/tioji Butter^ Sp^k inad 

in der ersten Bedeutung auch Kaor^jU dg^ die in den grossen Wirthischaften, 

(im Plural). den einzelnen Mlidc;ben.und Knechtea 

kaorflli Karten splelesu^> : <*- l^eiiierMahleeitzug|^tI|i^iltwirdKao-^ 

KUieLi.dieTÄbackspfeifef2.e!n \rel.' 

schlechtes kleines Häuschen, in diesem {uu^weln^ losen, los^ yertheilen, 

Siilhaucb dag^Dittiib,'CHgelk^: 3.^^in Kaowt ein kleines hölzernes Gefass 
Kmd, das sich besehäiut^inttv wofür: mit Handhabe z\iin Wasserschöpfen, 

man auch BrBSKi gebraucht. iHilä^riii d:'SkhW^ih^'|k^ 

Kaoty ein Bawerhäuschen und zwar ' Kefaf/eiiie Art? Vönnachs, üer besön- 

ein solches ±u^em kein Acker od. dodi derä^fil denÖÖrföril iiiifcöäiirng ge-- 

mir sehr wenig davongehörd DferBe^: ifetaetSxilrd |'er reiftfrüher, .ah ^erg^- 

sitzer einer acddi.KaA^heis6tKUtnM( wöl^nlicbe ui wird deäSami^s\t^^en 

in ateb^Urkond^n K&ter auch KMer.l Hä^upbächlich gebauet, aus dem die^ 

Der%3dgensatz vom KUtnai-ist feÜla:, Lahdleute ein Öl pressenund dieszäm^ 
floftl^semetiebtödebildeB detiA^ Essen verbrauchen. 

Zwiäcben beid. steht Soster, K^öäsalhe, IfiAipla u. kiddcU ==^ kitzett. 

iD Urkix&den KotbaatL UrsprUngiichl ' Kejack, die Luftröhre der ^^^ht^h- 

Iliitd^;lCM6Jciäilnlttdtarieia^^ teten Gänse. (Laut nächafaih^^i) '' 

Hause eme V6rt d,h*3 bis 4Stückenr ;KBif;e!nschteibteri]ut;B9gi:«^ 

A^bec; Au^^r deni ang^ebeneti Be^ KM behSlt i|l Kaif Vpp, der GndiiaD: 

griff wird der Ausdruck oll Kaot voft nimmt seihen Hut nicht elmnal alv 

jedem irtschlechti&m ^läich. Zustande Wird auch Deckel genannt. :: • . . d 

aläi be^Me&den^CfebS^dQS&bnuiGttt». . ktifUftArlEMU&^i^ioiterik^ 



e9t 

oHer hminterfiiH^. MJUrks inf laBiiMidlp^iii, iosaalleirtiiBL z.tto^' 

i'frq^Ymierkeifdi pischvou^der blassen , kranken Ge^ 

keUX'SiGkl sidi heruitn wälzen. Kleine; sichtefarbe des Menschen, fhl s8st JO M^ 

Kinder feeH'n isich im ßött^ iln.Gtise. kMgftt oder : dl sSst jott^ast Kftiitf 

B£A?oülfe8tttil,Ne8tkik'izä;das:zu4c Battenollk, i ^ 

teixtaBsgendmmene UAmW^^sl^amxß 'KetlM; ein ati etneto baibkreisf^fltfi 

meist etwas zurückgebliebene Junge mig^ Räibtt b^fibdliches -Sfete ssDnbU^ 

von Vögd«i, das sk^h also noch eine Zeit Fangen der Fische. r ' ''- ^ '^ 

langitiiNestekeilt;übertrageaatlfden kiUiefalu.kiwweIn,4U0kl.sidiätrel£ 

Menschen bezeichnet ma& damit das ten^sodassesbieim'AustRusdiderMei»^ 

jüngste Kind dner Familie, auch ; eiiii mmgen schon 9ns Empfindlichwerden- 

neugebornesKind^ grenzt, za n k e n ist für den Begriff 

• WtXtU ^\s SubstUer Kien* 2^ Ad j^ = noch etwas zu stark« Es invol vi rt diese/ 

kipiner; ktate, nicht einer. ' ' Wort noch, dass man beim kibKelBsielf 

' Ktebttt|Kienruss;86iHte eigentlich innerÜid^li^ft^ was bei klbb^ nicht 

Bamibutt bei&^eniBittist ein Gdbss der Fall ist^ Daher2« sich Mrgerh, ohn# 

wie in Tkeerbl^tte rte. ^ ^ * e&sich merken z« lassen. VgLkabbeln^ 

:* 'KUlf,^ieKebr imNeBhd.ilurin Zu-v ; KiUielUecky einRäumi uiiirden viel 

sammensetzungen : Rückkehr, Ein-' Zank, Streit geführt wird.- i ' -'< 

IM» etc/gebi^uchlicli/ iaKto;g<Oi^ kiddeln S. unter kitzäofj : i 
tiOrthett^ toben, sich so g^bßcde]Vliti4i&- Klf, Vorwürfe^ Schelte. Klf fcrtkli^ 

rnn (Eilles umkehren wollfS;; M ie Elf / läAt iK) itarkals Scbekebekomlni^ 

vom nächst Wege abweichend. Fnigti - klf^ keifen,'|ad^ln^scbetfen;i w* 't 

Jemand, ob' dea^ Weg nadi dnemOrte ' MBkAUHf ein kleiner .stetabettehdeti 

ffibtt^sohefesteswohhlaoIäiwerU! Hubd. 

ItttdeK^derWe^ fühftzwaf* äii%' * Eük^ ein kleines acbteeitiges Geläu 

Bn» ist aber tveker. : 6«n U ißiEtKi aus Messing mlfc yieUkc& ütqhbrbdki^ 

drückt einen besoniderskngenUnai^eg^ ner Oberseite^ in welche^iieinlrd^e^ 

a^.'6i0lliMddKtoigehmirausdem- Geßiss mit glühenden Kohlen gesetitC- 

Wegef damit ich ntcht; nOdiig habe^ ward. Die Frafuen aus'dcb' Bütjg|ir- 

vom kürzesten Wege abzuweichen. stände liessen sich ein solches in die 

">Klper, derKapeif.Oi Ktf0h9bringeci,iun«ichgegetfi^ltiQafef- 

:^»KCrk, die Kirche ;alts.kerSka» .!' zu schützen. Die Wärmflaschen und 

KSrw\ die Kerbe. / i^ .: Fusskörbe haben dies Gef^ gltozlich 

E»nrt,derKörbel(Cbietoiaiy^tiln). verdrängt . ..i/^. 

Kte, der Käse ; angels. u. alts. kese^ ■■ ^ Kik'int • El^dieMeisi^Panifimajor). 

Ki8faAtu.P»ppeikta,dlefuitd&litt. klk'B,(Pr.ick:kik,,du kickst ^Imperf. 

rige fKblve (Malva rotundifolia), vob id&kSk^Impevttkik; Partie. käk'n)^^^' 

der Käie£6/rm des Samenkucbens; ' sehen, mit dem NebenbegriiF der nen^* 

kte'a 1. gerhnnen, vondet:Mttef>ge- gierigenAnnäherung 4es Kopfes iäch 

bir»ucht,so viel als UddeOL 4al4ÜBe* deni G^g^hstsndö. EAxifftJÜa^' 

uMk Ü» kte't oder kftsig; die Mi|(dL> is^ Scherzwort, ein kleinesKUii^ Aurüät« 

käseartig zusammengekufenj Statt- nicht iiüf den /Tisch sehen k^tbi'; iBL 

kflig4»gtm8nvond^Mil<Mv^I>:^ U^t^lihMluiU^u^iDtms^ 

\r 



ai^.^ie Soöb^ütee^c^d;^^ [äni^ der? ^•kemdcff^liM!uog eisgcsetsst^^^ 
Bytnuog Aei Volks« ziur V^rdauUi:^; der Zwickel imStiniiiip&ckiaiiitviiru^ 
4c$r9f;lben gtewissermaiisen nicht maebr laafetidealahge6Äckerstück'efeQ^<. i^*^ :'' 
Sbtlfcieäbrdedicb ist»: A nm üter^iv .oJÜTll:!^ keileti, einen Keil >cfiiisdillu4 
Hecken zu sehen. To d(päii?t fliaft gea^r.fL grob scbltgen^-: .'MJÜlt {^ 
U(V^stdl betrinken Sprichvrart.:Ile- dll|^llM|.^r<scliiägt sogldd|^;edaniu£ 

gtims Doditerkifikttt StouipwtbWr k»i , 

Sill Finster, derStram{>f bat ein Loch: : Ktlll^dekrKietn«n<derFiscliew '/ - - 

iSldk'Jly'abS€frisa,dQrÄraafmeckd»Q^ ir .Kiillfli, die Kimme, Kerbe; deftBe- 

Beaütiten der Art idndi^ei6e,.;wi& Je*i griff einer scharf voffsteh^den Erhö*. 

QHitid.eineArbeit fertigt^- sich d|£sesf hüngkeDntiiiiRn in der Altduirk nicht» 

Y^&hreniKU^Igets zumachen sudien;. Ktn, derPflanzeukeixh. 

VßR Schtiiknaben gebraucht^ bedeutete l^io^, alts. kinanr giii. keiaiv jO/kdifan, 

^in^^Näcbbai^Geschriebeiies seheU/ keimen, voui^flänzen ; (le TlflUll ÜB?: 

iim^ 9Sti beuxxtzeii. P«ttk'l|klk'r,Spo»:*: all; dieKartcifiein Lesben acböf^Keime. 

Mime fUr eiäenMann, dei'sich Bmdie Kiili, Plur;J[itm6r, dasISimAcTMl 

OoicfaSfte i^ Frau,' besonders iu Kür. Kiimer, Yäöl VatemaeZr iist^giSeh die 

<ft^«<igQ)egenhrieea noehrtiK pässdnd Zahl der KSader gross, so &a^ sich 

ist, bekümmert ..\ doch fUr isie imtner das N<itbdttr&ig««. 

kÜL in die>Wdt» ein reines Söbst;= 9lnikft Jitehlini nicbKinA oder : ÜA 

^il^tK^ruQerfahrenerlMfenscb. : Und IUlKeg6l> «r istkindierlos. ft^. 

Pll'j^:(ein Fernglas. IVlü 199 den I^IilddkiUier, Stiefgeschwister, nicht:; 

Kftt hebb'n,; sein Augenmerk auf Je- Stiefkinder. ^<Von«ioeni'hässlich aus«** 

Hii^ei^.:haben, so vidi als mtig&Kihn sehenden. IMetosdien ki^. Dinge ^ssgt 

im Auge behalten, weil man ihn.eineirf thän sqMrrch wörtlich: Daa-aeh^ mai 

tedeUdwettikfiahdliingfQi- fähjgMlt. wddeSmnermHtoBfittjatgeit Kto*' 
Ittkat'sgMIilJk'^ieriiateinscfaar&a; n[dß[iiii EUwemaot ii&tt'n idl' :Ll4^ 

Anget Int eigendicbenujüd tropischen: ijFfttett^ d.h« Erwachsene wiesen am. 

Smine. i- ^ 1 .: beat^nvwasKifiidviriidktltLliimeru 

-J^niK&lOyelgenthamlidherAiiSi^ (^IMfiC sengWd-^WailKlieit, Kin^«r U^ 

di^kyindemSintieVotKgans.andgaff«; alteLeüte. köonisfi nicht gut etwas ver^ 

]|itirttioi|Lilu^a]tKAk&nieb,6agtiniätf schweigen. Gott Jbtwatr dopk jiies 

z,B. voQek&r Hausfrau; dienichtö;VQ]>: Mntt'r Kind (d.l)u jed. M^t^ben)?i5r 

4^:Ha&swirth8f:baffcvierfifcebt. . : ..ri sBnnünglflck. : "^ ^ 

klk'lkaok'l, adverbialisch gebr., ist .Killkeditx'n, Flausen, Vißt^dmtflkf 

d^.Jtüiwßg« Ant^wrtlv Sv<*ajana»^"m Tgusdiung. . .. .7^ 

a^m^ i nkiits&Lg/^^ G^t^üw^ ^j Kkmelfcte, Schmans bei 4ist IJÜife 

lUC^fcj^eitor aid^(^eti Will, gewisser^* eioes Kindes^, wobei )Blerj(BftV) die? 

nWisieQ<eii)flMhüer<i^kai9keL .. jri .. Hauptsadiieist^sdi^eQesiKildip«^^ - 

aM 1. derKeii, isum SpakeA; Sprich*^ : Kinneldftk, Windel, WickeKw'oh.' 

M(!b«tLqpp'rgMWweB Uotl k&rt-'fi gjaa^'U^ Diminutiv von >.Kw4^ 

gnV[WAKH|.|n>bie^Men8qheBfiiiiS8feii: MaD-s{«&ht:a)ifibKindläU Vfiinki»)^ 

0lQ}>i)ehandek werdeft; j2.: jedes keil- dieDiminiitivformeiSLiuiterOg* . 

^<k|)uge£Ung :£• B« Zei^lJ^Ra'^^ •^itönneni, Kinder bekommen.. :4C 






kinnert noch, sie ist nocb indeii J«hiien, iek ; diQ gtlT se nite fttiBottontill, 

dsas sie Kifidfer gebSfen kann;- Sc KillT dCORW^kk.:- ; 

nett M( tmnei, sie ist immer scKM^aD- .; kitx^In» wie itq Nbd. aber weniger 

ger. Weaa't tinmeFB man ent TUlb( im G,ebrauch, man gebr. dafür öfter kUft 

is, wmn sie nor erst aus den JaiireQ>des dein u. keMdo^ ersteres meist impfsr-* 

Kindet^ebiihrens faeraiis iat. . . : ' sopel : 't kidd^ltai^er: U b«t nikiedÜelt 

kinnrig, Itindisch. si doch nkk «ö BttJÖddelt«» maoI,.daröber.^fr er 

khnirig, geteÜrdedicfe doch uiclrt so ei«>egrosse Schadeairende. . UdÜCfc^ 

itiiiaisch. • ■ - > . kitzUch,. .,. . . 

^"Efp; der tragekorb. KkibBBtrlislOTi klabastem, seltener UabisteiB, 

die teWeh Gurten; wodärch'yife KJpeJ *h«f^"* elwei^Nacliahniwig des Sc^ialls 

getragen wird. Der A rm kb r b heisst »»s**"» <*'?" <^'' beschlagene« Pferd im 

ntfKbtt schnellenLaufehervorbringtHöjmMl, 

• •Mpp«to,Frequentvoti kippen, Wirt l[»4«t«?bMtoftjOder:.datg«ifckU. 

neben den gewöhnlichen Bedeutungen *»*Wi Uralter Mgt man , wenn ei? 

BifeolÄfeft; von d. kleinei. Scfeftlkindem P^««^ »" vollenirGalppp oder Carrier« 

gebraucht, wenn die Schulbaük nicW vorübeflfiue;. Auch von eiliglaufenden 

mit allen Füssen auf dem Bodenreitht, Menschen wird es, wiewohl selten, ge, 

S6 dass also eine Bewegnrig der Bank ^"^^^^ In eiaffTplattd. Bibel werden 

ehtstehi. AdlKirplig; die W^Orte: und seine Jönger folgte» 

i^y. ■■'■ . "::-~^. .;, ibm-oich. Übersetzt: OB sin Jungs kl*' 

Ol f^ffh. ^'^ Larven von 2flügUgen Marterten kim' lUM». . , ; . , 

und andern Insecten wenn si^ fussf^ ,. ltUck,«,chgeahwter.UatbelmP«i- 

uj?d klein sind; die grossem, hejssen j^neinesCiegenstandes.. . . ".'l 

^^ \u^:■ 'frt^ K^' «Mk«niS.slacke^i^.., . ^^^ 

ÖS,B,goth.kiusan.aIts.^iesan. be>m Kto6ktu..IUick|,eiu Fleck««, Klec^ 

Essenaus^yählen. Daher kl8ftit5Ck=. ein-kleiuesTheilqhen .vonflUssigeaoA 

dgr nicht alles isst, dies und jenes auf ^i^h^n (Gigenstäindenv das sich vom 

dem T.fller zurücklässt . und ^uriick- (j,,^^ Weni«*! bat z, B, Dioten» 

«^^t ktackg. 'nWckgimdJUickik'nBottv, 

,. klWl».(Iaiperf,köf, Partie, käw'n), einitMckcbW Butter. Auch intropL 

keJfe^jgCFWgeres Schelten der Frauen ^y^^^ Bedeut»ng: . Eb' 'S Vhck» «i- 

mit dem Gesinde und den Kindern aus.- juage«, Jetpanden iu üblra Opredfi 

drückend v.KlW,derTadel,die.Schelte. j^ringen. Vgl-kÜokeriL Daf2^twor| 

kiwweh.S,kibbeln. davon ist kI»^k»eii,kUok8eo. '.; 

<;: EhK)tt,4erKiebitz. UnsereKitider :: kUddeCB. von Schmutz kleben vmd| 

^iogoB ; Elwitt vt> kUw ick ! im Bmmy daidttrch^r^Qorduuog geratben. Wen^ 

n^UHMeh ! Dao liag' i«k, dao fleit die Augenwimpern dureh^iter,. k^ 

i4i dM lebb' iek nriB llUt Klwitt- «ioe^n; KoplIituscUage die. fl^r^ v^^ 

dMMto'Kiuderspiel; Knaben u. MSd4 ^orreq aneinander gek]j^tsind,s(>sag^ 

eben hocken nieder, legen ihre HM« m#m:.de8aw .|Q||d t08M!9,,k]|ftdd«i:^ 

auf die Kniee, «pridgeif und'bopse»' so Yl»»Kiadd,^chmatz(biecfmg^bräucbo 

herum und fingen dabei: KtwitWilBeB l«cjb>: SickJMEladdoni) ,we^ auf 

klitoJd»ichjdM«tt§teflllt dMStat sclimutzigen Wegei94«^.6ä^^tii<^ 



iot 

so hat er sich beUaddert * An einiget - tlljper, eine Wiesenpflanze, die ge^ 

Orten gebraucht man das Wort kfed- trocknet vom Vieh versfeb«tt8ht wirdi" 

dtern auch, ^t'enn die Kuh den Köth fal- ( Aleetbfolophus, früher K hinantS us.) . 

leiitesst. Vgl. auch klSMora. ' Uapp'n bat alle dieBedeutimgende» 

'* '■ UÜddtrt, Scb^iererei,<jekleckse. Nbd. ausserdem bedeutet es fioch : bto«j 

Uäddl^, dasÄdjr de Haer'syn^lO fig durch die Stuben^iUr aus- und ein- 

UaMrig^tj-dieHaate Itegen ^rvrörr^ geben^ Laot dat Klapp'b stn, lauf nlcbt 

auf dem Kopfe herum; auch sovielaiU soviel aus und ein. Redensarten: dat 

«eiiütnpt; ' - '' U^pt:l4|C!li., , das. j)asst nicht, 'taltt 

Kladderbock oder kladdrige Bund, docb toi iClasp'a kaom, esmuss sidbi 

e!n hartes Schimpfwort im Munde ded doch einmal^ntscheiden. 

Pöbels/ Klappert, allerlei Kleinigkeitei^ die 

* ' kHonili UaoiD, khillläl u. idinillli||^ ohne Werth hie. und, da ber^liegen, 

t: sicK klemmend, de DUr,dafVett8tlff aUerlei Gerumpel. 

i^ klaoin oder Uitinte, die Thtir/das Klapperschnlden, auch Klippselnil* 

Fenster sind g^ublWn, und kletnfneti den, Schulden für Kleinigkeitea, 

giblibeimAüf-od. Zumächen. Dieselbe Biapps, einSdil^gmltderHand^sp 

fiedeutting liegt in drang S. oben;' je- dass es klappst DerKIapps i3t nicht so 

äochunferschtidenäich beide Wörter, böse gemeint und, pftTUar Qin Sehers, 

lJfei1damtnwii*d!JUöksicbt eenömmen eine Neckerei Verliebter^ Dies W^ort 

auf das GewordeffeV bei <lrang -ilftt» dieiit auch als Interjection. Kfaiqp{f8!da0 

itif das Seifende. Klamm werden i^. B. Kastfiäs. 

die Thüren im Herbst u. Winter, wenn ' tlätem, viel u. ra^ch sprechen, ver^j 

die feuchtere Luft dad Holz Ausdehnt, w^ndt mit I(;ä0keln im B^rifF. Ve^' 

wfelcTier' Nebenbegriff nicht in dlWg tlijlterii, von dein es nurtn derßedeu- 

11^. 2. tioch nicht völlig trocken aber türig, nitht e1:y mol. verschieden ist. 

doch nicht mehriFöticht Bat ifgiss klätertasch,Kiäter!t8',Fräuensper-r 

IIOCll klunilllig od. UailUD, die Wäsche sonen, auch Kinder, die viel schwätzen, 

ik noch nicht völlig tfockipn* Esst^ht Erstereg oft ohne tadelnden Ne'benbe- 

im Begriffe das Wort zwischen drSg griff, selbst als Scherzwort nicht selten 

und hchti^. ' 3. von der Kälte steif und gebraucht; dagegen ist Kü&teritsT.'iQi* 

ungelenkig geworden: de Finger SSfid mer tadelnd. 

iid gau klamm, ilaem. In diesem Klatischen S; FUrbiditn. 

Sinne aber wird die Form kidmm ürtd Uatsch'n S. unter drhrt. 

klümmig nie gebr. Mit dieser Wahren klatschig oder klatSCh'tiUifK^^JV^rg 

ßedeutg. hängt zusammen veiUaom'By durchnässt, so dass d. Kleider kiatsc))^ 

vor Kälte istelf und starr werden, selbst von dem Ton, 'd^öi ein hfaigettoJenM 

bte zum Tode. Et iSfl^Terklaomt kann dürchnirsstesStUckZengher^bringt^ 

fil^Ö heissefi : er ist erfroren, xind :' er ist Man spricht auch fBatSOk u. iq(Qat8elter 

Äft'mid stöfij bhiie tödt zu sei*/ Der Mtt 

SSuglingjWelcherdasDeckbeiifvoirdk:^ Klaty, alte schlechte Kuh. 

Är'estofifeeh find iöriheZek lang gelegen : *Dilrt==Katenklimmer* :.. 



r' r 

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10$ 

irgend eise LeBfiaftigKieit ■ dabei 7S^ Begleitung dms weiss :0pd freimdlicli^ 
ÜBSsern. KWÜlll^ viU-B bifs USta'. gHcfeM^tlbctW^ibtA^ die 

3i Viele und unnütze Worte sprechen^ Häuser» worin Kindiör waren. KJaos^ 
und dem Z aböriertiadurch lästig fallen« b^r trug einen Beutel mit Asche gefülll^ 
Ht Jdl&Bt te'nde Ur'nTUlli er wird uns und forderte die Kinder auf, einetp. 
durch sein unaufhdrlichesGerede lästig^ Spjruch od. Lieber yers 8u b«ten. K(>ipiBn 
^ppettisUf Andern etwas hintcjdbriiigeiu- tssn die Kinder diein^iclit prdentticb, sa 
luUllliredtoklädBt) hast dn scb6n erhielten sie einen Schlag mit-^flft 
wieder geplaudert? In diesem Sinne AschbeutelySprachensieihren Vers gutf 
wirdhiif«Sg<ailkli(i]|'E-.gebr.. Adjectiv soerbij^lten;^ vom Weibnacht8|DAQ|| 
UKMig;^ Sahst Gekläön. ein kleines Gescb^k. Seit mehreroo 

Kläönert, Gerede, unnützes, unwfth- Jabr^faenden ist d^r Klaosbüir abgevf 

ftt Geschwätz. VgLdräön'u^dfidmdn. scbaSt^dadasErsdiretkende desAu£> 

:: UaiMr'ai klüreih Eier Uoef^^ die zages nicht selten nachtbeilige Folgen 

Eiergegen das Licht halten und sehen^ ftir^ieKind^hette. .:. 

eb sie klar, nicht faul od. bebrütet sitid. UUteni 1. einen einförmigen in ge«*, 

Klaotitch, dünnet mit Wasser stark ringen Zwischenräumen sich wieder-^ 
versetztem Bier. Vgl. Jfloh. ^ holenden einfachen Ton hören kssea; 

. vKlaoB Iw die Dohle (CoryusMone- DftttUUtort recht sagt man, wenn die 
dola) S. auch Kank. 2. wird es zur Regentropfen so fallen, dass man deir 
Bezeichnung eines Einfältigen gebi'. Ton, den sie erzeugen, zwar schon ho*? 
kSife'll'KUoSy du bist nicht gescheut; ren, aber doch noch dieZwischenrSmne 
kast recht, Klaos! ironiscfaer Aus« unterscheiden kann; fällt der Regen iu 
druck, wodurch man Jemandcmwider- Strömen, aa'hei8stes;.dattgltL KUUh 
apzicht In der letzten Bedeutung hängt terhflSS ist ein aus Blech gefertigtet: 
das Wort mit dem goth. n i u k 1 a h ^az hohler Cy linder ttit einem Stiel, in desr 
kindisch zusammen, wenn es nicht mit seÄlmiern sich einige S^iuchen befin- 
dem Vomam« Nicolaus, der auch Klaos den, die beim Schütteln einen einfache];^ 
heisst,(z.B.Klaos~Kircheaneini'. Tongeben. KlUterafpd, ein Af fei 
geil Orten) zusammenhängt. . mit grossem Kernbause, so dass maif 

' Klaoshftr, ein aus der Heidenseit beiih'&hütteln des Apfels. die K^ne 
herr ührender Hausgeist, der iunWeih^ gegen dieWä'nde des KernbliK>^^]l^ 
sachtsab^idmltdem weissgekleideten geft h(irt. S» iihnlicb im Begriff mit 
«nd bescherenden Weihnachtsmann Uaddeni,^CkbeUltteni, bei sehpEUkr* 
umherging. An andernOrten Deutsch* t^igem Wett^ sich die Kleider imr 
knds beisst erE]iechtNiclaSgleichb&- Gehen beschtautzen. ,;': ;':i 

deutend mit Knecht Ruj^echt Waü Kl&ftter, Klat'r, Kladd'r,. beisst der 

gleich der Glaube an .diesie];i Hausgeist Mistklunker bei dlKtfh^i S<d^en etc., 

verschwunden, isöerhieltssiGfadiadL'das, dfonicikjligdsärigtiiitStf^psirQtVejjSe- 

was ihm beigelegt ward, noch bls^uf hen werden, KlUt^Ii 9tiderK]£idunK 

die neuem Zeiten. Am Weihnachts- sind einzfehie zapjfenartig herabbäo-. 

abende ideidete sich.« ein Knecht etcu gende* Schmutztheile oder emzelae 

aäieotheuerlichund scfareckenerregena Sk&nutzllecken an der ' Kleidung« 

^ng:. enl^^K^eder allein pder hu Nt»mt der Schmutz den gapzen od« 



um 

gt'öss^ra' Ünt^Mi^^t dar lOeldting ew^ Dsnss bei detiiWorteXladie zum Grnntfe 

^ heisst e^i nh fcat «iek befeltiMt;! liegitv erkäk« aiiäli'.A^QiiL^äraus, iafis. 

Wege*! dfer Ähfllichkeit<5er Kleideiil man von einem der schlecht. schreibt;: 

AK^^n mit den Klunkern sagt man voni auch sagt: 'n schlecht Uai SChliw^ 

deritYFetzenbembhkngetidenKleidung 3^ mit den Ijkuien/in.dem Sdmiiitszi 

eines utiör'deiitKchen Fraueni^immers b^runtwühleD ; in'ülhr^ck Um'lk Adj^ 

äf}ch': Kik maol, vi fir da KlUtent: U^'tg,*ii kleiige Arbeit Subst. Ueiert,: 

imnliiEgeB. Auch der an den Wim- schfechteSehreibereL kMÜeifn^'etwaM 

l«!^ sich bildende trockene Eiter heisst unsikz oder unordentlich bes^ehräbw 

IlMtet. Das Adject. klifttrig kommt oder bemalen $ ditfapfr MUt^fiy iaB 

ifatlör erst. unrerÜMtern abgegebenen Papier unnUtz-besduiuepefi. : 8)0k.k#» 

BedeutnngnieVof^-lvöhlind.izw^iten;. klei'B, sich beschmutzen. ,:': ... ? 

Ausserdem ist kUOtrig = klatrig, ww . Udw'B, kkiben^das FadiweidL eitiea 

i^obl au& dem Rattd. ins Nhd. überge^ Gebäudes itoit StaUräpei. u. ^tndUehm 

gangen ist. datt S&t klUfr^; fttvdiä^ ausfüllen. Auf deni Lande wird diese 

Sädiescheititeihebmtsslich^r^difeth- Arbeit an e i ne m Tage gefertigt,' in-r 

teiT Aufgang zu nehmen; datt hat 'Ö' demjederHöfein. Arbekerstellt^lilch 

kUUttlig'EBB* "fidOIDy die Sache hat beendigter Allheit wird .auf Kostiro des 

dc^lec'ht' geendet.' Vom Bier, Fleisch-' Bauherrn geschmaust und getankt; £es 

tiHlheri etc. gebr^ bedeutetes :scbwacby ist dieKleivk&sL :Da das £ss^ und> 

Wääserig,dlli4f);i Vgl. Uaddefn. ■'•' Trinken als <iie Hauptsache betracfatötf 

'KI&OW/ eilt Backwerk aus Weizen- wird^ so heisst die Arbeit desDäVte 

mehUdas in Forin eines' Ringes oder ebenfalls. KleiwkfisL..'-. .1; > l 'c ' 

llilhtnottdes früher zu Weihnachten! : kieiudkk.u. klieBldicfci voa^zütrai 

i^Bürgerstande^ gebacken u^arä. . DieT Knochenbau. Dattiss ll UttU^dl Kittd 

Masse ist wie die deiE^Topfkuchens. : sagt man von einem Kinde, das nach. 

^*^lQ(d, das Kleid, vorzugsweise das* seinem Alter nur kletnxiwvonschwäch^ 

der Frauen. ' liebem Körperbau iat^ nur schwacbe 

EtedaoscllXadl^as franz. ge)5=:4ie Muskelnhat« 

Kiädungsstticke als Coltectivum. i rt Kliw'r, Klee. Rod KlAw'r ::= Trifo^ 

' kUd*II, kleiden, gut sitzen. datTSg^ Eum pretense; Witt Kltuff^TrlfoU 

kMdt 8m gM; ' das Zeug kleidet ihn gut. repens. Cl&w'r t^^ .ein vierblMttfigei^ 

^klela, Uta, Ad ject./= klein. kki& Kleeblatt; wird für eSnGlückszeichea 

MMAfll, eine'Gefömlhize in kleinere gebalten. Weröhneebizu wissen, ein 

S^^i! umtauschien. nick klein krig'n solchem Blatt bei sidi trägt, k^nn die 

können, nicht begreifen^ sich nicht erJ Menschen, besonders die Taschenspie-i 

küfrefn körmen;- -^ :':■ -i . tertfurcktehauen. .^1 * ;..'j,1> 

^ '4deinflMrn S. H^. : BleniflSr, der Kaienden 

' Uei*!, klan'k l. kratzen. Hl kleft .Xttnameddy^ler Schlosser; 

ItaAaiAt^d'Ohr'i bedeiitet^Aimal: er t KU, die Kleie.. : ■ i: I • // 

isttfii^eflich über deri schlechten Ausp^ Klick, ein Adverb., da& sich schwer 

gpslgef'nerSadie, dann auch: er berieuet dtfrch: ein einziges Wort.g€lbeB lüast: 

aM^ik. % schtedit schreiben. Klef nick We^das Kind ein Messerin die Htnd 

fj^ sä ftOfi^erksadi- beim Schreibeiu nanniv wödurokesj 



fo5 

oder ein Erwachsener etwas zu thun Klickbrctt, eine kleine Serviette oder 

beabsichtigt, wodnrch er sich od. an- auch Wachstuch mit Bändern, das klei- 

dern einen nicht unerheblich. Nachtheil rien Kindern beim Essen umgebunden 

bereiten kann, so sagt man: bist dH wird, damit sie die Kleider nicht bekiii 

kUdL ? od. : bist klick nn dnll in'l Kopp, ckern. 2. nennt man die Kinder auch so, 

Sinn ist etwa: handelst du auch wohl wenn sie sich beim Essen zuKlickern : 

mit Überlegung , bedenkst du auch iii fist^ reobteil Kfickbrett, du hast deine 

der leidenschaftlich. Stimmung, welch Kleider beim Essen beschmutzt Vgl 

einet) Schaden du durch dein Handeh Plffkes. ' 

dich und ändern bereiten kannst? da Klicks vergl. Klacks, 

überschreitest die Grenze des zuBilU- Kling', die Klinge, hier wegen der 

genden. Redensart: 'ne dflchtig Kfing* fÜMä^ 

• kfick*!!, von einer flüssigen od. wel- für:gnten Appetithaben, zu merken, 

chen Müsse sich ein Theilchen ablösen ' KUflk' 1. Klihke; 2. eine Falte im 

und herabfallen; da Idiok'n etymolog. Zeuge, besonders der Frauenröcke. 

mitFl eck zusammenhängt, so scheint kllBkeill. die Klinke heben; 2. eine 

der Begriff: einen Fleck bilden feke im KleFd utigsstück anbringen. 

fUr alle Bedeutungen zu passen^ klipp HA khior, ganz klar, deutlich^ 

Wenn nach einem starkeiv Regen dfa^ wogegen sich Nichts erinnerii \SssL 

Wasser tropfenweise durch die Deck^ Kit &mm is 't klipp QS Usor, mit seineni 

äriiigt, oder wenn beim Essen flüssiger Gelde etc. ist es rein und Har; er besitzt 

od.; auch w«icl>er Dinge ein Theilcheri nichts mehr. ' 

f om Löffel od. der Gabel abfällt, ^ sagt KlippkratfOieF , wier uiibedeutende 

mati:4atklicktodid!lkliok8l; sodaiss Kleinigkeiten feil ha^. - -- 

dasVerbüm im transitiven uhdintran- EUppSCkulden S. Klapperscbülden. 

ätiven Sinn gebraucht wird. Uicke» Klte', Klitt, Klitx^ttich, die Klette; 

üt4BS Frequentati V. De ■tltet bat di die Pflanzengattung arctium. 

8tftW recht tO klickert ^ der Maurer Kltsft, der Kleister, 

hat beim Ausweissen der Stube recht Klitsck, das Brot; wenn es nicht ge^ 

viel Kalktropfen fallen lassen. Daher zu höng ausgebacken, noch feucht ist, und 

Kindernj die während desEssfens von wenn über derUnterrindesich noch ein 

den Speisen Theilchen auf ihre Klei- teigiger Streifrti befindet DieierStfei- 

dung fallen lassen, gesagt wird : dllb^^ fien heisst WaoterstrfaD. Das Adjectiv 

küekerst dL Im südlichen Theil der UitScUg ist auch imNhd.gebäuchlicIu 

Altmark wird das Antragen der Wände Klock 1. die Glocke. All'S an de grAtit 

mit L^hm- auch klickll genannt, sonst Klbck Slaoil, alles ausposaunen , aus» 

kleiw^. ficfawatüen. HftUatdeKloekltd'Bkörtt 

Klick'r und Lebmkliok'r hat sich hie wtt Uwer Bicb, wi se kangt, er kennt 

änd da noch aus dem Mittelalter für : eine Sache nuir halb. Ick ÜSt all, watt de 

Maurer erhalten. . Klock Sleit, ich hölre schon, wie esg€-> 

• KUokermte, ein MAs, das bereitet ^eintist 2. die Stunde der Uhn Watt 

wird, wenn das Mehl in kleinen Therp: ilsfKleck?WievielÜhristes?Kllii; 

c6efi ttts^ kochende Wässer geklickert telwigsSSS, es ist halb sechs, i^hät 

^itä. '■ - ^ '-i all 'B kloekeiidig kalw StttHoi' i^pl^^ 

14 



fSwt, ichiabe schon eine voIlstän$ge Uatzig, B€Z*?ichnung des Superla^ 

halbe Stunde auf dich gelauert tivs S. unter gefährlich. 

Klockenblöm , sowohl die Gattung klowig, klotzig, grob. 

Campanula als Aquilegia. U&W'n, spalten z. B. Holz ; 2. grob 

U6k,Hlug* .d^ln schlagen beim Handgenaeng^b 

Klöksnack'l, Klftkschit'r, S. snackU alts. kiioban. HaorklBw'r heisst der, 

klopp'n, l^lopf<^i)* lipp'&BvSOhklop- welcher in Kleinigkeiten sehr genau 

y*ll, hinhorchen, ob Jemand wohl auf ist, sehr feine Unterschiede macht; 

ein gewünschtesGespräch sich einlä'sst. wird auch statt: Geizhals gebraucht. 

affklopp'nunddftrcUdopp'o, bedeuten Qppklfiw'A, aufspalten, dann: das Maul 

auch schlagen, meJstentheils abttr nur lyeit aufsperren. 

i^i Scherz gebraucht Kluft, ein Holzscheit 

'''\ Kiöpper, der Klopfer an der Thür. kloftig oder Ufiftig heisst .idaia Holz, 

Klopphiltgst, ein Hengst, dem nur wenn es leicht spaltet — grfttkluftlg 

eine Hode weggenommen ist . Holt, BrenqhoU, das aus groben Scheir 

Kifir, das ganz ins Plttd.übergegan- ten, Kloben, besteht 

gene französ. couleur. 'n klBrt Kl(^ . Kluckl. die Gluckhenne; 2« soviel 

ein farbiges, nicht seh war^^es,. Kleid; als Schluck besonders geistiger Ge- 

IdSrt Tig ant^, die Trauerkleider ab. trinke. KlUCk ! Kll€k ! ruf&q die Kifl^ 

und farbige Klejder anlegen. (Das f der einem Betrunkenen als Scheltwort 

wird nur sc)iwach gehört.) zuu 3. bildlich yon einem, der anhaltend 

Kiftt, nur im Plural Klot gebrauch- oder aus Trägheit sitzt OU' KilEGk, so 

lich==testiculi. Klfttsack. viel als Faulpelz. DasVerbumUaffk'll 

KlotZ-Kll-Haomer, ein Knabenspiei. und kbldlttril hatalle angeführten Be- 

I^in K,reis von Knaben, in deren Mitte deutungen» ..Ausserdem abier wird es 

ein be^ der ge/ings^en Bertih^ung um- mqh von sHugendenKindern gebraucht 

fallender Ilaufen zerbrochener Dach- Ott Kind trecd^t» datt 't mUk SO kllickt» 

steine steht, sucht gegenseitig d^ch das Kind saugt so I>egierig, ^kssmanes 

^rren , Ziehen etc. . es dahin zu hören kann, wie ^s die Mücb herunter^ 

brmgen, dass einer den Steinhaufen schluckt 

timstösst. Der erste heisst Klotz, der .^ kludkeni, in ganz kleinen Absätzen^ 

zweite KlI , der dritte Haom'r. Dann gewissermassen tropfenweise trmken, 

stellt sich der Klotz an eine Wand, so.dxtes man die einzelnen Theilchjen 

hinter ihn der Kil, und der Eaom'r wird durch die Gurgel gehen höH; auchvon 

fCCkder Gesellschaft aufgehoben undin Kindern gebr., die dergle:ichen aus 

Öer Horizontale liegend gegen det^ jKit Spielerei vomehcnen. Die Bedeutung : 

dreimal stark gestosf^n, pi. beim ersten liebeln, wie in Hamburg und Bremeni 

Stoss : Klotz, beim zweiten : Kil u^ beim hat es bei uns tiidh t ^ 

dritten :I)aom'r gerufen. Dieshässliche KIlimp,Pl.KlfilDp,Dim. auch Kittk'B 

Spiel verschwindet immer mehr. (von Klut) = Kloss, Klösse, nicht zu 

; i klotzen, verhältnissmässig viel Geld verwechseln mit Klttmp'B, Dimipiitlv : 

Spsr müssen; hftmfttt recht oniAiok KltmpkXclas: Haufen, Häufchen be- 

tzOBi er muss für einen begangenen deutet Ib (h'b Kllimpeil tosamiiea- 

iler etc. recht ordei^licb zahlen, . SChttes, vor Schreck zusammenfahre. 



107 

Dao Sitt'ft ass 'n DAi^kli VnSChQM Kliimer, der Klausener, Einsiedler, 

gebraucht mari hauptsächlich vonKran- auch die Gegend, in der ein Einsiedler 

ken öd. den Kindern, welchen die Reg- lel^e. Ein jetzt niedergeschlagenes 

samkeit abgeht, und die bewegungslos dichtes Gehölz bei Sdzwedel Ährte 

lange Zeit auf einem Flecke sitzen. diesen Namen. 

klumpig u. Unmprig, Klumpen ^nt- Klftt oder ElfA\ im PI. Klfit, Kl8f r 

haltend z. B. Speisen, auch von unebe- und KIftt'n, Diminut. KlS^e, KlttkflL 

fien Wegen im Gebrauch. Im Allgemeinen bedeutet dies Wort 

Ktnmpftt u. Klnnzfftt, ein Mensch eine zusammenhängende meist fofm- 

mit einem missgestalteten klumpigen lose Masse eines Stoffes. lü't Bctt Sflld 

Fuss. Yäöl Klftt'll, wenn die Federn m dem 

Klnmpsack, ein Tuch, dessen Ende Bette sich vielfach zusammengeballt 

eu einem starken Knoten gedreht wird, haben, 'n Klftt'n LtlD, angefeuditeter, 

dessen sich die Knaben beim Klmp- nicht bröcklicher Lehm; 2. insbeson- 

wA* od.StSpkeiispiel zur Bestrafung dere werden die Luftsteine d.h. 

des Diebes bedienen, auch bei einem die aus Lehm geformte nur getrock- 

Spiel meist im Freien, wenn d. Klump- ndte, nicht gebrannte, Mauersteine KiSt. 

sack einem der im Kreise Stehenden genannt. Die verschiedenen Formen 

unvermerkt in die Hand gegeben wird, de^ Plural unterscheiden sich jedoch 

der dann auf den rechts von ihm stehen- im Gebrauch sehr bestimmt. Von den 

den losschlägt, bis dieser um den Kreis Luftsteinen wird nur KlSt gebraucht, 

laufend seinen Platz wieder ein^ienom- fenbht gewordenes Mehl bildet Klfiter, 

Äen hat wfenn die zusammengebackene Masse 

-• Klftl S. KnüL nur klein ist, die grössern heiss.KIWlI.' 

Snnket'l. Troddel; 2.Schmutzan Daher KlSt'rmöS, ein dttnner Mehlbrei, 
Kleidern, der troddelartig herabhängt, in dem die Mehltheile sich nicht voU- 
- klnnkern^ einen Laut: Klmdt von ständig aufgelöst haben, sondern hoch 
sich geben. Wird von Flüssigkeiten in kleinern Theileii zusammenhängen, 
gebr., die ein Gefäss nicht gan?ausfÜl- Ebenso unterscheiden sich dieAdjecC. 
len, u. bei der Bewegung des Gefässes klütig von grossem klStrig von klei^ 
gegen dessen Wände stossen und den nem zusammenhängenden Tlieilen. 
liatit hervorbringen. Mit der Pluralform Kllttr ist nicht zu 
^ KIüHZ, ein Klumpen, das dicke Ende verwechseln deKlut'r alsSingularform, 
ehier Keule. Klnnzfftt. Besonders das eine Art von Hahn oder Henne be- 
nennt der Knabe den hintern Bauchtheil zieichnet, welche keine Schwanzfedern 
jünger Vögel, die noch nicht :flUgge hat, auch KlftthatHt, Hfttköü, genannt 
sind, so, weil der hintere Theil in dem Endlich ist Klit auch der Plural von 
warten Alter der Vögel noch sehr ange- ftlimp = Kloss, neben dem PI. KMmp. 
schwollen ist, KlmiZ. Rh hat defi Klvaa klüVn , werfen , vorzugsweise mit 
BOthnichaflbch&t'n, der Vogel ist hoch Schneebällen. 

nfcht flügge. *'^' klfitern, dasFrequentatlv von klüfrij' 

^^ElftS, die Klause, Einsiedlerwoh^* auch bildlich von liebäugeln gifetlraudhrfr." 

nutig, -hat sich hie und da als Name ein^' Sickmitde Og\lUflt(Nrflf(Rofrrey|^;^ 

z^lner Häuser erhalten. * * sich verliebte Blicke zjy^etten. 2. Jlß' 

14' 



m . 

deutet dieses Verbum allerlei Kleinig- %MtÜ\ 'B gftdeBKlItgg'l toUWi erhai 
iteiten in der Häuslichkeit selbstanfer- schon ein derbes Stück Brot verzehrt, 
jtigen oder ausbessern, hh kifltert den Das alts. knagan, lioUänd. k n a g e n be-» 
gtllzenDagrflBlIIi, er beschäftigt sich deutet nagen v 2. ein hölzerner Vor-* 
beständig mit Anfertigen, Ausbessern reiber an der Thür etc. 
von kleinen Gegenständen. Im Engl. KnallbSk'n S. Bäwerescli. 
bedeut. clout so viel als a u s b e s s e r n. . K&allbflss , ein Spielzeug für Kna- 
Kltttcrer, wer gern klütert. ben, bestehend aus einem au^ehöhlten 
Klfitert, die Beschäftigung mit Klei- Scbiissling des Füederbaumes, i Adern 
Ijij^eiten. mittelst eines Stem pels Werchpfropfen 
. . knabbell S. gnabbeln, durch dieLuftcompressiou fortgetrle- 
KnackMaoSi die innere Haut des ben werdeu,wodurchein|(na)l entsteht, 
untern Theils von der Urinblase des Kaäp (Pluraletantum), Pfiffe, listige 
Schweins, die von unsern Knaben als Erfindungen um Jemanden zutäuschen 
Spielwerk durch Einblasen u. rasches oder zu betrügen. . Spitxbob'B-KjMtlii 
A^iederherausdrängen der zusammen- Diebesränke. Knap iSL'ü Kopp bebb'O, 
«pressten Lufk, wodurch der Ton; pfiffig sein. Verwandt ist die Redens-* 
KlUtck entsteht, gern benutzt wird. art : 'n antSCUlgSChen Kopp hebb'D, in 
. knacks, Interjection, aus dem Natur- welcher der NebenbegrifF des Komi- 
but hervorgegangen, wenn ein nicht 3chen^Scherzhaften, der in jener H^» 
ganz dünnes Stück Holz zerbrochen nicht enthalten ist,, dafür aber denNe- 
i^ifd. Ist der Naturlaut ein hellerer, be;nbegriff desNaclidenkens, Grübelns 
Z» B. beim Zerbrechen eines dürren und eiuschliesst, um sich bei seinenArbeiten 
^Unnen Reises oder eines Glases, so Vortheile und Erleichterungen zu ver- 
heisst es knicks. Fällt ein Teller zur sdiaffen. Wi^KjiapinlllKppphats'^^ier- 
Erdeu.zerbricht, soheisst es: knackS sinnt und ergrübelt auch wohlNeues, 
Waor t intwei. Springt aber ein Glas, aber nur um zu amü^iren oderzutäu- 
so sagt man: knicks waortintweL Als sehen. FIaa8enhatJepiäpd,.deralleriel 
Substantiv bedeutet Knackß jedeskör- Possen und Kurzweil treibt, die.aber 

« ■ 

ferlicheLeiden, das denKranken merk- kein rechtes Geschick haben ^ weil sie 

lieh herunterbringt. D& hat 'nKnacks nicht von ihm ersonnen, sondern nur 

wog; daHlr sagt man auch: hh hat 'tt nachgeahmt sind. Marotten in'n Kopp 

Knapps weg. hebb'nhat den Nebenbegriff d.Lai«>0n- 

^ knaddern S. knastern, baften,Mürrischen, verbunden mit der 

, knaddng und knoddrig = knorrig, Absicht schaden zu wollen. Über 

Wir4 vpn einem Baum oder Holz gebr., Gripps 'in'n Kopp hebb'n siehe oben 

venu es sich nicht gut spalten lässt, unter Gripps. , ; 

sondern eine Menge Knollen upd . Knip'l, Kläpl 1. der Kk>pfel an de^ 

Auswüchse enthält, wie dies z.B. bei Hausthür; 2. GlockenschlägeL 

der NVeissbüche der Fall ist. In Ham- knapp, Ad j. u. Ad v., wird im Plattd. 

hurg u. Bremen sagt man dafür knnbb- viel häufiger als im Nhd. gebr. *t gOlt 

rigyonKnnbbeL S. unten. man knapp oder ick m&ttmi knapp be- 

Ittaagg und Knagg*! l. ein verhält- help'n, ich habe kaum mein Auskom- 

ifjJllpQässig dickes Stück z. B. Brot. Eh men ; beide Redeni»rten werden ai^ch. 



* 
1 



loa 

von der eingeschränkten Wohnußggc- er wird viel Schwierigkeiten bei der 

braucht; allto knapp , zu genau; hft Sache zu titier winden haben. 

kann klapp mit, er kann beim Gehen Knäwl=Knäpl.. 

kaum mitkommen ; datt Wkt knapp kiautsch'n u. kntitsck'n, durch Zu- 

gaon, das wird kaum gehen« affknap- sammendrücken einer Sache,dieGlfitte 

p*n, affknapall^ verkürzen, wie dem behalten soll, Kniffe und Falten hinein* 

Arbeiter den verdienten Ix>hn, btim ^ringenz.B,beid. Wäsche, Papier etc. 

Messen, Wagen, in der Wirthschaft Kie . Knaok und KimokX Dimin. KniO* 

und da noch Etwas Zurückbehalten. ktlk'n, der Knochen. 

-- knappem S. knuppern. knaokendtftgy vollständig ausge- 

Knapps^ck = Schnappsack , Reise- trocknet. Vgl. drög. 

renzeL . knaoksChä&llR, was nicht so ist, wie 

! knapsch, voller Kniffe. es sein soll Dn stst jo knaokschUUg 

Knast, der Baumast und dieKnorre tlt, fehlt diwattf dein Aussehen beson- 

im Holz; bildlich: Datt iss'ngroww'n ders dein Gang, ist ja so ganz anders, 

Knast, das ist ein groberMenscb. Auch: bist du unwohl? Datt sitnochknaok- 

de rlke Knast, de olle Knast scbiftUg lit sagt man^ wenn eine zu fer- 

knastig, knorrig, vom Holze, das tigende Arbeit noch nicht so weit ge- 

sich schlecht verarbeiten oder spalten drehen ist, als dass sie zur bestimmten 

j»gg^ Zeit fertig werden könnte. Esiststär- 

knasUm, knaotern, knnddern, ker gesagt, als : dn bist noch trügg', du 

knistern, knittern, klistem, Mastern, ^^^st in der Arbeit noch zurück. 

knatem sind lautnachahmende Verba, knMkem, knöchern, aus Knochen 

äJe auch im Nhd. theilweise vorkom- g^f^^tigt. 

men. Die Plattd. verbinden gern: knaotem S. knastern, 

knistern nn knastern z.B. vom bren- KnäftW^l, Knöchel an der Hand; au A 

benderi Holze. Knittern nn knaotem für die «amse Hand im Gebrauch. Ick 

z; 13. vom nahen Donner, von der Em- «*>» ^ W *« K»**^ **• 

pfindungbeimAusziehen eines Zahnes. Kn*» dasKnie; alts.cneo,goih.kmu. 

klistem nn Mastern wenn der Hagel Knfcbög, Kniebeuge, 

gegen die Fenster schlägt etc. Knftbftcks, Beinkleider, die nur bis 

, dicht unter das Kni^ reichen. 

Knittergold,Flittergold,Rauschgoli knennlieh S. klenhlieh. 

Kniterltng S. Krek'iu l^i^l^ eigentUch eine Ecke, gebildet 

kniter- od. gnWerswart, tiefschwarz, durch Gebüsch, das in einer langem 

Nach dem Brem. Wörterbuch sollen Linie sich schmal ausdehnt Der Haupt- 

finetem die dunklen Granaten heissen, ^^^-^g ^^ Geknicktseins ist bei uns 

die früher mehr als jetzt zu Hals-Co- verloren gegangen, so dass jedes 

rallen benutzt wurden u.um so höher schmale Buschwerk zwischen Acker- 

geschätzt wurden, je dunkler siesind. Stücken bei unsmit diesem Worte be- 

• kn&trig, verdriessllcb, scheltend. zeichnet wird, 

knan'n und gnan'n (engl, gnaw» knickbinig heisst Jemand^ dessfan 

beissen) =» nagen , wie der Hund am Beine beim Gehen einknicken vor Kör- 

Knochen. Dao Satt hA WOl an knai"^ perschwäche. . '" 



110 

Knkkerer, ein Knauser, der in Klei- küoddrig S. knaddrig. 

nigkeiten geizig ist ; Ad j. kmckerig. Knöp, PL KllBp, der Knopf. Der Plur. 

Knickbuff S. GniqkbufF. wird auch vonn Vermögen gebr.: H6 

Knicks S. Knacks^ bfltKAopj er ist id^n reicher Mann. 

Klltf, ein schlechtes Messer. Vergl. knSp'n, knöpferi , aufknöpfen ; df 

aücbPaok. ■ ■• Jaek,deDRod[tippkiiöp'B,tokiiBp'iL 

• kBlp'n (Imperf An^p, Part. knKp'n) Kll3pnaod1, Stecknadel. 
l, kneifen, kn^'n i&t Llf, Leibschmer- Knoppen 1. Baum- od.Blumenknospe; 
zen;hStkllippt sagt man,wenn^s recht 2.der Samen des Hederichs, in sofern 
kak ist. kntp'n gaon oder fttkntp'llrent- ersieh noch in der Hülse im gedrofidie- 
laufen, entwischen, verloren gehen, mit nen Korn befindet. Vgl. Nopp. 
dem NebenbegrifF des Heimlkheu, Knubb'l u. KnUWW*! 1. ein kurzes 
ipi^odurch es siich VonfleiVn g40II unter- knorriges Stück Holz oder.BfOt Auch 
scheidet. Vgl. auchFl^it S.tartdrSn- Bezeichnung eines kieinien aberdicken 
gen, besonders vom unbarmherzigen Menschen; 2* B^ule. S. unter Bül. ' .' 
Gläubiger im Gebrauch. knildeln, zusammendrücken, zer<^ 
■ Külpftg'n, Verb. u. Subst., die Au-^ knittern, besonders von glättet Wäsche 
genlider öfter zukneifen , wie der zu undKleidero. Vgl. auch KnuU, Knüll. 
Öiun pflegt, der an einem Augenübel KnnS^derStoss Davon 
leidet. Als Subst. gebr. man esauchals knuffn, mit der Faust stossen, unter- 
Scheltwort, und spricht es dann auch scheidet sich von sUoil(schla^n),dass 
wohl Rlippög*!!. Davon die Redensart : bei jenem nicht mit der Hand ausgeholt^ 
hfiis kntpSgig, ihm ist niäit recht zu sondern nur gestossen wird, 
trauen. knuffig, zum Knuifeq geneigt, daher 

Knippk'n l . das Heftel , ein Metall- grob. 

Haken oder Krampe an einem Buche, knfiffeln ist 1. ein geringerer Grad 

tfie m ein Ohr eingreift, wiejman sie desKnuffens, wofür man in Hamburg 

sehr häufig bei alten Büchern findet kaiBtiffeln sagt. Vergl. auch knflll'lL 

i. ein -Schneller mit dem Finger.- 2. sich mit einer Arbeit beschäftigen^ 

KntptaBg', die Zange. zu deren Beendigung viel Überlegung 

KnirrfickS, ein kleiner Mensch; das- erforderlich ist, wobei vielerlei Klei- 

selbe bedeutetKnirps. nigkeiten zu beobachten sind, die über 

knistern u. knittern S. knastern. äi6 gewohnten Beschäftigimgen' des 

'' krat8Ch*n=knautsch'n. • : Arbeiters hinausgehen, knUffllbki 'das 

• Knochen, ein hartesScheltworthe- Adj. hiervon, ist hoch mehr als das Vei!-. 

sdnderifürMädcben unterer Stände. bnm im Gebrauch. Von ßilzHck (S; 

' Knock, auch'Knockli; nnr beim" oben) unterscheidet es sich, d&s diek 

Flachs gebräuchlich. Mehrere Risten mehr das Zeitraubende der Arbeit, \vo- 

(S. unten) zusammengelegt und mit bei eben kein Nachdenken erforderlich 

d<!ii Enden scharf in einen Knoten zu- ist, ausdrückt. Vgl. auch pnlig. 

sammengedreht, bilden einen Knock'n ; KnftfBer, der ein Freund ybm Ki^f*- 

ifohabenmärdiehälfoeLängedei^isten. felniÄ. :.'.: 

/knollig, Bezerchnmig des Superla- Knnffiftk/ der Knoblauch CÄlHuin 

tivs. S. gefährlich. >; a^ivuni).. Maä vei»tdit aber m 



tu 

Altm^ meist darunter einen im Roggen harte Semmel, frisches Brot. Vgl. auch 

hie und da wild wachsenden Laoch(Al- gnftbbcfaL 

taam oleraceum), wovon das Korn Külipps, e^entlich eine Interjection, 

leicht einen knoblauchähnlichen Ge^ diedenl^utausdrllcicen soll, wird aber 

ruch und Geschmack annimmt auch substantivisch gebraucht u. davon 

Knftl, Knäuel 2. B. Garn, wird auch «n Verb, kaapps'n abgeleitet Wenn 

Klftn, KWn gesprochen. Davon das J«"^«* ^«'°' Arbeiten sich Schaden 

VerbumrSickkBfllto, sich in einen thut o. in irgend einem TbeildesKör^ 

Knäuel zusammenziehen, wie der Igel. P«"^ «^^'^ ^'"« Sehne überspringt das 

- Knnll, selten EnüU, Falte in einem ^"""" «^' ^ ^^ ^^^ Erzähler: dao 

Gegenstande, der glatt sein soll z B. in *'*8»«k '■ ^»PP»' "^^^ ettklHippstllU 

der Wäsche, im Papier etc. Das Zeit- ">'»"▼. Noch weiter wird der Begriff 

wort von diesem ist knnll'B, knlÜl'll, »n der Redensart :H* hat 'llKaiippS weg, 

wie im Neuhd. zu unterscheiden von «'' •'"'^ «^"«" körperlichen Fehler, der 

knantsch'B, knntsch'n. Eine oder we- '*»" ""^^ ^ ®'"*^ "'»*=''*' •*«' ^"*=^** *""» 

nige Falten im Zeuge, Papier etc. sind '^°^^ ^^^^° ^"""- ^ 

zum KnüU'n schon hinreichend, zum ^^ '^''°"- ""«ll, die Ecke, 

Knantsch'n genügen einige nicht das ^^ Ende vom Brote, besonders wenn 

Ganze muss zerdrückt und zerknitscht «»*'^»'" ^'^^^^ ^^^ herausgetrieben 

sein. kBÜll'B bedeutet ausserdem: mit «*• 2. eine Abtheilung der Semmel, 

der geballten Faust stark und heftig «"chLftse genannt 

drücken und zwar ununterbrochen; Knutfn, der Knoten, b Knutt'B 

durch dies letztere unterscheidet es sich *|'''^ einenDoppelknoteu ohneSchleife 

von knafTn, das in Absätzen geschieht ^nden. 

1. >......>• ^ — KlItttt'Bkal^ die Spreu b. Dreschen 

. knttU u, kBtpptldlCk, besoffen. Hft jer Flachssamenkapseln. 

bS kBflll, ist stärker gesagt als lUlBt ^^^^>^ j stricke»; KaftttlstickeB, 

pesaopeB. Stricknadeln. Das Spridiw.zFlfcgcher« 

KBttpp'l, der Knüppel, wie im Nhd. j^^^ ^^^ ^^ StrumpkBfttters Tvh 

De Kaflppl is bi 'b Hoad bUBB" wird ge- «tei wird gebr., wenn der Strumpf eia 

braucht wenn sich Jemand gern über -^^^^^ j^^^^ ^ ^inen knoten büd^n. 

seine Kräfte, Vermögen etc. erheben lüHtttSg, Strickzeug, 
möchte, aber wegen fehlender äusserer ,^5^ p, gj^ j)j^i„ ^^^'j^^ ^5^ ^uh j 

Mittel seinen Wunsch nicht erreichen ^^^^ ,j^ ^5- ^^^ KubWrte. Eigen- 

kann. Datt schmeckt ass de Kattppl thu^üche Rufnamen für Kühe sind: 

Bpi^BKopp,das6chmecktsehrschlecht SBicker, KröB, Steil, iSBlBS, «BBter, 

KBfippeU, grosse Schlägerei, wo Wachtel, SBAwer. 
man sich der Knüppel bedient, vom Kobbold 1. der Kobold. Nach der 

Verbum kBflppelB, schlagen. Altm. Vorstellung sind die Kobolde 

kBBpperBj auch kBappetB, etwas kleine muntere Gnomen, schalkhaft 

hartes so mit den Zähnen verarbeiten, aber doch gute Freunde der Menschen, 

dass man es hören kann z. B. beim Na'- Wer durch Fleiss uud Sparsamkeit in 

gen der Mäuse, Ratten etc. Davon das Wohlstand gekommen , der hält sich, 

A^' lOdqpprig, z.B. fciscfa gebackeDS nach einer früher allgemeinheriscllieo^ 



M2 

den, aucli jetzt noclinicht ganz äusge- UVn^ der Kuchen. Botterkök'll, 

storbenen, abergläubischen Meinung, Eierkök'lt 

einen Kobold. Er wohnt unter dem KAI , der Kohl. Datt Sall den KM 

Okel und muss täglich mitlVIMch und Bkb fett maok'D, damit wird manaucfaf 

Semmel gefuttert werden. So lange nichts ausrichten . es wird nichts zur 

3ies geschieht, vermehrter täglich das Beförderung d, Sache beitragen, ¥ädl 

Geld des Hausherrn. Unterlässt er die K61maok'D, viel unnütze Worte mar 

Darreichung der Speise auch nur ein chen mit dem Nebenbegriff des Lang-» 

^{nzigesmal, so zieht der Kobold ab u. weiligen. 

fesst auch wohl das Haus in Feuer auf- kAl'U. Dies Verbum bezeichnet das- 

gehen, nachdem er vor dem Abzüge $elbe, mit dem eben angeführten KM 

ein gewaltiges Getöse durch ein Zu- maok'B. 

Säthmi^nwerfen aller Gegenstände, die ;k&r]l,alts.colon, kühlen. DatWäd'f 

sich auf dem Boden befinden, verur- kOlt sickal^ es wird kühler z.B. nacl^ 

«ichft. Da Von das folgende Verbum. einem Gewitter. 

2. das Purzehnännchen der Knaben^ kSlhaftigu.kfilig, etwas kühl; auch 
meist aus Äollundermark- geferßgt. kfil, letzteres auch als Subst, wiewohl 

3. vom Menschen gebraucht bedeutet selten, statt :KttlL 

es den, welcher durch starkes Toben, Kolk, die Tiefe vor den Mühlen- 
Lärmen, Umherwerfen der Gegen- rädern (Mdllnkolk) und Schleusen. 
stände, die ihm gerade in die Hand fal- kolks'n u. kfilks'n, sich brechen, mit 
fen, seinen Zorn auslässt. dem Nebenbegriff des Unanständigen, 
*•" '- kobboh'n, hie und da fehlerhaft ka^ vielleicht mit kotz'n dasselbe Wort, ini 
bob'n gesprochen. Lärm machen, Ge* Begriff wenigstens unterscheiden sie 
genstände durcheinander werfen, wo- sich nicht. 

durch ein Getöse entsteht. KöU', der obersteTheil einerPflanze, 

Kobbolz'nschtt'n, Bu^^^i^^un^ m^- I)e^onders der Bäume. ' ' 

ehen. In einigen Gegenden der Altm. köU'n, die Kölle eines BaUme^ ab- 

heisst dies Knabenspiel : Koppheister« hauen, kröpfen z. B. Weiden, Pappelti 

kthtfffi. und kopheistern auch boekf etc. 

teisteriL ' kftUsoh'n, die Strünke von Pflanzen, 

Köblöm, die Butterblume (Caltha tielleichtalleinimGebrauch vom Kohl, 

palustris). kolt, goth. kolds, kalt 

KoehVOirKtlan S. Schult von Bülau. Kolter, das im Pilugbaum befindlich^, 

' ' Ködder S. Kaoder. iße mit der Schaar zu bildende Furche 

■ 'IcMdea S. käörn. gewissermassenvorzeichnend^jVflftJ^- 

Kofent, Kafent, Dünnbier. messen . - 

KMl, ein kleines hölzernes Gefäss K4millT,derKümmeL(CaruihCarri> 

mit einer Handhabev um aus grossem Pflanze und Samen. . 

Gelassen Wasser etc. zu schöpfen, Fut« KAmmeleek, dieliussersteSpitze des 

ter den Thieren zu geben etc., kleiner Ellenbogengelenkes, bekannt durch 

als Tübb'lL • ^jj sogenannten Wittwerstoss. 

K&henr,abgekürztK6rS.Herr. k(iui!kfinn!od.k&nnkimiiir!Lod[;- 

g'lS.Grebiu- ruf für Schweine,, auch FWjUIlcM! 



113 

Auch wird Könn alsSubst. für Schwein koppheister S. Koboken scbet'n. r 

gebraucht. Koppwedaog, Kopfschmerzen. 

könn' (Im perf.kmuj, Part kunt) ist Koif, der Korb, 

hier anzuführen wegen eines eigen- kort, kurz. EigenthUmlidi ist die 

thümlichen Gebrauchs dieses Worts. Redensart: to kort waten für sterben. 

Soll ein Knabe etC. etwas inemoriren^ kortUlklein, gänzlich zerbrochen. Ick^ 

und er glaubt das Aufgegebene dem slao di 'nPnckl kort nn klein, dü\»(^- 

Gedäditniss anvertraut zu haben, so kömmst derbe Prügel. . 

sagt er ; ick kann ! k&rt'n, verkürzen z. B. den verdien« 

KAp, der Kauf; tO K6p hftnUBt, feil ten Lohn. . 

bieten. koitens, kürzlich, vor Kurzem (adw. 

kSp'n, kaufen (Pr. köp, du köffst; jectivisches Adverbium). / 

Imp.' u. Part.koircu. köift.) alts. copon, kertkOppSCh u. kortköppig, kurz* 

copan, angebunden, aufbrausend. 

Kdpmann, der Kaufmann. Kost, Essen, Speise. DatiSnicIllnrn 

Kopp, der Kopf. Dat geit j6\Kopp Kort, das esseich nicht gem. Waokel- 

unner,KoppMw'r, das geht ja toll her, kort, dasNächtessen,was man den spät 

besonders von grossem Lärm gebr. HA „^ch Hause Gekommenen darreicht; 

hat sin Kopp, er hat seinen eigen ea D^^^gen Waokettört, efn^ Mahlzeit 

WUfen. Watt'ninKoppmchhat,mfttt b^i den KSstenCS. das nachfolgende), 

'ftind'BAnkämBL Hl rönnt, ass wenn die des Nachts zwischen lO und 12 Uhr^ 

Ssnm de Kopp brennt. Das Diminutiv verabreicht wird ; auf den Hochzeiten 

Mpptnwird vorzugsweise von der heisst dies Essen zur Nacht auch: Wao-' 

Obertasse gebraucht. kelhaon ätn. 

Koppel hat ausser den Bedeutungen ^ 

des. Nhd. auch noch die, dass es eine '^***' ländUches Feshnahl irgend 

Menge besonders lebender Wesen aus. ^'"^' ^^^ ^^^ "^^^ J^^^^ ausserordent. 

drückt 'nKoppelJnngS,L8d,8wlnrtC., l'^^^"" Veranlassung gereicht wird, 

ein Haufen Knaben, Leute, Schweine Vorzugsweise werden Hochzeiten^ 

etc^auchsagtman.-'nKopplDann'von Tauf -Schmause hierdurch >zeich^ 

einer kleinen Gruppe Kiefern. Davo« f^^' ausserdem giebt es Hichtkftst, 

aioktoaaom'n koppeln, sich m ein^ ^^^^ ^'^^^^^ ^^^^^ neuen Gebäudes, 

Haufen versammeln; upp ta Koppel, MWWkört(S. oben) etc. 

auf einen Haufen. Dann bedeutet das . , KAstenbitter hei;sst der Landmann, 

Wort einen eingezäunten Weideplatz» der die Gäste zu einer Küst vorzugs-i 

Kopp'r, d^s Kupfer als Metall, nichi: weise, zu einer Hochzeit feierlich ein- 

als: Kupferstich, letzteres heist nur ladet Er ladet durch «irie gereimte 

Bild ; koppern, aus Kupfer bestehend; höchst charakterisL Rede ein, u;wird 

kopp'rig, ku pferartig, dem Kupfer ahn- von jedem Verwandten des Brautpaars 

lieh. H( s8t kopprig ftt> er hat ein mit seidenen Tüchern und Bändern 

kupferfarbenes Gesicht. nach dem Grade der VCTwandtsöbiaft, 

k&pp'ni. enthaupten, denKopfab- auch mit Rosmai*insträussen beschenkt, 

sehlagen : 2.zu Kopf steige, De Win womit erHut und Kleidung schmückt. 
kl^^pt .Je grösser die Zahl dieser . Tücher etci 

15 



ai4 

mit denen er behängen iüf je 'grosser - ' kraktin, zanketi, stSrket im Begriff 

die Ehre desSrautpaars; als das folgende. Ebenso bakMci^ 

Koster S. Kaot'. stärker al&KrSkler. 

' ' Kftster, der Küster. krakeln, stets recht haben wollen un^ 

. KlGknckk&Ster, der Wiedehopf deshalb stets andern widersprechen u, 

^pupa Epops), heisst auch KSster* Streit anfangen; schwächer als kra- 

Wtpk. • k^in, aber mit denselben nahe verwandt 

KAtäk, die Kubzecke, ein Insect, Vorzugsweise von Knaben beim Spirfe 

das sich in die Fusse des Rindviehs ein- im Gebrauch. Vgl. auch kreitellL 

saugt. Metaph. bedeutet es einen Men- Kitk'ler, 4er gern krickelt.— ^ Diese 

sehen, der ufns durch sein am langes letzten Wörter, so wie kreiteln, sick 

Verweilen lästig wird. 2. in einigen, kribbeln,' Kribbelköpp etc. gehörend zu 

6egend^ i Werdeii die Heidelbeeren dem. imNiedersächs. hie und da tfocb 

auch K&tak'n genannt. gebraucht. Erik, Streit, Zank. 

,..Köt'P4.^fefrmänd, Hund;24^j?d^^ Kramp 1. die Krampe;2.'d6rKrafHipf, 

l^und ; 3. der Kossathe ; 4. ein Schimpf- • : Kjfätik, verkürzte Fofm für Kra&k- 

wort : du bist % Ijanzen K^t'r, du bi^t heit, bedeutet eigentlich die Epilepsie 

minder rechte (ironisch). ab die böseste Art der.Krankheit. Es 

kStera, rttmmkütemi ftUcStera, sich kommt nur noch bei drohenden V^- 

berunitreiben, viel aus dem.Hause lau- wütischungen, Flücheovor : datt is j0 

iei\. 2.UX der gemeinen Sprache wird m de Kränk 10 krlg'ftf dtt last d« 

es auch von liederlichen Dirnen gebr. Kränk krtg'D, datt dndeKtllkkriggft: 

Subst Kfiterli das unsittliche Herum- Kranxri,d. Wachholder (Juniperus), 

treiben auf der Strasse. kraspeln, ein schwaches Geräusch 

Kotitten, Je länger je lieber, eine machen, z.B. wenn Mäuse m Pfq>!er- 

ifetiemde Waldpflanze (Lonicera pe- spänen oder im Strohsich bewegen,da 

riclymenüm). baspeltwatty'nHte. 

- KMtel, harte Excremente d. Thiere. Kiatsböst, ein in Zorn geratheher 

ItmnS Mfts- etc. Kttlel. Davon das Mensch ; Ad j. kratzbSstig. 

Verbum kStteln. kratzen, wieim Nhd. Das CofMpos. 

'. ' '' kbtz'il, sieb erbrechen. . tfkratz'n hat ausser deri Bedeu tuttgen 

' Krababt und Krabant, kleine Kin- desNhd. noch die v0ni. davon laulfeilt; 

der, die viel herumkrabbeln ; auch vbti mit' ^em Nebe'nbegriff der Furcht vor 

Iblbtrwachsenen gebraucht, Vorzugs- Unannehmlichkeiten irgend einer Att^ 

welseimPlur.'gebräuchl.; vonKrabb, 2. sterben , aber nur in der niedciü 

kleines Kind, aber nur im Gebrauch^' Sprechart; hh iss afkratxt, ^r.Istqge- 

wenn man uriwiUig auf das Kind ist. ' storben; 

- krabheb S. krawweln. Kratskaoter, Schelt>n^ort: för krai 

r - : kiabb'n S. racfc'n. tuende Kinder. .■''\:^'d 

■: Krack, altes,sdilechtes Pferd« krauln, kriechen, klettern, bi^Bondert 

. Kraß, der Krebs, Flur, ebensoi von Kindern gebr., welche die Hfitiide 

*. krajtrn S.t\karjöFn. gebrauchen, urh sich fortzubewfegen. 

. KrakU, gesuchter Streit^ wobei es 2. sich vi^l beschäftiget), ui^äv^örUcA 

laut hergebt . . : > . .\ . . in Thätigkeit sein^ mit dem Nel^üü»^ 

•. 1 



115 

gd£f,dassd. Arbelt ebeeJ^^ine Schwere toluAlkebl===: durch krä{jkeln u»krUu-(p 

war. ick heff mi ganz mSd kranelt, ich kein verderben, 
bin «o lange In Tliätigkeit gew^^en, so Kraoln (Subst.) s^Korall^n, die.aui 

dass ich ganz ermüdet bin. 3. von aW Schnüren gezogen um den Hals als 

tersschwachenMehschen, die sich nicht Schmuck getragen wurden, dann auch 

viel mehr beschäftigen können und un«. aadere Kugeln, die zu diesen^ 

•icher auf den Beinen sind» sagt man;- Zvyecke dienen, z. B« Bernstein, Perw 

hibkraaltiiochsowattrfiiiiBi. lenn.dgi. 

•' Krauter, nnerzogenes kleines Kröd^ . kraoril(Verb.)=inBegrifFdasver- 

öhTfetädelnden NebenbegrifF. ' = [^^'^^^ ^^^^ (S- o^en) wenn Kinder 

' Ir4waU,Länn,SpektakÖ,besonder8 ^.^'"^ Versuch, die ersten artikulirten 

def von eitler versamiiieltenMenschen. ^^"^^ hervorzubringen, lauter als ge- 

menge herrührt. wohnlich sind. 

• krawaidnl; von Kindern gebrauchtv "aom, allerlei meist nnbrauchbares 

ist es gleichbedeutend mit karjöln (S. H^usgerSthe etc. das im Wege steht 

oben). 2. von ErwachWien gebraucht Bisweilen hat es auch eme ganz allge- 

fnäti es, wenn ein Arbeitsfthlger stets "^^'»"^ Bedeutung flir Sachen, wie im 

b^s<ihäftigtist,ohneetwasOrdCTtlidhes ^hd. Watt hat de Kraom to bcdftd'n,' 

zu'leisten.Hieu. da spricht man auch ^ ^as soll dies bedeuten. datis'nscUim^ 

trawalljen in demselben Sinne. ' ' Ä||nKraoiB, duslst eineschlimmeSache; 
■ • . . .V ! kraom' (Verb.), kramen wie im Nhd. 
; kraww^ln , das Fr^uentativ von Kraomerl, der Kram u dasKramen. 

t^abb'B. In einem bekannten Wiegen- .jiraon, der Hahn fri einem Zapfloche. 
Bede heisst es : Suge, 1 Jwe Sose Waf jjaöpel 1. der Kr ü jipel ; 2. der sich 

krawwelt in t Stroh etc. mit Anstrengung fortbewegt, wie der 

'r Kiaog'n 1. det Kragen an der Klei« Reconva1esceiitunddeHSrei^;aQchab- 

düng etc., bi'A Kraeg'ftkrtg*^ gewalt^ getriebene kraftlose Pferde. 3. ffgürl. 

sam anfassen, gefangen nehmen; dat derausMangelanGeldmittelnin seinem 

gftit nü bit.an'&liaog!!!, das wird für. Gewerbe es zu nichts Rechtem bringen 

mich gefährlich. 2. das Fett, worin def kann. In dieser dreifachen Bedeutung 

Dannder Tbiere liegt, verschieden yon wecken krUplig u. kr&öpeta gebr. 
Gekrfise, weldbes den Darm mit htr Krätp'lt, jede mühevolle, zktrau* 

gf jeift. . beode^wenn auch nichtschwereArbeit. 
.rjLrUk%eineFalte,BruchinKleideni| KrUpIspaBA, ein Pferdegespann, 

dif glatt s^n sollen, in welchem Sinnet ifea nicht recht von der Stelle kömmit 

imch Kniff ImGebrauph ist. .li%gegßn . rluUB% krUselll, leicht in kleine 

heisst eine Falte, oder eine eingeschia« Theilcheti zerfallen. WirÖ besonders 

gene Ecke in einem Buche : KrfifikX von Kornähren etc» gebr., aus denenbei^ 

Ebenso unterscheiden sich : die Verba geringer Berührung in ganz trodeeneitf 

klJlSkelB u. kriinkelll, doch gebrauchi: ^i|[fitande:die:K0.rner. leicht aosfiallen; 

inan Auch letzteres mitunter -im Sinne von kross, krosch (S. unten). 
ifii ensteQ, me aber das erste im Sinne» Kräöt 1. die KrOte. 2. Scheltwort f ilf 

desljsts^en. Dasselbe gilt von den Mj. Kinder und kleinePemoneii. Sftmiiol 

bUldifrti&dJbflld^ datKrUtsagt man, wen^eiükleaiier 

15* 




{15 

aicH giegen einen grossen setz^ ihnan^ wenn bei der Kälte dieHiinde längere 
greift. OllKräöt nennt man daher ein Zeitnassgewesensinid, derKriebel. 
ihuthiges, nicht leicht zu bändigendes kribbeln i. sich in Masse bewegen. 
Pferd, ohne darunter ein schlechtes zu Wenn auf einem gestörten Ameisen- 
TeFSteheii. Ähnlich wird auch Civark häufen die Ameisen in grossen Schaa- 
gebrancht und Lork.- In Kr&6t stedct renherumlatifenisoheisstes: datkrib^ 
Boch der Nebenbegriff des Zornigen. belt OS wiwweit, ebenso von einem 
krWti&übermüthig, zornig, aufge- ^'«^1»*«° s»*^ bewegenden Menschen. 
Blasen mit dem Nebenbegriff der Klein. ^»^«"- 2- drückt es eine stecbesde, 
Jieitu. desÜberschätzens seinerKräfte, kitzelnde Bewegung der Geschmacks- 

yiid Geruchs-Nerven ans, z. B« wepn 
_ Krei, die Krähe, alts. kraia. Vergl. ^^ scharfen Meerrettig oder IJier, 
auch Raow. Zwiegespräch zweierKrä- worin viel Kohlensäure enthalten ist, 
hen. Erste: IckwW'nBrao'n! Ickwtt ^eoiesst und ipan,:in der Nase, eine 
♦b Brao'n! (Braten). Zweite .•Knaok'n- stechende Empfindung wahruimmt. 
iprr? Kaaok'adorr? (knochendürre). •tkribbeltiad'Näs'. Davon sbd abge- 

Erste:Siiiggefott,Siuggefett!(sofett 1^-^^^ krfbb'iig, Kribbelkopp, kribbl, 

^ie eine Schnecke). Zweite: WÜ'r Wppgoh= wer sich leicht ärgert Von 

ta? WA-r denn ? (Wo denn ?) Erste: kribbeln in der ersten angegebenen Be- 

pmer'n Bamg! Hiimer'll Banrg! deutung ist mir kein Adject. bekannt. 

\P^S)' In der zweit Bedeutung wird adjecti- 

Kreinftg, Hühnerauge. visch krimig u.kriiiinch gebr. DatBte, 

krein,krähen, wie der Hahn; nicht ^^ j^^^ ^^ gjn,p ^ „^^^ ^jimig. 
vom Ton der Krähe im Gebrauch, wo- AuchVonstarkriecheudemDUngerbe- 
flir mankfoKn «Igt. Sprichwort: De ^^f. ^^^ gj^h des Worts krimig: - 

Haon maolä de Og-n tobit krcmt, U gj^k ^^^^i^, sich innerlich srg«m. 

WftJ'lbntwennig. ohne essich merken zu lasseii. 

, krerteln, kritteln, zanken. Streit an- - laitHÜig, etwas stärker als kribblig, 

^i?gen, besonders beim Knabenspiel. „ echliesst nämlich auch den BegrM 

Paher vor Anfang des Spiels öfter als des Zanksüchtigen ein. 

Gesetz festg«!stel|t wird : l^eiteln gelt j^^ jie Kreide ; ick beff Smm ai't 

BicL Davon Kreiücr und KreiteU. Krtd', er ist mir schuldig. ■ r 

. Kreinogea l. die Brechnuss (nux krig'n (Imperf. kr^g; Part, kräg^ 

romiiea), 2. die Heidelbeere S. Bän und kri^t), kriegen, für : bekommen. 

Krtk'ii,(I*l> tantom) heissen bei uns Hebb'n iss bit'r a>8 krigHi. ScUlg'v 

die klieine Art dunkelfarbig. Maumen, Bik'r etC. krfg'D. In dieser Bedeutung 
«Qch KaätefUng und Kaitteriing. heisst das Part. krfg'D, in der folgenden 

# krepir'B,Impers.Datkrepirtmi,dair Bedeutung aber kliggi Dann bedeu« 
Xtgert mich. tet es auch : haschen, krtg mimtol ru- 

; KrfitC, die Krätze. I&deKrStSgaoil, £ea sich die Kinder gegenseitig zui 
verloren gehen, verderben^ wenn sie sich haschen wollen, das Spiel 

9* kreuidM S.M&. selbst heisst Krig'n spidi'n. Se kat 's 

-' Kribbd, die stechende, unangenehme Kind krig'n, äiehat ein Kind geboren, 
Empf^doog in- dea FingeMpkzeo^ tasnfcx^J^aaeisesftijeKhiEfteliiera«' 



117 

sieben, l hefl docIiaukrlc^lVicU krill Dtal, das isfe ein lebhafte, muok 

habe ihn doch noch veranlasst^ dass er teres Mädchen; im bildhchen Sinne so 

die Arbeit übernimmt, oder bei der Ar« viel als: gesund, bist nO€ll krill? jbist 

beit hilft. Ein eigentbümlicher Gebr. du nock woblauf? iss 'r all weAder 

dieses Verbums isty anzudeuten, daas krill? hat er sichnach seiner KranKheit 

etwas sofort od. unerwartet geschieht : schon wieder erbiolt ? 

Erzählt Jemand von einism Gefecht^ in . krimig.S. kribbein. 

dem die Feinde sich sofort oder unet^ Klrimskraouns 1. altes durcheina|)der 

wartet ^Öritckzogen oder schössen, so geworfenes Gerumpel. 2» verworrene 

drückt er dies so aus : se krig'll gMk d&f Reden ohne allen Zusammenhang ; di# 

Lopen, sie liefen davon; sekrfig'B gllk phd. Redensart: das ist wie Kraut imd 

dat Sckftten, sie gaben sofort Feuer. Rüben, hat denselben Sinn. 

Afkrig^n l.mit der Hand etwas abneh^ Kringel, der Br«tzel, ein Backwerk 

men. Aoft affkrig n , Obst abnehmen. ^^^ j^^ p^^ ^^^^^^ aneinander ge- 

2. abbekommen; kri^t mx äff, ich gehobener Ringe oder einer a ^ 

gebe dir Nichts ab ; ick kcff Watt äff- - . , • . 

krig^n, ich habe Schelte, Scljläge be. KriÄgldreier, wörtlich: Kringel, 
kommen; auch: ich habe Verlust, ^^^^^^» ^^^^^^ ^^^ Spottname für 
Schaden erlitten, inkrig'n wird besonn Bä^er. , 
ders von Feldfrüchten gebraucht, die KrintCIl, Korinthen. 
unter Dach und Fach gebracht sind. Ick '^™^®*^ ^'^^'^^ ^^°^" ^^^^^^ ^^^ 
heff mtn Kaom, Heu, T«ffeln etc. noch ^^^ Juckens aus, wenn nämlich mit dem 
inkrIg'B, ich habe mein Korn, Heu, J"^^^" ^^" Stechen verbunden ist. 
Kartoffeln etc. unter Dach und Fach ge- Auch wenn beim Gemäss vom Bier die 
bracht, bevor z.B. Regen kam. uppklt* Kohlensäure vom langen ausgestpssen 
gli.l.VönoderausderErdeEtwasauf- ^^^?' «° ^^''^^ f •,*** *™"1* ^^^P 
nehmen, krtgupp ist der Zuruf, wenn NiS*. Vgl. SChmn'. 
Jemand einen auf dieErde gefallenen . Knpps 1. Gripps, 2. In der Redens- 
Gegenstand auftieben soll. TfiffelEup^ artifenbtnKrippskrtgnistesglekh^^^^ 

krtg^. Kartoffeki aufnehmen, wKrfür deutend mit: hü bin Kraög'n, Wickl 

man auch, und zwar richtiger: Ütkrig'a kriga, hinauswerfen. 
gebr. 2. etxi^as Verschlossenes öffnen^ Knschaon, der Vorname Christian, 
meistens nur mit Negat. im Gebrauch: ■. krlscll n, kreischen. 

iok kam dat Schlot, de Deckel, de Bftts ""*®'^ S- ^^^''' 

inek nppkltg'D, das Scbioss, der Deckel, kritz'n, mit einem spit;&e,n od. schar- 
die Büchse will nicht aufgehen. 3.ver- feö Dinge über einen glatten Gegen- 
wehren : ick kamt nick Uppkrtg'A sagt stand überhinfahren, so dass sichtbare 
der, welcher beim Essen einen Theil Spuren davoa zurückbleiben z.B. >n^g| 
übrig lässt. kleinkrig'A wird neben der einer Nadel über einen polirten Tisch, 
eigentlichen Bedeutmig : zertheileir, Hiit einem scharfen Feuerstein über die 
auch bildlich gebraucht: dattkaan Ick Fensterscheiben. In demselben Sinne 
nich kleinkrtg'n,^ das ist mir unerklär- wiitl auch : inkritz'll gftbr^ wodurcl» 
lieh, ist mir unbegreiflich. »ugleiqh der Gegenstand bezeichnet 
>](rill| mtnter, lebendig. dlttiSS^tt wird; indeflü die Spviren^&^ruckg^Ue* 



118 

betisind. kritxell das Frequent davod lHr6111lt ScUai^ In diesem Stnne ge« 

bat die Bedeutung wie im Neuhd. braucht man auch das Wort : Fuuel od« 

- kröchdo, viel husten. FtUeL 2. das Fügeeisen der Glaser^ 

^ Erftg, ländliches Bierhaus, Krug. 3. H( bat Watt m'n KrOsl, er bat stark 

tr8g'r,derKrUger, » getrunken. 

KrBgersch, Frau d. Krügers, Wirtbin. KtÜd, Plur. bfid'r, das Kraut, alts« 

krögern, Krugwirthschaft treiben, crüel, Inbegriff Malier grüneji Pflanzeii4 

■'-KrSgCll, Gewerbe eines Krügers, theile, KrÜd Vftr't V* = Viehfutter^ 

'^- KrAgflddler, ein Musikant, der/ im 2. Suppenkräuter. ]|»St aH tJAA afi't 

Kruge zum Tanze spielt. Flteck?=hastsdu schon. die Suppen- 

'^ Kr6m, Diminutiv Kröml, KrSmk'n, kräuter in den Fleischtopf gethan ? 

Krume, ein kleines Stückehen, beson-» KrSderkM, ein au$ verscbic^enesi 

^QrsvVom Brote; 2. das Innere des Kräutern bestehendes Essen amGrü-* 

Bjotes im Gegensatz von der Rinde. nen - Doiuierstage. Es gehören dazu 

kTOm*Il^krBnieln,krutn^n«inKrumep neun verschied. Kräuter ab: Gunder-?' 

zerfalleij und krümeln in Krumep zer- mann, Relitz, Veilchenblätter,. Nessel« 

tiheilen. H( hat Watt ifitoktSlIl'll, er ist Sprossen von Braunkohl, Maiblaj:): etc« : 

wohlhabend. Krtk, ein Krug mit weiter Öffnung 

Krön 1. der Kranich; 2.\ih hatWatt und ansehnlicher Grösse, Wodutchsidi 

fn d' Krön, er ist angetrunken» dies Wort von Kr68 unterscheidet. 

Krftnblöm, die Küchenschelle, die kruirn 1. kräusehi z. B« die Haare« 

iL' 

Gattung Pulsatilla. 2. es&bare Gegenstände mit ihrer Hülle 

' . Krönsbtr, die Preisseibeere (Vacci- kochen, z. B. Kartoffeln mit der Schale 

niümvitisidaea). .^ (KrUllcäffeln und PeUtüffeln), Erbsea 

;"Kropp, der Kropf, in allen seinen Be- mi t der Schale (Ströpärften). ' 

deutungen. Krümm', die Krümmung, ']lg6dW^ 

bSpp'n, <)6P ß^^^^^^^i^ die Äste neh- tmm' iss k^n Krfunm', ein guter Um- 

men Z.B. Weiden, Pappeln etc. Vergl. weg ist besser, als der gerade,, wenn 

foch snOd'n^ . von kOD'n unterschie- dieser nichts taugt, 

äen. BeiniKröppen werden alle Ast^ - kntmm. mit'llknimm' Armk|^p'|li 

eipesBaumes weggehauen, u. nurdef durChGescbenke zu bestechen suchen) 

Öaumstrunk bleibt stehen, beim Köllen Wittknunmiläm, etwas übel nehmeUd 

wird nur der obere Theil oder die Sei- kmmpen wird nur von Wollenge- 

tenzweige weggenommen. weben gebraucht, wenn sie^n nas^^ 

" KrBppcr, die Kropftaube. Tücher geschlagen werden, wodordl 

■ Kr6s, derKrug, woraus mau trinkt sie sich zusammenziehen. 

Sprichw. : Wer fiitig mt'n KrAsdeckel Kmmmstro , das Stroh , was beim 

Hklappt, drifft licht to hoU. Aufbinden des guten Langstroha nach 

' kross, krosch, spröde, was wegen dem Ausdrusch d. Korns, zurückbleibt 

der geringen Cohäsion seiner Theile u. auch in kurzen Bünden zuaaoimen? 

leicht zerbricht oder zerspringt gebunden wird. 

• Kr»8'l 1. die ^Dampe, besonders - KrSttkl S. Kräök'l. 

w'^nn sie alt ist, öder; wenn man- einen kmnken oder kmilkscil, sich unwohl 

Tadel üiissprechen M^ilL De oll KrAsl fühlen .ludari^er klagen; Rh IfOtlalt 



119 

Watrflm, er ist zwar ausser Bettö find Krttt bat, segeilt Sick, jeder ist sich 

gi^ht umher, fohlt sich aber unwohl u. selbst derNScbste. 2. tropisch iLeideO^ 

klagt darüber. - Ungemach, 3. der untere Theil des 

Knukser, derherumkrunkst - Rückgrats. IheflrtSOm'tKrStz. 

Krftpbdff S. KrüpV« Krutzdaorn, der Kreuzdorn (Rhamt 

. krftp'n (krüp, krüppst, kröp, krao:«* nns catharcticus). 

pen) = kriechen ; alts. criopan, crupen. , bttzkrtt, ein Gartenun kraut (Sc- 

mnerkr&pen = unterkriechen. Das necio vulgaris). 

Sprichwort: krftp Ullier, kltp UBBCr, Kflff,ein schlechtes u. Kleines Haus» 

de Welt iss di gram hat bei uns nicht Knffer, der Kofier. 

dieBedeutung:stirbnur,niang^btauf Km'ftn, aus dem Franzüs. Cpyon^ 
dich Nichts mehr, wie in Hamburg, ganz ins Plattd. mit geringer Ab- 
sondern >yird nur beim Tändeln mit ifnderung in der Aussprache überge-» 
kleinen Kindern gebr., dieim Bette lie-- gangen, jedoch mit einer andern De- 
gen und gern die Bettdecke von sich Deutung. Man versteht darunter einen 
stossen, oder die beim Spiele sich das listigen (verschlagenen Menschen, der 
Gesicht verhüllen und die Hülle rasch andere gern zum Besten hat, sich an 
wieder abnehmen. ihnen reibt, auch wohl zu etwas verlei- 

K]ilp'r,Krupboill1ieil,d. Buschbohne, tet, das ihm Schaden bringt, und nach 

die nicht rankt. gelungener That sich darüber freuet; 

KrftphOn'r, Haüshühnef mit kurzen Wird nur als Scheltwort gebraucht. 

Beinen. kojoilto'll, das franz. coionner, im 

KlUpkaönier, ein ZTmtner, in dem Sinne von scheren, hudeln, turbiren. 
man nicht aufrecht stehen kann sondern Den Nebenbegriff' der Faulheit u. Feig- 
kriechen muss. Krtp unner d' Bank heit haben beide Wörter nicht, 
(SuHst.) das ungetäufte Kind. Kük'n 1. junges Federvieh, Küchlein* 
' krfts, kraus. ]Iaok.mi denKopp nick 2. verdickt. Nasenschleim, bei Kindern, 
krfts, reize mich nicht zum Ärger. Wer Kttckerfikfi', der Haushahn, 
leicht in diesen Zustand kommt, heisst : KukoksblAin nennt man alle violett 
'n Krftskop, welche Bedeutung das nhd. blühenden Orchisarten z. B. Morio, miu 
Krauskopf nicht hat; wovon das Adj. culata ettl DieOrchisartmithandför- 
krftskSppsch. migen Wurzelknollen werden von den 

Krnsdülleil, Hailskragen, Handman.- Kindern öfter ausgegraben und die 

schetten, Jabots, überhaupt Wäschej grössere alte wird die Gotteskandge- 

die in Falten gelegt und gekräuselt ge- nannt, die jüngere kleine aber : die Teilr 

tragen zu werden pflegt. ' felsklane, sie wird mit Äusserungen 

krflseln, kraus machen, z.B. das des Unwillens abgebrochen und w^g- 

Haar, dJc'WÄScheetc. geworfen. Auch der Günsel (Ajugi < 

Krte-mint S. Pärmint. reptans) heisst : blaue Knknksblöm. 

Krase-mnse, ein Ausdruck, um an* Kokldcsispitl^ nennt mandie schäum- 

zudeuten, dass alles bürtt durch einan- artige Wohnung, welche sich die Larve 

der liegt. von der Schaumcicade:(Cicada spuma- 

firttHCk, die Karausche. - fii) auf den Pflanzen bildet Nach der 

^^fiib^ aks. erüei^l^äs Kreuz, wert Vorstellung des Landnumns ist es der 



120 

Speichel des Kukuks, er ruft' dann : KolIeillftOB, der Truthahn. 
Kokilk! keck! keck! keck! Mit dem kullern, kollern in allen Bedenton- 

Namen Enkuk wurden die frtiher alU gen. 'k beff BftnnKolleniiD'tUf. 
gemein üblichen Pudelmützen belegt. kflUn, kalten, kaltmachen. deSttw* 

Diese mnssten, sobald es Warm ward, jjggj, fttkttllt Bat BJrktllt in! SO in 

und der Kukuk rief, abgelegt werden; g jj^', das Bier erzengt das feigen- 

Daher das Sprichwort: Sett all; SBSS thümliche Kältegefühl in den Zähnen. 

schittdeEnknknnnod.: sflssbesehitt Kftlpogg S. Pogg. 

dideKvknk. Wer es unterliess bekam y^fj^ kaum. 

Sommersprossen. Wenn der erste Ku- kSm,' lecker im Esöen. 

kuk sich hören IHsst, so Singen dieKln- knmpaobl, fähig, im Stande, canabeL 

der : Knkllk von H&wen wn lang SChaH K^jjp-n ^.^^^ Trog, grösserer Napf 

ickaochliWtt. OderrJnknkmmUw- mit geraden Seitenwänden. 2. ein eUin. 

ken, watt Steitin dinBrtwkcn? vatt t^ches ledernes GerSth, dks den Pfer- 

steit daonn »chrlw'n ? wn lang scbaU ^^^ über den Hak gelegt wird, woran 

m nocb m n ? Man achtet genau, wie ^^^^^ jj^ 5^;,^ ^ j^_ ^„^ Ziehen befinden. 

oft der Vogel dann ruft. Verstummt 

er ÄU früh, so wird er. Kokok ! Speck- Kumpelment, (gesprochen wie ge- 

bftk! Ollßrötsnüt! gescholten, und sclineben)dasgan?insPl9ttd.überge. 

man achtet nicht weiter auf seine Pro- gangene französ. Complimeüt. Eh 188 

phezeihung.lm Frühjahr ruft d.Kukuk ™1" KumpelBientcn , er ist ein 

dem Weibchen zu: Küknk! Kukuk! Schmeichler. 

Wult du mi bebb'n. Das Weibchen ant- komplett, Wühlgenährt, fetti nur 

Wortet:Kukuk!Speckbftk!Langnl8'! von Menschen hn Gebrauch. 

Bicksnüt! Kunn'oderKundmann,. der Kunde. 

Kukuksköster S. Kosten ^^ ^^^ '"' '" schönen Kundmann hat 

■ KW; jede Vertiefimg, Grube, Grab, ^^^° s^'"*"" eigentlichen Bedeutung 
Loch, kommt in sehr vielen Zas.im. auch die ironische: du bist mir der 
ttensetzungen vor: Breikftl (Strudel), Rechte. 

Schinner- oder Fillkül (Abdeckerei^ kunkeldick S. Ennelbutt. 
platz), SandkW, UmkftI, ■odderkttl »"nkeln, betrügen, heimlich etwas 

(Sumpfiocli),Messkftl (Mistgrube) etc. verkaufen z. B. von Frauen, die.ohne 

DasVerb.kttl'n ist wenig im Gebraucli, Vorwissen der Männer Dinge verlwu- 

wohl «berinkftl'n, eingraben, in die fen, um sich Geld zu verschaffen. 

Grube bringen z.B. Kartoffeln, auch Kwjkelflis'n, allerlei Ausflüchte und 

von Gestorbenen = begraben. Lügen, um die Wahrheit zu verbergen. 

K81, die Keule, in allen Bedeutungen. MaokkfenKunKclfts'n. 

KuUis6g'n, grosse stark vorstehende kunterbunt 1. sehr bunt und zwar 

Augen. so, dass die Farben ohne Chränuagfind 

Kftlngr&wer,derTodtengrSber. Geschmack angebracht sind. 2.W!or- 

Kilk'n, Grübchen in der Wange oder deutlich, verwirrt Sao geit kUBtor* 

imKinn. Dimin. von KftL bunt to, dageht es drüber und drunter. 

""■ Kflir, die Kälte, wenn sie gross ist^ Hft maokt mi dat tO kunterbUBt, er 

nichtdas bloae Kühlsein. nadit -es mir. zxi Arg, Haffytl^gA 



121 

Mxh 'a aSMrsprSk'l, hunpitxf^^'i Uieb l.^etiKreisel treiben ; 2.>ottt 

ÄHdersptrecbeu. ,. Winde gebmticht, so viel als: wiri»lii^ 

fauttrlr, kunterliBr, entg^en« Ü daher : Klieliriiii. 

gffitlU'tkllBtllr, es Kommt alletivtiders ,,[ Kusel (Sl sehr sanft), SDsasmnena 

b.^i tp^ip^fm TJbu^^v^lilGh ^rwart^e; atebendes Strauchwerk) DtillLWM^ 

auch ganz in dem Simie dei lnitiz(^ auch schon ein einzeln stehender tiie^. 

jm €ontrair. .driger breiter TannenbosoiW': 

: . taumx'B S. karanz*n. . • ;. iUm% das Kissen in seinen ver- 

. knrtenoderkortali h^ileiii curlrefib schiedeuen Bedeutungen« ^ i 

•ehr häufig im Gebrauch. . - Kl88'l|b& S. Bür. 
. . Iwlos, krstfik« Kit, das Gedärme; nSdit das ganze 

Kurptx , der Schlammpeizker, ^m^ Eingewj^ide, auch attäs^ »was die Wei* 

Kichart . iC: ■ cbe de/Gedfirmehat,z.B. weidieGe- 

i i .11 kVIQg, .mm^r und keck» mk dem adbw Ure* - Davon kStll, ausweiden. ■ 
Nebenbegriff, dass der von dem dies kStblfü, kttteibH^^, einen uner-^ 

3firort gebtaucht wird, leicht h^g und IftCiNen Täusch vornehmen, di^is^von 

flmrpigwird. , .. Kindern gebraucht, die gedankenlos 

.. klUlOhikllBGkdi, Zuruf an die Jlunde^ das. Ihrige gegenseitig umtausdbeiu 

sich ruhig zu verhalten undsichinieder^- Mkt0& ist =q tauschen und ktteil soll i^s^ 

:&ul^nV;Verbum. klUM;kW lijfkda se^e bedeuten nach Hadtaus' Glossa^. 

knsch'll, verhalte dich still und ruhigl VgljwAi BChatteimfdtt Substantiv ist 

Kts'UderKreisel;2.Stell^1;i^|üs. j(ttillUrL i . /i 

aeo^w^o^d« Wasser l^rei8fdrj|nig')9f^^lt; .< Kltt^«ttmras,vnlva. : : - ^ 

Sv dü^i.Stelle d^ HaarkopHi, wofdl» .: kotteiltells^miinnstolL^ : V. 

Haare sich nach verscbiedcsiepEL Rid)* ,:^ri((Nf?l. ein kleines Brot; 2.sttS8e% 

tongenkg^ti^der Scheitelpunkt;:. , < iii^kt.g(ttäuefte8Bn>6aQfliRogg(liifiiilik 

,. nts^dle juiigeKnb,Färs^. 'V : 



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V ,Jabb6niy lecken. IM KM Jt^ft ^^^^^ ^^^1^ oder wenn >«u vieljSüsses 

iiGkoradUolS7tUAkertlia, das Kind »ch darin befindet. 

B>e|ntesmchcernstmitdem Saugen, es : Labbert, das GekOsse derBrai^eote 

Mnhtiiiirftndef Brust Hieraus entsteht im tiMjelndeu Sinne« 

mit vorgesetztem f nabb'(S. oben) ^nd -o laMt l.schwäGhlich,nnwobl,knHik* 

njits 8<düabb'ji (S.uuten). 2. wM es Ick bin gaBz labtt^üit Blisstiti 

1K>0 Brautleuten gebraucht» die sieb: ii9 1Betar:== mit meiner Gesundheit steht e^ 
Gegenwart Anderer oft o. viel küssen. a<d)leeht 2. beim Kartenspiel soiäel als 
{[bis Adj* labbrig wird bei uns fastaur das übliche Btte.. 
3fgf9:Speiasenigebr^,denendasKrifti0$ . Ubk'nUU'r S^Riblpenblatt^ 
im Geschmack abgeht; kraftlos, weich» ...ladl^ll, wegem dei^ RedetMvt t^ ft 11t 
hßh. KUrbissmus nennen die meisten ml reckt iBtLach'n, das watjAlir sehtf 
Menschen llMliC^ebenso wenn an dep litoherUchySa merken«- : . i^:y'-^^ 

4aa:$idi(H^ dasipiitbig^l^ .. jMkStt)^l.d^^ieggIiack; 2.dep 

16 



ii 



in 

dolcUack, eine Pflanze (Chftifnit^us Ilig'l^liik^ w^i^käf^siciflegm d 

iGheiri)/:'' •- '' bettlägrig werden, und lins Kiudbett 

lack Adj.= kahl öndMlIteliifern von l&mrtien. "- ■ •' ■ .- '' ^ 

Gesdimack z.B. Bier^^ dis 'KKtoge in fang*!!, reichen, dairrgkhetij' atistiä^ 

jäkicmoifeäbn Geföss gestanden, also dien. Mtn Geld viH gaor nidl mebr 

die Kofalensänre verloren hatw Dasselbe tallg^jlailg'Baoidatl^r. 
sagt : affliChtteoktg, das aber auch gebr. laDgtäögt, wörtlich : lanp;ge»c)i|;eii| 

wird, wenn der Speise noch VcdB^ ihr vontä&g'B,z^6l)<^S'^i<*d^^^^>^^i^^^^'^oi^ 

nicht angehörender Beigeschmack bei- fieJkh\ Erzähluhgeft-W. gäWWtht 

gemischt ist. Im Ndd^ Ndl. tiv l^gl. 'n laBgtäögt^Sfiaok, lahgweitig^ WeSt^ 

fcedentd: lack: Mangel, Fehler. -^ lä'uftige Rede, Erzählung, dieid!Wi4lä. 

.: vlACfc'llundtolatk'll, siegeln. ■ fett* > ' v-.^. li 

. Laff^derLab, die ImMagen'der Kxi^ La]in,dasLand, Gegensatz zni^Stsiit 

ber.sauer gewordene Milch,wömirin^ BA ISS ip^Ä LaDK fiod'S WMt^WkB'B 

dieMildigerimientiiaoht -^^^ >^i LailB, derLaHdpredfger. •'- 

<;, LiffiM» eine Art langbeiniger Spt»- Upl,Dim.Llpelk'll,derI^ffel« I^t 

neu ohneGewebe (Phalanginm), dereft hefft SO satt, ass wenn ick litlit Ltpefei 

fiusgeriss^e Füsse sich docH iKngere gltett kkr, ich bin >l€^ Sädie im haken 

2Mt bewegen und zu leben schehieii Grade überdrüssig, 

daher die Beoennut^ (Lebefxiss). Sie '^ iJ^Oit, Speise, die ntätl mä Ldf* 

ibeissen auch Xeiq^iBi* von meieB == fein isst. " ' :^^'' 

mähen, weil die Füsse dieB^wegim^ ^^ I^lB^mitdemLöfFeleflsetl.: ^^ ^ 

eines Mähenden zu madien sdll^men. • • tä^peiB, lIppeiB, klei nanfahg^ mid 

So lange ein so ausgerissJEMKi'Puiriiiich altmlüig fbrtschtieiten. ^= Wenn Jemand 

^QWegt^scbreien die Kinder^ tV^ f 6t, Ktetüigkelten aber in vielen Hätisem 

irtgg^BBJII» WtO^gaeBBiMiePlr tIB KB ? - schuldig ist; oder mit sehr gerit^eD 

Uk'B, das intransitive leckdi^'^ -^das Mitteln sich nach und nach einErkleck- 

transitivelecken heisst im Plttd.lickeB. .^hes erwirbt, so heisst es: datlappot 

Der Hund lickt, das Fass läkt. Das UckraBB. 
Lecksein, Durchlassen v. Flüssigkeiten l&SterHch, arg, schändlich. Hft hat 

iiei«^litd.apaokig8iB. ittlbtMläibf^ra0glB[,«rb«:^t^^ 

Liksl, was tropfenweis aus einem betrog^eD. Stfkät^H^ttrlfekMI.^ >&«i 

Ofsßtss rinit . Tlüssigkdten hl diiem Subst Laster kömmt in den alten'Tf^i 

imterstehenden Gefäss sich gesammelt kund; öfter in dem Begriff von SehiSdi 

bÄfe v4)ü lik'B fc5s lecken. DaviinHao- vor. • ' • 

litoVi gaoz'fldikchfcer Oöv^it,^ ä«di ^ Ia8t^,ehie Last ttbernebiiik^ )£e^ 

Wasser näher verwandt, ak dem BIcfrei ^Ibe tragen. Tritt nach einem«tärk«tf 

n .hbUMlf^in Messer, von dem die Regehgussode^ b^imTbauw^etterdeif 

Schale abgegangen ist.. ' ^ ^ ; Fhiss über seine üfeij iso ims^ es • M 

UBgV LtBgd;' 4ie Läii^ Dct tSt Bik kaBB dat Waoter Bieh aU lastn: 

iMflBdfrlitagjdeLaBgdTOttdeLiBB' Sind bei Aüseinanderseteongen stt 

iüriAtig.i " - ? : ?>' .' ^ i : "f-'^'- Ätarke AMobungen oder ein zubede«K 

UBg^ (Pr. ick legg,Imperf. HT, Part tendes Aiteüeh<^ au^esets^ so heisitt 

I^ggt; altleggi«h,godtli^jaii>le^n. e&s4atkäBBkftldohlafteB,em^sokM 



•^ 



i28 

Lastkanu der Htif :^ofwidib) nidht Üben etneiibficbläglicfae Antwort; Witt» 

tragen. /• ; mern und winseln wie im Nhd. ganlX 

. .Utblj latintdl wird beeoiiders in d^ loleinetti weioerlichen Ton sprechen. 

Redensalt : ijUlLattl iss ftt, seineiGrün; : llwdaog*, das Leben. -All min lilN 

de sind erschöpft, er ist still geworden^ diOg' kehb IckM Witt niok Stn, wäb* 

oder: seinGedächtniss hat ibi]| .}>eim retid. meines ganzen üebenfr habe ich 

^er^gen eines memorirten Pensums aicbts Ahnliches gesehen; Diese gnb- 

verlassen^ ^rDasselhe bedeutet: fliit sin stantivisch-adverbidle Redeweise (<in 

Latin ias't YlOrt(|,. . _ . . Gr. S, 140) kommt in dieser Accusativ« 

>.. lättk'nbild'r. die Peiwucz (Peta* form einzeln im Plattd. vor, noch häufi* 

Sites officinalis). ger in d.Genitivibrm:jaUiÜnJ|jLlw'nS 

lan'n, weinen« Für diesen Begriff Wird eben so oft gesagt» als: lUilln 

sind noch fplgepde Wörter, im Giebr ; Llw und diese genitivische AdVerbia 

WtoV Srack'l^'l^^lurln, J&llir'n, kftrii, kommen in den v^lrwandtGothischen, 

raorX qnär'ni iJnar'Pi flehen, flenseq, Mittel- und Neuniederländischen, An^ 

plinsen, VU\, Üinsen, WUmern, gels.,Engl. und Altnord, öfter vor« VgL 

Winieln, ganl'it Alle sind der patür- Gr. Gr. 3, 127^135 und unter Horgei. 

liehe Ausdruck des Schmerzes^ Wto', . llwig, lebend* kbeudig vonlSw'i, 

weinen, snnck'n, schluchzen, 9Ckrl'nu« dasLebto. .: . 

SClulK'ny schreien, bl&f'n entspricht JUlW'r, die Leber. In einem Gesänge 

mcht dem nhd. plärren, es bezeichnet heisst ^ : Sckl&ekt'r giflt Stn Docktlr tt 

vielmehr ein starkes, sehr lautes Wei-^ Bit d^Uw't^niit deinng, Bit ie polü* 

nen, wobei der Mund stark geöffnet SCke OssentUg I ' : 

wird. Bildlich gebraucht man es auch . Laod' 1. Fensterladen; 2;Löde/au8 

.vom sehr lauten Sprechen, fltl'llyhevir einem Stamm frisch . ausgetriebene 

lien, raor'n drückt den stärksten Gra4 Zweige; 3. eine Art Koffer, bei dem der 

des Weinens aus. Gern verbindet der 0eckei nichts gewölbt ist; 4. da die 

Plattd. kftl'n nn raor*n. Qn&r'n, quarren, Innungen in Ihrecafteo Form in Kisten^ 

Äusserung der Unzufriedenheit der welche die Form derLade in der dritten 

Kinder in einem weinerlichen Ton ; Bedeutung hattei>, ihre Privilegfien, 

gnar'n ist dasselbe Wort, der ihm in- Schriften und Gelder aufbewahrten mid 

wöhnendeBegriffist etwas schwächer; diese Lade beim Gildemeister sich be« 

ienn' drückt das schwache Weinen aus, £and,so entstanden daraus verschiedene, 

idEi8Frequent.davon ist Binsen od. plitt* jetzt durch die Aufhebung des alten 

len und bedeutet ein sehr schwaches Zunftwesens veraltete, Redensarten« 

Weinen,es besteht hauptsächlich darin. Jede Sitzung des Gewerks ward bei 

dass das Kind bei jeder Gelegenheit u. offene. Lade gehalten» Bilaod', ein 

ohne Grund einen weinerlichen lang- kleines Seitenfach in derLade nach der 

gedehnten Ton annimmt und den obigen dritten Bedeutung, worin die 

Schmerz mehr erkünstelte tflt'l, etwas Frauenzimmer ihren Schmuck aufza« 

llEiuiter als flins^n; lan'n ist die stille bewahren pflegen. Dat kfinuttt fttie 

mehr tonlose u. vorzugsweise im Toll Kist oder BilaodV es ist einerlei» aas 

der Stimme, in Mienen undGeberden welcherKasseod. aus welchen Mittehi 

Uzende Ai:t des. MJ^J^di^ns :.;s<S« diesef Aui^gabiß beritten wird ; .oderi 

16* 



424 

etiateinerlei, ob der tSixai od. die Fraiä teracfaeldeC neb lUli^ darin, dan letz> 

^(^Z^bingleistet. ''"''' teres einen vorübergehenden körper« 

. hod'B (Pr. laod, lödst ; Imperf . laödt i fiebeti od. geistig Jen ZusUoid «nsdrlkkt, 

Rntl laod'n)-!. laden 2i B. Komi 2. ein- jenes aber nur vom Gange . gebraucht 

kda)z.E.za einem Eeste; 3. viel trinU wird. 

ken:WhatgMlaod'n,eristbetrunkeu. ^ Iwl Ad j.u. Adverb =st)«t. Imalls^ 

Laodhftp'n, der Ladehaufen d. h. das tgaeutet tot, träge, langsam, das gotk 

in grosse Haufen auf den Wiesen zu- fefe^i^ig, feuL ta Uot'kaiMB'ta, zu 

nmmengebrachte Hen, um es einzu^ spatkommen. Der Sttperi: laotfebi'tiwt; 

^'■®°* lettt Wiest, ganW vor Ktirzem. lert 

f.i. LIOg'u.LUgaer S. lÄg'n. ^nM,neulich. Auch im Alts, heissfdör 

r .link 1. die Lake (auf Pökelfleisch Superl.lasto,lazte,'lezto,letisto. l^t, 

und Heringen). 2. eine Niederung, be- ^^ Ende; Iwtftt Sttndt dochLäSg^ 

sonders inFlüssen, Wiesenu. Weiden, ,ini Ende sind es döehiitfgetf; leMtt 

wo das Wasser stagnirt 3. ganze hebb'n a'«lckTer*r»«g'l, zdrtitliabeii 

grössere Rfium^^ Wiesen, die niedrig sJesicli dochansgesöhnfc 12. def'Impfe- 

ItegeD, und daher hSufig unter Wasser j,tiv,von laorn, lassen, das züweiteli 

^hen. Dag hhd. lach« hat nur die bei- advetblaUsch im Sinne von: gut ge- 

den letzten Bedeutungen. Ein Theü bniücHt wird. Diese Form ko* wird 

igs Gröizgrabens von SalzWfeitel,der .och nicht selten im Sinne einer Interi: 

te der Regel stagnirt, wird nhd.flasch- j^on gebraucht, deren man sich be- 

Ihä» Lake genannt Das alts. UgO be* äien^ wenn man etwas unbeachtet lasi 

deutet überhaupt: Wasser. «en wUL Wird das Gesinde von der 

-.. Laoken, aus Wolle gewebtes Tuch. Herrschaft getadelt; u. es wUl dasselbe 

SoUes ein Gewebe aus anderem Mate- ^ erkeütaen geben, dass es den Tadel 

tiil bedeuten, so wird diesdurch einen nicht achtet, so pflegt es für sich la»t zu 

Zusatz ^angedeutet z. B. DiscUaokX sagen ; der Sinn ist :lassdieFrau immer 

Betttaok'n, Seitook'n (Saetuch). alts. „^^^ ^^ ^^ ^-^^^ icu ^ehre mich 

Itcan^as jedes Gewebebedeutet faicb(;daran, achte nick darauf. 

. ÜSknu, langsam, in ganz kurzen = ,- - 

Absätzen, gleichsam tropfenweise Uotaa«nperf. ick Ißt), lassen, alts. 
(iJQken. ' ■ !«an,Mten. Eigenthümlich istdasIm- 
. LUn l.der Faulbaum,dessen Rinde pe^onale im Sinne von : sich ausneh- 
imd Blätter der Landmann zum Ver- '^^' P«^^»'^ erscheinen ; z. B. datlfit( 
Iteiben der Läuse benutzt 2. der &» gH «Jas Weidet ihn gut; auch o^umt 
J^fo^ . . den Zusatz, wie es kleidet mau sagt 
: ■ Lattiwll Cwkwiedasfranz6s.gege^ auch:datlettlr. Aach ohne deuDati? 
«Sprochen), die Agio, das Aufgeld. der Person : (tot Hfis lett «Ma, da| 
■j ; lUsig, träge, dessen Gelenke gewis- ^^ ^^^ ^^^ hübsches Aussehen, 
flotnassen lose sind, schläfrig; ein KCr- laotsdl'lt, latschen, ohne Sasser« 
perznstand, in dem sich z. B. der Jung- Haltung gehen, verschieden von llai^ 
fing befindet wenn er zu rasch in die ton, das sich auf das Nachlässige, 2^- 
HOhewshiesst DäAlig 1U USsig wird lumpte inderKleidung bezieht Adject 
bäu£g verbunden. Von laetsoktg un- laotndlig. Vgl. auch lUsig. 



935 

e^ teow^B i . l6heui%ttinre. «.«geloben; PI.LMer : datt is *t Ebb' tob LH w6rt^ 

leldlMVdiWat» ich gelobe dit^ Etwaig lieh: das ist das Ende vom Liede,1)e. 

3. (sick) = sich laben, erquicken, er- kanntes Sprichwort TerlM'B, verleir 

frisefaen s^B. dniSDh einen Trunk, ftt- den. ' 

laow'Bwird vom Vater gebraucht, der > Laid'r 1. das Leder, Ad> leM^nC 

«einer Tochter so und so viel *fäHei- Datt Ledd'r gaOT BAok'B S^ ^^eammsU 

rathsgut aussetzt Ick keff se BUt dB* 2.dieLeiter, meist gesprocb/wiiel^rt. 

leBtDaolerfttlaowt f leddig, ledig in allto Bedeu<:ungeii. 

*' ' LeiM, ein hölzernes Geft'as iaF<irm Dat Hfts Steitleddig, das Haus ist nicht 

Üne^ Kugelsegments, dessen sich der verm i ethet ; 16s BB leddlg, Tla Vftfb^ira- 

Landmaun bedient; um Getränke den thet; leddi^ ttd nennt der Laudmann 

im Felde beschäftigten Arbeie^fii; zu die Zeit zwischen der Früh jahrsbesteU 

ferlDigen^ * ^ '^,t \ M lung und der Heuernte. 

•■ ' UcfeBr (Subst), der Zustand, in dem IMspräk'B, schlecht von Jemandem 

Jemilfi- lecker ist Dao kebb ick 'i sprechen, schwächer als v er läuin- 

rechteB LSck'r Bao, nach dem Essen den; weresthutist'ilLMsprtt'r. 

faibe ich ei A grosses Verlange. Datt Itf (Compar. lAw'r, SnperLlftwst), 

iis watt YäOfB Uek'r, dies ist etwas, Heb, 'k ketf di Iftf, Iftw'r gaor Bick, de 

Wodurch du delneLeckerhaftigkeitbe- LeVSt, der u. die Geliebte, Bräutigam, 

fiiedigen kannst 't 188 WM UÖfeer* Braut 

werk hat dieselbe Bedeutung. VergL I^ faeisst alles, was in seihet Art 

auch Gfp'r. schlecht ist, Ihg Geld, falsches Geld • 

Lecks; die Lection, das den Kindern I6g ug'B, kranke, schwache Au^n; 

isutliMemoriren aufgegebene Pensum: Ug Ttd, theure, nahrungslose Zeit Iftg 

EaBkStdfalLeckaaU? alt8.1eccia. Das fttate, kränklich und mager ausseben. 

gotfa, loiktja bedeutet einen Abschnitt Hfris l^WOfB, er ist;abgem2lgert. Die 

HUm Vorlesen. 2. bedeutet es auch Cholera nennt der Landmana : de 1^^ 

Tadel, Scfaeltworte, kft kat 8tB Leeks Kraflkkeii Von leidig unterscheidet 

Vig. sich Iftg nur wenig ; für m^iger^ ^bgef 

Leokack, ein Streifen bunten Papiers^ magert wird aber nur Kg gebraudit e 

das als Zeichen in die Blicher gelegt L^Ap, ein Mensch von sdilechter, 

1}Hfd. boshafter Gesinnung. Die Endsilbe 

< LeU (alts. lith) 1. das Glied, Gelenk. k6p ist wahrscheinlich er gehätift^ wie 

Leddwaet^r, Gelenkwasser, "b Ledd in tOkftp, zusammengehäuf^ ItähAf^ 

TOB FiBger. 2. Augenlid. Der Plural der Faulpelz (in denidW Faulheit ge- 

«dieiiit im Plattd. zu fehlen. Ich habe häuftist). ... 

nur Crlieder gehört, im Holl heisst d^ Llglmobk, dasÜberbein^ 

ftuF.LeieBVim Hol8b«ii»chenlld^, .- lftg1l,lUgen(Pr.llg,IUgg*;Imper& 

Ctefr. auch LIe. 3. der Deckel dnes I^ Imperat 1^, Part lai>g'n> goth. uu 

Baches. aks.Uagan.Blftggta88WeBBtdltctt 

^ l*d, Subst u. Adverb, wie das nhd. Wftr. Davon LiSg, die Lüge. 

Leid. 8iek 'B LM BBdftB, dat deit ni LUgBer, der Lügner. 

M. Das alts. tttk (Subst u. Ad j.)be. LlAgBSrack, die Lügnerin, 

deutetdasselbe« S« «InLied, Gesang, im Lttg'isack, der Eradügner« 



120 

- Leiek'ä (Subst) die belle Flamme Stabb,de Slibb, de Slabbde Slimr! : ! 

alts.logna. ' • Ltek'nUftw'l S. BnllnklÄw'iv 

leidig (Ad ject.), moralisch schlecht» • ; Iftrtl, lehren u, lernen ; alts lerian « 

D0 'fett ?n leidig IftL sie hat ein loses docerejlihoft=dUcerek :' ' >.^; 

Matit. 's leidigen Ulli fein schlechter llt'B (Pr. lüs.', list ; Inii>»f.lls n. lass; 

MeMch. Vgl. aachttg. leidig (Adv.), P»rtl«s*np.l6g't3t:&sen. 

sehr. Dat Stickt ni leidig in de dg'n, lest S. laot. 

das M^ttnsche ich tnir sehr. . Ltefn, der Leisten des Schtujber4 u. 

'■ LeikMk'n,da8L«ichentach. die Leiste des TisciUers, letztere wird 

lei-fi, Iriten, führen z. B.. einen »och öfter Ust genannt; 

Schwachen, Kranken, ein Kind, das ' • UW'^ieDehe.l^W'M.flbeii. .• 

nochunsicheriiftGeheni^ ^^•^'^!"'^*.' '^L' • J^^J' .*^' 

• LelS», Wagengeleise. -- S''^ÜT."'*^t'™^iÄ'^- 

- t6k.Fisch- und Froschlaich; Iftk'n, Dörfern hebst^djeseManzeWfifW. ' 

laichW ■ Wwt, Iftw'st S. lÄf. 

■UnAül,dieLehmgt:übe;. M : »«wein, liefern, kft iss »wert, eri«| 

■• . '. * geliefert, es ist aus mit ihm. 

,- . ItoVleiben, verlfeD, fttWn, verleihen, y^^t^ das Licht Sprichw.: Ucbtei 

ausleihen. Uücr, der Leiher d.h. der toK*pIllllim,w«nti Kinder den Naseiü* 

«twas von einem andern leihet, borgt ; g^^hleim aus der Nasehangen lassen. -7 

picht: der einem etwas borgt. ij^tt (^d ject u. Adv., goth. Ieibts> 

■ UBkyda&Gelenk; auch die Masche leicht, leichtsinnig, leichtfeitig« 

alber Kette. U^lltfätrig, etwas leicht undrascli 

Uhb, die Lende. ausführend .oder:erlemeQ<I, dfttt gQBg 

Ltek, Lewe(r)k, die Lerche. Sie gau liclltfUrig, die Arbeit war leicht 

^ird vomLahdmann nicht als Früh-^ zu begreifen u.ging leicht von stattet)« 

lingsbote anerkannt, denn er sagt: Da lldltlftrig^ die zum Memorir^n gei- 

Urk iSS'üLerk, je dflller Mschirtt, je gebene Aufgabe leicht erlernend, fsiß 

IrgertSllit. Von einem Landmann, gutes GedKchtniss habend, 

der seinen Acker nachlässig öder gar , licbtlftwig, leichtgläubig. . . 

itlcht düngt, heisst es: hh terlett sick lick'n, sick, sich lecken, wird audi 

Anpp, dat de Lftrk messen sali. Lerche von Verliebten gebraucht, die laLcb in 

läid Sdhwalbe singen von den Weibern Gegenwart anderer viel küssen« 

so: Lerche: Dat WiirlMg, dat Wiw'r* Lld=Ledd, Äs Glied. XV 

ttg, datt iss sBnn glatt scharmantes ;Ii(dyn(Part.läd'n), leiden. lekmag 

Tilg. Schwalbe : SdSt du se Sta, Wf ick di Ud'n, ich habe dich lieb, schättt dich 

ie sl, vem se 's Horgens frtt nppstton, hoch } ick kam ktai Stmmp iqnp ^^ ^ 

winde Kä6kllllKostallgaon,dlimftst Ud'n sagt der PocUgrakranke in dem 

ilbrSk'n. OdertL^rchetBeFrftnslSd, Sinne: der Strumpf verursacht mk 

deFrftnslH de draog'n doch gaor to Schmerzen; dao mttt de Am mvier 

n11dlich,nfldli(^ nftdlichTttg. Schwal- lid'Ai der Arme muss darunter leid^» 

be: Sost semaitlsto, wenn ick säst, ^ iM, Plur. Liw'r, der Leib, besc^idec? 

's ■orgeis,^9^aintBao'BKo8tal^it» der Unterteib,^ bi liw*» wohll»?lciih^ 



t27 

gütgi^&hrt nur^anrM^ucbe&itti Ge- glaate fDrchtetiden Tod eincSrBau^e^ 

t^auch; bi Liw' nich oder: biliw* Hfl nosseiiy wenn eine 'Eule sich auf oder 

Balg' nlcll, bei Leibe nichts ja nJeht^fal'n nahe bei dem Hause zdgt Ihr Ruf: 

LiV' m npp'll Lfw'v Nahrung und Klei^ Knmm mit, hat diesen Glauben veran^ 

der; 1^ Ltw' ktii Saath wites, sich lasst 

mcbt helfen undratben können; ie Uf - U^V ^^^ Lilie^ Liyeil ko&fi^j'D, die 

hm rftt bedeatjet' 1. der Mastdarm ist Maiblume (Convallaria majalis) frilher 

ausgetreten, 2. die Gebärmutter Ist vor- Liiium convallium genannt. 

^^.\.FuÄ T^^- ^"^^'^ Lta, der Leim (gluten), dagegen 

«»A hOHt ttoL«; Suppen Sättig«, jj^^ a/, bekannteThonarti lll|,fei- 

,.^ ' ^,.- ^ lrien;L1mpott,Leinitopf. 

• UÄ^=^ll»r^^^ Lto und Linig, die Linie inaHenBe-- 

'-•lUywdaORLeibsclimerzeB. deutnngen und die Leine. tScÜüg, 

llggen (Nasallaut Bg), gotk ligari j^^^ ^„^ Aufliängen der Wüsche. " 

(Pl*.4ig$[nicht Nasallaut] ; linpei^ifeg, ,>.".^' ■ 

kigg; Part läg'n) liegen; ligg^ |^' J^ ^tJ^f^^T" »"d ^/«J»«:!^ 

«ich niederlegen, krtmm* tigg'n, pAanze. HastlULIlIgWi Die Lein - 

hbneem. 'Wand heisst: Uno', das Adj. eb<;n6o. 

li-lft, goth.leik,alt8.Hk, dieLeichey "lts.Un,got;h.lein. 

tt»"DL!k, es wiMelnTodterbegra- Iai»geIai|g«."actderL|toge,län^ 

t^„ Lilia', die Linde (Tiiia). 

^ BkCAdjectu.Adv.) gleich, gerade^ linB'l.geUnde;2.ausLeinwandbe- 

altSL gilic, gelfc ; like Wg-n, gerade Rei- stehend ; Ulm' Mtn, leinene Beinklei^ 

ben, Ilk fttgaon, ^eradeans gehen iUä ^\' J: ^^'i^ vonllim' (Linde) luin 

1« recht dftn, aufrichtig und redüch ■Wt,.iW»'bMt., . , . 

handeln, to llk, eugleich j IXk IftWr, ^' ^'^ Leier,.Drehorgel ; Um, leiern, 

gerade gegenüber; Uk an, unmittelbar Wnillldrei'r, UerkSrI, Drehorgel- 

neben an; Uk to, geradezu; ht iSB 'B ^S^j^^r 



kit^ Uk to, er macht nicht viel Um- . Ijtooderl»cJeil,Ehsabeth. 

schweife, spricht sich unumwunden U«,Dinun.ltekn, leise, 

und etwas derb aus. Daraus Ist ein -: Ibkasllker, wer seinen Zwpcfc 

Subst, LIktO, gebildet, ein Mensch, dec ^""^^ Schleichen zu erreichen sucht 

äkft der Thür insHaus fUlt IHtOv gUk }•«*« ****^ possirlich aussehen,, 

^d zwar dasselbe Wort, abei^ M Bw ^* *' ^ Loch ; 2. ein kleine» 

griffverschieden, im ersten istdasGe- schlechtes Wohnzimmer. 

iii81inige;betm zweiten das Gldeheder loddeiB, Loidter, loddrig, Loddert, 

vorherrschende B^riff. " * = ■- nach Graff mit dem neuhd. lieder-i 

^ ' Uken, gteichwobl, dennoch, trotz Ideh dasäelb^^Wort iiodddge AAeit 

d«m;tilStikendlgdd,e8istd<ennoch "«(iofUr man auchliejdi^rllibjhe Ar« 

go^ beit sagt, eine Arbeit worauf keine 

- UkdUnii LdchdorB^fHühner- ode« MUhe, kein Fleiss verwandt ist Dlt 

Krtthenange. . .-. Tigsitt bn SO loddrig-spp'B U«; er 

Lttdlftn, wörtlich: Leichbuhn, be- wendet nicht die germgsteSorgfiütauf 

teicbittt'jede kleine Edle. Der Aber- seinen Anzug; dafUr 6i^,iiiati-;«ik:h: 



sMe MMerticb afttareck'tt. slodden^ - .1.«viseb'a,Uwitdi'i,derVDraame 

Sleddrig haben dieselbe Bedeutung;. Luise.. . 

Den NebetibegriiF des Lasterhaften hafc Lucht, die Luft; fries. locht, hell; 

dies Wort bei uns nicht. : lücht in d' Lucht gltM, ins Freie (int 

iSd'fi 1. lötben, 2. mit dem Bleiloth Gegensatz vom^Zinimer) geben.; dif 

die Perpendiculare fiudien» von Ud^das Lucllt geit, es ist ein massiger Wind« 

Senkblei der Maurer und Zimmerleute, lichtig, luftig, fttluchten l.VQndei; 

Lftf, das Laub der Bäume; alts. löf, Luft durchziehen lassen, besonden^ 

gotb'laubs. , , wenp etwas lange Z^it.dena Zugange 

' LoldasLob; altlof. Vgl. Uow'a* der freien Luft entzogen gewetea lA 

Lftffty die Verlobung, von iaow'0| 2. Hasel- und Wallnüsse von der sie 

9U<d)de4:Verlobungsschmauss, einhüllenden ICussern Sclisilebffln^ifcn« 

. Lte i. die Lauge des Bleichers; 3. aus P;£hium^p, Kirschefi4ie\^|feStne 

2. die Lohe des Gerbers. herausnehmen. : 

L6k, der Lauch (AlUum). Snittlök, . lllollt(Adj.u.Adv.)UDk. :tp hickft 

Cnnfflftk Ct€. ' ^ Hu^ziur linken Hand. 

ISmern, iBmrig S. ftömem. ^ U€ht,die Laterne*. ; .: 
' lA^ 1. derLauf (cursus),12.derFlin- Iftcht'B, leuchten, Licht um sich v(^r-i 

tenlauf, 3. Im perat. von 16p'B. breiten, goth. lucbt Jan. De Stibn 

' löpend, dat, der Durchfall, vorztig- UoU'n reckt Ueki Im rftt , b^ite 

lieb die Ruhr. ihn mit einem Licht heraus. Von eitH;m 

löp'B (Imperf. 16p, Part, lopen) göth. sehr entfernten Gewitter, dessen Blitz 

ÜJaupan, alts. hlopau = laufen, gehen man zwar si^t, aber den Donner nicht 

lernen, t Kind lOppt all, es föngt an zu kört; heisst es: 't Iflckt, jedoch nqr im^ 

gehen. Hftl&ppt,asSWeiinlmdeKopp personell. . . ,j 

klMUlt, er läuft sehr rasch. ., Uckter, der Leuchte, . 
' Lftp'r l.derL^fer, 2. der Stein, mit lacktern (Adj.) beisst Jemand, der 

dem der Maler die Farben reibt. Lftpeil, die. jinke Hand vorzpgsw^i^ ausge-» 

ein häufiges Laufen, utintitze hfiüiige bildet hat, und feine, Airbeiten vQfa^pgBi^ 

Besuche von "Bekannten. weise mit derselben verrichte ..'.,. 
iSpSCk 1. von Hunden gebr.: hitzig, llOk'l, locker,, im eigentlichen un4 

2. Von Pferden : durchgehend tropischen Sinne, 

tBpk'n.ein Gemäss fltr trockene . .:L^d) (PI. tantum> die Leute. Uot 

Sachen, zwei Metzen enthaltend. de Lid man Snack'lL Man bedient sieh 

Lork 1. die Kröte, 2. Scheltwort für dieses Wortes auch zur Be^eicbnuiig 

fänen kleinen Menschen, in welchem des Pluralis z. B. laimdid, IftkuäMii 

Sinne es meist generisneutrius ist. Vgl. Timmerlid = Männer, Frauen etc^ 

Ertti Itt flcestaick, aas weni hh 'n auch bedeutetes den Inbegriff idbu*auf 

Loikai'l Strick Uür, er freuet sich, als einem Gehöft^ w^plMEMpdf^/Personeq 

wKre ihm das grösste Glück zu TheU mit Auschluss der Miether : ims' Ltd 

^ffKWordeu. Stlld all in Hefn, Herf^cbaft jouiieisinde 

lA&'.S.Knu^ sind mit Heuarbeiten auf derWiefie 

L8w', die Laube. beaphäftigt. In andern Tikeil^ der 

liw'n. S. ^w'ti. Pfoviu? wird dl4sW9l^iu^e|^ noch 



II. i 



in 

engern Sinne genomtnen, indem man LtBni% Sohimpfw^ grober Beugel. 
bio8 den Hofherm und dessen Fraada« lunptB (Verb.), kommt nur in der 

runter versteht Redensart vor; tick ikklumpeählrti^ 

Lftd u. Iftt (Subst u. Ad j.), alts. bind, sich nicht weigern, beim Trinken etc. 

Laut und laut. Snack nick so Iftt, sprich etwas zum Besten zu geben, 
nicht so laut Uh kaim kte Lftd TM tick Umprakarl, der Lumpensammler. 
glW'lly er ist hdser. Iftn', launen. Subst ebenso. 

Lftde, der Vorname Ludwig. lugeni, faullenzen mit dem Neben- 

' ' lt(4)1l (3. Sing. Pr. bd ltitt> llUiten. begriff des häufigen Liegens aus FauU 

Satt de KltctB 114*11 kBrt\ hast du heit, daher LongcrbaBk. 8ick ayp dt 

etwas gemerkt; llEselbdid*! nennen Langerbank IcggCB, sich der Faulheit 

unsere Knaben das Hin- und her bau- ergeben. Die Reideutuug: lauem auf 

•mein der Schulknaben mitdenUeinen, Etwas, hat es in der Ältmark nicht 

die beim Sitzen auf der Schulbank nicht Subst Limg'rer. 
zur Erde reichen. iAlÜck, die Bacbbmige (Ven»ica 

Lfi(d)brS'r S. brUd'n. Beccabunga). 

Iftdkalsig, wörtlich: lauten Halses, Ullillg, der Haussperling (Fringilla 

•nurmitackrln (schreien) verbundener: domestica). 
•überlaut schreien. Lmk, eine Vertiefung, untersdieidet 

ttdlrmbisig als Superladvbezeich- sic][i von Bftl (S. oben), dass jenes von 

nung S gefährlich. jederconcaven Vertiefung, dieses aber 

Lftk| nicht blos wie im Neuhd. die nur von metallenen Geräthen gebr. 

Öffnung im Boden und in den Wandiaii i'^ird. Wenn auf dem geebneten Acker 

der Gebäude, sondern auch die hölzerne 'sich in der Folge eine Stelle senkt, so 

-THür selbst, welche dieselben ver- entsteht eine LSikC, woftlr nie Bilge- 

•schliesst Maok dc Lftk to, mache die braucht werden kann. D^egeu: dt 

Klappe vor der Luke zu. Im Aits.be- Kitl kat 'b Luk oder Bftl. Das Verb, 

deutet luk an verschliessen. heisst link*!, wovon Udmk^ »eine 

IftkS'Di versteckt auf Etwas lauem, Lunke hervorbringen. Wer über frisch 

f requent von Iftk'n (in der Altm. nicht gegrabenen Acker oder über ein Moor 

gebrtfuohlich, wohl aber im Bremisch.) geht, lOfikt 10. 
"also: aus einer Luke öfter hervorsehen. Unk heisst in einigen Dörfern der 

Im Begriff ist es mit Iftfll (lauem) ver- Sperling. 

'wandtmitdemNebenbegriffdesHeim* tftuck,ltnck, IfllSk ss launisch, 

liehen. Versteckten. Aus diesem Ne- woraus fftnsck. 
^ l>enbegriff geht eine zweite Bedeutung Lftawinkl, ein Verstedc, wohin ridi 

liervor: Jemandes Eigentfaum auf der Launische in seiner Stimmung be* 

lieimUche, versteckte Weise an sich giebt ^ 

bringen. In diesem Sinn werden audi Lftlli' (das g sehr sanftgesprocben), 

dleComposita: afflftk8%b6tftks'nund der Acbset^nagel. 
Waglftka*!! gebraucht ' Lvpk S. Wuppwupp. 

Lftkworm, Regenwurm. Lte^d ie Lauer. Sick wpf d'Lftf laggMi; 

Lftlei , der Müssiggknger. Davon auch : der Laurer z. B. in dem Sprickw.: 

lUiteyfiuiHenzeh. Vgl^bumaefau Bftr isa '« Lte, BchilpavMfilatifr 

17' 



t3(D 

: : ltoll,-;latiera» warted auf Jemanflen. m &0€klttst']l, «hatscdlte mir nfoch feli«^ 
{j*equettt; von logllt . ' ;::.?: len. 

,cri|]tti4'£i^b<m^vUü Wahrheit' Insttm gaon, sick ^erliisUm, dem 

. LtSi die LaiuiSi Läw'o ass 'üLÜS in'H VeirgDÜgen tMicbgeheo, sibH eii^^'Eust 

Scborf, drückt ein. Wohlleben, beson- mäcbeft;: ! aj- ^f ?•. 

4tr» mit Rücksicht auf eines göten ; ::;ifHAeilI,.!sMS oder HffplftStarB, sieh 

Tisch au«. > • . • schmuck anziehen, Fuiikelndes,fiG|(j^ 

^r- Uksblftm, der Löwenzahn (Tataxa- zendes anlegen, . •:; . • J l' J 

xum officinale) heisst auch GäMiefe- . iMluilsen,lfttbalfttg| auff^lei^jlflaut, 

äPff^i- J . ^» -.' rv^vc- = :> = ' I • Wesoui yim. Weiüehderi Mfif bratadi: 

V lia'B, ki]sen:Hndlfiu8eh.'r^: ... .': IftäalsigtCliNr^^ a • ■ 

jf Ifts'aagel, der Läuse hat 2« m • ttt'r, lauter, nichts ak JkittsriUld 

.fcbeltWQrtL.. ' mt'l läftg'n, das ist Nichts als Lüge». 

Lfts'knickr, ein arger <J^izhals• ■■■' ^gotb.hkitrs, aks.blutan. 

i i.LJlsk^aicktf , sdberzh^cer Name Ifttt, lüttj, Ifittk, klein^ we^ig. aks. 

des Daumens. •■■•'. ^ luttic,holl.lutje.i tof 'tt ItUik'M^^rtitein 

,.! IillS^ ^^inr Nbd; Zu aaerifl&h ist .weaig. Itttt JüQg'^Sak'll, ki»iiarJM)ge^ 
die Redensart: mitLust W&S'd, iüabern kleines Mädchen und dielUipitwagdi 
^lo» ein Gelüste tiacb etwas babeo^ibe- auch substantivisch de Lfitt» derKleii^. 
(»onder^von Schwangern gie^raucht Lttttkfia€ht| der ^eine^Ko^bt, 

' lQai'fl,lfiSt'B,Lusthsd)en. DattSoU zweiter Knecht. . 






IE* 



Mwbaildel, laeklUelböm/ Wach- üble Behandlung, die Kinder den juti- 
slolderj^HachaAdelbam, Wacholder- gen Vögeln eb^ flurch unaufhörliches 
.beerea («Juiuperuscoimntunis).: ■ i -Spielen mit. denselben widerfahrea 
r- ' mächtig,: ^ilr Bezeicbfiong des So- lassen. Dasselbe drückt .malkenoöd 
,p^Fhitivi;;S. gefarlich. : talkeni aus. Auch bedientnaii-sich 
- Ma€h-8a<ybte (Subst.), der vordere des Worts, wenn ziB.Heischiete.dur<^ 
ungefaltete, aus altem Zeuge gefertigte zu häufiges in die Hand nehmen m 
^Theil de» Weiberrocks, der VotC der übles Ansehen bekömmt Davon VW- 
Schürze bedeckt wird. «tdddB, durch' ünpassdideriPehaiMl- 

,. maek l. ^Unni JkMw^n itedJBcht 4ung Ubel zurichten. Birt Kmdis8«aK 

mack. 2. kraftlos, er^ch£^jxft B6 IS.. Temaddelt» durch schlechte leibllcbe 

.MOk^iseioe Kräfte sind erschöpft, er ist Pflege und Nahrung ist das Kind 'm 

JB^jMUgew<«?den, körperlich u. geistig, einem üblen Zustande. -. •; : -. - •: 

flacknilHack S. unter Hack. ]IaddeU,]laddl«r, Substantive H<^Oih 

/^j.JiaÖ^^en^Weth, Getrtink aus Honig vorigem . : f 

und Wasser. In doHadgaon ist der- mftdftn^ifi£ScbmutzO|odd'r)x>der 

selbe Tropus wie das Nhd. in dieKir- im Wasser herumgehen, oderddÄ^oit 

)||]t)iep4;«bietl; rMaix spricht auch : bitlss den Händen wühlen, bauptsädiHcbf von 

Md, h^Hte wird Meth verkauft :■'■■•■'. Kind toi gebraucht i 8 : ; ' 

BMUiIiw lUgSlli jiäseiPhnet dfe HUdl (über die Aufispiudi^idtii i 



i : 



131 

stehe Einleitung); den Windhalm im? dibRedfhiaftefi: hj^lOBHI MtoF Ad^ 

Roggen nnd Weizen (. Agrostis spica' Uot'n}4dM.t!IBi€L.'- ■ ->; J.i '^i 
venti) ; niisserdetn^ alle Arten vtSi Gtä- : Mandefbrot == Mälbär 9; Frucht u3w 

Sern, die aafstierilem. &}defi M^hsen Weissdonifi. i */ 

und vertrocknet sind. - •< > MdQgdl, die Maingtf; eine grosse Ma« 

. Maikäw'ryderMaikjl'fer. D^eKi^der schine.zum'.GI^tten der auf Walzen be- 

singen : Haikäw-r flieg, dtn TaO|:er ist findHcben bedruckten Zeuge, beinrt 

in' Krtg, dtn Hntter iss in Pommerland, Kattundrucker, Schwarzförher Q. dgl^ 

FopunerlaildissaffgpehraniltySaikSw-r aux^h etnekleihere, um die auf eine 

fl}f^ /I>if^ Einmischung nh^..Formea ILoUe^ewic&elte Wfiflche. glatt «za 

(^iegf »bgebn^nntj.firiden: jvk.bei.uiH machen. Das Verrichten dieser Arbeit! 

seroKind^rHederniuder Akm.:öft€r. heisst mangeln. - ; . .. , 
rt ||U;eln, ^tadehi^ Ijeson^ers ja Klei*. mank (Praep. u. Adverb.), unter,^ 

^keiteii. Subst läUerfde^ gern alles zwi/^cb^n ; alts« an gimang d.h.. unCe^ 

b«Jtrittelfe.. : menge., vou mengian, mengen* 

n' IfkVßf'istB Müdcben; 1. alsG^gen- HMssmiddenmankwesV eristmittea 

sat3iuoia]|$^abe. Q. M^eibii<^er Dienst-' dazwischen gewesen. Sank doR^gg 

l^t^., I^ ^gaodich die Dit^ji&utivfoFjq ISS Dresp. 

v.pnllaygd^ ist aber in der Bedeutung ' teanfcanBeru.mdkännet/uhter'ein^ 

gaflÄ ant die Stelle de$&|ip[^rtWortsget atsäet-' * •• ''''.. 

tc^i.;:^. . , . ''^' , ;.•:: : 'ÄlimkMr,mimflfef,^Bi^Mfen.- 

-,; jfälblr, die Frucht des Weissdorns " MaiDttl, tnlt eineiii "rfgehthtmiHcheii 

(pmtaegus oxyariQantha) jdi« eine ro^f dtffrMv t ^ iss llinns nög, dao bin icE 

mehdigeBterelst. . , ;.i„.j Manns tWf, daSsu ist er (Bin" ich^Tdfe^ 

/ :IRalhe|^ ;niaggaln, maddeln ^M ^^^"' ^^^^^ ^^ sich die Kraift. Der Phir. 

gi|3jU|ht)ede«}.tend. ■ 1 heisst Hannttlid. Vgl iuikälttdlilL 

q!fl|a||d(n,reip;aus m.dheurjmPaktd. ' männig, matich (Adj.). KknS^ tn 

gi^jldetiäs Verbum% Ikt hat.iureelt (S übst), Mancher. : i'?.^:: j 

|||»I||irt» da habe ichr Unglück, gehabt; länttk'n 1. MkütiHiien, Dimin. von 

Äfit^^SubstlaHSr istvielfil^h ge«- Iflinn. 2. posäirliche Bewegungen^ 

J«|^(iyich. . , .r.i.J närrische Gerberden , sie ipögen aua 

: ; : mm (Adverb.), nur, aber ; -I|^ Will) üMer Angewöhnung herrühreii, oder 

JVOl,: b^ kann man ntch ; laotlUnni man absichtlich hervorgebracht werd'en» 

gaifc .Da8nhd;PrDii.man te«pntnMn letfetier© besföhders hinter dethRückeii 

ifli derAltnarfc flicht. Derßi^rifF deiM. eines andern. Hinnkens maok'n. 

aell^n w^ird durch 'n, ^». «Do,^ rt, de lannsbild, HannsmiÄsdi, dl^ Ma^ns. 

lld.ai|l{gedfückt:ta80haU!mlgldW'B» person. 

man. soll wojtU glauben ; daa kann 'B mannsdiül u. mainsttf, manti^Och- 

IMkr1tpp(tfftWoit?erlaqt'n,di^rip:kftnii tig, verliebt; vom weibfiefeGesiddedit 

Ihat^sich -Auf sein Wort, verlassen; .♦( gebraucht. Das erstera ist viel stärker 

IHl^man.^nf^UaU Vi5r't HU nebm, ate das zwej<te und ein sehr tadelnd^ 

jjianmusji nur J^ein Blatt vordem Mund Wort. - . ,. ;:> 

t^W^» Msl^'Qi «^«^/^Isubt; d0 ^4mOI8Gb!n, mischet]^ met]^i^inkäem 

ilA ^MqHPtq^manL'Sagt^.^^iili^Iiitrain^ N«benbegrifi.deaUj)j^^podisnpl7tig^ 

17' 



132 

bffiigen. Se BtBSeVn den K61 im de Übles, ins du ausführen willst ? 

Arft'n8ickdfir6li,datBöh*mteU]iipnti VgLauchKiilp. 

VI 8tr6, sagt Bornemann. Weil nun M&(r)8€h, die Viehweide, 

beim Durchwühlen des Wassers auch U(r)8CkbI6fll, das Tausendscbön» 

Iricht die auf dem Grunde liegenden chen(Bellisperennis). 

Gegenstände sich mit dem Wasser mi- Ilrtcngdag, Martinstag(10. Nvbr.), 

sehen, so wird diesWort übertragen auf jer Tag , an dem zeither das Gesinde 

em zweckloses Herumwühlen im drechselte. Am Martinsabend ziehen 

Wasser, besonders bei Kindern. Man i\^ Kinder in die H«user und singen, 

spricht auch :BatSCk1l. ManSCh'Bwar woni r sie Obst erhalten türteiMI, Kr- 

früher auch im Nhd. gebräuchlich. teitt Wggclkeii, mit dtn Tergildeii 

lanscketten klmm, sich vor Jeman. Flflggdkeii, fltg so wtt, bett an de Stt; 

iem fürchten. dao kämm de gröte H&rtin, slaekt 'b 

• llri. die Stute, wenn sie ein Fohlen gröt fett SwtB, dadkanm de grote 

hat; 2. je^^es schlechte magere Pferd, Jaokobfrattallmit'nmaolupp. Klop- 

auch wohl SchindmSr genannt ; 3. ein V% klopp'n RiBgelken, hir «ttOB 'n 

BcderKches Frauenzimmer. P»or anne Ktnaetken, gkwt se wattOB 

^....i.>. i. i. ir,. laotse gaoB, datt se hltBOck wider 

marachll. «"g^^engte Körper- ^^ ^^^ "J^^ ,^^^^„ j^ ^^ 

arbeit vernchten. ICK beff den fttge- «e«|[)iJriggnJ4)i|wit ^TOehiniBSra 

lUo^IlD*gmatacllVchhabjedeag»n. ^^^^^ ^,,„4 j,^ i,k g^ 

ajen Tag unausgesetzt sehr fleissig und ,.. , ^j. ... ^ r? sm«« 

u w*. «. n V, nlt^h «ffw»« (NachFirmenich;m Gardelegen.) Mar- 



jcbwer gearbeitet p.ber «Ck aftna. J^Bg, ■Irte.sVSggelkeil, mit dtaf«. 

ncH durch fle^ige und schwere goMteFlftggelkeMftjhockbesMben 

auch :sickktmaraGkn sagt ^^ ^^ ^^ ^^^ all watt slwen 

!w? t.?; f ,? . IMt «wm «kaHgöt, sLtr> 12 

■ EfS"; Ä' ""^l ^ weck in Strohhöt; gäwt se watt tt 

Itrcll^derMarktiDseinerdoppel. l^t «e gaon, datt i5 hfit noch Wider 

■«itnSv. • A'^.^A u kaom bes Tiftr Martins DMfi da» gi« 

Harienutul heissen die beiden sehr »«_.i___b»^ --xt t e- • iT • 

V„ £ . 1 . ^ v ., ABMlnnnBam. (Nach Finnenicfa : m 

läufig vorkommend. Arten Knöterich, cL jint ci jii ..-..j <-• 

V, , , ., . ,, ... Stendal.) In Saizwedel hntet depGe- 

Mvgonumamphibiomundlapathifo- ^^, Mirtens, Mirtens TSggelkei. 

;;ari«S.Cj.i. nicht geh.rt> die ^.^iTX'SSjJlla'S 

VomamenManeLu.se. ,^^. ^^^^„^4, grtteeoUrtl 

■arkS 1. der Mark in den Knochen; u stickt ons all IB Sil' SadL, deii 

Mh&tt^IarksiideKBaok'B, er ist ein klmmt de klein ApOsteikeB,Mekttuu 

krsftiger KerL 2. der grosse grüne fHscke WOstelken. Marl, larf mmk 

Wasserfroscb, dessen Keulen hie und top'ndeDUr, daostaott 'iPaor anM 

da gegessen werden. S^ftlw vUrt DUr, gäwt OnS Watt m 

Harottea. Sprichwort : hSst larot- laot' ons gaoi, datt wi kSt noch wid« 

tei iili Eani .brütest du ttber etwAs kaoB, Utt vUr Havwvrt m»y dM 



*3* 

blg1lwiAppelniQlBSn,n5tnie€k01 sehen, der zu Nichts recht zu gebrau* 

tk all g6t, smit'n wi all in'StrobMt eben ist, gewöhnl. mit andern Worten 

Haben die Sänger eine kurze 2^t ge- zusammengesetzt: HatzpiQipy Kati* 

wartet und nichts erhalten« so singen fotU| ohne den Begriffzu ändern« Das 

wohleinzelne: HärtenSylirte&sBlaei', letzte Wort hat oft den Zusatz: TOB 

wennjiflÜnieksgiwaiWillllySOUckt Dräsden, den ich mir nicht erklären 

mi midden in' Kaors. ; kann. 2. Zuruf der Knaben an einen 

Kärten8g6&, die gebratene Gans, gezähmten Vogel, wofür auch das 

welcfaeam Martinitage gespendet wird. Dimin. Hitzk'n Qblich ist 

Sprichw. : WesB de Ilrteasgös «pp'B Haog'n, der Magen. MaogUrami. 
be steit, Christkiiadk'n int Waoter mSSglich, m^^lich. 

geit. Sinn : Wenn es Martini friert, ist mäOg'a (magg, mugg und mucht) 

Weihnachten offenes Wetter. 1. mögen, wie imNhd. 2. gern essen, 

» M&nbl6llly das Leberblümchen (He- sich gut schmecken lassen. Htmag,er 

patica triloba). hat guten Appetit Datt mag ick WOD, 

. MaaselBy die Masern, eine Hautr das schmeckt mir gut 
krankheit Der Maser im Holze dage- maog'r, mager. Hft iss 80 maogY 

gen heisst laosar. as8 'tt Hund oder hmdmaog'r. 

Hattrig, der Eiter. maok'n, machen, in allen seinen Be- 
mit'n (mett, mdt, mät'n), messen, deutungen. Das Subst.Haok wird wie 
Sin Geld mit Schipel mat'n. alts. metan. das nhd. M a c h e gebraucht Dat Ttg 
Hatoch, Patsch und CiaatSOh, der iss noch in de Haok, die Kleider sind 
Strassenkoth, wenn er durch den Re- noch in der Mache. De Saok ISS lang 
gen oder schmelzenden Schnee bei-^ indeHaokwOSt, über die Angelegen- 
nahe flüssig geworden ist Inabgelei- heit ist viel verhandelt DattickdiilGk 
tetem Sinne wird alles, was durch IttdeMaokkrtgydassdumirnichtindie 
Reiben, Stampfen etc. mit hinzuge- Hände füllst, um dich durchzuprügeln! 
kommener Flpssigkeit in einen halb- to in d' Haok kämm, 
fifissigen Zustand versetzt ist, indem Haok'r, der Macher; so heisst auch 
die einzelnen Bestandtheile nicht mebt^ der, welcher bei öffentlichen Verstei- 
erkennbar sind , so genannt Ad ject gerungen vom Verkäufer beauftragt 
matschig , patSCkig , qnatlCkig. . Das ist, durch Bieten die Gegenstände in die 
Verbum matscken bedeutet auch : in Höhe zu treiben, 
sedchen HalbflUssigkeiten heromwüh- laokwerk, schlechte Arbeit, Mach- 

leoi^ Vgl. plantschen. werk. 

latt, die Metze, tV des Scheffels. maol, mal: ta* twtaiaol , dfltmaol, 

. DHltt'l^ vom Müller gebr., die Mahl- ein- zweimal, diesmal, 

»ctze nehmen* : ' Haol (Subst) 1. das Mal, in dieser 

- Mankatt» kindlicher Ausdruck für': Bedeutung heisst der Plural Kaoler. 

Katze. 'B Maoler drA bin ick dao west, etw:a 

* aansdieln , betrügen. lanSCkeU, dreimal bin ich dort gewesen. Vielr 

der Betrug, insofern er versteckt, im leicht istlaolor in dieser Verbindung 

Geheimen geschieht als Genit Plur, zu nehmen. Vgl. auch 

' latl 1. Scheltwort für eäien Meu^ DaclOL 2. Ziel u« Zeichen für dasselbe 



f34E 

z. n. Üemi Hanspl^llind andern Sptet^ti. i^t "ulatt Btr^^ äid'Mais B^iy Wm^V. 
Wttiffi'tIaol?nur1mSir>g:g:*brtiuch-' nlnV^öirt SohneJdet.-. .; . ■' . ■> - .■■'» 
li^i''^3.dH*MÄfi«iiTnal. ■' ' lBM'»,niietiien,z,ß.Gesinde, Ackep 

'■ alCnicht alii'2faLi,' **■'• S»ck TemH'ii, sich veraiethetv 

de jttagsgrnss TF« Miethewohnen. - ;- :i'.;;;-.a 

licli kltamt to Kolf» TU gell de;' «MslS*, Mied,*i.te.. ; , t ..' 
luitttdiHad. " ■".■" = ; ■ . ■ »dipimift *»H.nti{,.ld,™.«!iJ«r 

^ioiTtSmiohn(Papai^>'.iu. a*«*bdB,:Mt4M««^ .rMIt. '. 

«gg. 2.teMo„d,.lt.:Sb:ii.s ■■ »<li«a5»«hW.<lCgBh.n«>nen* 

Sprlcl,w<.rt:,jiilÖwr.i«ii lilill ilicll J" l.an<lffl™.lles,wa,.tinde>iAp<« 

ÄoUülchbezeich'itteinenNaci.- 'l*™ <»"*• In frühem Zote» beJ 

IWliei^erieineßeicMiÜ gern auf- fr>3tel6r-Lalidm.i,i. seJteMmmÄlzl, 

SiebtVuM daaureli ielclit Verluste er behandelte sicli und die Seihen »Ib* 

1.1^ ' ■ > ' ' BhdbtstimtiitedieMedicamerit^tlSier, 

TlMni'dÄMiat; ■" ■'■'.:' welHiüienlohtzIldBriTiaasniiaeliige^ 

«aoil4afc'derMm'lig.' -.'■■" '■' borten, in den Apotlukellf*ni<t. Die 

■ ' ■ ■ .- ■ ■'■"I Namen der Arzeaeitnittel \(Eorifoüi[n 

■«oll'.(l»j«rf.ma<H.t,P.rtmaotit), M„„d,^„ u„dmanns enMellt, riele 

<MSnHfcraitim.n Bedeutungen. -, «„ib,„ss,bjtgebildel.«iIkli4Hlm» 

:■ Ia«lUcllta,der MQndKJiein. ,, , .,: ei„e Unfflasae von Nkmen,' dÜMtt-Ser 

i.näär, mürbe, v,m, Obst, rieiscll, i.,„j„„„ „j j„ Apotlieter kenne 

»oc^vopiHol2. V , ^''^ „ ■■ Öas Nadifokeuöe ist.nur «ine kleine 

«■■UlHla»ll,.der Mürbebraten. Der ^„^,^,^| Bei Pferdeirankhei, 

Muskel zn diesem Braten li^M«.! de ,^„ „„j„ gebraucht: ilduifett 

■Ul:UndfillrlUB. ; (Scl)langerfett),Gran6rilIllll(Foenuili 

■aois S. Aors. r .,,.„■ ,.:,, p,ecuni),immailM-(v.oneinemAint, 

„JUort, der Marder (Mustdafeina). „,„„ l,e„,„„t) J)rts„hjllii|s,DrSM.-, 

2.toAlp,n.chdenVorst.ltongendes Mt. oder Piptr-PolTer. Del Rind. 

graeinen' Mannes ein bOser Geist, der vtehtra.nkheiteu:J)ra.lieM»«M, 

MsimSchlafedrüqktundilngsCgt, . , A«»nWMni»rtel(Arumn,aoal«un* 

■aosl S Mayeln. »rkMnmlrtammCFoeouaigraef 

- . Inosr, «IM), AnswJH^ft^Knorre .„,„), Dteing, Sätw'n vMr adit, In» 
am Baum. d,e in, Innern bunt geüdert „j^j,,, . j^jj^j . g^^^^ . ebwtox«. 

s!od. nwaij Bim i^lz ,jit viellieh gj „ „SBentetlei lllM'i-,.W(toi- 

«erschlnngeue» Adern. ^,,,,.^ y,,^^.^ Terdag -,F»lf «L 

' "Hsot, das Mass,' «vi«' im Nbd. Ick Ist das Vieh behext, so wii:dg«for<)ei£t 

IfÜoiavol Bich to laut, ich komme 0äoweg'uitaiBimiiickwe^4iI^iAlOg'i 

Xs'oh) zur'lJtieett. Dtit SlMlitt i&i llitll Dfiwel ; zur Erregung der Brunst dieott 

to Maot,'das K]eidf>^st mir nicht. Btilappel (Boletus cervjnittX.lukdi 

IinA'r DB Kälv^ IIftot<Mtf b «11 iM lustig, fHIidi npp ontnirig, da^ Zur 

*)rtf B, sagt maii zu Kindern di«) mehr Vertreibung, der KjQpfl.-KiiSc; 
2ties!»av^kngea,al«ihBeßzütä^äc& IbuiVCCSt^(St3pbi8»gria),.(4teAg«- 



IMt (Setoeii'S&^isitgfifle); ?l|W8cll p*l)(8t,9r^P,g^v.^r, Salbe;) und 

Haower.Mtersdw.StoffiwotCStaphU die zit-m^iiiMJ^e?» öebraijcli: 
sagri;i), JodenpQlwer, MfinkeapiilTer, imtttit&erhiick, Dr^aokel-.coimite 
ttllUtk«tl,KalBiackeiL Gegen Kram- (DbchyJon. cotnpo£i^uiii)^^I^j4^Q 
JtfeiindEpjlBpflJ« Sduuswaetw, sin blick CDiachyionslniple'x), Com- 
0eiiUT«D£del8teiii,llkeSt49'8ein>3l- mandSrbalsaom (ßalsnmum commen- 
«er (Edelherzgiuiver),;BeUt to all« t{Äaäfi^iMhi&alien8lMthaQm,.0cMtgeii 
Schaoden.BlmdlingspHlver. .Krä«&(- Kmplaoftei^(Oxya-Dciiini), Ungt- 
4hittel:sind: Agraiii ContrualT weBiitRapoleoiisplaoBt'rCUngDentüti^ 
^Cbricri scnbtcm), SuÜb Jnngasalv -Nenpoiimmtn), Hanaottnrett, Akn 
(doppelt Guffitnipflaster)^ Gni&dA|:eD- Tovinttt, Sinuudtplaosi'i, Jaokob 

Jthr; 'Priax DnkufludV (l^Sflen- SimsonsplaoSt'r (Emplastr. shnplex), 

tuiti^ft^ötpiUBi)«!^ WitschopihveB- tertSf^Iaosty.Pip^gtllplaiait^^X^ird 

■Ml«;fiaaflHly9tfbnftO,'n|liüi4|teB iii'dUnneTi'Stangen gegeben)^ Kampa- 
iW^ Hu».kabe Bick^iHÜdriUlgsalT niepIaoSt'r(EmplasCrnm compositum), 

(Hydrargyrumalbuni>KafiiDgeiuasi, Bftlnplaost't , DiiAe StraffliaW, Ifosi- 
-i4deiL;Triutatis'<reibeB PraeeijRtat), taiiteiisalv, Kuiickelsal<- ^HrveK 
.6Agev(HuitenScbaopkopp(Uiiguent. ScbaopeiDl,Spnui{j;Ol,JiiscbflKOl,Kat- 
■cottra^tjibiemiliiQurTBHwSpbapp«- ser-KOttigs-EddehnantspalTer, Tto* 

topp. GegenRhelinia uiid Gfcht: r?ipwaot'r, ülanilwaot'r. Zu Symi- 
■ilWII8Sfll,Al]KiKDiU,GrABAfft6ggS&l, 'pVt^ie'n aller A rt: werden' gebr. : 

-OStAwHsaöl, (Oleum Hypericj), IRittili&niäniort , HaoseDspmng na 

iDlh^dniDgeiigliedSli DampOl,Kathri- Terdung (tali i^oris). Holt fLt Ufa 

HenM, Reck u-Ireck^lr Schaopjnei- iraot'r,S^at^Dpoiihm,tQ(MHiSokt 

•Ifcntt;, S«bUiperAl, -iDppbeckfaIv, TledfleniiSB, Tfrflkftnigsmüwer, Stent 

Ochsenkrftiplaoster (Empfastr. o»^ ^atie (SiIiK-uä^iarmtis), Ick I6w dl, 

croceiim).Gegentlas l(aJCe>'^i&ber: 'l)llÄä%äli to HÜ, Ick'mag dt Mch, 

.ItoUiD, SvIgBtill, EfinigsnbMiipiil- ll^tf^!^^' 'Eiiiz^'in%V:DnU SHl 

Ter (China -regia), FidyinmsdroppX TS^nien Hyoscyamt), 'DddeAwtfikM 
HUUUdlopp'n. Gegen BriiB»be- rAmtüoiilUni), fligsJaololKUnguent. 
.«efawertjän: ForminiD SlUldiam aegyptiiicurh), GnaibHillsM (Olenm 
:<Herba9Cbrdii),W9lkenbraGb(Medul- .^b^nthii;, ,Gr.aB Lattei^llllwer (Pulvis 
:]B8axQnitn),ToiSl(l)ieVPI^'*l'i^^WAl- .Jalap,pae),Lapbtaff3t(Naphtlia),'ttui- 
:leBpilVttmch einem alten Arzt C i^- 4;iU,(^1osclu;s3>'''iDBteBpIa08t'l(Emp1. 
reiläeo'gffnannt). Mage-nrnittel Meliloti), Witten Poiboiunin (weisse 
-wid: Vigtoia6r (Pliitonium jvma- , pomade)., Sl^echeril^Qlwer (P^ilvis 
;oiii&,Tberiak),HBttflmSl6c(daGselbe), cascariliae) , Salrelaot ' tsalvolätilej, 

CBi^rteisallerei, Pgn- 



auätf^ üler-beilgeB-LebeBsvSrtel, 
.l!iiiifer.^ttePaiDt,IIon-!uKftt&nkel- , 
Taoter, Königs .Teri)iBdiBni;sdio|ip^ii, . 
^GiikpaA» Kntterdropp'n, IsteUgeng- 
.pBtoa(£nziaii),M«OB'BSChtAt, Abece- 

drt^p'B, Ftftriti^opp'B , SpuipUU. 



rnngsmittel), Beiligeilgdstspiritai IIIk,dieMtlcli;mkflto^KSlbef« 

(Salmiak), Wemkenöl (Wermiithsöl), milch, die zarten Driisen an derBrnrt 

TSakraoln (Zahnperlen), SeiHiel- des Kalbes. 

tntflst oll Saot&l (das veraltete Semen mSlk'n, melken nnd milchen. Dt 

snlf oris tartari satuih). müst in mSlk*! gaoi ; de Kft mSlkt g6d. 

IBIkert, der Milcher d.fa. der mtfnn- 

■ei 1. der Monat Mai, leitog, der ß^^^ Hering; das Weibchen hefsst 

er$te Mai. 2. der Plur. lei'l bedeutet |^5|m6r 

grüne Birkenreiser oder junge Birken, j^,^ '^j^ jjelde, die ganze botanl. 

mit denen «nPfingsttage Häuser, Kir- scheGattungChenopodtumu.Atriplex. 

Ghen etc. ausgeschmückt werden. ^^if^ ^^j j^^ anzeigen. 

Ieibia(dyr, die Blätter von Raumi- "J™» ^^ ^- Kinderspi^e: Mutter, 

culiis Ficaria, die im FrühUng als Salat ^^^ "|^^"^" 5 wattatart «atft f 

genossen werden. WBgttni oder «tagBri, durch ein. 

Meibom, die Birke. ! ander mengen, auch vom mündlichen 

: leidtan, der.Fettdarm, Mastdarm Vortrage gebfaucht, 

von den Schweinen, dann auch die in »a«««! ««ngsel, Gemengad, be- 

diesen Darm gestopfte Schlack- oder «^"^^^f ^^^"^ ?^I^!^. ^. ^" ^''""^ 

Cervelatwurst. "«^8^*» «P tSwIaftldderdöll, geschro- 

meiX mähen, hie und da m«-». Das ^^^^ ^om auf das Grünfutter «fr 

goth.maitan bedeutet etwas hauen, ab- Schweinestreiren, und dann durch ein- 

1 jj ander mischen. 2. verschiedeneKorn- 

leiBheit, leind, Gemeinde die Ge- ^^^^ gemischt z. B. Roggen u. Gerste ; 

ineinheitd.i.Alles, was einer ganzen heisstauchMBlIgkaonL 

Gemeindezukoramtodergehört;auch »»BBlg u. mincl, manch, mmilg« 

die Gemeinde selbst. Datt bringt d'6e- ^ftol, manchmal. 

«eiiheit npp ; de Pir wefn In d' Ge- ""^™^8 ^ mancher. 

meinheit^ diePferde weiden auf Grund- »Wken, merken, bemerken. Impert 

stücken, welche gemeinschaftUch den ^^^^^ ^^^^ marken und murkt 

Dorfbewohnern gehören. lte',cunnus. 

Stak, die Meise, die Gattung Parui» 

Mei'r l. ein Mfiher, 2. ein aus der ar- DiePimpelmeise(Parusmajor) spricht: 

beitenden Klasse gewählter Aufseher Scllinkenapeck; Sldlinkenspeek. Oder: 

über das Gesinde grösserer Landgüter, Schinkendftf. Oder:Kikil'tH. Odtf: 

der aber selbst mitarbeitet Dtwelsdreck. Oder : Sieh diek fir. 

leiraon, der Majoran (Origanum HCss, der Mist; ISisforky die Mist- 
Majorana), gabel; mtssnatt, völlig durdinSsflt; 

MeisY, der Mörser. ISSSkÜl, Mi^grube; IBilbefg, DOn* 

Heispinn' S. LSwf6t. gerhaufen. Sprichw.: Wen! i» laM 

meist, beinahe, fast Ickkeff meist iipp'nHes8bergsteit,katkftgrAtB6cki 

nao d' Stadt Wlst» ich bin (beim Spa- I6ssb5rg S. Borg, 

ziergange) fast bis z. Stadt [gekommen. ' mSss'n 1. düngen, 2. fettmadienx. 

HeiwonUi der Maiwurm (Melo^ B. Schweine, fttmtes'n, den DUngör 

proscarabaeus). » . aus dem Stall bringen^ =' -* :> , ■ 



i37 

' MvaaäHi i\^ mdstim Atfm 4er : lft1,l|ltt.Xw«>UiclierVörmine: 

P6anz«ng<ittttOg€heDopodium. Mwrie. :,' 

• iJtt; fein gehacktesSctWbnffeisch, **• ^'« Mtfile. 's lU «9p (tf Tlldel. 

■«p'orin kein öder- seVwenigrrtt ist, gW«. «neu Um^efc raicheiy, üpp.4e 

Ti^oraas die »ttirdlt '(Scililackwuwti ^^^ «l«^«« '" Swanstojlw'a, die 

Cörelatwnn*) gefertigt wirf ; - IBtt- **"*! '** ^«'l'" '""?* 

I^erk, das zur Mettwuret besdtmnte 'mHlgäwrig,mildtbStig. 

Fleisdi.. ' ■dB,4ta,slB,-SE(Proii.poa5r)itnetiv 

illttt,aIts.inid=init(Praepos.);iö «eiii.se5n,ihr; iinPL:rag*,K»r,wird 

den mit dieser PraepofcztBammeogei^ ''^<='** declinirt, höchstens als Bezd«*^ 

Otztwi Vettrti wird sie bald »tSald «ungdesDatu. Accus. Mwe.dnrch ein 

Ott ^J)rochen; am Oftenten aber intt; a»g«liKngte*'B. Bn'ttHdti meinen Hut 

-■W I ;i ; • ''• Zur Bezeichnung des Genitivs hängt 

Kw l.die.lljl9we(Urus).2.eio? „an dem Notnitiattv feie zweites Pro«. 

Art Tauben mit kurzemSchnaSel und -^^ ^ Aufdie Frage rWfessen Klei* 

eiper Reihe gekräuselte/ Federn vor j^ j^^ ^ g^hSlt man wohl zur Antwort ; 

• iSl^ ,, «y . ws'Frtlr/iatoTÄod'rgt«. SLsla. Das 

Mte, das Messer. Von^e.i,em sfam- ^^^^ <Jer meinige. deinige etc. ward 

»fen Messer ^gt ^m.:' ÜPP d»t W!x ebenfalls durchmlft «t et«. ohne Arti^ 

Uim hn.^ Rom rtda im ki%t Ito ^^ «»gedrUckfe£ÄtBdkiMialii,dli, 

Wull. ^^ .^ ^ j." : sin, 8r. Bemerkenswertb ist der Ge- 

.. f?^ ™<";i?["f j ^'^^f ^ W AK bwi^TQirlllÜl in:derRecJ^n«irt:datt 

llcMfig, Hichdsdag, der 29. Septbr. iijrt dl'g min, dks alle^ geTiQrt mif. 

, . Siek, jedes HausgecXtb, (4k8 flicht . :Kindaog]li^ oder mlB I^W Oltll^ 

mehr fest ist und 2U5ammeo zu brei^heo nun und nimxmmekr, niemais. Datt 

^obt ' .1 gfit oJildMK nick gftd. W^eiider 

mickrig, in seiüpr^/ttcldn.'ifdckr AccusativfQrmvergLUwdaag.. -lU 

lä% D(ni,r^n nic^t! tiQ^ewacb^enes , mtllS Gefidlo; meinetwegen, wOrt* 

Mifdchen/^mtekrigwBftilfeipkrllpp- lieh; nach nieinem Gefallen» ., Wege» 

lieh gew&chsenerBaam; von der Hand* der Genitivform v^.lorgOB. 

«diriftgebrauchtybedeutet^^kritxlich - minig, minigt, der Meinige. Dfitt 

mdUfdn. r / o Jtt aU datlifii{^ ieKid^X tXk 

;: ViddagyderlMUttag. liddq;BaaJL!il mein^ Angehörigen. 

Jap^id^'Mittagss^i t von der A rbeit ruhen mtntwSg'n, meinetwiegen« 

mies^e^, 'a ■iddig8»/l.J|i4dail & >> Hiaacllbeit, eine grosse Menge von 

Morg'n. ' :.: .. Menschen. 'twaSSViölIillSClllieitdi^. 

. ; JBdd*!, die Mi^te« Fjpagt man jt: B. .: Knaob, der Mensch und das Mensch 

wiedie£rndteaQ9geM0n is(^Soeri)|f||: vie imNhd. durch den verschiedenen 

jaaan oft zur Ant;wor(;: ao |nt tidd% Artikel unterschiedet. Qöch ist^dat 

mittelmässig. i,.:; . IHliack nicht immer im veräcbtlicheÄ 

^■i.Kdd'lalag, jedes lebende oder leb- Sinne zu nehmen. Es vertritt auch z.B. 

^e.Dii^g von mittlerer Beschafii?nheit( die Stelle des Pronomens d u in Form 

. HgS^PlssV 1 eines Ausrufs. Sieht eine FranrShren 

■^Smk, Mir, nrSmk S. Emk. r 8la>4)ii«BrBesitzyoneinerMengjeG 

18 



A>raft sie^^ohlaüsr-vM^ditllBtcli J^? WMC biit wUHig lÜoiMRi 

Tiftr Geld hat! Zeichnet sieb der Mitth' fragt derLwidnmnn, ^ermJeMafldein 

dfthsh ^&e zarte weiss^ 'Haut aus/ so GcscfaMft {ür>)bn -. .UberpotnmeQ bat. 

si^'^Fmu: watt'datlinscbTlOt^. l^ak rUr de.J^j^ss)gtder,,weMie^ 

Witte MtUttl'^ * dch Feuer zpm 4^3^ 

Mint, die Münze, die Püanzetigat- botgebef^ lassen. Der I^ndii^90,n.nitnmt^ 

tungMentha mitdenifatenPShilillt, ea.f^l^.wenn ufan.TUr das Fen^.^ 

Ettt^milrt, Pferde- ti; KAtzenmll&ze. dankt Datt iss d' M3 nich wCrt, das i^ 

- mtrig^^i^gyStlfrker im Begriff als'; d|^Paiikes nicht wertb^^^einenobe- 

ging. ' ■« : deutende jKleaiigKei^ . : 

' nr, HlFtadr S« Etiik; : lAd|JViath,aks«ebenso. D^S'Spfich- 

■tg, die w<Afcl!cheKafi:e, im Gegen- \vK>rtsag^: $6dmao]rtI6d,I&dBiaC||(| 

d|tz VomKate^, dann ohne Rücksicht iAVhll6^ i6w'nilA4 ^^i^ selteiIgH 

auf das tÜefiKihkÜbt: die Katze Über-* Ifl is^lÜCbg^ftdtotftd {'. icHbi&uÜwöhl, 
Uu'pt, endli($h ist es auch der Lockruf S. ich bi'p darüber be^t^, ic)i fOrclifd 

für dies Thier; ; -•' eineri'schlechten Ausgang, tohtojtljf^ 

>'-'Ii88)dleMessie^gifös8^Jilbi^arkt' I6d. mit Übereijung. Das Adjed, ist' 

''uiss'B, vermissen, entbehre». Datt Awe, mijtbigl 

kilikioklli(Afllltil'lLdas kann ich nicht ^ ' mfiajte;mötb},mflde. DeEogglUtt 

0aa>^hrenj^i Datt lUsi ^ick nM «f^ flSckiiHM draogfn, es ik zu dft auf dem 

das Vermisse ich dft. •' .F : Stück hintereinander Ro^ep gesäe^ 

^Hssi&g, Messing. Davbnttissittg^ltehj so. das3 derselbe nictit mäir reicht jge« 

das Adject. Werhochdeutsidh sprechet detiiet ' ^ ' ' 

llHÜ ü;^ ^attd.Formen viel&ch hftiein- ^^ 'Bodder, Moder, Schlamm, PfBbe^ 

MUcht, ^r spricht: nimsgScL «tS^er im Begriff als Dreck/ako «n 

i'i Mit/ der ItFe|kel4-'^mt|tifiti »bltg; ^efer Dreck besonders auf Wegeftf 

mt8fn,>tMiilig:lein. ta kann liMt Adj^fioddrig: VgLIoti 

^teste etil' Dorf am £>k$ai&kig) fiör moddeni,ittiMöA«rherumWttble^t 

mt iäbh sta,man kann dasDorfMieste lodderkU, I^MerlÖdC, eine Ver^ 

vor starkeft^Nd)el nicht sehn.' • ^ ^ ti^ftiitig, stafkteJt Mbder gefOlte . ''■* 

t;.'f|ikit(Praep.5, mit. mit^WlIj billi. * todei^Og/die Kölifc ^.- >. 

gto, ü^^n. Datt las uä gaovnMi möd'n und Yemöd'n, v^miotkiu 

mit| damit bin ich gar nicht zufrieden^ MH^IMal' ME" Uli' Bieb ^erflUMhl ;^das 

ist mir reöht unHeb. • \ ''* . kobnte'ich mcht vermutbeü ;iiek M 

r- ndtftaji u.iiit^e]in, zä^mmen, zu- iuü tt^Dalg ^wnMfü^' iob^erwhr» 

glA*-!;c :-:.;/.-: . . ihntäglich. -V-J'- 

: Jltt 1; eine kleineMilbe in dem Mehl - ' I^, VetfßÖgen. fek kef ttv^nbl 

oder KÄse. 2. ein im Freien errichtetef flSsf gttlTj ich litbenftebr gegessen, ri» 

Iftl^elförmigier .Haufen Getfeide oder iähpsölkei ^. Müh«; Dao kM fM 

Heb. ^ der Düngerhaufen, besbtideä KSg* mithat - 

#enn Plaggen u. Stalldünger Schicht- - mogeln^(lntransit),lic|ÄiHcB bÄrü- 

weise aufgehÄuft werfen. g«i, besorideraböim Karteöspiet; W» 

mttig, Milben etitUiltend; mogeln ist transit. mit demsdbani''Be- 

ÄätichII[jVdleMahe;>ffiitdlfck griffi.r^^^i -^ i^ri.::??? .i-i Ji?:;^^!^ 



im 

weimt^tSoU&gttt^voinLPlatzrägeO' Worten geben. Hfthatlöps'in'nKfl^jP^; 

gfbniitcbt.' . > '. 1. .'':,{ erhatLauniei>,diieai(:hdurcbab^x>88eDde 

:ilMO\\i%^m\i\ä&^ötAiglk if .11 .^UQlworten kuQd geben. Wer. sieh so 

ir.lOU-ydieJMiihle^-tglätaikl'aKi^ beträgt heisst mopng. 3. AerPluräl 

rtUmn aSS 'nJUUfirady ich. bin schwind«^. KAfli' hat nicfat.seltes den Begnff von : 

Ueh, auch: ich habe heftige Kopf« Schi ä'ge.. d«BB gifft etHAps* up de 

fdumerzen. IfiU'r, der MUUer.'Em ntx (Bornemann) 4. bedeutet es auds 

Kindergesang: -IftU-r, H5U'r, Haolr^ sovielalsReichth.um. HfthatlBpS^ 

lEtSg'a kost'n Daolei, DtaMi koit'ft er ist reich: 

DuW'ntotdL, smtt'awi alla^Jaor weg: . : I6t, der Mohr ; davon : laijlll (aus 

: MoUbnlt'fi, Maul\K^tt|:fshatufen. ^A^Lo^Jän [Johannes] gebildet), woflit! 

HflllnkoIkS. KoUc^. . . , / . > in der Altm. stets Manj&a gesprochen 

. . HoilWOIID, luUwoni^, Soll- ^ Iftl? wird, voniKindern gebraucht, die sich 

WOip, der Maulwurf. HoU ist micJI&ll Gesicht, Hände, Kleider etc. besuddt 

(S. unten) dasselbe Wort, und worni ist haben« 

aus WOi:p entstanden, weil der Plattd«. Horatz S, Maratz. .^^ . 

aUeHärten iu derConsoBaneetiverb.in- .. Herg'n. Zu bemerken, istdassnb- 

dungjin weichere umsetzt. Also HoU». statitivische Adverb: /8:largM18, ge^» 

WOrOl^inThier, Was dielockere mUllr' spipcben'ljRofgeBi, nqiubd. lorgens. 

artige Erde aufvvirft • Iwhd. molt^'erf, Solch^i* genitivischen Bildung giebt es, 

moltwurf ; altcmoldvarpa. . nÄrie im Neuhd., im Plattd. viel z. B. 

. Holt, das Malz, alts. malt; molt'ii, !a AoAma, 's Nackts^ 's Middags, (das 

Ualz-mßchen« .'i anlautende 8 wird wie 1 gesprochen) 
'r.\ molnm, betrunken, stärker als d|tt^ tasdUSi annerdds, eines- andemtheili^ 
.. HBm und S$n, ländlicher Ausdt'uck ül&'S L&weBS, mlB'8 G'fiÜleilS u. mehre 
für M u 1 1 e r. Sprichw. : 't ia MÜS a« andere. Vgl. Gr Gr. 3, 127 ff- 
KOA, das ist einerlei, gleichviel Dient - ' .:Blorg'll dient aucb;«ls eine Art Par- 
auch alsSclieltwort ; oU' HBd, ohne eine tikel wodurch man Jemandes Bitte ab- 
besondere Nebenbedeutung. TisamSn, scbiägiich beantwortet. Ita mi dooh 

die Amme. dat BAk (leibe mir doch dies Buch), 

niS'll, betrüben^ Schmerz un4 Mitr worauf der Gebetene antwortet: jao 

gefUhl empfinden. Ickmö' W daoi- morgX^^-b.nein. 

Uw*! äff, ich gräme mich darllber, Ick ttSfn, morden. Indi' höchsten Zorn 

laö'.mi äöw'r deKimier, das Schicksal sagt die Mutter wohl zum Kinde: ick 

der Kinder betrübt mich. Dattfll&tflli mSf dl, ich schlage dich todt, was aber 

reckt, das bedauere ich recht sehn. • ao böse nicht gemeint ist . 

Mopp, die Frauenmiitze. . .1*^, der Morden 

Hoppe, die Ohrfeige. HöirBw und filbSw, die Möhre, C»- 

Mops, Dimin. Kfippel 1. eineSpielart rotte (Daucus Carotta). 

vom Hunde. 2. ein Scheltw. im M unde löS 1. Muss , Plkmmöa , kpplm&g, 

des Volks, womit besonders diejenigen TflfflmftS (gemusete Kartoffeln) 2. eine 

belegt werden, welche eine kurze ab- Mehlsuppe, Brei, RAgg*nili5a, Klfit't; 

stossende Autwort gebep. Daher :Ka'i mfta eto. :Im Alts, bedeutet m.6s die 

18* 



14a 

Speise übei4iaupt ' \rergl Gi^ €h ]i|^ailii^f&« ä. gttpQR ist, wodarch 

%'^|60. i ' . '^ : das Bier einen Ublßn <Se8clim%dk atw 

Il6sig, mnsig und musicfat nimmt, eben so riecht das Mehl Wlttg, 

' tt6s'n, zerquetschen, zu Mass i^a^ wenn es dem l;.uftzi^ange längere Zeit 

eben. TtflUlimfti'lL entkögk^wiifd; die daraus bereiteten 

: mBt'luCImperf.u« Part, matt), begeg^ Speisen schmeckendatinilichjndfig;^^ 

oen« godt^tu alts^ mdtjäi. Wi Hemm Ilfllg und mafflig Ist besonders vonar 

MftmSt', wirsind uns begegnet, in de Fleisch im Glebrauch, wenn der Anfang 

Ißt l^on, entgegen geben; sodass also dc^rF&ilblsdtlurcli den Sinn desG&i^ 

ein Subst. llSt zum Grunde liegt • imdi^'WähjpgenQiiimen wird« lulstlig 

lott, Schlamm z, B. in den Fisch- wird meistens votb Stroh ü. ähnlichem 

tsidien u. dgl., irerschieden vonHodder, Gegenständen gebraucht, wenii sie zu 

das eine weitere Bedeutung hat. ' stocken anfangen, z.B. in den Betten 

. mottkem, stehlen, mit dem französ. gemeiner Leui3^ die an einem feuchten 

eseamoter verwandt. ' Platz stehen ütij[ nicht gehörig gelüftet 

HllGke]l,LaunenymUrrischesWesen. werden. Ausserdem sind noch einige 

VglNftcken. tropische Bedeutungen zu merken« 

- mnck'n b. mneks'n (Verb.) l.inau- lldd^hatni^eht selten den Begriff von 

leo, bösefdn; 2. widersprechen, sich schlecht Ist Jemandem ein bedeu^ 

widersdteen« mnckstdtdiyliokriggst tendes materielles Glück wldeifahretli 

dltas. Ein hier zum GrundeHegen- soheisstes: dadtU BIChBmddig. Hoi^ 

de&Subst Kaek od. Mucks kommt noch flg dagegen 'gebraucht man von Men- 

in der Redensairt : kte Hlicks MggeB, aeben, die stets in einem finstem, tnür- 

ganz sdlle sein, vor. affiniick'll 1. prü- tischen Ton antworten, oder selbst 

gehi^ und zwar so ganz in der Stille; Fräßen nicht beantworten, wenigstens 

2.iiiit halten Worten Widersprecheff; höchst wortkai^ sind/ Daher dasVer- 

3. einen heimlich tödten. bum flillff'tt, das Maul hängen lassen 

- " nmoksig, midtSCb, launisch, groU und diese Stimmung durch finstere 

lend mit dem Nebenbegriff des Mienen u. abstossende Worte äussern. 

Sehwelgsamen. Ausserdem bedeutet invff'n auch 3 ohne 

middeln, änmuddeln, Sick, sich vor- Anstand beim Essen kauen, so dass man 
Ittufig so viel anziehen, als erforderlich den Mund zu voll von trockenen Ess- 
ist waarenhat Das veraltete Huchbedeu* 

mnddig, maflg, mftfflkhi mulstrig. tet Schimmel. latein.mucor. 

SSelleicbt dieselben, wenigstens dem- mttffXlMffi^lni die Zeitwörter vom 

selben Stamm angehörige, und in ihfer Vorigen^kommen selten vor. 

Bedeutg. wenig verschiedene Wörter. Kfllgg', die Mücke. 

Sie bezeichnen sämmtlich die unange- muggelll; mit einem nassen Tuch 

nehmen EindrückeaufHen Sitin des Ge- sich oder einem andern das Gesicht, die 

ruchs oder Geschmacks, ausgehend von Hände reinigen; BWlgglichderZustand, 

Veränderungen, ^hem. Zersetäingen, in dem das mnggeln erforderlich ist 

die im Innern eines Körpers vorgegan- Dtn H&nn' sftn SO mugglich ftt. 

gen sind. Das Bier, der Wein ist mild« Ifill, der Grus, Alles was zerrieben 

fflg, wenn die leere Flasche nicht gehö- tmd in lockere staubartige Tbeile 



Hl 

tlbei^^äogefi^TMftiftU; dttLandii lekmfltUi'tit'n lang mmnmelB; auch 

tö mUIig, der Acker ist zu lose» zu bedeutet es undeutlich sprechen, Silben 

mUrbe und staubig. ImGothischen ist und Buchstaben nicht gehörig aus* 

m u 1 d avs Staub» aits. tn ^ 1 m, sprechen. Monmel nich 80 , spricli 

HtU, das Maul. Hftgtbmt tadatItÜ deutlich. . 

Dich, er ist nicht inderStinunung,Je- -. luuilS, eine Halskrankheit ^ der 

Blanden um Etwals mit Worten anzu- Ziegenpeter. 

giebejTu Bund, der Mund, hat einen Plural; 

iftlaop, der MaulafFe. Dies ins (Thd, Ifina'. 

Übergegange Wort ist nicht von Aop = monkeln 1. in der Stille, verstohlener- 

AfTe, sondern von aop'n= offen abzu- weise über eine Sache oder Person 

leiten. Es bezeichnet also einen Men- sprechen. Datt munkelt allerlei &Aw'r 

sehen, der mit ofFenem Maule alles tom, man spricht unter sich in der 

angafft. Davon das Verbum floAlaop'n, Stille allerlei über ihn. 2. wenn def 

gaffen. Himmel sich mit Wolken bezieht und 

mftlftl, manliaul, einsilbig, schweig- den Anschein gewinnt, als ob es regnen 

sam. wolle, so heisst es : 't munkelt oder dat 

mftl'n, maulen, schmollen ; Ad ject. Wid'rsStmunkligftt 

mftlig undinftbcb. Stllsch wird vom Munster, Muster, Modell, besonders 

Obst gebraucht; weim es seine Integri- zu Kleidungsstücken, 

ttt verloren bat; indem es in eitien Zu- munstern, Atmunstem, sick, reiche 

stand der Gährung übergegangen ist; Kleidung anlegen mit dem Nebenbe- 

ohne faul zu sein, wodurch die Farbe griffdes schlechten Geschmacks in der 

ins Braune übergeht. Manche essen Anordnung derKleider und Farben, 

mulsche Birnen und Apfel recht gern ; Mtr, die Vogelmiere (Stellaria media), 

die Mispeln werden nur in diesem Zu- heisst auch Stämpmt. 

Stande gegessen. Einige Obstarteu Mftr, die Mauer, mtur'n, mauern, 

mulschen gar nicht, sondern faulen Munjaon, unreinlicher Mensch, be- 

sofort. sonders mit schmutzigem Gesicht. 

mullstrig S. muddig. Bist'nswattHurijaon. 

Hftltrumm'l, Maultrommel. Kurk'r, der Maurer. 

Mftlwerk, grosse Fertigkeit im Re- murk'n, Particip von merken. Ick 

den. De hat 'n g6d MÜlwerk, die ver- heff 't murk'n, ich habe es bemerkt 
steht zu schwatzen, sich wacker zu Murks, ein kleiner unansehnlicher 

^ertheidigen , lässt andere nicht zu Mensch, gleichbedeutend mit Bjlirps. 
Worte kommen. ^ murksen, durcheinanderwühlen u. 

nmmm, msrnm — kik, klk. Man in Unordnung bringen, wobei dieKlei- 

spielt mit kleineu Kindern ^ dass man düng, Wäsche etc. Knifie und Falten 

sich das Gesicht verhüllt (Mummerei erhält und beschmutzt wird. 
imNhd.)u.dannmnBini,QlQmmspdcht^ mursch, morsch, was leicht zer« 

woi?auf rasch: klk, klk. bricht. De F6t issmursch äff, der Fuss 

mummeln und mflmmeln, essen, wl^ ist ganz abgebrochen. 
Khider und zahnlose Greise, die den Ifts, Plur.MSs* 1. die Maus. Sprich- 

Mund stärker verschliesseo müssen. WQrt:HisntÜtaSS'nFottTUU Klarer 



ist ein Saiieitopf; R« kltkt aSS Vit» kitideti : IlScUteiCdC , Jhf 0ll*6QftOll^ 

ftt 'n DnnkHfed' wird gebraucht von beides Scheitwörter. Die Form Ilisdl 

Personen, die bei kleiriem GesicLt eine erföt-dert,dn«8<J«r Namen hinzugesetial 

VerhKitnissmässig grosse Kopfbe- wird : Knsch Frite, ohne diesen Zusatz 

deckung tragen. S.DerDaummuiskeK* gelten die ersteif Formen..' 

• limsiginderRedensart::8ickHHlsig ' l|hss;ldS«,dasMbosOiIleSped4si:g 
maok*n, findet sich auch im Nhd.:. sich Adjeet. mnsslg. " ''* ' " 
mausig machen. Mugshummel, die ErdhommÖ 

HÜsklew'r, der Ackerklee (Trifo- rtJo^bus). ' ^ 

liüm arvense). i , i "/ .'"■ 

mftsk'nstill, mäuschenstilfe. »WSeln(gS sehr sanft geaprO,in et- 

• IftskMtel, Mausedreck, ^^^ herupikramen und dasselbe in Un- 
mftS'ni.matisen,Mäuse fangen. De Ordnung bringen, namentl. im Anzug^ 

Kattmftstg6d. 2. Kleinigkeiten heim, davon DMWallg ; (hl Sfißt gO miSgllg ^ 

lieh entwenden, dann überhaupt: steh- es ist alles an dirso in Unordnung;. Dan^ 

len; in dieser zweiten Bedeutimg wird "^'^^ ' WiSS^K muggllg yoÄ feinen 

auch mftgkeni gebraucht, wovon das Staubregen gebraucht, t Igg milggllg 

Substant. Mflsket. ^**'''' 

mngchcln S. buschein. »"*'^ (P^- "»^^ ^^^'^ Imperf,.u, 

Mugchü, Bosch* oder Muse«, daö Partic.^usst), müssen. . 

franzüs. Monsieur, jedoch in einer mnttersMD allta, mödgftllli eine ei-^ 

andern Bedeutung. Will man Jemau^ genthümliche Verstärkung desBegrifft 

den nicht beim blossen Namen nennen, allein. Ick Wag mnttergMll aUta to 

jedoch ihn auch nicht: Herr tituliren, Hftg, ich war ganz allein zu Hause, 

so nennt man ihm Hogch, Hngchü. NachGrimmso viel als: verlassen von 

Auch wird es mit Appellativen ver- jeder Seele, den die Mutter geboren bat 

'n, Fem. 'ne, der Artikel ein; der meist ein 'd; hinner'dDUr, hinter der 

Dativ u. Accusativ Mascul. 'n auch toen, Thür ; ia d' Eck, in der Ecke» Beim 

wie in dem Kinderges. : Bummbamm ! Nom. propr. dagegen wird das'B nicht 

bälam! KOster hat glck npphangt, der Präposition, sondern dem. Nouteu 

Wiirn ämm taen Bta afflsntd'n, gall nich angehängt, was in en übergeht, weim 

mehr in Bummbamm gtig^n. 1t steht die Aussprache nicht leicht wird» iek 

nach Präpositionen statt desbestimmten bin bi Fritz'n west, ich bin bei Fritz ge«- 

Artikels im Masculino (beim Neutrum wesen; ick wiU nao TMS'Jlgaoi^ ich 

H) z. ß. bfn Digch, bei dem Tisch; will Voss besuchen. Letzteres gilt audi 

y&ör'tHftg, vor dem Hause. Tritt beim bei Nomen propr. ohne Präposition: 

Neutro eine Härte od. eine Unbequem- ick heff MOUdni gte , ich habe Müller 

lieh im Sprechen ein, so wird statt 't gesehen; ick WÜltFritx'n Seggen^ ich 

auch 'n gesetzt ; man sagt nicht acbteft will es Fritz sagen. Soli der Plural aus- 

Dörpyftt'tHftg', sondern: achtar'nDfirp, gedrückt werden, so kommt noch ein 

itn BÜg\ Beim Femininum hört man I hinzu, dc bei(d) Jocheiia, RiaUm 



U3 

hoten grftÜML'-^ 'fl veitridutfaeiir^ll Geschlecht Llmot, auch B^^ttopf 

Steliedesnhd.'mah^ wofür esitn acht Näg'BlIlörergenannL/ 
PIctd. keine eigene Form giebt, magg *n näg'r, nägst S. nap. ^ 

glSwIl watt*D Vilf, matijnaggbiuben, ; Nigd^ KaQheit, die Nabe; Mwaont 

was man will, ^glmani— 'n bei Be-* in d' Nägd, er wohnt in der Nähe; Ul4i 

^icttinng dner tihgefkhren Zahl S; laobeitmfttt sin, nicht weit jmxi hier 

Daorn .:.:•> mussessein. I 

*Ba,ini(kurz abg^stosseni)1ofcer}^t. Kiks, litndL Ausdruck filr krankes 

meistenfidemnbd. ntin entsprecbciid; Ferkel. 

na ! watt sali dat ! r . näm', nehmen, wie : im Neuhd. Eh 

' iii^ti6in;goth«i3i6(Gr.Gnft766). llmmttate^ trmktgernSchiiapp;.-^ ^ 
" iachtniaÄcfi, .diä KleMang^^ nanig, nirgends. .!" 

itOck^,welchezum(iehu8ä(fesli^ Napp, Näppk'n, Napf ^ Schftlsel, 

Abendtoaliis angezogen werden ; iihn- gieiclftrief ans- welcher Masse das <ie- 

iichist^ertJe^riff in Stndaogstück.^' ^' f^'ss bereitet ist, alts.näp n. hnap. ' 

' Xacb^liiiipeiltfd, diel^achtzelt^'twaa ^ Hlir, der Narr. 

Nachtslabpeiittd, ass't fSr ttppgaoii närgehfOrBtrgehi&fKikrkemmid 

dl, es wai- Nacht, als das FcPuer aufging, töm*. •? 

's Nachts, 'iNachts S. Mc^tj^q. ; '' ii&(r)ge]i8, B&(i)iiidi, M(r)BS, nir«*» 

.Hachtüi,wöitl.:Kfacyeofe, Sdhelt- gends. ^ 

wort fUr ein MSdchl*n,das sich gern am B&ng, das Setnige zu Ratbe haltendi 

tüpMten Ab,eud aiif der Strq;;^ herhm- sparsam. Im Alts, bedeutet n e r i a'6 

treibt, • ' "' • ' ' 8ervare,salwife. SubstKWgktit •-•' 

Na6htT0gg;*l,die^aphägall._ ' ' - iilrivnähren,aberselteninderni{dl 

Nack'DSlig*, jible Nachrede;, dävon ^deutun^ vorzugsweise vom SdlTeh 

llltt 'nniz USNack'lUllig, man eptet cler Kinder durch die Mutter imGet^ 

^pn nur Undank. . .^ 8^ nlrt Sfilfilt bedeutet: sie hit kefne 

22ldil^binab;ickviIl'nblillIiaffgtÖfl|, Amme.. . ' 

icbwill das Dorf hioab^gfben,. :..,:. Harw, die Narbe. 

1 ' iÜg!l,der .Nagel am Finger oder Zel Hls', die Nase. ErstdeSSs'nn deiH 

h^ (ynguis). alte. imgaL .Vgl. Haog^^ de Brill' bedeutet : man müsä MÄVk In 

' »ig«» 1. die Ndke.(Diandius)5 «iper geeigneten physischen' &»o. 

2. das GewOrznägelein, von der Äho^ rausche., Lage befinden, bevor" man 

RCÄ^«,.netoi nSg-üte«, neunzehn? ^^t'".?"'*?:";'«^' «"^^^lÄ 
Ml^t^ neunzig. Di.-Sdi»d«ahUn J^selbs^ ^****'^.*'Ö'*^Ä 

da^onsind: de nlg'nte, Blg'irtein^ Jtola» d^oypl^m,sched.<* njc^^ 

«IgÜftgA'- .r-vv!- :*-n Dinge, die d.chmchtsangehen.- 

-^ Blif ntertei im; ein KoUgertohtaAi Wlsdrippel, Nasentropfen. 

gl^enDürnierst^eaas 9 verschiedet : lll8'nUeiainer,4ieBrili«f,.^ , 

lifebKrtuterti bestehend; :. I&wls oder Wtett*«', der Nasewei* 

ingte^m, de^ t^eQBtOdter, dak ikbJä^.]ieiai(:vt|ll|8ifl^un4Mgwl|. 



^/ 1 1 



144 

% ttlsnirts KAir (Wind), eine Kälte iMgedtdäNt^dniiast doch bei deinem 

(Wind), der die Nase fliesien macht. Thun gar nicht nachgedacht, dass daa 

Hasseln S. nusseln. Gethaneschlecht, unpassend ist. 

Hit, Nisse (lendes); dagegen RlAt, NftOg*!, PI N&Bgl nndHaogeb, der 

^üsse. ' (hölzerne oder eiserne) Nagel, alta. 

*^ NitgräS, die Krötenbinse (JmiciA niigal;Mkat1lfr6faHaog1 ffi'Kflfp^ 

bufonius). er ist stolz, trachtet nach hohen Dingisfu 

Hlt'nschtt'r, plebegische Benennung . QtOgdll, einen Nageleinscbfaigen« 
eines argen Geizhalses. Haogra8,Nacliheii,Grtiaiiiit. 

' nattu. sättig, nass und nässig. So Baograoä, nach gerade. - ,1- . 

natt als 'nKatt=Uatsch1iiiatt, gan^ , laflja(gd,dieTerfolgii!igt,6. eines 

durchna'sst. Dieb^ß^d^n^uchdaseiliße^ufsuchen 

mail^gepau. einer Person, eilige Nachfrage nach 



-.liao^ (Präpos,) nach; nao dfiSSOIl, ihrem Aufenthalt ; ^p 

nach dieser Zeit, in der Folge. jagd , Äigt jemand f, y^enn er sich 

nao, Compar. näg'f, Super], nlgst, eben aus dem Hause entfernt hat und 

nahe; tatonao kaom, Jetnaoden ver- ^in nachgesandter Bot^ Ihn zurückruft 

letzen, beleidigen, nao bi, nahebei, in BäObenn,JiaÖhir|nac{iher, späterhin. 

d[erNähe;datHSHIllliSSmin&g'r4tSS naok^wi S. kaun. 

de Rock, die Meinigen stehen mir näher Napkeldei werden scherzweise die 

als andere, od. : Jeder i^t sich selbst der kleinen Kinder genannt, wenn sie beim 

Nächste; n&g8t<m, in dem nächsten Aus-, pder Ankleiden nur mit dem 

Hause; iok keff n)i to nao daon, ich Hemde (in^ naokt'n Himm') oder gar 

l^be mir (durch Arbeit) ein Körper- nicht bekleidefc^ind, 

leiden zugefügt ; oder: ich bin bei der naokt u. näoktig, nackt 

Geldzahlung zu kurz gekommen ;datt Naollksl S. LäÜ*!. 

nsmi.tonao, dadurch fühle iph mich Naolaot, Nachlass; nicht blos ttm 

verletzt, beleidigt. Sachen, sondern auch von der Ahnlicfa- 

naoaop'n, nachäffen, Jemanden ver- ieii des SohnS mit d^ Väter. Riss 

»potten. den Ollen sb ganzen Naolaot, der Soim 

\naoani S. slachten. ' ii^däsganze-£benbitddesVaters,nicht 

^ naobUrn S. bäöm. blos im Äusserh sondern auch im Han- 

Haobott, Nachgebot (bei Versteige- deta 5 der Vater miag todt sein od; noch 

^gen). . leben. 

. 1 ! nao^m, Qap4es& naftdfissX nach- naohtotX n^en den Bedeutungen 

her, nachmals ; naodam biil iL nochfnnS des nhd. nachlassen auch : . untef-' 

4aQ West^ nach der Zelt bin ich noch lassen, bleibenlassen* Ick wOl'^.^MUI 

^innial dagewesen. BMUI naolftotll ^ ich. will .^» dtMr 1^ 

Haodtet, der Nachdurst des betruii- hleibenlasaen, ; • . 

ken gewesenen. n&öl'n, träge, langsam sein, im€eh4^ 

naofleif n S. flei^n. ■'■'■■ Arbeiten, Reden. RUl UOk 80 ruft 

Naogedanken, das Nachdenken über man, wenn Jemand zu langsam gdbt^ 

letwas und der möglichen Folgen einer oder mit einer Arbeit nicht vorwärts 

llandlung. Dnkast iooh Ak gaörkta kommt,oderbeimSi]U-ecl^kDg!9ri^g 



3; langsam ,v> mpnoton "die Worteher« » HaoUcjM^ nxn I^tiop cvmmtitt:^» 

vorbringt^ auch gar nich^ aufhören.: Gesindel, Lumpenpack. 

l^nn, über eJnen und d.^selbenC^eg^o-. .Ifsov^derT^abeL ,; 

afuid t»} vgredieD. Adj. nUUg. VgU NtOW'r, der Nachbar, alts. ntöftr./' 

^^BBUflnuB^tUMa. . .-.. KftOWetMb,, die Nachbarin; SMWSni, , 

HMlerl=Gwi«Ole, SchfilcteJcbtmclc» ^<'" «'•»«™ ^^^ '»» andereig«ben, undj 
W««, ein träger, langsamer Mensch; *^ ^^'^ nHtGevatterfl<jhnacK hinbritw 
im Handeln inndSprecherf. g««?} wofür man »uch sagt tttaMV«: 

RUlkUwi, HlNlwtw, Scheltworte «•0^Pd":«PP'tH»«i«II»gMll.: 
fördenNäföler. HapW't«aiO»i.N«i*bar6dM<t. 

HaomtokNl, iu Naehgemacht«;- "**"' t'" ^^'^'^ *'"'^'' *^^**«*' 

Nachgeahmte. grösser aUBa»ntck*a. 

Itoomaat, Grummet, Ertrag der . ■HdasNiet;llMBWgeI,NJ*ti»sgeL 
zweiten Schur einer Wiese. •• Bidd'n, untöt Bww* M i««l,u 

. ^ oben und unten. 

Raom n, der Name. altsäcU namo. .„844.,^ ^^r. SettdiaMd^ setse = 

BBm', nennen, atts. namon. ^^ „j^jg^. , : 

J!!i!SiS^°'!:. ■■■ * trv' «MW&niedriginurimeigeptUcbte: 
Iia08aog,eme Art von »"osSer Harke,, CiiH,^ 

die dazu dient; die%niihren, wdche; ^ '^^^^^ jj^^.^ '^-, -„ ^^: 
b. im Binden des geni8heten Korns Je.. ^^^^ '^^^^ Meigterin, die N^iertn,- 

gen geblieben sind, zusammen zu b-rfn;:; . j^^ieip. ^^ts» neg^n., nig^n.nus 

gen; sie wird. meistens von Mensthen, njteÜJ ^icht einer, ep^tamdei». Veitel.. 

mitunter auch von ieihem Pfdrde gefco- q-^ ^ o 70 74 700 

gen. DasVerb.davonist: naÖgWpl,' Htr*dieNierie. '• ^^^ . 

im Süden heilst dies igfWtcrblL , i*ii|;. ImAltß.bedeiitek ginesan 

? ^^^^^^ ^- ^^^^' ..,.. =genesen. Die Vorsilbe ver drückt 

naosengn, nachsagen. ^ . cBiiümkehrupg de« Begriffs aug,al«): 

UÖSfc, zur linken Haud, eigentlTcli 1* v e r n i s a n , ein im alten Niederd, voiu. 

nach sich, vom Pflugtreiber he;^erioln. kommendes Wortv bleutet daaGegcn- 

men,derzüriinkenderPferdegeht. ^heii von genesen. Die Vorsilbe. 
HftOJnnftOki der Nad^eschmack« .. ver ging, was ziuden Sekenheiten g^ 
Haot^ die Naht. UÖ A^Naot, hiotef htSrt, verloren , so das3 also ajftsig alSw 

einander, der Reihe nach, 't geit Off^ Adject. von vernesenzu betrachten 

46llaot|esgehtaufdieNeigQ. .0 ij^ Aqch wird noch TMIltet für ntoig 

. HUt^Plur.vooHott , ^braucht Ein Kind von sdilecbtoif 

naotäOgSCh, eigennützig, habaüch-^ Gesichtsfarbe,! «abgemagei^t wegen ver«^ 

^S» l>^^^g5 y^^ lUU^ttlli nach sich nachlassigter Wartung u.PJleg(rhei8St 

ztej^en. . nteig oder Yernfts'L Von qnia^nnn^^ 

.. NaotBl, dieNad^ goth. nethla,ii| scbeidetci9sichdadiitch,dass bei jenem 
allen Zusaqunensetzongen , 5t;eckr^ Wprte niebr auf die Gesichtsfarbe ge«; 
Näh- etc. n^dei. Die iStr^cknadel aber sehen wfx^l und d^fis d^r kränkende 
beifistKnftttelEtiek^E S. oben. Zustand nicht so anhaltend ist 

'; «»^dudl'll h^ili , .irr :-J:iL .rjmpl^.^im öW-b^fcJrtfldpto.'M 

19 



Wttlfinessclll^ Idi «irerdeißC^^chti- Oefsdilt ein'^ Ding^ ^ebrkuäit; in scr 

gen. ' fern dieselbe einen angendmiien Efh- 

Nest l. wie imNeuhd. diäsN^st für drü^k üacht Drti nhd. 'ttrt dl ich' 

Vögel ; 2; dn schlechtes; kleities Haus eiitspridit Am «tote Thrfl. BeDfimi »It' 

oderZmitner; mMdidoeh'BOltidlkilEe SO niw'r tt, dasMSdcyeü tef^i^iit ^rdk' 

StftWi dfittiss jo "n dUenNekt, mieche sein.gfifijs^ Wesen eioco; Migcnehtqen 

dir doch eikne ordentliche Stube, dies EUuifilCli^besonderMuFcbdnh^etes 

kl^emeUädesLochrS.hlldlichs; ir.st;! sprechendes .Gesicht, d^ «ich yarsiiig^; 

Bett; tcTRest'gSM; zu blatte gehen:' 'o licbdoftbdi^tiAp^ilild^iilitAtJ^^tMgt. 

Nestkdl Q. HeSitllAi S^. kelfm Wir besitzen im Nhd. H^ifi Wort, doa 

. rtt'n S. gen^fh. *^'^ cl€«albYganaf eirti|)i^Öiei.2itigteich 

Nett, das Netz, a'ks. tieft, goth.nati.: schliesst es den Begriff des Kleinen: 

.'B0tt't,'dk:N>^el (Urtica). /Klök iiisich, da£iin.aeäaerAttQtQS9<;i)d95st 

llliMH»g|?ti«lt«wtlflinHett?,^^^ nientb'r. . . i m : 

oder sich klug diinkend^ fehlen od^' nich, nicht; goth. ni-yaihts. oloks 
kren^^ick*- atdbi Öie einjSihrige ji^rt nick, gar nichts ;nickdOGb, gar nicht; 
(Urt. urens) heisst Höner-öderPnt^«^ dock nickl gewiss nicht;? In^ Plattd. 
MHfl, dife perettnlrehde Art (li df ölck) werd(^9 gern Negationen zur Verstär- 
aber Dnnnernett'L Dow*!! NettT/ dd^ kung des negirenden^^ veri)üh- 

Bletl^tisaug<laniitttÄl^btntt'u^^^ cTeti, bes6ndei:s mit kein: k^.Brot 
WUtti). "'" ,' ^ ' ' ' ' -^ = - ni,cll. Im prohititivcfn Sinn steht Bick' 

? 'Bt-U.lll^nett; alts; higt; Ütgelnl \y;i?W Alts, dem y^rbo vor, i^ndzwar 
ufadibnk'lnaogdnt ^iiid VerstSrkungett^ me^ens mit dem InfiniL : nick 46]l für 'i 
des Begriffs, so funkelud wie ein neuer' thiievda$L nicht ! . 
Nagel. WatgifFtntS, was giebt's Neues. ' iilcWii^f;ifUtdert?räpos.tbupdn^ 

'( llIbV^]dbb1y^fden die^iegen, f»e- imGebraucK": fo mcht slaOB, naok'n= 
tfshdWsäolängesiejung^ibd, gerufen; zerschlagen, zu Grunde richten; lillt 
daher EbandaäZiegenlainfmatidiNibbl Biclll'Pi keinesweges, durcliauantcHt 
iKtofltv — ' NioM 1. Nicolaus, in der AWark 

- JÜbbMft (von IKbbe ==^^der Schfiäb^l nichj mehr gebräuchlich ; ?. ßezeich- 
der Vög^l), eigentlich nii^ dem Schhä- nung einer gemeinen Weibsperson^ 
bei etwas beiia^, ^r d Von Schafen, ohneinööiwendig den Begriff ä<^ 
Ziegern tfnd auch von Manschen igebr., eiözäschlie^eri. ' 'fö ist eins der häSte- 
Wenn Sie von dem Vorgefegten nüt; dÜaii Schimpfwörter^ Sälllüekl öckf 
iSifli^ eiii^ Kleinigkeit abbeiäseir.^ Saamaog'll,8&1lledd% eineWeib^^ 
WömidäsKind'Zuckerod.Näschwerk: son, die im höchsten Grade un^iÄch 
80 rÄ:ht mit Appetit isstund'es in ganz^ ist • ' *■ ••.:•-'':•'-'- 

kleinen^ :Theikberi und in Zwischen-- '• iüöklÖpp^j^jWSÄL: mit demKopfe 
rttomeö-'Vferiehrt, damit e^^i-echt länge nicken. Der sitzend Schlafende Bkk^ 
vorhalte, so Bibbett es. Benibbeln be- koppt Zum S'pieteetgderKuidiet ge- 
zieht sich auf den Gegenstand, derhib- ht5ren auch de NiddrApp; Bildfich : steü 
belnd verzehrt wird* Vgl. audi gnib^' meinte Zustimmung ^ü etwä|5 geben, eiö 
beln. < ^ -.:• jabruder stein tfü^pritW6t€: Wfol 

^Wt, niw^ wirä Vbnm-itesikm nickkoppt, gifft ]&B täfatt Viitr^er 



m 

%}tte hetv dasfl der» \trelcber bi^i^ Um- Diiber: jMVjk od. iSpftUbei (f enTpcli^. 

g^oge des Klingbieutels in der Kirqhe: macjiern: ; Mittels eines besonderu I»-. 

I^icbts geben will« mit demKopfenickt^ struments die. hp Tuch befindlichem- 

• : NIcks, Nichts, gewöhnlich wird ^nl%chenentfemen, was vorder W^lke 
poch sich hia^Bwg^S^t; (Gr; Gr. 3f. geschieht i 

727) Dicks w) weddei nidui ist eini^. . nAckem oder gnSckem , g^öckeli 

Verstärkung; U deit dattväSr UOkS ist mk närgete, in der Altm«? llftlg«b|f 

lUilf eddet nicb^i er thut diesohne einen wohlda^selbe Wort und bedeutet: übei^ 

Nützen davon oder eine Absicht dabei jede Kleinigheit seine Unzuiriedenheig 

zuhaben« zu erkennen geben mid.qichtaufbörett: 

nlt iitid Bt/nen ; in't Ute Nest loggll darUber zu sprechen und durch dies 

de HOner gäm, der Mensch liebt die Ab- mürrische Wesej^ findem l^igi^^terieti^ 

V'echselung. meist durch Kränklichkeit verursacht 

nidertricktig, heräbrassend, populär« In Hamburg sprichtman niCken. Wer 

Datt iss'n nidertricktigen Kirl ist eine viel iMk^rt ist ein NOekerer. Alitkrnir- 

ehrende Redensart für einen afTabeln cen«. gnprren, gnarren etc. zu e|neii|i 

Mann,der nach der Liebe der Niedern Stamme gehörend. Adject. lltcbig;^ 

trachtet. Den Begriff des Nhd. kennt gB^ckQA 

der gemeine Manti nicht VgkgeiMill. IHkdfdieNoth mit allen Bedeutungen. 

fitdsek, neidisch. Da5alts.nith,goäi;- (i|esNeuhd. Dus Sprichwort: NM Itot 

neiths bedeutet auch in vidi a.Datf kid'P ist ^uch in die Schriftsprache. 

S»ubst. Hfd scheint in der Altmark nieht« {ibergegangen. VAd ilSll bitter KrAl 

im Gebrauch zir sein. : drückt das Unabwendbare aus. IsS; 

nigenft, neulich; Uwerwua'dellH sokOmmtdeBH 

' nur, penis. - ist der Mensch zu einigem Wohlstande. 

* Rimsck (ganz kurz gesprochen) » gelangt bo muss er sterben« 

Niemand. Aus:ni€k'nliii8ck? BAdig, nöthig. Ikeff'nJaekBödig; 

nipp {Ad V.) nur vom Sinn des Ge^ m) deit' ntdigi ich muss zu Stuhl gehen» 

sichts und Gehörs im Gebrauch ündbe- nödig^n 1. zu emer Gesellschaflv 

deutet: ^enau, scharf. Mtst Bipp to- einemFeste et& einladen ; in dieser Be« 

kIk'B, wn 'k 't maok. Bft kftrt Bipp to deutung heisst das Wort auch Bfig'B^ 

lagt man vom aufmerksamen Anbörer ick biB to KiBBelbtr Bftgt. 2. ermuntern 

einer Predigt zum Essen oder Trinken. ,; 

. Bipp ( Ad ject), niedlich, glatt, artig ; lI6dgr&8C)ieB| Nol;hpfennig. 

'BBippDtoL n<^,gen^g. alts. e^nög. Ick kef 

BiSCkirig I Bitackirig , neugierig, B6g bedeutet: ich bin gesättigt u. bild^ 

Subst Niscbirigkeit lieh : ich habe genug gehört erzähle^ 

Biwer wird vorzugsweise von Kin- nicht weiter. : : 

deraund jungen Mädchen gebr., wenn ll$g\ Genügio« 

sie durch ein gefälliges Äussere, ei|^ Bftg'B S* nödig'n, . ;lar] 

glattes munteres Gesicht uud gefällige ■ Holl, längere und hervorstehende 

Körperbewegungen verbunden mit Federn auf dem Kopfe eipi^er Vögel^ 

einer Lebendigkeit sich auszeichnen. die einen BUscbel bilden, ^. B^ bei eikiits 

Jiokb\Knoten im ggwel*en Tuchj gen Haushühnern,. l^i-eiHigwEBten; 



m 

MlhSlI, R«llMII^'Hithrf;'^l£Nee, mit "Rttt, ein ti^nkt^liiit für ^tölii^ 

«n^mNoU -auf dem Kopfe. lä einigen Kitide^ auf dem L*tode, dessen oberer 

Gegenden heisst er : Tefl. THell aas ehier Röhre besteht, durch 

■8ai', nennen, benennen, erwähnen, die das sangendeKind die FlÜs8%heit 

De Jsng issnao mi nSmt, das Kind hat zieht Besteht da^Gerith ausKol8,sd 

v«m ^ mir seinen' Vöinatneh erhalten. hei8Ste8:Ft]»ÜUbl;S'.1^t^ -- 

Mttttt nicfctt&Bt, das ist gar nicht er-^ ? jj^.^ " ^j^-^^ von §«HgRpgen ge- 

WUhnt goth. nammjan Ick kam de ^^,„,^1,^^ ^^ ^^„^^ sie gelttlgt' sind, 

iMkslehTecMD&lll' (ttB8m), ich kann ^^^ gerndieBrukim Mundetehalten, 

dem Dinge keinen rechten Namen ohne zu saucei),pder doch »urKhrve- 

»^ liii^ saugen. \ 

. -ftörgeta S. nöGkemi - ■ ntokern, leise vor sich Wn sitigra. ' 

Ifott, Plor. MUt, die Noss, Vorzugs- j^^^,^ j^^^^^ „„, ^o, ;„ . ^^^ ^t 

Ve^<£eI^htU88. ■ ■ (oderrtt'r)nTOp'n,sichwi.ed?rheräus 

- I»t«(heHB, Nussschalen; IttSet fressen z.B. nach längerer Krankheit 

llUi Haselnüsse: IdkuäM, -V«l80il- od. nachdem man durch lange schwere 

«|*t;»üchnü«e,WallnÖ89e. .; AfbeUabgemägertgew^nist " 

m.nun. Watt seggst tftif -vi^ , , , 

fligst du nun, nachdem der Aü^ng - .Bi««!la*aa88eUl,Ha8artai.Ungsan> 

Argani anderer ist, als du erwartetestt vbeit^n, so dass sehr wenig geföntert 

Aosserdem istn» ehie Art Partikel; dl* V'«^- ^^ ■««•** ^ *» *^* »«>« « 

«nett Sat^ «Ter ein« Antwort etwas »'f** »«J» *"«»«• Unterscheidet si* 

Miir hervollleben SölL Nil, dst gett von nMl'n dadurch, dass dies Wort einp 

iW^nm «• «Wk4«* ; im, *1 besSehSt aHgemeiuere Bedeutimg hat (S. oben), 

wAMti ? BtL i^denk dat Ak. museln und nasseln nur von denvBe- 

Httck'n (Phir. tantum) erklärt Rlchey schSftigtsein gebraucht wird. 2. Mse, 

Wi4>dis-brem:W6rterbuch mitTtÄe, langsam und undeutlich sprechen:« 

welche Bedeutung das Wort in der inu««ltdaowattMr, wattk^ollllSGh 

Altm.öicht hat. Esbezeichnet vielmehr ««*«», er spricht so undeutlich,d8S8 

gewisseEigeäthömlichke5teb,dieBicht ihn Ni^maptf versteht. SlckbenftuelB, 

4|l>lieicht erkennbar sind, oft auch so viel «P«! klein«) Rausch h>hen. ... ;:! 

als Launen. Weu' ftser ent ttiilltck'n Huselt, Rassel!^ die Handlung des 
kennt, kann maagftd mit Snmtoreeht Nusselns. 

kaom'n, wenn man erat tnit seinen £i- MqssIm:, Wassler, «n Menseb'^er 

jistÄliAlltilichkeiten bekannt ist und sich nusselt. Das Adject. nasslig wirdiokiSi 

darnach richtet, so ist es recht leicht mit vom unordeutlicheö o. unaniberU An- 

Ibra zu verkehren. Dasselbe bedeutet zugegebraucht 

Kicken. Bftt S. herftt. 

BüCksch und nflckseh, launisch. - H( BBtSÜh'B, sangen, von dCugenden 

iu bSt all wedd'r BliekSCll, er hat heute KinderU, auch von Erwachsenen gebr., 

iR^eder seine Launeu. Das hoUd. nuk ; Wenn letztere die Esswaaren saugend 

das dänische Nykke, das sdiwed.Nyck zusich nehmen, 

bedeuten alle auch: Laune. Btltt ( Ad j;), nütz, Nutzen bringend; 

■tdUd^niedUeL D«Oteehittf»oiefcs iBdeW^vatt 



149 

nichts mehr brauchbar. Ick blB JliciDI« sundbeit sieht es nicht sonderlich aufi« 



11 



o. 



/. 

^ . 



off, ob. Off Ir WOl Ukrlvll hdtiroh Wort sich hier findet Der BegrüF wirdr 

er WohJ geschrieben hnt? • : c durch ftknait/WiwIerholongdiqpkVörb. 

$g, Dimin. Öglken, das Auge; alts;' ausgedrUqkt : h^ bat ntc^ blos t$^U 

opL. De %& iU € Wui mfan'O > :sei ne bat ftk Par, ^r hat n^ht nur Kühe, kpn- 

Aurm4(rlfsainkieit auf das richten, was: dern auch Pferde; wofür auch gesagt 

man thun soll. B» ginnt tedat Witt in wird : nicb Ups, dattM K$ b«t, bftlät 

d'Ögnlci, Umschreibung eines NeidU 6k|!ar. • -s* 

sehen. NlcbsOTäftl ass'&IIl'tdg Mt ÖIlI, der oberste Theil des Hauses 

Kann; durchaus Nichts. De dg'a ttai, unterden Sparren; eigentlich der Win- 

grttteraSide Mond wirdgesagt^ wenn.; kely den die Sparren mit dem Boden^ 

m*Ä mehr Speisen auf den Teller bilden. . ^ 

mmmt, als man verzebrien kann. Was öklnaom', Spitznamen, Spottnamen. 

die Diminutivform betrifft, so weicht-, schwed. Oknätee. 

das Plattd. in der Altm* von der Reget Olart, Ulrich (Vorname); 

Grimmä^Gr. 3, 6fÜ) in so fern ab, das» ' OIF, de, der Alte d. h. der Vater, der 

wenn das Wort ' ftiM «einem Kehllaut Hausherr, der Lehrer. 

schliesst, die Diminutivform nicht . Ollsob', de, die Mutter, die Haus^ttiu« 

diii^li ein eingeschaltetes S , sondern Eben^so ÖUsehkttl, aber nur wenn maa 

d urch EL gescdimeidiger gemacht wird. zICrtlich sein will ,^ 

Man spricht daher: Jfingelken, Ögel- old,61d, alt. 

ken, Ringelken, BSkelken von Jung', Oidflick'r, zurückgekommener Schu* 

dg,Ring,Bdk. C «^r, der nur noch Flickarbeit bekömmt 

Ogenbrftni die Augenbraunen. "^ *" Mdfränksch, altmodig, etwa Roccoco, 

^* Og'nadlfai, der Atigenschein.l i vom Hausgeräth« Ahzugetc. gebraucht, 

$g'nsp(gel, Vorbild. Daonimmdi Aiii:bvoaMenscIien,die in ihren Sitten/ 

'n dg'nsp^l^ani dasslassdll^ea einem Gewohnheiten etcnicbt mitder ^i% 

etmtmternden oder ahschreckendea fortgeschritben-.sind. „v 

Beispreldienen. ölgfitz, ein Schimpfwort: dummeF; 

^n?efU&nB, Blendwerk. Eben SGf Mensch, dem es besonders an $nt« 

dtÜ¥€frbüm. v siälossenhejtfehltJBistdo<^'nÖig&t«|t 

0' ba nift der Bauer seinen Pferden dattdtSO Watt g'MenUbSSt ., 
so, wenn siestille stehen soUen«^ ölltf^ das ÜLker ; OUer^aod'l, bü%i-i 

dkpder Windbdbr<Avena:£8iluaX qitltt^, Eitervater, Ekermutter. ¥öl^. 

besonders in der Wische ein lästiges Qllers^ infrühererZeit, wot>ei die Ge«^ 

Üritra^ ! Ti nitivform zu merkea. Vergl. unteir. 

ök^auch; goth.aulc,^lts.ök. Di«( Morgen. 

iifad.Conjanct. ni c h t nu f - so n d er ai . .JUern (Plur. tantam)|dfe Bi^eis^ 

iiii^n sich' 101 PIttdcmcht'WöftL geben, , iMIilll, altera 
weil fUlr sand^^l^a kein einzelne« 01m, Holz, das;at]^Dg:>iii!f^a]^ 



15Q 

Qbet*zDgetien. <riBUg,obneB(b8Adjeet:. dieKtSdiin «a sn grosssa H^rdfeMe. 

widVerbam;' tutteriiSlt. ,. . -.-.!..■• ii; 

OU'ndM , das Akentheil auf dem Os', das Öbr, ein rundlicher Drath- 
Lande, sowohl die Wohnung als aucl^^'^g an Kleidern, meist mit dem Haken 

das was den Alten gereicht werden iti Verbindimg, Haok Uli Os'. 

eanss. . : OU'atmig,d.ieCl!clveniuOige. '■■. 

tlpi^i das Opfer. oppeni,opfem. : OSSig, grob im'UmgaDgemitseioeo. 

-■öiperSte, der Oberste in elnerRang- NebeniflenSchen. . 

ö^anung, daher: der Vornehmste in ««»8 und:0M^lliBS|8I|;.«l6-Be?feicb.., 

^er Gesellschaft. niing des Superlativs S;g«firUok 

^- Orbntfmel, Ohrgehänge. ' OsterWftm, dieKqctenscheUe(Pul^: 

Ort, Örtsdaoler, der vierte Theil s«*i«a), weil der Landmann aeOster^ 

eines Thal^rs. eWr damit blau fiJrbt 

Orten heissen Reste von Speisen, die «« ^'""«^ ™» weiblichen Geechjecbl, 

Besonders von Kindern übrig gelassen g*'*"*" ^«"" ^ »"'*' gexMjrt. «ffe<*in% 

werden. Davon das V?rb. Terört-n, ^»"8«' '° Geberden «od Worten b^^: 

- . oimmt, dann: sich besonders beim Es» 

ÖSSel, ein Nössel, kommt bei uns.nur ^^ ^j^^^^^ denEn^haltsamenaffectiren, 

als HalPBssel vor beim Brantwem= Solchen Zieraffen pflegt man dem» Wohl 

i Mass. 'n half Ossel Snapps wofür ^j^^urufen : bekack dl man iMl . 

man auch : 'n half Pund sagt. j^^^^^ üb^„ ^^j^,,^ ausübe«. 

OSS*, der Ochse; goth. auhsa, alts. dw% das Ufer der Flüsse« 

obso. Datt tSS jo 'n F8r, datt 'n Osaea iwern, borden, den Rand eines Flusr 

braod'n kunn sagt die Hausfrau, wenn ses oder Grabens abstechen. 



JL • 

« Der Buchstabe P kommt in dem Padd', der Frosch, hie und da auch 

Sprichwort vor :t8f man, dao will i€k die Kröte, 

di'BPyMrschriw'l, warte nur, ich will paddell, Frequ. von.pedd'B, treteni 

schon dafür sorgen, dass du das nicht also öfter auf etwas treten, in :iefn^ 

ausführen sollst. Schmutz herumtreten. Der Stanam ist. 

Pack, Gesindel, besonders in Zusam-' Pad,däs Weg und Wasser zug^ch 

tnensetzungen : DIWSpack» Höropack, bedeutet. Paddl mi de Sttw nidi 80 ^ 

Lamp'npack etc. Das Sprichw. : Pack mache die Stube nicht schmutzig^^^irer 

gleit fiick, Pack ?^drftggt Sick wird über den bestellten Acker etc. gebt^t 

von Menschen gebr. , die sich liäufig paddelt dat Land daoL 
zanken und schlagen, sich aber bald 

wieder versöhnen. paff, piff, puff, Interjectionen»4ie 4^ 

Pack'n, ein Pack, Bündel. Sehall nachbilden, je nachdem, dei^^fon 

P^daU^ Interjection, das HinfaDen heller oder dumpfer iist, der dadur(^ 

eines Körpers nachahmend. Pidanz, nachgeahmt werdensolL f affund Evf 

daolHickupi.d'Has^ ' werden auch SUb3taPtiviflchgel^rai|€ik& 



i5i 

leisteres bi&^fichH*s vom Schlagen ödet sieh weiter Körper^cscmüers in so 
Stossen mit der iFaust ''- fem ersieh unter dem Absatz der Fuss-^ 

Pllffk'n,dasBefchenderGeffltliebeth bekleidutig befindet. Dao htst da % 
Sf^dasGeifertiich, das kleinen Kindern grAt'nPaUea indaSttw Sllpt, du hast: 
Vorgebtindefriwird/' ■ dirdieFüssc nicht gei^einigfc^nnd Erde 

fit% den&ball paff )iervarbf]n<i-' in die Stube geschleppt Enftpalt'a;^ 

^z.B!beimTabackrauchen;deSt6ir Schneebällen, die sich beim Thauen 

hMgasztopafft, die Stube ist ^an2 mit utiter den Schuhen etc. ansetzen^ 

Tabaekrauch angefüllt» ' 2. auch von dnem derben StUck Brot, 

' pägeli, ^rk trinken 9 heiisst auch' oder Fleisch wird dies Wort gebraucht, 

flcliebL Tdr'iiB&rgehart'iigr6denPalt'ii,d«r 

'Pafl^Sta, der Pfau. : Landmann muss'citt derbes Stück Brot 

• 'Fl|8iitt S. Emk. und Fleisch haben. ' . 

^^^{%gM, die Quecke (Tridcptii i^i Ptmp, Pampa S. Papp. 
pfe»sf>; Cr^tei PigMl i^U Sahdsegg^ pamp'n , pappX sich vollessen miti 
(Carex arenaria). ' tadelndem Nebeubegriff. 

' P^SS^in , den Mehkeig bearbeiten, pampig S. pappig. : ; 

bevor er in dehBiicköfcHi kommt.'' Paild| Pfandv'Unterpfand« 

' Paggekiizödef Paggelettsch einim PauV die Pfanne, ein vertieftes Me?: 
Hannoverschen imd indenangrenzeni^- tallgeräch zum Kochen, Backen, Brateti; 
den Dörfern der Altm. gebfüuchlicties etc. EieiMk'npanil', Braupaui' ; danpt 
aitiri dem Wendischen riSocH übrig ge^' eine Art Dachziegel^ Pfanne. . ^ 

bUebenes Wort , das >iiie Ärt^^ei2;en^ pam' ( VerbO pftnden ; Atpami', aiis«. 
brot in Hufeisenform hedeutet^wefches ppipdüü.:: " J. 
beikeinem Feste der WeiHde» fehlen ' PtnnM, PannUimg, PaimftlwerlC: 
daVf.' Bretterbekletdung der Winde. Itpai^ 

'^Pi(g'me&t,gesprochenf\v'iegeschrie^' ntln, mit einem Paan^l verseheiü 
ben = I.Zahlung furgieleistit^Diensfei ■ " PannkAk , Piannkucheti. 
jf.'dieZehrunrißiOr. ■ " i Pann'mam, der Feldhüter, PfamJfijf 

7&%Pöke?iTtk^^rt[,^kelfleiöchi' mann. DieKiaderliabeu ein Spiel, wq- 

pSkeln^ inpikela, in de Plklliaiei; bei «ie singen: Pifteli; pHok Irftatr 

eSifsaizen^. <' ' ' '^^ VW» dePaim-mami kim; vr Blog «•! 

Pik'lawtB, ein Schwein, dt^etf amdeBli,ach,wowoUiiwiirfeL 'T 

Fleisch gariz zuiriEIßfi^ethbeMti^t Pantin, Pattn, PantofleF, in speqie: 

iigt.^' ::V^: HolzpantofM.'^ 

' ^äk'B, atikleben,hKngen bleiben \i'i6f Panz, Pansen 1. der zweitie Magen 

Pecli(Peek):Dattp&kt,daskl€*t*,bil*-i der Wiederkauier. 2.derSchfflerbauch 

lieh von Besuchenden gebraucht: überJ diiesfettenMenschen. DdlierJBtfDftk- 

GfebüTir bleiben u. dadurch lästig isv^r- panz,^iti ScheIt\v!S^' li hat.^ek deft- 

den. aiipSkiri, ankleben, pikig, klebrig;. Pft&sen recht Vnii daoi besitiffcbtiet 

' ■ pdsOben, im Wasser platscüeri.- • ': einen starken Esser. 

Palsternaok, gewöhnlicherBalster*- »*Flper, Pfeffer; Pipern, mit Pfeffer 

n<ÄidfeftistinaSe(PastinädrsatJvia5. \|IClirzen. << 

''tW^lit^eihzii^ :npenÜM|PfeSiernUsse. 



:-^fu. 



ISS 



< Papp, Pamp, Pamps, Brei, Mt»^ ^och. dieil 3.eki^F«tB4Ue. Ivoiia' BIU wao&': 

jede dicke Speise von dem Natnrkut SBSS Part, in unsenn H^ose wobseo; 

ier Kindet, uhi sowohl das Essen *1a. sechs Fftmilien, 

smch das Sprteben'ansudeoteiu * . .;< pass*!!, passen, wie in^ Neulid« Dq^ 

Ptpp'nstll , der Pappenstiel, iM^be4 kannst lang passeUj -du kannst lang^. 

deiiUndeKleinigkeit ' warten; giffPass oder pasaQpp,T]^te 

päppeln, essen, von kleinen Kindern: d^iite Aufmerksamkeit hieher, gieb. 

gehraucht, dann auch: schnell und jAm Acht PaSS npp, Parts^rdu irrst dich|/ 

befnes Zebg schwatzen. Will man wenn du glaubst, dass ich dirdiesgebeni 

einen pappelndeti Menschen Dicht wei-* oder dasXiescbüft fUr dich. Ub^r|iehn»en 

feranhörent so sucht man ifammit dem soll. Was der Zusatz Parts sagen y^t% 

Zuruf: acb pappelapap V Stillschweiri ist mir nicht klar. X^ paSft ka99lVs^ur 

gen aufzulegen. rechten Zeit komnien. DcRoofc HUI ini 

papp'n, essen, besöndeiB Coifdsten- nichtopaas, der Rock passtniolitrl^tt 

t^s-z. B. Brot, Semmel. SOhall mi WOt to paW fatOHiV darauf 

pappig, wird das schlecht ausgeba^. will ich einen Nutzen ziehen« A^sdep 

ckene Brot u.dgl. genannt, wenn; es Bieiapielen erbellet, dass hier ein bespn- 

sich beim Kiauen nicht trennt, ^s^ern deres Sub$t. Pass zumGmnde liegt, das 

zusammendrückt Eine ähnliche. Be- aberin der Altmark nur in diesen Ver- 

deutung hat pampig, eine.Suppe, in der bind ungen gebräuchlich ist* 

thehrConsistentes enthalten lst,i als man .passig,das Patticip vom vor^en^a, 

erwartet, diealsowi^nian sagt zu dick passend, bt di 6k bUt paSfig, Sflnst 

gdkocht ise, wird pampig genannt kaem 'k maol wedder väAr. - 

Pär, die Pfarre. Mhat'nPärJtrlg^;: Pisl Sw ßuUnpäs'l : , ,, ; 
»ööh däsPfiirrhaus^Pfacrgfehöft. Dpp't P&slUrg S. Borg. . 
PIr gtad Frfimita, im Pfarrhause ist Be*' pässeln, eigensinnig sein^ von kleU 

such. Ik P&r iss 6k äff brennt. nen Kindern inv Gebrauch. Adj. pftlS* 

Pärd, Plur.Plr, das Pferd ;alCs.peFerd. üg, .Subst;PäaaeL 
Pinrolk, Cavallerie. Besondere Ruf- Past6t kommt vor in dei? Redensart J 

namenfllr Pferde sind: Waehtel,BnBh 4« l^ämm Wt daPllSttf^^a ^tiahen yfk 

iM,Fitt]tt,Dntll,Bi8ch,Beiert,Knäps^ dssg^itircfatetetibei.:: ; ' 
firieper^ Brining, Stiraann, Pnmmer, Patsch, Matsch ; patsch'n, im Patsch, 

Biasing, Nili; latt, Lis,. Ussel, BUss, gehen. 
Foss, Hans, Wittkopp. > Pataoh,P4t8dd9p4y in4erkjuidejv 

Pardanz Jnter j., S. BauJZ. spräche, die Hand, giff 'n Patechkait. 

Pardokter^' Thierarzt: ruft man kleinen Kindern zu, die^^tien 

plrinissig S. gefarlich. Fremden durch die darger^hte Hand 

' Plrmint, die JFeldminze (Mentha begrössen «j^llen. . ^ 

ajNens}s),fltichKrftUlint genannt ;; . PatSCh, ein breites IßLuderholz^ iq^ 

Piranot, Samen desPferdekümm^te Gebrauch auf Flüssen etc., 4i0 tief ^in4 

(Oenanthe Phellandrium). pStSChll, mit deni Putsch «ineaKsdm 

Part, der AiitbtiL Der Zuruf • löilf fcMtbewegen. ; 

Part bedeutet: lass uns theileji. lok . PattSOh'llCPlurale tantoi^) i^ abgft* 

nim min Part, idi nehme, mein^q:^- schnittene Stpösnpfe 5 die , ^it^^affi^er 



153 

LeijD wand verölt sinä; !?; jdte^n«; smsincUy mit Bntter bestridieo üd 

Ti}«bQggeiif fäz «to« gefertigte Fuss^ Zucker bfstreut. 
bekleidimg. : , , : m Paop'nkinil'r , die Arotiswuneeli 

;i)|^t8C^toypar^agifil|fth<»^ (ArtiRitnHcidatiim)« .- \ i 

^lilMmaL^^ r, ^SelB, piSSdn, sich mit allerlei. 

Stibatljümm^ihnm. : . / ,*;: 5.. i :': KItinigLeiteö stille und unbemerkt be- 

. patzig, in Antworten kurz angebaut- schäTtigen ,_ doch so, dass man dia 

deo^pod^erb. Subst Patskll|f; . LeisÜingerK eben nicht recht bemeikt. 

piili^^tjirtteh, die Wchtd s^ in AlteLeute, denen Kiiift«m Arbelteit' 

weinerlichem Ton attsprechöh,'^on feWt^sid^jiÄer doch. mit Kleinigkeiten 

Kindern gebr., wemrrfestchfib^f etwas köT>eriicfr beschJiftJgeh pusselll Hock 

beklagen, oder etwMorHe^^A^SisMen «»»«« «attrtmm. Vonortftri anw 

«KhÄnihif aligeschfeg^n W ' ^^ ^ = terscheidet/es sich, dass dies zugldeb 

••''*W ' 'r • 'v' '•'■ '■ ^•'*- •' W i^ einen Tadel des Langsamen in sich 

-., J^«!^ P^V^ .(Voniaw), r^ y.apgl adüieaa^ welcher Nebetibegriff in pui- 

Biak. (letzteres ;^i^^i]big g^spr.) .Paul g^^ „icht liegt. Das Adj. pMSKg hat 

Di^^ridu, ,...;.^;! I.;. ,.;; ,,:^:;; imdi^ftden Nebenbegriff dei' schlecht' 

^: .?W^.ej^schlecUesM^^ tenLeistungÄiböiJer Arbeit :i«tt«lt 

schlechteres heisst: Knlf, di^ all^- ga^fhllUg^M, dfcAi*eit ist ohne Ge;, 

5^i^W?steheisst;Äp^IW schiefc gefertigt. :Vi: ^ : . ■ .. .•.•!,.: 
! > Pädlfdere&bL: ttliatt 'UFaöHllll' .üPaiC^der jopgeTm^eiiics&ume« 

liggin wird.itQneinem böltatniffkMen-' kt so fernher abiSteckling^ SetzKng4>dc^ 

sehen: gebrancbt, der wo-eiB.erwärtefc Pfropfreisidient^ biesonders wenn. der 

werdet» kmin;sichmchtbücbi. Sprich« SteekliogsehobeinebedeutendeStirker 

wort ^ VesB de 8IUUI aeUlt qi^'a nai- bat^ daberam hXafigSttai Vte Weideii 

tiNI Paff,. SQ^f egi% gllak n A 'b maoL und Pappeki im Gebrauch. — PaotWU.- 

Dann bedeutet es auch dieHüU&ivM paat'D, das Verb. »^iab|^hai»eneWei. 

Bohnen, Erfasett und atidem&lio^n- den «md Pappeläste pflanzen ^^ auch 

gew&'disen. Be itffnhehb'n a&ta«!']!, pfropfen d^ih. ein Edekeis auf eifieä 

die Erbsen. haben schcmSchotetiang^* wilden Stamm:setzen.- .'-'j 

setsti Davon rpaDlX^tpaoFAyErbseiH ^ paoteiB, laut sprechen, besonder» 

übisrlaiuptHülfienfrUchte AU&derScfaais wienn es in monotoner Weise geschieht 

hiärausnebmen v/ s^ushülsen. Dasselbe und i»liidi6jiriiizelD^Worte nicht Ver«- 

drücken die Wörterlda^, SIbV* aus. / sltiUbn kann, z. ß^ werni ein JCnab« in 

K PUl, BettpfühL ; : t dnem Nebenzimmer ein aufgegebene^ 

, Paop 1. PfaffeyPri^ater; pldbe|ischer Pensum laut memorirt. Vgl. taotini^ ^ 

AusdruKik fltr : (jeistU^bcir. W^nn 'es , : pUtaiB ^ mit einem Instrument in 

regnet, hOrt man wohl von unsern-Ki^ Etwas henun wühlen, herumstochem j 

d€^naufderStrassedenGesat^:3ilg^- ist das dabei gebmuohte lustrument 

Uatt , melmiiiihi^litftt -, maok dah apitiz, so faeisste^^ pUkärn, 
oHn Paop'n natt, de "nBldl T&tt CM4 Peck, Pech ; Peckdraot. 

kat 2. der Papagei. 3* der Dmif&ße, Peckflster, Spottiiacne^le^Sehnft^rs. 
fiUn^]^ J^^biteorr hmsst aucfo'DAo^oi^ Pecklicht koäimt ber nnÄawih-äem 
fAtpaiatttiiCaft'Gebaokä^iausWeb ^niidvvxkrt vdr^V•llilBKi^ 

2» 






154 

'j^FecUidlt^ierdstisoigeizig; cUbs du« ^gsdcct^Vonäahtaiistlbeffy'slebig^enf 

von ihm auch nicht die. geringste Klei<p\ Wkteirai!igetc;>i&u> sch6tize&;'12;'*spie^ 

mgkeit«rbät. '"■ : iiif',::' ;; w lend und nachlässig arbeiten, • • • ' ' • 

Peddick und PStk/ Mark der Pflatt^. pemm^^pjaplig, d^ifgbgeti 

2^Di auch der verhtfttce^'vEiterin^en UBdjddftftdt^if^c^tfBcli^^^ 

Blutg^schwüren. > d6tt Feddick tt* Pemmelt, Verzärtelmig, Verw^ith^ 

pedd'Q , treten » Ton Päd,' obd. Pfad; ftma^xAlaä^enio;^d9TWtmA^ > 

d^Weg. pedd* d&Fttg^döt * ? : Fen^ns^'^G^^^^^^i^lpiKHll'* 

." PMl, die Plefce;rdävon piKn^istecheb. ., Persch^^lj^'p^rs^^^^ ,,, _ I J;;.. , / 

DepNßbenbegriff.'iinit einem ipitiefl,' , ^ pctt'l| S. pedd'i?. ,. .,, . , ^ .. . 

verw4inääüden7n^l»aib^ri}«lt<:(to£te^ ., Jfifi\^ &'pägeb,,, ,1 .f ', 

aber verloren gegangen ^^ wenn man plch'll^cLweF und.liii^b^f.süiliniet^ 

nicht die Bckdeutxing : v^einea £isschliö-> besonders nach einep:^ I^nge^n Laufe od. 

tw^ittelst zweier Pieken (bpik'll) f&6hemT^2'^' M^W'iites^lefcl^^ 

fiaürtl]tff^g^n^< hlebeif rechnen will. Die bedeutend nsltgÜl'ir (S. dbetl) aber (OÜ^ 

Nud^stichthelsstnichtldtHaodlptik^ drückt einen Krankheits- jen'e^ eijpW 

doodiäak.dellaodl^jtiekti Mahgebr> ^Öbergehe^den/mebtk^^ 

p»k?lL6Mtniü'beimÄpid€;4Si*ikk% söndaüäj ! 'V o . ' ' '' 

Kindern, wenn man sich4hnen pibl vblr-' Pidfl ti ehi'FiEWtfei, 2. Lofclt^ii^ort fÜir 

gefitreckikenir Zei^fioger altelf&lig dieSGto9^e[n£<übeiJ&auiit;Pidl^ekfl['l! 

uSb^utid thk demsäbto gieidisanL oderPick'lklimml 8. Schdtwait'^ 

Bl&Üit ' Man pflegtdäbei Wohl singend ei&Kindy das seine Kleider besdimutzl 

^ Wörte.su &precbeh ; Swtek'fr SlftOk^ bat4.|rin kJeh>esG€^drv(^üramitii!en9cb<^ 

läii WOrstk'a niao)i:'iii datt taUfiäng'a^ mwn »ptperi ist^mS!^ im iGfeslditc^ 

J JMiV^dU9f;teHautz.B^übecd€^ Pukl> ; 

S^m der .Wusse, über dem gekocbteb - ptokelkait S. bickelb«rt« < . ' i 

£iWd$8^di«Sch^e der KartbiTeln. Gb /lipiOätoiVMhj^^iät »ir bekn Bal^ 

es gleich mit Fell dasselbe Woft ist, so sj^el der Kntfbe» gebnfüchlicbyi-v^enli 

Wkd «»doch j:iie Ton. behaacten-idider itiaer^ ldiinOttR^'£k£4it^bt; stets Miene 

{Kifiederten TMerdecken.: gebraucht: fli^iK^ als woUä er zum ifitgeges^ 

Ikkn^gt nurtKAlffell, SekadpML . u setzten Ziele Uufeir^ wodurch er ^ 

a\ peU'A^dtePeUeabsfehemrVigLfllii; Au£mei«iäi»),yttäef€e^npait^s(i^ 

Peide rZU: > dnäm • Stemm* geh'iiremle rege erhält und den tirtgang de^piels 

W<3rt9?»^nt^rscheidea:sicli genaue DU lufbäftDiih^r beim 'Anfange de^S^äels 

Pfllei«laurdJtQBßimd^Jösetjriek>3Btt;ht, häufig ifie Bedingung, geteilt wir<4 

b(9iFIUaist 4ieHwt Stärken und ihr^ FidlelttgUltncIl, PitkekigUthid«,- : 

i)J)}dsaag erfoitdeifcitehr Kraft. -Dann -ir^BftcJltti klommt ndpin^derfti. 

Wird pelleUiiii^imriigUrHeUefr Sinne iriisiift'mr:;tlHteifiokitltli,^'ial 

gebraucht. ;<:iab:*i;r': . ,>Joi Marfiklü; i'i\''i.V il» ,?!':*■ f'^j^'r /jik- 

..ipuWMu^hprttgötot' ,'»^*?:n. :4 i pick^ deriLäut: |^<*'BaGlimacB«t 

P^tUbl]L& kfimWi frl^fi?: vi<f dB)0rplikt; de Speckt pickt «»'«•li 

7;.4n9Mfekifetm«rteIn» libevtrkbe^ IMbI. CU^gieiohescBit^MniSI^ 



»• 



vsn 

cittai^^ OntenBcJuNetu ;; .i.'.'-ill namentlich mit Hülfe von Stahl -und 
- . pkkenij du F^uenti von: vongeh^' FenerbtetaSebwabiw o46rZiind&pan- 
Oftcrod.letS!tpi^!^pijlstren.>t^lÜtt z^inden; «uiiih.i^r Schmidt, Viretin er' 
aMimfiKo^ ioh/fUhle. den' Patsschlag-: npotendem 'Meinäa HaiiMner auf -detr' 
UnKfrp£^:^4as<ii^hl desPolsscbla''^ leeren AmbossschlligSpblkt. ^ 
gMsiädcer««>i)eus(: es: 't »Oekert Bi'. pj^.^ kleiner Nfagel,Zwecite: SllBr- 

i >Pä«^jt,diePMonie(Paeon» offioi. „,gg,„ 3„„3gg,„;: . 

''^ii -i ^.'' D^\- . c ^ ' o .. . ■ WÖ^ttMn«ita,^^^TqTiielsphmidt. 

Plki.die:P»efce,der^«|t 2.hem.. pingeln,sich als ein verM^it^Hchber 

UchÄ-GroU. MkrtUhMBiAeiPIk MÄ/sch' tiber Kleinigkeiten des ün- 

"''pSt «Ir-A -/''ki:!*; -j «•' Wohlseins beklageh; Wei-dlesthotiät 
,.mMj'&g9fki.^mO\^ elnWltfler. Adject#«J% • - 

kleine Kt^eD^rir^ibewr Sie Bmiiikkidet ■■■■^■'^<r ' ' 1- 'J.i^ 

bekommen. . , P!p, die^P/elfe, SQWohllnsferume^^^ 

. :Pttl.dei:EfeiL5*;glefchb«^«teia »f JJ^^^Jf?;WckpfeK^^ S. auch 

pgea*aJtede^m,><tnti:fii«ndeti ^ WMta43d^Pfdfp9Stißl;2.il^ 

Windgecid^knGeSicbt-^l. . ,: . Schachtelhalm (Eq^uisetum). ^ , . r 
: Pilef^derPleiUr. ;/. pipcrlingi, ifriscb herxca^paeUend 

i fiini^ig & pemmlig. ^. . -. undineinemStraU^nickftixIpfennräsey 

! fk, Pein, Schmers. Spriäiwort: herablaufend. lU^Vattrl^npiper- 

lAfi^mttttPtBlMl^^ ^v. /;t : liiigs tt'n lud. ! 1' 

pinigen, peinli^en, quülep^ läsdg Ptpgfissl S. Göss'L 

wcnrden: deFlei'lipuilg'n^tgfUdall* PIphaoB^inentula. . . 

.. p||lUoh,peifiüch,schmet^haft. : Plpjfcaiin' Si.NÖlk.,;_ •: 

^ j - Ping^tNI, ^P£QS9^0n^ 1 Die Knaben ^ . Ptpi61^ SchnktlaoelL (AUium schoe^ 

l»t^en;Pmg8t6B {[»Utt deHWMla^ noprasum). :{ 

riogsteiL ^ : .' .vi p^'Ä<Tmper£ nicht gebräuchßch, 

. vFlBgStliaghiesd vor den Separation. Partie, pipt) 1. einen Ton. wie gjÄni 

d«4Brach£^ld, weUe8bi$Pfic^ten jttiig^ ^(igcd von sich geii&u Da^ou 

gejiegt W^rd, u. vo^ da an er^ alsWeide p^g , von der. menschlichen > Stimme 

2?anächst fUr die Pferde benutzt wanl; gebirancbt^ Mt^enn sie mden fatihcfm Tö^ 

; : ; PlngstUrv! , heisst M Vlebmäcl- neti sich jbiRt. Ulli * S&sta:. iMit Man 

jK^n., das am ersten Pfingsttage z^er4 |l|^ Stäm". 2<.^p£dift|i>i&iB.mit den 
JaJneK^^^pmllpfeygty.wlihr^Mai^ Lippen. 3. unwohl sein, klagen«: Bat 

3i^ches»^^;]m.Dorfe ibhf*€^ J^utir JUr pl^t 4»n Atgeda^9i.fia|pj ida^ 

-IbrJngt.QiaMfIpIrheisst I[>a9'?r$ter2|i Kind klagt den ganzen Tag. Dahet 
sein ist grosseEhre, das zweitfiasw^ pipig^ krätikfidi'» istdis='k)ag«uid:.)^er 
Äjhande* . : -: ...., ;.' -y-. , :r...02tir:^.) Ihi^plaiSiAu Hftptptit4TleilEMiiteiii 
^ Pinkel {& ^Pui^-^ . a % ^ ; i^ trU^ioi^^liefteivuBd: «r ii 

20* 



tsa 

^nzäibiu.YirMl : seines Veii»^e«is läHde^woblkodimi «pflegten/ matt ruW 

ujdie. ihnen dann 20>: Ltot dat PlaMenU- 

. Eipp, PippSi eine Zungetikrankheit 2wbeim Eia^. und Ausgiessen Voä'Fltls« 

bei Vögeln» wirdaiichbildliich in deni- sJfkeitkiii einen Tb^l lAuf Unachtsam^' 

Spiichworte gebraucht : '& Pipp UnUDi keit verschütten, ä. wird es aiick iu^ 

eine Krankheit brüten. ' personell vom istarkeb: Regen S^bn^^' 

Ftp Tobacfc S. blafTn* dksch' so' dä^s ntan g^wissermassMi^ di^ 

nPlpvoggel 1. der VogeL . 2. ein. einzelnen Tropfen noch ut^evscHfeidetf 

schwächlicher Mensch. . . . kann ; ist dies hidkt tnihr d^.'i!«Il^'^so 

flr oder Ptmapd, der I^egei^wurm. heisstes: 'tgütt Vgl. gftt'n. pladdrig 

Pirock S..Plk'n. , . wirdbestoadcrsroti'Speisiengefa^aaefat, 

.^pisacfc'lli quälen^ plagen. Das gotl^. ^eieövielfJüsagkcnlen enthalten. S6u 

s^k.^ n bedeutet schelten. pladdrigSappmaglnicb. 

Piss', d^^r i^j^meinste ^vu^dimck pladdlliatt u.plataihliälti totiäss, 

für : Urin ; Pii(kel wird . vorzugsweise dass das' Wasser rcfn den-Kleidem ^ aU- 

vömürin klei.ri^rKinder,BBg' vondem läuft. 

d%f Tlii'ere undlBeich^ mit dem Neben^ Plag^eii| die thli^ einer eigetieti Art 
b^^fF des Tadl^fn^iei^hi^ti; Ver ächt;-^ Eiseti^ ^Plaggtsen) abgehauenen Gras- 
lichen gebraucht Die davon abg^lelt^- narben» deren sich der Landnianii zum 
ten Verba für : trrinlren' s^l(i :"piim'ii, Einlegen in die Vkhst^le undals Dfin- 
{lii&dbijmtg^iihdi^eichtü. ' ^ gervermehrnng beditipt% DasVerbuntt' 

Pissämk S. Emk. ' ebenfallsplaggeo. Vgl Soden.. ' 

i ! Pfsabaon; membrum virile; * P^^'^i pflegen, 1. im Sinne von: 

. PÜudapp'B, Windekucfa. ■•■ •■ Sorge tragen, besonders im Diirirelclien 

•I3?i8quÜ»«^iacbttbp& krt(ftfg^>1!<^hrungsmi«:el. 2.s=^tere 

Pistiett, Pist61, jedeirFanfthaleN pleggt'n wol tolMlig'ft) pflegt nüia 

stückinGold. wohlzusajgcn. 

Pttscb, Pttsk, die Peitsche. plSmpehiy hSa%er Terpiamper% 

Pl^'n, Pittk'n, Ptt^ eine noch :n1cht unnütz verthun, bei Kieinigk^iitefi Ver« 

aiifigew!acliseheH«nne,aber gre5ss€f^als scbteudem. Hft hat stn CMd lilllter- 

Uk'n. : ^lO^N^rt, ei? hat sein gänzesVermögeiB 

.'= Jltx» die weiblicheBrust (selt^r im auf eine unnütze Weise in lau^r«iier« 

öebrauch). . ' heWicben Kleibigktiteri vierschwctjdet 

V ; Plack, Pla^LX ^^ Fleckeii ;Kleoksi Plaästh^wird nur von Speiseö gebr*^ 

besonders wenn ernichtganz klein isti die nicht gi^örig awbereitetsiüd, Indem 

dhikleincff Fleck Landes; Vgl. PlecL entwederlhgredienzienih ihnen et** 

2i'J!laiDiÜr,ein.>FäUer;plackeni, Fehler halten sind, die nicht hin»n geb(ä-en, 

nachen. 8idk.plaek'll,äcbgelir plag^ bder durch zuviel Wasser zu dünneb. 

ibfirbeiten; i. : ' kräffdos sind% Dat Plansch Mag iok 

'.; Pladteity'VffiilhyoUe und'^btveih^ ideIi^oder:dattl8sPIauAwerk D*:- 

Arbeit herrPIansehsopp. DisVeibuinbelsst 

pladden^i^Iditgleichbedeutend^nit plauekeil. 
lliliCira. JBs Ibäeutet 1. Flüssigkeii plantschen, im Wasser herumwOä^ 

tcQluanütx hltt^^md her gie«s<tn, wie len, so dass eseinenSdjiäfl herk>^U%igt 



t57 

l^latsdicta -phhtsoliailyHÜaitiiAill äfiU bekoimdt Ieic{it FTeck^ ; pleclüg »? 

eken fast? dtsselbieaus^ und sind Verba fleckig« / : ; 

von Naturlauten gebildet; ebensomat- > pleBSSen, waolisendes Korn oder. 

fiChOl^'^piatSCb^ll ; die Voll dleseii Ver- Gras niedertreten* : '/ > 

bien gebildeten Adjective Werden Plesir(gespr.wie.geschrij5be«)^das 
obtfe Unterschied für denselben BegrifF französ.plaisiri=Wohlgefallen, Scher». 

gebfaucfht Dtttdoi€ktomliiPleslr^od.:(lttPle8lr; 

•Flant, häufiger im Plur.Plait-aifii ickheffmtnPiesIrfbiofaB. 

Gebrauch :s die :Mani$e, besonders d!l( Fletsch, PletSChk'B, Zuduarplettch, 

z^;VeFpf}anzeu bestinimte.^ kleine StUckchen Zupker in Kugelä^g- 

'. pbUQt^lly pflanzen^ .jPlailt'-i:, Instrn« ment-Form. ' .-^ ^ 

ment beim. Pflanzen , gebraucht, BöU'ü? füük bezeichnet einen kleinenRaum 

pl^nt'r,lIfl'^pIaatV^ TfifliBlplaJlt'r, der im Ackerfelde, der wegen Nässe nidbt 

ktetcUeiss^ta^chajg'ntrec^^^ bestellt wird. , ■; 

;. plftStern^pladderu, vom Regen. ; plink'n 1. die Augen häufiger 1ix4 

TliXVf die, Platte, ein messingene« schneller als nöthig ist, schiiesaen, eine 

ode;r ei6em^.;hofa|es Gerütb, in xleren nicht seltene Angewohnheit derKit^r 

Höblnng eiiv glüiiender Eisenholzen der. PUllklidt80..5?. mitiden AlEigen 

gebracht wird, um die Wäsche etc. einen. aufmunternden Wink, ein. Z«^ 

glattzumachen. DasBügeleisen(Bttg'l« chen geben, was auch topÜBk*]! ge«v 

lS*ll) besteht aus massivem Eisen und ist nannt wird. Hi hat am plinkt, to^ofcti 

nicht hohl. Davondas Verb, plätten. 3. wird es auch als ein Zeichen: d^ 9ei- 

plattsch'nnatt S. pladd'rnatt. falls gebraucht Ht hat pUlkt, ^Chat 

plauz, einNaturlaut, vom plötzlichen seine Zustimmung zu erkennen g«« 

Fallen nicht kleiner Gegeftstände gebr. geben. : j 

Davon das Verb, plaüfn = auf irgend plins'n S. lau'n. 

eineWeise diesen Schall hervorbringen pllr'n, die Augenlider zn^annsien- 

z. B. 4 urcb Abschiessen einer Flinte. ziehen, theils um genauer zusehen» wie 

Pladg, jedes anhaltende Leiden z, B. der Kurzricfatige, theils um den Schein 

körperliches Unwohlsein , neben detn ^u gewinnen^ als habe bian die Augen 

BegrifF von P J ä g e des Nhd. geschlosseh. Der Scheibens<^ütze pUft 

Pladnlaok*!!, ein grosses Lakefn aus d.h.visirt. 
Leinwand, das übier die Frachtwägeh Plirög, .ein Mensch, der. pliert^ öder 

ausgebreitet wird. , dem von Natur das obere Lid etwd? 

Waost'rundpliostcra, Pflia(äerund herabhängt. . :^ 

pflasternderWundärzte u dasStrassen- plirftgt das Adjectiv davon. » .: 
p^^er. Vgl auch Hedi^lB. ^ plltsch, schlau, komisch <aofl'p Q } i^ 

.Pla.0t,P!ÄÖtXeineT!4tteaüsEiseu^^ tischgebiUet). > 1 .. 

T)iech, auf dier Kuchen etc. gebacken ' Ptock'n, der Pflockebt. In der Verr 

wird. i. die SchweÖe über dem £rd- kürzten Form Ploek wird .. ^s äuqb ^ 

•gesöhoss eines Hian^i^. \ ■■■ ■ ': ; Spitzname gebr. 1. Voh^ eineta kleinen 

"'^ Pleck, ein kleiner Flecken, Ktecks. -tbiStkfitiMenschen. Batt iss 'nMOfll 

**' pleok'B, flecken, Fiedk^'bekömmeti. Plock. 2.inderSchuIevondemU.Ql$ar^ 

'Dal Tig'pletekt iiäi^ das Stück ZW^g sten auf einer Bank' ödeildcirgaiizen 



Klaase. Bist düFldckls bist cki der PlftiiAiUltir, «tefair'ii^^iiirt»^ 

Unterste? 3. werden die FettwUrfelio kommende BenejinuDg eines Eletnen«. 

der Rothwiirst, besonders vreim sie taVlehrers. . . 

etwas gross sind, Plock'n genannt. - Plniiqi(Subst)^dteW«999i:^Qn)pc^. 

■■■ pIoekfa(Verb.), unaufhörlich iini PIUBp, Nacbahtoung' des duoipfea 

tCWas bitten oder au etwas tnahneii Schall6,decent8tehl!iwehn:eiu sdiwe- 

Ditr«nBl0GkV0gt, derstet»plockt,.dai rer Körper ins Wasser föllt; davon, 

von das Verb, flookrogtoi. \ plimii'lu.plampi'n,>iisWassetfaUta; 

> f toekkolt S. PJOgghbk kAüsUw'rKoppxiiD.^uq^ . 

V Pi6g, der Pflug. Datt 188 mUi Wao-^ piflmpeni, FVeptoent von Bhmp^ 

gfaUttPWg, das ist mein Geschäft, da.. ^^ „„^ ^feiferhdlentUcb ins Wasser 

fldtverdieneich mein Brot; auch: das ^^^^^ ^^^.B. die Fischer *iin, m 

istmeine Lieblingsbeschfiftignny,n.ein ^jj einer Stange,' weldie-imten doreü 

Steckenpferd. Das Verb. plftg-B wird aufgenageltes Leifereirt breiteres Ende 

keeh bildliA vom schiecbteh Schreiben ^^^ (Pieper genannt) «e Rtehe ans 

gebr., auch vom beschwerlichen Gehen aem Ufer herVörscheuöhra; Sprich- 

«.ftüberfrischgepfly^enAcker oder ^^i FiscllM sttlkdPltllip'r, «B iWM 

dorcb einen Huss: KUtlMS^ vu bft ^ ^^eks krtg-B, sfeid am Stflmp'r. 

|l»gt sagt maii von Jemandem, der über ^„^j^ ^^^ ^^^ Menscbrä; die beim 

eine» äurzacker, oder durch Wasser sdhwimrtien im Wasser nnr mit Hftw 

AltMllhe geht, den und Füssen ins Wasser sülagen, 

. Jj6glgVd5e Pflugschaar. gebraucht man dies Wort. • " 

' PiftgmjDrtll ist die ländliche Benen- «, , 

imng von Maria Verkündigung, weil Plflmi' = Plunder; 1. Lumpen, 

um diese Zeit der Plug wiederzu Felde schlechte zerrissene Kleidung. 2.Bet- 

_l^}j^ ,■> ten, in denen sich, fast keine Federn 

pitekwi, pflücken. mehr befinden, also .den Lumpen ähh- 

■plHdera, plaudern. lieb geworden.. 

PÄgg'Dimiri.vonPlock'B.emklei- pl«»n, verwirren, in Unordwing 

nerhölzerner Nagel» womit der Sehn- bringen, zerzausen, sel>r häufig vom 

•terSohlenund Absatz der Fussbeklei. Kopfhaar gebraucht. Sickpllis'a wird 

düng befestigt. vom Federvieh gebraücjj^wennesinit 

PUggiMlt auchPlockholt wird hau- "^«"^ Schnabel in den federn herum- 

flg das Holz von Evonymus europaens ^"""^ 

genannt, dessen die Schuster sich gern PlMterbfldel » weisse Nieswurz 

zur Anfertigung der Pltgge bedienen. (Veratrum album). 

Vgl PeggeüklW. plnstern, das Frequent. von plat'i. 

Plfim, eigentlich die Flaumfeder, bei SicknpppIU8tttll,wena^eyegel,die 

uns nur von aUen Dingen, die so weich ^^^^ '° ^'« ^'^^^ richten, Zeichen 

*!nd, wie Flaumfedern z.B. vom zarten .des^orns pder einer Krj^ikheit. 

RMtbwerk im Gebraudu • plll8tig,pla8i(^zer:9dustyV^rwoiT^Q- 
•^ ^ mkm^ die Pflifaime; FHtallMlII ;Pllni> . f illBtrigp Von Vögeh, die, nu^ plu* 
"■te. jBtero» vonMensche;Qbedeut^ilM^fluf-' 
^- PHpllK^tt'riPflaiuiimuak ., x^dun4ea,aufgeU!|^)9^««<^ 



«6(iir'^fiigcek8mtnten"ll«itr beim-^e^ wenn sieFiitfr daf sicH befindet, wo sid 

sehen im Gebrauch/ • '». • '"' nicht sein «d; 

P^k, Smgfilif ^6n Poekifl, die be- polttsch u. plltsehj ^U^ gewitzt 

käntHre Haötkfanklieitf 'ftussefdem in pfiffig.ji- ■ - ;* .:•.'■■ .';,'. = >: •' ' ^ 

d^r Bedeutung von jeder pustelartigeff Polk 1. ein halberwachsene&Scfaweiiu 

Häute^öhnngvbei Thieren utid'PffladW 2. ein dicker junger Mensch*- •. j' : . 

iieti z.B. bei denKartofFek I» diesef polkXpölk-II^*tnit den'Fihgernlein 

Bedeutung kommt auch das Ädjectiv Theilchen vom Ganzen wegnehmen, 

poekig Vor; 4e TldMä} Appett sind abpflücfaeii^ : PMk dt Roslnstte rftt, 

re€kt pockig. Vgl.'Sok<Mf. - suche aus den Rosinen die Kerne her^ 

^ PMkenkärl'/ SplfäEMbe fUr eineti atis^ fttft Brbt pfllk'n, kleibe Theilchen 

MeiiBcbetij der mdi überstli^denei;i^ VittidetftfiVdt^{{flllckeä. VönKindem 

Blattern die rothen Flecken noch^hing^ gebfatichtbHeiitietes:iki!ti£önFihgdOB 

ifalSpewAtetragt'- > '■■ '1 in der Nase wühlen. - • ; ."\ 

-PeakeMiir^ dfe^Mi>H^^ ^ -) ]M&i,afl^^ ttpftln, vonden oifter 

' -fbllgt i. der Bovist , .eiä bekdunter WassersteheDdei.Wiesenaafgfemirhet^ 
StaubplÄt^aÜcTiftlrtW; iMfM Grasaaf höher liegendeRüumebringen^ 
eicr heisstj ö; ein körperlich elender, ^ntes^lort zittTÄfckneu. . ■ ■ . r^ 
kraftloser Merisch;-äem es daließ ii-hch ^^^^^ 1- dasGepolbcr; 2. altes un. 
^^TWüthfe\lt. ■- ^: b«uchbare^GeKdlnprii«e6i«^^^ 

'^ Pogg'CitpSnden:ÜtsFh),aerFrosch. Jomoclll, ein kurzes dickesKind. 
Kdt ass 'nPogg' = ei§Wt. V6r ihret ^ Pöppej, der Pappelbaum; . : . , 1 
fetzten Verwandlung; in dei: sie den ' "' -MpP^te S. K^krut. .V 

ftuderschwariz verlieren, heissen sie /Ort, ajts porta, Pforte, HofthUri 

> i; «flrter'tfPArt, Mntert^ef Häfu-^ef 

woraus iohterptet ab 
die Hinter pfofte, Gtoifthür. 

Vgl.:iaehSpl|. 
derPor8di(Ledü]ii pa* 

e^ftkcichanchjÄ^-ectcck 6t ; ' '°^,^^^: ;; .;: : :^ 

., 'Pogg'nklöt auc^ Haooklöi Die Fostfirkln, eine alte Fnui, deren An. 

^^?j<fit voin SpUlb|iuniXEy9uymqs y-,cj{2oniL«c^ ; o 

europaeus). Das Holz. dief es, B tischen PAt S. F6t. .■>''■■" 

Jieufst: Pleckjlplt Die:«p|i<;P;Beoen- :.Bott,Plur. Mtt, d*Tb|»f. f fiter, 

nung sclieint ausPaopenklötentstand^u derTöpfec Das SpriehWehrjIkiß« IM 

^rwerd^eht m seiu,, veil die^ttude p^t^ g^ MUf ,^ !t ttstt |i4i:'l» Sttlptt 

in einigen Gegenden Pfaffenb&dleiB, to^R «s seijematttl nocS'ö^AÄsge- 

PIMPfllkaBBCkeagenwit wirjfe: ; iö^teti'esündetsicheinlfreier. ©hser* 

:,, Eogg'lUttftl,ein Pilz Cßolrtwa). m ., • , Binder singen : twtmt Wfott^f«» 

■P«,<P).P$iK.ff«l^<^eosi<nun^^ dgVlt'Kjopp, teSMm'Ur,sttriiUtt 

ÄÖfÄieasWii^MPhihi Pfütze. "Di» -BVAftwf ■ ' :;n> v>^;;5 71 ü/jö 
«teit'BPtt-mwftbe^utet-iricht selten pSttem. Suk; «II IMddcr pMttttf 
sch(H)''ä8» gering« Meng« Watte^ «iiytt^4ldiQfi^«)!i«£ä^«e«i«B<l^p^ 



-*•.'. 







160 

Schüssel etc.) .aerbrpclien?: Wird mir pressen^ vomEbipacken in. ?mGefifa» 

von Küchengegenständen gebraucht. ,1 besonders im GebrappL ■ \- 

Pftttk'nfeik'r S. kik^m pramptolivilind proq^fa, a^C j>e. 

Pöttk'nlick'r, Scherzname des ZeU schwerliche Weise unabtefisig um «tv 

gefingert.: was bijtten> unjfcerscheidet sicJ^.iVpa 

Pottliektty Tellerleckcfr. prachern durch das Ui^^blifeslge, Fopt- 

' PottSChAll, eine Portion. dauernde djte Bitteös,^ verbnndeu mit 

. PotzBliz S. Blitz. : , Uögestöm, . , . . :.. - ^ : 

, . power, arm, dem es an dem N(^h^ : Pratöli;^!^: Ktiofc^;; listige Stfeic^ 

dürftigen Efhlt.. . .1 • . -i auch unbegreiftkjhe.Kufistfertigk^topi 

Praek«t,xkr Armie, Bettler. Sprich-^ Daher : PratikeHfliaiAer, d«r iqU^rlei 

wort: ¥tnn de Prm^her nicks hSu listige Streiche ausübt 2. der Tasch^oir 

schall, veittrthidat Brot at de Kip. sple^r: ! : i::;i: jj;! 

Prachcrl, Bettelei. ' praolXzulautspr^hedirPcaoUMk 

- ■' piaohent^ bettehi| auch von Kindern nick ^% itk kaw jo ÜOOkJlilti« 2«gi«05S 

gebräfscht^ Gerecht inständig umetM'as s|)rechen. S^^sel^r. in di^ Augejq^ £^en : 

bittren.: ; nj ^iBi^,deBI^^^^ ' 

Prackerherberg, Wirdisliaiis, wo ; prapscVn =T)rÄotscIi'n, 

die Armen einkehreii. . .v • .praoy%praoiyer]i,einiu:h>väcber^^ 

. 'Pradherluscanteilfkerumzieliefidel Ausdruck fUr: pra08Ck*]l,:tNra(|tMll'a 

Musikähten. •- in der ?5; weiten Bedeutung ;.es.b^t weh 

Prackerstaot^KJeidmigen^die eti;^^as 'den tadelnden Nebenbegriff^ii^J^L Man 

bedeuten sollen, abesr keinen, Werth gebraucht dasWprtauch vpu^lndern, 

haben.^^ • die bei ihren Spielen §tets yjel u. rasch 

•' PracherfOgt oder PrackerkOltg, fürsich sprechen. ., 
der Bettelvogt. Predlliy', Verwirrung, X^eHust, ver« 

praokcig, bettelnd, bettelbftft. zweiC^lteLa^e. Jba dopried^y 

'l^dell^ mit den Beineu z%pi»&hi, 'igeftaU'sin deFrekiy^ es geht aAisB 

vonThierengdjraucht, auch von klei- )§)ter, ich verliere Alles und koig^ 

nen Kindern, wenn sie durch schnelle dadurch in eine veriweif^lte Lage..,-.,, 
unaufhörliche Bewegung der Hände Prister, gewöhnl. Ausdrück iä 

und Fixsse ihre Begierde nach etw^as, Landmanns für den OrtsgeisÖfchen; 

oder ihre Unzufriedenheit ausdrücken 'aber nicht in der Anrede, Wo 'erPäSfiHt 

wollen. iifeisist. alts. prestdr. ^j-'iiJ^ 

^ PrafaotstaiUl', Privatunterricht Ick Prtetergtüll, ein ganz dünnes^Bte* 

keffPrafaotsUmil, dafür sagt man noch terbrot ' • j :jn:. ■ 

fa«ifigär:iokgaQ]BtPraraoi Prick, die Emporen, ClhÖi-e Mdät 

.praforack, aus dem Franz. parforcß Kirchen, 
ins Plattdeutsche übergegangen. Bat prick, rund rnid fett ; dVfliätiso 1^ 

iifttitf B gett l^ondL prall das Wohlgenäfairtc' ^tfc^ «b^r^ bei 

>iU:pMll^angespannt, straff. l^tilWao- ^id( fehlt der.Nebefii}i9g^fr des, KMge- 
den; deBflcks'n sitt'n prall« dieBemr ^panntseins. De GOs ist piiA, iwlUt 

MeiÄersciilieasenengiw. sagtmänwoU,afcer|liaHWli^ffWt^ 

t i : |rai^N% ptaaipi^ aUzu fest ^in- F^tth^pt recht atfig^p«^^ mmi^^inti . 



< piicKeta, mit etwa^^friti^lli^e. matideÄielnPrAst itiriifeti. 2.Jei>!iM^ 

diei>,<daiin aioch vo&gelindeni^stechen-y' dem etwas abschlagen ;iGk will diwitt 

4«tiK^rpersc4}Bievsi ini Cebmucli. ick' yr08tw,da«'Wiirrch nicfa'ttbutt.''^'i<i 

keftBMftPrieiDebl IB Ai Bta» wenn- d«r^ - frttt^ ktuse und ahstossiende AtitL' 

F^Ms^'wi« inaii-d«git,dngesd^feitf wdrten- gebend. Datt isff "b pfOtfeili 

Auch : de Sonn' priekeli: .i\ i/i; ÖllJ •-'' • •- 

- i PfiUfcen; eine Art SchmalzküäBeb. PrÖwV dJe Prolwi o :. ; » ^ ) Jl.i 

.:vPri||?;dei'fias8ers€eTheilamHemd8^ - T^mW'Uffürprobifeti, plttd.fTÖbtai/' 

üFmatjdi; htfufig gestoppt ond butit be«^ bXolliig'HivGebraifacby aiidi* Jn tnehrerii* 

Bähet wird; 7 -• .:.-=^ - i « ' * (Totan^positrs,- WdiimNeuhd.dle läbgere' 

Priss, der Preis für Waaren. . Vitt Ifenii^Stattfindet; -^ PliW BJMl, «ff dif 

iisdePrifi?ttsiWi€;^heiier? it» Böltig ii6g imk ^ - - -^ '^ ^w 

* n^tidl , yet\wiüj WSa Cili um Pr8w', Praebende, noch imGebraUcfr 

pijJMw^ mfein Geld ist dahiii. - : -'>• ; fUreine ^^Wisse^Aft V^n kieinlki Ab- 

pröddeln (Verb.) Wenn beim Ko- gaben in Natucalieri* : 

eben die Speiis^ so ;^6it gar istjj tdass fhlddeblundprMdelii^ köcbenybe«' 

olchtsi , mehr zugegossen . M^irdi^ ; .«ber sonders wenn nur wenig Flässigkbit4n> 

Oqcfa kocb t, so:wir^ der Toq, flerdann dan G«f&s sicH beeidet; w64tbcheiä 

Ijödb^ ist, xpk f^ese^' Zeitwort be- Lailtfliervdrgebmehtwi^d^ausdem'^a» 

zeichnet. ' : . ; . ,, ,;,',,. Wwt^öbiidetisti^ ■ ^ '■ >. ' .'-.' 

. pröjldllcb ^/^c|[t dagegen den.Ge- •i'yJrideilliein^ArbeitschteditverfeF^ 

Mich aus, der sicK'^ch derii Eisenim tigen, bekowders.-wnHandwerkern ge- 

5peisezimttierVo'f findet, aiieii' wenii, brhucWrPritdU,«cbkidite-Arbttt .-AÄS 

WiVa^f dem' Lande, das B^t in ^ jeetivipildlig. ;.. .oi ..^r. ;. ' ^i:.- 

Stub6 Ii egen bleibt^ Woraus sich i n verS : -i* Wld'ler , der sdilechte Arbeiten 

isichlösisehen. und' niedrigen Ziinmeni fertigt. verpmMli^nii&ArMt äiifäil 

ein eigentbümlich riechender' Dünst Pfarfehiga^^cb verdferi^n; • ' '' 

entwickelt. ' . '* ftfik, die Perückei-^Sprichwoft :4li 

" prDCkn&ni, laut yor 3icti '3che|tebd MQuiteitlBUl vaktrt,-^ i^t übellaoti. 

rfea^; 2, quälend \j:iaüt etwas for^^^^ nisch. WatthBstiüPrttl Wlks«8Bl4 

. j^ropiBt u. proppe^^^aub^ hübsclj. " verfängst, denkst'dör? - i - i-l 

' Itfi^Vt' ^^^ Pfbi^ii, . di^ 'PfrqpfeiQy ' ' PvUt, iilöesficfalechteig 9m niebt^kitü 

Stöpsel. '. ■: !■•! ■■ -.1 .:: gendesZeug.- •. •. ...•-v:-''i '^ ;: •■::.:> 

' ..proppXpfröpiPen, ^o^en« . * rPitemel^PrikueljDthiiPrfiuMlkeMi 

"^'proppigf öder ptop^tni^ Vvl( ganz eit^: kleiniir ittbrig» bleibendier tlM-^vM 

voll gepfropft. • cT^ lllfclir flÖÄlgöndEBswäßen ,;:z. 'RBi^oti 

Pi»8tod:PkAHtIioUtdi;«iiid;hick. Fleisch etc. ittiockdaiPffiiüMkei 

wünscbungli.Zurnf beim^Es^i^n/irtvtf «odkBpp. ' . : ' ■ , ^ v ' 4 

prosit; der Essecule antwortet? fteplML fT^\-n^hen,^ und sw^ L äHäiM 




Pf dtf Haoltld; odier Pi^Sirtlligt elM 3i unnjltite Hahnreien Tom«bit)«n$ ^ 
abscblügUäie ^ntwoitii'^mft«; X<^ kleinei Mildcbeti ;es nid^^MkiJi^^l^WMl 

21 



tiq^t&'B,^ Qia Lodi ia def W^tecb»: fOdMl Wä'd wti IdeinetiKioctern 

sliilecht nnd nur obenhin zunähen* . r gebrauchttdie sich zuerst «uf die Beine 

pnutlB U niesen« Da das Niesen^to m9then und dabei noch onsieber und 

eine'Bejahung des Gesagten beim ge- mit kurzen Sebritten gehieii; Ifai Alf 

ill9}i^en Manne^nge^hen wird, so ent«' pilddelt tH^ fl^ein Kind fkngt sdion an, 

steht daraus die Redensart : datt bUUI alleinzugehen« 

iek ('n Kind) bepmiten, die Wahrheit . Pudel l. eine Hundeart, 2^ db Ver- 

l^injn. K^ kann Jedh^Kind» betfaenern. sehen, Fehler,. nicht blos im Kegois^el, 

2«achnaube|i,;'wiedleKatz6tiyV^ennsie^ sondern überhaupt. Pa?on piddBa« 

vom Hunde angegriffen werden, öden einen Fehler machen, ein Versebeabef- 

W^ der Iltisi M^er etc. lok wiH dl gfb«ft.. ^' 

Watt prasten ist eitie. abschlüglicb^ pnd'ldioki valiig betrunk^* ;;.•( 

Antwort. ,r. yJPaQBIi. keines Piatol, auch Tttd^B- 

. YiUfk 1. einaltes scbtechtesBettstUck,, pnfll^r ; 2. eine kleine, breite Schnapp' 

dem so wohl die nöthigen Federn £dbK> flasche, 

Ie&.&]s^o(^ ' i^Jt^hmutzigeÄ «errisse- , f^ ^^ TnfTu S. BufTn. 

tm\ Überzügen vewehen isL. Wenn ^ f^r^ Rasche, a.Schiriipfwort für 

atCb mehr Stückender Art injrfnerBett^ eine Weibsperson, die'sich dem Trunk 

9taif vorfindenvheisst es; PftokWMk. ergeben hat. DÖnardasVerbumpuffli; 

2. als Interjection dienfc ies bei Hefaus-^ ^j,^ trinken. 

£[irdecuDgen zweier zwietrSchtigen .•).,, • .-':., ,\, . ^ 

PartheienierschaUtvon einer Seitedas , V^^ unterscheidet-sich im BegniT 

ttlll„*mnl3tkeineGeu^alt im Stande, nur wenig von polknqderpölkn. Bei 

das Handgemenge beider Tbeile zii diesem werden nur die Finger g^br^b^i 

Wntertreiben,'den8elbenSinpbit: mh ! W^ H^^"^^^ «"^b ^ndre Werkzeuge 

^ Byip Hfp WIM? ftl ^a |Af . : zur Anwendung, z.B. Messer, die 

pnch'n l^.p0cben ; datt'paekt so iO ?^W etc. Wer von den Knochen ge- 

rjLoderiL 2. pöchen,. stürmisch etwas «^»^ ^^ ^^^'^""^ ^'^^"^t^t "^'^ ""![^ ^^ 

fiH?dem. Weim dt Hock lang .piÜhft; Messers oder der Zälme,der^^^^ 

WsS^tgaoraidEf« •> '^ ^^ ,. - ^Q^^^t nicht. Vom Raufen m d.ep Haa- 

Puckl, der Blicke/, Rücken »nd i^n wird es hi der4ltmark nic^^ 

Höcker.Einn der weöigen Wöttei', in ä.^?°^b«^S^."!^ .fe 

denen der Plattd. den hfirterö Conso. ^lesTieisst bei un^ türn. 2. Wldhcb; 

tm.9m dfe$ • .Pfeifchen ütigooamm^n, mühsame eb^i nicht sch^;? re Arbeiten 

dobei#6hr. vielen .WörteitÄ die umge^ vqi-nehmeniPWerVda^.Subst 

feOiit^ Regel gilt. DOA PüOk'l inton^ Begriffe. 

Itwa«di'a5^vams!8. . pttig nennt man eiäeArbdc, dir viel 

pnckeln, auf dem Rücken trageö^m ptÜ'll erfordert , z. B. das CharpiepfliU 

^W^ mit einiger Anstrengung. < ek^ ibs £nMeinen der Klracäien etc^ 

.>^ f nokon^y das Frequent vonpodk^ m, fördert nicht und ist zeitr^abiend. 

PfBI&ertdatflortiil'llU«. Von fB&digunterscheideles sieb durch 

ti f addel, w kleines Kind, das zu ge- den in pU'B liegenden Nebenbegriff, 

ti^nanjfkngt Dimin^ PaddelkoB, meist wüIäHend^erBeg^desLangwtiBgei, 

iUrMrio]4S€ber9.wortimGehraacb«.. J^it(wboQ4eni)etden gemein iit.^^ 



«63 

•:fftflbiaok, Fleisch mit darfn'ljiefiQd. vtelleidht mit Bezug auf den WechseU' 

Brbäi Knochen 9 von denen jehet erst balg (vgL dies Wort)« Am httufigstenf' 

flieht ohne Mühe abgesucht WeMen übersetsstmanihrenGeaangtScKlIlkeil» 

mtss^ Unsere Kindernennen das Kern- dftw! SehlBkeild^! SdmkMdlwf 

hBUs^ vom Apfel und der Birne, ti^^n dew! und beniemit den Vogel auch so« 
sich noch ein Weniges von dem^Obst«; Endh'ch betrachtet man ihren Gesang 

fleisch daran befindet auch :Pttkliaok. als eine Verhöhnung des' Bauern, der 

Pftttkai S. BuddeL aOcfa den Namen Klk iät Kf6f führt, 

.'- ^llAt'll, im Wasser rühren^ in der weil er, bevor er trinict; stet^erstinden 

Altmark nur noch inzusammengesetz^ Bierkrug hinein sieht, weshalb die 

tenVerbisimGebraueh,ais:t0fil8Ch'B, Meise ruft: Klk B'tKfAi, IdkintKr^ 

Wasserzugiessen z.B. beim Versetzen ktkin'tKr68,ktt{ 
des Biers mit Wasser, fttptbdl'lli Püipfftt^dasWebiglas. 
Uw'rpttlteh*! smgt man, wenn beim Pimpklr, wohl das entstellte KlOMB- 

Tragen eines Gefitoses mit Flüssigkeit kiirta, Schiebkarre mit einem Kastem. 
letztere in Bewegung geriftb, so dass Ponfkil 1. der Rohrkolben (Typba 

eiüTheil über den Rand des Geftsses ktifolia). 2. gleicbbedeue. mitPlBpl: 
steigt und verschüttet wird. • Pllik% ein Punkt; und eine kleine 

Pötw^bttSSi ein Schiessgewehr. Erhöhung in der Oesichtshaut oder' 

Pnmmll. ein kurzer dicker Mensch, Ideine GesdiwUre, etivas stiErker dbF 

2. ein breites dickes Weizenbrot an bei- Pick'L ■" -^^ 

den Enden zugespitzt, auch StoU'ge- • Pukdtft^ ein KnabenspieL Vier 

ttsnnt. Seiten einesWürfelssifid mit denBodb- 

pnmmlich, kurz und rund» dabri ababen 0., Jl, N. u. P. bezeichnet; ^le 

wohlgenShrt 'n pvmmlkbe Jung', GftS- Anraugsbuchstabenf von Obeilll, Azpt 

kflk'n, ein kurzer dicker Junge, junge (accipe) tas, li^;1lil, Poakdtft ; zwd 

Gans. entgegengesetzte Seiten desWürfeb 

Ptmp'i, der Stösser, Stampfer z. B. sind verlängert u. laufen in eine Spitze 

vom Mörser. aus, von denen die eine zum Drdienak 

pflnipalBi im Mörser zerstosseo, Handhabe dient, auf der entgegenge-^ 

dann überhaupt: stossen. Wenn von setzten. Spitze dreht sich der Würfel 

zwei in einem Bette liegenden Kindern Jeder Spieler setzt eine Nadel. Wirft 

das eine unruhig schläft, so klagt das erO., so bekommt er den ganzen Ein* 

andere: IUBS-Jochoi ptlmpeK mi satz, A. erhält eine aus dem Einsatz, 

tflimer. N. geht leer aus und P. setzt eine Nadel 

Pflmpelmtek, die Pimpehneise (Pa- als Strafe zu. Davon das Verb« pioikil- 

rus major). Nicht von pümpelnabzu- tön. y. 

leiten, sondern nach der Stimme des Foillinägl, ein kleiner Mensch, der 

Vogels gebildet. Ihr Gesang wird ver- sidi aber wie ein grosser geberden will; 

schieden übersetzt. Entweder gani^ «n Scheltwort 
gemüthlich: litt idL hier, fittl€kVer, Po&tsntt'tt ist der Name eiüesläia. 

Sitt ick hier, Sitt ; oder: ttttfU^ st benspiels, wenn ein Stein etc^ so Mt 

4l?Ur, Sl dlvUr; oder lAe schimpffit eine.WaäserffilchegJswoFfeo^ifdydäH 

kikiB'tIi!klkill'tKi!klkiatIilklkt er ricocbettirt So oft der gewaffiM 



St^ißVr^er dufiiUpfi:, itrVbliPrund^^ / pftl^l;)batlehto^'bMse&^4iC1a• 
d4rStemdreima}.t!(^iedeTVon<]erWasU; Hand pftst'ly diente Hiftddurchdd» 
s^iaflfi:beinhriiK^g|iewttifed ! ^ Atfaem wieder erwsäraüKbä^'tUChifttFi 

.i^PHat^Ptatk'ni. das Pfund, als Ge- ptet-B^daaUthtiauritedhem De WklA 
Vfkht Und Giöwogeiies; 2. di^Spitze;t pftfttdtecbdAMftrJiBdttretCi Sutifoff! 
mirln deciRjildjensartfgeblräticbrich!: dli: p!atii<)iiEü6%iöer- abscblSgUchieliiiAcil^ 

Itaidfe'aiiX Pfibtk'ft tto oder sett'%: wort: ick will di watt ptettt^'tch 

einen :6pttz^ Mund machen', bei Kid-»/ wiärde'das nidit.tfaun.'/tlMk'tirptal'li, 

d^noder bei . ei*wachienen Mädchetil sich erholen nach caa(^b^;Arbeit;atig^ 

n^ -li^i Ileb«iill9gKiiS 4[er '. Eitelkeit. s(i:etTgto]a JLaiif«>ai<^y€rßobn)ui6Qn. ' ■ ■ 

Ialf-punt==7 MaassBhÄJtwvutw ri'i ÜA pAstigV drtickil! .das Jkschwerlid&' 

puntwts, piwäd^eiUybelj^W&iB&xt ^fsä^A^imef\s aus, eiofgeifingeret Gead; 

dMq^haU einesbeitnUcheäWMIes WJödampig^amb&stig!». gfttlg. / wöii 

(Arefutiis iventxi)^ ^ pllp'll^ das Vertom! - Päater L der Blasebalg. Auch l^idr 

dit^o:! Wetüdi^ thut, de(d n^it&an lifih;:wotohä8tdiideiui;a^ter?si^ 

\rf^9%:baUkWl'fil8L .. . >i vi maftiroiideni^derdasPu«eQ;nicbtia«r^ 
-pftristäuch^einAdvörk iniflegUff wendet 2. der Bovist (tin Pite)t. ;;>:- 

vofi; > nur»: bl<!»$;> Kai pAr (tD'91 Lackulti pSataw das Frequent«^Raäi^Qfllft& 

Mkrtf ]ekdUt(Boruetiü> :Akadj.;hi^ . :EftstrAF,dasBkserohir. . ]\. nr^ 

^ die Bedeutung des Nhd. J^JiT . Faternettl S. Wett'L , 

optrr'ja t. aüti.ei^emsp^tfflsblnifta- -.^j^fttspU, ein RofWort jmm Locken 

mi^i>äerimtAer¥i^^ der Hühner. Daher Putchen^Patlltair: 

h0tL lade^Hia' p8nrn.V; 2;iJi^andea. fUriißlUbAQr.imiGehraufJiJsi;;:/-: u 

a^pOPlJ^lsnm Besten babena Ick laat ? jKjtjwkffl::^ yer^dsäicher Ausdt^cfe 

W'llicliMlKliUiSintiVtlälL fUj^iGtit^besitzervEdelmann. .; r,'i:y^ 

]^i^en, äuch^ noahtiai. . ?6rpi|rr'Dy v^r- pntsch'D, toputsch'n, anreizen, auf- 

stoßfeu zil B.. eitt ;ScbIoas mit kleinen vi^eln^ , au etwas- aufhetzeÄ^rtitttch 

SteiJ»^ e(3a,:SQ da^det' Schlüssel nijebfe: Ohrenbläserei die Spannung odvf ^iad^ 

htfieingei^t, i 2^ c&ien Stridi diircih Jen schaft z wischeu zwei iPer^odeniimner 

mandes Rechnung; tnnch«m;D^tLadl grösser miM^hen. Durch dieäeu ilet^tem 

VUi ick di W^ Teipto'Oi d4£ür ^erde Nebeilbegriff untörscbeidebcä^hym 

idiistJhon sengen, -dass d» deiurVorha-, tOftChftQA'n. *.[) 

fceu -reicht; ifttfsfüken sollst. Atpan*», : mptttt'«:, Af a®rt , aus ii^em Zi«b^ 

^iaeo' vefpiiixtep.<J^€Eiataod. 'wiedei' brunneu oder Plumpe schöpfen* ,;iJrt 

«♦HfigA,: /' .' .1 ,:... >^. i aUs, p.utte hQdWtÄ"eiämflTiUjfl[en 

pflscheln S. buschein. /.öJ (putQus)«. ,;.; u ^ -i 

. ipiweta lS.:p«öseln, . • . - .^«3 ' i , . Pate, iiur imPlural Patl^ vorkam- 

; i$ftat;(^ubs^)i»^er Atheow BeiPftst meud^ scherzhafte Possei». rrM^W 

geitmiftt . //!-,:> pats'a 

-ifMstback ^mu, Menscfc ««* rupfen, .: i|wUlg,dr9lKi& pcss^lfriick 

fN^feen Backen^ /n |iAsttofikig'a JoBg! i: |»1»^avl^rbUM;4äber lieiMJd^ 

iift !^idiQkköp£g(|r^:<WQb)g«n^rb$€ B^bi^v .beim Laadmimüloft: Biil^ 

•IC 



161 

•fatM<4)<l.t die Tattblt^ 'u^^]/(ket .. ■. PvfafUUOk'r , ^osaenreisser , oho« 
<}Br fiubier seine .'Utetlailien ttägj^ ti^Mm^'iii^bephegviS.:, ■-■:■■■.. >' 
3k SpitznamefUrrBarbiier. - rpntzwUDefli^« isehr «v^uimd. 



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Qfttlu^^'ftpl(Iva■■«rlRheB 8um^< 







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.r^HtfcfcV^i^ Aälratipfer-etli Fisch ha .; Qpad^Sr BüL '.•^ ^ J .,, .. ... ,.. .^ 
süssen Wasser (Gkidos:Lota> 2. die . ftvik, die QueclÄ (Triticmn xß* 
Biäp^hffiöWersdesHafeftSi, V. p*f>s) 'bescjndtiiii^ .•^ie.i^^Wi^d 

idUabbsttM; Biidisfdi(e:(»IotaciUa>tr Bflanze,^ Dat Land ia8,Quäjk|&Jn dem 
von^dersfceten Bew^uiig des Schwan«^ Acker fi^iden sich viel Quecken ^ dag^4 
äes. C^M drückt näthlicb ein^rlatt-^ g^nz.datSttck.issgailZ verqnikt be-^ 
ten3deBelwi6g'iingaüs,wovpi»fiai^feeI% deutet: ,di0 Quecken , bab^ in dem 
da« im Nbd. und Platld; dieselbe Bedeu« Acker überhand genommen« , , 
tmig hat^ ^nlMlig be2jeiphnet alles^ . qnak'i; fVikX qil^C'll^iT^ yon 
Iras. leicht: in . E^Wiegmg'. homvat ; da^ sich gebeni.die den Laut nachmacheti; 
Fleisch wohlgen^'hHier Kinder ist qaabf^* quak'n wird vom Frosch und der £i^ 
blig^, vom* Acker/ Winsen u.^;W«,^it{ qnäk'n vom Hasen, qoik'n von^Ferie^ 
denen -sich Stellen finden^ die beim Be^. gebraucht, letztereQ Worts ^edientsoan 
t^eteniicb bewegen, in die man mit den $ich auch VQm Aufschreien eines Aläd^ 
Füssen wohl einsinkt, h<eis9t: quebbig cijens,^ r^ 

&iunten,»achvergLgVIÜbb€ln. Qualm bedeutet auch so yiel.al^ 

. QaaGkbr6k,.Scheltwort>= elender di^nme xinwahre Reden, arge Ueber- 
Meixsch. • . • ) treibt?ngen,auct: viel Lärm um NicbtSf 

^.>'^uekdn, Frequent. von qnak'l^ Ciail^tcar l. zäher Schleim. D^ 
unvorsichtig, leichtsitinig reden. Watt) Verb, ist qualsterp» 2|. dierBaumwanEe^ 
qnaokelSt 4a all wedder, welgbe un- die CJattunsCln^esL» : . :..v>;'n 

vonsicbtige;Reden führst du; wiederi quanswls, zum Schein. Datt Seit 

verquackeln, sein Geld fürKleinlgkf^^ I^l9.maiiqiiaii$wt& dnant fürl^in 

ten ohne relativen Werthverthun. Sick ist noch im benachbarten Hapnover-r 

f etqnaekdiveiii iXnUb^rle^esl^e^r. fChtetiii^G^bravicb, yUr. Olllf^j^m 

sprechen dngehen, 'Adject, qaacUi|^ Schein. Im Mittielniedend. bed^^ 

Suhst.Q!ia6k1ei;QliadlU. .-..i QuansIsdas^feU^j^^Cdrimm^Gril^^Oä^ 

:. . Qaadl', laut nachahmetidelnterject^ quant^r, eipe Comparativ^<9|;^j[jdie 

davon; qaack'lL Rh fiUt bann» AM *i so viel als: besser, lülie^effieni^ec 4>e- 

auui 80 qflackt Im figürlichen Siqn feptW Datt ]i;(ll|ipt qflant'r[,,da8jst 

ward brauch von klinken Ki^deoi besser, kräftiger, durchdringender al^ 

feeJirauch<4 welchö öicbt di^yKrafij: ha^ etwas Vorhergegaog^^c^. PpgjP.^iti 

ben, sicirsootäreoht iE9äßi!b9lf exv sond^n fqant kottimt bei.^^ i^i^ y9f^ . ^ . : : : 

zusammensinken. Dat JUt qa^aic|jao , . Qn&r, >v^| nendes.'Kmd. £cst 'qPJ^ 

g^ toaafOü'qL qi. t hiagt.iM^^Qnick, u de Ciair = Ma^ musi^nic^i^her b|$U 

wo Quack ein Subst;fiuti¥ *U/^ i A4j^ f^tben, bevor mm keiv|,9^FamiUe,ern^^ 
qiackig. ' ..: ; ,r, &V{ifrpr ren lim^^ui^V&^^i^^ 



^inerlTch si ch gAerdeii, von klöfrien I^mMV e«* Seifen y Aet ^ttreh *ver- 

Kindem im Gebrauch. Subst. Ctvanrert. streckte Quellen aufgeflchwetnnä: ktf 

•' Uliaft, eih vertichtlichesDing oRne in den man beit» Betrctea unerwartet 

JedeteWerth. WftttWiStdeBBdaOHiet^ hineinsinkt. Man sieht es nicht vorher, 

tisSJO 'B Quark, was willst du damit, dass der Boden so erweicht und mit 
es hat ja durchaus keinen Werth. Auch^'^Wasser geschwängert ist, wodurch 

bildlich : jed'n Quark nppmntz'n (Bor^ sich dies Wort vom Sumpfe unter, 

nemann). Dattgeitdi'ttQurkail, da- scheidet' Das Ad jectir heisst fieblig, 

rum hastdu dich nicht zu kümmern. Auf Wiesen und Weiden heisst eh» 

Ähnliche DaöToiiTerstelst du 'n Quark, solche quebbige Stelle DMUw'r, hie 

Auch ist ies ein Scheltwort für einen und da anch ; Dftdligl*. Dies ist dttrch 

kleinen Menschen, der gar niöht in Be- die darüber bietiindliche Grasnarbe von 

traeht kommt. Die Bedeutung von ge- Qiebb' unterschieden. Tritt man auf 

fbnnener'Milch, weichem Käse hat es das^DMUw^, so biegjt siebdie Gras* 

in der Altnrärk nicht. narbe ein, man bricht aber in der Regd 

quafkll, etwas glattes z. B. Papier, nicht durch. Für beide Wörter schemt 

Wäsche etc. unordentlich zusammen- kn Neuhd. nur das aHgekneine : Sümpf 

legen oder zusammendrücken, so dass -fm Gebrauch zu sein. Abzuteiten ist 

es Falten hekommi. Dödlftw'r vielleicht von D6d, der Tod 

^IngelB, mit nichts zufrieden seih, und Uw'r, die Leber, welche auch bei 

hrimer et^^'as anders wollen, als aridere, einem geringen Druck eine Vertiefung 

Davon qu&nglich, 'n Qnängler, QuSnglt. bildet. Es wäre demnach ein (mit einer 

Vgl. auch tönt Grasnarbe versehener)Boden, der beim 

Quirl 1. der Quirl. 2. der Bund am Betreten sich einbiegt, in dem: man 

Hemde um den Hals, an den Beitiklei- (beim Zerreissen d. Grasnarbe) seinen 

dem der obere gurtartige TheH der- Tod findet. ImDitmarschenheisttdies 

sdtben : Mcksenquärl D&fipel, ^its. dopil von dopp == Schale^ 

quasseln, quasslig, Quatsch S. Hülse, Deckel. Ob unser IMdUwt aus 

dwaoln. diesem Däöpel abzuleiten sei, be- 

* Quast, ein dicker Pinsel z.B. Mr- zweifeleich. 
kerquast zum Weissen. 

qaatseh, unsinnig, albern ;dattiss'll Qnempass. In rinigen Orten def 

qutSChen Snack , davon das Ad jectiv Mark blieb die Mette in der WeSh» 

fUatsehig und das Verbum qaatSCheA; nachtsnacht, wobei nach uraltem Her* 

Qaatsek (Suhst) S. Matsch. kommen das Weihnachtslied gestmgen 

qnatSCklmatt S. klatsch. ward, das mit den Worten: ,,Qaem 

qaaod (Ad ject> kränklich. Eh stt pastores<< anhebt. Dieser Gesang'wsrd 

qaaod tt. besonders von der Jugend mit wtist 

qoaos'tti das dargereichte Futter grossem Wohlgefollen gesungeiv Hai 

nicht ordentlich verzehren , sondern man nannte ihn : An QiemptSt. 

darin herumwühlen , sich das Beste Qftes S. BAI. 

t^eraussuchen, von Thieren und Men« QlMktpp, Querkopf dft Mmd^ 

sehen gebr. Yerqnaos"^, da« Futter der immer' qüM : : i 

durch quaos^n ^SniBlidi verderben. ^ fOtetl S. töra*n« .;:u. //^ 



16? 

^ (Ilkki ausgedehnt, ftufgett-ieben. Df $ebwach and uoausgebildet ist; auch 

Uftnisbld 80 ^Ck Ut doBta'B. vpn Menschen in ähulkhem Sinne gebr, 

(Bornetnann.) <lmst, Verlust; in de Qlligt g&01l| 

4Udekstfirt»CilltbbttSrt quck^^pMCk verloren gehen, verderben. Das gocbi 

drückt eine beschleunigte Bew^ut^ quistjan bedeutet etwas verderben. 

aus. Davon qniekstiCt'ny obueZwecfc ChÜtai die Eberesche, Vogelbeer* 

und Ziel,herumlaufen« , bäum (Sorbus ancuparia). 

quikll, eiaen hellen Tön mit vor-- Qultsbäni, dieFruchtdlesesBaume^ 

berr^hendem i hären lassen, wie di^ Vogelbeeren. Zum ersten Mai werden 

jungen Mädchen, die sich erschrecken^ Zweige vpn der Quitze und vom Kllflx- 

eder junge Ferkel ' d&rn (Schwarzdorn^ gebxx»chen und 

quin', fortwährend kränkeln und auf den Höfen ausgesteckt g^en die 

körperlich immer mehr Ajnd mehr hin- Hexen. 

schwinden. Im Alt6..bed. q u i t h e aD : qaoiT'n wohl dasselbe mit gvirr'lli 

klagen; Auch die Pflanzen* QüIr' bei wird aber vorzugsweise von hörbareji 

einer Witterung,d]eihiieiiniGht:zasagt^ Bewegungen in den Gedärmea gebr. 

oder wenn sie ver pflanztsind. Dieselbe Ick heffSfiHIl Otunrr'n lA't Ltt Auch die 

Bedeutung hat Verqiin'l, nur dass we* Form qmuksda. wird gebraucht, diese 

gen der Vorsilbe ver derNebenbegriff letzte Form bedeutetauch;halhflüssig^ 

des zu Endeseins darin enthalten ist Gegenstlinde so durch die Finger pre&y 

DltJäld iss lerQBint^ das Kind ist au sen, dass der Ton quurks entstf^Jit 

fauigem Siechthum gestorben. . ■ Wenn Wasser in die Fussbdijleidung 

qninkeln, häufiger qnlnklfini wird eingedrungen ist, so q^rkst es bei j(>^ 

besonders von jungen Vög^eln gebr, dem Schritt; oder w^nn Wanst in dje 

wenn sie im ersten Jahre anfangen zu Därme eingestopft wird, 
singen» der Gesang abjer noch sehr 

n. 

. -t 1. er (Pron. pers.) statt hh] fiijl: Cust und fortlegt, oder laut und kräftig 
datt SCdudi M WOl Ueta spricht man auftritt, sbbeisst er: Rabast^r und da; 

auch: 4att sdUU 'r wol laot'a; datt Verbumrakastem. (Sickafirabaate^ 

kmi 'r d&% das konnte er thun., 2. an bedeutet auch siebabquälen in der Arr 
ttehrem Orten wird das 'r als. ein un« beit auch im Laufen^ . 3. der Seelenr 
übersetzbares Einschiebsel gebraucht; zustand desiRapp^los, VerrS9ktsein«, 

dao ktmint 'rnioks bi rftt Hft hat/a Rabbelod«:^ iaa rabblig; 

. Rabbi h d/er.2uätand, .bi welciiem M hat '& &apps hat beide Bedeutungen^ 

Jemand vor aller Geschäftigkeit nie zi|r 8ft kriggt all wedder, atfli Rabbi sag^ 

Riihekoinmt,sii}| nidbtdie^^ttmmm^ mau auch von einem aufbrausend^^ 

in Ruhe zu esten- und "ZU trinken^ selbft cholerischen Menschen, der seinen 

im Gehen stets Eile zeigt Ein-sokber Tempecttnent keine Ziigel anlegt 

^ensch iieisst R^Übbler. Macht er bdi Audi vdif den! polternden,; sich in d« 

seiner Beschäftigung zugleich viel einzelnen Wprtea überstürzenden 

Uno dadoidbtdaasier Alks Juäfti^aii* JifUEecfaeo.iat ^ il9r:fi<Mv^^ mi 



bedeute" kt' fft«ibt<fg lirid Bretfi«»; gftiza^i-be»bmtite©!iyM<laM^«i?liur 

imtifa^^!=:scfiiidl%e\r^geäk' -l^ck kann, torack'n, zuschmutzen, M-> 

nAbetll bedent^aüch : ^ich beeilen.- ' ä^k^me^:^ Dvtaolitiili % ttife mfti 

' rftbb'ikfipjp^/ räbblig, \vie ein (^f>emKmde-2n7v4ais etwa» ßescbcna«^ 

RaMxWi'iich tiebttiend', meisfemflFeils tuendes 4ii^di^tbitid^bfat)tnt od&r skb 

nur für cholerisch, aüfbi-aüsetid im tie- demselben nähert. laoraok'B^ reinigen* 

brauch V von RaWIkopp. : ^^^ ein andärer^beschmütztiliii:;: :/ftt« 

' rabbeltt, den Rabbel habetii \ ' Mk'ftt. den SchmutJ^abs einem Raum 

'^''lflb6ln, rasen, kut phantaäir«n m^ foftschaiien,2.JemändeDstMrkun(jLftiif 

KfäftMusseriHigten. • -^^ > ■— • eine gemeine Weise au8«flif|ibÄii, her^ 

' R&b&adt,Sameo VdmRap{>s 'A. voni untermadh^ti^iliiideFiistssteiLBedeiiaing 

Bäpps (Brassica Rapa undNapu^) die ist es nicht Von: raok'B^ söndemyoSB 

ifi ^i^ Aftitoark 'se^en>='uiitersObi^en Sc^eltti^ort;: Raok'fiabzsleit«! ui steht 

\Wfden.^ - ' '^ /' : .'/ kaitt ftbrückani/ In mehrerafGegeijdÄi 

•'• 'BaMtoek^^ d^r Ra^tin^^^^^^^^ der Altmark^bedi^ht m^n sich^atacbio 

chW<;F^diÄ'ölitöHa).^^ ' -'-i ' i> ^^'- die»Är^iweitettr:B«aeötung- der vollfen 

' ' ftabftSOll (sA gäti^ ^bWäch^'ztem- Foftii^tradDeiij: Dei»Plattd;5tösst, wb 

Hfek'Hvie das ft^riaösl' gegösprocbc«!), es gehtj ^enBuchsteben f. ibekanntlioh 

fH6Yerürirfü^g;iatt>ifS8m#RabtS€k giermaus. In der letzlent BdeutiBig 

lidt #«g;kadtt^ :/ .;>. M^iidi auch: diie ]?ori3»it»raB»ttriAüM 

:^» taok'n; kratien;-^ reinigen^ mit- dem gebrauchUi llppnu*'%attfiii«B6€ii,rßiii 

N4beiiib^g3lP''i8es'' Mühevollen ;urid fa»chöttÄ.ä:öIn:Ziraaier..fi;.'i?.vvr^ 

^hthut2f?geni Dao sast ^WOl Watt to . i Ba^k'r^ ein Sc^impfiw«rrt; eigenb^ 

rack'n krtg'n -sagF 'eite Tagelöhnerin lieh dep; Büttel \, Schapfrichterknedbfc 

zur andern, die den Auftrag hat, ein fiätidüa^Raek'rlfiassxliihderQccf^ij 

sehr mit Schmutz angefülltes Haus, Auch wird in einigen Gegenden der 
Gehöfte etc. zu reinigen. Rein rack'll|Tjiitmark der Holz h eh er (Corvus 
den Schmutz so vollständig wegschJf^"^ndarius) so genannt, während in 

lleh,^^^r%i&^\vi^.'Dent)dasRa<&k«ti ddüf tnästet^' Dörfern die Maifdei. 

Uc^^t^^^^i^il^F des RekigeWON hvä h ^».(Com'däiai g6j<tulfl) hiitiätib^ 

di^ps^an^^h ndch riicht^!^ nMin kann toiiihtu^t^lHl^g^^öiiiifiiA) hsÜBt diese 

sdiön viel geratkt häb;^, ülid-ed^ist doch Blatira€kei.^ Wenn dae-^Muttei bifilSui 

liöchbicht^eiR. Aü^bifHler^edeutuhgc «lUth'di« b^mtnlrobenden ^lOiinler:! M 

Mb (Srti Nägeln stark' J^tfeen wird es Raokers miint, 96 'meint «iees nicht« 

bi^Ä^rs wri*[5riderh^jgÄr. '2. ^^ böse damit. 1/^1 < .\'0 j iiuniüioÄO 

tetesso viielais^hifteh, sdftrrmi'. BfrliBt ü: Räok'rtftg »>Ra(ftVy cbllebtbflsch 

Ü' atai IftwaK^'it^alt^^ilkha tCMNioil getnommen; -^ :i:»>,:')it^lb; : >7b.\i: : 

taek^ er hat'iäichein^ute^ Vermögen r:-^nißkrig> ev^ttrht^ii^^^ei^ .-.Witr "^ 

WtreivThHtfgk^t- te^seka^^' In diesem dctoglik go.rackn8''Wil^,iWeii:wdn} 

^h^bi^ätsdl^mftiii ftiicb^'kralAani'tloit demi^gleickso böse^^rtöcntseiii iDcn 

^ff M^VUttoknAJka tatt^ iehhabeio Begriffuchtii ufe^ü^^ä^jeJbHafaiboii^ 

Hrldetitid^müksatite @ei^häfte gehebt bat dies Wirtin Jttr;;^tiBiiavk4licht.;;>: 



im 

•^fll^ nAr, lierabb' Brlg maoi Itl^! faerwXlsoi; 'vilUBda bedeutet ancbr 
lange das einmal herab. ■ Knm Ulli', sich begntten, bei Hasen undKantn^J 
Ilfl^:kainin diock heronter. . ^ : >! ■■,f. diebi daher Auuilor, der mimiiUcbe 

i.vfaQ^iieldBkJetiiibiJ^diariBdtbegiiB-' Haseänd da^mlCnnUche KaTrindieffi.c)) 
liger EileDii^ jeder Art (^nlcht Mos raiomdiOsig, dunnu , tn|t :desBeif - 
Geld) an sich zu bringen sucht..''!- -■':>. BUtt^6)>^IUM(;itinnenkanD;i-."-. 

aig%Riegel,auFdemL«iide; '''Äwilieftitiii^IrÖischaftfen, mij:: 

->iWj'?S.rig6ln. ....,, . . ^c jfiblgttrl.ÖeiÖte'sifcbBtschaf^gefl;-»' 

Rikel, ein plumper, ungeichljflppiej; raiii6tl all T^MBi' i^P'a iMn lili#i'' 

^^^'' -.\. .s.'i.V. ermacht sich wieder auf demlftäSo- 

rtkel'n, »Ck, im Sitzen eine pnan-, ^^i zu thiiivso däss n^mfeslaut fijjrt. 

ständige halb liegew^e Stellung ann^h- Raute TÜÜfc^TÄlBA rtift 'dife M» 

men ^igentliph: s|0i oft recken. Sub- ^^ Knaben ztt, der sich im Betteher- 

rtantiv^ Mkelt* «rfteto , Jemanden ^^^]^t'^ kdiien Ätigenblick ruMfe 

einen Räk^schelten, im Begriff noch ^ich" Veiliält, und dfeÖettstücken bin-' 

ÄSrkeHalsfthrack'B. und herwirft Subst datJUm»» Ui'd" 

rtten i. rechnen: ifkmi nuol da« ifhMBrawto. EsiststJfrkerim ß^ff 

»t; auch ironisch :^ schStzen, Würdigki.' uli raiülBtX ^^r WWrtr twcht rteW' 
2.rSchen,RacheÖbrti.^ ' ;. '• Getöse mit den Örngett, die er iui'Han'd^ 
raios, anzüglich; vei«cht«ch.;.'-; iSinmt,-tam*lfB' '^ird überdies nicht' 
-;; Rlm, .das Gestaiedes Tuchgch^reir«; j^ sj„„ ^^ j^ ^^^^ Herofcrumorärs 
indaseräleTodhezuinTrWJKneM'ürid gebraucht •■"• ■ ■'■'■■/■■■ ; ' 
Weit^ einspannt ^ "J'^;;; JUmp, Bausch ufld(B<igen.li>'fcB&ip 
. ftSnl bedeutet m der Altmark dtoeir |»p^-^p„ Verb. ramp'n komrtt aÄch 
«hmalen Strich von Dorn pderaftdeb: }yi';iihi vor. Itetrimpl^ den ganzeh 
Gfebl3a:hen zwischen zwei Ackeretü- y^^rath iff Bausch und Ätoen fött^- 
ekeiivonRtal,derRirme6. ■ ' ' kaufen. ''' •••• . .•' 
RaiUBV dieRdtiiiüe,'das Vetbüin «aiiw.;*' '.;.. ;^ . 
ebenso rano, vom lernen Garn u. Leinwand 

Ätti, eine lange aber schmale Ver- "^^ G«»?"«^. esM^etdaisMÜtel 

tiefting in einem eb^en Gegenstandi, »zwischen fein und grob, doch so, d*^ 

Kertfe, z. B. Mrenn man mit einem l^aöel «» «ch m^r dem Letztern nähert, 

übe-r einen polirteh 1^^ hiftflQitt; rand^l^siQhwildberumtumiaeln 

lek wffldr'iRtoiiii' tat Ar iBfd'iibe.^'?^^''?' '*""«"•• „ . 

deutet eine Mahnung für: vet&lrä ^i^ Baag'<g«ollblo8deuNa8enkutaus-^ 
Älib'e ja nicht Daher inrlimV. solche, drücken), Schetei^prtrOÜ fURaig, ;, 
Mittel ergreifen, die bewirken'solleir,' -ftilk^ ein derbes, besonders didnä 
dass sich Jemand an etwas erihnere. StäckBrot. ■'•■i'! : 
Äitt Trill ick diwol inrtaUB', Es sind llaik1,dieRanke,beiScblingpfiaiiJ 
^äntin* empftntfllche Mittel* tu ver- tai,Mi6ii'6iti:CltAkt oderGafichfi^ 
stehen. ''^ • '*''' •--";•"■ W«nstdck, der Erbse und rlibeHiatipt 
. latBa&fn lundilllliainBil^apriich derLefuminoMS; AnärdasK«rtci!0bl.>; 
rmMblgebraacht nuia von Kindetti, kraut wird ^bet nnsrTllbbtiA'Bjgei 
die. >9idi;|i|i; B^t«::«t^.^«<; md. Baant^wonodoi^igckitUäiepi^Miifes 



'Widrts: verloren ls(([iAig|ei«L nsiniuchfc ! tßs* d» :einliWart Ydt .itm andt rn 
XUffelrftnkeln sagjL ^ , » i: t;>.)'l ! »' . cidl6AanBtebenJK«tmi :/ v -. 
oirftUkda^ d«BsVeHK.fdlalk>n Ton hkl^ Rm\ Ruhe, mf dem Ldndegebrfib^ 
terjsbde^titod mitCiirrhea .versdnene^i licli^ RidOl bI dl'lui"lltA Uli y sagt 
Pftuuito gebrattcfaC ,;V'f^ i-''r;rn nuil^» Wenn eiitBesiiciheQdc^siclinidA: 
UmK-heran. Kj|lgMlfl|ItrAttli,hsaiiA niedersetzen wil^>:'i :.'/«: .);> 
ib^, an .mit zu arbeite^«, .Wi^t 1^ 'n rau'll^Atiatt'ftymlien^ t^rul^ K 

W^;*n^>?^ Rausnüt, der Schn^Marf-cfe'tten. 

^Äj^eW^^^ sia{öif;iiit*tbeirhiefe^^ '-' ""• 

-TW«1 .$, Balg. ^ . raodbraokX die Wörter veräöSiti^ 

?W?l^'n,anrm'n,aufgenieineW^^ mät'äusspWcIiWriidbi^^^^ -^ 

Jfipwpdenm^W^5^pii^^l«pa,/,^^^^^ -^Kaömack'S.'ffick. '■' ' ^ " 

WP'Äi die aufgezogenen Leinpflap- - ^j' , - ^' >"'. '■ 

?f^"durct dieriachsxaijfc ziebeiK W ; J^»4%I^^V-?»T»»«*».:.^''^«i«^ 

Äro«nkaps'ela von dpr pWize za ein ip^ogg^n^hhäufig vorfindendes 

teenneii > " Unkraut (Agrosteiviw,Gi^9).be. 



ä^i& ÖbgleicV&ii,e>^ört,.naf. f^»* >» C^«*»- «<?^ ??°^«*? I»P«4 

4wch das. stark. her^^ofÄbeae..». «odt. Part.,tao4^n> 1, f9d?n,..,]?a^er 

v^iiieden. ,: 1, ' ' d??> d^r Altpap^ sojäu^g vqfköm- 

. AM»'»; S. Rabbi .: „^^' '' 8prochen)d.h. Acker, derfrliberHplz- 

*jSixvird,vomtÄÄeSii% gr^^^yesen und; durch.Ausro*» 

W^n er sich eöüje^ii^bt. De 1^& ^ zu Ackerland wgescbaffei) j(ttlWdX 

iäüinm^i Äl^Ä«iv: ■;• ,. •■: 5st-, Von^yertilgen df^Unkrauts vjrd 

"^asrkömmtnurindertautoiogisch. »•**» n'<^K«#r»>!di^ fefi^tlM«; 

Redensart : Nich Rnh lüch Rast hllmm ^m^»^\ S^^9^^: ^l^^rumpfite be- 

iLy^ - i.f r:. !: . ;■ ; nio'' Jiü&t sonders die grosse Hacke. 2. ratbe)?» 

J^TriirtWÄV'''H«^äk • 'l«^^I^^ rttmiir ei;rathe9.^ufdiftF«gfi??*UigS#^' 

IÄtonl,'-pöiteriidr-läi«ieHä^;(M^eln;i) e|-iiä.lt.ii»a^l.bjiufig,zpi; Antxvort; fMt 

im Hause beriitft ^irthSchäff^tf: •■'••- WM .^•Tf^'»' ?#:8fl'P'.^ '<* W» 

' tttJlcT»,Tltseli;'=lirachSbfi;Wi^"iit)es «W^k B^J.ljWdX icb weiss, niph^ 

Lauts, der beim rascheii ' ZerrelsSfen' ?^^ft«.SW4?!l» |*u».j4gl^«%.^'ti4i 

efeestSegÄlsbitidys entstellt, jfe-^ith- IjWl.ttpi'ft drückt sine ^rohendcWa^.. 

denf^MaMSintttpfer oderlieMr is); p9nS^'«fRfcJ^?^W.&^then, Ipkwajf 

Bride Wärter -wieEdea «neb »itJEiaän- WWa0WI||^«4!«. ii;. 

der verbunden: RitSCh! ratMhl dt« . . -W^«^'*«*^*" 1^ ratbsam» H^l- 

iHiQk't iillfeireL Atebadvt;#bkilibh : «P/' 2. sp^rsanj,.zjVsBatlj^rhfik5^^jl 

n»>hiit:t ittticknkaol luekt, er hat 8«»* ?»?dIw>.iiüti4«tS|iu«t «m; Jao- 

x^Bi «Jinthtliclie..PflanzeA vbUstfindi^ metkttnnwiraodsamHiiigaoiL . 

«liiBerissen.i' Selbst SBbBtaotlvräeb rü ' RniltflWflll.TiTl im i ItinliiiliTi 

te|latMk!:i:«Bnnteiiiroche&fbrt.:- :.' Manaingti Wf»f^kbW9BA,ifiiitmUiäi 



mm^rihitm-il^äiltiMUä^^ senden MraMlMmitt:!« ^tUtm^bl 

dattick;Bi»g«M«igdUiti!>''i<i'-i''- 'V'^' MonWi'»««» A ''Eni toi^v Städtg.- 

,, ;Pög!9, 4er Fific^rogeav JUSglier, dtolfee ^'Kraltblttfigff 't>ede|iten:>#^en 

der weibliche Hering j.derRogeq.bei MWeg; qiiAii ü :*" ^3 i'iäi '1;=' i' li'il 

8icbffiJj^,deri»Snnj.>eia*: jfe rt, rtsch, r«4sch, aUrftds, allrt ^ö^t' 

■q^m^ ^ffP Pt .'^«•jBcUa =^n.ffetv. ^^^. y^ify fUV: sJiliArt:ierdts. 

kommtbesondersinZusamn^pp^iHirt jglMmÄ^iiÄiettt kli habfefe^ 

geftKor iHbedeptet;,sf^»eipz^.Ste- nÜti sclionjo^gt G J! raikis. Ti'oll 

If^tjpeod^Liegenoe^ziitfainmenbringeA, «llrWäe' ■'"* ' "" ' '^^^''' ' ' '' ' 

i^fge^^Wt^G^W w)5d^tf»M«mi»*ti rtftVr!' i{erqi>er: loliuii 'ktWlfH^ 

wennes auf;finei»-|jaul«n..gebr*i;l»t fjRw'j ''' ' ' 

wird i Strob u: dgl, fifig?fl«t«nd^, die ' rtßbeüi; Wasem (transitiv und in^' 

^mm berum|i^«tvw«rdw to»«» fbnsiä'v^- - EJn ^eSvf fc das nFcht g^ 

fW«rt,wewp,«ea«feipenl?W=^zuswfe Änitlst^btetl i^lpfeinscUagfe 

«D^. gebr^cLt MferdeoKdie TeHen^ deplöierf'iich.ai). ■Davi>a!Wpt8bWlS 

die nach demEssenejnzekheroaiste, (iSp^riisktes öcter^^Gexi^ebtes in FSd^ 

t^^erd«rbl«4i;«»W,:wenn«eninf i^^eg^l fökwiU denStniIlipvSdKf 

eiftfppeckia^r.einapjJergateUtrvW. ipprtbbolll , den gestrickten Struiiipr 

<Jen.,:\fop-. cack A iwtersqUeden. . Der Nieder In FtfJÜi' »IWös^n: Das Au^' 

Nebenbegriff desl\«il^«ma);undUn«in- fe^jf^eisitRAiel». '• . "• ';' 

eenebmenderBe^chäftiguoe seht dem -.-•!•.- -^^ >'.:. (■.> ^.^*;!.,3i ;;>.■? 

faoi'nab. ' ' '■^y-^rf :a reckhalsen, denKopf (Hals) in. die 

•4k6ril;ytT^nd heftig schreien, von W^y^^^^.-.Vo, ..B«..iho«cbeO,,»uf 

Kjndern gebraucht; von fervvacijiseöen «^»^ ^" f*"^™' 2. sich affectireiul 

hfetJtetesrMIkl.,; •' ■ •/"■■, : .,. ?H!fWr -^ ...:;.•■. :':; ■ ,:•■ .= . ^ 

.hör irÄr, soffen. 't6eM isk ra«f ,rlckal,reiplien„hioreichen. lU«k 

2. in seiner Art schön: Batt Mt'^r; i^4ftt.l||i;;4itti»tok»flfc,ickkamit 

das sieht hübsch aus. Datt i«s/ii raÖT W6hj6i>k'jij dat.Brot wiU *kk?w^ 

St|i(skafech,da9i8teiMusgezeidtoe- ^^K^'^'J^}?!^ ?. debnej^.str«. 

■ 1laoV, d^r Rübe, besbrid^«- dir T.«* ein wenig «^ d^s^essJ^a^. 

kölkVabe. Der Landmärin macht; ßsc ^^^°^ '*«* * ^}^^'^ strecke^ipil» 

selten einen Unterschied zÄ-Kih wei^jTUJ^; j4pk«#;. dia^dject.. BU 

R»bedndKrShe. Dep:KrttHenr8fwird »|.|0.rtcklg|o^H i^J^^beNt^igunj 

voffiLandmann ve«chied«m Ubersefet; '^«^l^'^" reckep.d4>.i«libiomf«ie,<jdeff 

Gemeiniglich lautet errffiusfB'Barg; ««hWn nicht recht y^pbL. ... 

kmerli Barg liggt "aKBaok, lig|t % RIA; der Körper, KO^en. 6iffte 

KlHMk r^ »tt,f(AiM. Itifti\Viri«»K wo tal «ppMBfl; v«rsetse fhäi «ineti der- 

^Krii!i«auf den Wegen joden gef«il benHieb. Zum Grande liegt RIv'AHit 

lehnen ^ferdemist- utit^rsach», ;i'aQ; st'6 ( Ktievt^; islfihd. Hfäe ^ Leib/'ISdrper, 

KStfelits'HoBmgflm Setntaier sb«r, L^chnani; Im Bremischen spricht näh 

vra siettbertiU Nabmng findeirCMM noch:ta'llWattBpp^RlglWll, eiüeA 

il»Stas(k,&kt1 «kl1:|kir« fibr «Itr jAligdn. ' ^ c'-ih;c^i 

geaieiii»Spi!kkwovtllrieitt«t«tt#lsL -rxHg^iffiM^Zfeii.: :.</. - Jisi 



v» 

^|Hri«iAMicB«tih*ii|K<8HiiM> UrtaUSOmUiXMtiuSilHUi'laik 

,li««:ii,«gw. Ickki«»d«ü*mii*i .Tjt*ijji,B»it,st«ac,Reif. p)ft.flflp. 

rtl'n, ick tun mi nich rtppeU «K i-iuji^ jerSdWrl' ' :' 

rtC^B- repUli,7iniiAii]etiscK[editiTiachef^i 

. 1*1 SpricHwoft: SlCkUo'nDM n«H''l^ 

^»J« t««-1mrii.'^- ■■■■•"■-■ ■■■:••""■ 

=f^¥ -'ftwte nerint tarn' li die ^oiiiShwsb, 

«"" äieleim AnrairfeftdetGiiteiliiiat 

lj[ijnpf4ie„aipl«ra«k«der,zu,? riltW.fiäB.nd gekooiWeil «ioä.'liüet 

iSli&tamsee den Bedeutogmi tB( J^ AtifstSHÄ W Gsrbeii eimpedef 

!?yj?'^ nijtderMät&Abdfer mitetnein'besön' 

■ "'8? to*Geri(tbgeÄwniiiekwerdenS.IIto^ 

«toto ,1^ 2: der TOI t«iä (NebtnKlil'l«« 

' ?SS. dt'r T«ne) zör3e1<6*lliebene AM» 

i'i*''^ vöifdehKbrngarfcBn/ ■ ■ -■ 

niÄ i/ReiftY, ei«FtilÄ'imf*mOlierl*; 

»»S^ä dSr«iiesStkrefe«d. an derSelft'WÜt 

■^'ü seHieivjieinTIeckeitaüerSfläe-ires 

SS"« Söefela'hBlBjt;»»*«; ■■■;.■ ' 

tttitaW''-^'"'' •■'' ' ' .'■',i'6ii:.i-; ' "'BiibkffllfcIatt,derWegericlii^Ian- 

i».Il«wi«;ierT!aillfcrf(Tinik«ttia tag9™j,»41;«^t.«™l!WJff)lUit. 

reUUrn, beim Arbeieen GertKidi ,. »** 1-^» E",*^f.j*feS^'!B%»* 
ite6e,*,1»:mTttti.i MM JofftM'fem Mf)Mi P ? W f"^..»™ 

XHeä»>äl^il>et»lferi(tteHkW »!?»»(!* %?'*?fSS"'f!?'- ^f'.'^- 

a*T.E'» W»i,tei«»*nef jgSfe ^ ™*««. ^"^ M^^'S*«» 

Tll!fl%kei^5«ni 1ÄU'«n ttddo* GebJodea anfrichten. «orgjlj^l^rfcp, 

»«BigetfOegendolM&t dies Weit M^f»?^'- ??'?'!*;'' *i^SB*- 

fisstMlL' '' ■-■■ ■■"' '■'^ 'jüli ■■■■) ■■ : ■ ■!'■ ^'?.§c''l"fa,f*^fiVr5e(t fo^ '^^''''?f 

i»BMltt,'die«ch»f^T*e,ieiBe1'Biitei!; 'SS^TO'- ! -> , "J ; ;■ ■! ;■ 

aii bKuiig'^iHti'BMstthejt'TOn^a»^ ; Utk, eine /[mige b<d2ettte,Staji^ 

^iitf^AcilIU<M^iliFfo1iuffly: .'ti s,B.uniRuageKo&liteeäinidanufanm 

E£m, aits. reöitao, der IJiem. 3;de^ ^ro^^.ifi^/JijingeD , oder utn eipAl 

WS 4t9iiRüdu»:geacfaiaGlit>&:{ii*^ine j^^mirqi'.defnViebzäsflliiitzqPiiMS 

gcsciwittegi! fottatreifeif. M»'rt' d« "? v^: tuitVa , <vor einfi Adut 

Rielnc^ii .- . : -f r,„ :- .'-)■.: lUelce ^^Befriedigung deasÄKieaafi^ 

.-->x8l(^,:Xi(ki «Nb:r.ec]ieft, ^d^taefi^ bHcgsn.}.«der auch eiueo Weideplatz 

atrf!i;i;en;2^llv.uacb]dem Scblaf,.e4er riogsitni »iE Riclieo \imgi!hm,iUaA 

yffim^^a^^t0^:^li^. ^ .' :'■... aiCl).4«sWeideyiebaid)Cau3deniflelbeo 

rfiDBlicb, reinlich.' Subst EfiOjUiD&f begeb«il-M«l:Sinddia»Kiika(%Mi 

bit Sprichw.:fi«t4»li:ilMKU>'I GliwtsCRllillw&bafe'nf^aKNlrtO 



173 

VgLaucfafledL - !:!>.'' so,dasstnandieSach«)Vff acblwt?:,B^ 

•ü ftf i( rifiteoi dayonlt4'r,d(rR«iter. Kartoffeln, Erbsen,; Äpie\,^f^ JMtt 

Bfttt «f 'B ttOgteik lld'Fy dastist;,'^ ifbliFKtl^^,^; dies, ist eiuet fcüfarei- 

tiicbtSger Reit»)?.. Der 0(v»U6rise4l>e!r feqde A(t.(i., -^ 

KMsstMt'i:. .•••;-•>■■; -^ j:.:. ;.....■,: -;...BiPi§»»bst.,5.;:Eif,, .■■/.'.■.•:•,':■» 

.: ]](EIf,derReifi,luni}o:i..&iHdtj^dee .tc rip'll^reifei^'YwaJ^lU^teiu; .'..^ 

Bi^if>.tlfl, rdfeiu. :.. ..;^ , ;;ii|gi.d«-Rei«(öf7ei). ?,d«rReliv 

St^te2bthAQfttell«;t.vwiiBiieherQod9r 4«jre}s,Birk^i«t ■ '^••" :tl 

«ini^auftevabK» von )^«fniia>iH9 aigj: „ar ; Vo*, Ffecbs g«bti(w:h»e&i 

waa»en. <..,.• :;v: ,ri -^ .: : a ai;i bedeute 86 viel Fladis, als mit «ffiein 

nJ6to=riolen,.^en Acker 6^\^,Ü6{ MW^idörch dwi'Hefehd gezöeenwk* 

«%mbte.:&bei!«n.wirtb«:bafteifc Mehre** ftlsten ein weaig ^g«d«h«; 

'TUÜ, mX ^.yotame ¥,mmmfi #wdeh Afeamm« gelegt näd, in der 

ö ^lftiT«Gb!»lteJ*U:1Uk^Reicb, Mitte g«!hcüt,l«ägedr6hU'»ie byd« 

flHimJ!9lckd6avlwat^1l»46*,-xickt eihtÄ tlMkli <8i oben). Man oöter- 

Uittn US alA Geld b«seiqbnet eisei» 8d«id*r'dah*r ÄtaltolUI» Vom Kim» 

Qrossprah&r. r ?'. . : i ek«iiflm,'jett(ähaetti'deeriadisbüiidol 

aim^dferBeim. .) c-jj.^.-h..» ■ r- sj ü, Risten «der Knocken liegt . /! 

BuMg-tniu-m rentibiu bort «f« . ^, v;.,« 

wih spielende» Knaben, ^Hcb: RnnUT - .Wy^^"*:!.^!??"^, VT/Pt'^Ji^^«« 
nmMA rentibU,. desser» Bedeutung ^ «"f' ^^'' »«.«* fliesend &^^«ser 
0,irunbekanntgebU*«,ift, DerSi«n abführt. yon^n|>Bdadi,rc),V^c^^etf, 

irfi'<pineverioi*s&: ,:. ; :•; ^ ^.^*^.?tJ" °f*?^f^^"^^^^ 

rin, reihen,durch Fäden nur obenlib, tl'?'^^ ""!$?!$* -?i^^Sf>^°f^^S 

b.^e8figen..w^xu.cbh«rerstpfdeRtlicb ^5'?re°«Wt,f'«>..^f'H^^l^^ ' . 

genShet werden soU ; apcbairtn, . .' • rlt'D (Präs. rit , rittst;^; Iflofiäf. . r^ j 

VäKg (Df ist, der reine Nas#0it, P^rti^ü^tf^^fTf^^seno^i^^^ls^*), 

dodk so gesprocheo, dass er nocb:n«^ P^; jlre^t : :IJ1^,, ■. ix^^ooftfit. ^Risse^, Bp, 

t<tlit)«?:;gertBge^Adjept und Adyeibv Tvlni ritt, der Zwirn ist müirbe^r et; 

lÜglidU'^kieUie tevennCgfpd:«JLliuta zerreis^ leicjiti .aks..:^r?Jfn. ^fu 

Bft nimmt .mit jrii^ Kost TQiÜI,.»q i^iabrelssen^p, ]^ «^a«p f adniri -ä^jif iel 

BiimrittfaitgedBger£|(«tvd!gli(^| ftltt J^f^-^ffassefir^ Kinmrjfrii.x|U|| 

kaBB ick ring* dftn, das kann icbleicbt« ^K^4er7re<lH»oc^<;iVvie^^ifIPjag.«r 

mit geringer Müöc.lbeD. .J)At|r;k|BB sfttpke. .; . - : : .. ,; V ;',! ..> 

lingerkUR.WilB;:dM>jl»W.:<r<^WlEeiler .„.Bit'BSplltyeinejüderyielKij^dQfig^, 

jjek«ß .Tweideo.!;.-:!- /•/, >■. i. i .\.,- ^ s^^^. »^rbcsiiicbb i. 1^^ Tautojpgjei 

liBn, herein. Kunm'Bbli'ftliBB. ,. ^htUtJ^\U/ka ;mi^(^.ti^l^ 

RiaB^; /die^HlwIe tder-QiiiiiM^.'ldes .i,;: ■'..- . •... .-•■/ ....,.- ;', -..r". .:^ 

Brotesetc. .,.:-,i.- :■.-',•;.:.• a ;? •'•■i. *.•..■•;; •■-vU'^r •''■f'-t-J «ri« i^J'iu' 

.u.rtjietfj^^jipuille'.ApjiJfcrtBd ^^l j^^.^^ ««sÄt'v^'Ääft'n^- 
rtp. DatIakeniMrtp,dass]liHuk*i» tetW«iV'«ter'i«srtt««'*wt'iaii)aacfci 



i^sse1B^'iTt^irt)f£'^' ' -' * ' ''■■■■■' \ol\igunhekamtist, sotäbsäkMT^i 

Adjectiv bedeutet es einen geringerit dlrUb^alldettiTt]irif€to4«t^^tl»^1E!die 

Grad von Versch\i'^äi^^fidi^i;Htius. Hogg'nmBn im Roggen .ülttü, nitt 

wirthschaflr. SelKfctOYtW^^niianVon ikhyif^fit}kJ^V^&i,'9a!^^^ 

^^H^f^sfrm^JSs^chxn jetc^ weiin s\p in der saugen müssen^ diie iiisSSarnkdfiHÜ 

braucht. Rtw' upp .g(b!li i. ^ei . .elneiipi (C^taui^' örf aAMrs)^ beisslWudi :Hlllg*r^ 

|3a$tito9hlzuxr€iphlj)Chs^i^ragenf :.^, ScUmOggi (SubsCSMt:) «tsttc AcUls 

,:!-rtv'IliCP^>Jri^v^U«9pe^f.^fi^ rSgg'n-Brot ist ein Brot aus. feniem 

£ili«^'n])[^.r(eibeo, j|(: r^f jädK de H||yi'. R6g|;enmebl^ebaciken;'i i~ - - ü.' i: i; t 
^i! Eoellfor, :/9m <a^%derMfV^eg^k^^ iBj^ IJ rilhfiw. ilSjniimMlM^ JA 

»toßf ).]9nger ^[ind ry^e^erT^cbn^ap^ raidt ti. > 2*= rege .iiiadi^^^^ft ^e^e- 

ai2tgro849i^ Kr^agea wd^c^utt^rt, ; ; ' gangbriA|bÄi''^Hft tan iidl^ McMj*!! 

.^^ Mi\A\e Riitberii) :att^t^^uit))fin ttldglL^iy^U^ilUliie^fciu^ilbk .1^ 

9BlvdesNeMldiüMpH]^3!^^/?bn A f^n, ick w^^d>dir Biliömadifii£ 

iQlcii di«Sta^(»^i}na>Fart^h!f i^.pin^^^ Das Sprichwort : Je mhx ImWitA tij[tj 

Kahnes a^f^^^em^ Wasse^«i)l^irpl aifch je mhX stinkt hh bedeut^^': M^iasse 

IUk.|,Il$r gesprochen. . ^ .^ . .., ^«frmc%tzb^H&#iHh einMWoätt^l^ 

ftod'li 0aM nptft I]lack'^&^^^^ sM ^öi^ odet^ JMab foir^cba: über eine 

Keuer apl.egen.. . ,.., „»^Z . • üttäHgenehnie Skch6 nkshti aöti stiä! 

V jÄ^j^'n Hmaack^^ yÖrfilch: rother fladi. VgUtAppiliL . ■ '^ 

H9inr(c^^ des kleinen^ sehr Rök, der Rauch ; altSi-ebettsi».: «ftk^ 

MuftgapfdcJmlBrachackerw/jchsendien rauchen. .:...?:... 

Sau'erampJFers (Runiiex acetoselik) wird tSkera, HCuchettY; r6krig,4tCucbr!gi ^ 
loch iftrfcgenaoht. • - = ^ ^ R6k&ftll Sv Wkn, ^ : - - 

•' ^ Red(äil|^ t^der Toni ruht auf ^le^ietÄ^ - 'Rtiklock 1: di^ Öffnung ig der 8»tnd. 

y bSi SilbeT, ^ei* Rötedomfaiel (ArdeÄ infftier, düfth die der Raoehnut dhm 

ifellaris). ' '• -''^ .' 'i^-'^ ÖfeH'abzieht 2;Or(!;wo eiwielMtrcKfo , 

^^^,derRaüb. aks.rdbh,r6f. • DvJUftk iu ^n reohtoH'Hftklwik^ 

^-'ÄÖgg'ütidR(Ä^derRöggen'(^^^ Kügfei^ik^tAtfvolief ftaicÄ, .fi:£?;i:i öE 

kfej. Aäjö*. rtgg%:^-ii^*Rogj^ 'titökaWalw^'Sffcttoame deaiSohonw 

Ba^;ehBieiev ^bmitalfe 'Kinder ge*^ ÄÖkif^effs. ;• •'^^V'.''x:iiii^iiii>i;l 

schreckt werden, um sie vom Pfltlck^efa ^^^1lih^röVtfS.'Cbiep^ ' : .j •. v; ?'' J 

döc^'Kdhiblumen lÄziiflb^ten. Tn'i?k)i* RM^-dfe SabbMuf:aä4tMAl idg^^'I 

giiÜebgendend'er Altti^k IstRCMdceil^ ROmer, das Weinghi^ bef(mdite»ii4b 

lAftäh^hitdlnt^G^penstf'diisS'den massiv^l-P^t^e^^Aiili ,. ' -.^»ilfisii 

Spinnmädchen, wenn sie ihj;en Rocken <-■ -RAlBerei^BetönidbbMcinaiisfiii'ii 

Flach^ am ^eij. Drei-K^nigstage nicht Römkte', Sahnkäse, 

^gespomiietn, jb^D»;^^' e grossen ^ "^tlll', dtt^SaW iton der lifl(dl ab« 

Scbiibeniack. syifögt; :;WalMrsQlvBinliQh «*m^' ^^'= 'S^ ^ j ^.t,*: .io:^ .5IT 

l);chtvonRoekaB(al8Spimigeräd;)abiK • 'fttHlP^i HaHtlB^'«^ l^l^^fo; 



wird «bei*.' fifi/^zw^dtefoFmii^cfat ge4 g^^SuetdasEai^nicbt^ ;- ;^- 

Wassers ausder£ilidi&,iiei»Keltereie# Rortp u. Riuip, der fi^ubreifr. V^^ 

li^iltotrttttte<oderCMUt't8tta^i^ p^'m. ;^'rr n-i :^i-^y\ /^iWciiif 

stein. . IP f* r jT :-'dt .' . m -Äf tcHhren, in d W f^ßi^gb^ii^saßü 

roiMnil* (VeAmn) 1; retmen , Imifien ; Bed$«l;4iQgfq. WMkdr «> MBffwegaj 

rftnn' nich so, laufe nicfat so atark. durchaus nicht ; ^^^^Itjf^: nicht rUbif 

a^t<rinnen,fliBäfi^n;ilattflFeo^fffiittlUlt (Earän. I$|^dacU^ äe,8(Q«,-flpU|l^^ 

ftt{>da» Wasset'fiiesst herttik JlrtffiA0l «gtrniAQ) ^^MP lM%U|^^^|Was G^j^^ 

ter rSnnt ämpiperlingtAt460g'%se4M (sri^n hohem Gra4e ni^ebnich^l^t^iiir 

Thrftieb fbessen ^*eklu'\ä; jgerMen ; i*: fioscuknutt. Unsere ^m,lCrfl8eta]W 

deltaftJSSMl^lyfitam^ dieMiicKist zendfaa M^^cben siogien: Riqge(Ö? 

in'tineiiKäseklimipen geroniien; Vböl RiBge(l)-RoimikrwS, Hij^ndaiP^ Kt- 

ke&'ft utiterfichiedkh ^ weicheileftzteref tel tpp. M^h% Jwbrn,|d(DÄ'SiP 4ir, 

edi :d^ Aatoj^ ides^Germnensylindeu.. JUgeilS W^R DuViWdr^ Mftt'A Wl 

ü%iiKlmiHeKä8e<iheileeca£in9itriiiaK aU^JaoiWtfg.^ -^uy-V 

Theiicheii sich zusammen gezogeü^ ;'!>|^t'l^ ^e ROster» IQme (IllmWf 

haben. .rj: i^fr-: . Tj^jr 'i-rr) campestris)^ : . ;..: j J;n c: m 

RönnV; dnitarkeirFitagltoigeri. . ' I^t^ , die/Leippflanze ii:ks i^j^er 

R6p,guterundfichlecbfcehJiiLB£i:L: bringen, damit fle^ B^^t; sjdU k>se^^ 

^ r4p^ (Prv/töpJ röppst; Itof^ ratfUtp^AuJen, / :. i^hTif^T 

undröp; Rartic:rAp'o)ö±inlfeiii.^gotba - &8ty der Wa^i^rraiw, fei ii^-^ 

bröpjan^ alfik lirdpahi aMp^'u 1^ ^iih^ hw^yskxm (Bt*l) (ro^n, r9tteu)i;g^i^. 

Fückf üfen^ :abn)fexu . ;tJf^TOia Nacht- wirdL .: ['»: ^'' .: ,-// 

Wächter gebrauchtheisst es : gegen die« RAtb&St, R&tbos]^rda^Ro^e^^%A 

Morgan. kinn -letzten Mal .ÄerStaide (ßylyi^ rwb€icflila>/ - . : ,vi:'i^f,? 

a«teig^Wobei£rükerst0tseinLiedeW ^.'Rotortekm4 , TaysendgUi^e^ii,^ 

vers gesungen ward;» tnbertpX'WöcW (EryJtb.raeftCenteuriupa)* r . . ..,;// 

lfcb::tlfiberiitei9'es^bedeutet;röhoe*;in .^'JB^tSt^ der Röthel, Rothstift. *.,,.. 

bnafailDiü&i .damit' ;v&rbindeti zu woU ; R«tt, . d[ie Racte <nn)$ r#99«)it '^^l^t 

len. Dli;SvtoiiW lllb£rl#Mb;aUifett: Ratze.,.. ^....,^^ .;..:■:,./; ..■;:,.',... ::•,;:. t,;,,; 

Dät Kind hat «ick luibMrAp'iiitMUtto- rott'n, vefrott'n, faulen, ver&ijij^ ^ 

naom'n. Wird ein solches» od<fef ähn^ aJftott1li:«bfaulpn. . '.^<^^ 

ItehesWbrtnichthiBzugßÄfcrt^icrw- . JlSw^ Dimiö^i R8wkX piw.ÄWiif 

«ftift ; »dfcdem hie unddä i?oeh heriw die Rübe. Sprichwort : f EftllsrAOt 11% 

sehenden Aberglauben, ein s«iä»Inril RlwSMt gUrOtt iiaa »1)6 afM^fJ^or. 

Mr&toMuödegewdsseraih Besitz 4on R^Wfc'i Wteai^'j|S,ätsciu ^ 

Zaubermitteln befindlicher Personeö -- TÖW'a, lftulwpr#%:fl>l>oni " 

ckiBa^gentheil4«*äflfi08tietf;da8^eh Räuber. .; .f. '\ ' ^ 

Hfttittit nicht'mehT zu^ ea ist:¥eif6p'Q^ v.3fc|to.,v4fr^iFwr?ßcWeim, Ji^^^^ 

dieKinder siechen hin. ÄhnlichetBe*! RiU,M'Wwtt wte'»^ heftig wewew 

deutung ist beim: Lbbe-tzAlte Jäirder JllBgJ Wi6C}lv4r de,ÄOJt»l»' «ff oder; 

4#ettfeKffrf0tttt|NI«dlätti^ hast'nRotZ&S«'. jr:;/..c. -;::..,.>! 




rft, rauh, wi^ eitl f^aarter K^^-ö^ BedeutiHigeii; tldh^das Vcrbrnnj ".Ir/ 

ttü' 1. rauhen, rauh matäieiii jh'wm ^''•RftBi;€^lttoft8milte;clerRHUtt;4ltB; 

J^ei-viehi'featikem. c?^'"i -^'v' ^' ebenso. Ad}ed:.lt]tn|;.- « • ; r .// 

nibblig, rnbbrig, niwwrig, v^Aeti -^tttorfJ^Sijeii^etmmiitM tH'k 

i^'bk^^cF^^tyeiräsblie. Hth' ikibkio- rftm Ttd Ur. . f ^»:> 

ktiärikheit fst nibbl^; • ' ^ machen; ate^romiaiu ..♦ • ioiir .iv*;! 

A -kdf^ifilABttl,^Ueken^\^iederh([>It ^ nmttv llillMr; rtaä,^ 'herorn;: 

rädce^f. Rvekd ddeh idcfr sonifa rtottkibditei, indeirtWageh/hefnot« 

Diicfij'wetiö äer Tisch tiicht mit allwf falfrenJJ^feihrÄö, ■;?...: ^ ';l.::ici;:l 

Tii^ Beinen die Erdd bertthrt titid- bei : RMUDfdrlW'r, iderSenttnä-eiiMr. rn f 
derliäsestehBewie^uhgschwankt EuiÜeU (T(fti)iiiajrn(aiitijft), BiBtM 

lMK^,'titrlc£ll;^^b.) Iv^ lichkelMii Bio!groS8C8 i«p«f^^ 

äiä In^"^ W^ier odei' ^m Siimpfe steht bauete&HaoSi oder Hmb i mk daztt ge^! 

^acftel^^Ste1tel3^gen,^t^esa^ kOrlg;NebengieU(ädcte:^iid€ii! ^AgrilA» 

Wagen geladen und abgei&hren w^i^^ lniliBil9iyd«sgahzebiktetdlneiigöo6S6ii. 

«W^ann;2/6el8 hergeben ;, iilrt^ Raam. / :: -r . ^=.- ■r<< -.,;:'' 
man ttX ! nun ! gieb nur Geldher. j • < ' nunmcin S. grummeln. . :' -^ : 

"■ ftflttl^^^tbrktaddnderV^nv^i/init rtnuWMheellt'JtS. sdiech^u^.ii 
DröhmigeiVeAond^ ' > rttllimscllftra S. schül'n.^^: :> ro - 

rflffeln t . mit einer Steigischaiifdldasi ^ ftlimp6lkär,'^in' Wagen ^ derr|teim 

mikrMst in di^ti' -Oükensteigeiv ab- Fähcenstarkrmnpdt,ajcif dein man mit> 

smiiA); '9. Jemandem '^fieii harten aagenehtngerQtteit u.glestossenwicd. 

Verweis ^eben. 3. die Wäsche mit den - hBB^Uipebl, ein> Veiisttrktes Rum- 

Höffel^sengtettenr'-- '/'^ peln. ." ' : .: : i ^: 

RttffiDlIs'n y eine Art kleinef Plätten Rmpelt, allerlei (jerU&pel, das iitt 

(PtättcfiiytnKegelform^um faltenreiche Wege iteht imd bcfim Veräudepades 

Wäsche z.B. Knigeil, Malskrauseö etc. Platzes GetGsemadit. - • :.^v.r: .- 
glatt züe mächen. Es hieisst^auefi%Il- nmpigyiVDnkoraiemftiberkrfifttgeii: 

ll^ von t^tlf^ wiediese hohlen Kf ihn- untergesetzten K^rrperbaü. BitlUtti' 

mungen solcher Kleidungsstücke ge- ifimnkl^tiiÄ^dockillBIllg - 

Babntwerdert. • - imipMgi/;;hedpcflgf^ weon der f^ 

RJlgg, der Rücken, daher KdffIrtIgR rende Wagen ruropdt. : .7 .i.>;rv:i: 
Mittelf ückieti eines Ackerstü6ks;rlgg- nunprtck'U,: pitt. Gewalt Un^ und 

io^!^' rückwärts. herziehen, bartaafu^en. Mkat^iit 

' 'rtl?ir(1'r; Afci rtick nmprtckt : v' -. 

Partie raok'n^^riecheD (transifc: t nd > Rimd^l (Ton auf ultJmaX' lito^Ci^- 

inttaiisitiv). ÄW rtkaB, dle^n Ver- fccnrundtheil. «i' .?..•.:; 

weis, Tadel etc. merke dir. i RUDg', Wa^gettUg'/^rke^Hote^ 

' Rttif r, ier Riecher.' "B^ tet -U gMen sttnge ^ an die sich die Wagenleit»i!ft 

VSKx; ör iiierkt «ich leächfc etvhls^ #r lehnen. c 
ahnet käcfft «t^ivas. Auch ^ird 4Ie mngeiltell, miftin^n. i . 
Nase öfter so genannt • • - ■ : iprict'i/ ft^ «n^.tfii«:.ftiMMMdt|i^ 



. i j 






Weisesich strecken imd dehnet), sieb dlesdurcheinander erst vorläafig hin- 
gst hinlegen. 2. von Kindern, gebr., stellt» so entsteht eine ftiisemiua. Datt 
wenn sie an den Winterabenden bald. iStilldeRllseiBOSeverlaoreilgaoit 
liieriiin bald dorthin sich hinlegen, um; Rts', die Fischreuse. . 
zu schlafen. EtSGh 1. der obere Theil des Butter- 

RnnkiiidLl, Scheltwort für ein akes &s$es. 2. ippdin'BRt&ch leggeii(Jm 

runzliges Weib. Süden) =s Äpfel ins Strob legen. 

. num, nrnn'r, herunter, komm nmn'r, Risoh'nsläden, .Schneeschlitten mit 

komm herunter. Dat Koni ISS nuin'r Sdiellengeläutebegleitet von Rauschen^ 

gaoily die Korn'preisesind gefallen. oder rutschen. Andere wollen, es be^ 

nmnerrack'n S. unter rack*ll. deute so viel als : Rigaischer Schlitten : 

Rftp, die Raupe. rSsck'l, in einem solchen Schütten 

Rftp'nsehtt'r S. unter Botter?Og|fL £ihren. 

rftp'By raupen, die Raupen absuchen. nsSflB, ein schwaches GerSusdi 

r&ppeln, bewegen, rühren, das ver« hervorbringen z. B. wenn Mlfase im 

attete rippeln. Dat rftppeit U rSjt sick Stroh herumkriechen. 

lieh. Ick kam mi nioh rtppeln an rBj'n. Rist, Ger üä:, z. B. beim Bauen. 

rupp, rnpp'r, hinauf, berauf; kUBUi RM , Fensterscheibe, eigentlich: 

rnpp , komm kerauf ; . gao nipp'T , geh Raute, Rhomboid, die frühere Form der 

hinauf. Fensterscheiben, 

rnpp'n l. raufen, ausziehen; GBs* rftt,rtt'r,.berauS| hinaus. 

»pp'B. 2. mausern (von Vögdn); da- . RttY S. ^V. 
von ruppige lumpig, in der Kleidung rMmOSteni, aufputzen. Da hiSt4I 

rernacblässigt Baolrechtrfttnnstertidtthast jaredit 

Rurlp S. Rorlp. idel Putz angelegt. 

Rnsebuse und Rasenuiie , grosse rfttrtck'H & rück'n. 

Verwirrung, die durch dasZusammen- . RntiCb Unter jection, das unerwar«* 

bringen vieler nicht bei einander gehö« tet Schnelle ausdrückend, 

rigen Dinge veranlasst ist W^nn man Rttwerk, das Rauhwerk, thierische 

eineWohnungrSumt, Vielerlei zusam«^ Felle^ die so gegerbt smd, dass sie die 

menwirfty und in der neuen Wohnung Haare behalten haben. 



IS. 



'8 wird einigen Wörtern als ehie fUesscQ lassen, wie bei zahnenden Kin-^ 

Art Genitiv vor- und nachgesetzt, und dem »nd bei zahnlosen Greisen. Daf£l# 

wie ts od. 1 gesprochen: z.B. 'gNa€htS| sagt m^uauch Miweilt 2. wirdesaucäi 

*a AobeilSy 'a StndagS =r des Nachts^ von ktemen Kindern gebraucht, die 

des Abends, des Sonntags. Hieher ge- alles, was sie in die HSnde bekoe^imei^ 

bort auch: ¥0B wegeilS für: wegen, zum Munde führen und durch deti 

Ausserdem steht 'S für st, Femin. ides Speidiel verunreinigen od. erwisicbe». 

Pronom. pers. ^ de. Vatt Mggt *^ tosabbett, Sick, durch Sabbehi od. auch 

was sagt sie? / . beiiit>£s6^, sich däi' Anzug bbschmti«* 

sabbeln i..sabberBf den Speiebd tzaijebeo&Üs^iiirToiiKiiMltfftigebfr^ 

J3 



17» 

Sftl^lig, vom Sabbeln beschmutzt; gebracht (um es z. B. zu Markt zu brinV^ 

statt beaabbelt. Datt stt 80 sabblig Üt gen). :Sickb€toGkei^ sichstarkbeladen, 

sacht, sachten , sadttka l. sanft» reidilich au sich nehmen, es geschehe 

laugsam , leise. Spiick sacht , sprich mit Recht oderiUhrecbt ; auch fn&ackll 

Idse,' Man sacht, nur gemach! sacht wird in dieser Bedeutung gebraucbtr 

gaon, leise auftreten. In dem Sprich-' ippsack'n,^ufp^cl^'^n9^^^^<^^*^ch 

wort : de sacht geit, ktmint Ak ftart be-. tropisch : Ick heff mi to väU nppsack^ 

deutet es: langsam. 2. wird es gewisser- ich habe: zu viel Arbeit übertiomhien. 

masseu als Partikel gebraucht, etwa! Ick bcff mi in de KfilF 'n 8n&5W Upf^ 

dem Nhd. wohl entsprechend. Datt sackt, ich habe in der Kälte mir;id«(]i( 

kann sacht Stn, dakirann wohl seln^^ Schnupfen zugezogen. 

dao kann ick sacht'nnitisaon,ipli kann sack'n, sinken, sich senken. Oat 
wohl mitgehen; datt lett sicksacfat Bfts,Waoter etc. sackt; datBtr nittt 

It'n, <^A^l^^^ch essen. Das Dimiliut. erst sack'n, das Bier muss sich durch 

Msstsaeh(t)k'n oderSäch(t)k'n. Niedersenken der Hefen erst klätien. 

sachtmödig i.sanftmüüjig^ gelassen; SDn IWtT sackt all, sein Eifer, aufwal* 

still vor sich hingehend, nicht heftig. leEtiderZofUj^lSsst schon nach;.' B^sadtt 

tlss :'n s&chtniSdigen Hmsch, ef.ist dno^t^rsinkt nieder, fällt unu alkack'n 

üohig in allen seinem Thun^ Gegenthell wixd. yon f iUssigkeiten gebr., die von 
von rabbiig , rabastrig ; 3v gleiohbe^ durchnässten Gegenständen ablaufen 
deutend mijb sacht ; sa^tmOÜg drao- z. Bi Teichschlamm, disrchnässte Klei- 
gen, vorsichtig etwas* tragen ; gAt dat dungsstücke,gewascheneG^enstS!ide 
Mttachbnödig in, gies^das Bier lang- der Küche, Salat, Kohl etc. , laot man 

iamund vorsichdg eiiu- ünsacht, das erst den Salaod afflsacken. daoback'n 

Gegenthell von sacht Sett nicll io und to h6p sack'n , zusammensinken 
nnsacht daol, set^edßti Gegenstand im^ eigeptlidien Sinne, auch tropüsch 
nicht jsa hart nieder. Ick kann 8nun vor Sdireck. besack^, sich senken und 
nich nnsacht < anfaot'n, anktk'n, man dadurdi fester werden. '. ' i 

daif ihn nicht, unsanft. berühren, ihn :; S&dig'n, sättigen. Ick bin Sidigt.ist 
nibht sdiidf q^nsäieh; m iss ganz nn« beim gemeinen Mann eine abschlk|gen. 
sacht to MAd, o^r. ist: nicht wohl. zu 0eformel,wenner zuniMiteisseffauf' 
Muthe, ich bin unwohl. gefordert wird. 

Sack, der Sack, auch Tasche. Stick-;/ Safklll S. Säwwäk. 
in'nSack, steck in die Tasche. Hft lls -^ Saft, das Sieb. Das Zeitwort heisst 
aitSadc nn Pack WBgtrock-n^ w kt sichten, man soUte saften erwarten^: 
oitüein^m ganzen Mobiliar förtgezo- . Sig*! i. das Segel, 2. das SiegAf 
gen ; da Katt itt!l Saok köp^ ^ etwas 3* der grosse Sehmutzfleck auf de» 
kaufeq, <>bne es vorher gehörig anzur Artael uni^einlicber Knaben, wean sie 
ß^eo. H6 hatlflliin' Sack, or hat ihn di^NasenürmitdemÄrmelabwischem 
e»nz ich^einer Gewalt» besonders vom ^ sig'n j segnen; Dr hat ^kk gM 
SAulduer gebr. Das Verbmn sackll sigent, er hätgut für sichgesorgt itt 

liLommtnur vor in der Bedeotung: d^ ttaji, du Virit nngesSgent rftttüa^ 

Sack mk Korn iUÜHuMotgü Wift^t warte nur, wenn du nicht gleichgehs^ 
sa4)k| morgienf wir 4 4t»Xdim m Säoke isDi we^de ich; dich Utiaos ^eifi^vDao 






m 

«floht 'nsiektaisig'BiinsIg'flLjßtHii : Sdwi,StlYer(SaIHaomeiQfli8> 

Ausdnick der höchsten Verwunder .• SAIDlDelsiIHlBI, ein Durchehuitider; 

rung. Wenn eine Wöchnerin besucht, waö nicht ^usanmnen gehört Dfttt ktt 

oder ein säugende^ Kind angeredet Iflt^SttllliebliriniD, das istailesdurch 

ilfpird, od^r wenn Jemand nieset, so einander gewählt, von Sachen u. auch 

heisst e»: Cfott slgüS statt : Gotte$Seged von mündlichen Darstellungen , weno 

(sei mit dir). ' Jemand Sinn und Unsinn.s|)richi:.' - 

V slk, %l% slst^ sagte ich, sagte er, , SudkaosV^in Febiwtirf beim Ke« 

sagtest du. Vgl. ick. gelspiel, w^nn die Kugel nicht das 

- Säl, SU, Sielen, Pferdegeschirr. Brett berührt, verschieden von PadeL 

Sälr oder Stlttg^ Sielenzeug» das SandkAl, die Sandgrube, 

ganze Geschirr. • Sandmann. Wßr schläfrig wird Ui 

sälig 1. seelig (beatus); 2. betrun- die Augen zu scbliessen anAngtsagt: 

ken. Eh iss s&lig, er ißt ganz betrunken de Sandmann kflmmt^ od« auch : IkSff 

sali oder aohall» ich soiu du sast^ Sand in d' Ög'n. 

htl sali oder schall ;Imperf.S6knlL Die Sang, alts. ebenso = Gesang, fen'k 

übrigen Tempora sind nicht gebrauch- aon Sang nn Klang bcgraokln, Jemim^ 

lieh. Dient häufig, ebenso wie willn den ohne alle äusseren Ceremouiön zur 

(WQII9) z;ur Bezeichnung des Futurs, Erde bestatten, 

zur Bestimmung der Verpflichtung, , Silg'n(Pr.segg,fiegg8t;Imperf.8ä; 

(Vgl. Gr. Gr. 4> 450 f.) Die Umschrei- .Partia säggt) ^ sagen, alts. s e g g i a n. 

bung des Futurs durch willnu.h&nw . Sängern, Frequent: von seogen = 

(hebb'n) schliesst den Begriff de^freii- .Verijreonen^driickt di^böIrforeBewe- 

.willigen, hebb'n mehr das abstracteFu- gung einer im Kochen begriffen^ 

turumein. ^khfifftodAn, ganz wie das ^Flüssigkeit aus, wenn dasKqchgescbirr 

nhd^ ich habe zu thun« nur theilweise mit derselben angefUUt 

salkern S, maddeln. ist und der obere Tbeild^ Flüssigkeit 

. Salm , mündliqhe Darstellung , be* an dem heiss geword^pen leeren Theil 

«onders wenn sie verhältnissmässig de^ Kochgeschirrs gewissermasseti 

länger ist, als man erwartet hatte z.B. verbrennt. Die Speise nimmt dadurdh 

wenn das Kind Memorlrtes von einiger einen widerlichen Gescbniack an, der 

Länge hersagt , oder der Hochzeiten- durch br&Ssig bezeichnet wird. 

bitter seinen langen Antrag macht; . Singlig, sengend. HtirttcktS&ngrig, 

zugleich schliesst er nicht gelten den hier riecht es, als wenn etwas sengt; 

NebenbegrifF des Ermüdend.en, Lang. delUksmecktsingllg. 

weiligen, Eintönigen ein. Pfttt was 'n 8ann'n,tosannX ]rsrsan9^n==:sandea, 

iangenSalm sagt man dann, auch wohl ^ versanden. ^ i. c 

von einer langen und langweiligen santtig, sandig*. 0fttBrÖtiSSSaNlig, 

Traurede des Geistlichen. . es knirscht. ' .-' ..j 

Salw', die Salbe, ^ts. salba, goth. . Sapp, der Saft. FaMaon SlM>a8ti80n 

«albo. besalw'n, beschmieren, besu- UtjjtdatSappUltHQttegaon, um Fabian 

dein. Eh besal^ alTs mit «In smArig'n Sebastian (20. Januar) tritt . der S$ft 
Hinn', er besudelt alles mit seinen wieder in die Bäume., Vgl. aUcbttnter 

sclunierigeB HfUiden. , ^ Inpfipp» ]M69app,Bl^t. Iftpfitocht 

1Ä* 



iSO 
in den Dretk, dalt de Sapp Sil iaü de ritt Iftot, SpHchwoft für Jemandeä, der 

Or*!! fittggt, er tritt sostark in di^Prutze, sich bei seinem Handeln viel Zeit lässt» 
iiis er von dem Schmutz bespritzt Saodler, der Sattler. 

wird. Du kriggst tos, datt di de r6de Saod'n nn Braod'n, wörtlich : Gesöt^ 

Sapp tX d HÜl geit, du bekömmst eine tenes u. Gebratenes S. Braod'u. saod'l 

derbe Maulschelle. Adj. sappig; auch ist das Partie, von dem nicht diehr ge- 

obscöneKeden sind sappig. Der Saft, bräuchlichen sM'n = sieden. 
alsMedicinfUrKinderheisst nie Sapp, Saftd'n-Kring'l, Fastenbrezel; sie 

sondern' Saft oder Säftk'u. werden vor dem Backen erst gesotten. 
' Mpp'n, den Saft von sich lassen z.ß* Saodräch, ein Schimpfwort des 

Eiter aus einer Wunde, nahe verwandt Pöbels für Weiber, vielleicht aus der 

mitstp'nundSTipp^; Bibel (Daniel 3) hergenommen, 
* ' sapperiftt S. zapperl6t. SlOg' 1. die Sau, das Muttersch wein, 

"" iarp, herbe von tjeschmack, beson- von sSg'n, säugen. Uns' SäSg* hett 

ders beim Obst und Wein. In einem tokt Du kfimmst an ass de SäOg* int 

ülteh Glossar aus sec 9 kommt Sarfi JndenktS, du wirst sehr übel empfan- 

kert für: Hartherzigkeit vor. gen werden. 2. arges Scheltwort für 

Satt', ifdeneis oder gläsernes Gefk'ss ein schmutziges Frauenzimmer» in 

für die Milch, damit in demselben sich welcher Bedeutung man auch : olt Ssl 

die Sahne abscheidet Ist dies Gefäss spricht 

AUS Holz und grösser, soheisstes: Ttn. Saog*, die Säge; saog'n !• sägen, 

Sandann'^derPorst(Ledum palustre). S. stark schnarchen. Saogbock, Ssog« 

Sanniekl, Sairaaog'n, Sanswanz S. «pIn. 

Nickel. Saokj alts s a c ä , die Sache, res, causa. 

"'"■' Sansalaot^ wilder Lactuk (LactucR Saol^ (alts. s^li. Da^ goth. sal jan be- 

waripla. deutet Wohnung nehmen, althd. sal» 

Säw'rsa^t, Zittwersamen (Cinna), das Haus). l.derVorsal, besonders in 

gegen die Spulwürmer, in einigen den obem Stockwerken der Häuser. 

•Dörfeni wird der Rainfarrn (Tanace- Den Saal d. h. ein grossesZimmer kennt 

•tum vulgare) auch so genannt dei* Plattd. nicht, Upp'n Saol bedeutet: 

- SäWWik auch Slwkärl, derMaikä- auf dem Vorflur desobern Stockwerks; 

fer (Melolontha vulgaris). Wenn die liiderBedeutung: Hausflur desunterti 

.Knaben einen solchen Käfer fliegen -Stockwerks kommt es nur noch selten 

liwsen, so zählen die ; mit der Zahl 30 vor. 2. die Sohlen an Stiefeln und 

mussdraufbuitetj5«onst taugt er nichts. Schuhen^ 

•Sie rufen ihm'l>e}m Auffliegen nach: Stöl, die Sole, geschmolzenes Salz 

Slwwakfltg; flegwit! dtnTaoraiSS auf dem Pökelfleisch. Dat PSkUMih 

ti^Krtg,dbit»uerissin'Hnnger-nn ^etreolitylöisaöl. 

Knmmerstand. per Rosen käf er Saolert, Sudelei. 

M^ek)l.solstitiaUs)heisstBraokslwk'n. Sätrn schwächer als Snddeln, be- 

Saok, die Sache. DattlSSktaSaeki schmutzen, besudeln, goth. sautjan» 

dazu ist kein Grund vorhanden. aUs. sälian. Sn kest di tosäSiti du hast 

Saod% der Sattel. dich beschmutzt De Wand sUR, d^ 

'■'- Modebiysattein. l^saod(atfra,ii& Wand schmutzt ab; Hft sUK dasnet 



181 

TftBIBI, er schleppt sich damit heruniy Isterin dar Alttn&irk nicht so entschie- 

wodurch es beschmutzt wird. Dann den diesem einfachen Consonant Inder 

gebraucht man das Wort auch, wenn Aussprache gleich, wie dies in Meklen- 

ein feiner Staubregen fällt, wodurch bürg und Holstein der Fall ist, indem 

die Wege schmutzig werden, t S&ött er sich auf eine Weise, die man nur 

den ganzen Dag. Vgl. Soll. S&öligdas durch das (jehör wahrnehmen kann, 

Ad ject. davon in der angegebenen dop- dem Ton des Nhd. in der Altmark bald 

pelten Bedeutung. Auch gebraucht mehr bald weniger nähert. Daher ist 

man das Adject. von dem Auge, wenn die Schreibweise sJ, sm, sn und sw statt 

ihm der gewöhnliche Ausdruck fehlt, der.nhd. schl, schm, sehn, schw beibe- 

hervorgegangen aus Nachtwachen, zu halten, obgleich in sehr vielen Fällen 

vielem Trinken, vielWeinen etc.; über- auch der plttd. Laut weit mehr wie seh 

hauptfür: blass, bleich, synon. mit iSk. klingt. Der westphälische Laut sg oder 

SäSn, der Sohn ; Säönskind, Enkel sk statt seh findet sich hie und da in der 

oder Enkelin vom Sohne; dagegen Altmark, aber sehr vereinzelt im Aüs- 

Dochterkind von der Tochter. laut : Fltek, Hinsk statt : Flftsch, linsch 

Saot, alts. säd, dieSaatmid derSame. (Fleisch, Mensch). Im Alts, findet sicir 

RBwsaot, K&lsaot In d' Saot SChM'n, das seh bekanntlich gar nicht, im Althd. 

den Blüthenstengel treiben, 't iss g6d bereits, wiewohl noch vereinzelt. Gr. 

Wid'rto'r Saot, es ist gutes Wetter zum Gr. 1, 173- 175, 420-422. 

Säen. De Saot steit göd, dtnn', bnltwls. schabb'n und schnbb'n , sick , sich 

To d' Saot pl&g'n, zum letzten Male scheuern, reiben an einem hä'rtemGe- 

^flügien, um gleich darauf zu säen, genstand, wie z. B. Rindvieh und 

Auch, versteht man unter Saot den Schweine gern zu thun pflegen. 

Winter- und Sommerrübsen. De Saot SChabbig, schäbig, abgeschabt he^ 

iS8 dfltt Jaor reoht dir, der Rübsen sonders von Threren, denen Haare feh- 

(Rapps)istindiesemjähresehrtlieuer. len. 2. filzig, geizig mit dem Neben- 

Saotlaok'n, das Säetuch. begriifdes Verächtlichen. 

Saottld, die Saatzeit. Schack'r, eine grosse Drossebr^ der 

sUw'n, sieben ; half SiSw'n, wört- Ziemer (Turdus viscivorus). 

lieh: halb sieben, bildlich für: halban- schaff 'n bedeutet auch: gelingen, 

geiannken. Bornemann sagt : Iss SÖnn' rasch fördern. De Arbeit schafft Ein 

Spä&lmann nich half sftSw'n , hlt de recht 

Strich kto"n Taet Schll, der Unterschied. 

SäOw'ntein, siebenzehn. SChall S. salL 

SäOw'ntig, alts. sibuntig, siebenzig. Schalmei S. Huppupp. 

SCh. Derneuhd.ConsouantSChfin- schlln,yerSGhSln, verschieden sein. 

det sich im Anlaut unverändert nur vor Datt SChllt tUI, 'n gau Dtl, das unter- 

den Vocalen und vor r im Plttd, wo er scheidetsich sehr, ein ganzTheil. Datt 

aus sk entstanden ist;vorl,m,nundw 'kann'nHt^'nvetSChuil, das kann für 

dagegen lautet er wie ein scharfes S(sz) mich ein grosser Unterschied sein. Das 

was dem nhd. seh auch zum Grunde Sbst. kommt meist nur al&Terschll vor. 

Hegt. Das Plttd« ist also den Urformen SChämig häufiger: SChkürig, ver- 

viel treuer geblieben, als das Nhd« Doch sdbämt. 



M82 

Sohsmertni, tSnclieln, liebkosen (mit von den. Srinigen tibelredet, beschhopft 

Mädchen) aus dem franz. chamarrer. sich selbst 

Scbamp, Stoss oder Schlag, der ein J*'? ^P S- Schipp. _^ ^^ 

sichtbaresZeichenhinterlässt. Ickwlr _, ScMp'l, derScheffel. At ScUpeln 

di 'n Schamp gäWn, ich will dich «t- mit Upelainmatn, mehr ausgeben, 

•zeichnen. Dies Wort kommt nur in «Is einnehmen. , ; 

einigen Dörfern vor, vielleicht so viel "J^«»". scheffeln d. h- retchhch 

^ 1 Sdiramm gedeihen, leicht den Scheffel fällen. 

''8Champftni.S6hamp!tXsichausdem »*t ^^^ 8«"P^" «*tt J^^' '^^ 

-Staube machen, nach dem fmnzösisch. ^^^^"1^^, ^^^^^^^ reichen Kömerertrag. 

^chapper De TftffeÜlSChipclll, die Kartoffeln smd 

SchamSs'l Geräusch ^°" ansehnlicher Grösse, so dass eine 

Schln, Schlnbßn l. die Schiene, verhäknissmässig geringe Anzahl das 

2. das Schienbein. Ick heffmiantSchln Gemäss füUt. 

^^^1 Schapp, dßr Schrank. AtelSCW^p, 

^ Sdilnstäd oder SchtnrtcU, Stellen WM'rschapp, Schrank 2;nm Aufbe. 

im Acker, deren Untergrund zu durch- wahren von Esswaaren, Kleidern, alts. 

lassend ist, wo also die Pflanzen leich- "^^P* >v , , ^ 

ter verdorren, wenigstens kümmerlich «^^ » *• ^«f^Jjfhen » zum Besten 

eedeihen ^ haben, plagen. SCftär DU niCll, beunra- 

Schandär, der Gensdarm. ^'^^ "^''^^ ^"^^'^ "^ "^^^ ™ ^*** ^'"^'^ 

SChaorn, er hat mich ganz gehöiH^ ge- 

SChandfer'll,SChändfcrX Schande an- pjgg^. 2. sich um etwas^ kümmern; 

thun, schmähen, schimpfen und zwar ^^^j g^^g^ mi datt, was geht mich 

.mit einem grossen Lärm, gchimp'nund dies an,darum kümmere ichmich nicht 

.gChandfer'nwirdsehrhäufigverbunden 3. sickschlril,sich fortmachen, packen. 

gebraucht. g^|j ^ ^^^ g^jjj|j 41^»^ ^jg. ^^ 

Schandkftp S. Gottsköp. dich fort! 

Sckandmftl,Schandgnftt, ein Laster. Schanäk'l, ein Mensch, del- uns in 

maul, ein schmähsüchtigeß Weib mit .allen Stücken entgegen ist, obnegerade 

grosser Zungenfertigkeit; aus der f^j^jg^jjg g^^i^^^ ^^ ^^.^^ D^^^^^ j^ 

.Sprache des gemeinen Haufens. Verbum SCkan&keto, Vgl,gchwigeül. 

scharntrlich (seltener schenant, S€k SdkaaziSper, ein Hausrock. 

sanft gesprochen) ganz in dem Sinne Sckärwand, Zwischenwand, Sdiei« 

des französischen genant. dewand. 

Sckann' , gothisch skanda , 1. die SCharw'fll und sckirw'n, feiq zer« 

Schande. Andi eriiwfllllOGhSckillip schneiden, z. B. Kohl. Nicht mit 

IS Schana' ; 't iss 's Sflnn' u Schann' sehraop'n zu verwechseln ; Bramv und 

od. : 't las Schann' wIrt, das ist schänd. Weisskohl zum Essen, Grünfutter fürs 

lieh. 2. Lärm, Gezänk. Haokdochnich Hausvieh, wenn es mit einem scharfen 

sinn Schann'. 3. eine Wassertrage S. Messer ohne Maschine verkleipert 

Draoht. . ^ wird, wird gegcharbt , ein Apfel für 

SOhtall',\schänden. Wek sIn Naa' zahnlose Kmder und Greise wird ge- 

aftnidt, schännt 8tn Angesicht» wer aobrapt 



183 

SCllis'n y scbpell jaofen^ ancfe^ ohiie EChäOlB, sputen, die Flüseigkeit in 
Pian herumgehen, besonders eilig; Bewegung setzen. DatWaot'rSGbäOlt 
nmunschäs'll, scbneil umherlaufen; datOw'rflirt^ derFluss spült das Ufer 
auch von den Bewegungen beim Tanze ^eg, S€)lM1 Ak nich SO ! ruft man Je? 
sehr im Gebrauch. mandem zu, der ein Gefs^s mit Flüssig. 

SChät S. schit ^ keiten trägt, und so damit zu gehen er« 

SChattern, Verschattern, Etwa» für muntert wird, dass die Flüssigkeit sich 
einen geringen Preis weggeben, ver+ nicht stark im Gefässe bewegt, ftt* 
schleudern ; meistens von Kindern ge- 3Cllifite !• Wä'sche im Wasser hin und 
braucht, die den Werth eines Dinges het schwenken; 2. durch Schäölei^ 
nicht kennen, auch von Erwachs. Un»» einen Theil der Flüssigkeit aus den^ 
terscheidet sich von katbtfn so, dass Gefösse verlieren. Dasselbe bedeutet: 
dieses einen reinen Tausch bedeutest; verschäfiln. Upschäöln, eine Flüssig« 
Während schatten! das Weggeben für keit so bewegen, dass die zu Boden ge- 
einen Preis, um den man sich vorher fallenen Theile sich wieder mit der 
geeinigt hat, deir aber.dem Wertbeder Flüssigkeit verbinden z.B. der Hefen 
Sache nicht entspricht, weggi^bt. Skat der auf dem Boden einer Flasche sich 
bedeutet im Gothischen Geld. beim Klären des Biers wohl zu fioden 

. SchSw S. Gnitz. pflegt. 

Schlwertln S. Scfaiw'rtän. Scbaom, die Scham (pudor). M Iia| 

schiwig, worin sich Scbäw findet Bich Schaom, nich Graoin, er hat kein 

Bat nass iss achiwig. Dem neuhd. GefühlfürScham und dem daraus her- 
schäbig entspricht es Qicbt, dies vorgehenden Gram. .j 
heisst im Plattd.: SChabbig. : Schaap, Dimin. SchUpk'n, Schaf; 
SChIwSCh, neidisch, feindlich gesinnt. Schaop'r, Sch^f hirte, Schäfer ; Schäl^- 
. Sl^awnppen,. zweck* und ziellos k'n bedeutet auch die flockigen Wolken 
herumgehen und laufen. Von dem zur Sommerszeit. 

Pflastertreter heisst es: ht schawuppt Schaopköttl, Schaopslorbärn, di^ 

Immer rttmni; Kinder, die spielend in Excrenaente der Schafe.. ., 

der Stube herumlaufen, werden ange- SGhaop'n, eine Pfanne zum Braten, 

rufen : nQ ! watt schawnppst hlr rttmat meist auch Braodschaop'n genannt. ■ 

Im ähnlichen Sinn wird auch SCherwen- Schaoprts, Schachtelhalm (Equir 

laln, aber hur von erwachsenen Perso- set^m hiemale). 

nen,mitdemNebenb^rifiFdesAfFectir- Sdiaort 1. die Scharte. SeSchaort 

ten gebraucht. fttwatt'Hi einen Fehler wieder gut ^u 

Schaod'n, der Schaden wie im Nhd. machen suchen, auch: sich wieder für 

ausserdem s.v.a. ein körperlichesGe- jerlittene Beleidigungen zu rächen su- 

hrechenyVorzugJsweisederBruobscha- eben. 2. die Trümmer eines zerbro* 

den. dienen ird^i^enGefiCsses, die Scherbe.^ 

S^aol,sehäofig,scbal,VQmGetränk. schaow']l,sdiabeD, z«B. iuderGe^ 

«r^'8chaol,Dim.SckUlk']|,dieSchate, herei. VgLschraopk 

als vertieftes GefSss. ' ,r \ jSchaow*!; der Loh- und Wüss^äVr 

i SkAUl, die Scbak d.ll^sser8. Hetz- i^er, aber mit: 4^m Nebenbegriff dos 

sch&fil. Vgl. SchelL ! ^^ .Spott^es«. 



1^ :' » ♦ 1 



984 

Schecllt und Schefft 1. der Schaft nicht SCkelln, sondern faoFnCS. oben), 

an einer Flinte, davon VerBChMMeiu. 2. schelten. Im ersten Fall geht da$ 

BtchsenscheSter. 2. der obere Theil Wort nach der schwachen, im zweiten 

eines Stiereis. Davon YerschechVn od. nach der starken Con jagation ; Präsens 

V6rSChefft'n, den obern Theil eines schell, Imperf. schuU' u, schUir(selte«* 

alten Stiefels mit einem fteuen untern ner: schult), Partie, seh ulln. 
Theil versehen, vorschuhen. Schellnbraod'n, der Rippeubraten 

SChCCM'n, eiligst laufen. besonders vom Schxi'ein. 

8CMf, schief, 'ü SCUf HÜl maok'n, SCMrn, schielen, 
den Mund verziehen, was für eine ße- Schelp heissen beim Landmann alle 

leidigung angesehen wird ;8Ch&flaod'n schmalblättrige Sumpfpflanzen von 

l&mm', betrunken sein. massiger Länge, von Gras genau un« 

S6hMl)to, der Schiefbeinige. terschieden, worunter die Wiesen- 

Schfefhack, der einen schlechten pflanzen von geringerer Länge und 

Ganghat; der sein Schuhzeug schief Breite verstanden werden.. 
d. h. nach einer Seite gebt. SCkelpig, Schilf enthaltend und dem 

ScheiSS = schit. Schilfe ähnlich. 
' SCkeiSS'n ist eigentlich nichts andere SchSlw'T, Schfllw'r, das was in seiner 

als das nhd. aber veraltete SChmeiSSeil, Art besonders dünn, schuppenartig ist 

das in seiner frühem Bedeutung auch 6iff am 'n SehCIwerken Brot, gieb ihm 

so viel war, als : den Unrath ausstossen. ein kleines ganz dünnes Stück Brot 

Scheit, die Grenze, da wo sich des SChSlwern, häufiger: SCbnlweni, 

EinenGrundstück von dem des Andern SCkfilweni, abblättern, sich in dünnen 

scheidet 'n Stto iüt Sckeit satt'n, Schuppen absondem,auchfeine5chup. 

einen Grenzstein setzen; dieser heisst pen bUden. Im ersten Sinne faeisst es 

dann Sckeitstta. auch afflschnlwent DeHassehi sehil* 

Scheir 1. die Schale, äussere Beklei- wemaff, dieOberhautsondertsich nadi 

düng weicher Körper. Ärft-, N&Ot- Überstandener Masernkrankheit ab. In 

SCheirn , Erbsen - , Nussschalen, Das der zweiten Bedeutung gebraucht man 

nhd. Wort Schale bedeutet bekannt- häufig das Compositum ; iöW'nckHl- 

lieh 1. die äussere Hülle der Früchte; wem. Dat Waot'r SCktlwort oder: 

2. die äussere Hülle der Muscheln; iSS Uw'rschfilwert, das Wasser fängt 

3. ein flaches weites irdenes Gefäss. ansichmitEiszubelegen,dochso,dtt8 
ImPlttd.istdas erste iSokeir, für das das Eis noch keinen Zusammenhang 
zweite und dritte aber.* SckaoF. hat, sondern noch aus kleinen schup« 
Die Eierschale u. die HüUe der Eichel penartigen Theilchen besteht Adject 
heissenimPlttd.:Dopp(S. oben). Ahn. BChÜlwrig 

lieh unterscheidet der NordfrieSe 2. die SCkte, Verbum impersonak (Prits. 
Schelte, der Tadel, Vorwurf. Bl 'tschüt, Imperf. schao, Part sehte) =? 

kriggsthtt noch Schell'. gesdiehen. DattsobltaUntei^g. Hau- 

SCheirn, afflSOkelFn l. die Schale ab- fig wird das Praefixum ge bei dicM» 

tnädien 9 abschälen. TtflblB sdiell'n, Worte schon gebraucht 
Kartoffeln schälen. Von Hülsenfrucht Schirwli der Sdierbeii, HOaMs^ 

ten die Schale abmachen, heisst plattd, W*!. 






165 

i€llM'B(PT.8db4t;«chtUtat;Iiiiper£. 3. Schildwacbe steben, sehildeni. Da- 

Schott und schöt; Partie, scbaofn) » von ScbHlerhtjl. 

^hksmii^ D^EoggSCbtttallydieHbg- Sohilling, eiueeingcbild^eMüns^ 

gen pflanze treibt sfhotx den Stengel. 9 Pfennige, früher hSofiger im Gebr. 

Für da&Zeigen der Ähren ist mir kein als jetzt 

eigenes Wort benannt, ich kenne nur SChimftni , anhaltend schimpfei^ 

At Rogg kriggt (oder hat) all AnQU auch einen Gegenstand entstellen, 

Seh(tprtg% die Flinte. Schimp, Schimpf. Scbimp nn Schanf 

S6lÜCllt,eineverbältnissmässignich): ^Kopp affblt'B, unempfindlich gegen 
ganz kurze Zeit; t iSS all 'n SchiGht Tadel sein ; Adject SChimpUg. Datt faui 
lllr, vor einiger Zeit; ick bin 'B gM lli doch to 8€ld]|iplig, das bringt mir 
Schicht WtgwW, ich bin eine ganze doch Schimpf. 
Zeit von Hause weg gewesen. Säicht . Schill, der Schein; laonSChtllySau'- 
bedeutet im Neubd. unter andern auch : ichtn , Döpelschin , Trtschtn. SCUb', 
die Pause, welche man bei einer Arbeit aits. scinati = scheinen in den Bedeu- 
macht ; ebenso : eine bestimmte Anzahl tungen des Neuhd. 
Ton Arbeitsstunden, mit welchen Be- gchtfibarlich, augenscheinücfa. 
deutürigen obige plattd. in Verbindung Schindlftch:, eins der stärksten 
steht Ausserd^ bat ScUcfat im Plttd. Schim pfwürter fUr ein Frauenziiümer. 
alle Bedeutungen de^Nhd. Schink'o, de, besta S. wamsen. 

Schick, Geschick, das GeschickCsdn, Schinkcndtf, die grosse Meise (Pa. 
ProportionaIitä't,der Anstand. Datt hat fus major). 

loch Schick, das Tiemt sich, darin fitidet Schinn, feitie Schuppen, die sich von 
sich Harmonie; datt hat Bich Sduck der Haut der Menschen und Thiereab- 
Bldl Sftl bedeutet das Gegentheil vom lösen. Ick hcff SO TÜl ScUmi Opp'l 
Vorigen. Auch bildlich : ick bin nich Kopp. DasAdjectheis8t:IChilllligi 
rocht Upp'n Schick, ich bin körperlich SChbUl', schinden, die Hautabziehen» 
nicht recht wohl 't iS8 allt il Sdlick, vom Scharfrichter, nicht vom Schlich- 
es ist alles in Ordnung, Sprichw. : Koit ter, tropisch : den wohl verdienten Ver- 
Hl didi; hktt kto Schick, lang an gr6t, dienst, Lohn etc. bekümmern. Im Nhd. 
datt lett gftd 3? ein grosses Mädchen sagt man auch : das Fell über die Qhneh 
sieht besser aus, als ein kurzes dickes, ziehen. 2. Sick SChiim', sich abarbeiten, 

SChick'!B,8ick| sich schickeni gezie- abquälen, 
med. Schinn'r, der Scharfrichterknecht, 

Schillebott S. Jumfer SiboUL tropisch wie beim Verbosahin'. Batt 

■::., fcUllem Leinen Lichtgian« von hat de Schimi'rhaolti das ist verloren; 
^h geben, da6 Reflectiren der Licht- gao MO'n Schiu'r, packe dich« Jlo 
strahlen z. B. weno die Scmne a^f eine SchiBn'r haol ist rin verstärkender Aus- 
Wasserfläche scheint; dann 2..verschie. ruf ; de Schinn'r haol ! datt geit iidl, 
: dene Färbet) Qäc}i jiep verscbiedeniän das geht durchaus nicht; do SöUnit 
. Ric;htungen des siirlickgewocfeniin -ft! hol der Teufel! 
.Lichts Zülgw. Pie BeoeQUiiiig euies Schinnert , ungerechte Uebeirvots- 
Schmetterlings, des SchälnrfOggeli, ist dieiliu}g;^diwere Arbeit. .U, 
auch in diesem Sioo .rjatfju&asffl^ . ;i tSohinnerkMi die Abdeckerri, ;.. 

24 



18« 

: ^chilUietpack SJ Pack. "- .; sniwjeileo bei den Ferkeln abfi^^^nd 

Schipp I Plural Sch%t>y' dik ^Schiff» ausgebrochen werdet! müssen. 

px>s8et' Elbkiahn« alts. skipp« • -v S^hA, ät£BJGc6h=:^er Schuh; Pltir« 

^ ScMr;alto;skir,scifhioth,skeirsW ebenao, Dimin.8cll4k1l. 
1. lauter, rein, unvermischt, nichts als; Scho%Iffl|l und DÜW^klltSClltitt, die 

SCMrFItecll, Speck, Fleisch ohne Kno- Pflanzengattung Aconitum, ' , 
chen, Speck ohne Fleisch. SChlrBotfr ScSftI; die Schule. ' 
m^ die f ^ne fiuttfer (ohne Brot) essen, ^cbolaotcro, die Schulfe s(:ii>y&izen, 

Ö. glatt, klar, rein. SChtrflolt, ein Hote- versäumen», und dabei siqh den Schein 

feOck ohne Ake.' iBcKtr.Hftt, reine, klä(rfe gfeben, "als habe mai\ den Unterricht be* 

Haut, die nicht durch Pustehetc. uti- kucht ' ! ! '* 

eben ^st.^ Als Adverb bedeutet es so viel " Scholk'r oder SchSl6r heisit befm 

äfiWmizli'ch. B[at('k6bb ick SChtr Ver- taÄdmann derDorfschulmeister, ihsö 

^^ ^- ■ • - ' 

gltttf, das hJibe Ich rein vergessen. fern er nicht zugleich Kiister ist 

Schtrkasten, ein mit Bohlen ausge- SCboIln (Pr. sali , und schall, säst und 

setzter Raum aq einem fliessendeu schast ; Imperf. $jli11 i Part sok u. sult)<=? 

Wasser, in .dem das Wasser sich abklä- sollen. Der Iniin. ist wenig im Gebr. 
reiQrfUUSS, bevor es durch die Röhren ifii SchOlKCftgg'll'BrotS. RoggV 
die Brunnen geleitet wird. - SCbönsty schon; bereits- ziemlich 

^ ^. Scblti auch .Scb&t| M^uschpD- und veraltet, man gebr. jafUr Uebi^ : tXi 

Thierkoth. Die 2. Form dientauch als ': JBcborf, PL ScMrw',di^ rauhe Decke 

/eiiie Art Interjection, umEtwas zu ver- einer Wunde; 2. die Au®w:vichse bei 

oeinenoder abzuschlagen, wofür man Früchten z.B. bei ^.;^pf ein, Kartoffeln» 

i^ : $ci^'i: de Scblt und oU'a Schlt Vgl Pock. Das Ad j. helsst sdiörwig. 

saglu 401 IVIunde des gemeinen Mannes ,.- Scb^lti.tlie.Schürze. Uliner de ScbSrt 

ist Sies Wort nicht unanständig. kdom', verheiratbeC werden. ,-y,-i 

.IcUfn, das Verbnm davon. Sprich- ' 8iDb&rt'B,^h'^i'^°» z.B.^inenKncP 

va^:Se1riSlftitty de?i&Iscbitt,.viel tab. vppSCbSrt^, aüfscbürzen, von 

.fmd gut futtern ^ giebt viel Dünger. Filu(ieB,\^eKjeideretW4is in'<fidil€&e 

jtefCbJteA bedeutet auch betrügen, ao- nehmen und durch ein Bsiud m dieser 

üihren. ;::.:> Höbe befestigen. 

Scbiteri l. der Durchfall, 2. nidit». ^ Scbw'B(au8deufranzüs. ch6se)s=: 

.untzige Dinge. \ dumme Streiche, alberne Erzählung^fi« 
ii: Ichtthis^und KatCkkftS, Apartement. ScbogUüy der Schornstein. 

: ! - ScbttiorUt; eifa^ ideiner K^l 6ddr : SdlOSf r , der Schuster-; tcküteni, 

^limge^ der keck auftrat - das Schusterbandwerk treiben. Kt 

v!£chttrlazel S. Balg. « ^ •: ^ ^flcköftenftappeiifftni^zuFussegehä!). 

j; ^^Scbtiv', die Scheibe« 1 ;• ScbM, der Scbooss. Sprichwort: 

liSiflfeUw^klk'r, der beim Scheiben- Kioiier M'D Engel iB'tt SeÜMi. Sinn: 

schiessen die Stelle bezeichnet, wo die Kinder fallen oft, ohne sich zu Schaden. 

Kugel eingeschlagen hat 8dlOttl.derSchiiss,2»B.miteinem 

SchiwertiB imd SohSvertti, Ueüie ' Federi^wdii^. $81 der Schöss» di^ Ab- 

spitze imd 8cbiv<t»eJ&iibM>dk. sich ^ •:, 



^ fUbhVMtÜ,fiit^§^limy^^^ scbrim oder adnöt lAw'r, er wofint 

sapnmengesetzfceFigiu*! diei^nenMen- it(^räg giegenUber. / . ;> ; 

scbei^ vorstellen soll und in die Korn-» . Schridtt S. Gefichricht. ' . :. ■.?.>} 

Erbsen- etc. Felder gestellt wird, , SdiridX schreiten« 

zpm Vj^sohemr^n! der y<>geL In deiQt ; , Itclirtll (Pr. sckri, schrist, schrit und 

Rathsordnung der Stadt Braunscbweig schrigt; Itnperf. und PartjLc. schrit) =^ 

bei Leibnitz kommt das Wort? ScIlO« Sjsbrden. 

dtlweUScheuteufel) vor, woral^swAhr- SChriim' (Impers.), ein stark jucken« 

scheinlich, das in Rede stehende Wort des Gefühl empfinden, stärker jdffkrin- 

hervorgegangen ist In diesem Sinne leb, denn es scbliösstschon den Begriff 

istjedocbdas^lbe in der Altmark ziem* de^f gelinden Schmerzes in sich. Beim 

lieh veraltet, indem man dafür: Kitzel unter den Fussaoblen empfindet 

$Ghfi€llt'r, FeldSCUcht'r sagt ; dagegen man ein Krinz^ln, beim Stechen mit der 

kommt es häufig im bildlichen Sinne Nadel einSchruiILdll, beim Berühren 

vor, nach welchem es einen Menschen ies Nessels ein Br0IIII61L 

bezeichnet, der zu Nichts, allenfalls zu SChftw'll (Pr. schriw; Imperf. sdiref ; 

einer Vogelscheuche, brauchbar ist Partie. schr£w*n)s: schreiben, gdirl- 

SchWtl, die Schüssel. Schöttllbört Wn Schrift« Geschriebenes; im Ge- 
o Q^^ gensatz von Gedrucktem, alt. scriban. 

SchottspM S. Sp61. ***'• ^"^ Hlenwchrt, eme aus ab. 

SchSw*, sorgfältig ausgesuchtes gezogener EUemrinde zusammenge-: 

Langstroh in Bünden, das am untern rollte Dute, worm die Landjugend die 

tbeil gerade abgeschnitten ist und zum Himbeeren, Brombeeren etc. m den 

Dachdecken verwandt wird. 'Der Holzungen sich sammelt ^ 

selten vorkommende Singular he&st: SChrötS. schräm, 

g^lijjf Scnmbbr, eine Bürste mit fainger 

SCbraHl'n S lauFn Handhabe zum Scheuem d.Stabeaetc. 

gChraop'n, schrape'n, schaben. W- Mtobb'B,mitd.Schrubb'r8cheiiern. 

fein, MWa etc, «chraop'n. Danh 6trch SchnibMiftwel, der Hobel des Tiach- 

Schrapen einen Körper ganz 5n kleine l«"' ^^■'*™'* ^ «««he eines Brbttes 
Theile auflösen, um sie ftir einen zahn. i*»!*^^^!^. '*'''^'^' um mit dem 
losenMundgeniessbar2uniachen,z.B. ScMlChthftw'l dann die Brettseite zu 

Äpfelj Möhren für Kinder. Geld tohftp ®^^®"-., ,, „ . 

«CteÄOp'n, Geld Zusammenscharren. SchHlUll,ÜbleLaune, Verstimmung 

ML L i« besonders wenn dieAQsseroogenniK 

Schraopels oder Schraobsel u. Af einander im Widerspruch sind. H»lut 

SCbraopels, was abgeschrapt ist tXr gj^ Schmll'a, er ist böser Laune j M 

gehraop'n, aus einem Topf , Schüssel ^^^ jj|| ^edder sln SdunU'n ^ er 

etc. die letzten darin noch befindlichen ^^^^. ^j^j^ {„ ^^^^ q^^ Stimmung. 

Reste in kleinenThejlenmitdemLöffel, .Sdmuip'I,Ruu»Bl.F»lteffim߀8icte 

Messer etc. heraussuchen u. verzehren, ^jer beim Obst* das zu früh abgenom- 

BaortSCliraop'r, der Barbier.. . meniat, auch vom Wurzelwerk. Dil- 

ScbteiheürteK S. Wüidiiickei. hericlinuBplig, schnuqMlB, inicteroife- 



188 

. SDbrftWidieSehranbe»^ dat Hte SekldANT^ wenn eia flcliWer 

f chrftwstick'n , der Scbraubestock. beladener Wäget) Vorüber ßibrt, oder 

tohrftw'n ^Präs. schrüw, scbrUffist ; wenn es stark donnert Bornemami 

Imp« scbr6f ; Part schraob'n) = scbrau- sagt von dem Rüipsen eines Menseben : 

ben; l;dieSchrauben anbringen, 2.z0m dtllB tcblddert 4e- gtUe Stol. Das 

Besten baben, vexiren« Ad jectb heisst SCkldArigy das Substant 

Scha(Subst.ii«Adject>dieScben, deSckndd'r. 

sdieu. Schtffl mit Scbanfet dasselbe Wort; 

V üMb S. schuck'n. aber von verschiedener Bedeutung. 

tcbnbb'n, die Schuppen, z. B. der' Zürn Grunde liegt schieben und 

Eische abmachen ; 8i€k SCbnbb'll, sich dieser BegrifFhatisicb in Schiff*! erhal- 

sdieuern, wie KUhe, Schweine etc. ten. Die Schaufel, plttd.ScMpp dirät^ 

wenn sie Theile d. Körpers an Bäumen Gegenstände damit zu Werfen ; SoMtff 

etc. reiben, von Menschen: die juckende ist ein Werkzeug umz. B. Unkrantaus 

Stellen mittels der Kleider scheuern, den Gängen eines Gartens durch 

Vgl SChlnw Davon Sohübbejack, ein Schieben fortzuschaffen. Das Schilf- 

Setumpfwort , wörtlich : der sich vor feieisen ist iü einem Winkel gegen den 

Ungeziefer mit der Jacke schubbt Stiel geneigt, die Schlippe liegt in der« 

. Schficht'r S. Schot'ntöifeK . selben Ebene mit dem Stiel. 

Schuck, d^e Scheu. Ick heff 'B Schuck SChflffeln l. mit der Schüffet arbeiten. 

fUr'nAnst, ich fürchte mich vor der 2. ein Knabenspiel mit Stecknadeln. 

Arbeit in der Erntezeit Adj. ebenso. Schofft 1. das Sdiulterblatt des Rin<« 

ichick'n und SChft'B, scheuen. Dat des; 2. ein Scheltworts elender KerL 

Pirt schuckt (schüt) ; h( schuckt sick Jlchnnt, der Uhu(Strix Bubo> 

Bao HÜ8 to gaon. Auch sagt man : h( . schall 1. S.SalI,2< Imperf.von schel«. 
ifS Schuck ita'Üf Schuck sekll. ien = schelten. 

. schftddeln ^^schütteln. schttllig, schuldig, watt bin 'k schtl- 

. Sehtddelkopp , Jemand , der durch Ug 9 was kostet die Waare, Arbeit etc. ¥ 
Kopfschütteln etwas verneint; daVon Schull'r, die Schulter. /. 

das Verb. SChUddelkopp'n, verneinen. SChftl'u, schleichen, sich den Augen 

< SChudderOy^haudern vbr Kälte, vor ^derer entziehen, aus Furcht, Scham» 

Schreck, bei grausigen Erzählungen. I^st,Neugierdeetc., daher auch die Be- 

Hi schuddert so sagt man auch beim deutung: auf ,€twas Lauern. rtflUB- 

Darchziehen eines Fiebeffrostes.Datt SChfti'U, herumschleichen; 2. durch 

Ashuddert U dörch sagt man , wenn alLerlei Mittel um eine Arbeit herum- 

ifian den Elniluss einer kalten Witte- zukommen suchen. Dao hat hh Sick 

Tung auf den Körper fühlt, ohne dasö lUaol wedderrummschfttt, da hat eres 

es gerade sehr kalt ist: z.B. an einem wiiederso zu drehen gewuss^ diasser 

jLÜhlen Apriltnorgeu sagt man wohl: von der Arbeit frei geblieben ist. 

dkLuAtiss noch so schuMrig; oder schtlpX ^^^ Schulp, das in Harn- 

wenn inan etwas sieht, vor dem man bürg noch im Begriff von Muschel* 
Ekel u. dgl. empfindet Da durch das schale im Gebrauch ist = eine in einem 
Sehaddern der ganze Körp^f in Bewe- Geföss befindliche Flüssigkeit so in Be- 
ging gesetzt wirdr«o sagt-ttMUvaudi: ~W«gTOB^fietsefr,dasssie|;fgen di«^r- 



169 

tenwand achltfgt uad den tjciA bervolv im Halbdunkel ohne Licht' ätzen nad 

iU'ingt, den das Wort nachahmt, wobd tranltch mit einander sprechen. IiMt 

ancheinTheil der Flüssigkeit aas dem «HS 'B blfn SChoiiimeni. Daher: 

Gewisse herausfliegen kann; in diesem S<AQinienittDdk'll, ein trauliches Ge. 

Fall heisst es : M* oder IOw1rS<A1Up'lL sprach im Halbdunkel. Adj. 8ClUIBHaf> 

Zuweilen gebraucht nian es auch in- rig. 

transitiv :dat Waoftsehtlpt Schill, die Scheune; Schlsdll, die 

Sdnllt, der überaus häufig in der Dreschtenne. SlBlaog^B iU'nS<Ä&l> 

Altniark vorkommende NameSchnlze; dll, er hat einen starken Appetit isst 

Imd: der Dorfschulze. mehr als ein gewöhnlicher Mensch.. 

S6lMÜtt«BBtl«l(od.>vlehiermeist gchÜn ( Verbum> geschehen. Dstt 

gesprochen wird; TOB TWai) im Süd.: gchtt Bich Olt, das geschieht selten. 

Eoeh TOB Kttlaa = der Pfingstvogel, Andere Tempora dieses Verbums sind 

ftrol (Oriolus Galbnla). Die Kinder „jr^i^ht bekannt. " 

singen von ihm :Sc1ibK TOB imas, hat gchÜB=schuck'n (S.oben). 

SiekiB'BBttdelhaBt Oder: Schalt tob ^^j^a, jedes nichtsnutzige Ding, 

Wlail, WollB bei(d) toBtr gaott ! Heff ^ur des Wegwerfens werth; stHrker 

kta0eld,ktaDrtr6eld. Oder: Hoff kta alsPluBder. 

eeld, will watt Ita ; heff kta Bttdel, schnakl die Schaukel, davon schvB- 

achte to'B Dfiwel ! Oder : Schilt TOB ^gig^ 

TMan hfttt sich mltt BU Ib'b Bfldel gchflaB', toschttaB', nppschfiBB', an- 

hant ; Woll liao'B Kr6g gaOB, har kta reizen, aufhetzen, um etwas Unrechtes 

«eld ! kta eeld ! kta Geld ! auszuführen, oder einen Zank fortzu- 

SChBlveraundachfllweiB S. schel- ggt^en, damit daraus eine SchlSgenä 

^^™* . . hervorgehe. Vgl. auch potSCh'B. 

Schfim, der Schaum; Adj. SChfbBlg. _. , _ , »» ..i. ■ 

achflm', attchüm', schäumen (trän- „ Sohüppl. die Schaufel FüMChttpp, 

siH V und intransitiv), abschäumen. KaorBSOhhpp. Vergl. auch Schtri 

SchUmkeU, der Schaumlöffel. 2. der verzogene Mund bei kleinen 

SehBmmel,ein Scheltwort für den, Jindern wenn sie weinen wollen. 

der uns in irgend einem Geschäft über- »»* ^^ »»•" » SchftppkU Verb..: 

vortheilt,betrBgt, noch häufiger für ein »Chftpp'B, schaufeln. 

leichtfertigesflUchtiges Mädchen, wo- SchftppeB, Pique im Kartenspiel. 

für auch lommel, WiU' BOBIIBel gesagt Schapps, der Stoss , mit dem Arm 

«_jj.j oder dem ganzen Körper. 

gChOBimelB und beschimaela, be- Whappsen, durch einen Stoss Je- 
trügen, übervortheilen. Etwas stärker «nanden in Bewegung setzen. H« 
als das letzte ist : beSChippeB. Dagegen ««>"»PP«* »» geschieht m der Akmark 
sind die Ausdrücke helftkaea, beao- mcht mit demFuss, das nurstöta heisst, 
gelB schwächer in der Bedeutung. «=0"^«™ »'^ ''^" bänden , oder mehr 

SchBBimer, die Abend- u. Morgen- «och mit dem ganaen Körper, 

dämmerung. b'aSchBBUnwaitt^ im Sdihr bedeutete früher ein Fell, 

Halbdunkel sitzen. Decke der Thiere. Davon der allge- 

SChumerB,di£CaiBrigTinerdM^aücbt ttii/kt^ BegtM. eiaer Bedachunf^ 



499 

Vüog'nseliftr, Traftclilr; in't Sekte HAsoliiiijgettiqiwMttolichsbed^yitet 

|[Mi = untertreten, um sieb z.B. vor 1. er vexirt.mich unaufhörlich,., waa 

Regen zu schützen. 2. ein Regent meist mit lachendem Munde geschieht 

schauer, gleichbedeutend mit Swtekj; und selten böse gemeint ist. 2. erplagl 

e1bvorübergehender,nicbtanhaltender9 mich ttnauftiörlich mit. Arbeiten, ISsst 

Regen, Hagel etc. 3. kramphbafteZu- mich gar nicht zur Ruhe komo^eq. , 

fsiUe,' besonders bei kleinen Kindern. 8Ch!irr'al«üb^r etwas rutschen, Lin« 

{«dieser Bedeutung wird in der Regel gleitep. Die Knaben sehurreli,^wei){i sie 

Utas Dimin. SchSrk'B gebr. Htn Dftm nach genommeuemAnlaufüber das Eis 

litt all Schftrkens, meine Tochter leidet mit den Füssen hingleiten; :Wir sagen 

1^ kramphhafcen Zufällen. 4. plötz- dafür auch Bliddem, gleich eioem 

liehe Anwandlungen von Schelten, Schütten (Slid^nj^ber das £ishiG^lei<i 

LMrm^.Toben etc. tt( hat hSt wedder ten; davon SchurrbaQu, SUdd'rbaoK 

sIb dullen Schftr. 5. In der Redensart : 2. scharren mit den Füssen*. Sohm 

'n ganz oder gftd Sehte slaop'n, wto* 'n Diaoh 'n bit'ii ran =? schiebe den 

l)at es die Bedeutung von: Zetit; eine Tisch . n^her heran^ oder: do Pott 

längere Zieit schlafen , weinen. Ganz Schurrt YOB Disoh raff, d^r Topf 

verschieden im BegrifF kommt dies steht nicht sicher, ^r kann leicht abglei« 

Wort in der Redensart : ta'u watttom ten. Bildlich ist die Redensart: 't it'B 

Sehte dön = Jemandem etwas zum wUI Bieh SChurr'll, ich habe keinen Ap- 

Possenthun, um ihm zuschaden» dann petit, oder: die Speise schmeckt mir 

ist das Wort von schäin, zum Besten nicht. Vgl. auch glldU Affi(dUUT'll.be« 

haben , abgeleitet. Vergl. schoiigeln. deutet auch : sterben. M iSS afltehiuqti 

afbchtellyrdurch eine Wand oder Quer- SCh&t, geschieht, 3. Pr.^ von gesche« 

Stangen trennen. Wemi z. B. zwei hen; dagegen SChÜtt , 3. Präsens von 

Schweine auf einen Koben sich beissen, schfeteil^ schiessen, 

sb schürt mat) eins ab, d.h. man bringt Schtitt', die Schleufiie« 

zwischen bdde Bretter etc., wodurch schftttkeni, unnützer Weise mit 

sie getrennt werden. dSröhSChteo, ein dem Feuergewehr schiessen.. Wer dies 

Zimmer, einen Stall etc. durch eine thut ist ein Schtttker, auch sq viel als: 

Wand in zwei Theile Cheilen. ein schlechter Schütze Jäger, i^ein. 

schurig 1. vor Wind und Regen ge- Schfiw'r, der Schieber, Riegel 

schützt, 2. behaglich. Tritt Jemand aus SChUW'B (Pr. schüw, schliffst; Iinp. 

der Kälte in em Haus oder massig er- schof; Imperat. schuf;. Part, schaob'n}, 

wärmtes Zimmer, so sagt er: Htr isst goth. skiuban, schieben. Unsere Ki^r 

BChurig. derwärterinnensingen zur Beruhigung 

Schlrk'n S. Schür. und Belustigung der Kinder: Backa, 

8ch&rX scheuem ; sick schtf n, sich backe Kökep, de Baqk'r hat all rAp'i, 

scheuem, reiben, auch: die Haut ab- wer wiU 6neB K6ken backen, demtttt 

stossen. hebb'n s&Owen Sachen: Eier ui Se^ 

schnrekdn u. sdnirigeln, stärker im Bott'r nn Smolt, ISlk nn Hll, Saikran 

BegriiTais schatt&keln, Jemanden ohne maokt den Kftk'n gll ; schftf in'n Aow'b, 

Aufhören aehben, aufziehen, zum schftf in'B Aow'n. 

Besten haben, plagen. (Vergl. gchtV,) SchAWkar?', des ^dueWkaj^ft, -.:; 



<9t 

■*■' S^iwtao^ die Schieblftde. - - ttalig^ wenn sie nicht wasserdUnne ist^ 

" Sft und Mkfl S; HS dfldHdk'n: ■ sondern durch einen Znsatz von Mehl, 

Scgg, die Segge (Carex)^ Adjectiv Eiern u. dgl. eine etwas weniger ilCft. 

86ggig. «igeForm angenommen bat . ..r ^ 

Sei, Traber vom Mälz. »^ SemmelstuU S. StulL 

Seiw^ nnd Saww'r l. dar Speichel, • 86mp, der Senf, Mostrich.: lA mfitt 

der kleinen Kindern hliufig aus dem Ak idn S6mp daoto giW'B^ er will auch 

Munde zu fliesseti pflegt. 2. die Ta- s«n (nicht verlangtes) Wort drein 

backslauge in dem Pfeifenabguss. reden. 

- seiwein S. sabbeln. StalsUld'r, die Blätter des Sennes* 

- Sdch' Si Piss*. baums(Cassiasenna), iilsAbführungs- 
• 'Sdllllg, ein Tagewerk beim Korn mittel vom Landmann viel gebr. . 

-sb'en. si'i Seiling d6lL sin (Pr. s^ süst ; Imperf. sK, seg und 

8ei'a,säem ^bth. ü. alts. saian. sagg; Imperat sU (gewöhnlich kik}: 

- Seissl und 8te8% die Sense, nicht: Part. s6n)= sehen. 

Sichel. Senkig, sich senkend, z.B. vom Fuss» 

SeiSS'lUAfli , der gemeine Reiher- boden, Acker etc. . 
Schnabel (Erodium cicutarium). S^ die Seife. Verb^ Sft^ll, iVjkp^ 

Stk, blass, bleich, von Menschen mit Sto, eiternder Ausschfog der H^xUf 

kränklicher Gesichtefiirbe gebn, von das Adj. lautet ebenso. H6 kat 'n S&rp 

Sik, die Krankheit ' Kopp. Dasgoth. silr ünddasalts. sex 

SM 1. die Seele (animus); 2. die bedeutet Schmerz, Wunde. S6rk']l,der 

Fischblase &es Herings ; 3. die innere Mundausschlag säugender Kinder, be« 

Hantdes Gänsekiels. stehend in weissen Bläschen auf der 

SMk'n, Diminut von SM (die Seele) Zunge. Gieichbedent.ist8wälllBlk'll.; 
drUckt die i'ecbt innige Liebe zu etneQi sett'a, aits. setdan (Pr. sett, Imp. sett^ 

Kinde aus. Ach BtltSAlkX WStt keff Part, sett) 1. setzen, ponere, coUocare« 

ick di IM. Dil Wid'r settsiok, es fängt an, gutes 

SeU'll, Jtröddtf, besonders mit alten Wettei: zu werden und gjiebt die HojBf- 

Kleidern. nung,das3 es gut bleiben wird« 2* pflan- 

Selier, ein Mann; Selteitdi, eine zeu,"HästaUTflffehisett.? 

Frau, die alte Kleider zum Vei4[anf hat, Sibold S. Jiamfer Sibpld. . 

audiKledersellenokgen. Diese Wör. ^ Sibtrk'n S. ZibUrk'n. 

ter werdenjetzt nur noch selten gehört. . siohtn, sieben' z« B. tlts Korn. Vgl. 

'"SMIsehopp, Gesellschaft^ Begleitung. SlfL 

bSellSdkOppgtOB. sick,Pron.ref[ex^sicb. 

itAUuO^n, inden letzten Zügen lie- '. Std (der Ton ruht etwas lange auf i, 
'gen^ wird bei uns nur ith bildlichen wodurch essich von Sit unterscheidet), 
Sinne von Kindern gebr., wenn sie eine die Seide, wovon das Adj^t.std'B.' • 
grosse Müdigkeit zeigen, und bereits * SidAkfeinleinenesT^t^'diircli'Mrel- 
dieAugenlidersdiltessenysieabernocfa ches die Milch geseibet wkd. 
mit Mühezüweiten offnen. ::likeni S. Pipern* 

8«nk0ilii%,4erg^ät;bteHoni^.^ .• Ml, Stttig, & Säk . 
- itaigyfeisBg. 9« 819p, ftlh JSi 7::vSa)UdieSGblei^§iiQb W^siserröhre 



193 

oder thorartigeüffiiung zur AbleitiiBg das Hauptwort nach : ^KiOden St|V| 

desWassers^ 2.einStadtdior. S.gleich NaowerS.Hte'r, iHdie» HAt» so dass 

8ll S. oben. also das S^uch den fetnipls angehängt 

simeUra (sttnnliren), über etwas wird, 
nachdenken, grübdn. Stil (Verb.), wlftea= sein (esse), Pr. 

Sims 1. das Gesimse ; 2« die pferde- bin, bi^ iss, im PLsUnd ( Jmpetf.. waor, 

haame Angelschnar. w^r, was ; Imper.,si u. was i Part we^ 

idB, (Pron.),sein9 Femin. IXj äör, ihn slft, seihen, durchseihen, besondecf 

Ein eigenthUmlicher Gebrauch dieses von der Milch gebr«, wenn sie aus dem 

Pronomens findet statt, wenn das Milcheimer durch .ein dünnes .^di 

'Eigenthum einer Person ausge- (S!d6k) in die Milchbebälter g«i|eiet 

drückt werden soll, entstanden aus dem wird. Diese Operation heisst ^^pitB. 
grossen^ Mangel an Genitivformen. Die StBb&m , Giristbaiun, Weihnacht!« 

besitzende Person wird durch den Ac- bäum, eigei)tlich : Rosinepbaum, ^ 
cusativ ausgedrückt, dann folgt das sing*!! hat neben deq Bedeutot^en 

Pronomen mit dem Gegenstand desBe- des Nhd. auch den von : sieden, welche 

Sitzes im Nominat. Itn Tuoder sin H6t, letztere Wort das Plttd. In der AUmark 

Iiider llr 8€hArt, iins' Vedto stn nicht kennt 

'ffMrn , de BArn IrTlr , die Pferde der Si&igte, dat, das Seinige« 
'Bauern. Dabei hat das natürliche Ge- Sionig 1. Verstand« Nachdenkjen ver- 
schlecht den Vorzug vor dem gram- rathend. Im Magdehjarger Redbt von 
matischen : dat läk'n Ir Schört nicht: 1233 kommt SllinekeitfUr Verstand 
ginSchArt, die Schürze des Mädchens, vor. 2. Gegensatz von stark, heftig. 

Man sagt sogar : 't iss m!n stn, das ge- Datt rig'nt recht siimigpder : 'ft ÜBnlg 

hörtmk-. Dieser Gebrauch des stnetC. R&g'D, wenn der Reg^n in feinen Tro» 

'findet auch statt, \(^enn ein Pronomen pfen ruhig herabfallt, der Staubregen* 

demonstr. anstatt eines Subst vorauf- LaotdePlrmaasilUÜgtOgaOIlilassdie 

geht, z. ß. datt iS8 dttesan sin BAk, dtiS Pferde nur so langsam fortgehen. 3 er* 

Ir B6t, deoE' sIb Glas, dA Cr Bisch ;= innerlich, t iss mi so siimig, icb:erin. 

dies Buch, Hut, Glas, Tisch gehört die- nere mich dessen so eben, 
sem, dieser,- jenem, jenen. Auch bei Sipcm S. sip'n. 
dem Pronom. intern Wik Stn Sttw*! isS sip'n , ei ne wässerige Feuchtigkeit 

datt ?= wessen Stiefel ist das ? WBk von sich geben. Wepnaiiseiii^Wuade^ 

lir Spin&rad iss dttt ? s= welcher Frau die noch kein Blut giebt,das Serun^-aus- 

gehört dies Spinnrad? Bezieht sidi . «chwitzt, so heisst es : t SüfipL Koflimt 

der Genitiv nicht auf Personen, sondern die Feuchtigkeitstärker barvqi^ sod^p 

auf Sachen, so wird das Pronomen stn sie ausder Wundefliesst, niditjq^s^rk- 

nicht gebraucht, sondern die Präposit lieh ausschwitzt, so heisst es: ^ dnütt 

ton, z.B.: de BrM nm de fiaen iss itt (S.oben). Diese Wörter w^ea 

dfbttig Sciuitti die Breite des Gartens aber nicht blos von Wimdei), sondeni 
beträgt 30 Schritte. Will man das um- auch von jeder in geringem Qmie be- 
schreibende Pronomen sin vermeiden, vortretenden Feuchtigkeit g?br« Davon 
so bildet man eine eigene Art von Genit das Frequent . sq^cn i|.,sken; «nteres 
durch Htftzofttgong «inesS und stellt .tPü^Wundoii: IrtPti^i^. v^r^tOHr^^ 



193 

von (jeßtssen gebrancbt, die nicht fest In fUM It bedeutet es schlechtweg : 

schliessen, ans denen vielmehr die Flüs- essen« besonders solche Speisen, die 

sigkek tropfen weiseiiervorquillt mit; dem Löffel genommen werden« 

Sipott = Satt S.oben. , 2- seinen Anzug donchUnordnungver- 

Siso, so also; bei Fragen und Ant- derben. S( Versldbbt all' Ir Ti|^ sie 

Worten. nimmtihreKleidung gar nichtln Acht. 

'\ SiSt! steif Interjectionen , womit In dieser Bedeutg. wird auch : slaoip'll, 

man säugende Fohlen zu locken pflegt; slampamp'n gebraucht £ndlichd.ge^ 

Daher Slssfftll'n od. SISSfliailB, ein sau- braucht man es für eine unordentliche 

gendes Fohlen. Hauswirtschäft,dieausMangelanSpar-i 

Sit, alts. sida, die Seite ; Qpp dflSS Slt^ saftikeic mid aus Unordnung zu Grunde 

anfdieser Seite. vSpedalt, die Speck- geht:Dfthtaimalls?erslappt Wersa 

Seite. Das Sprichwort: de Wostnao handelt ist ein SIamp,Maillpamp. 
d' 8peekslt smlt'a ist auch ins Hoch- Slabbsack, Schimpfwort flir ein 

deutsche übergegangen. Frauenzimmer, das seineKIeidungver* 

Stt, seicht, niedrig. Sit Water, 'nsl- slappt, und unordentlich u. schmutzig 

den St61 =s niedriges Wasser (im Fluss), einhergebt. 

ein Stuhlmit kurzen Beinen. sltOIl Wtt, slabbem i. das Frequ« von slabb'i^ 

weit und breit. : Das goth. siggen, ahs. jedoch nur in der ersten dort angege^ 

und angels. mnkan =? sinken, senken j benen Bedeutung. 2. bedeutetes : beim 

liegt zum Grunde. Von flack oder flSt Sprechen oder Hensägenvon Memorir- 

(Vgl. oben) unterscbeidetisich slt, dass tem ohne allen Acceht,. ganz monoton 

bei diesem nur auf das Gesunkensein und schnell durch Verschlucken von 

des Wassers gegen früher gedacht Buchstaben und Silben reden, wie dies 

wird, während bei jenem Worte nur bei Kindern beim Hersagen von Tisdi« 

die geringe Dimension in der Tiefe in gebeten in der Regel der Fall ist be* 

Betracht kommt - Slabbern, sich beitQ Essen und Trinken 

. Sit (Adverb.), seit Slt gistem bin besudeln, beklickern. Daher SlaUbÖr« 

iLWeddersmd. - dAkn.KKckbrett, die Kinderserviette. 

Sltfeld; bei vielen Dörfern der Alt- slabbrig wird hauptsächlich von 

mark. wird der niedrig liegende Theil Speisen gebr., die nichts Consistentes 

der Feldmark sogenannt Vor der Se« haben,rWa8 der Landmann aber verlangt 

paratton hatte jeder Bauer seinen Theil z. B. dünne Suppen, Kaifee etc. slab* 

darin. brigeHaowergratt. 2. geschwätzig. 

Sitt'tt (ick sitt set und satt, säten) =s slaokeniy beim EsSen etwas auf die 

«tzen. gbth. sitan, alts. sittian ; sitt'l Kleider fallen lassen, wodurch diese be» 

gaon, sich setzen ; g;aO sltf B, setze dich, schmutzt werden. Kladceni ist dasselbe 

wörtlich : gehe sitzen« und kommt als Composit slck befcla* 

slabb'n 1. schlappen, mit Geräusch okenijtoklackeravör. 

essen und truikeo, n4c& Art derHunde . staokig wird besonders vom Wetter 

und Schweine; gebildet aus Slap, das gebraucht, wenn durch anhalteiidenRei* 

Geräusch nachahmende Slabb'lttckso! geti dieWegeetc. schmutzig werden» 

ein Warnungsruf iür Kinder, welche Slaekig.WId'r in der Bedeutung nicht 

sich leicfat diese ^Unart gewöhnen. verscbtMen vonsAttiiErig WUhr. ' 

25 



194 

Sladd'f) totnpige, zerrisiebe Kiet;^ wird dafür BAO toni (nacharten) ge-*^ 

döngsstücke. Dann : ein Fraoenzim- braucht 

tner, dassladdrige Kleidung trägt. Das Slamp und SUnq^aflip S. slabb^n. * 
Verbamist:8laddeni. Slm S. Slanz. 

Sladdrig bedeutet 1. zerlumpt, zer- Sl'if, die Schleppe sun Kleide» 
fetzt 2. wird es vpn Dingen gebr^ die Släpig, schleppend, besonders vom' 

schlafF, schlotternd herabhängen, z. B. Gange gebraucht DeDthliMit'Billpi- 

von der Wäsche, die nicht genug ge<% gltCfang. 
steift ist, von Stangenbohnen, die sich slip'n, schleppen, 
nicht um die Stange wickeln, sondern slapp, schlaff; alsSnbst: dieMauk 

achlaftherumliegen, von dencnusculö- scfaeHe^ Ohrfeige. ^ 

senTheilende^Greisenkörpefrs, denen SUpps, ein Sdieltwort Ein Nön- 

die frühere £lasticttät fehlt u.dgl. cbaiaht Vgl Flabbs. 

Släd'n, der Schlitten ; unterscheidet sli(r)]l, slvni, beim Gehen die Ftssö 

sich'Von Sifip,das6 jenereinen Ktz kästen nicht gehörig aufheben» so dass man die 

Wenigstens Rungen hat, welche beide Sohlen u. Absätze der Fussbekleidüng 

bei der SlSp fehlen. Diese dient haupt* über den Boden hinschleift. Dadies am 

^Kdilich zum Fortschafie0 des Düngers häufigsten von dem geschieht^ der Pan- 

aus den ViehsüÜlen oder grosser Gra« toffeki trägtso heissendiese auch Slftl^ 

tikiblöcke etc. besonders wenn sie von abgetragenen 

> Slafim'BySlaAttQ'n kommt nur in d. Stiefeln abgeschnitten sind und keine 

Redensart vor :6n'nbl'ft81aittj'nkrtg'll Hackenleder haben. Von slapp'n un- 

SS Jemanden angreifen, um ihn z. 6. aus tecscheidet sich sUfn wesentlich ; jenes 

dem Hause zu werfen ; also etwa so viel bedeu t nur das Aushacken der Schuhe 

als : handgrei£yk:h werden. wenn sie zu grass sind und beim Gehen 

- \ .Slag ! eine Interjection, die beson- vom Hacken abgleiten ; ftim kann man 

ders zur Verstärkutig einer Behauptung nur mit Schuhen, wenn das Hackenle^ 

d^fofi». der niedergetreten ist, stoppen ttur: 

Slag(Subst),Geschledit, Art Datt wenn dies hintere Leder tioch in'd^ 

iggnao mlB'n Slag, das ist nach meiner Höhe steht Vgl slabb'n. 
Art 'b gftdeB Slag linsohOB, ein gute^ Sllt (von sli^n = schleissen, was 

Menschenschlag ; von Menschen, Thie- noch in Hamburg und Bremen im Ge- 

rto und leblosen Dingen im<]iebraüch. braubh ist) = das Verbrauchen, Abge* 

fdagt'B ( Verbum von Siag, nicht zu nutztwerden. De Rock iss upp'B 8lll^ 

ver wechs. mit geblackten, ; absohlach- der Rock hält etwas ab, verbrauchte sich 

taa, das einem andern Stamme ange* nicht so leicht Hfthat 'Bgr6t'BSllt| er 

hört) = nacharten^ ins Geschlecht ein- hat viel Gesinde, Wagen, Spann vieh etei 

schlagen, an Sinnesart gleich sem. Hft zu seiner Wirthschaftnöthig. 
Slagt Bao stB' Taoder kann heissen: er Slaodöt, ein grosser Janger Mensch, 

sieht seinem Vater äusserlicfa ähnlich, Datti88'BSlaod6tVOBKlrI, das istehi 

und : er hat dieGewohnheiten, Denk-, gewaltig grosser Mann. 
Sinnes-' und Handlungsweise seines 81iig^,eingrosserhölzemer,anbei- 

Vaters, Eh Sltgl 'B btt'B Bio Bi, er den Enden mit eisernen Reifen Verse- 

artet «in "Asecnlg Back »in Seltener heuer Sddl^l, M^hik der ttofaibauer 



193 

die eisernen Keile zum Zerspalten ins an einen Körper ansetzt. Lnng^im 

Hoiz treibt, heisst auch Holtslaog. Waliser geleg«nes Holz überzieht sich 

SläökSy ein Scheltwort^ in ziemlich mit Slick« £benso das Öl und Fett, wo- 

allgemeinerBedeutung, eigentlich: der mit ein Gegenstiand zur Vermeidung 

Faulenzer. Im Göttingischen bedeutet der Friction überzogen wird, z. B. Wa- 

UML'a, aus Trägkeit langsam gehen. genachsen. Auch der Schleim , womit 

lläökng, das Ad j. davon. Auch das die Haut des Aals und anderer Fische 

Verb, släftks*]! kommt hie und da vor. überzogen ist, heisst so 

tlaon (Pr.slao,sleist; Imperf.sl6g; slickrig, das Adjectiv vom vorigen* 

Part slaon) » schlagen, mit allen Be- SlickrigWld'r bedeutet die Witterung, 

deutungen des Neuhd. alts. slahan. Wenn es bald regnet bald schnek, wo«.' 

IlUllaOiB^ einschlagen, gelingen. dnrch die Wege glatt werden. slickerHi' 

Siaop,Dimin. SllSpkX der Schlaf, slickerig sein. De FMsttg sBckert, der 

*JlSl&öpk'aniftOkX ein weuigschlum- Fusssteig ist vom Regen glatt gewor* 

mern. den. läi abgeleiteten Sinn wird es auch 

. slaop'n, alts. slapan, (Präsens slaop, von Speisen gebr., die glatt binunter- 

sl^ippst; Imperf.sl£p; Partslaap'n)s gehen z,B. von Austern. Born«naim 

scblafen.^ Ein vielfach vorkonmiendes sagt: Se slickerteil manchBaol Wt 

Wiegenlied heisst: Slaop, Kindken,, EiuitdengauenEterk6k']ii9p. 
slaop, bnt'nsteit'nSchaop, dattisadi sliddem S. schurr'n. 
gaor 'n fraomes Blftt drttm sttad im all» sUk'n (Praa. .^lik, Imperf. sl^k, Part. 

Hipschea gAd, slaop, Kindkeo, slaop ! släk'u) = schleichen. Laot sllk'ji, las» 

Oder : Slaop, Kindken, slaop ! im Gaoin. es nur so hingehen, bemerke es nicht. 
SÜnd tw( Schaop, ta SWartea HII^II Sltkflster, ein Mensch, der auf ein«! 

Wittes, nn wenn datKind nich sl^^'n hinterlistige Weise sich beljemandem 

will, so kfimmt dat swart m bitt ett.. einschmeichelt 

öd. : Slaop, KindkX slaop ! diu Taoder Sllk'r, der Schleicher, im eigentliche 

hOd' de Schaop, diu Kll4der hSd' de und bildlichen Sinne, für letztem sagt 

bunte 66s, de Taoder sitt bi'n Btokrfts^ man auch : Lisk*nsllk'r. 

slaop, Kindk'n, slaop ! Sltm, d. Schleim, schwächer als Sllck. 

Slaop'nsttd, Schlafenszeit. Slink 1. Einfassung eines offenen 

Släöt'l, der Schlüssel. alts.slutil« Brunnens. 2. Eisenstäbe über einem 

Slaow, der Sclave im tropischen fifdlpch. 3. statt Geschlinge = Einge- 

Sinne ; sick slaow'n, sich arbeitend ab- Iveide ohne Gedärme, also Herz, Leber, 

quälen. Lunge. 

Slfef^ einScheltwort füreinen langen, 8llp*Il (Imperf. sl6p wenig im Gebr.) 

schlaffen und plumpen M^^schen. = schleifen, z. B. Schneideinstrumente. 

Slit heissen, d ie Bretter oder runden Daher Scbftnisllper, Scheerenschlei fer ; 

Hölzer über der Tenne einer Scheune, SHpsttal, der Schleifstein. 

um. das eingefahrene Korn darauf su slipig, schleifig. So nennt maö 'die 

legen; sie liegen lose und nicht eng Kartoffeln, wenn sie noch nidit die ge- 

zMsammen. hörigeReife haben, gekodit noch nicht 

Sit, die Schleihe, ein Fisch (tiffetk)^ miefaUg. sind, sondern h^ Dutcbschneiv- 

sliok iataUe%iiiiraf(jtfich6citteifQflrtag dennoch wie geschliffen aussehen.^ .. v 

25* 



Slipp i. der Zipfel; daher 2. «ine ftlftd^ni wird votnGarä, Zwirn etc. 

Stlmbedeckung der Frauen zur Zeit gebraucht,wetin beim Abwickeln, Ab« 

der Trauen Kommt bei gänzlicher hasjpein etc. die Fäden nicht in der Ord- 

Umwandelung der bürgerlichen Klei« nung liegen bleibea, sondern sich zu* 

düng nicht mehr vor. sammenziehen ü^ schwer zu entwirren 

Slipp'n, schlitzen. Ick heff DUfaFin« sind. Durch Letzteres unterscheidet 

ffiX Slippt, ich habe eine Risswunde am es sich von Süirk'a 11. von tidflni, fei* 

Finger. tftdern , was dem SlAldtni voraufgeht^ 

Sloddeni, schlottern in seinen ver- indem bei jenem erst einzelne Fäden, 

sqhiedenen Bedeutungen. Das Adject hier aber das Ganze in Verwiirungist* 

tloddcig wird neben der gewöhnlich« Dann bedeutet es so viel als : verschleu« 

Qedeutüng des Nhd. schlottrig auch dern. DerHandwerker, welcher seine 

vom Kopfkohl gebr.^ der keine festen Arbeit unter dem Werthe weggiebt, 

Köpfe bildet. ^ slftdertu.heisst'nSlftderer. Das Adject 

%\hä\ schlemmen; Stöfliery der slftdrig hat neben seiner eigentlichen 

Schlemmer. Bedeutg. auch die von :schlotterig. 

; SlS&\ die Schlehen, Frlichte des DattlSS'llslfkdlige Arbeit 
SAwrzdorns. gj^j^ gj^j ^ SltÜrt, die Speiseröhre, 

Slftp l,dteSchleife,z.B,ausBändern; dei^Darm vom Munde bis zum Magep, 

2. der Schütten. Vgl Släd'n. jj^ ^^^^ beiden Formen , besonders 

• sWp'lli isclileifen ; die Leinwand mit beim Rinde, die letzte mehr ronMen- 

Schleifen versehen, um sie auf die sehen imGebrauch; von slftk^=schlu- 

Bleiche zu bringen. 2.Lasten auf der iken. 
aap fortschaffen. ' Slttwichf r S. Sluck. 

" 81öp'lldrtw'r,SchimpfwortfQreinen " «TDmp,derZufell,GlUcksfalI, worauf 

Menschen, der nichts Ordentliches vor- öian nicht gerechnet hat. *t Was *a recK- 

nimmt, seine Zeit unnütz vergeudet, te&SIump. DasVerb. davon ist slmHp'n. 

ein nichtsnutziger Bengel. Dättbat recht Slumpt. Ad ject. slofflp- 

aott l.dasSchlos$(anderThür); '*^- 
2. Palast, Für^tenwohnung. Slumperjaon, schlechter Handwerks- 

" Slöttl der Schlüssel mann, auch Arbeiter überhaupt, dem es 

'riowitt,schneeweisJ. In Bremen ist gleichest, wie die Arbeit geräth. 
$Ill als ein Substan t. noch gebräuchlich Slftngl, der Schlingel, ein Schimpf-» 

für Schnee. wort. 

Stack, Dimin.Sltck8'n, so viel Flüs- , SlUlk S. Sluk. 
sigkeit,als man mit einem Male nie^^^^ SIUM u.Slm, ein Kleiduhgsstück, 

^hlucken kam eine kleine Portion das vor Alter etc. sich inLumpenauf. 

Branntwem. Glffmin Stack., - Stak- gelöset hat; Betten, in denen sich sehr 

WJchter, einstarker Trinker. w^nig Federn befinden. Auch Von 

8taok-ipp,Sll11ck«ipp,auchH!lck]lpp Frauenzimmern , die slunzige Kleider 

und Hicknpp, das Schluchzen, < der anziehen, im Gebrauch. Adj. slUiig, 

Schlucken (SinguItus).Ickheff'llStadL- Sla&zig^ 

>F9* ■ : SlnppyeiiieÖfrmmgiaeineiiiiSeli^e, 



197 

oder in einer Waldung, durch die man mlr'll, schmieren in allen Bedeutim» 

schlüpfen kann. gendesNeubd. WergfttSflllrt,degAt 

Sinrr^n S. sMr*n. fSrt, verändere besticht, erreicht sei- 

Slftt'n (Präs. sli^C, Imperf. slot, Partie, nen Zweck, smirig, schmierig Das 

slaotiii) = schliessen. De Slöttl sifttt alts. s m e r ist adeps. 
Bick, der SchlUssel schliesst nicht, Smarpäsl, Scheltwort für den» der 

• SiAw*, die Schlaube, Schale von Erb» seineKleider besudelt hat. 

^n, Bohnen eta; die von Kartoffeln . Smlt^ ein Wurf; wird besonders ge- 

heisstPSir. brauciit, um eine kurze Entfernung 

smachtig, schmachtend vor Durst, auszudrücken. Vgl.blafTn. 
Vom Hunger wird es in der Altmark Smättwonn u. Smldknecht, Spring« 

nicht gebraucht. bO€k, der Springkäfer, die Gattung 

- Smack, Geschmack« £!ater. Kinderspielen gern damit und 

- gmaek'n, schmatzen beim E^en, nennen dies Spiel: Ick h&r to, wat de 
Trinken. Die Bedeutung: küssen, Klock slflg. Sie setzen sich um einen 
hat esfoei uns nicht. solchen gefangenen Käfer herumliegen 

Smad', die Schmiede; Smett^ Plural ihn auf den Rücken und rufen : SlBiitt- 

Smid 1. der Schmidt; 2.derSpringkä- WOrm, watt Us de Klock? So oft er 

fer (Elater). sichln dieHöhe schnellt, zählen sie : (o, 

81Ilä(d)'ll, schmieden. twt,drftetc. Lauter Jubel erhebt sich|^ 

Smaddern, sudeln, mit flüssigen wenn über zwölf gezählt wird. 
Dingen verunreinigen. Beim Schrei- Smelt'n, schmelzen (Partie, smolf n 

ben bedeutet es sowohl Dintenkleckse und smult'n), transit. und intransitiv« 
machen ials auch schlecht und flüchtig Smidig, geschmeidig, biegsam, 
schreiben, und dabei das Papier 8intt'll(Imperf.smet,Part.smät'n)= 

tiicht sauber erhalten. Mit dem Talg- schmeissen, werfen; im Plttd. kein un«> 

licht smaddert man, wenn mandiege-» edler Ausdruck, undfasstnurimGebr. 

dchmol2£enen Talgtheile abfliessen k'sst statt : werfen, so auch in allen Composi« 

und so Leuchter etc. verunreinigt. tis. affsmtt'n 1. abwerfen, im Spiel« 

'= Smadder,^lles was durch das Smad- 2. im Sinn von einbringen, eintragen, 

dem hervoi^ebracht wird. Adjectiv Wird Jemand aufgemuntert etwas zu 

iaaddrig. kaufen, so antwortet er wohl : datt Will 

SmtdkneGhtS.SmSttworm. 'tnichaflkmttü 

smägtich, lang u. verhältnissmässig Smitt 1. der flockige Rusß, der sich 

dünne. an die beim Feuer stehenden Kochge- 

- smliicb, Bezeichnung des Superla- schirre setzt 2. der Brapd im Weizen, 
tivsS. gefährlich. ' Hafer und in der Gerste. Im Angek. 

Smalt S. Smolt. bedeutet smitt u der Schmutz. 

Smaltstnll S. Stull, SmAk, Smökftr l. der Schmauch^ 

- Smär, die Schramme; häufiger noch Rauch ohne sichtbare Flanune. Sm6k 
die Narbe, die nach einer geheilten maok'n, durch Sägespäne und andei« 
Ftelschwunde zurückbleibt 'b grMen nicht hell brennendeHolzg^enstände 
Sniär in't Qmdlt, eine la^ge Narbe Iiq Rauch verursachen » um die Raucher- 
Gesicht : . . v . .. . . kammer damit anzufUileQ» Rök Va 



108 

'SlDÖfc wfrd oft verbunden. 2.derNe- ihre frische glänzende Weisse und n*- 

bei. Adj: snSkig ü. smOkrig; letzteres türliche Farbe nicht mehr haben, ohne 

audh vom entfernten Nebel und Höben- eigentlich schmutzig zu sein, sp nennt 

rauch. Im Süden der Altmark heisst man es schon .gmud^lich. Längeres 

die Klatschrose (Päpaver Rhoeas) auch Tragen d. Wäsche, die dadurch SBIlldd« 

Binftk. lieh wird, verursacht das IngriiniQitfbu 

smftk'n, 8fliSk'& u. srnftkern i. Sm6k Siehe oben unter grimmeln. Sub$ta9t. : 

hervorbringen ; 2. Taback rauchen. Smudil, Ad j. smilddlig, das auch voa 

Vgl. snilril. einer feucliten Witterung im Gebtauch 

SmBk'r l. ein starker Tabackraucher ; ist : 't iss smddltg Wid'r. s 
34 ein altes unansehnliches Buch. SOHUgg^ , Schleichhandel treiben« 

SmBkstaok'n, die Tabackspfeife^im Smuggler, der Schleichhändler, 
verächtlichen Sinne. SlIlurgcl,JaucheimPfeifenabg4i3S. 

smSrii; dampfen, wird gebraucht smUStem u. UDlBSteni, aosWohl« 

1. vom starken' Staube, der sich bei gefallen heimlich lächeln, ":' 

grosser Dürre behn Gehen, Fahren etCi snabnlir'll, mit Behaglichkeit, essen, 
auf den Feldwegen erhebt ; 2. vom star- Sttack, Plauderei, Gerede, Ctewäsch. 

ken Thau und Nebel, der sich erhebt Watt isS datt Yäftr'll Snack =r welch 

öJf.niederfällt, von feinem Staubregen^ Gewäsch! Auch als Interject : SBaok! 

S. vom Feuer, das nicht ordentlich oder: watt Soack I : wenn ^nan etwas 

brennt, sondern nur viel Rauch ent- verneinen oder verw«:rf^n will, etwa 

wickelt. Vgl. smök'n. so viel als nimmermehr, keineswegs! 

Smolt und Smalt^ der Schmalz. De Datt iss 'n anner Snack, das ist ^twas 

Appi iss so wftk, ass Smolt. Von un. anderes ! Snick-Soaek , KiBuenuiaek, 

schmackhaften Speisen sagt man : Dao Tadd'isnack, etwas stärker als Snack« 

iss nioht Sott niob Smoit aa. Snackert , nur im tadelndea Sinne : 

Sfll6ni , schmoren , figürlich : der Gewäsch. 

brennenden Sonnenhitze ausgesetzt SBackorig heisst ein. Me^nach, der 

sein und so stark schwitzen. alles ausschwatzt. 

Sitiftrpott, Bratpfanne. Snack'n, einen Snack treiben» auch 

Smü, der Vortheil, Gewinn. überhaupt reden, plaudern, sprechen, 

Smnck Haad gäw'n , einen Eintre- Ick heff 'n bat'n snackt ; dat Kind kam 

tenden durch Darreichen der Hand be- all Snack'n. AfliSBiack'lll« Jemanden 

grüssen, wird besonders bei Kindern überreden, dass er uns etwas überlii'sst 

gebraucht,diedieszuthun aufgefordert oder schenkt. Eh hat mi dat Bftk äff* 

irerden. CfiffSflraekHaild! snackt 2.zu£nde$nack*n, HMMiji 

smnddelll , schmutzig werden und bald affsnackt?=s Nun! ist das Geplao« 

schmutzig macheu. Dat Tig smiddelt der bald zu Ende ? 3- sich über Etwas 

lioht, das Kleid etc. wird leicht schmu- mit Jemandem bereden Wi UflUB-dAtt 

tzig, wenn es z.B. belle Farben hat affsiiackt, wir habeadie Sache b^pro« 

last di toSflnddelt, dein Anzug ist chen^ sind übereingekommen« Jtaift^ 

nicht mehr rein. Das Wort druckt ck'lll. etwas durch Besprechen üj^k« 

einen geringen<kad desSchmutzes aus. gen. 2. eine Sache uninntife&^tWlMf^ 

Wenn die Wäsche^d.Schreibpapijer etc. beschwatzen. Hl m&tt 6k aU'|l:Q||t^ 



199 

besnack'n. 3. durch SchwatzJ^n Jeman- SdIOW*, der Schnupfen, vou äit&w*n. 

den verleumden , schlecht von einem snäOWSCb das Adject. davon. 

sprechen. Hfi hat mi besnackt 4. Je- Snaowl l. der Schnabel der Vögel. 

manden zu Etwas bereden, beschwa- 2. der Mund Datt 188 Watt VlAr Stil 

t^n. Tersna€k'll de Ttd, die Zeit darch Snaowl, das Gericht isst er gem. Da^ 

Geschwätz verbringen u. :seine Arbeit von 8IiaowelD, mit Lust essen. 

dadurch versäumen. ^81tack']l,ausre- Sneblftni, Slt^l6S8«l, der fliegende 

den, seine Rede beendigen. KI6ks&a* Sommer. 

Ck'r, Klökschlfr, ein meistentheils jun. snell' Katrin', d. Durchfall, £>iarrb()e. 

ger Mensch, der vom Klugheitsdünkel Snibb, die Schneppe, Scbnibbe^be* 

Ergriffen sich in ein Gespräch mischt, sonders an Frauenkleidern. 

letzteres meistentheils ein tadelnder, snick'r , kkr und rein , vorzüglich 

scheltender Aosdmck. bildlich, ik mcVx Dftrn bedeutet ein 

Snacksch u. schlackig, gern schna- Mädchen von gesunder Gesichtsfarbe^ 

tkend. Dagegen reiner Haut, das sich rein, klar und nett 

snäkscb, possierlich, drollig. anzieht u. eine gut^ Körperhaltung bat« 

Slia(dy, ein Schnitt. 'iSülfi^Brot, Slückeniy aus Spielerei mit einem 

ein Schnitt Brot. Messer etc. schneiden, besonders v(m 

Snaddern, schnattern, von Gänsen u. Kindern gebraucht, die dergleichen uiw 

Enten, irach von Menschen. nütze oft gefährliche Spielereien gern 

' Süidd^rdenk , Nachahmung des vornehmen ; es liegt in dem Worte stets 

Tons der Trompete. Daher snUder* ein Tadel. 

denk'n, die Trompete, auch das Post* 8IliÜLer&,dasFreqnent mitdemsel* 

hom, blasen. ben Begriff. Davon -^ 

Saapps, derBrantewein. SnitikeTi ein Messer mit einem lan* 

snärk'n, tOSaomsnirk'D, Versnärk'a gen gekrümmten Stiel, dessen sich der 

(von Snarr, Garnwinde, in Bremen Tischler und Holzschneider b^ient. 

noch gebräuchlich), als Frequent von Sntd, die Schneide z. B. des Messen. 

snär'n zu betrachten. Vgl s&irr. Wird SeS&ldhatsickftmmleggL 

gebraucht, wenn einzelne Fäden des SB^d)*!! (h^snitt. ick£7n^d,.8näden), 

Garns oderZwirtls beim Abwickeln schneiden z.B. mittlem Messer. 2« dif 

dch zusammenziehen, wodurch dann Leute übervortheiletu De Lid SütfO. 

das Ganze gludrig wird. Stoben unter 3« sick 8ntd'n, sich täuschen, al)^ 

sludrig. snitlmn. 

snarr, strenge, schneidend, t iss Sfit(d)1:, der Schneiden Kifrflatati 

«rar Lnoht sagt man im Winter z. B. 'b S]lt(d)'r, ein Spricl^ort 2. scherz- 

WWin ein unangenehmer Nord- oder wei^e werden die kleinen Weissfische 

Ostwind weht. auch Snl(d)'r genannt. . 

^ itllterffu.SnaotenkySciiuati^iHviel g)ai(d)laod, die Fucterkde, eine Ma. 

und geschwind sprechep, von Kindern schine zum Zerschneiden des Krauts 

uttd Frauenspersoneil im Gebrauch, als Viehfutter. Sie ist kleiner als die 

Wer dies thutl)^is8t:aa&terer,SBitei- bckaeUaed. 

kapier, SBltertudL . SBigg* i^Sprfttfti— iBigg-fett, sp 

•MOklA ^ ißAkscb» '■' fett wie eine Schnecke^ shi,' , 



snte, schneien, von Snft (nicht Stti)= Sllürllf S* Lif. 

der Schnee. SttBrpinn, SchnürnadeL 

Snipp-SBapp-snniT^ ein Kartenspiel. SsBlStiw'l, Schnürstiefel. 

Snippkln , Snippelk'n , ein schmalem Snick, das Mutterschaf. 

StUcköhen z.B. Papier, Leinewand; imuctfü, schluchzen. :Si auch latfB.: 

davon SBfppelü, in schmale Stücken Smicklipp S< Sluckupp. ') 

zersdineiden. TerSBippidn, durch Zer- Snflf^ Stammwort für snuw'll, SAtlf« 

schneiden verderben. Ad j. snipplig. felB, S]llÖW'&, SBOdd-r. Die Gfundbe« 

* snippsch, auch imNeuhd. vörkom- deutung ist: der vordere Tbeil des thi«* 
mend : schnippisch. ~ rischen Körpers, die Nase, was es noch 

Snirr*, die Schlinge. Das Verb, ist in Hamburg aber nicht in der Altmark 

Sn&r'n, wovon snärk'n das Frequent bedeutet. Bei uns kommt es nur beim 

SBltt 1. derSchhitt, das Schneiden. Schuhzeuge vor, wenn der vordere 

2. der Vortheil, der bei einem Geschäft Theil des Stiefels etc. durefagestossen 

gemacht wird. ist, und ein neues Stück Leder darauf 

• SHOtkeni, in der Stille auszuwittern genähetwird. Vgl. auch R(8t0|» 
suchen, herumsuchen besonders nach s41Mfclll(vön.si3Äw*n«=iSjchnauben) 
Naschwerk , daher dies Wort im be- 1 . hörbar durch die Nase atteaen,; 2, bei 
liachbartefi Hannoverschen gleichbe- Kindern: den Nasenschleim J»*^die 
deutend iist mit Naschen. Bomem. Höhe ziehen. 3- voti Schwe-Jöeu und 
sagt von einem jungen Arzt: deDoet Hunden : mit der Nase nach e<[|J?iisher- 

ter snSckert, &ff väör ämm 6k Etnd- mnsuchen. 4. figürlich von MenscheDt 

SCbaft V6r. Bildlich vom.mäimlichen durchsuchen, durchstöbern, wozu matt 

Geschlecht, wenn es den Frauen und kein Recht hat und was gegen den An-» 

Mädchen nachgeht. Wer dies thutist: stand verstösst. Ei Sll&SUt aUs dMck, 

^ Sn&CkereF. er sucht (bei einem Fremden) heimlich 

SüOdd'r, plebejischer'Ausdruck für: alles durch. 5* Taback schnupfen« 

Nasenschleim. Das Adject. SBOddrig Subst. Sfififfler. rflnUDSIlSffDlllyherUffi^ 

nur im bildlichen Sinne : unanständige, suchen mit demselben Nebenbegpifi^. . 

verletzende, beleidigende Antwort ge- Sairr, eine kurzweiüge, aber mei^t 

bend. Knmmn^BichSOSnoddrig. Man unwahre Erzählung, 

sagt in einigen Gegenden dafür auch SDirr'n i. schnurren, wiedie Katze» 

rotzig. S.sicb Almosen erbitten. Hfts&orrtier 

SnSd'n, die jungen Zweige eines ge- geht betteln. 3. auf bittende Weiseisich 

feilten oder noch stehenden Baumes ab- in' den Besitz von Dingen setzen. Der 

hauen; tltSllSd*]! bedeutet dasselbe, Knabe snorrtSick Bohnen, Nüsse ete» 

wird aber nur von noch stehenden Bäu^ wenn er von diesem u, ^nem dnzeine 

mengebraucht. Vgl. auch kröpp'B. erbittet. 

thhr 1. die Schnur im Allgemeinen. sntimg , drolHg> seltsamiE . iKst 'B 

2. die Richtschnur des Zimmermanns. Sülirrigeil Jmg, :-du.bi9t ein drolliger 

mtftk 1. schnüren ; 2. beim Zimmer- Bursche ; 't iSS SBUmg Wid'r, es ist eim^ 

mann : mit der Schnur eine gerade Linie komi^he,^ selt^me Witterung; ditt 

tt( dem Bauholze darstellen ^ wofür iss 'n sniUTig CfesoUfikt, ^^M jacRP^ 

Mcb 9tta%fu gdMfttUdrt^ wird. ^ . : : Geschichte vom wtltkdecUclfntlfiW^« 



201 

Sntt, die Schnauze^ auch yiielfach seosind. DasaIts.iindangeb.sol bed; 

von Menschen gebraucht. Holt Snftt, Schliimtn, worin sich die Schweine 

haltsMaul. SHät 'n fftl Sllftjt, siehat wälzen ; Pf ütze, Sumpf, 
ein Lästermaul. Qa kriggst toS upp goll'n^ sollen, müssen. DieConJuga- 

Ü Snüt, du wirst Maulschellen bekom^ tionsweise des Landmanns ist von der 

men. des Städters verschieden. Erstere ist: 

Snutk'll, Diminut. vom vorigen, fast Präs. ick schall ; Part, schollt ; während 

nur gebräuchlich bei Kindern für: ein d^r Städter das ch überall weglässt und t 

KUsschen. kk sali, soll, solt spricht. 

Snttarn, sich, viel und häufig küssen^ Solt, goth. u. alts. salt, das SnJz. Du 

wie man es wohl bei Braudeuten findet ksst OOCh 'n SehiBk'n bi mi in't Solt^ ich 

Sntw'n (Pn snüw, snüSst; Imperf. habe mit dir noch über eine Sache zu. 

snöf; Particip snaob'n) = schnauben, rechten, ich werde dich noch dafür be* 

schnauzen; häufiger^ ÜtSBftw'n. Dn strafen. Verbum SOlt'B, Part SOlt'n und 

snftw di man erst de Nis' tut sagt man zu soltt'. 

eineni vorwitzigen jungen Menschen, soltig, salzig ^ gesalzen, Solt&tt^ 

der sich auf unschickliche Wei^e in die Salzfass. 

Gespräche Erwachsener mischt . SftHI (goth. siujan s= nähen), der 

:. Snftwkatty ein Weib, das allenthal*- Saum, umgeschlagener genäheterRand 

ben horcht und herumschnüffelt an den Zeugen. Verb. f^iUk\. z.B. ein 

Soden (Plur. tantum) Rasenstücken, Tuqh. 
besonders zum Anlegen von Gras- Somm'r 1. der Sommer, die Jahres- 
plätzen in den Gärten, zu Flaggen wird zeit. 2. das im Spätsommer fliegende 
in der Regel heidiger Boden gewählt Spinngewebe, auch Sommerstd ge-i 

Soff, das Saufen. H( hat sick 'n Soff nannt Vgl. auch Sn^blAm. 
h(Nigäb'n ; in'n Soff läwn, sind Aus- Sommersaot = Sommerraps und 

drücke für einen Säufer. . Sommerreps. 

Sogg', Muttermilch. hoUänd. ZQg ; Sftnn', SOnn', SO-to = so ein, solcher, 

engl suck. Si kat k(n Sogg*, ihr fehlt wird häufig doppelt gesetzt Sönn'n 

es an hinreichender Milch zur Emäh- Hacker S5nn'n. 
rung des Säuglings. In der Zusammen- Sftnnaowend, der Sonnabend. 
Setzung von Thieren bedeut esThiere, SÖr, verdorrt, versengt ; auch mager, 
die noch saugen z. B. Soggnirn, Sogg- Sftr'll, Yersftüln, verdorren, versen* 

kalw etc. gen ; fttsArn, die Kräfte des Ackers aus- 

sSg'n, säugen ; Sftg'n, saugen. Präs. saugen, 
süg, süggst ; Imperf. sogg ; Part, saog'n. 8Ö88 , (alts^ sehs) SfiSStein, SBSStig^ 

SBgmon', die Amme. (alts.sehstig) sechs, sechzehn, sechzig. 

Sfik'n (Pn sök, suchst; Imperf. und sBt, süss. sBt un sftr vOrKf nim\ 

Part, söcht und socht) = suchen, goth. alles. Angenehmes undUnaugenehmes, 

und alts. sokjan. mit Gleichmuth ertragen. 

SDkerl, das anhaltende Suchen. spapk (Ad ject) wird von hölzernen' 

Soll, stehendes schlammiges Wasser Gef^en gebraucht, die in leerem.Zu«' 

von einigem Umfange in den Feldnie^ stände dem Luftzuge ausgesetzt sind, 

derungen,, die nicht mit Holz bev^ach- deren Thelle dapn eintrocknen und 



:K)2 

Wasser durchlassen. De Tunta, de Em- spunni, atigels. spana bedeutet die 
ner Sttnd i^pack ; unr ichti g spricht man Brustwarze, Zitze u. die M uttermilch. 
auch hie und da Spaok ; 2. bildlich von SpftllB 1. die Spanne d. Fusses ; 2. die 
alten Leuten, deren Kräfte schwinden. Spanne,<]ie Länge d. gespreizten Hand' 
Spägl S. Spett. von der Spitze des Daumens bis zu der 
Spalk, Hader, Zank, Lärm. des kleinen Fingers. 3. statt Gespann: 
Spalk'n, zanken, rumoren, herum- das Zugvieh, gewöhnlich versteht der 
werfen. Hit't Fttr riimmspalk'll, aus Landniann unter : 'il Spann Plr, 4 Stück. 
Muth willen mit dem Feuer spielen, es Spannnaogl, ein grosser eiserner 
hiii und herwerfen. Das Frequ. heisst Nagel, der den Hinterwagen mit dem 
Spalkern und wird besonders von den Vorderwagen vereinigt, 
zappelnden Bewegungen der Kinder gpinsch, wörtlich: spanisch = un- 
gebraucht, gewohnt, fremdartig. Datt W&t fim 
Spalier, Ad ject. Spallrig, ein dünnes gp&nscfa ViOrkaom', das wird ihm sehr 
Stück Holz. Dat Holt iss so spall* ungewohnt und lästig vorkommen. 
d^ i>edeutet vorzugsweise, dass beim SpäT,die Sparre, Träger der Dächer. 
Spalten des Holzes zu dünne u. kleiri^ Spältt 1. versperren^ 2. weit öfFnen 
Stücken gemacht sind, die aber immer z. B. die Stubenthür nppBpärn, 3. von 
noch Klobenlänge haben können ; dann jungen Vögeln im Neste, wenn sie den 
aber auch, dass das Holz sich leicht in Schnabel öffnen um Speise zu sich zu 
dünne Theile zerlegen lässt. VonSpll- nehmen. 

1er unterscheidet sich Spalier durch 8paok'n,verspaok'n, vom Holze ge* 

seine Grösse, ein SpUler= Splitter ist braucht bedeutet das Ersticken desselr 

höchstens ein paar Zoll und darunter ben in seinem Safte. Alles Holz, das 

lang, ganz dünn und spitz. Die Ad ject. nicht ausgetrocknet in einen Raum ge- 

q^allrig und^piHrig unterscheiden sich bracht wird, oder runde Hölzer, wenn 

ebenso, letzteres wird überdies häufig sieauch dem Luftzuge ausgesetzt, aber 

von dem zarten, schwachen Körperbau hoch mit der ganzen Rinde versehen 

des Menschen und der Pflanzen gebr. sind spaok'n leicht. Ist nicht zu ver- 

Datt iss 'n spillrigen Jung, der Knabe wechseln mit spack Stn , zusatnmen- 

istschlanku. dünne. De Planten Staon getrocknet sein S. spack. Adjectiv 

SO Spillrig, die zu dicht stehenden Spaoktg. 

Pflanzen sind zu sehr in die Höhe ge- isplftln, spielen ; Spöll, das Spiel, 
schlottert. Späölding, Spielzeug. 

spallern, sich leicht in Spallern zer- SpäSllId, die Musicanten. 
Ugen lassen, dagegen spillem, schlank Spaor, die Spur des Fusses und des 

und dünn in die Höhe scbiessen von Wagens. 

Pflanzen und Kindern gebraucht. Spaorbrot, scherzhafte Bezeichnung 

' Spalt, die Spalte, wie im Nhd. eines Verstorbenen. 

spän', entwöhnen, nicht mehr die Spaorenn', der Lichtknecht 
Muttermilch reichen. Ickbeff all spSn't, Spaorsaom 1. wie im Nhd. 2. spar- 

ich habe das Kind schon entwöhnt. Nur lieh, in geringer Menge vorkommend. 

von Menschen im Gebrauch, von Thie- De Verdienst iss spaorsaom ; de Biet 

ren sagt man : a&ett'n. Das gothiscb. bim sUfid dfltt Jaor spaorsaoBL 



203; 

. spi^r'a, spüren. Bast all SpSSrt,. 2k ein kleiner . spiessförmiger Spaten 
hast du schon etwas bemerkt, mit dem mit liurzem Stiel, aach RSwspfttt ge:*- 
NebenbegrifF d. Geringen, Schwachen, nanut, weil er vorzugsweise zum Aus^ 
a.lso: hast duschen einige geringe An- heben der Möhren (bei unsRSw*!! ge^ 
zeichen bemerkt nannt) dient. Im letzten Sinn hat man 

-Spaoss, apaoss'n, Spaounaek'r = auch die Form :Sp&g'L 

Spass,spassen,Spasser. gpl^ gewöhnUcber: SpUCk, d6r' 

8paos«g,spas5haft. Speichel. 

Spechtholt nennt man das Holz von gp^ ^^„^^^^^ ^pj^an) ^ spej^n ^ j^j^ 

Bänmen, .die schon auf den) Stamme ^g^jg ;„ Gebrauch ; gewöhnlich sagt 

abgestorben sind, man dafür spnck'n. Auch bedeutet es: 

Speckhänng (richtiger Spickbäring) sich erbrechen, wofür nur spln im 

der gesalzene,. dann, geräucherte HS- Gebranch ist. Spocktrt, nn »nack 

ring, verschieden von Bftekling. aBBe« sagt man zu dem, der mit 

Sptg*!, der Spiegel. g^jn^n Porten nicht znrecht kommen 

Spfeg'lblöm nennt der Laudmann alle j^^^^ ^ft^^ ^^^^^^^ sj^j, beimSprechen 

Species der wildwachsenden gelben unterbricht 
Ranunkeln. «plgenftm, spionirert, ist viel im Ge- 

Spei, schnippisch, naseweis, spitze., brauch, besonders im figürfich. Sinne/' 
Antworten gebend. , . Splk, der Lavendel. 

Sp6k, die Radspeiche. Spiker, Speicher, Kornboden; 

Speim»g,Spöllmg,Spe\jeil, eine Art. - ... . ^ : ^ .„. . 

kleiner gelber Pflaumen. Spikcm, Jemanden pflegen. Ihm. 

Spend'l, die Stecknadel ^^^^ ^" ^"'« *^"" mit Esswaaren, 

apendfern, schenken, vertbeilen, «it^ auch mit Worten. S6 apikert datKind 

demNebenbegriffdesReichlichen,odef ; *» '*»'' «'« &^^^ dem Kinde zuviel 

Unerwarteten. Näschereien. Hftgpikertämmit W8n', 

• «pendabel ist der, welcher reichüch ^' ^'''^Sf^ '^'n ">'' Redensarten ab. und : 

austheilt und verschenkt ^' «P"'^*" •*"" ^" ^""*^^- 

Spendteb&cks'n aiihemm'n, wörtl. : Sptl i. ein zugespitztes Stäbcheif 

Spendirhosen anhaben, ist ein scherz- aus Holz , um Gegenstände daran zu 

hafter Ausdruck fUr den, welcher. in heften z.B, kleines GeflUgel an den 

einer zufälligen Laune reichlicher als Bratspiess oder Würste an beiden £u- 

gewühnlich giebt dien damit zu verschliessen, wofür 

spenangelwit , völlig anfgeiperrt auch: Woststick'B im Gebrauch ist; 

De DäSr Steit sperrangelwtt npp. Auch 2. der Federkiel, wenn er noch unent- 

Opitz gebraucht dies Wort, das aber Im wickelt in der Haut des Vogels steckt 

Nhd. veraltet ist ' Diese heissen auch Ptt'n. 

SperSnz'n, SperSnjik'll, das Sich« Spill, die Spindel, besonders am 

nicht-fUgeu-wollen,' Einwendungen, Spinnrade. 
Umstände, Umschweife. Spiller, apiUlig, spiUeni S. Spalier. ' 

SperfektlT, Perspectiv. Sp tu, S. unter SpL: 

Spett 1. der Spiess, Bratspiess. Wk Spiuyoillfer S. Jnmfer Sibold. 

schrlt, ass wenn 'iMt Spett altlU; SpinBk&r S. Kir. 

26* 



Spilit 1* eine Metze, ak tSemäss; Spimter scheint ein plattd. veraltetes 

a.derSplint, der noch nicht in Kernholz Wort zu sein, für: FetÄen,Faden (Vgl. 

tibergegangene Theil eines Baumes; Adelung unter Splitter), Fasen ebenfall* 

3. ein Schrank, von welcher Form es plattd.fiirfeine,auiFgelöseteFäden(Vgl. 
sein mag. ' obenFass'I). Beide Wörter bedeuteten 

spintistrn , grübeln , herumsuchen daher dasselbe und der Sinn wäre: so 

um etwas aufzufinden. nackt, dass auch kein Fäden sich am^ 

Spinnwtw, das Gewebe, Netz der; Körper befindet. Schiller hat auch das 

Spinne, dann jedes Gewebe, das zu Wort gebraucht, 

dünne und darum nicht haltbar ist. tpod'B , sick , sich sputen , fleissig, 

Sptr und Sptrk'n, ein ganz kleines eilig sein. Spöd dl, beeile dich. 
Theilchen. Hat z.B. ein Kind nur ein SpOik undSpBk, der Spuk, das Ge- 
kleines Stückchen Brot, so sagt ein spenst; Lärm, Geräusch. HaokBlChSO 
anderes wohl: giff mi 'n Spir äff und VäSl Spök, mache nicht so viel Lämu 
versteht darunter nur eine ganz unbe- gpg,^.^^ ^^^^-^^^ j^^^ ^pj^j ^^^^ 
deutendeKleinigkeit.Nlch'nSplr, nicht Auch figürlich: SpSkstdiallwedder? 
das Allergeringste, meist mit dem Zu-, bist du wieder unerwartet da"^ 'tspBkt 
satz dessen, was fehlt; z.B.: mch 'n amm itfn Kopp, er hat närrisches Zeug 

SP^V?^**^': . ., • . im Kopfe ;Msnacktas8 wenn tspftkt, 

Spts , die Speise, nicht häufig im ^^f^j^ wunderliche Reden. Mi«F8r 

Gebrauch. gpg^.ß^ ^;t ^^^ ^euev spielen und un- 

Spitaokl, ein starker Lärm. Dao Vorsichtig umgehen. Subst. SpÄert. 

gjMn Spitaoki, da giebfs Zank und , 

Lärmen. ^P**» die Spule und zwar 1. der Fe- 

Spitaokl maok'n S. torn^rn. ^^^^^^1 ^^^ Schreiben, häufiger Pftg' 

• spitsch, spöttisch. genannt. 2. die Spule am Spinnrade u,. 

• feb6w; Spitzbube, auch häufig des Webers, 3. das Weberschiff; letz- 
Vorkommendes Scheltwort. teres heisst aucli Schottspftl SpBft'tt 

spitz krtg'n, begreifen, verstehen. ^^^^ ^^^ kleinen Spulen, die im Weh^ 

Dati kann ick nick spitskrlg'n. schiff angebracht werden. spÄrB,W;e. 

■ spitzen,in derRedensart:h6hatsiek ^ ^erspulen fertigen. .... ■) 

daonipp spitzt bedeutet: er hat sich > SpSl, eine Anlage im od. am Wasser, ' 

grosse Hoffnung auf etwas gemacht. - um- die Wäsche, besonders aber die 

Splant, die Spalte. De Fedd'r hat Leinwand d. Bleiche zu spülen (spSfll) 

kftn Splant, diä Schreibfeder bat keine xirid äUiszuklöpfen. 

Spalte. Spöll S. späöl'n. 

. Splanthaowk, die Gabelweihe (Falcb SpMwonn, der Spulwurm. Beim' 

Milvus). sogenannten Wasserspeien, aus Magen- 

■< spUt'n , spalten , reissen , besonders schwScheherrührend, sagtdergemeine 

vom Reissen der Bett- etc. Federn im M&nn: de Sp61wönil*r beseichen (be* 

Gebrauch, Xvenn die Fahne abgerissen piss'n) mi. 

wird, spleissen ; vgl. rlt'n. Spön, der Span. Huwlsptn', Dack- 

splinternaokt, splinterfaosennadkt q^Bn\ SäogspSn'. Sp8n' hemm, reich 

sind Verstärkungen d. Begrifft na ^kt. soin; S$l^'in:KopP) Launen. • 



205 

Sp Ar, der Sporn (calcar) nur im ei«- zum FalL — Uns' Hengott iSS kta ESiJh 

gentlichen Sinne gebräuchlich« tllgfr, U ISS 'n Naodräg'r, Sinn : Gott 

Sprik'll(Pr.spräk,sprickst; Imperf. straft, wenn auch nicht sofort, endlich 

sprack, sprök u. spräk ; Part, spraok'n), doch. — Datt iss aS8 wean 'n Fur haolt^ 

sprechen. wörtlich: das ist, als wenn man Feuet 

spräksch, zum Sprechen geneigt; holt (aus einem Hause, um sich die 

kommt hauptsächlich in der Redensart Pfeife anzuzünden). Dieser Redensart 

vor: sich gftdspräkschwis'Oiii^ü^^l^i' bedient man sich, wenn ein lleberGast 

Laune sein^ daher unlustig zum Spre- zu früh wieder abreiset, auch: wenn 

chen sein. Jemand etwas rasch ausführt. — Watt 

Spraok, die Sprache, nur in der Re- hSipt to 'D Kö, wenn s6 'n Emmer vnU 
densart : h( Will nich rftt mit d' Spraok. melkt an sleit 'n in'n Dreck, Sinn : wacr 

' * SpräÖ8Sel, d. Faulbeerbaum{Rham« nützt Hab und Gut, wenn es verprasst 

nus ftangula). wird. Besonders bedient man sich die-* 

Spraot, Plur. Spraot'n, die Sprosse ser Redensart, wenn eine Frau eine be- 

«. B. an der Leiter. dedeutende Mitgift einbringt und nicht 

8prft,Spräg'll,alts.6praund5tara,der haushälterisch ist. — Watt 'n göden 

Staat*. Toggel iss, de büt 'n g6d Nest, was Je. 

Sprefn, breiten, auseinander legen mand thut, muss er so thun, dass es 

z.B. Gegenstände, die rasch trocknen gleich ordentlich wird. — Swlnhö(d)'ll 

sollen, wie Flachs, Heu etc. Substant. kttmmtwedderrtUIim,wört1.: Schweine 

Sprei, der Ort, wo etwas ausgebreitet hüten kommt wieder herum. So ruft 

ist. Bist all nao 'tSpreiwest? bist du man einen Beleidiger zu, den man au- 

schon hingewesen, wo der Flachs, das genblicklich nicht erreichen kann, (Vor 

Heu ausgebreitet ist? — fttsprei'n =s der Separation gab man in einzelneu 

spreien. Dörfern dem Hirten einen Gehülfeu 

Sprekwort, Plur. gprSkwOr, Sprich. [Kört, Swintk] mit, der von den Höfen 

wort, spricbwörtl. Redensart Ausser der Reihe nach gestellt ward). — Dlft 

den hie und da bereits angeführten bild- maol issBftrrecht r ufcman, wenn 2Bur- 

lichen Redensarten und Reimen mögen sehen mit einander ringen (sickfaot'n)« 

noch folgende hier einen Platz finden: - Wer 't Klein nich acht, denwä(r)t 

Fett swemmt baoben, Ak wenn 't man t 6fAt nich bracht, wer im Kleineii^ 

von' Swin&gel iss, Sinn : Gerechtigkeit nicht sparsam ist, bringt es zu nichts. — . 

erhält doch den Sieg. -> Wo de Ttn stt Dn brftkst man Teller s&ng'n, so Itt 

iss gaon alle Hnnn* aSw'r, Sinn ; wer de Wost all dmpp, Sinn : du glaubst 
irilzü gütig ist, den«respectirt Niemand wohl, dass alles gehorcht, wenn du be- 

mehr. — B$m, de oft knack'n bräk'n fiehlst — HA lett nix ling'n, ass gln 

nich licht, Sinn : alle Leute, die viel kla- Isen nn HAirnstAn, er stiehlt alles, was 
gen halten es doch lange aus. — In 6e- ihm vorkommt — De Tftggel, dte SO frft 

danken fSrt de Bftr Ak in't Kntsch wird fleit'n, bitt an JDaog de Katt 'n Kopp afi^ 

gesagt, wenn Jemand schwer auszu- Sinn: ein lustiger Anfang bringt oft ein 
führende Pläne vorträgt. — Wenn 't "tt trauriges Ende. — Wer d' Ögen nicl| 

Esel towoU iss, geit'rnpptlsnnbrickt nppdeit mfitt 'n Bfidl nppdAn; wer 

sick'nBAn, Simi: Hochmiith^bruigt beimHandeloicht vorsichtig ist, leidet 



206 

Scliaden. -DeGSlSgaOB äOw'rallba(r)fl;, dag ; Sinn : dieser dein Wunschp d^ne 

manfindet überall Mängel. WSn 'tKlM Hoffnung, Erwartung etc. ist im hoch-. 

passt, treck'tsickan, wer kein gutes sten Grade thörieht u. widersinnig. — 

Gewissen hat, fühlt sich getroffen. - Un Eh hätt lang' Q6dl Opp'A jSläfirböm (von 

wenB de Frft issnoch so rik, so geit so käörn = auswählen) räd'n, nn kämmt 

doch mit de K6in'tgltk,d. Schwanger. Bnupp'nFftlb6mt0Sitt'li; oderwiedas 

Schaft der Frau dauert so lange als die Sprichwort an andern Orten lautet: 

der Kuh. - Wer väör de HöU' waont, d6 'nKäBrböm sSoht, 'n Ftilbdm find; 

mfltt 'n Dttw'l tum Erfind hSmm , mit Sinn : Wer lange unschlüssig bei seiner 
einem bösen Nachbar muss man ein gu- Wahl ist, allerlei Schwierigkeiten fin- 
tes Vernehmen zu erhalten suchen det und Bedenken h^t, bekommt am 

Bh söobt ken hinner'n Aow'n , hh hat Ende das Schlechtere Eh sit ftt ass 

denn SfilWSt hinner Sät'n, wer andern de dflre Ttd, es geht sclilecht mit ihm.— 

nur Schlechtes zutraut, ist sicherlich Ick bin ganz affbrennt, ich bin ganz 

kein guter Mensch HftsmittdeWost ohne Geld (auch von andern Gegen- 

nao'n Sohink'n, er will mitKlelnigkei-^ ständen im Gebrauch). — H^ giSt Stn 

ten Grosses erringen. - Stfen ftt d' Hand, Hemm VOn'tUw, er.i^t sehr freigebig. — 

iss 'nDfiwl in d' Hand, durch Werfen He hätt 't fElstdick hinner'ndm, er ist 

mit Steinen kann man leicht Schaden schlau — Hftkfimmtan, asSdeSauin't 

anrichten — Wenn de KB gftt Staon, nn Jnd'nhfts, er ist sehr übel angekommen^ 

deFrftnsgöt affgaon, kann deBftrbe- (worunter auch Schlage verstanden 

Staon, wenn des Bauern Vieh gut ge- sein können). — lok wa(r) qnält aSS d' 

deihet und seine Frauen ihm absterben, Erft in'n Fott sagt das Gesinde, das mit 

so hat er viel Gewinn Hfe kfimmt mit Arbeiten überhäuft ist. — EJb hat Infill' 

d' Dä6r int Hfts to falln bezeichnet ein. aSS 'n Olt Hfts drückt einen Tadel über 

mal einen groben Menschen, dann einen eine unpassende Äusserung aus. — Mi 

solchen, der ohne Umschweife uns frttstasS'nEspenlöfdcückt das Zittern 

etwas Unangenehmes mittheilt Wer vor Kälte aus, — Sft isS SO falsoh aS8. 

Taod'rnnHntt'rniGhhör'nwiIl,mtttt't Galgenholt drückt einen sehr hohen 

KalfTelt hör'n, der unfolgsame Sohn Grad von Falschheit aus,''') — So drSg 
muss als Soldat gehorchen lernen. — ass'nBraotbär, völlig abgemagert, zu- 

Wer t5w'n kann, kriggt 6k 'n Hann, sammengetrocknet. — H^ sät ftt, ass 

alte Jungfern verheirathen sich auch Wenn 'r ämmftt tlftlkraopenw^, er 

öfter. — Fett SWemmt baob'n bedeutet sieht seinem Vater überaus ähnlich. — 

l.miteinemEinflussreichenist schlecht Sick de Bftl'n fttdriw'n, wörtlich : sich^ 

zanken; 2. der Wohüiabende erreicht die Beulen austreiben. Sinn: bei Ga« 

durch Bestechung oder durch seinen , 

Einfluss leicht seinen Zweck. — H( *\T«,i3Uf^ \,*^-«a * ^ ^t ^ i r. 

hatertsiek, ass deDreck fimmwmacht, a«» ungemein häu%. sie toicken mdst, 

er wird immer schlechter.— Wenn de den Begriff des Superlattivs aufli, wo^lir der 

Pracher nickS hämm schall, so verlast AUmarker nur st:hi' selten eigene Formen 

hftdatBrot ntdeElp, ein Verlust folgt *"**• ^^^^^ unwahrscheinlich ist es, dass 

dem andern Wenn 't gÜ8R nirka iss ^^^"^ Vergleiche iHe älteste Bezeichnung 

aem anaern.— wenn l SnSSmCKS ISS, ^^^ Superlativs war. Siehe auch den Är- 

asskoirBdnnnBottermSlknpp'nSfin* tikei ^efariicii. 



20T 

stereien, wo es nichts kostet (wft t npp 3. Watt 7ä0r flchitt ÜB biim' fritt 

Regiments-Unkosten geit), sich recht ' 'dpodssqadfi siq 

satt essen Datt kann 'n blinn' Frn Spresks'I , der Sprenkel , nicht zu 

mit'n stock fSl'n, das ist sehr leicht zu verwechseln mit Dohse. 
begreifen. - MifB PrtetT hn Stand Springbock l. der Springkäfer, die 
hämm bezeichnet den schlechten Kir- G3ttung Elater. 2. einKinderspielzeog 
cheribesucher, er ist dann nicht in der ^^^ ^^^ Knochen der GSnse-, Hühner- 
Kirche, wenn der Prediger daselbst ist ^c. Brust gefertigt 

^Irt-B Kopp an de StErnatflfn, in ho- gp^^t ^ Springbrnnn , die Quelle; 

hem Grade überm üth.g sein. Sammt gpjingj (Nasallaut) , quellig ; Spring. 

«pp'nUw nn Kaff in'n Maog'n ent- waofr, Quellwasser, 
spricht dem Sprichwort: Dick thun ist gp^^^jj^ abgestorbene Baumreiser; 

mein Reichthum, richte liaben .st mein 3,, j^^. „^ j^j^j,^ zerbrechlich ; 

Geld._Praetor! käst 6k Las', oder daher Sprockwld, die Bruchweide. 
SCnuppSt dl man so i bezeichnet einen 

Grossprahler. -^ De Hnnd, de hn bät'n ^P'®** 1- ^^^ Larve vom Uferaas, 

hat, daovon mütt 'n Haor nppleng'n, wird als Köder beim Fischangeln gebr. 

wer den Katzenjammer hat, der muss ^' ^' ^^^^^ Sprott n. 
frischwiederlossaiifen...Wollsmack, sprott'n. Wächst der Weizen im 

Beddelsack, der Schlemmer gerätli an * ^'^^ Jahr zu üppig, so wird er zurück- 

den Bettelstab. — Watt blrr^issass'n geschnitten. Diese Operation heisst 

Lfts, datt nimm mit nao Hfts bezeichnet sprott'n od. schröpp'n, das Abgeschnit- 

den Sparsamen. _ So lang ass Jao- tene heisst Spiott. 
kobsdag drückt die hervorstechende Sprftfn sind die an den Strünken des 
Länge eines Dinges (in Zeit und Raum) Rrannkohls im Frühling hervorspries- 
aus.Varumistder Jacobstag(2l. Juli; «^"^^^ triebe, die gegessen werden; 
gewählt, der doch bei weitem nicht der Sprüt'nk51 ist dasselbe. 
der längste des Jahres ist? — *n göden Spittt-ftt, Schnecke mit Gehäuse. Die 
Weg flmmiSSk&ne Krümm', ein guter nackte Schnecke heisst :Snigg. Unsere 
Weg, wenn er auch länger ist als ein Kinder singen, wenn sie mit den Sehne- 
anderer, hält nicht auf. — Väör Gewalt cken spielen : Sprütftt ! stick din ver, 
issnicks, der Gewalt muss man wei- fif Häöm &t; wenn du dat nich dön 
chen. — iöwermftd deit selten g6d, deist, slagg 'k di Hfts nn Hoff intweL 
Uebermuth thut selten gut. — Frtn iss Oder : Snigg-ftt ! stick din Yhx, flf Häörn 
ktoParköp, sei vorsichtig bei der Wahl tt, wenn du datt nich dftn deist, so 
einer Frau. — Tör Geld kannsf n Dfiwl smlt ick di in GraobX dao hack'n di de 

danz'n laot'n, durch Geld kann man Raow'n. 

alles erreichen.— Einige Bauernräth- Sprfitt, die Spritze; sprfttt'n, spri*. 

sei: 1. Achter nns' SchSn, dao plogt tzen. Datt issta vondeSpratt,daslst 
uns' Brin, aon P16g nn Schaor ; gifft ein tüchtiger Kerl. Sprüttbfiss, eine aus 

doch 'n gftt Faor. •jjnAV|ni?i/\[ jaQ ausgehöhltem Holunder gefertigte 
2. Flttggt 'n Toggel iSwer't Dack, hätt' Büchse zum Spritzen, (ein Knaben^ 

'n Geffei (Gabel) in'n Aors. spielzeug). 



208 

Spnnn', spunden, mit einem Spund wo dasselbe beim Schlachten gestochen 

versehen, inspilfill', einsperren. wird. Dies Stlick wird meistentheite 

SpfiT^ydasGe:eisehaIten;d6W&0g'n atisgescbnitten und zur Anfertigung 

Spftrt Dich, die Wagenächsen sind ent- der Wurst verwandt, 

^iitweder kürzer oder länger, so dass ßtäk'H, alts. stecan (Pr.stäH, stickst} 

die Räder nicht in dem Geleise passen. Imperf. st6k, st^k; Partie^ staok'q)^:^ 

Stacbels, der Vorname Eustachius. stechen. Stickt di de Haow'r? nimm 

Stakett, Stakitt, Kastett, Kastitt = di in Acht, datt di deZag'n nich bieck'n! 

Schei d e wan d aus Latten. oder : du kannst doch nich in heier Hut 

Sta(d), die Stelle (goth. stads). Du Stlk'n sagt man zudem übermüth igen 

geistnichftt de Sta(d); ick kann nich Knaben, es enthält die Drohung, dass 

At de Sta(d) kaom'n, ich bin durch Ge- er wegen seines tjbermuths leicht in 

Schäfte ganz an das Haus gefesselt, od. : ernste Strafe verfallen kann; WU StidESt 

ich kann durch vielfache Arbeiten ganz dl denn, ickheffdi all SO YäÖlTÖp'n^ wp 

und gar nicht mein Geschäft fördern, steckst du etc. 

HS hat stn eigen Stä(d), er hat ein ei ge- Stäklbock, Stäkling, der Stichling^ 

nes Haus ; Stn Docht't to d' Sta(d) ein kleiner Fisch, der gesellig in deu 

breng'n, seine Tochter verheirathen ; Gräben lebt. (Gasterosteus aculeatus.) 

de Sta(d) annäm'n, äöw'rgäw'n, verkB- Stal, der Stiel. Hessen- , Gräwer-, 

p'n,ein Bauerngut od. Wohnhaus über- Appeistäl. Das Adject stälig kommt 

nehmen, übergeben, verkaufen, npp- nur in Zusammensetzungen vor: kort- 

Stä, nppstäds, nppstunds, eben jetzt, Stalig, langStlUg ^ mitkurzem, lan- 

sogleich. Wörtlich : auf der Stelle, auf gem Stiel versehen. Schick Un Stil S, 

der Stunde. Tfir düssenunnppstnnds, Schick. 

sonst und jetzt. Stlln (Fr. stäl, stillst; Imperf.staol; 

Stadwis, stellenweise ; de Rogg Steit 3. Flur, stöi'n ; Part, staoln) = stehlen. 

stldwis all göt. Hä stillt ass 'n Raow*. 

Staffu.Stapp kommt hier nur in der Stall'n 1. in den Stall bringen. Ick 

Bedeutung von Daube zu Fässern vor ; kann kfen Kö mfcr StaU'n, ich habe kei- 

daher Stainiolt, Hölzer, die sich zu nen Raum mehr für Kühe. 2. harnen, 

Fassdauben eignen. Der Stab (baculus) uriniren, nur von Fferden im Gebrauch. 

heisst nur Stock. 2. Zuweilen hört man Sick StaU'n, friedlich neben einander 

dies Wort noch für: Fussstapfen. Im leben. Ick kann migansgddDÜt änm 

Alts, ist stapan = g^hen. Stall'n, ich kann mich recht gut mit ihm 

Stafförn, fttStafflfcrn , staffiren, aus- vertragen. 

Staffiren, ist sehr im Gebrauch. Stallräp'n sind Hölzer, welche mit 

Stäg und Stägl, eigentlich ein Weg, Strohlehm umwickelt zur Ausfüllung 

den man nur besteigen (von: Steg) nicht der Wände in Ställen und der Böden in 

befahren kann. Der letzte Nebenbe- Gebäuden überhaupt dienen. Das dazu 

grtfFist in der Altmark häufig verloren gewählte Holz heisst Staokholt 

gegangen, so dass auch fahrbare Wege, Stamm, der Stamm eines Baumes, 

2. B. zwischen Gärten etc. Stlgl besonders der Erle;, wenn der Stamm, 

heissen. aus dem die jungen Loden aufacfaie- 

Stak| der untere Hals des Schweins, ssen, von ansehnUcber Stärke ist; von 



205 

dem untern Theil des Baumes über- . tiXnmg, beäjtodig, stets ; gewöhn- 

haupt sagt man wie imNhd« Stanuik Uchniit stets verbunden. StätSUIttll* 

eim' und Stlmmenn'. Oig. Auch == geständig, 

Stan', stöhnen; über Unwohlsein StftBZ'n, Jemanden zum Fortgehen 

klagen ;tropisch:überichlechteZeiten, zwingen, unter Androhung von Stra- 

Mangel an Arbeit etc. klagen. Das Sub- fen. Ick will dl StäBZ'n ist dasselbe als : 

stantiv ebenso, auch Stin'ri, wiederhol^ ICk will di fiÜStenL Siehe oben unter 

tesKlagen und Stöhnen. käütenL 

Standär 1. die Standarte; 2. ein lan- Stapp S. StafF. 
ges Frauenzimmer. Dattiss'ttreoht'll Stir, ein junger Ochse. Stärk, eine 

Stand&r. - jungeKuh,dienoch nicht gekalbt hat.. 

StandaQ, ein KnabenspieL Einer starkmödig, entschlossen, 
aus der Gesellacbafit sucht mit einem StärmannHfltik, das Rothschwänz- 

Balle einen andern zu treffen. Der Ge- chen, dessen Männchen eine weisse 

trofFene übernimmt die Rolle des Wer-. Stirn hat (Silvia pfioenicurus). 
fens, fehlt er, so läuft die Gesellschaft Stlm 1. die Stirn, 2. der Stern, 
solange, bis der WerfendeStandaaruA; Silrokiker, ein Mensch , der den 

was aber nur geschehen darf, wenn er Kopf auffallend hoch trägt, 

den Ball wieder in Händen hat. Im SU- . Stlrnknit S. Mür. 
den heisst d ies Spiel StaRterhiefl. Stirt, SUrt, der Sterz in allen seinen 

Stank , Gestank. Stank vor lüank, Bedeutungen. De Stirt wackelt ml 

grosser Undank. Watt wist VklVu bedeutet: ich äussere meine Freude^ 

Stank ? == was willst du m it dem übel- Dat Hül geit Ir ass 'n Lftmmerstbt =:? 

riechenden Dinge? Auch der stark Schwätzerin, Plappermaul 
rieGheude Käse heisst vorzugsweise gtltscbi statisch, im eigentlichen u« 

Stank ; sfin'n oU'n Stank mag ick nick, fig Urllchen Sinne. 

Stlnkrig , libelriechend. 't rflckt 80 Stan, ein Damm etc. wodurch man 

Stinkrig. das Wasser aufstauet oder absperrt; 

Stankstiwl wird im südl. Theil der stan'n, einen solchen Damm anfertigen, 

Altmark die Pflanzengattung Tagetes auch durchzusetzen der Schleusen den 

genannt. Abfluss des Wassers hemmen, was auch 

St&nk'n , sick , beim raschen Essen nppstan'n heisst. 
den Mund gewissermassen verstopfen, StäW*!, der Stiefel, 
wobei dann sehr leicht ein Theilchen stäweln bedeutet in der Altm. nicht : 

der Speise in die Luftröhre gelangt und Stiefeln anziehen, es hat nur eine figür- 

ein krampfhaftes Husten entstellt. 2. zu liehe Bedeutung : einen beschwerlichen 

viel von einem Gericht essen und da- Weg gehen; auch derBarfüsserStiwelt 

durch einen Widerwillen gegen das- döTCh'n Sand , dSrch dick nn dfinn'^ 

selbe bekommen. dSrch't Waot% d5rch'n Dreck. 

Stinkem l. Gestank verursachen: stiw!^, stämmig, steif, solide» 'nitl- 

2, Streit und Händel suchen. Wer dies wig'n KärL 
thut ist 'n St&nker, Stink'rer. Staok'n, eine lange und Verhältnis»^ 

Stänkert l. Erregung von Gestank ; massig dünne Stange. Hoppen- , Ml« 

2. Zänkerei. ^ staok'ft. Figtir]icfa:eiaUing^^tifer 

11 



tiff 

K«!*]. Die Redensari: :MMtt 's gMen Staomelbfiz; StdottePcheB, Scheit: 

Sfttok'n bezeichnet einen starken Essfer. 'WtntfUr einen Stammelnden. 

Staokig, hoch aufgeschossen , von '^^ (P'-ä«^"« «^0, steist; Imperft 

Menschen und Pflanzen ; bildlich : tm- *""«' ' ^^ staot.) :*= stehen, bestehen, 

beholfen. dasein alts. st fin ■ 

Staok'n (Verbum) l; Stangen bei- Stoopel, hoch aufgeschichtetes Lang- 

stecken. DeBön'sflBdBOdllliChstaokt ^°^^' Meldete. Davon itaopelül.auf- 

= die Bohnen sind noch nicht mit Stan-^ schichten z. B. Holzkloben (nicht aber 

gen versehen. 2. Stalirlp'll(S. oben) kurz gesägtes Holz). 2. in frühem Zei- 

zurechthanen, sie mit Strohlehm um- «*" ff'"?«^" *« Chorscbüler staopehlj 

wickeln und so indie einzelnen Fächer ^- ^- ^'^ besuchten die Umgegend'ofkiB 

der Wand einfügen. Ist dies geschehen, beträehtUcher Entfernung und warte- 

SD werden die Unebenheiten mit Lehm t«. mit ihrem CJesange «uf. Staopete 

ausgefüllt, es wird geUeibt S. oben '"^ "«mlich auch s. v. a, stapfen = hoch- 

unterkletW^ beinig gehen, in weichem Sinne es auch 

Stoökeln^ das Frequ. vom vorigen = "^^ ^ie und da gebraucht wird. Ha! 

mit einer Stange oder einem andern Wattstoopelstdenn m'nDrc«krttlIim? 

längern Instrumente etwas Ip Bewe«: ' Staot, der Staat, Aufwand, 

gung setzen. Staokelmal'ttPaorPIAm StaotSCh , stattlich , Staat machend. 

mt] staokel de Katt achter'n fSili&rd D^Lttsfind jad %Paor i^taotschPlr ; "n 

ir^g ; dat Ffir Staokeb, da^ Feuer im fftaotscheil Ktrl, ein schmucker junger 

Ofen anschüren; in de Tin Staokeln, Mann. 

dieZShne istochem. QppstaokelB 1. auf- JStaziSs 1. = staotsch. 2. Staat fiebend 

stapeln, 2. mit Mühe etwas aufsuchen. imAnzuge, in der Hältung desKörpers* 

Ick kann dat BAk nich erst tippstao- 3. von imponlrendem Ansehn, stattlich. 

kein. Ütstaokein, ausstossen^zerstören. (Der Ton ruht auf der letzten Silbe.^ 

Staokel maoi dat Toggelnest ftt staow'n, die Badstube. Das Wortist 

StäAkern ist gewissermassen ^in mit der Sache verloren gegangen, hat 

heues Frequentativ von staokein und sich in Salz wedel aber noch in Staow'Qr 

ip . der Bedeutung ziemlich dasselbe. Steg eine kleine Brücke in der Nähe d^r 

in der Regel ist das Werkzeug,, desseii eheqaaligen öflfentlichep. Badstube er- 

man sich dabei bedient, kleiner oder halten. 

kürzer und die Bewegungen mit dem- Stifvaod'r, Stifinuttr, (StftfiniBll^ 

selben inüssen häufiger sein. Beide StJfldnn'r = Stiefvater, -mutter, -kin- 

Ausdrücke werden aber nicht selten der. I3ie. erste Silbe leitet Eberhard 

Verv^^echselt,^ obgleich es Wendungen yom.niederl. stee, stidde, stie her, das 

giebt, in denen nicht das eine für das sp viel als: statt, anstatt bedeutet. Man 

ändere gesetzt werden kann. könnte sie aber mit demselben Rechte 

.<i8tMk'r,dieReute, ein Stab an dessen ^^«^ ^^^' «tad, im Accusatstedi = 

Ende ein dreieckiges Eisen befiudUch der Platz, die Stelle ableiten. 

ist, mit dem der Pflüger die Erde von Steg bedeutet die nur schmale Über- 

d^fiPflugschaar u. vom Kolter abstösst brückung e^nes Grabens öder eines 

* StaoiBenii stammeln, stottern. schmalen Flusses. • ** 



fit 

' Steilr, der über der Dreschtentie 1)6- >SUbgMÄd:V^ird besonders votd 

jiadliche mit Schleten belegte Raum« Acker gebraucht, wenn er einen bartett 

unterschieden von TagS. Beide dienen kiesartigeii Utitergmod bat = Stein« 

2um Aufbewahren der Korngarben. ' grand. 

: Stell' 1. der Piatz^ die Stelle ; £ln£ Sttokaomer hei«sen die In der Attm. 

kommen, Amt 2«'rtatt Gestelle: der zahlreich vorkommenden HUnengrll-^* 

Vordertheil eines Wagens, zwei Räder ter. Sie führen in den verschiedenen 

enthaltend. Gegenden noch verschiedene Namen^ 

. stell'n, stellen, bewerkstelligen. £1« als: Hiesenbetteo, HflnenbetteDj Stta« 

nige Redensarten sind zu bemerken : lussen, Sttobefg, SttoUvmpen. ' 

Datt will ick WOl SteU-n, ich will es so Stib'n, steuern, verhindern oder vetJ 
einrichten, dass es wohl gehen soll, flt bieten Etwas zu thün. Ickheffflütdd 

kann t wol steU'a, er hat die Mittel, GUrnso TftOl to stib'n, datRack'rttg 

Kräfte, das Vermögen dazu, dass er dies wiU gaor nich StOl sitf B sagt die Mut« 
bewerkstelUgen kann; datBto stdlX ter,wenn dieKinder in der Stube her- 
liefen ins Bier bringen, damit es in umtoben. 
Gährung gerttch. sf ibitl'n, stehlen mit dem Nebenbe- 

StellaoSGh (seh wie das frabzös. g6 griff, dass dabei List angewandt wird 

gesprochen) =einGestelle, um etwas und dass der Bestohlene gegenwärtig 

darauf zu set2ien z. B. Bhimentöpfe; ist Datt hat hSfllilumer'Bffilllil' Weg- 

auch ein Gerüst, sich darauf zu stellen. Stlbltzt. • 

Stelt^ Stölt, die Stelze; de Jag gelt StichkUrn, der Samen vottSilybum 

nppStftlt'n. mar)anun)(Mariendistel),alsHausmit-i 

stempeln hat nebefi -der Bedeutung tel im Gebrauch. 

imNhd.auchdievonbestechenoderzu Stich'lhaorig, mit ischwarzen und 

et^^as bereden. H( isuteiipelt, er muss weissen Haaren versehen, 

seine Aussagen so machen, wie es ibm Stick'lbir, Sticklbäsiog, die Stachel- 

eingegeben ist. beere. 

St(n, PI. Stte u. Sttn'r, alts. ebenso, Stick'lkirl, ein geträumtes Gespenst 

der Stein. Adject. stftnrig. im Süden, das im Brunnen sitzt, wo<* 

SUmberg, bed. auch das H 'dnenbett durch die Kinder abgebalten werden, in 

Sttabick'r, der Name ekies Vogels den Brunnen hineinzusehen. 

(Saxicola Oenanthe) ^2. der Steinmetz. ' Stickll, ein langgestrecktes Werk-^ 

Stdnblöm nennt der Landmann die zeug, zum Stecken. Die Klappe einer 

beiden hier häufig wachsenden Arten Thür wird durch einen Sticke» ver- 

des Ruhrkrauts GuäphaliumdioicumL. schlössen, wenn ein passendes Stück 

und luteo album L. Ih einigen Dörfern Holz so durch eineKrampe gelegt wird, 

heissen sie Tobacksbl6lII. In andern dass es der Länge nach vor der Klappe 

Dörfern ist Stfiüblölll die Benennung liegt. Woststick'n, kleine dünne Holz, 

von Teufelsabbiss (Succisa vulgaris), zweige zum Verschüessen des. Darms, 

Stihgöd,Töpferge86birre, dieaus worbWurst ist KBÜttlStiek'll, Strick- 
einer Thonart gefertigt sind, welche nadeln; Taofelsttck'n,'Schjefergrifrel 
durch das Brennen eine steinartige Dao wUPk di 'n Stick'B väörstäk'll, <Im 
Härte bekommt. werdeich verhindern. Dattsteitg^od 



212 

Uü Stick'n, die Zungeam Wagsbid&en - . ftttm' (VerbO^ steuert), als .Mittels- 

»tebt genau. persou einen Kinderstreit schlichten, 

Stick'nd&Stet, völlig ddnkely stock- oder ein unartiges^ Kind durch milde 

finster. ^ Mittel zur Ordnung bringen. Ick heff 

. sttf, steif. Holt de dr'B sttf, werde mit de Ki^'nall saväftl nmmsttmt, 

nicht krank; sick stlf ärgern, sich 't wiU ftÖwetltÜLlielpeil, ich habe durch 

Srgem, dass man fast starr wird; dat Ermunterungen, Tädelv Schelten etc. 

biOt maokt Sick SOSttf, aSS 'n B6in die Kinder in Ordnung zu halten ge« 

\fird von Kindern auf dem Arm der südhi:, aber alles ist vergebens gewesen. 

Wärterin gesagt, wenn sie sich steif : ,. Stinkfist'r , ein Mensch, der einen 

machen; SOSttfaSS'nBook drückt den stinkenden Geruch durch flatea ver* 

tlangelati Körpergeschmeidigkeit aus. breitet, auch Stiokfitz genannt 

Bavon das Vßrb. Sttw'ü, steif machen . Stinkmatz, aker stark riechender 

z. B. die Wäsche durch Stärkemehl Käse. 

Die ^rlassone^tärke heilst dann selbst: . Stlpl(stipula)eineStange od. Busch 

de Stiw'. Stiwigkeit, das Steifsein. zürUnterstüt^uogd.Rankeugewächse 

StiWtg ist gewi^erma^en das Dimin. und Büsche, wird auch statt Pfahl gebr. 

von stlf in seiner Bedeutung von ziem- Sett'n Stiplbi'llBdflL 

Uch steif. SUpelb6ll, Stangenbohne. 

- Stifkendanxen. Kinderwärterinnen stipeln, mit. einem Sttp'l versehen, 

treiben mit den zarten Kindern, wenn z. B. Erbsen, Bohnen etc. 

sie so viel Körperkraft erlangt haben, ;. stipp'lliy IBStipp'fi, tunken, eintunken 

den Oberleib steif zu halten, ihr Spiel, z. B. Backwerk in den Kaffee od.Thee« 

wobei sie das Kind mit festgehakeuen jLaot flU fliit ifi&t^^'n sagt der Schul- 

Oberschenkeln in einem Tanztact auf knabe zum andern, wenn er sich des 

u. nieder od. drehend bewegen, welche andern ESiite mit bedienen will. Yergl. 

Belustigung für Kinder tu Umstehende tobit^B. 

mit diesem Namen bezeichnet wird. Stippels, Brühe, Fettete, um z. B«^ 

:>8tig, der Steig, der Pfad^ davon stig'n, Kartoffeln darin zu stippen. 

steigen.' stippelnu« tippeln wird vom Fällen 

;. Stig*, ein zählendes Gemäss, 20 Stück einzelner Regentropfen gebr.^ Adject. 

enthaltend, wird auch häufiggebraucht^ Stipplij3;u.tipplig; \ 

um im Allgemeinen eine nicht kleine . Stippelk'n und Tippelk'D, kleineFte- 

Zahl anzugeben» . Sttg'n, Stiege g^en. cken ; Erhabenheiten in der menscfali- 

DatKaomstigtMtt Jaör slechVd'ijg cheuHaut. 

Zahl der Komstiege ist in diesem Jahre . StippkiS, der mit Milch zerriebene 

gering. .- : , - ■ Käsequark, ein Liebling^ericbt des 

. StigiitSCk(Tonaufd. letzten Silbe), Altmärkers. . 
der Stieglitz. Stippstüt'li , Stimmpstllt' S. H^< 

Btig'n (stig, stiggst; Imperf; Steg; weck. 
Part. stäg^> Stelgen. Dpp'n Stöl, upp StippstSüken, kleine Gedchkhldien 

deLeddersttg'&;deNlbel»d&tWaot'r munteren Inhalts. 
»tlggt süw'ttS.stif. 

I, Dim.^Forffl von still, stille* Stockdfister, ganz dunkel. 



213 

ftoekplackig; itOCkpÜckig, stock- ei&^r beliebig starken Knabengesell- 
fleckig« Schaft erbäit jeder einen zusammenge- 

. StAlt S^ Stelt» legten Zettel; fünf derselben sind mit: 

Stoff 1. der Stoff, woraus etwa^ ge- Amtmann^ Riditer, Kläger, Störpke u. 
macht wird. 2. der Staub ;da von Dieb, die übrigen nicht beschrieben» 

StOw'n , stauben und stäuben. Ick Der Kläger wendet sich an den Amt- 
wM nich Wft hft hinn Staow'a an flaog^ mann : Herr Amtmann, Herr Amtmann! 
iss, ich weiss nicht wohin er gegangen igb klage hier. Amtm. : Was klagst d^ 
ist, wörtlich: wohin er gestoben und denn? Kl. : Einen Dieb. Amtm.: Wad 
geflogen ist. Ad ject. stfiwig. .. hat er dir gestohlen? Klag, nennt einen 

ttftWttn , Frepuent. vom vorigen, beliebigen Gegenstand» Amtm.: Zieh 
auch figürlich für forttreiben, Tdfück ihn bei der Nase her. Wählt der Kläger 
will difttöwern ! warte nur, ich werde zufällig den, welcher den Diebzettel 
dir Beine machen. 2. fein regnen Qder hat,5o bestimmt der Richter die Anzahl 
jchneien, stöbern'. von Klumpsäcken, die dem Diebe vor^ 

Stoffl, Stöfl, Christoph. Störpke zuertheilt werden ; wählt Klä- 

» StAl,Dimin.StBtt^ni der Stuhl alts. ger einen unrichtigen, so bekommt er 
sfc61,stuol. die Strafe. 

8tolkel:n, Stolkerig, stolpern, stol- Stört'n, stürzen, transit,u.intrausit. 
perig. Stöt, der Vorstoss unten am Rande 

:Stoll, ein ungesäuertes Weizenbrot desFranenrocks. 
von länglicher Form. Stötherr S.Herr. 

Stfilp'r , der Deckel. Pottsttlp'r, «tftt'n, stossen, stampfen ; StStlseilj 
PIp'BBtölp'r. t iss kto Pott so seh^ 't ein S-förmiges Eisen, mit dem in dem 
flüdt Siek 'n Stölp'r dato sagt man von StSttrogg Kartoffeln, Rüben, Kraut etc. 
einer Person, zu der sieb unerwartet ein zum Viehfutter zerstampft werden. 
Freier findet Das Verb, heisst : Stfilp'n. Stott, der Stoss. 
imstOlp'n, umkehren z. B. einen Topf, Strack, StrackftfSogkicb, sofort, 
sodass die Mündung sich unten befin- Sträkl, ein mit Theer und .Saiid 
det.1ippst&lp'll,einenDeckel auf etwas überzogenes Stück Holz, womit die 
setzen, 'n K6if Hppstfilp'O, den Hut auf- Sense gestrichen wird^ um siezu schär- 
setzen, jedoch stets mit dem Nebenbe- fen. VgLstrik'n. 
griff des Unschicklichen oder Unbe* sträk'n, den Brachacker, in weiten 
hülflichen. und flachen Furchen umpflügen. Von 

StolperfötyStolperjOCk'n, ein Mensch, treck'n, ziehen abzuleiten; das tiefere 
der leicht stolpert.. , Pflügen ist plög'n. 

. Stopp'ndig kommt .nur in der Ver- Strakfaor, die durch das Sträk'n ge- 
bindung mit Ynll vor; Stopp'sdigYQlI; bildete Furche, 
vollgestopft. . Sträk-boirjl t. Strich halten bei einer 

Stöps'l, ein kurzer, dicker Mensch, gemeiuscliaftlichen Arbeit. 2. bildlich 
Storf^ Imperfectum von sterb*a. von Menschen, die ungeachtet ihres 

Stork, der Storch; StOCkbilt^, ein Versprechens in ihrem ganze^Beneh- 
Mensch mit dünnen langen Beinen. . men sich verschlechtern. H( bält lücll 

Stdrpken oder StOppkenspdll, In iU^ 



514 

" stramm, straff; angespannt De Stä- sich np]^ 4e8tKaot fom%\th bin ZQch 

"Weln Sitt'll stramm ; dat Strick iSS tO nicht so arm, kraftlos, von so schlechter 

stramm; 'll strammen Gang hat Jemand, Geburt etc. als du glaubientnaigät. 

der affectirt gerade geht. Liegen die Streff, straff, z. B. ein angespanntes 

Kleider zu eng an, so entsteht ein unan- Seil ; ein kräftigef"muskulöser Mensch, 

genehmes Gefühl , das durch straom Streissel 1; das Strohlager; 'khäff 

ausgedrückt wird, ebenso, wenn eine dtSSe Nacht Qppt Strdssel slaop's. 

Geschwulst, oder Geschwür unter* der 2. ^lles was in die Viehställe einge^ 

Haut liegt, wodurch diese straff ange* streuet wird z.B. Stroh, Laub, Schilf 

zogen wird. Davon das Verb. Straom'. Heidekraut etc.- 

Be F6t straomt so, ich fühle im Fuss streng; in der Verbindung da larU, 

ieine schmerzhafte Anspann ung. Kte rtc isS recht Streng, der Meerret* 

Strim, der Striemen z.B. die siebt- tig, Käse etc. afficirt stark die Ge^- 

bäre Spur auf der Haut nach einem der- ischmacksnerven, . . . 

benSchlageriiiteinem Stock etc. Strigg' (in der Weibermütze) S. 

- Strami, StrSpl, Strtpl, ein langer; Flor. 

schmaler Streifen vom Papier/ Brot» Strick 1. der.Stridt; 5. ein Scbelt- 

Leinwand, Acker u. s. w. wort. Man meint es damit nicht allemal 

strampeln S.tramp'n. so böse. Aber Galgenstrick ist der, 

Strän, eine bestimmte Anzahl Fäden welcher den Galgen verdient 

des gehaspelten Garns, Zwirns, Seide ' Strickrflder wird spottweisc der 

etc. , Gensd'arm genannt. 

" Strang bedeutet in Salzwedel ' den Strid, alts. ebenso, der Streit 

InbegrifFderWasserleitungsr(5hren,die 8trt(d)'n (Pr. strid, striddist; Impert 

einen gemeinschaftlichen Schlrkasten str^d ; Part. strä*[d Jn) ==.streiten, läug^ 

(S. oben) haben. Der Plur, Sträng be- nen. afttrt(dynj abläugnen. 

zeichnet dieXeile, Stricke, an denen die Strik'n (strök, sträk'n)^ streichen, 

Pferde ziehen. Das gwird nicht gehört. Sick Strtk'n laot'n, sich streichen lass^i. 

StrailZ, Scheltwort für ein grosses. Der gemeine Mann nennt gewisse 

faules und unordentliches Mädchen. Krankheiten:- UWnssen Sttt' (ange- 

Strapsiim, isick, sich bei abmattender wachsen sein) nnd lässt sich dann von 

Arbeit abquälen, Strapazen bestehen. alten Weibern streichen d. h. die ange-^ 

StrSw*, die Strebe. spannten Theile des Körpera mit dem 

Sträwig, rüstig, kräftig, 'nsträwlg'n Daumen derb drücken und kneten, wo- 

Jnng, ein Knabe, der stramm auf dem bei gewisse Worteg^sprochen Werden, 

Arme der Wärterin sitzt 2. dieSense mit dem Sträkelanscbärfen. 

Straok'n, sick l. sich strecken, aus- Das Freqiient Strtkeln eutsprioiit dem 

strecken. 2. sich streicheln, putzen. Nhd. streicheln. 

Straokt sick de Kaot'r den Baort Strtpl S. Sträm'l 

(Voss). Das Frequent Straokeln be- Strip'n, streifen. 

deutet auch streichet. Stllpig, «treifig, gestreift. . 

Straom' S. stramm; Stripp-Strapp-straU rufen die Kin- 

Straot(stratavia)^ die Strasse, Gasse, der der Magd zu, welche die Kühe 

Heerstrasse, alts. str ata. 'k bin 6k melkt *. 



215 

StrippsVSchiäge;irb1p|^ftX^hlageD, Stummel, Stumpf^ kurzes Ende. 

peitschen. Stummel Licht, TanstummeL 2. eine 

■ Ströp'n, streifen ; davon Strop'udri« kurze Tabackspfeife. 
wer, MüssiiJgänger, Herumtreiber. StVUU', die Stunde. 

Ströpärften, Erbsen , die mit der • Stfip'u, stäupen mit Ruthen haueu^ 
Schale gekocht und dann mit den Zah- dafür wird andb hier und da fitzeuger 
»en ausgestreift werden. sagt. ^ 

Strftf, alts. ebenso, rauh auf der Ober- Stf^I , starr , stier , erstarrt. Bft WdS 
fläche, gewissennassen struppig z.B. gaus Stür Vfir Schreck, er war vor 
unbehobelte Bretter; auch vom Haar Schreck ganz erstarrt Eh kikt Uli 80 
bei Mäuschen und Tbieren, die sich StÜr an, er sieht mich mit starren, stier 
nicht glatt legen. ^ ren Augen an, 2. von hartem, unbieg- 

Strük, der Strauch, das Gesträuch. samen Sinn und Charakter. In der letz> 
' Strükröw'r, Strauchräuber, Strauch- ten Bedeutung wird auch die Form 
dieb. Stftrsch gel;>raucht. 

Strull, ein Strahl von flüssigen Din^ . Stur 1. das Steuerruder, 2« Zucht u, 
gen, der aus einer engen Öffnung mit Ordnung. Holt StSl. 
Geräusch hervorkommt. 8trull*B, das Stur'U 1« steuern, ein Fahrzeuge 
Verbum davon. 2.steuern, hintertreiben, stbrdoch oder 

Strunzel, Scheltw. für eine schmu- holt Stfir! suche doch den Streit zu 
tzige Weibsperson. schlichten, damit es zu keiner Schläge- 

StrÜZ,Strauss,z.B.Blumien. rei kommt. 

Stlflw'n, sick, sich sträuben. Stürsch, fürsteiermärkiscb, ein bei 

Stubb'n, der Wurzelstock eines ge- Landleuten beliebter Tanz; andere 
gefällten Baums; von Stftf abgeleitet, ländliche Tänze sind: HanuackSCb^ 
engl. stid)b, augels. stebb, sty bb. Twfttritt. 

Stück. Über die Bezeichnung einer Stftt'u, Weissbrot, Semmel. DattiSS, 
ungefähren Stückzahl siehe unter Dao- as bi'n Bäcker 'u Stut'u, das hat einen 
1er. 2. Weibsstück. festen Preis. 

StttokSChen, Stflckelken, ein Stück- Stuteuwoch, eine Wochen in der den 
eben. neu in die Schule eintretenden Kindern 

stftf, stiim pf, ohne Spitze, abgestutzt die Verstösse gegen die Disciplin nach- 
St(UäfA(d), eine mit farbigem Bande gesehen werden. 
umwickelteRuthe, die den nicht artigen Stutts kommt nur mit der Präpos. 
Kindern vom Weihnachtsmaqne ge- Upp vor. upp'U StuttS, sofort, den An- 
bracht wird, vonsteupenu«Ruthe genblick. Du Sast Upp'U StuttS ÜtgaOD, 
gebildet. du sollst sofort ausgehen ; upp'U StuttS 

StÜk'n, stauchen, beim Waschen das kanuickuichkaom'D, in diesem Augen- 
Zeug wiederholentlich im Wasser blick kann ich nicht kommen. Dasselbe 
niederdrücken. verstÜk'D, verstauchen« bedeutet: upp 'd Städ, auf der Stdl^ 

Stuir, Butterbrot. Botterstuli, Sem- und^ppstunds. 

melstuU , FlummöSStnll , Smaltstull, St&W l. der IJeberrest einer Sache^ 
HounigStuU sind die verschiedenen Ar- besonders von Zeugen in Wolle, Lein- 
ten von StuUen« wan^fstq, 2* die Stube. , 



216 

Sttl auch Mit, der Steiss besonders den, in den tum leicht versinken kann, 

des FedervüehS. Ist weit weniger im Gebrauch, als das 

Suborg S. Borg. mehr bezeichnende D6dläw'r. S.oben^ 

Snddeln , sudeln ^ starker als SäSln ; Ad j. SUmpig. 
wird auch im tropischen Sinn vom snnd, gesund. 
tTÄcMässigen Arbeiten gebraucht. Ad j. Sttnndag, Sonntag. 
Saddlig. Sandheit, Gesundheit ; dient audr 9b 

Sndissel, Saudistel, die Pflanzengat- Zuruf, wenn Jemand nieset, 
tang Sonchus. Sflno', Sünde ; Sflilll' OH SchaiUl' be-^ 

•" Stft'n, Sficht'fl, seufzen. Tersftft'Oi, zeichnet ein arges Vergehen. ^ 
verschmerzen. Sunn', die Sonne; goth. sunrnvatts. 

Sftg'n S. sög*n. sunna. 

Sik, jede Krankheit, allgemeiner als Sinnplick, die Sommersprossen, 
das nhd. Seuche, goth.siuks, alts.sioc, Sttonst, sonst, vormals, anderswo» 

5eck,siec. Das Ad jectiv heisst ebenso, ausserdem; SttOIlSt Tlds, in frühem 

sik'n, krank sein. hettnsSk'n, in der Zeiten (über die Genitivform siehe 

Krankheit nach und nach ganz von Morgens). IckheffSmmallsfiiiiiststa, 

Kräften kommen, ich habe ihn schon anderswo gesehen j 

Sftl, die Pfrieme, gerade u. krumme, wenn 'tsünnst Dicks is, wenn esweiter 

SWei, Ei ohne Dotter. nichts ist. 

Sfilf, selb; Sfilfonner, selbander ; sfilf- Sftp'n (Pr. süp, sUppst ; Imperf. s6p ; 

drüdd, drei zusammen. So mit allen Part. saop'n)e= saufen, übermässig gei- 

Ordinalzahlen. Gr.Gr 2,950. stige Getränke zu sich nehmen. Tel- 

Sfllftig, Sftlwig, selbig, wird wie im sftp'A 1. versaufen, durch Saufen durch- 

Nhd. stets mit dem Artikel gebraucht, bringen ; 2. ertrinken. 
desttlftig, datSÜlftig, und mit folgen- Süpftt, ein Saufaus, TrunkeuboM; 

dem Substant. statt: Sfilfkt. Desfilwig stärker als SSp'r. 
(nicht sülfst) Frft, dieselbe Frau. Slipp, die Suppe, Brühe; dann jede 

Sfllfst,SfUfst'n(fwird wenig gehört) Feuchtigkeit Ick slao di Qpp 'tili, 

== selbst. Hfekamm Yonslilfkt, er kam datt di de r6de Supp (Blut) rttgeit 

von selbst, d. h. ohne dazu aufgefordert Auch bildlich : Hfe Sitt in de Supp bit 

zu sein, ick-, dl-, h^, wi-, ji-, Se Sfilfst, äöW'r de Srn, er kann sich vor Scbttlden 

ich etc. selbst. nicht bergen. In de Snpp Sttt'll laHt'B, 

Sttlfst maokt Tftg S, Warp. Jemanden, der in grosser Verlegenheit 

SfllkySflck, solcher, solche, solches; ist, verlassen, in Stich lassen. 

nicht viel im Gebrauch. snpp'n = sip'n. Vgl. oben. 

SttU, die Schwelle, goth. suella. sftr, sauer als Ad ject., alsSubst. der 

VergÜlFn, verschwellen. Essig. 
SUt 1. die Sülze, Presswurst; 2. eine Sftrhöltk'n S. HöltkU 

Salzlache, salziger Quellengrund. SÜrn, sauer werden« 

Sfilw'r, das Silber. Ad ject. sttlwern. sini, Brot etc. einsäuern ; SSnratt'r, 

sfim'ySainigyYersSlIl'; säumen, säu- Wasser zum säuern« 

niig, versäumen. Sfirk, der kleine Ampfer (Rwnex 

Sump, der Sumpfe schlammtger Bo- acetosella L.). 



Strk%, kleines Geschwtin UkkedatttUR<klick*nIiiefs.v.a.niir 

Stonftty 8ftrp9t| ein Sauertopf Dreck bauen). Oder: lltter mftSSl 

(Scheltwort). deB&JiBg'BKittelflick'ii,KittelIiek'B, 

staX sausen. Subst und Verb. iDitwitteii, mit Bwarten, Bit swartei 

wm^% Kinder in d. Schlaf einlullen. Zwin. Oder : AS8 ick wegtög, Wegt6g 

ftn^sAfiSt^ sonst Qm8ftes,imstB8t, Ur ickall's soch; ass ick wedder- 

masöt^ und zwar sowohl frustra ab kämm, wedderkamm, wass et fleifR 

gratis. gao]i;!iiidaolittet,httet:fHttNettel- 

Susterb'n S. NaosSög. kölnn sckttySohit^linmr! Od«: Ass ick 

Btweni, säubern, reinigen; ist nur wegtAg, ass ickwegtftg, waorn allff 

von Flüssen, Gräben und Brunnen im KisteHUI Kasta&Tidl; asS ick Wedder-' 

Gebrauch. Von 8aw*r, sauber, rein. kämm, ass ick wedd^kamm, waor 

swabbeln, Frequent von swappea, aUens t% wenn \ waui't jflmm mu 

i, Iiih und her bewegen z. B. ein Geßiss Bfaik behl— tti I 
mit Flüssigkeit Swabbel ttich SO ! kolt SWUl'B, schwanken, wie einBetnin^ 

graod. Als Intrans. wird es von ganz* kener. 
imd halbflüssigen Gegenständen (Gal* Swä, die Schwiele, 
kiteetc.) gebraucht, die bei sehr ge- Swirn, schwelen, durch Einwir«- 

ringer Berührung in Bewegung kom- kung des Feuers anfangen zu brennen, 

men. Im Begriff wenig unterschieden ohn^ Flamme zu zeigen. Kleidung und^ 

von quabbeln. Vergl. auch OiadibL Wäsche, wenn sie zu nahe am Ofett 

2«Unolltzes und Unüberlegtes reden, liegt sengen, wenn der Verbrennungs«: 

Watt SWabbelst da da != Welch un- prozess erst angefangen, sind sie aber 

übeiiegtes Geschwätz ! Swabb'U<Ton durch das Versengen in Verkohlung 

auf der letzten Silbe), das Subst davon, übergegangen, so dass das Versengen 

SWaak, schwach. Dat Uk'n tss vUr länger angehalten, so sind sie Terswllt 

mta Arbeit to swack ; de Balk'n iss to BIr swSlt watt, istdemnach stärker, als 

s«aek. Ursengt watt Dat Holt swSlt man, 

SwaddySward, der Schwaden d. h. das Brennholz ist zu nass,. es kommt 

1. der Raum, den der Mäher mit der nicht in Flamme. 
Sense 'erreicht Eh mei't 'n brM'n Swans, der Schwanz hat neben allen 

Swidd. 2. das Korn oder Gras, idas beim Bedeutungen des Neubd. auch die von : 

Mähen vom Schnitter nach links hinge- Haarzopf. Diminutiv Swlnsk'n und 

bracht wird. De Cferst liggt noch int SwinsdL'n. 

Swadd. 3. in der Redensart : dat FUsi Swip, das äusserste Ende der Fuhr« 

Vfip de Swadd Sprei'n, den gerötheten mannspeitsche, dann die Peitsche selbst» 

Flachs auf demFekie so ausbreiten,dass Das Verb, swip'n ist wenig im Gebr. 
er gewissermasseu eine Swatt in dem Swapps, Swipps, Swupps, Inter jec- 

zweiten angegebenen Sinne bildet; ist t&onen, died.Laut nachahmen. 8wa]^sl 

dasWort im figürliche Sinne zu neh- daDfaftg Uftns.upptAlftt, in derGe» 

men« Swaa bedeutet im altfriesischen seh wiudlgkeit hatte er eineMaulscheUe 

die Sense. , weg. SwippsIdaowaothftflmd'EdL^ 

SwllrikaUchSwaUig,8weigelk,die mt grosser Geschwindigkeit war er 

Schwalbe. jSie mügtV Eli6|wi«$|r lek, uttrditScke. Swafpftt 4aiJi|tU^itfl. 



218 

Waot'r. Die Veiibidening das Vokals fleiscbes abgesc&nitfea , üt&d dann ge* 

drUcktden«mgedeuteten Laut aus. . meiniglicfa mit Backobst geköicht wer- 

SWftpp'ta, das ans dem Vorigen ge^ den. 
bildete Verbiim nach der Verschieden^ SWdOT ( Adject) atts. sudri, schwer. 

heiC des Lauts auch SWipp'll, SWUpp*!; . SWtOll (Impe».) eine Voralmfing 

gebraucht werden diese Verba von den haben» vorhersehen ;dsttIl&t]Bi SWMlt, 

Gegenständen« die einen äihlicfaenLant davon habe ich eine Ahnung gehabt, 

hervorbringen. Wasser in einiem be- Das alts. warn an bedeutet meinen^ 

wegten Gefä'sse schlügt an die Seiten« vermuthen. 

wand hörbar : 't SWappt oder SVüppt SwaoW| mehr noch im PI. de Swaob'n 

Wrtm eine geschwungene Peitsche im Gebrauch, bezeichnet altes Leder 

einen Gegenstand trifft, so .SWippt sie. von unbrauchbarem Schulizeng^ datf 

Das obigeSWäbkeln ist das Frequent. die Schüsterlehrlinge auf dem Lande 

Swirbrett, Swarhatk, SwäFetB*,- sammeln; es wird besonders zu Ein-» 

SwIrelenZy S Wäni6t sind verwundern- schiebsein bei den Sdef ethacken gebr. 
de Fluchwörter, von dem letzten wird gwecklig, schwächlich. , 

auch ein Verbum SwIlilMeill gebildet Sweflstlck'B, durch geschmokenea 

in der Bedeutung von flochen« Das Schwefel gezogenes und in kurze £0«- 

Adject. swlrnltsok entspricht unge- den geschnittenes Garn« 
fihr dem nhd. verteufelt. Datt iSS ^ 8W61Bm'| schwimmen und schwem» 

swIrnStscVii KirL SwIniBter, ein men. : - 

Scheltwort . Swftl, der Schweitihirte, SWenSCh, 

SwSrk S. Flaog*. nppswirk'n wird dessen Frau, 

vom Aufsteigen dunkler Gewitterwol- Sweilgd 1. das Querholz an dais die 

keu gebraucht Im Alts. bed. s w e r - Pferde gespannt werden ; 2* der unter- 

c ä n ebenfalls : sich mit Wolken bezie- stützte Baum bei einem oifeoe&Bran- 

hen, dunkel werden, und g i s w e r k , nen, um WaSSer aufzuziehen. . .^ : 

8 W e r c das Bewölktsein, der Regen« SWenzelSni , schwänzeln d. h. den 

. 8wlr& 1. schwören, goth. svaran, Fuchsschwanz streichen. •. - . 

alts. suerian. 2. schwären, ein Ge- Swftt,derSchweiss, SWftt'JIySchwi^ 

schwur sich bilden. tzen; Adject 8w6tig. 

SWatt, schwarz, schmutzig, nicht 8Wibb'Bdig,sdiwebend,twibbUig« 

rein. VtU, über dieMassen voll, nur vonFliis- 

SWattbunt, schwarz mit weissen sigkeiten imGebraucb, von festen Ge- 

Fiecken; dagegen wittbuit, weiss mit genst&denheisstesStopp'Bdig¥1llL :» 

schwarzen Flecken. »wlg^a (swig, Imperfcsw%,Par^ 

Swattdä&ni, Schwarzdorn (Prunus 8Wäg'n)c= schweigen, 

spinosa). SWillnt, anschwellen. 

Swaor, die Schwarte ; hh mfitt al- 8wiOM»l, Swimniss, der Schwindel 

bdt'n, datt Imm die Swaoni knäck^ii Bwimeln 1. schwanken, schwindelig, 

drückt schwere körperliche Arbeiten ohnmächtig werden^ taumfehl wie ein 

aiis. Das Dimln. Swftörkens wird vor^ Betrunkener. 2. von einem Wirths- 

zugsweisevondenweichenSchwarten hause ins ändere gehen. Ad|L-SWiidig. 

k g^br^^i^AZtäuatekendesWbrut*^ .'SwteleiiilerHifumtrtiber». 



219 

Swtft, Plural ebenso* d«s Schwein... SwEg*!!, SwBw'D, «i** vlelen.Wotten 
TäOl Swin maok'n 'n Drank dtnn'i bei über etwas staunen oder klagen^ v^ie die 
vjdenTheilnehinerniwird jedePortion Weiber zu thun pflegen^ Das goth. 
klein, . Kinderwärterinnen singen^ svogJQn/svogjian bedeutet: 9eufzen, 
wenn sie mit dem Kinde spielen mit stöhnen ; dasangel$.svogs=söniis, so-* 
voi^estrecktem Zeigefinger : SwiDk'ü nitus, svogan = sonare^^ebenso das alts. 

stodrt'B, WOstk'n maok'n, datt sali snogan. u 

Segg'nFfik! Alts.sujn^gotLsvein. 8w3l, schwül.. 

Swinägl 1. der Jgel ; 2. der Keller- Swftr, der Eidschwiir. 
wurm, Assel ; 3. ein unsaubererMensch SWUCht'n, umherschwärmen, wahr-: 

in Kleidungen und in Gesprächen. Die- scheinlich == Bwimclll, SWirn^ und dem 

selbe Bedeutung haben die Wörter: folgenden swnddeni. 
SwiHhimd, Swtndriwer, die aber häufig SwiehÜappen, ein Schwärmen 
blosse Schimpfworte sind. ^ SWUddern, die Zeit durch Herum- 

Swtnert, Unsauberkeit in Kleidungen, li^en in den Bierhäusem tödten« Vgl 

Ünfläterei in Worten. SWimelBundSWlriL 

SwtopÄ8'l=Smörpäs'L SWftl, SwWig, schwül, vom Wetter. 

tWinn, geschwind. goth«sVindis. SWnlk'n wird vom Aufthiirmeo der 

SWinik' (Verb.) schwinden , SWinn* Gewitterwolken gebraucht 
läot'n im Handel, nachlassen in der For- Swolst, die Geschwulst, 
derung. SWank'n, schwenken u.sohwankeQ. 

Swinsteilins, Swenterlens, Swenze« £in hoh^r vom Winde stark bewegter 

lenz, ein Fluchwort. Bomemann sagt: Baum SWUllkt; eineBohnenstange stark 
Potz hnnnert dnseilt Swenzelent, hin und her bewegt,.um ihre Festigkeit 

h&mmjao veglt'iide Reverenz. Auch zu prüfen swimkt 
alsSbst.rdQsastdeSwenterienzkrtg'ii. Swrasob, der Grünfink (Loxia 

Swipps S. Swapps. Cbloris). 

SWlfn, schwirren, schwärmen, be- swnpp'll S. swapp*n. 
sonders des Nachts sich herumtreiben, SWUppS S. swapps. 

g^icbbedeutend mit swiiiieln. H( swtrt 8zaokelöt,Szapperl6t, Szackenaenti 
ton tn Wartshüs hi't aimer. Davon Szackerlötsck siehe unter Z. 
Swlrbroder. 



T. 



't=t.Neutn^ des Personal- Prou, wandert als Geselle. Der Altmärker 

^; 2. Neutrum des Artikels dat SS dasi. kümmert sich wenig um den Unter«* 

3. vertritt es die Stelle des Artikels in schied des Dativs und Accusativs. 

allen Cas, und Gen. nach Präpositionen, Tachf 1, die Qhrfeige. Im Goth« be- 

selbst da, wo in der Regel 'n steht ;; man deutet t a g 1 das Kopfhaar Das Verb.: 

sagt : achter'n T(Ü1 (hinter dei;n Zaun) tackteln. 

u. iöW^'t Scbapp (über dem Schranke), Tack, Tack'n, der Zacken, Baumast, 

^onaer'tjolli (unter dem Volke). H& der Baumzweig heisst Te^. Igtack'ü, 

isz in't Fr&mm , er ijt.in der.l^^r?^, Jiiszapfen. . .^ .X'^, ,; 



£30 

Tackbslt, ßuschholz; b«sot>derir mit dem Hacken stark ahf» 

tackig, zackig, ästig. treten. 

Tadde,TadderS.Taier. Talt^, Tutel, Tadder,Ttddel, Zad» 

TaginHachtj der Kohweizen, die dW, Lappen, Fetzen an zerrissenen 
(lattung Melampynim. Kieidut^sstUcken. Kikmaol, VO dt 

tag, tig, tei, taög » zähe ; datFltech TaHen an Sin Rovk luag'B. Adjectiv 
iisnocb tei, das Fleisch ist noch nicht taltrig, taddfich, tantlick, uddrieh» 

tnürbe genug gekocht DeKrftöthat'n zerlumpt, zerfetzt, 
tei Llwend, die Kröte hat ein zähes Le- timett, ziemlifch. 

***«-* j ^ , ^ * u ^ tamm, zahm, gezähmt 

Tagt, der Zehend vom Acker und ^ 
yjg},^ tam' 1. zShmeo, Zijim machen. 

Tigüand, Acker, von dem der Ze- 2. «ck täm', sich ziemen. Datt ttnt 

hend entrichtet wird. ficknich. Häufiger wird dies Wort io 

ttgt'n, tig*!!, den Zehend einsam- ^^ Sinne von: sich etwas nicht an- 

mehi; bildlich: Hdnflttall'S tigt'n, er 8chaffen,wasmangernh8tte,wovonaber 

mli£s von aUem etwas haben. Hast all höhere Rücksichten uns zurückhalten. 

weddert&gt? hast du von dem Gegen- ^"»«1» "*«<* k"» i«k mi nick täm", 

standeschonwiederheimlichetwasge- "«ine Vermögensumstände erlauben 

nommen? Dasgoth. tehan bedeutet «« ^'''^^ ^<>^ ^^h mir frisches Fleisch 

die Zahl 10. kaufen kann, das ziemt sich nicht fSr 

li,dieZeche,Schaflaus; vonKin- »icl»- lätkeffipkmi'nfflagBtettmt, 

dem, die ihre Wärterinnen nidit von M« l'al« ich mir nach langer Uber- 

tich lassen wollen, von Erwachsenen, windmjg ein Glas Bier gekauft Die 

die durch ihren langen Besuch lästig Redensart: betam'laot'»f nicht hinder- 

W«rden wird das Wort ebwjfells gebr., 1»<=^ ^^^> in Ruhe lassen, nicht zerren, 

«o wie das Verbum : tlk'n ; U satt weg **"* "" ^etäm', lass mich in Ruhe, wird 

aas 'nellTäk,seinBesuchdauerte lange. «"«^^ von Luther (2. Sam. 16, 11) gebr. 

Tall, die Anzahl, der Antheil, Por- PsHegenbei diesem Worte zwei ver- 

tlön.- Wird einem etwas zugezählt «chiedeneStämmezumGrunderlJk»», 

zum Empfange oder zur Bearbeitung, TboiB,ThBm = das Haus^ also an das 

soheisst es: ick heff min Tall ktäg'n. ^^"^ gewöhnen = zähmen. 2^P«s 

Von DM, Theil, unterscheidet es sich, 8°*- timun,alts.teman= ziemen. 

dassbei diesem nicht auf das Ab- od«; y&' "IgO- 

.- » - ^ 

ZuzähleöjWie bei jenem, gesehen wird. ^""- Tän, Plur. ebenso, goth. tand, Plur. 

Ein Plar. von tall scheint nicht vorzu<^ tende = der Zahn. Dfttt Sall dl lAÜk iä 

kommen. Ak InbegrifF von Einheiten de TIh hack'n bliwX ^^ "Wirst dich üt- 

wird Zahl gebraucht. reo, wenn du glaubst, dies zubekom- 

TallpatSCh, Scheltwort für einen inen. Wenn die Kinder die Z^ne 

Menschen>d^r einen ongeschicktenGe- "(vechseln, so werfen sie den ausgezo- 

brauch von seinen Händen und Füssen genen Zahn rückwärts über den Kopf 

macht) plump auf alles losgeht; davon und singen : Hfts, Hfta ! hAOltl TIb, Uk 

das V^bum:taUpat8clieii. g$w di 'n knUkera Tln^ säst ai 'i 

talpa'tti beim Gehen stark auftreten, tseni wedder gSlB. 



221 

l^bräk'r, eigetidich derZahnbr«- - tlrg'ft, ttn^ zerren, necken, zum 

eher, konktnt nur in der Redensart vor : Zorn reizen, z« B. den Kettenhund. Das 

Schrrn aSS 'n Tlnbrik'r. alts. ter jan bedeutet dasselbe. 

TlnwMaog, Zahnschmerzen. jj^^^^^ ^^^ p^pp^„^ ^^^ ^^^^ 

Taig' (ngder blosse Nasallaut), die haben. 

Zange. De mttt 1k mit de Tang' ail« tlni 1. zehren, j^oth. tairan, alts. te- 

faot'n, die Person ist so schmutzig und rian. dt anaer Lid Bttd'l tlni, auf 

schmierig, dass man es nicht wägt, sie fremde Unkosten leben ; davon Tänmg. 

ZQ berühren. 2. mit Theer bestreichen. 

tattgeln, tangem, eifrig, mühsam Tasch| die Tasche, wie imHochd., 

nach etwas traöhten; das Kind tangdt ausserdem die verkrüppelte Pflaume^ 

nach der Mutter, wenn es ein eifriges die ohne Stein eine Höhlung im Innern 

Bestrebeh zeigt, von der Mutter auf den hat und zu Nichts taugt Dfitt Jaot gUR 

Arm genommen zu werden ; hh tangert Vä&l TaSCheB. 

den Berg in d' HScht, seine Kräfte sind TaSS, der Raum zur Seite der Scheu* 

kaum ausreichend, den Berg zu erstei- nentenne, wohin das eingefahrene 

gen. Korn gebracht und gepackt (gebanst) 

tanteln S. TakV. wird. 

Tanterlatant (von Tant= Unnützes, tass'n, tasten. HSn'r tass'n, durch 

Nichtiges, Werthloses) wird bei uns Betasten untersuchen, ob die Hühner 

als Inter jectiongebraucht für : PoSSen ! ein ausgebildetes Ei bei sich haben. 

Tap(ty wieim Neuhd. etwas aufs Tass'nkopp, die Obertasse. 

Tapet bringen, häufig im Plattd. gebr. TatSCh, die breite Hand, wahrschein« 

tapper, tapfer, derb, tüchtig. lieb s. v. a. PatSCh. 

Tapp'n(Substu.Verb.), der Zapfen TaU 1. ein starkes Seil. 2. derWe- 

und zapfen z. B. Bier. berstuhL S.imHansjochenswinkelbe- 

Tappjumfor, ein bei einem Bier. ^^"^^^ ^' auch jedes irdene Küchen- 

schenker dienendes Mädchen, dem die ^«^ Hausgeräth; Kalfeetail= Kaffee. 

Pflicht obliegt, das Bier für die Gäste ^*"°^- 

einzuzapfen. tau'n, gerben, das Leder zubereiten j 

Tapps, auch im Nhd. gebräuchlich Tatfr, der Gerber, 

für: Tölpel, tapps'll 1. beim Gdien ^'^^ -""^ ^^ ^'^ ^ündm; auch 

stampfend auftreten; 2. sich unge- Schimpfwort füreineliederUcheDirne. 

schickt und plump betragen. TappS- Ti,Tiwheisst im Alts, die Magd. 

ia-de-Griitt, Scheltname für den, der J*^!*?? v c c • v 

rasch und unüberlegt auch in wichtigen TaorelStICK n 5). Mick n. 

Dingen zufkhrt. tl*«.^^;« , «« ., .. , 

tipsch ist nicht mit dem nhd.täp- Täögl, der Zügel; täögelll, zugein. 

pisch gleichbedeutend, sondern be- tMg'll, einen auf d. Ziehbank (liög- 
zeichnet das Kindische, Alberne in Ma* iMUlk) eingeklemmten hölzernen Ge- 
nieren, Stellnngeu^Geberden^besonders genstand mit dem Ziebmesser (TäSg« 
wenn man in der Sprache die der klei- metz) bearbeiten , wie beim Böttcher, 
nen Kinder nachahinb *: Kademacher« 



32i' 

ttfig^ra, verzögern-; t Vftt WOl lOCb Sprechen mehr angedeutet ist 

"bbit'nt&ilgeni, es wird wohl eine Zeit dasAdject TUtler, das Subst. . ^ 

dauern ; 8tck TeitiOgeni, sich verzö< Taot'r , wahrscheinlich aus TartaC 

gern, iSnger bleiben, als man wollte. entstanden = ein Mensch mit dunklem 

Taokl,Taok'Itflg,Taokelaosch(8ch schmutzigen Gesicht. DnsSstjaQftt 

wie das franz. g« gesprochen), Geräth »" '» ^Mtr. Auch die Zigeuner hei, 

jeder Art, das gar keinen Werth bat. "enlaoterS. 

»att l88 Iftt'r Taokl, Taok'lwerk. Von **<»*«"». pl«"dem. schwatzen, wir4 

Back'nbäni(S.öben)unterscheidet8ich ^" derAitmark nur von Kindern gebr, 

Taok'l dass in jenem der Nebenbegriff die angefangen haben zusprechen und 

■des Werthlosen nicht enthalten ist. onaufhörlich schwatzen. Mit paotetll 

2. Lumpengesindel. Kt 8»im' Taokel wohl dasselbe Wort. VgltMteln. 
m ick nix to dta hamm, mit solchem "^^^^ ^^' Dachshund ; Scheltwort 

Lumpengesindel will ich nichts zu Wr einen krummbeinigen Menschen. 

thun haben. Das Verb, taokeln kommt ^^^^^ ^»^ K»'»«'^™ gel""-' ^««4 

bei uns nur in Compositis vor. ipp. siemitdemGesindeetc. beim Ausgehen 

taokeln wird besonders vonFraizen und '"""«'«en. 

Mädchen gebraucht, die viel Putz anle- '*8*"> ^^^ Ziegelei. Kgltja^Zie- 

gen, mit dem Nebenbegriff des tJber- gelbrenner. 

ladenen und Geschmacklosen ; afltao- Tfegelsttn, der Ziegelstein. 

kein kommt auch besonders vom weib- Wl J>. tag. 

liehen Geschlecht vor in dem Begriff: an Teik'n , Tfek'n , das Zeichen, gotb. 

seiner frühem Schönheit bedeutend taikns, alts. tekan. DasVerbum heisst 

verloren haben. el'e"s°- 
■ IL .. T% f ^ tein, zehn ; goth.taihnn, alts. tehan; 

Taolk, die Dohle (Corvus monedula); .^ jggja^g^ j^jj^ nnBetHaonstll teind, 

figürlich : ein langweiliger Schwätzer, ^^^ zehnte. Dao W^tderteindeniZTOIL 

besonders wenn er die einzelnen Silben ^ bissen die wenigstem 

^^^'fi** , ,, o Teite, in der Kindersprache des 

teolklg, beim Sprechen die Silben Landesso viel als: Vater; goth.atta. 
hngsam ziehend. j^y.^ junger Baumzweig. VergL 

taolksn, auf eine ungewandte un- T|i<>](>|| undKftll' 
geschickte Art etwas berührer«, beson- ^^„.j^ ^j^^ ^^^[^^ wählen. Der Mai- 

ders im Gebrauch, wenn ein Mann auf j^gf^^ ^^^^^^ ^^„„ ^^ ^„^ ^^^ ^^^ ^^f^ 

diese Weise gegen ein Mädchen zart- fjj die Fühler ausbreitet «nd tnjt 

Uch sein will. dem Kopfe nickt. 

täOteln, langsam beim Arbeiten und Temp'l kommt in der Redensart: fiVi 

Reden sein. ntt'Itrin,Tä9t11Ul,Schelt- Temp'l rftt jaog'n im Begriff von : Haus, 

Worte für ein Mädchen, das bei lang- vor. Auch bedient man sidi dieses 

<amer Förderung seiner Arbeit auch Worts von Dingen, die zu einer gewia- 

dnrch viele nichtssagende langsamge- sen Höhe über einander gebracht sind, 

'•|>rocbene Worte die Zeit hinbringt, mit dem Nebenbegriff, dass er bald faU 

nahe verwandt mit llöUg, worin aber lenkann. Packt man z.B. Mauersteine 

der Nebenbegrig des Monotoaen . in zo einer zu grosse Höhe auf «^n^der. 



229 

Soheissteswohb^atfiSftjaollTeBipl T!d8,w Reiten, sonst. Sprichwörter: 

Daher npptempelll , aufhäufen, über H6 sIt Üt, 468 dedftreTtd, entweder: 

einander packen. Das ein fache tempalD er sieht trübe; tnissgestimmtaus, oder: 

komint bei uns nicht vor. er ist abgemagert — Wer nich kfimfllt 

ttn (Pr. tg, tust ; Imperf. t^ ; Partie, to rechter Ttd, gelt de Haolttd qatt. 

taog'n), alts. tiohan = ziehen , wie im Ttdverdriw, der Zeitvertreib. Ttd- 

Neuhd. Ebenso die Com positaantön, verdriw, hfet mtn Vtfl 
afltto, ddrohttn, intta, mitten, naoUn, tidig, zeitig, früh. 

toten, uppt^B, ftttto, YäfotilL VergL Tiff S. Täw. 

auchtreck'D. goth.tinhan,alts.thenlan. TIlfStg'B 1. mit den Beinen zucket 

tenn' (Präpos.), neben, am Ende. M z. B. sterbende Thiere ; 2. bildlich : et- 

Sitt tenn' Disch, er sitztan der schmalen was sehr begehren, darauf hinarbeiten. 

Seite des Tisches, abenso : hft llfl tdnn' Will z« B. ein armer Mann ein reiche^ 

bi, er istbeim nächsten Nachbar. Scheint Mädchen für sich zu gewinnen suchen^ 

aus to Enn' =zu Ende, zusammen ge- so tilffttgt er danach. 

2ogen zu sein, tettn' Föt'B, am Fussende Timmermaiui, Plur. Timmerlld, dec 

des Bettes. Zimmermann. 

Tonn', das Zinn, ebenso das Ad jectiv, timmtniy zimmern. TinunermaiUlI: ' 

auch : tennem. haor brSt, scherzhafter Ausdruck für : 

TeOBgtt'r, derZinngiesser. ein Paar Zoll breit, nach der Meinung, 

tkktl, antick'll, goth.tekan=7 sanft, dasses dem Zimmermann auf ein Paar 

besonders mit einer Fingerspitze be- Zoll Unterschied nicht ankommt, 
rühren. Davon : tlck upp Nas', ein Spiel Ttn S. Satt, 
mit zarten Kindern. TiüSen, Zinsen für ein Gelddarlehn. 

Tick-tick, ein Lockruf für die Hüh- tippen, die äusserste Spitze z.B. des 

Her : daher in der Kindersprache Tick- Fingers in eine Flüssigkeit eintauchen ; 

böll,das Huhn ; man gebr. auch eben so mit der Fingerspitze einen Gegenstand 

häufig das Dimin.Tickelk'n. DenHaho leise berühren. In Dittmarschen heisst 

ruft man : Ticktlltk, daher das Verbum es dippen, dflppen u. hängt mit Dopp =£ 

tuckern gebr. wird, wenn der Hahn Hülle etc. zusammen, 
seine Hühner lockt. Tnckhöneken in Tipp'l, der Punkt auf demBuchsta- 

der Kindersprache: der Hahn. Die ben i ; kleiner Fleck im Zeuge oder in 

Kinder shigeti: Tnckhöneken, Tnok- der Haut; feiner Regentropfen, wenn 

htaeken ! watt d^t npp nnsen Hofi; er einzeln fällt. 

dn frittst nns all deBlSm'raff, dn . tippeln S. stippeb. 

maokst t gaor to gro£ tirig, schmierig, besonders von halb- 

Ticktack, die Pendel- auch Taschen- flüssigen Gegenständen, wenn sie nicht 

uhr, davon das Verbum : tlcktack'n von flUs8iggenugsindz.B.Wagenschmiere, 

dem Ton der Wanduhr. Von derTa- Öle zum: Vermeiden der Friction bei 

schenohr wird das Verb, tiekern gebr. den Maschinen* 

Ttd, alts. tid, die Zeit, bi Ttd'n, bei Tv», litt, die Zitze, bei Menschen 

Zeiten, früh, to TId'n, zu Zeiten, bis. und Thieren; TittgäW'n, einem Kind^ 

weilen. TIdWaSftt, es war hohe Zeit die Brust reichen. Von einer Mutter 

de Ttd bft(dyn, Jemanden griisnen« ;Elir p4er Ajoßmß -, die Wfpig.^abrung fiir 



234 

das Kitid hat, sagt der Latidmann : & toekelllj sein Hausger^th aus einer 

Ittt'nwerk dBggt nix. Sprichwort: Wohnung in eine andere bringen. Von 

immiSS'ngftdenTitt afflmtd'n, er hat tttta oder Attreck'n unterscheidet es 

eine bedeutende Hülfe, Protection etc. sich, dass jener nur den Act des Um- 

verloren. Ziehens selbst im Auge hat. leit tt oder 

Titt'nwtf S. Hunnqu^s'. tr66k Üt kann man schon eine geraume 

TittmBn, die Amme. Zeit vor dem Umzüge, ebenso gut aber 

to (Präp.) zu ; im to ! nun vorwärts ! auch vom Act des Umzuges selbst sa« 

gao to, geh vorwärts ; heonto, hinzu ; gen, tockela aber tmr vom letztem. 

to 'n anner, zu einander ; to Jaor, TOB to tock'n, zupfen, ziehen, z. B. die eixi- 

Jaor, im vorigen Jahre; dat Hfts iss tO, zelnen Flachsfäden beim Spinnen. 

dleThür ist verschlossen; Ba! dem Todaot^ die Zuthat 

Bau to! nun ! wenn es so steht, dann toddeln, in einzelnen kleinen Thei^ 

fahre nur fort! toPasS, zurrechtenZeit; len herabfallen. Wenn in einem Kom- 

toHStkaom, begegnen. Die Mehrzahl etc. Sack ein kleines Loch sich be- 

der mit dieser Präpostt zusammenge- findet^so toddelt das Korn heraus^ lieg|: 

setzten Verba, deren Begriff sich aus Stroh und Heu auf den Scbleten und 

dem einfiichen Verbo von selbst efvklärt, fallen einzelne Halme herab, so toddelt 

"sind übergangen. es. Im bildlichen Sinne bedeutet es : 

TobacksUöm S. St^nbldm. einzeln herankommen ; SO kaOBl'&aB* 

Tobb, ein dickköpfiger Nagel, mit totoddeln oder : se kaom'il toddelwts, 

dem die äussere Belegung des Wagen- sie kommen einzeln an. 

rades befestigt wird. TofoU, Zufall, 

toblt'n , beim Trinken etwas Con- tofltn S. flin. 

sistes (Brot, Semmel etc.) gemessen, T6ffl, Schimpfwort, der Tölpel 

verschieden von instipp'll. Wer Ge- tofräd'n , zufrieden ; kUllSt ta Uh 

bäcksei in den Kaffee tunkt und so Isst fräd'nlaot'n, lass mich in Ruhe! zerre 

SUpptin, wer von dem Gebackenen mich nicht! 

während des Kaffeetrinkens ein Stück Togg, Plur. TMg, in allen Bedeutun- 

abbeisst, ohne dasselbe vorher einge- gendesNhd. Z u g, jedoch wird es von 

tunkt zu haben, bittto. einer Seelen- oder Gemüthsstimmung 

Tob% Taoflklp, derKober, ein aus nicht gebr. Das ist ein schöner Zug von 

breiten Holzspäuen oder Kieferwur- ihm kann nicht durch Togg gegeben 

zeln geflochtenes mit einem Deckel werden, dagegen: U 188 il^Togg, er ist 

versehenes, GerSth zum Aufbewahren in gutem Zuge. DerPl.Tiög* ist auch 

von Esswaaren etc. des ausfahrenden zugleich der Plur. von Tüg, das Zeug» 

Landmanns. S.4jnten. 

tBb'n, t8vX warten; tSf 'n Bit'n, togäb'n, Siek S. grunsen. 

warte ein wenig ; kl8t tSw'B Mrt, Zu- to-gang wird von Recon valescenten 

ruf an einen Ungeduldigen ; tBf, f€k gebraucht: idL bin WOddertO-gaBg. 

Vlll di kelp'n, eine Drohung ; t^lian ! Uglltg (aus Zligimg) bedeutet hier: 

Warte nur ! (drohender Zuruf), diu Lieblingskind der Eltern, das dann 

tobring^B, zubringen, vom Heiraths- folgerichtig verzogen wird. 

jfut>8ft hat HiiAatBdDaot^ tobraeht. togiapa^'s S* grapsdiX "^ ^ 



i 



235: 

tobftp Aävi, (wörtlich : zu Haufeti> vfll t di ftidi tomM'o, datt du mitgeist 

zusammen, all tohAp, alle zusammen. : Dasselbe bedeutet auiAd'll. 

tokaom u. tokaomd (Adj. u.Adv.), T&l, der Fusszehen. 

künftig, tokaomde TId , tokaomd'n TBnknip'r , der grösste Wasserkäfer 

Sommer. , . QHydrophilus pfceus). 

toklkX zusehen ; toktk'n gaon, hin- to pass kaom', to maot kaom', zur 

gehen, wo etwas zu sehen ist passenden Zeit kommen. 

tokrtg'n 1. eine Zugabe erhalten. Ick toplant'n , das Pflanzen beendigen ; ' 

heff 'd Sttlt tokräg'n oder : hh hat mi *n de TAffelu stnd toplant, mit dem Kar- 

Penningskrifigeltogäb'n. 2. bewirken, toffelpfianzen bin ich fertig. Ähnlich 

4ass etwas, zu gehe oder, verschlossen ist der Begriff toseill,toplög'B. 

werden kann. Ick kann de Däftr, dat topntSCh'n S. putschen. 

Slott n. dgl. nich tekrlg'n, ich bin nicht torack'n, tosmnddeln, toitn, tosud- 

im Stande die Thüre, den Überwurf, delu S. besuddelin. 

das Schloss zuzumachen, zu versqhlie- torecht» zurecht; maok di torecht, 

ssen. ziehe dich gehörig an. 

TSI, ein schlechter unansehnlicher Törkapp'l, der Kürbis. 

Hund. Von einem schlechten Dorfe, torkelü, stark taumelo^fast zum Fal«-. 

worin arme Bauern wohnen, sagt man : len kommen wie ein Betrunkener oder 

ir Töfn sitt'n npp'n Backaowen nn ein steifgewordener Greis. Adjectiv 

blaffen. Jaokobsdag kumm bail, ball, tofk'iig. \ 

ball ! uns Brot iss wedder all, all, all ! . Torrn, der Thurm, Plur. Tömi. 

Ein Dorf pflegt wohl ein benachbartes Wrn' 1. auflösen, trennen ohne^u 

mit diesen Worten zu necken, woraus zerreissen. De Naot Upptörn'n, den Fa- 

nichtselten arge Raufereien entstehen, den, mit dem genähetist, herausziehen, 

Toll 1. S. Noll. 2. der Zoll, als Län- oder ihn zerschneiden, doch so , dass 

genmass. 3. der Zoll, Steuer, Abgabe, diedurch die Naht verbundenen Theile 

Tolaog, der Beitrag zu den Gemein- nicht verletzt werden. 2. drückt es 

delasten, insbesondere die Grundsteuer, eine Missstimmung des Gemüths aus, 

Tolaog'ndräger heisst der Bote, der die sich durch Worte Luft macht, doch- 

die Grund- etc. Steuer allmonatlich aus so, dass der Verstimmte nicht gerade 

mehrern Orten einsammelt und über- herausspricht, sondern mehr andeutet 

liefert. Watt törnst du denn ? sprick graod 

toirn S. Rüfflis*n. herftt, sprich gerade heraus was du 

Tol6p,derZuhuf;Anl6p, Anlauf. willst » und nicht in unverstMudlichen 

Tom, der Zaum, Zügel. Andeutungen. Es kann sich beim TOr- 

t8m' 1. zäumen, den Zaum anlegen ; nen selbst ein heiteres Gesicht zeigen. 

2. zahm machen. Abzuleiten von dem hier ungebiliuch- 

to*mAd, wörtlich: zu Muthe, wird liehen Tom (alts. ebenso) der Zorn, 

1. vom körperlichen Befinden gebr.: törn'n also eigentlich zürnen, welcher 
miis nich recht toH6d, ich bin unwohl Begriff jedoch für den jetzigen Ge- 

2. Hi IS to MAd heisst aber auch ; ich ver- brauch des Worts zu stark ist. Es giebt» 
muthe, habe eine Ahnung. im Plattd. eine Menge Wörter, welche 

tom&d'n, zumuthen, anmutheu ; ick die Verstimmung de& GemUths a^»3- 

1^ 



dliickeji , deren ferne Untersduede Handeln feindlich entgegen i dttt iss 
schwer zu bestimmen sind. Oate'B, nütowidder, das ekelt mich an. 

qo&ngeln, wrägeln, dwäraägelB, wran- ^^^^ zaubern, Hexerei treiben. 

Ui , nörgeln oder Eärgeln, Böcken», Substantiv Töwert. 

bnunmen, gnnnen, kntteto, gnaddern, ^Q^^J^^ zuweilen, bisweilen. 

gBidden , gnägeln , gafew'n drücken ^^^^ g ^g^'n. afftö\hi, abwarten. 

sSmmtlich die Verstimmung aus, aber ^äj § Tüskalf 

nur insofern , als der Verstimmte auf 4,^1^.'^^ TralaU singen, laut und ün- 

irgend eine Weise sich durch Worte aftikulirt singen z.B. ^le einBetrun, 

äussert. Für den stillen schweigsamen kener; dann schlechtweg singen. Laot 

Gemiithszustand wird keins dieser img 'nblt'ntraläl'n, t iss jao morgen 

Wörter gebraucht Von allen diesen doch Sünndäg (Voss). 

Wörtern sind dieAdjective auf -ig, und Tramml- oder TrummMr, eihe 

die Substantive auf 4Jr im Gebrauch. schlechte Art von Birnen, den wilden 

tomftrn, seinen Unmuth laut und an- „3^5 verwandt. Vgl. Hflltk'n. 
haltend äussern , Frequent von töm'. ... , 

Sinnverwandt sind: schelln, kiw'n, tramp'n,tramps'B, trapp n,trapp8n, 

spetaokelB, Spitaokl maok'n, lirm' ^^^^^'8 ""«^ ungestüm mit den Füssen 

oder Lärm fflaok'tt, to K6r gaon. auftreten ; trampeln, dies Frequentativ 

Tort, in der Redensart :datt hat M <''"'^'^' das Trampen in kurzen Ab, 

■i tum Tort daon, das hat er getban, «Sitzen aus, das wiederholte, rasche m 

mich zu firgem, mich zu Schikaniren. ^«"^ Bewegung der Füsse, auch wenn 

törwig, torfig. torfartig z. B. der sie nicht die Erde berühren, z.B.kleme 

Agkgj.^ Kinder, wenn sievom Arme zur Erde 

tOWWm, zusammen, wollen: trampeln; wofür man auch 

t»saom'g4w'n, verheirathen, tran- wohl strampeln gebraucht, 
sidv ; Siek tesaomgäw'n, sich verhei- T^PP» <l»e.Fussspur. 
jathen. ""** S. Hupp-upp. 

toschann, beschädigt, zerbrochen. traschaok'B, trischaok'n = dra- 
denn* Pott hast all wedder toschann^'^^^^'^^'"- 

■aokt, den Topf dahastduschonwie- tratsch'n, nachlässig gehen, 
der zerbrochen. trawalÜ'B S. dravallj'n. 

toschtan' = schUnn'. Traon 1. der Thran (aus dem Speck 

t0Sfflnddeln,t08addelnS.besuddeln. der Fische). 2.dieThräne, alts.trahni: 

Totogg, Totacht undTowass, An- Plur. wie der Singular. 3. der Tropfen, 

wuchs, Zuzucht. Ick heffnoch Totogg, dafür häufiger das Dimmut. Tritak'n. 

ich habe von der Art Vieh noch mehr. Ick will man 'n Träönk'n tO mi ttCm'B, 

totmlig, zutraulich. ich will nur ein Tröpfchen Branntwein 

Toferlaot=Verlaot. nehmen. 

ToTertrftn, das Vertrauen. Traonkrösel, alte schlechte Lampe. 

tOWÖddM, zuwider ; hft isS mi gau Traonög, Triefauge. 
tOWÖdder, er ist mir zuwider d. h. 1. ich Traon-trln, die Küchenlampe. 2. ein 

kann ihn nicht leiden; 2. erarbeitet mir Kind oder ein Erwachsener, dem da» 

inaUen Stücken en<;gegen, tritt meinem Wdnen sehr nahe ist 



227 

. traon', tbrSnen. de dg'n traOB* BÜ bedHingen» wovon fcbrekle^BedrSng. 

glick m'n R4k. . ' nias, Drangsal. 

trä&tschen (im Sprechen streng von trödeln 1 . Trödelwwtre feil haben i 

dräötschen verschieden » das sicherlich 2. langsam im Arbeiten sein, nicht feftig 

dasselbe isty = vielerlei und Unsinn werden ; 3. Arbeiten vornehmen , die 

sprechen, klatschen« Das Subst, heisst unniltz sind, und nur znm Hinbringen 

fieträötsch auch TlAStSChert« der Zeit vorgenommen werden. Subst. 

Treobter, derTrichter. TrOdelt, TrSdeler. 

trSck'n (Pr. treck; Imperf. trock; Troppi S. Drümpl 

Part trocken u. treckt) == ziehen, stär- faft, treu, 

ker als ttn (S. oben) aber häufig gleich- Trubel, Haufen, Menge, 

bedeutend. Es ist eigentlich ttl mit Trndd'ldftw, die Holztaube. 

einer grossem Krafbanweudung. Auch trfigg, torfigg, zurück. Hft iSS BOCh 

mit reek'n ist es sehr nahe verwandt, in trflgg in de SchAL Trtligg kaom', in sei- 

letztern ist der Begriff des D e h n e n s nem Vermögen sich verschlechtern, 

vorherrschend. Spannt der Tuchsche- De Saot iss üOCh ÜH^ das Getreide kt 

rer ein Stück Tuch in den Rahmen, um in seinem Wachsthum noch zurück« 

es in die Breite auszudehnen, so reckt Trull', wohlbeleibtes Frauenzimmer^ 

er das Tuch 6t. Die Composita von gewöhnlich mit dem Adject dick ver« 

treok'n lauten so wie bei ttn.— Sick bunden. 

treek'n sagt man auch von einem ver- Trfill, Neige in einem Biei^efÜss^' 

liebten Paar, d^s gern spazieren geht. Überhaupt schlechtes, gehaltloses Ge^ 

Hft treckt BtckmtUschen. trank. 

Trecksei u. Treckels^ ein k 1 e i n e s trSrn, trül'n, rollen, fortrollen lassen, 

Fuder Heu, Stroh etc. von ganz oder zumTheii abgerundeten 

trM'n (du trittst; Imperf. tred ; Im- Gegenständen gebraucht; die Kugel^ 

pemt tritt; Part tred*n)=treten, wovon das Obst, die Würfel etc. trtl'B. Im Alt- 

de Tritt , das auch den Hahnentritt im engl, soll tml eine Walze bedeuten ; im 

Eibedeutet. Hannoverschen ist trile eine runde 

Trin, Trtnk'n, d. Vornam.Catharina« Scheibe, Rolle, Das Substant TrSl be.. 

TrtndBrt, Catbarine Dorothee. . zeichnet alles was wegen seiner abge« 

Trtogr&t, Catbarine Margarethe. rundeten Form leicht fortrollt Bild lieh: 

TrUÜts', Catbarine Elisabeth. ein kurzer dicker Junge. AppeltrSi 

TrlBft od. Trtnflk, Catbarine Sophie, heisst ein in Teig gehüllter u. gebacke« 

Trtnrfe, Catbarina Maria. ner Apfel, der wegen seiner runden 

Trissl, die einfache od. zusammen- Form leicht tritt. 

gesetzte Rolle, um durch dieselbe eine trftn 1. transitiv trauen^ vom Geistli« 

Last leichter in die Höhe zu heben. eben. 2. intransitiv trauen , vertrauen. 

trisseln, alts. tbringan, dasVerbum alts.truon. 

davon, wird auch bildlich gebr., wie ^ TlniHIBl'I, die Trommel; tnUBMlB, 

tri bull ren, für quälen, ängstigen, trommeln. 

mit Bitten dringend bestürmen* In die- Tmmmlstöck'r heissen auch die 

ser Bedeutung heisst es auch tfSiien, Blüthenknospen, der Wasserlilie (Nu- 

das goth. threihan bedeutet drängen^ phar luteum) mit dem.Stie]^W€i|^ dcar 



228 

ÄJiiilicbk'eitmfi: deii TrotntnelstöckCTnJ ÄlÄi im Redöii) öder- im Hersagen von 

Die Blumen von Nuphar u, Nymphaea Auswendiggelerntem verwirren, und 

keissen Waot'vtalp'R. in Widerspruch gerathen. Vgl. auch 

i Irttmpl S. Drümp*l gickvertfitteta. 

Trtr, Trauer, Verbumtrtm,Adject Tüffl l. Kartoffel 2. Pantoffel, 

trtrig undlrorig. Tftg, das Zeug in allen Seinen Bedeu* 

. Tntt, der Napf in dem das Fressen tungen. DatTügh&Hllich;dlllIimT^ 

für den Hofhund sich befindet. Auch wird das Wort häufig -zur IJm- 

Trntzel, ein Llebkosnngswort, zu- Schreibung des Pluralis mitSubgt. ver- 
weilen auch ein Scheltwort, was aber bunden,nm den Begriff der Menge oder 
dann ein Adject.z.B,oUbeisichhat des Tadelnswerthen hineinzulegen 

Tnbb'n, KübeU Zuber mit einem z. B. Fi^g'ntftg, Wiw'rtfig, Schelmt&g, 

Haadgriß; kleiner als :BaIj. Spitebob'nttg etc. Dies Wort schliesst 

~ TttCbt 1. Zucht; in Tncht hoIFn. auch nicht sehen einen Tadel ein, wie 

2.'Zxtzticht,datKalfwicktorTnchtb6«' dasnhd.Zeug. In diesem Falle nimmt 

iMill'n oder sali toTacht gaon bliwen. das Wort im Ablaut ein g an. Dat TfigS 

Tttchtsiög, die Zuchtsau. Will jao gar nieb wass'n, das Zeug da 

/ Tuokbold, IrrKcht, Irwisch. Nach (etwa der Kohl, Pflanzen) will ja gar 

dem Ah^glaub^ sind die Irrlichter nicht vorwärts im Wadjstbuni. Audi 

tückische Geister oder die Seelen der derVocal fl wird in d iesem Fall geddmfc 

vor der Taufe verstorbenen Kinder, die gesprochen. Der Pluralis T&ög ist audi 

deü Wanderer in der Dunkelheit vom zugleich Plurah's von Togg'(S.oben), 

rechten Wege ab und in einen Sumpf Wattsfind dattYäftrTlSg, was ist das 

locken. für dummes Zeug. Watt 't 1% koira 

taokeradrücktdas^Lockend. Hahns will, mit allen Kräften, 
aus, wenn er den Hühnern ein gefunde- ' Tag*, der Zeuge, unterscheidet sich 
nesKrünichesi überlassen will. Vergl. vom vorigen durch die Aussprache, in- 
tilSk4ick. dem der Vocal länger nachtönt unid tittf 
'y. Il6kmtt8'r,derDuckmäuser,bedeu- wenig auf g ruht, 
td: im PlÄtd; nicht einen verstockten .?:: tSg'lljZeugenjJnallenseinebBedeu- 
aiifden Schaden seiner Nächsten sin- tungen. SiGktSg'B,sichanschafGib,>an- 
nenden Menschen, sondern der finster, kaufen mit dem Nebenbegriff, 'dtes es 
"irortk^cg, verschlossen ist, mit andern ein Opfer war. Ickbeff mi 'd llitt'ftock 

fiicfatspricht, kut^ einsilbige Antwor- ttgt. Dattkann ickmi nichtSg'tt, das 

tttiin einem unfremidlichen Ton giebt, kann ich mir nicht anschaffen, dazu 

wobei auf den Innern Werth oder Un- reichen meine Mittel nicht aus. Von 

wer^h gar keine Rücksicht genommen sick tlm darin verschieden , dass dies 

wird. : Adjectiv tflckmfis'rig, Verbum Wort den Nebenbegriff des ünvermö- 

tückmäsern. gendseins nicht ausschliesst« Er kann 
." tMrai, V^r^ern' wird vom Garnf immer die Mittel haben, sich etwas zu 

oder Zwirn gebr., wenn die Fäden sich kaufen, will es aber nicht, 

zu verwirren anfangen, woraus dann TftI S. Hott, 

ein sladem, ?ersltldeni wird (S. oben) ; tnlkt'll wird vom eifrigen Saugen 

sick yertid^m bedeutet ausserdem: der Lämmer gebraucht. 



I 



* Tttll' 1. die Dille d. b. die korze durch /^^pfte Mittel ihn veranlassen^ 

Röhre eines Leuchters, einer Laterne, iiichf^^^eiter zu reden. 

2ur Aufnahme des Lichts. 2. die kurz6 .. Tut 1. die Tute (aus Papier), 2. der 

Ausgussröhre an den Töpfen und au» Regenpfeifer, ein Sumpfvogel (Charar 

dern Geschirren. drius pluvialis), 

tftlD, tftsn, tüseln, in den Haaren zau- Ttttkendreier , spöttische oder ne« 

sen, raufen. ckende Benennung d. Materialwaaren- 

tümmes, abwechselnd. Wollen zwei ;^ndlers. 

Personen ein und dasselbeGeschäft ver- " tttt'n, mit dem Hörn blasen, wie der 

richten nnd sie einigen sich'dahli), dass Hirte, Nachtwächter etc., bildlich ^uch 

sie abwechselnd arbeiten wollen, so von Kindern,, di(? laut weinen, 

heisst es : laot nns datt tttnunes maok'n. , tfttteln , bei seinem Geschäfte ver- 

tttmpl 1. ein Haufen ; 2. die Pfütze, S^"^'^^*^ ""^ ^^^^^^^ ^^'^"^^g ^^^"' "^^ 

Wasserpfuhl. ^^ Verlegenheit gerathen , überhaupt : 

tummeln, 'taumeln z. B. im betrun- vergesslich kein, sieh riicht mehr recht 

kenen Zustande. ausdrücken u. besinnfen können, wie Im 

Tümmler, eine Taubenart. hohem Alter, davon tftttlicll, Tüttier. 

Tun S Heck Twäm, der Zwirn, das Verb, heisst 

tSn', einen Zaun machen. ^^^"«^5 blanenTwSra,derBrantewei!i. 

Tung', die Zunge ; goth. tuggo, alts. *^^ ^^^^- ^^^"^' ^"^ t«^' ^^^^ ' ^^ 
. . goth. t V a i findet sich noch im Plattd,: 

Tftnkönnig, der Zaunkönig. Er singt: intwei=entzwei, wofür auch blostwei 

Zick%zick,zick,rick, de Vöggelkönig «n Gebrauch ist Btn Rock isstvei, der 

datt bin ick Rock ist zerrissen odi^r hat ein Loch. 

Tnnn*. die Tonne, Dimiti.TOnnk'n. twMuWWeU, zwiefach, doppelt; 

' Tunncr, der Zunder. (wörtlich : zweidoppelt) ; Pleonasmen 

Tünrlt, dal raube Labkraut (Galium ^^««^ ^rt finden sich im Plattd. mehr, 

apafihe). ■ . twftwloi, «weierlei. 

Ttostaok'B, der Zaunpfahl. ^'^««t, ein schmftler Steig, enge 

- Viehtrifft, auch Dwenger. 

Tür, der Raum nach Zeit und Ort. T^eUdissel, die; Scheere am ein- 

Ickheffairn gödTÜr maokt, ich habe spgnn igen Wag«., 

schon einen beträchtlichen Weg zu- tw8ir.=dw8r. 

rückgelegt, 'n d&chtige Tür slaop'ii, twösliftprig öder twftslMper» Bett, 

eineziemUch lange Zeit schlafen. ^j^ g^^ j„ j^^ ^wei Personen schla, 

. türn, zwecklos umhergehen; U fenkönnai. 

tfirt den Mg6slaog;n Dag flmher. j^^^ der zweite ; sttlftwit , selb- 

Tfi^kalf auch TftZ, ein Kalb weibli- ^nder. 
eben Geschlechts ; ebenso Tfisßll'n, das Twlbteter, das Halbdunkel. 
Ejihlen weihLGeschlechts. ^^ig^ ^^ Zweig} angelsi tvig. 

tftsch'n, tauschen ; Tüsch, Tftscherl. TwUIcM , das Zwielicht. 
Ehrlicli Tftsch iss kto Sclielnistreicli. ^^^ zwingen, alts. thuingan. 

tOSChll andtttsclieil, imRedeQ£in- , twintig, zwanzig, alt«, tuentig. 
halt thun, Jemanden beschtwichügeli» twiscjik'p, tvilk'D, zwischen. 



230 

Twiwl,Zweifel ; twiweltt 1. zwei- twBlf, zwölf; alts. tuelli^ gott. tvalit 

fein ; 2. zwiebeln d. h. qnSlen ntit Wor- Twl^lften, die zwölf Tage zwischen 

ten und mit der That, ängstigen, goth. Weihnachten u. heiligen drei Könige; 

tweifls = der Zweifel ; alts. twifli == sie spielen eine bedeutende Rolle in der 

zweifelhaft. ?ertwlwelt; verzweifelt Hexerei und dem Aberglauben. 

Twiwler, der Zweifler. 

_ u. 

Üder, der Euter ; griech. ovd*p. Olnspftgel, der Ealeuspi^el, oSrri-v 

ttdera, inÜdergaonwirdvonKü- «=^^[.Kf'' ^,^ ..^ ^ ^■ 

hen etc. gebraucht, wenn kurz vor dem ^ <^^" * ^^ '^°» '" ^^'^«)' ^^ 

Kalbeu die Euter anschwellen. ^^^ <'**"s^^''« Patorius) und wiewohl 

seltener: der Hausmarder (Mustela 

nkerwensch l. unverständlich, kau- foin^). Der gemeine Mann unterschei- 

derwälsch im Sprechen. 2- von Sachen det d iese beiden Arten vonRaubthieren 

gebraucht, bedeutet es das, was ganz nichthinreichend,neAntjedochletztern 

anders ist als es in der Regel sein soll. häufiffMaort 

DeBSmstaoü jaeMrjikerweiisch, die ülsdäörn,'der Ülsedorn, die Stech- 

Bäume stehen ja ohne alle Ordnung, p^j^^, eine immergrüne Buschpflanze 

man sollte hier eine ganz andere Stel- ^j^ glänzendgrünen stachlichen Blät- 

lang erwarten. - tern, in Form der Lorbeerblätter (Ilex 

Ül l.die Eule (Strix). 2. die Eule aquifolium. 

d.h. eine Sippe aus der Ordnung der ailllll,fillini; um, herum (Präpos. u. 

Nachtschmetterlinge. 3. d. Eule, Borst- Advert).). Du geist ttmiD, du machst 

wisch. Borwisch, aus Schweinsborsten einen Umweg ; dcTtd iss fiflUn, die Zeit 

zumFegen etc. mit langem Stie](WaDd- ist verflossen ; ackter amm, hipten her- 

td) oder mit kurzem (Handftl), beide um; dao bin ick fiinm, dabin ich drum 

heissen acrch:Haorftl. Einige Redens- d.h. das habe ich verloren, darum bin 

arten verdienen noch gemerkt zu wer*- ich betrogen; flmm datt, damit Sprich- 

den. In de Ülnflnckt, in der Dämme- wort : 'n göden Weg flmm iss kta 

rung. QlnunKrei'n maok'n, schlechte Krflmm sagt der Fuhrmann, wenn er 

Bucb^ben schreiben. Hfr paS8t aSS de einen längern aber bessern Weg wählt; 

Ülnnner&eili, er eignet sich für die Watt Üh mit d' Hänn' npprickt, datt 

Gesellschaft gar nicht, ist dort nicht StÖttk&mit'nAorswedderflmmdrückt 

gern gesehen. Blind ass'n Ol sagt man einen sehr unbeholfenen, ungescfaick- 

besönders von denen, die aus Flüchtig, ten Menschen ans. — Die Zusammen- 

keit über etwas, das sie z. B. herbei- Setzung der Verben etc. mit nüm ist 

bringen sollen , hinwegsehen. S( sSt zahlreich , deren Bedeutung aus dem 

fttaS8*aÜI='tMS'BHa<HiU,demMäd- einfachen Verbo leicht erkennbar ist^ 

chen etc. hangen die Haare ungeordnet daher sie hier grösstentheils übergisiti- 

um den Kopf herum. Ül'n und alRirn, gen werden. 

mit dem Kehrbesen die Wände vom flmmdfttt, umhängen ; d& ml dodl'B 

Staube,Spinngeweb# etc. reinigen. laHitel imm. Sick flmmdH sich Mühe 



2ai 



geben, etwa^Zü^rforscben, sich nach 
etwas erkundigen. 

tomer, ftmiiierweg, immer, stets. 

UmmgäDger l. ein Schaf, das an der 
Drehkrankhek leidet; 2. ein MUssig- 
ganger. 

fimmhöni S. hörn. 
fimmkaotern, nmkaoterftni, umän. 
dern, abändern. Hdummkaoterftrt dat 

ganze HftS, er verändert alles im Hause. 

tmmkippeil l. umfallen; de Stftl 
kippt tmin, d. Stuhl schlägt am ; 2.abor- 
tiren ; s6 hat kippt oder fimmkippL 

fimmlangS, in der Umgegend. 

ÜIIIIIll6p holln. AlsdieBanemfelder 
hoch im Gemenge lagen, bestimmte der 
Schulze, wenn das Mähen seinen An- 
fang nehmen sollte; Tags vorher ward 
ümmlöp holin d. h. es ward ein Paar 
Stunden zur Probe gemäht, am folgen- 
den Tage aber ynllweg meit. 

nminerhSrflö^eDi faulienzen. 

ÜmmSChiclltig, wechselsweise. 

Ümmsto (Substant). In'n Onunsto 

WaSS hft weg, in einem Augenblick war 
er verschwunden. 

UmSÜSS, umsonst, gratis und frustra. 

amnitreckeil l. seine Wohnung v^r« 
ändern ;2. andere Kleider anziehen. 

nn, alts. end, und. Die mit QU zu-^ 
sämmengesetzten Wörter, die aus den 
nicht zusammengesetzten Wörtern 
rücksichtlich ihrer Bedeutung von 
selbst erhellen, sind übergangen. 

Unband, ein ausgelassen munterer 
Mensch 5 Unbälllligi auch von grossen 
Hausthieren im Gebrauch. 

nnbebttlpSCh, unbeholfen. 

unberöpen S. röp'n. 

UndäOgt, der Taugenichts, aber in 
einem viel mildern SinneVbist 'llUn- 
däAgt ist kein harter Tadel. 

Uad^rt, Undiief, Schimpfwort £Ur 



MemebeB und Tigere mit dem Begriff 
des Wilden, Ungebändigten. 

llBfläStSChi unflätig in allen seinen 
Bedeutungen, auch als Bezeichnung 
des Superlad vs im Gebrauch« 

Uliged&Uig, ungeduldig. 

Ungedär, Ungeduld. 

imgeSIUld bedeutet in der Sprache 
des Landmanns auch brudikrank. 

Unglftck, d. failendeSucht, Epilepsie. 

nallk, ungleich. 

ini', unten. 

UUiedäBl, wörtlich: unter dem, so 
viel als : wohlfeiler, geringer; QlUiedäfll 

kann Tl 't nich ?erk&p'n. 
nnner i. unter; onner sick gaon 

laotn, von schweren Kranken: cacare. 
2. während,QnnerdePradigt, während 

des Gottesdienstes. Der hiervon gebil- 
dete Superlativ kommt in der Altmark 

nur Substantiv, vor, ick bin d' ünnent, 

ich habe den untersten Platz in der 
Schule. 

ünnerärtsch, ein mythisches zwerg« 
kleines Wesen, dessen Dasein noch Von 
vielen geglaubt wird; bildlich wird es 
auch von auffallend kleinen Personen 
gebraucht. 

unnerbOt'n S. böfn. 

nnnerdSrch , unterdurch ; dao bist 

nnnerdörcb, dabei kommst du zu kurr, 
bist der Unterliegende. 

nnnerhands, unter der Hand ; datt 
i88 mi nnnerhands wegkaom; unner- 
hands will ick di ?ertelln , im Ver- 
trauen will ich dir erzählen. 

nnnerk&tig, eiternd, doch so, dass 
der Eiter (Küt) noch unter der Haut 
steckt; auch bildlich: dat Dingiss UH- 
nerkötig, das ist eine faule Sache. 

nnnerkrftp'n S. krüp'n. 
nnnerlangs und nBBertaot(meistmit 

vorgesetztem all verbunden} ^^iejer« 



232 

holeiit1ie^,hk*uflg>anUnerlaotUflllllt etwas darreichen; ib maol ddt Halt 

miwattweg. rnpp, reiche mir doch das Holz herauf*. 

ünnerstaon, Sick, sich unterstehen 2. Speisen aufgeben^ das Essen anrich- 

d.h; sich erdreisten, wagen ; QIlBerstao ten, 3. den Flachs um den Spinnrocken 

di maol! ist eine drohende Abmahnung; wickeln, wodurch der WOGken gebiW 

nnnöd, ungern ; ick d6 1 nntlöd, ich det wi rd. 

thue es ungern. Im Alts, bedeutet o d i nppbluck'n, vom Feuer, das plötzlich 

leicht ; u n o d o schwer, nicht leicht. aufsteigt. 

unnfitt, nnnStz, sich unpassend und QppbllltSChX eine kleine Quantität 

ohne Anstand vertheidigend, unartig. Schiesspulver anzünden, was z.B. 

Unraot kommt nur in figürlicherBe- geschieht, um aus einer frisch getünch- 

deutung vor; datt iSS Unraot, das ist ten Stubeden Kalkgeruch zu entfemcö.' 

ttwas tjberfltjssiges, Verwerfliches, Das einfache UlltSCh'B kommt in der 

ist nicht haushälterisch. Altmark nicht vor. 

unrecht Hals, die Luftröhre. üppdrag, der Auftrag, dieBestellung. 

QBrS&nlich, unreinlich, schmutzig, pppdrög'n, auftrocknen. 2. bildlich: 

von Sachen u. Personen. mager werden ; h( isS ganz UppdrÖgV 

' linrinilSCll,ungereimt,närnsch, nicht er ist ganz abgemagert, 

bei Verstände ; hfe isS nnrlmsch 1. er ist . uppdruirn S. druirn. 

verrückt, wahnsinnig. 2. erspricht wie uppdnk'n S. duk'n.. 

ein Verrückter. Vgl. anwärsch. uppfltn S. flin. 

unsacht S. sacht. uppflömern, uppglömern S. ilömrig, 

unsmidig heisst der , welcher sich uppfSd'n S. föd'n. 

beim Essen übernimmt, ein Schlemmer. uppgäw'n 1. aufgeben z.B. d. Suppe« 

Un?6rmod'n, unvermuthet. 2. beim Ballspiel : den Ball ein wenig in 

ünvertra, der Vogelknötrich (heisst dieHöhe werfen, damit ihn ein anderer 

auch Wegenträ) (Polygonum avicu- mit demBallklappbequem treffen kann, 

lare), in andern Dörfern : der Wegerich Upphämm' 1. auf haben ;hi hat 'BH6t 

(Plantago maior). Upp, er hat den Hut auf dem Kopfe; 

Unverwarns, unversehens; ick heff 2. verzehrt haben; ick heff mtn Stull 

diunverwäms St&tt, ich habe dich ge- allupp, ich habe mein Butterbrot schon 

stossen ohne es zu wollen. Von waoru verzehrt. 3. Aufgaben zum Memoriren 

sich in achtnehmen. oder zur Ausarbeitung erhalten haben ; 

Unwad'r, Unwetter. ick heff Sprach upp. 

Ünzel, die Schnellwage. Upphelp'n, aufhelfen, wie im Neuhd., 

upp, alts. üp, auf; upp Undaol| auf ausserdem bedeutetes auch Jemandem, 

und nieder; upp un äff 1. auf und ab; dereine schwere Last tragen willz.B; 

2. bisweilen; upp UU aUB, bisweilen, einen belasteten Tragekorb, eine Holz- 

HiiS8Upp,eristaufgestanden(ausdem last etc. behülflich sein, dass mandurch 

Bette) ;*tFudderiS8 upp, das Vieh futter Anfassen und Heben ihm die Last auf 

ist aufgezehrt; Upp d' Naoht, in der den Rücken etc. bringen hilft, 

nächsten Nacht. Upphuckll Lauf den Rücken neh- 

Uppbrenti* S. wamsen. men ; hUCk upp sagt der Knabe zu den 

' Uppd6n, Jemandem, der höher steht, kleinern, wenn er Huokdiack .spielen 



will. 2, eine Lasf, Arbeit aufk^en ; de imf&hrend, jähzornig und dabei eigen-^ 

Veister hat mi so vä81 upphuckt, datt sinnig. 

ick 't nich torecht krtgeakaiiB. 3.et\vas •■■■ appstölp'n S. stölp'n. 

rubig ertragen z. B. eine Tracht UppstöFtig, widerspenstig, 
Schläge, Schelte. Vppst&t'n,lippklllks'll, aufrülpsen. 

opptoämp'n, die Ärmel oder den nppswärk'n S. Swärk. 
I^ntern Theii der Beinkleider umschk- ipptaokeln S. Taok'l. 
gen um sie z.B. vor dem Nasswerden lippteUn 1. aufzählen z. B. Geld« 

zu schützen. 2. Schläge austheilen; wist du watt 

Uppkrlg'n S. krig*n, l^ptellt himm? willst duHiebe haben? 

nppknlks'n S. uppstöt'n. - npptempeln S. Tempel. 

Dpplftp, der Auflauf; Uppito, der Upptog, der Aufzug; üpptog IIB 

Aufruhr. . Jnslag nennt man ein Essen, was oft 

npplop'n 1. aufgehen, vom Gesäme, hintereinander gegeben wird, oder was 

das nach dem Keimen aus der Erde her- aus einem u. demselben Grundbestand* 

vortritt. 2. Anschwellen eines Körper- theil zusammenge^tzt ist Liegt z.B. 

theils, durch einen Stpss. etc. veranlasst, bei allen Gerichten Kalbfleisch zum 

. Vppming'ai. auf Heckerling, Kraut Grunde, so heisst es : KalfiGitecIl waS 

£tc. nahrhaftere SMbstanzen a. B. ßchrot Upptog HU Inslag. 
etc. schütten und durchmengen. 2. eine npptom* 1. aufzäumen ; 2. Jemanden 

Tracht Schläge bekommen; hi krig zwingen, etwas zu thun. 
wattap^liengt npptreck'n, aufziehen z.B. Pflanzen, 

Uppfi&m' bedeutet auch den Fussbp* Vieh, Kinder; von Kälbern insbeson- 

äen mit einem feuchten Lappen auf- dere sagt man nppwitern. 
wischen; sicknppnam', die Kleider in uppwaon, aufwarten , bedienen« 

die Höhe heben um sie z.B. beim Waten Subst. üppwaonuig. 
durch einen Graben nicht nasA werden HppWOSSeil, aufgewachsen ; ick bin 

zu lassen; wird dabei ein Band gei- BlitillimiippwlSSeiL 
braucht, das die Kleidung in der Höhe nppznnd, jetzt; gleich OppstidS. 
erhält, so heisst das nppschÖrt'B. DrjaOB 1. Beiname des Teufels; 

Uppnaofll, die Aufnahme, das aufge- 2. scherzhaftes Scheltwort um zu be- 
nommene Geld ; 't iss gaor ihn recht zeichnen, dass man einem nicht trauet. 
Uppnaom, der Verdienst ist jetzt ftt,alts. ijt, aus; achter ftt, hinten aus, 
schlecht wegen Mangel an Arbeit. aus der Hofchür : hS iS8 ftt, er ist nicht 

npprebbeln S. rebbeln. zu Hause ; de KSrk iS8 ftt, der Gottes- 

' « Uppsack'n S. sack'n» dienst ist beendet ; hft iss ftt mei'n, er ist 

Qppschört'n S. schört^n« zum Mähen gegangen. 
nppsSng'ni. aufsagen z.B. denDiensti fttlindftt drückt den ununterbro* 

2.Memorirtes hersagen. ebenen Zusammenhang einer Zeitbe- 

nppspnck'n, Jemanden hart zusetzen Stimmung aus ; ick bin acht Wocben ftt 

d urch Worte und handgreiflich. U dftt krank WOSt. 

nppstids, nppstnns^ uppstiitts S. fttaom (von ior=: die Älire) findet 

städ. beim Reinigen der gedroscbenetiGerätlb 

sppater aaotsohf störrig, halsstarrig, statt. Sind mehrere BottOI (& Zusätze)- 



im 

abgedroschen, so witd die Gerste nach ' fttdopp'ft, Nüsse, lEicheln, ßachnOsse 

entferntem Stroh noch einmal stark ge- etc. von dem Dopp befreien, aushülsen, 
droschen , um die Grannen (AoUIb) fttdtd'ü S. düd'n. 
von den Körnefn zu trennen. Diese üter, ausser ;'litetsickwi8'n, ausser 

Operation heisätbaok'B. Dann wird die sich sein ; nter HÜS, ausser dem Hause. 
Gerste auf einen Haufen zusammenge- Qterftt, das Ausserste; dftt Iltcrst 

schoben und Ütaoit, d. h. an die Mitte datt ick gSw*II kalin, aui^ Höchste kann 

des^HarkeahBfts (S.Höflt2) wird ein ich so viel dafür zahlen. 
etwa zwei Fuss langer Strohwisch ge- fttfeistern S. käntern. 
bunden, und mit demselben durch Hin« Ütfltü S. üin. 
und Herbewegch die sich etwa noch fttflöm' S. flöm*. 
i^rfindenden Ähren, Hederichknob- fttfBr'n, ausführen; 'll FaokfttfSr'ü, 

ben, Spfeu etc. zur Oberfläche gebracht etwas meist Tadelnswerthes ausüben, 
werden. Mit der Aflaogcrrft(d) werden fttfrät'n, Wdtt, etwas ausfressen; 

dann diese fremdartigen Theile abge- 1. im eigentlichen Sinne; 2. bildlich: 

kehrt. Dann folgt das Worfeln, wobei einen losen, tollen Streich ausführen; 

der AfQaog'r ebenfalls angewandt wird, dao hast gewisswattfttfräfn, dahast 

' ftttttch'n S. ätsch. ^« g^^'ss ^^w*s arges ausgeübt; liss 

Ütback'n l. den Rest desMehls ein- *^ Atfrit'n, das kann zugleich mit abge- 

säuern; 2. das Brot gut gar backen; niacht werden. 

3. es mit Jemandem verdorben haben; x "tgÄllg, das Ende eines Zeitraut^; 

bl denn' hast fttbackt, die Freundschaft "*8^|? ^^^^ ^^^'^ ^ ^ ^"[f*' ^• 

mit dem Manne ist zu Ende. K*»^«« Hc(r)WSt löppt de Hogg* Upp. 

. ._ , , ' , ,r Atgaon, ausgehen 1. einen Spazier- 

. fitbedong n, mit Ausnahme, mit Vor- g^^g ^^^^^^ . 3. vom? euer,derLampe, 

^^^^'^•. , von den Pflanzen.' ^'■ 
'^'Sl^^'v^f ■ ''^''' davonlaufe». «geslaeg'Ä, ein Adject. welches das 

MMö(d) n S. blöd n. , . . Q^„^^ ^.^^ Oj^g^g ^^^^ Ausnahme 

tttJ{^iiS.bög'n. bezeidhnet; den ganzen fttgeslaog'n 

^Mbmgni.Jupge ausbrüten (von DagdriRhftsick Ammer. ^ 

Vögeln). 2. aus den ViebstäUen den . ^|tgiflt, die Aussteuer einer Tochter 

Dünger fortschaffen. . belihferVerheirathung. 

ütdrao&derGundermann(Glecho. (rtglipp'n,ÜtgIit8Ch'n S. gllpp'n. 

^%^,^^tT'^; ^.'-^ ftthack'n S. hack'n. 

^ fttdoktern, der Reihe nach mehrere ^jj^^h^ g j^^jj^ . 

Arzte« derenMittelgeb^^^ Mhatfn, austragen, betragen ; wenn 

ick heff de ganze. Apthftk ütdoktert, .j ^^.^ ^^ ^jj, (nhatit, so ist 't noch 

»wer t bat niz hulpen. ,^^ 1^^ D ^^1^^^ ^^^^ ^^ n^^,^ s^ ^i^l 

(ktd6n 1. in dem Rechnungsbuch beträgt, so ist esnoch nicht zwei Thaler. 

ttretehen; dta 8' *t Ökftt ? sagt der Be- ^ "Mholk'n S. holk'n. 
Zahler einer Rechnung. 2. Geld auf ftthotn S. hörn. • 
Zinsen austei hen, ick heff mtn 0eld all' Mhlinx*tl, auf eine grobeWeise aus« 

ttdaon. 3. ein briennendesLicht aus- schelten. 
'löschen; dOdeiampM. ftljaog'n, Ausji^en; wird auch von 



?35 



Geschwüren oder Hautentzündungen, 
besonders im Gesichte, .gebraucht» die 
sich sehr schnell entwickeln. 
. fttklaoni, uptersQchen, ob etwas 
auch klar ist Z. B. Eier« 

ütknip'n S. knip'n. 

fttkraom' S. kraotn*. 

fttkratz'n, sich aus dem Staube ma* 
chen, davon laufen. 

Mkräfis'Q S. kräös'n. 

fttkrlg'n S. krig'n. 

Ütlaow S. laown. 

fttlinsch, ausländisch. 

Ütlupht, der Vorbau an den Bauer- 
liäusern, der sich noch hie und da in der 
Akmark findet. 

fttlucht'n S. Lucht. 

fttlog'n, a usiaugen. 
Ütlösch'n, to wattS. wamsen. 
fttlftd'n, auslauten, Laute von sich 
geben. 



toeilly eiligst davon laufen. 
fttSw'n, ausüben z.B. dumme 
Streiche. 

fttpann^ln S. Pannöl 
fttpaoln S. PaoL 
fttpöln S. p6ln. 
fttpraotsch'n, ausplaudern. 
. fttpUsch*]! S. pUiscVn. 
ft^limi S. purni. 

frtrackX fttrackern S. rack'n. 

fttrikeln, fttrauOB, auf eine gemeine 
Weise Jemanden tadeln und auschekeOi^ 
ÜtftChS.Pogg. .. 

ütachotti der Ausschüsse 
fttsnSd'n S. snöd'n. 
fttsnflfllBllly ausspüren. 
ftt8Sft.W'n S. sn u w'n. 
fttsdrn S. sorn. 
M8taok6lllS.staokelQ. 
Ottärang, die Auszehrung. 
fttttn und ftttreck*!!, ausziehen z. Bi 



fttnämendi eine Superlat.-Bezeich- die Kleider, die Wohnung vedind^m. 
hung S. gefarlich. fttwring'D S. wring'n^ 



V. 



Yadtfr (klingt fast wieTairt^r nicht 

stark herausgehoben)^ der Gevatter, 
Taddersch, die Gevatterin. Beide Wör- 
ter dienen auf dem Lande als allgemeine 
Anrede von Bekannten, auch wenn sie 
nicht mit einander durchGevatterschaft 
verwandt sind. 

Tadd'rsckopp l. Gevatterschaft; 
2. entfernte Verwandtschaft; ll6 Us 

noch Taddirschopp mCt ml, wir sind 

noch entfernt verwandt Li dieser Be- 
deutung ist es eigentlich eine Verwech- 
selung mit Teddenchopp von Tedd'r, 

der Vetter. 

TaddYsiUlck, unnützes Geschwätz, 
van (Präpos.) alts. fau s=: van. 
Ytn-in S. vunn-fen. 



Taod'r, der Vater, goth. fadar; TU- 
t'ff, Väterchen. 
Yaog^l S. Vogg*!. 
VäögelD, coire. 

Yaoken,oft. 

yUI, goth. iilus, viel. 

YUr,vor ; hftisa ammvUr, er istihm 

voraus; hft will Väör, der Fuhrmann 
will einem andern vorfahren; hfrhat 
Immviör, er tadelt, schilt, schlägt etc. 

ihn ; wean hft 't daoYäSr nick dftn will, 
sodeit't'nannerdaoYi&r, wenn er es 

för den gebotenen Preis nicht verkau- 
fen will, so thut es.«in anderer. 

Yä&rgrip'o, vorgreifen. 

YUrig, YUrickt, vorig; YUiickt 

lackt iss de Spektaoki weit, in der 

vorige^i Nacht ist dejrl^rtn gewesen. 



Täörkan'n , Jemanden etMt^ sehr ptattd. Wörtefn vör, wo es daä Neuhd. 

tttUBtäiidlichauseinander setzen. nicht ket)ntz.B.T6rt6Un= erzählen. 

Täfirlaot, Vorzeichen, Vorahnnng T6r,vier. 

kurz vor denoTöde einäs Menächen T6rao8']l, dnrdi nnordenttichen Ge- 

z. B. ein dumpfes Rasselnj als wenn die brauch verderben ; dt Zick TCrAOSt 

Stricke unter dem Sat^e weggezogen T&OlFndd'r 

werden. Veräöwem, erübrigen. 

T&önneier l. der VormSher, det vor. ■ ^erbini, Sick. Bei schweren kör- 

derstevondenMähem;einEhrenposten. perfichen Arbeiten ereignet essich zu- 

2. als Scheltwort, gewöhnt mit HlOn- ^^^^^^^ ^ass durch heftige Dröhnung 

k«a verbünd.; du blSfaHäÜBkeBTafir- j^^ musculöse Theil der Hand eine 

«eiersagtnianzudem,derohnedazn schmerzhafte Anschwellung erleidet, 

aufgefordert oder verpffichtet zo sein ^jg^j^.^ ^^^^ ^-^^ ^^^,5^^, zuweilen 

etwas thut was eiuem andern nicht lieb ^y^^ j^ Eiterung übergeht. Man sagt 

^^- ,^ „. dann:ickheffiiiideHandTerb&Ut;wird 

yaörmelkt U wird die melkende ^„^.j, ^^^ ^^^^^ p^„^^ des Pferde- 

Kuh genannt von derzeit an, wo sie hufes gebraucht, 

gekalbt hat bis sie wieder rindert. yerbiöm S. bääm. 

TlörschfefB, vorschiessen z. B.Geld. ^„^^^n verbieten, untersagen. 

VäörspraBg, der erste bei der Destil- y^rtinJ^ s. wams'n. 

IkionttbergehendeBrantweiiu^ Verbirtem S. bistern. 

?l»rT8rteI,d»e vordere Hälfte emes verbltXverbeissenz.B.d. Schmerz, 
geschlachteten Vienies, das Vorder- 

yjgrtel. yerbHUfen, ausser Fassung bringen, 

¥6,'goth.faihu,alts.fehu,dasVieh. ' :|plir einschüchtern. Sprichw.:WnMt 

Yedd'r, der Vetter, Verwandte; Be- Mt elfte Gebot ?laotdinichTerblürn. 

löttinte; nicht selten allgem. Bezeich- .Ywbott, Verbot, 
nung für jede männliche Person. Watt wrbrenB* S. brenn'. 

Tedd'r, watt Frtad lein Ausruf, wo- verbubaM'aS,verfumf«in. 

durch man eine abschlagliche, vemei- Terbnlg-B, aufgeblasen, frech, auch 

nende Antwort auf einen Antrag öder "Osnaft. 

eine Ansicht ertheilt. TerbOlBiaeto S. bammeln. 

■■■' Veit-velt! Ruf beim Locken der verdädig'n, vertheidigen. 

Enten. - verdäg'a S, däg'n. 

■' Teitken, kindliche Benennung der " VerdSlg"!», vertilgen, aufzehren ; ick 

•Enten. lu^indeTftffelnnichTerdeig'n, ich kann 

.^VOT-. Von diesem Ptaefix ist zu mer- die Kartoffeln nicht aufessen, 
ken, dass beim Sprechen^asr nicht ge- ▼etdammem S. dämmern, 
itört wird, es hätte also eigentlich im - ;,;T0rdailUBt undTeiflndlt als Super- 
Folgenden dieser Buchstabe geklam- lativ-Bezeichnung S. gefärlicb. 
mert (r) erscheinen sollen ; e» 'möge TerdiOmelD, in der DäOmelei etwas 
jedoch diese BemericraiggenÜgen; Es vet^ssen oder verlieren, 
entspricht mefstens demselben Pfaef. Teidaoin, verwinden ;siGkTerdaon, 
im Neuhd., kommt jedoch in manchen sich erholen ; bi hat sick TOB de Be- 



Bwfiwni88wedder?e!rda«rt, erhatsich v^waora S. dw^ol*n. 

von der Ohnmacht wieder erholt. Verdwär, VOrdWftSS, verquer, ver- 

TerdeffendSrn, Sick, sich entschuldi- kehrt, 
gen, rechtfertigen wollen ; defenderc. VeiSnzeln, vereinzeln. 

▼erdeikert, ?erdeiw6it (von Deiw'l verfang'o, sick bedeutet im Plattd. 

= Teufel) verteufelt, als Superlat.-Be* 1. sich herausnehmen, etwas wissen 
Zeichnung S. gefärlich. oder thun zu wollen.* IckwiUmi Dicb 

Terdtast, der Verdienst ;deTerdtost Yerfang'n dat bät'r to wht\ ich will 

iSSSCUechtl.ichhabenichtvielNutzen nicht behaupten, oder mir es heraus- 

von der Arbeit ; 2. es ist eine nahrungs- nehmen, dies besser zu verstehen. In 

lose Zeit demselben Sinne gebraucht man auch: 

Terdrag, Einigkeit, Harmonie« Mit Slck rfttnäm'n = sich herausnehmen. 

sOnn'Karl iss ktoTerdrag, mit einem 2. wenn beim Trinken ein Theil der 

solchen Menseben lässt sich nicht in Flüssigkeit in die Luftröhre gelangt, 

frieden leben. so bezeichnet man dies auch durch: 

Verdraog'n, ertragen, vertragen. IcIf Sick Terfang^. 3. wird es auch vom 

kann Watt ?erdraog'n bedeutet l. ich Aufgeblähtsein des Rindviehs gebr. 
bin gegen Hitze, Kälte, Schmerzen, Ta- verfäm, Jemanden erschrecken. Wi 

del etc. ziemlich unempfindlich; 2. ich hatmiYerfärt, er hat mich erschreckt, 

kann eine gute Portion Essen zu mir Sick veifani, sich erschrecken. VergL 

nehmen . sick verjaog'n. 

Terdrfit, Verdruss. H( maokt mi verflncht S. gefärlich. 

?äöl Terdrit. Sick verdrtt dön bedeu- VerfSrn l. beim Fahren den rechten 
tet : durch Heben od.durch eineschwere Weg verfehlen, 2. verführen, verleiten. 
Arbeit sich Schaden zufügen. Das TfirfStSCh S. HStitsch. 
Stammwort Dr8t = Beschwerde ist in verfirlt'n S. fräfn. 
der Altmark nicht gebräuchlich. Das Terfrirn, erfrieren. 
Verb. verdrSt'n = verdriessen ist im- Terftinifein, leichtsinniger und un«- 
personell wie im Nhd. (verdrütt, ver- geschickter Weise etwas verderben 
drott, verdraot'n); Verdrttiich =ver- oder durchbringeh z.B. eine Arbeit, 
driesslich. Geld. Auch ein zu Fall gekommenes 

verdrink^H l. vertrinken, dnrch Trin- Mädchen ist Terflimfeit Dasselbe 
ken verbrauchen: hh hat HftS On Hoff drücktYerbnbaBf'naus, jedochschliesst 
Tdrdninken. 2. ertrinken, dat Kind iss dies den NebenbegrifF des A b s i c h t - 
verdrunk'tt. « liehen ein. 

verdriw'n, vertreiben ; Ttdterdriw Tergang, das Vei^änglicbsein: an 
h6t mtn Wtf, ein Spricli wort de Bftcks iss ktoTergaag, die Beinklei- 

Verdncht'n. Ht verdaeht dat glik, der sind ungemein dauerhaft 
ich hatte bei dec Sache gleich mein Be- vergaon, vergeben, wie imNeuhd., 
denken. ausserdem bedeutet siokYergaon noch: 

verdItsch'B, erkoren, deutlich ma- . den/edhten Weg verfehlen, 
eben; eigentlich; verdeutschen, ins Yergät'n,ve]:gessen| AdjectYergät- 
Deutsche übersetzen. t- Ueh- 

▼erdäwwalB^ verdoppeln» TergUk,Pl.Teq;lik'i:|4ery^/^ich. 



S3S 

De Terglttr in dePiidijK wadfi g6d, TMerdrftw, eine viertrauhige Ha. 

die Vergleiche, Beispiele in der Predigt selnuss. 

waren gut gewählt. Verklaom' S. klamm. Adjcctiv fet- 

Yergodendfel, das Erntefest, das die Uaomt 

kerrschaft dem Gesinde gieHentwe- wWeckem, YerUlckeni S. ver- 

der wenn der Roggen abgemäht ist, od. q^ckeln. 

am Ende der Ernte, In festUchera Auf. verknfts'n 1. etwas vollständig Be- 
züge unter Musikbegleitung ziehen die e^^'^f^' DÄtktmickiuoliTeÄiifts'D, 
Mäher mit geschmückter Sense und die ^^^o" ^^^^ ^^ ^^n Grund nicht ein. 
BMerinnen mit ihren Harken vor das 2^ vergessen. Dttt f erkBÄS' ick mlB 
Herrschaftehaus, bringen dem Haus- WWdaog nich, die Beleidigung ver^ 
herra die grosse grösstentheils aus ^f^^ ^^^ ^" meinem ganzen Leben 
Roggenähren mit bunten Bändern und '"*^^^' ^,, 
Blumen verzierte Erntekronen, jedem ▼erkÖInundTerktUTl&verUtz'n, 

Mitgliede der Familie einen kleinern Terlaot, Toverlaot, Verlass. Up^ 

Erntekranz mit einer feststehenden denn' i8SktoTerlaoi,aufdehkmin man 

Anrede. Hierauf folgt der Ernte- sich ilicht verlassen, 

schmans und dann Tanz. . Verlaot'n, verlassen. 

vergreirn, Jemanden erbittern, zum V^riM'n S, Led. 

Zorn reizen; figürlich: eine Wunde ?crlftf(Adv.),vorlieb;mfl8St veritf 

durch Reiben oderStossen verschlim- oAm'll sagt man, wenn Jemand gegen 

tnem. Mittag unerwartet zu uns kommt, und 

VergrBttcni, vergrösserrt, mitzuessen verspricht. 

yerhaddern S. Hadd-r. veTlfcm(Pr. verler, verlüst; Imperf. 

Terhast'n, übereilen. verlaor ; Part, veriaorn) = verlieren, 

verhaoln, Sick, sich erholen, nach TerlSf; Verlaub, Erlaubniss. Mit Ter* 

^iner Krankheit, einer Ohnmacht; iSf, mit Verlaub. 

auch : allmählig wieder zu Geld kom« verlaow'n, verloben, 

men. Vgl.sickYerpQsteiL Teriftfftaiss=LüfFt. 

?erhe]lkert^ im höh. Grade schlimm. ?erlBwX erlauben. 

Dattiss 'n yerhenkerten Strei€li, das ist Terlodern, d urch Trägheit, Nachlas- 

^ne höchst fatale Sache, aigkeit etc. zu Gr^jide gehen lassen. 

Terhimmeln , sich gebärden , als ob T^rtastires^SiiA, sich eine Lust, ein 

man sterben müsse. Vergnügen machen.^ 

'VeibitzX^^A^l^^i'hitzen, erkälten. TermAfn, vermiethen. 

tcrhBtfn, verhüten. yermöd'n S. möd'n. 

Terhög*!! u. TeAOolieniy höher ma- f ernmokt^ sehr unangenehm, häss- 

chen öder stellen. lieh, im Begriff vonTeAeukert. 

VCrUrn S. hörn. vermflnneni, ermuntern, vom Schlaf 

Yegaog'lly Sick, sich ersdircfcken, aufwecken; sick Yermtn&eni, vom 

'stS^rkerals:8ickV6tflnL Schlaf aufwachen, ach ermuntern. 

Yerkaddeln S. kaddeln. Terateen S. n&sig. 

' Ykkantig S. Kmt. / Yeniimtt, klug. DatKmd ita iieeU 



239 



▼erniBIfll , das ist ein aufmerksames, 
kluges Kind, es achtet, vernimmt alles. 

Vernftt, besonders, zumal, feniüt, 
wem 't so iss, zumal wenn die Sache 
so beschaffen ist. 

VeroUeni, veralten. 

Verolmen, in 01m übergehen* 

VCTSw'D, verüben. 

verpämineln, verzärteln. 

verplämpern S. plämpem. 

Yerpafn, d urch Nachlässigkeit oder 
Dummheit eioe Arbeit verderben« 
?erp!imi S. purrn. 
Y6rpnst'n-S. pusten. 

verwackeln, in Ktieinigkelten viel 

ausgeben. Hft hat dat Sinigt all' ver- 

qnackelt, er hat sein ganzes Vermögen 
bei Kleinigkeiten ganz unnütz ver- 
bracht. Dasselbe bedeutet: verkleckeni, 

yerklickenr. Sick verqnackeln , sich 

beim Eingehen eines Eheverlöbnisses 
übereilen, 

verquaseili Dinge, besonders Ess- 
waaren, unnütz verderben, von Men- 
schen und vom Vieh im Gebrauch. 

verqnin* S. quin*. 

Terreck'li, verenden, sterben; nur 
von Thieren im Gebrauch; von Men- 
sehen nur im verächtlichen Sinne. 

Terrichtung = Geschäft. 

Yerröken, verrauchen, den Geruch 

verlieren ; de Brannwin iss Yerrökt 

• , * ^ 

Yerr&p'n, verrufen S. auch r6p'Q. 
Yerrott'n, verfaulen. 
verrnngntoi, verderben, ruiniren. 

Yeraack'n, von Gebäuden gebraucht 
aB& der vertikalen' Richtung kommen, 
sich senken. 

Yersaok'tt^ l. verleugnen/ Ht Utt sick 
Yersaok'n. engl.forsake^aks.forsakan. 
2. Jemanden ^twas ableugnen. Hft Yef- 
saokt mi dat P16g, er leugnet, den Pflug 
erhalten zu haben, 4. 



YenudUtttern, unter dem Werth. ver- 
kaufen oder weggeben. 

TerSChll, Unterschied. Verb. Yer- 
SChärn, unterschieden, verschieden 

sein. DatYersckalt nichYäSl, dabeli^ 

wenig Unterschied, es differirt nur we- 
nig. Das einfache SChll'n ist in der 
Altmark nicht im Gebrauch. 
yersehreck'O, erschrecken. 

versckficktern, schüchtern machen, 
so dass man alle Fassung, verliert. Die 
Hühner etc. werden SChflchtert, wenn 
sie aus einem Räume fortgescheucht 
werden , werden aber Yerscll&chterjt, 
wenn sie sich verfliegen und ihre Wohr 
nung nicht wieder auffinden können. . 

YersckfliUI*, verfuhren. 

Yerstn hat die Bedeutungen des nhd« 
versehen. Ausserdem wird es von 
Personen, besonders alten Weibern ge- 
braucht, die bei dem noch vielfach herr- 
schenden Aberglauben die Kraft bese- 
tzen sollen, durch blosses Anschauen 
eines Thiers oder eines Kindes das Ge- 
deihen desselben aufzuhalten. De HeX 

bat min Swtn Yergta. Sick Yei»to wird 

votx seh wapgern Frauen auch imNhi). 
gebraucht. 

Yersett'n S. wams'n, 

Yerslabb'n S. slabb'n. 

Yerslndem = sludern. 

Yerslüt'n, verschliessen. - 

Yersmaii, Yersmaon, etwas ausschla- 

gen, nicht haben wollen. 

YersmUX verlegen ; dat Ittz mtttt 
ick YerSflUäfB hemil', das Messer muss 
ich wohl verlegt haben. 

Yersnabbeln, sick, sich verschnap- 
pen, durch übereiltes Reden sich ver- 
rathen. 

Yersnack'n S. snack'n. 

Yersnickern S. snickern«. 

Yer^iippela S. Snipp V 



240 

▼ersJk'B, versuchen, probiren. Sub- TerMI-kommt aach , obgleich Klten, 

stantiv Tersok. vor. 

▼ersfip'n, ersSofen ; versipll, ersau- Tertta , verziehen , in allen Bedeu- 

fen, ertrinken. 2. versaufen d. h. sein tungendesNhd. Adj.heisstTOltaogeB. 

Geld mit Saufen durchbringen; 3. auch Substantiv davon : Tertog. 
von Saaten, Wiesen etc. im Gebrauch, ▼ertfer'n, verzehren, alts; farterian. 
Venn die Früchte etc. durch Wasser Virtig, vierzig, 
zu Grunde gehen. Tertoddeln, durch Toddeln (S. oben) 



verspä&ln, verspielen. Von dem 



verlieren. 



i 



unglücklichen Kriege 1806 sagt der vertftni, verUftni, erzürnen. 

Landmann: Um' König hat sId Land , J«^**"» vertreten wie im Neuhd. 

verspäMi ^'^ ""^ ^ ^'^ ^* ^^ '^ ^^^^ vMlr&- 

versteon, verstehen (activisch) ; d'nsagtjemand, der lange gesessen hat. 
?erstaiMl =Einsicht von einer Sache, ▼«rtreck'n , verziehen, d. h. 1. ver- 

selten : Verstand. Das Ad ject vereten- schleppen, nicht wissen, wo man etwas 

nig aber= verstätadig. gelassen hat; 2. Sick Tertreckll, vom 

vetStftk'n, verstauchen«. Bd. Hand. Gewitter, Regen etc. gebraucht. 
. ferstart, versteuert auf etwas. vertrödeln, durch Trödelei etwas 

▼ersMl'n S. süff n. verlierenoderversäumen.Datthastall 

vergSm', versäumen, wie im Nhd., vedder vertrödelt bedeutet 1. durch 

ausserdem mit dem abhängigen Casus Saumseligkeit hast du dies oder jenes 

der Person: ta versüm', Jemanden in z«thun, bestellen, bringen etc. verges- 

der Beschäftigung stören, ihn davon ^^' 2-darch Unaufmerksamkeit hast 

abhalten;iekwUldinick Wid'rversflm'. ^° '^'^^ verloren. 

Subst.Yer88inBis8. vertüdem S. tüdern. 

„ , , „ ,. , , vcrtftsch'n, vertauschen ; vertnsch'n 

verSWilnl. durch SwWn verderben, („it kurzem H) verhelen, verheimli- 

*2. mehr Brennmaterial als erforderlich ^j^^j, 

ist verbrauchen , was den Köchinnen yerttitteln^sick, im Reden, od. Her- 

nicht selten zum Vorwurf gemacht ^^^„ ^j^^^ memorirten Aufgabe den 

^' Zusammenhang verlieren ; von Einem 

Yfert, i Scheffel, als Gemäss und als ^^f^ ^„ j^^^ kommen ; ähnlich, jedoch 

Gemessenes. verschieden im Begriff mit siek ver- 

vertäörn, erzürnen, verletzen. Ick m jan 

keffömm vertlörat, ich habe ihn mir „j^^eln, verzweifeln, 
.abgeneigt gemacht. Ick keff BU mit verwägX ein Adverb., drückt das 

• Inm vertiömt, ich habe mich mit ihm Ausserordeirtliche, Übertriebene eines 

überworfen, gezankt. Dinges an«. De KStIiSS verwig'ngröt, 

Vfertein, vierzehn, das ist ein ausserordentlich grosser 

Yörtel, das Viertel; 'tiMdraVftrtel, jj^^^, DeTwIinissverwig'n fast, der 

die Einheit wird hinzugedacht. Zwirn ist ausserordentlich fest. Nicht 

vertelln l. erzählen. 2. Jemandem 'zn verwechselu mit veiVÖg'O, dem 

derb Bescheid sagen ; im Alts, bedeutet nbd. verwegen entsprechend, 'b Ver- 

t e 1 1 i a n sagen, sprech«B> Bas Subst. wAg'B Kirl. 



m 

Yerwaor^fürwalirÜattiMVaiWaor J8S?lni,^iGtvpme imHause oder 111 

SOl das ist in Wahrheit so! dpr vordem Stube, 

?erw6g'n ,. tollkühn t wagehalsig; Y5r OUers, vor alten Zeiten. 

auch in sehr höh. Grade erbosst, heftig. T0n;6r8t6U , das Vordergestell eines 

YerwSst'n, zerstören. Ddt Tig ist; Jagens, das nur die beiden Vorder- 

im?erw5stlicL rtder enthält. Vgl Stell. 

. Yerwiss'n, verwachsen. . Tfirricbt» Yllrrig» V4>rig. 11 Tteri^fn 

. VigeUtt, violett Jaor, im vorigen Jahre, wofür man aber 
TigellB S. Fidd'h meistentfaeils^Vftreht Jaor sagt. Dat 
TtjBlk'fl und nVn , das Veilchen ▼»ngemaol slgf, das vorige Mal (ate 
(Viola odorata). GSl-TOk'il, der Gold, ich mit dir sprach) sagtest du. 
lack (Cheiranthus Cheiri). TtTSt (Superl. voti vMr, vor) == der 
TfjAltliateriiaol =:Hesperis matro- vorderste, ein Comparat. davon konimt 
nalis. mcht vor, manmüsste denn die]^örm 
villicllt, vielleicht ?Brret in Zusammensetzungen dafür 
Toggl und Tacg*!, der Vogel, der nehmen z. B. in TSrrerstell, der Vor- 
Plural in beiden Formen mit dem Um- derwagen, Ttrrerptrd« 
laut ?0rt1,derVorthell. 

Tolk 1. das Gesinde, 2. eine Masse VOI-ftt, voraus ; hh waS YlU YOrftt, 

Soldaten. PlrYOlk, Cavällerle. erwar weit vor niir; ^kheflTllieks YQltt, 

' von, von. Eigenthümlich ist der Ge- '""^ ^'^° "'^'^^ bevorzugt ; YOrtftctaol'Ä, 
brauch dieser Praepos. in den Redens- vorausbezahlen. 
arten rUattiss'nOsSYOnKlrl, der Kerl l^^^'yl^' 

ist ein Grobian; du Knirps Yon'n Jung, Tosscmi S. Emk. 

duJungebisteinKnirps. ^ Vnll, voll. TnlHlte, der Vollhiifner. 

. YOtt-in, von einander, irgernmfltt YttUGeU hört man häufig beiVe^ 

*n Sick ganz YOn-ta| man muss sich är- steigenmgen, beim Vieh- e^c. Handfl 

gern zum Bersten. und bedeutet, dass die nächst höhere 

YOnftt, YOrÜt S. vemüt Einheit voll gemacht werden soll Sind 

Yfir-an, voran. z.B. bei einer Versteigerung 28 Sgr^ 

YOrbacb, über die Massen, Uh arbeid geboten, so bietet einjinderer : YOU 6eM 

Ytrbac^; hft fritt Yftrbach. d. b. einen Thaler. Hat ein Käufer für 

Yte-bi, vorbei. HHInisStYtrbi, ein Pferd 98 Thlr. geboten sonder 

mitihmist€saus,erstirbt Verkäufer wohl: Na! YttU 6el41 das 

Yftr-dttesen. sonst, ehedem. ; heisst 100 Thaler. . 

Y»ri6t, Vorfluth. , YllUeM,voUstä-ndig,^^^^ 

YftrÖtloh, ohne Auswahl, eigent^ ÄatrerstYuUwiSttlen^aufdraZucht^ 

lieh: vor den Füssen weg.: NÜBlB de ^^"^^ '"^ ^' ^^ vollständig mit dem 

tlffeUlY»rf8tsdl weg, trimm die Kar- Piebsränken bekanntgeworden, 

toffelti, wie sie daliegen, suche nicht . . YnllhelUg, 1. angefüllt mit Sptise 

ei*$t die grossen aus. . und Trank. 2. ein Krankheitszustand,^ 

Yergistern, vorgestern. . 'm dera:dte Brüst stark mit Schleim he*' 

Yöm, voxne, Adverb. desQrtes. Uh legt i$t'und das Atbme»9^hWerw4rC - 






' tvUenkaoil, VöUkotnme«. DWBtt !' iVD-tipPfToflinf. - 
bin 'k vnllkaom' toMd'D, ich bin voll- vmm-ta, ans^lnander/zerbrochek 
stSndig befriedigt. ▼mif Mng S. FHms. 

- Vabfeebl, V1lbb€bl:= wackeln, quab- rung will noch nicht beständig werden, 

beln von Fett. Auch dient dies Wort, wie WNeiIhd., 

ii wabUig. Datt iu 'n wabbltg IVn als Interjection : wirr! watt Hist du 

wird von Speisen gesagt, den^n Sah& SSIttCkiUllwId'irtaeisstauchdbtiaQhal- 

oder dergldchen fehlt, die also keinen tendes Gewitter; 
rechten Gescbmapk haben, auch denen WlftaÜ, der Webestuhl. . * 

esanConsistenzfehltz.B.Suppen. Es . Wäg'Ä(Prä?. wäg, wiggst; Imperf. 

4r)ickt auch den Zustand au?, in dem w6g;Part.waog'n)=wiegenu. wägen. 
9icb Jemand befindet, dessen Magert leer Wägens, wegen ; ?on wäg6&S, meist 

istfOder wepn Jemand Tags vorher zu im Sinn von : was anbetrifft. Ycm wä- 

viel geistige Getränke zu sich genoni- gens de Bfiker, wick di man &6gg*n, was 

menhat In dieseni Sinn sagt man auch die Bücher betrifft, so will ich dir nur 

ll-wabblig. j sagen. 
\[ f'jicb, die Wache, das Wachthaus. Wigtri, wörtlich: Wegentritt wird 
j^^Wackt ijL. die Wage, das Gewicht, der Vogelknöterich (Polygonum avi- 
DattbOlt de Wacht nich, das ist zu culare) genannt, 
leicht, hat nicht das gehörige Gewicht. , Wilig, Adj. vom ungebräuchlichen 
2. die Wageschale, heisst auch Waog, WSl=der aüs'elneV'kräftlgen Gesund- 
besonderswenn sie g;iross ist K^it hervorgehende IJbermpth derjü- 
WacbteL Sie ruft des Morgens: gend. 'nwäligen Jnüg, Plfd ; auch von 

Veek denA Knecht, weck denn Knecht, tippig si&benden Gewächsen : de Böo 

toftttlitttek iss rt^, dütt Stflck Iss rip ; stkon to wUig. Das alts. waia ist = 

BeiTage: Blick denn Mgg,bfick denn bene.^ 

lltgg (Rücken); des Abends: Nu jgao Wlldaog, Wohlbefind^ri In jedem 

dtoHfrs, ntt gaenaoHftl Auch laut&t Verhaltolss, mitdem Neben b^^riff des 

ft!i^Rtff:FKckdeB1lcks,flfckdeBflck« ÜberthUthigen und Üppigen. Sprich- 

(Beinkleider) mK wittetf twim , mit wort : Festdiag sftAd trtsters 6r ünaf- 

«TttittTwIrn.^ ddog^ tCeftatt' »r Wlldaog uBtr er 

' ' WM i. eftie zübe Art Weiden, die Glftpdaog, in den Festtagen muss der 

zum Winden gebraucht wird. 2. ein Prediger sich abquälen, ;das^ Gesinde 

iö solchen Weiden und ander« zähen feiert und ist lustige der Bi^oer (Hof- 

BOseb-oderBamnzWeigen gedriehetcä wirdOsiehtsich nach Allem öm*- 

Band, zum Anbinden von Pflanzen nnd 5: b Wfltf iChe Bta', die Saubohne ( Viciä 

Zusammenbinden andererGegenstähdle Fabä) lAid zwar ää^-groste Spietart; die 

WS(dyr, das Wetter, die Witt^^ning, kfeiaereheisstFeldbta.. 
besonders das g u iHe Wetter, zuweilen Wallnott, Plur. WaUlMt^ die Wall- 

auch das Gewitter, 't will aiek* giiar nuss. 

ni€h eiat to Wid'r aott'n ,. die Witten - r; imm%, schlagen^ Aurchptiigeln. 



243 

Von WaminS, Jacke, Kamisol;r . Andere \(^rd u. word ; Part waorn), das | Lat 

Ausdrücke für durchprügeln sind: hier dep eigentbümlichen Laut zwi- 

walk'% dOrchwalk'n, deu Fn^kl fttwa- sehen a und l wie in Häddik, Irft etc. 

SChX to' watt ÜtlöSChX Watt anwi- worüber in der Einleitung. =werden. 

sch'n, dat Fell losmaok'n, dtrchwa- lok war ganz dUmliob, ich werde gan» 

ekeln, verbinq^n, watt nppbrenn'^ de conf us. Wat hSt nich iss, kann orarg'n 

Jack fttstüw'n, de Scbink'n besta, w&rn. 

pelz'n, girbVwatt anst&k'n, anrack'n, Warp, ein Gewebe, dessen Aufzug 

watt Qppm£ttg'ni bi deBö(r)St^ krtg'n, leinen, der Einschlag wollen Garn ist 

datFeUversaprn, 'nPickl8mlni,4at Drftkamm utki Flfkamm sind (ebenfalls 

Lädd'r gaor maok'n, detTn, affdefni solche Gewebe, sie unterscheiden sich 

affdöSCb'n, drascbaAkeln, watt ver- äur durch die Zahl der beim Web^n 

sett'n, dffbäftkernj dörchbä&keniy At- angewandten KSmme, je nachdem 

bäflkern, de Jaek voll dSschX dörch- zwei, drei oder fünf in Aliwendung 

gallern, hn flUn. kommen. Alle diese 3 Arten Gewebe 

Wän, eine Erhöhung, Beule ia./der heissen: SÜlfttmaokt Tfig, im Gegen- 

Haut, Überbein. satz des angekauften Tuches, dasvor- 

Wänacki der Enterich^ Erpel zugs weise Wand heisst 
,. Wand, dat^ ein wollenes Gewebe, Wärt l.derWirth, bei dem man ein- 

Tuch. ■■,.,:• kehrt oder wohnt; 2. der Hausvater, 

. Wandmaok'r, der Tuchmacher. Familienvater. lmAlts.bedeutwerd 

Wandsnld'r, der Gewandscbneider, auch den Familienvater; goth, vairdus. 
Tuchhändler. ■ WlrtshftS,dasWirthshaus. 

Wank'n l. schwanken, 2. viel hin und Wärw'l 1. d. Wirbel, das Wirbelbcin. 

hergehen, Upp'nHftrGbt 188 vUl wau^ 2. der Wirbel, Scheitel der Kopfhaare^ 

k'n, ^uf dem Marktist essehr lebhaft .. 3»einhdlz6nierRieg^L 4« dieKtirbeL 

Wanne! eine Interjection, die eine 5. das Stück des Spinnrades, das atif der 

böse Ahnung ausdrückt Wanne. I; Spindel sich ■ unmittelbar hinter der 

wanne! wnwät dl dat ga6n! weh! Spule^ befindet 

wie wird es dir da ergehen! Dann ^Ird Wäaböm, der Wasbaum d.h. :eiii 

es auch als Ausruf gebraucht im $nne junger langer Baum, der auf ein Fudet: 

des Inteinischen : Quos ego. Heu, Korn etc. der Länge nach gelegt 

wann-ir, wenn-6r , Interrogativ, ^ssi und festgeschnürt wird, um das Koro 

wenn ? holl. wann^r, westfr. wenn^r. etc. vor dem Herabfallen «u schützen. 

Wanrick, der wilde Senf, ein sehr, WSach S. Waos'. 
lästiges Unkrauts (Sinapis arveusis) WaadftniyderWachsthumyd« Land- 
wird in der Regel mit dem Hederich mann versteht hierunter meist dieEnl^ 
verwechselt. . : wickelun^speriode des männlichen 

Wanaeb, die Bettwanze« . Körpers, u. die einzekien körperlichea 

WirhaonS. W.eTrhaon. . Zufälle in dieser Zeit Datt kjEUigit! 

^ Wännnitz, die Wärme. / V allnsYonWasddm./ 

WänDBi,WinnBd,im^üd.:Wr&9nit. WäSChersch» die Wäscherin. 

=d.Wermuth(Artemisiaabsinthium). ^ WaschtubVni der Waschküi;)eV .< 
WäFn(Pr.wär,werst[wörat]; Imp. WtsTiderWi^s^Uuqhl^esal 






m 

* -Wäs'n, der Infinitiv des Hülfszeit- Wi(r)tWOl, wörtlich: w5rdwohl = 

Worts, mehr auf dem Lande im Gebr., vielleicht. 

in der Stadt sagt man jetzt öfter sin = "wlw*]!, weben; wlft Strtnip, ge« 

sein (esse) ; alts.wesan. Prät. ickk6ff webte Strümpfe. 

wert, Imperf. ick WaS8 u. WaOL Vgl. WtwtaH, der Webestuhl. 

VRAfn. W&wind, Plur. Wiwin', die Acker- 

W&S'n S* Wäswerk. winde, ein den Saaten sdir «chadehdes 

> WftSk^B, waschen, auf dem Lande Unkraut (Convölvulosarvensis). 
gebräuchlich. WÄOd'n, waten im Wasser. 

Wass, der Wachs, alts.wahs. Waog^, die Wage, als Instrument 

Wass'n(Pr.wass;Imp.wuss;Part. ^^^^^^* ••• 
wuss'b) ^wachsen ; goth. vahsjan, alts, ^*^^ ^^^ Wagen, 
^ahsan. aa.oder&öwerwnssWSill,an waO^B, wagen, unternehmen.^ 
Rheumatismus leiden. Bei rheumati^ ^*^*' ein Loch im Eise, um Wasser 

sehen Schmerzen in verschiedenen darauszuschöpfen. 
Körpertheilen , besonders im Nacken ^^^'^f wachen; goth. vakan, alts. 

und Rücken glaubt der gemeine Mann, ^^^°V ,^ «r ._ .i_ ^^ . " 

dass die Haut an- oder übergewachsen Waokelkort u. WaokelkSrt S. Kost, 
sei, und lässt sich von kundigen Leuten ^*< ^^^^^^ ' Wawwnig u. Wä»- 

dann knUlii nn striken und recken = '^^' ^'^ Wohnung. 

dehnen d.h. den Rücken mit den ^ waonschaopn, missgestaitet vom 
Knieen gewissermassen ausdehnen. <^*- v an =der Mangel, unser Uli. und 
^ SChaop'n = gestaltet; im Engl ist shape 
... WSswerk, der Inbegriff allerMobU =:.dieGestaltnochvorhanden; votfPer- 
lie« und Immobilien, wofür man auch sonenu. Sachen im Gebrauch. Ebenso 
blosWaseBsagtHlBV&aeillsanngAd waonkantig, ohne scharfe Kanten. 
lg Stam', meine Hofgebäude und das ^^^p.^^ j^ ^^pp^^ . ^^^ ji^^jq. 

wr Wirtfaschaft gehörende Mobiliar borgSCheWaopImiaok'll, den Kopf auf 

sind nun in gutem Zustande. beiden Händen stützen. 

Wätern, wässern d. h. das Vieh trän- Waor, ih mehrem Gegenden so viel 

keir. als Medicin, oft aber nur, wenn es in 

Wätertrog, der hölzerne oder stei- Mixturform gegeben wird, in welchem 

nerne Trog, aus dem das Vieh säuft. Fall dann Pult er den Gegensatz bildet. 

Witrig, Wässrig. Waor 1. die Waai*e, Kaufmannsgut. 

watt 1. was (Interr.) MascuF. Wer, 2. die Warte, der Wartethurm. 
selten rwedC; 2. etwas; alts.huat. H^ Waor(Adject.)aswahr. 
Sdbrtt all Wattllt kann, er schreiet aus waom l; dauern , währen. Watt 

Vollem Halse. T8f noch watt , warte lang' waort, Wi(r)t g6d, ein gutes Ding 

noch etwas. Watt vUr to ist ebenfalls will Weile haben. Waor-appel, Datier- 

Aa^oti, itilÄrr. aber für alleGeschlech- apfel. 2. warten, in acht nahmen, hüten. 

ter,Plur. watt Yiftr WÖck. 3. über einen Waot dl, nimth dich in acht, gebe aus 

eigenthümlithen Gebrauch des watt (fem Wege. Kiiuer Waom , dat HftS 

im Sinne von i etliche S. Ijnter Daoler. waohk = die Khider warten, das Haus 

Watk;die Molken, Adj. watklg. hüten.; Kt de%B waOTl, die Augen 



itets auf ^ine- ISache gerichtet fasAsen. WibdlAni,* <ler Welssdom (Gralae- 

IckktBütWaoni bedeutet: kh habe die gusoxyacantha), 

Zeitdaä^u. KOoÜt SO WOllvaorn, Ute ' weok 1. ({'ron. iuterrog.) wer» ist 

balbftni ? fragt der Landmanu den Bai'- wenig im Gebraudi. 2* etliche, einige : 

bier fürt haben Sie Wohl Zeit mir dev WeokS&Bg'li, einigesagen. Im leUten^ 

Bart zu scheren. 3. bemerken, sebef^ Sinne ist auch die Form wAck im Ge- 

(das aTts. wäi'on bedeutet animadver- brauch; VgL%vatt. 

tere) ; bir kftlft Wi älll waoni, von hier weck*! und wedL^B , welch einer %, 

aus können wir alles beobachten. ' (Fragepronomen) von zweien oder» 

. WwrtsM, gedungene Wärteririh^i "^^^^^^" im Gebrauch, also ut er mid 

einer Wöchnerin. ':^^if:. V^^^ 

Waorteik'n, das Wahrzeichen, Denk- „ J***f * derSchmer«. JAhef JM 

Zettel. Datt kannst aas Waortefk'n WMaogiBIlXop^ TaH-.Kaw-,mWft. 

bruk'B, daran denke oft in der Folge. ^^' ^ahn., Kopf-, LeibschmeraefU: : j 

^'*'" wetten. 



WaorWfÜf, der Währwölf. H( Ihtt ^edd'r l. wieder, wiederum. 2. wU 
aaa'nWaorwuIi; er ist ein sehr starker der,gegen. Auf demLacutewifdesin 
Esser. Der Glaube an den Währwolf ^er ^n*^n Bedeutung^; nic^ |n der 
war früher sehr allgemeiq, ja man zweiten, zusammengezogen uqd lautet 
peinte sogaf, dass, wenn man sich in ^^ . ^^^ ^j^ 3^ entweder, mit fol- 
den Zwölfen (von Weihnacht bi5 heil gendemoder. .»I 

DreiKönigstag) unter Anwendung ver- WedderspAU, der Widerspiel, 
schiedener zauberischen Gebräuche weddcrifftlli, gegen den Span ku- 
einen Gürtel mit Einfügung^ der IZ fend, vom Bauholz gebräuchlich; bild- 
himmlischen Zeichen fertige und den^ y^^ = widerspenstig, 
selbep umlege, sich in einen Währ wott weddersttltig:= uppstörtig. 
verwandeln könne. Wedd'rwar, Widerrede, »paaende 

Waoa*l. die Base, Vater-loderMut- Vertheidigung mit Worten. Wi8t4i 
terschwester ; dann: jede nahe Ver- nOCbWedd'rwirUÜlUII? willst du noch 
wandte, in wekhenl Siitne es auch widersprechen? 
wisch heisst ; oft drückt es nur eine wMhOL , wieten , Unkraut ausgäte^^ 
Bekannte aus« 2. eine zusammenge« Das engl, weed bedeutet Unkraut 
bundene Quantität Reisig und Strauch^« WIg, die Wiege ; W(g^ wiegen. ; 
werk. Wegbliw'n, weg sin 1. ausser aicbt 

■ Waos'tt, aufsteigiender Was^erdatnpf. ausser Athem, fast ohnmäditig sein. 
Wa0t'ri.da8Was6er;goth.vati,alti|. Wenn ein Kind überaus heftig^- 
watar, ersetzt audh den Begriff des schrien, oder^inMeiisch in sehr grosse 
Flusses, wofür es kein eigenes Wort Wuth gerathenist, dass dieKräfte ge<^ 
im Pltitd. gipht 2. der Urlu, besonders schwunden sind, und eine Actrpessiveii 
der Kranken ;*Ia6t 'n Bökter Maol dat Zustandetf eintiritt, so: heisc^ es ; hi ISi 
Waofrbesln. ganz weg;; Desselben Ausdrucks ber 

Waot'rdtt'r S. Dük^r» dient man sich auch von einem m,den 

Waot'rstlldl 5. KUtscft. ' Scl^rgefitlienentkitisawei^eristein^ 

Wa<^^rM|^S.trummielst^k±en j geschlafen^ selbst für :irl'istgesfiorbenk' 



246 

Wlgöntrl = UiiVerti& v ' ' ' Wt^dlSn , die wi We Rose , (Ros» 

weglttks'n S. lüks'n. ' ; «Bnia«)jd.Saroeßkap6QlO).Hflgfbvtteq^ 

wei rii it vorüttP^eliendeth 80,0 weh ! heiagteti, Wftpk'B n. WtplL'B,<mit «diesem 

WefrhMB n. WSrhaon^Wetterfahne Worte werdep ia einigeu Geg€»Qd«i 

4FV(}nwei(i,stE-w^en).: " : v. . auch die Beeren des. Weissdorns be»' 

Wfik, der Zustand, in weldiem et- zeichnet 

was eingeweicht ist dt 40 Wetk Wt- Witt, Gewerbe^ In dem Sitme von. 

SC&'n bed. di« erste vorläufige Wüsche Geschäft, Attfüßgi i^E tüeffWKh 'n WSif 

des nngeweichten Zeages. Davon in« ind'Stodt, i(^ hebe noch ein Geschäft 

Veik*!!, einweichen. Inder Stadt, Sick 'B Wirf maokX.et- 

Wdi'n, wehen ; goth. waian. So-lftUg was zum Vorwande ndimto, uib 6ich 

i»-WHl4\rä£t im de Haonkreit bedeutet Eingang, Gehör zu verschaffen, 

^e Wen^icBe Zukunft. ^Sprichworti ^ Werfel, WeHi; Werw'l, die Salweide 

Dfr¥liidwert:w(aBerg'tohöpai>wer (Saiixcaprea). 

kene dicke Buk d.h. von Nichts kommt ^^-j i.derWechsel; iderWie- 

Nidits. -- §el(Mustela). ..,.,';.... 

Ül*™^^*!*"*^' ', ,. ;' Wesseln, wecbsehi; altsl ^ehslan 

Weit, Weit'Mer Weizen} gothiscb ^^B^jig2shhe. 




Bott' 

nen undSacben. ... tWM/t, tadeln ist leichter, als besser 

WÄWid'r.mildeLiifk.Tlaawetter; ^chen. 
WÄ'nWwl'Ti milder Winter. . wett'n, wetzen; Wettslfta, der 

welk S. weck.. Wetzsteitv 

welWnS.. weckte. '■ Wi,Vihe, die >^eiKe, eine Sippe der 

■wellll,«ff^relto, aufeieden Iwseni so Q3^y„g p^,^^ 

ÄBüesnur.aafquiUt Wibaild, der Beiftiss (Artßmfsia 

^ Welt. Hiebet gehörendieR^ens- campearfe). 
arten ;GottS Welt = potztausend, alto wibbeül S; wlwwete. 
Welt diient als Interject. des Staunens, •jpfiolrt Qe«idit "■'• 

wird auch' adjectivisch gebraucht .'O WlokliddT, Wlokeb, Hafer u.Erb- 

aUerwettsJimg, ein überAus lebhafter gen, die zusammeng^et und grün ver-, 

KiiM)6, ■ . . .. ' . I futtert werden * '/' 

wemi'l. gewöhn«., Z.B. Hausthiere ; WlCk*!, ia der Redensart: ta U'n 

ge^'iAnen, dast sie van der Weide «\J. Wick'ltolg'B.JemsndlJartanftMeniiim 

lückkehrend^ das Haus wiederfinden; |bRz.B;aM der Tbütan werfen. 

auch visnlMenschen.' Ick kaSBt nicb • . it«- m.« . . . - .-. 

•l8tgeweBBtwlni,ichJ«nnmiohnoch ^ Jf^^^^^W^ : if^'^^1"^:^«*^^^'- 

*khtaanmg«w6hnen.2.we«den,um,. P«'!»??!^?*«^;^^^^^"' .: 
y^etidma: B, Heu beim TrockncM.j ; >^ Wicks !• die Wichse (»»W, Putzan 

'- WftllyWeiueiiw : : .» ' ..: :./» des Schubzeugs)^^.!?.Scbläge, Pr%^ 

- freB]i'4flr,!(IWn?bei£n^ca« WeUP Verb, wicks'j;^ aSMo^^ (^^^ 



247 

iä WiökS t hast du dich schon angekid* wdci» an beiden Seiten, des Gieb«l- 

det, angeputzt? Ick will miinWickS dachs sich befinden, um den Wind ab^ 

KMf Dyich wiUmich anziehen»anputzen. zuhalten, daas er die Dachsteine nicht 

■ WW 1. die Weide (Salix); !2. die abwirft •. . 

W^ite St. Bt bei der Kleidung ; davon winddöf (wörtl windtaub) helssen 

Wtd*n, fttwId'D, weiter machen. > Buch- und Haselnüsse, die keinen J^ern 

WiderkviUI, weiter bin, nachher, haben; im abgeleiteten JSinne auch von 

später, in der Folgezeit Menschen, gebraucht: JoAg! 1)ist dl 

''•Widewaol, der Pirol, Pfingstvbgel winddöf? Junge! hast du keine Grütze 

(OrJoIusCialbnla). : im Kopf? bist du dumm? 

Wir, Pl.Wlw'f, Dimtn. Wlfk'a, alt& Wmdhaok'n, streifige Wolken am 

wif, das Weib, im edlern Sinne ab im Himmel, cirrhi, 

^^^J- ''' WindrWkl:, der Grünspecht (PicuB 

^WlkB weichen, auaweichen; tUltttt viridis) ; er ist 'ategerVogg'l weil sein 
Wik'B Oder brttll, esmnss weichen wiehernder Ruf Sturm und Unwetter 

"^ w«'^''^^"; ^ ^1 nrn verküMdet Er heisst auch Schreh 

WU, die Weile; t hat gM Wü; ^eistar; bei den Bienenwirthen heisst 

vUtd Wük'B wass U Il!r„ ao feben war ^ Immenwilli; weil er im Winter den 

^^ !lif ^* ^ Bienen in den Körben sehr nachstellt. • , 

Wm-CfrasfciTi', diebeid. Gattufagen ^^irJg $. drög. 

Panicum u. Setaria, besonders Panicom WllkVl, der rechte Winkel ; datt iSI 

^"® «**"'• trnWiBkl, das steht nicht senkrecht. 

'Willn,Wldln(PrS8.wi41u.wull,wist, ^. ^. • „^. . , ^ , . 
will;Tmperf.wuUu.v^Dlt;Part.wult> : WmkItiög,WinkelzUge,Ent8chut 

^VoHen;wick,xvmich;dattWWklöW'l, ^'^^l^^/ , , . 

das will ich glanben. AlsBezeichnnng ^'»"^^P' ^^' "^^'^ ^'"«" gescbloss«. 

des Futurs S. SChall. "^" Kauf zum Besten gegebene TrunL 
WUl-Swln, der Assel, KelleriÄurm. ^^^'^ ^'^ ^inde als Maschine und 

Wim 1; auf dem Lande: der Platz abPihmzengeschlecht. ^ _ 

vor dem Heerd, wo das zu räuchernde ' 'WiflO' 1. i^ewinften in allen Bedeu^ 

Fleisch etc. aufgehängt wird; 2. eine tungen;des Nhd. ; aits. winnanv2. mit' 

Stange oder Latte, auf der dieHlihner der Winde in die Höhe ziehen, alts. 

des Nachts sitzen; mit de BAn'rtO Wim wfndan. . ö 

gion, früh zu Bette gehen. Die Nacht- wfalDig, windig, 
platze der H ühner auf dem Lande be- WillSt, Gewinst 
finden sich nicht weit vom Heerde, WinterblÖDI, die Königskerze ( Ver- 

dahef wahrscheinlich RökhÖB, Rauch- bascum Thapsus); sie propliezedt die 

huhn, t>achthiihh. . ■ >. Länge oder Kürze des Winters, je 

WIb, alts. ebenso, ohne PL der Wein, nachdem sie am gawzen Stengel oder 

Winaoht'B, Weihnacht; grio Wi- nnrtheilweiseihreUlüthen entwickelt; 

Mdltli Witt OstetB^ glebt es m den auch sagt nmr: WeBB Setezig, Upp ÜB 

W^hnachtstageiikäflneh Schnee^ so Ist dB^ gUk blStr, ißUfk gilt 'b j^geB 

er um Ostern zu 4# walten. KaolBprlfl^ weiB IHW''.P^B16m StBd, 

/WMbl»(i)Y«iiKddi€beidenLe2steii, teil! WCt toteRt 4|i; K^ &0 baow'B 



1M8 

TVlIer Sitt, denn St^ d« PrUt ist Frt- ntzt^dlesich aoHoBd tuederldisQkebi. 

Jaor. Davon das Verhu(n:Wippwapp'B. 

Winteisaot i. atle Kornarten, die im Winig, wirseh, verwirrt, widenritw- 

Herbst gesäet werden. 2. der Winter- niig, ungereimt, niederer (jrad des 

rappsundWinterrübseri. ' •Wahnsinns, hälfst ftnchn^^DSCbS. 

Wtp'n, ein auf einer Stange isrnchtt- °''^"' 

jter$trohwisch,wodurch das Verböten- ^' (A^J- «• Adv.) altfcuui«, veise; 

sein eines Weges angeäeutet wird. Sespricktgowlg*. 

' WIpk'B S. Wgpdäörn. W!g'(Siibst) 1. Weise, ;»«tt.iW»lB 

ITippdl'n S. Wupplc'n. "^' "«^ ""»««. <J"s '^^ seine Eigea- 

Wipp'n,eigentrichauf und niederbe- Öiümlichkeit. iks. wJöa. 2,Sangweise, 

wegen; dann: an einem Ende aufheben "'^jopie.. 

Odersichheben; de Dischvippt, nicht -TJ^^^ ^' die Wiese, auf dem Land? 

alle Tischfüsse ruhen auf dem Boden; *** gesprochen^. 2. der niedrige 

aeTmia wipp*«, die Biertonne an dem Strich der AltmarklfingsderElb«; Juit 

"hintern Ende höher legen. Bildlich «ach im Nhd. den Namen die Wische 

wird es auch von der Vferschlechtö-ung "*™'tw>." : 

der VermögensumstUnde gebraucht Wttcheilgftld, Lysimachia nnmmu- 

H( wippt, er ist dem Biankerutt nahe, ^"'''*- 

wofür man auch sagt : Hft Stdt npp de . Wiier,der Zeiger «n der Uhr. Jbod- 
Wipp. Letzteres kann auch bedeuten : WS*r,derMelleBzeiger. 
er steht in Gefahr sein Amtoderseinen Wischpla6k,einkleiner Wiesenfleck. 
Dienst zu verlieren. Das Subst, Wipp WtemaokH, vorlügen, aiifbinden. 
kommt ausser obiger Redensart: npp "*** ^»«* iekmi alchwlg maok^ das 
tf Wipp Staon seltener vor. wippeln ^^ ich mir nicht einreden. AmmiM 
.da8Frequent.ist besonders vonTischen, tovMlwfamuokt, er ist zu sehr ver- 
Stühlen etc. im Gebrauch. ^^™*^'* 

^ WtSBiS S. Näswxs. 

Wipp». luterjection wdc^die Ge. ^ ^^ ^^^^^ werden, :1»e«er- 

Wftlrt,imNuwarerfort Wjppjist WlfrWSr, spitze unpassende Reden, 

dasselbe. Datt gimg, wnpps! Mwt wig'n(Pr»s.wis;Imper£.w&;Part; 

den Tfta. Davon das Verb.: Wippsen, ^^^y^]^ ^j,j ^^j ^^ 

Vippsen, sich schneU mdieHöhe be- j^^j ^,^ ^^ ^^ hem, eine iat- 

wegen, auch: im muntern tanzenden ^ort,dieal«.in geringer Gnid von Un- 

Gangesich bewegen. Ad3ect.Wipp81g, willen über. Äusserungen, denen man 

WaM«lg. _ „ ,, „ dnrchau«keioeBWörthbeilegt,ertheilt 

Wipp8ttrtS.AckermMnnkn.Be- ^Is maolWr, zeige her., so. viei als: 

deutetauch einen unruhigen Menschen, gj^uj^g,.! 

derschwerauf «ner&eUeai^^^ da- ^^aktdu. 

vpi^dasVerb-Wippsttltll. wiss, gewiss, sicfer, fefetJaoirii% 

I Wtpp^appydhBalken, in der Mitte allerdings^ StaaWlSS, steh fest Ilit 

anf eitler erl^elen^Uiiterlage mh«^, wiss, halt fest. D^Dlidl Steit WlSl^der 

\)i des$en4»e!a&iiEndi^^]eaiiiKiiifee ,TiKkn^kett:ittcbt.:Omeiiil||Weg, 



249 

unaufhörlich in eins fort; WISS IUI WO-UBn,wohin;WOtndt du fcBlUI| 

waorhaftig, starke Bethetirungsformel. wohin willst du ? 

Hits, ebenfalls wiss. Wook'D, d^r Spinnrocken mit dem^ 

Wtt, weit. De Rock iSS Wtt ; 'n mtl- um denselben gewickelten Flachs. 
Wlt ; Stt m wtt, weit und breit. Datt iSS Wock'llblatt , die um den Wecken 
AOCh in wtt€nF6l(d), das ist noch sehr festgebundene dllnne Pappe zum Fest- 
Unsicher, halten des Flachses. 

Wttbenig, weitbeinig, säbelbeinig. Wök'r, WdklrMAllt, die Wucher- 

WtUOftig, weitläufüg. Unme (Chrysanthemum segetum). 

Witt, weiss, alts. huit. Ick keff wOck'r andere Form für: WOCk, S. 

BWartipp Witt, ich habe es schriftlich, oben. 

so'n Fütjunker gfinnt den Mtt'n lann wökern, wuchern. Dat Ihikrftt wA« 

nick dat Witt in sin Ög'n, ein schlechter kert dnll, das Unkraut wuchert sehr. 
Gutsbesitzer gönnt den armen kleinen Im Goth. bedeutet vökrs auch den 
Leuten nicht das Allergeringste. Wucher; inw&kern, einwuchem. De 

WittbSk, die Weissbuche (Carpinus Tflffeln stnd ganz inw6kert, die Kar- 

betulus). tofFein sind ganz vom Unkraut über- 

Wittdäörn, der Weissdorn (Cratae- wuchert, tosaom Wftkern , Geld zu« 

gus oxyacantha). sammenscharren. 

Witte Gr&ns, die Gänsepotentllle wSl'n 1. wUblen; 2. viel arbeiten; 

(Potentiilaanserina). den ganzen Dag nimmwSrn, den gaii- 

Wittjern, wittkern, weissen, mit zen Tag arbeiten. WSlert, Wühlerei. 
Kalk anstreichen , tünchen. Wittker, Wollsmack, Leckerhaftigkeit. 

der Maurer. Sprichwort : Wtfllsmack bringt Beddl«- 

Witt'n Orand , die Bertram • Garbe sack, Leckerhaftigkeit fUhrt zur Ver- 

(Achillea ptarmica). armung. 

Wittmann , Wittthi, der Wittwer, W8r S. Wort 

dieWittwe. WOr-Mwer, worüber. 

Witt-Wls, der Hirtentäschel (Cap* WörgCngl , eine Art von saf):losen 

sella bursa pastoris). und herben Birnen ; wOrg'n wird vor- 

Wiwi singen unsere Kind erwarte- zugs weise von solchen Birnen gesagt, 

rinnen, um die Kinder in der Wiege in Worm, PI. WOrm und WSnner,der 

den Schlaf zu bringen. Das Wort wird Wurm. 

nach einer beliebigen Melodie stets WBminilly Wurmmehl, staubartige 

wiederholt. Theile des vom HolzkSfer zernagten 

Wiw'rdiL&m,Wiwkrftd, der Heu- Holzes, 

hechel (Ononis spinosa). Wtrmaedig, wurmstichig. WOnUlOk, 

Wiw'rtüg, das Frauenvolk, collecd^ wurmig, 

visch. W&nn$, der Wermuth (Artemisia 

Wiwweln, Wibbeln, wimmeln ; dttt absinthium). 

wiwwelt an kribbelt sagt man z. B. von wörmseh , wOrmig , vom Wurm^ 

einem in Unruhe versetzten Ameisen« zerfressenes Holz, 
häufen. Worp, der Wurf. 

WO,wn? wie?wndir,wietheuer? Wdrpl, der Würfel 



Z50 

. W6rt bedeutet in der Altmark den wrIgelB, wräglich S. törn'. 
bei einem Hause befindlichen Acker^ WfägelmdS auch BnunmSlipp' 'hei- 
der durch einen Erdwall oder Zaun ssen die Schelte, welche die spät aua 
umgrenzt ist Urspriioglich hatt^ der dem Kruge heimkehrenden . Männer 
Kossathe nur eine solche Wdrte. von ihrep Frauen, erhalten ; also eine 

W6rt, das Wort, PI. WSr, Worte und Gardinenpredigt. . i; 
Wörter. Wrang, die Kurbel, besonders di^ 

WOrM 1. Wurzel; 2. Wurzel der grössere. 
Küchenkräuter,Sellerie, Petersilie etc. wrang'n, ringen, sich balgen, engl. 

wArteln, rnmmwSrteln, herum wur- wring, agls. vringen. 
zeln, sich mit allerlei kleinen Wirth- . Wrangelw&rtel , die Wurzel von 

SCbafts-Angelegenheiten beschäftigen. Polypodium. 

wost, wüste; mt is8 SQ wSst in'B wrant'n S. tßm\^ 

Kopp ; wSstig, eber Wüste ähnlich. Wratt, die Warze, sowohl eine 

^/Wost, die Wurst. Wost wedder knopfähnliche Erhöhung auf der Haut, 

Vost, wie du mir, so ich dir. Da die als die Erhöhung auf der Mitte der 

2» Sing. Präs. von. wollen im Plttd. auch weiblichen Brust. 
TOSt lautet, so hört, tpan scherzweise wribbeln, zwischen den Fingern 

wohl : HansWost ! wost noC^Wost ? htr etwas reiben oder drehen. 

ISS noch Wost, wenn da noob Wost wriggeln, so viel als wraggeln, mit 

vost, wörtlich : Hwiswurst ! willst 6,xi d. Nebenbegriff, dass die Körperbewe- 

noch Wurst? hier ist noch Wurst, wenn gung in kürzern Absätzen geschieht 

du noch Wurst willst. BrlmWOSt, - Wrick'n, fimwrick'n l. verstauchen, 

"V^^eisswurst, in diedasGehirn gemischt verdrehen. Ick heff mi 'n F6t Omwilckt 

istjCfrfittWOSti Rothwurst mit einge- 2« durch wraggeln etwas Festes los- 

mengter Grütze. machen z. B. einen Nagel. 

Wostkrftt werden der getrocknete wring'n, ringen, drehen, krümmen. 

Majoran und Thymian genannt, welche H6 Wringt de Hänn', er ringt die Hände, 

zur Wurst genommen werden. Hft wringt, sick ass 'n Worm, Sprich- 

Woststick'n S. Stick-n. wort für den, der sich gar nicht zu 

Woststickenkrftd, der Rainfarrn etwas entschliesseu kann. Das goth. 

(Tanaqetum vulgare) heisst auch vringan (wringan) bedeutet drehe», 

S&w'rsaot. ringen. Istmitwrang!a ein Wort, wird 

. .T Wrack. In einigen Theilen der Alt- ab^ genau unterschieden fttwring'n, 

mark werden die schlecht gebrannten nasses Zeug, durch Zusammendrehen 

und zerbrochenen Ziegel- und Mauer- so viel als möglich vom Wasser befreien, 
steiüief^ut diesem Worte benannt. Wrnmmelbaor S. Zusätze unter 

wraggeln, wrackein, durch Hin- u. Baorittcban. 

Herbewegen wackelig machen z. B. Wrflmp'il. Alles was sich knaulartig 

einen Tisch, Nagel etc. ; dann auch den zosämniengeballt bat. Daher wrttm- 

Körper beim Sitzen unaufhörlich hin peln , tohöp wrflmpeÜI , unordentlich 

und herbewegen; wird häufig mit zusam/tnenwickeln z. B. Garn; 2. con- 

Wriggeln verbunden. Dn . bist Jo'n sistente Excremente von Menschen, 

Wriggel-WraggeUusiteest ja niestiUe. Hm^n etc. : :, • ^ 



,• V'r 



»-v 



251 

W1lbb6lll,W1lbbligS*wabbelnyWabblig« WQppeln, das Freqnetit. vomvörigen. 

Wacht 1. Gewicht. Datt hat 'n wnpps u. wnppsen S. wipps. 

Wicht, das ist recht schwer an Ge- WUpptl, eineinterject. von gleicher 

wicht 2. xier Hebebaum. Davon das Bedeutung mit WUpps, die grössere Ge-^ 

Verb, wuchten, den Hebel gebrauchen, seh windigkeit wird dadurch angedeu- 

wnhean, wnhSr sr wohin, woher, tet. Dn wuppti ! fMn wi dräSw'r h6r. 

Wulf, alts. ebenso = der Wolf. Daraus ist das Substant. 'n Wuppti her-* 

Wuir, die Wolle, goth.vulla. ' vorgegangen in der Bedeutung von- 

Wnlk, die Wolke ; WUlUg, wolkig, einem kleinen Schtiapps, der miteinem 

Wnllblöm', das Wollgras (Eriopho- Schluck rasch ausgetrunken wird. Tjf 

rum). 'b bät'n, ick will erst 'n Wuppti Ulm. 

Wfilln, aus Wolle bestehend ; wfilln Wuppupp S. Huppüpp. 

Strfimp. Wnppwapp, der Wiedehopf , im 

WUUn S. wiiln. Wlltn, abgekürzte Nordwesten :Lupk(UpupaEpops). 

Form itir: Wirt du = willst du. WUSO? wieso? 

WUnIm und WUrtouäb'n = wo ? WUtSCh'n, schnell vorUbereilen, sidi 

WUnn-B(T=weun? Wuntt^Ufivils'r rasch aus dem Staube machen. Ein aus 

WOltoHÜS? . demLagerweglaufenderHaseWUtSCht 

- Wunk, der Wink; WUUk'U, winken, in den Busch. Abgeleitet von dem als 

Wuppken u. Wttppkeili auch Wipp- Interj. dienenden Naturlaut : WUtSChi 

ken. Wippchen = Flausen, Blendwerk, der auchsehr im Gebrauch ist. 

Zauberkünste, Lügen, WU Vä61, wie vieL 




Zabben, der Engerling. ein Adject zappetlAtSCh (corrumpirfc 

zabbem (wenig mehr im Gebrauch) aus sacralotio?). 

= im Zank viele u. undeutliche Worte zadder, zadlich, zadlidl S. Talf r. 

machen, schwächer als kieitf|l]l,8trid'n Zädl, der Zettel. 

etc., der Begriffdes undeutlichen Spre- ZäffC, derGartensalvei (Salvia offic.)- 

chens ist vorherrschend« . Zig, kleiner Graben mit fliessendem 

Zack, ein altes Schaf. Wasser (im Süden). 

zackermentSCh, Adj. == verteu£elt Zi^, Zick, die Ziegen von Zieg^ 

De zack'rmentSChe Snider hat mi da| und Ziegenmist halt der Landmann itk 

Tig nich bracht. eixugenKiegenden nicht viel. Daher das 

ZackM ist nur in der Redensart : bl't Sprichwort : SMinieno|;g'n Un ZtgeU^ 

ZackM krig'n gebräuchlich und bedeu- mess frSteu deu Bto ass hhm. Vont 

tet das Ergreifen, Anpacken eines Men- Sommerroggen meint man dort eben- 
schen, um ihn z.B. aus derThür hin- falls, dass er das Land auszehre und den 
auszuwerfen. - Landmann ruinire. 

Zackerlöt,Zapperlöt und Sapperlot, Zappermenter , ein Schimpfwort, 

eine Art Fluchwort für alles, was uns auch Zackermeuter, aus sacramentum 
in hohem Grade zuwider ist. Davon entstanden? 



252 

zanstern, viel und laut sprechen. zipp'n, lippkötem, mitlaufen, nach- 

zaog, zaghaft. laufen, wie Kinder und'Himde zu thun 

Zaobl, der SSbeL pflegen. 

zaokerirn, viel und anhaltend hefitig Zippoll, die Zwiebel ( Allium Cepa)^ 
schelten, zanken. Zirtelln drückt die Äusserung des 

Zärg, die Seiteneinfassung der Fen- Wohlbehagens der K üchlein aus, wenn 

ster, wovon die Fensterbank einTheil sie unter der Mutter sitzen, indem sie 

ist; auch die Bretterbekleidung an den mit den kleinen Schnäbeln einen klap- 

Seiten der Thüren, . pernden Laut hervorbringen. .. 
: Zebirk'n, ZibSrk'n, kleines abgele« Zlrnpp, Syrop. 
genes Zimmer. . Zto, Abkürzung für Accise. 

Ih&f der Vorname Lucie Sophie. ZIsk und Zick'ldütsch, der Zeisig. 

Zell, der Bettwinkel des Knechts, Zissmittnk'fi, nass gemachtes tind 

der des HofwirthsheisstBntz, statt Zell dann halbgetrocknetes Schiesspulver» 

sagt man ai^ch Gang. das dann angezündet und zischend all- 

Zibb', weibliches Lamm von Schafen mählig verzehrt wird. Ein nicht un- 

und Ziegen , auch das Weibchen vom gefährliches Knabenspiel. 
Hasen und Kaninchen. Ztttlos', die weisse Narcisse(Narc. 

^ Zibill', eir, aus Sibylla corrumpirt =;? po^ticus). 
iptes, böses Weib. Zopp, der Zopf. Eh bat sick 'n onid- 

Zicklts, d. Vorname Lucie Elisabeth. UeheD Zopp draBk'O, er ist betrunken. 

Zick S. Zäg. ZOpp'By ziehen, z.B. die Pferde mit 

zimpern, eine grosse Empfindlich- dem Zaum, damit^ie rückwärts gehen; 

keit gegen Schmerz, Kälte äussern; aftopp'n, abziehen, weggehen. 
zimperlich das Ad ject. davon. '> . Zuck, die Wasserpumpe ; das Verb. : 

Zinshaon hat neben der gewöhnli. nck'n. 
Gben Bedeutung iin Südeo der Altmark ZüCkeln, im langsamen Trabe reiten 

auch den eines auffahrendea, streit- odergehen. ^^ Zaek'ldrabb. 
süchtigen ^Mensdben.'- ^' ZackefkaüBig, der Kandis. 

Ztp-ztp sagt mau 9 wenn man zum : Znckerplet&ch S. Fletsch. 
Scbeirz tmd ganz sanft ein Paar Kopf- ^ Z(ü,:ein Schimpfwort =«lter Hund ; 

haare anzieht :I)avon das Verb, llp'n. zairn = jauFn S. oben. ■ : 

Zipp 1. die GraudröSsel (Turduis ZUnd, znnner, jetzt, jetztutid. 

^lUsicus) ; 2. das Weibchen des.Kanin- . twklk, die Zweck€r(^in kleiner Na- 

cben^< n :, : ; gel). VgLPinn*. 

,; Zipp (Adv.) kommt nur in der Re- ZWiebeln , unaufhörlich quälen j 

d^nsart vor; H kann Bidl zipp Stag*!!, ängstigen, 
er.istga^z.aus^r Athemu . ► 



I . « 



. i- 



' -. ". 






Zusätze noil BericIitiguBgeB. 



Seite 1. 
Ab6C6. DerKuidergesang lautet auch: 

ihece, Katt i(p in* Sn^ ; ass sft wedd'r 
rüt'r kämm, ha sS witte Stiweln an. 

acheln 2. tüchtig essen. Hiachelfn 
grötKnftstBrotnpp. 

AchterpArt. Der-Landmann hat fol- 
gende Gesnndbeits- Regel: Den Kopp 

laot fr 6rn, de F8t holt wann, slaog nich 
soväöl in dInenDann, datAcbterpArt 
laot aopen staon^ denn kann de Dokt'r 
nn Apptek'r spaztrn gaon. Oder : denn 
kann de Dokt'r tnm Deiwl gaon. 

achter Staon laot'n, übergehen, un- 
beachtet und ungesagt sein lassen ; datt 

viUn wi achter staon laot'n, davoa 

wollen wir weiter nicht sprechen, 

achts ist sicherlich mit dem Neuhd. 
Erachtens dasselbe Wort und dem- 

pach nicht miner-acfats s^dernnün- 

ErachtS zu treaneo. 



S.2.. 



.1 



Affhärksl 3. unten Utf äg»1. 

AfQaog'r beisst in einigen Gegenden 
auch AQaog'rr6(d) (Ruthe zum Abja- 
gen); die Operation selbst aQaog'tt, u, 
der Spreu etc. d. abgejagt ist : AQaogS'L 
Der hie und da gebräuchliche Jaogsl 
Cpag.91) ist aus Jaog'r,AJEriaog'r ver- 
dorben^ Jaogsl kann daher nur s.v. a. 
AQaogS'l sein. 

affkaotern heisst in einigen Gegen- 
den auch affkaoterem. 

S.3. 
. afll^lenxen , . Gartenbeete abtreten ; 

plenx mande Sttg äff, wiibiBta' planten 



a&klaon, abschlagen, im Preise sin- 
ken ; 't Kaorn iss affslaon. 

Aim im Nordwest, für Achi, Granne. 

allebott. Sprichw. : Ailbott helpt 
wattySä deldsk, im pisst in deElw'. 

Bott kommt als Subst auch in der Alt- 
mark in einigen Gegenden vor in det 
Bedeutung von Spielraum. Geht die 
Achse am Wagen zu dränge in der 
Büchse so heisst ed : datt hätt nich Bott 
n6g. Ein Landmänn wollte erzählen, 
dass ein Mutterschaf nicht zum Lam^ 
men kommen könne n. drückte dies so 

aus: Dat Lamm will gar nich hä (her> 

't hat hinn' (nämlich beim Schafe) 6k 

gaor k6n BittschenBott (d. i. Spatium> 

5.4. 

all-to-Hand, igogleich, auf der Stelle. 

allhd, sogar, schon ; 't iss allhit all 

g(id, es ist schon gut; de Ln(d) seggn 

allhW, die Leute sagen sogar. Das Ge- 
sinde, die Schulkinder etc., die bishet* 
nur Scheltworte von der Herrschaft etc. 
gehört haben, sagen, wenn Schläge 

erfolgen: sfist schill 'rman, nn fingt 
'r allhM an to prflgeln. 

Anberg, die Anhöhe; ickstao npp'n 
Anberg. 

S.a. 

.. anfleifn wird auch in mehrern Or- 
ten für betrügen gebraucht. 

AngMk'nwfirtel S. Gölk S. 68. 

anlei'n, hintergehen, betrügen; de 
hit mi SChiHl anleit, der hat mich derb 
betrogen. 



254 

Ann-Ils*, der zusammengezogene äSw'r nn däSw'r, über und über; 

Vorname Annallsabe. ickbin äOwer Qn däöwer natt, ich bin 

anrack'n S. wams'n S.242. auf dem ganzen Körper nass ; deCöS- 

3g, ; ,kük> ^nd äftwer ob d&Ower gal, die 

ansteirnhatn^befidenBedelTtungen^^J^^^^G 

des Neuhd, und der S. 6 angegebenen S.9. 

auch noch die von empfehlen, be- Spalte 1,Z. 22 lies gäw'n statt gebn. 

sonders um eine Heirath zu bewirken; äÖW'rh6nil, obenhin, oberflächlich, 

mi SÜnd Väfil Hakens anstellt, es sind leichtfertig, besonders von einer gefer- 

mir viel Mädchen empfohlen, sie zu tigten Arbeit im Gebrauch; datt iS8 

heirathen. wedder SO äfiwerbenn neit, das ist wie- 

antworten. In einigen Gegenden der der leichtfertig genäht. 

Ältm. wird das Praefixum vom Verbo g aq^ 

getrennt ; ass M mi fraog'n da, do Wort j^cks, Schläge. 

ickäm an: dattgeitmigaor nicks an. u^lken in der angegebenen Bedeü- 

S.7. tungistderPiur.vonBalk. 

' awilk'n ist das Diminut. von dem oft BnllerbfiSS,dieKnallbächse. . 

vorkommenden a(ll)WiL Sil. 

iwX€ben,genau; datt kannickso bask, barsch ;'nba8k'BKlrl 

IW'nnichweVn, das kann ich nichtso Sp. 1,Z. 11 v.u. ist statt bacea zule- 

genau wissen ; äw'n maok'n, ausglei- ^^^ . ^acca. 

chen, gut machen ; dn häst nOCh VMI jjär. In einigen Gegenden wird mit 

Iw'n tO maotn. Kreinögen d. Preissei beere (Vaccinium 

S.S. vitisidaea) bezeichnet. 

Aop. Das angeführte Sprichwort Bartelmft, der 24. August, Bartholo- 

drückt auch das Missvergnügen über mä'ustag. 

etwas aus ; mi hat 'n Aop Ifis't «agt der ' Bastjaon, der>20. Janmir ; Faobjaon 

Laudmann auch, wenn er z. B. beim nnBastjaon laot'nd'Sapp in d' B^m^ 

Kartenspiel sein Geld verloren hat. gaon, mit dem 20i Januar tritt der Saft 

AoS. Dies u. einige andere Schimpf- in die Bäume. Die Knaben singen: 

Wörter werden nicht selten im freund- Bastjaon wnll nao d' Stad gaon , Fltt- 

lichen Sinne gebraucht; dattiss'nlfitt gaon wnll mitgaon, Bastjaon ISp s(r, 

Aos, oder min lüttAos sagt die Mutter Pittgaonkamm to. Vergl auchHnpp- 

von ihrem kleinen Schreihals, ohne es ipp S. 87. • 

böse zu meinen. Ebenso sagt der Land- S.i2. 

mann voneinem gewandten, durchtrie- Bau, derSpik (Lävendula spica). 

benen oder keckfen Menschen, ohne Batz (Subst.). Jede zusammenge- 

ihn beleidigen zu wollen : datt iss *n klebte Masse z.B. Haare, die in Krank- 

Hund; es bedeutet nichts weiter als: heiten od. beim Kopfausschlag zusara- 

das ist ein Blitzkerl. mengewirrtsind ; oder Eiter, Schmutz^ 

* *ä9wer wi-rd auch als Conjunction Blut, die bei Geschwüren eine dicke 

gebraucht für aber; Wwer ick 86ggy Masse bilden. Von ihnen heisst es: datt 

datt etc., ich sage aber, dass eto; c ^ hMtUftnlfflk. 



.i • . - ,. . .*, i •-.■.* 



I 



255 



S.13. ' 
Sp. 1, Z. 3 statt Back Iks Baok. 

baok'o, die Gergte S. AtaorD S.233. 

Baor in der dritten Bedeutung ist 
veraltet; in der vierten Bedeutung wird 
es nur vom Stangenbohrer des Zim- 
mermanns gebraucht. 

BaorSmk S. unten : EmL 

Baorittch'n bezeichnet nur die 
kleinste Art von Bohrern und heisstin 
der Eibgegend Wrummelbaor , ein 
Bohrer von mittler Grösse heisst im 
Nordwesten Neber. 

S.14. 

Baort bedeutet auch den Rücken der 
Sense ; bolt 'n Bäört daol sagt der Land- 
manri zum Anfänger im Mähen, halte 
die Sense so, dass die Schneide nicht in 
die Erde föhrt. 

ba0W*n. Der Süperlat. heisst auch : 

bftbberst u. bömmst 

bedftn. DasPartlcip bedaoü drückt 
auch das Werthlose eines Dinges aus, 
mit dem Nebenbegriff, dass man es ver- 
achte ; datt iSS bedaon,däs ist gewisser- 
massen mit Unrath beschmutzt, etwas 
das verächtlich und mit Ekel angesehen 
wird. Dasselbe, aber noch stärker, 

drückt bescbät'n aus. ' 

Bedrif 2. Umgang, Verkehr. 

beglw'Of'SickySich begeben d. h. von 
etwas abstehen, sich beruhigen; iok 
h^miaUbeglw'n, ich will nicht wei- 
ter darauf bestehen,: ich habe mich be- 
ruhigt ; dat Kind bat siek begaw'n, das 

Kind ist stille geworden und bat aufge- 
hört zu schreien. 

beiern bezeichnet diejenige Art des 
Läutens, wenn nicht die Glocke selbst, 
sondern nur d^ Klöppel durch ein 
daran befestigtes Seil in Bewegung ge- 
setztwird. . 

beUaogfB. Das Imperf. heisst auch 

beklAg. 



S.16. 
beswOwn, Beswöwaitz wird in vie- 
len Theilen der Altmark heSWÖg'n Be- 
SWÖgnitZ gesprochen, offenbar richti- 
ger, wie das Altis. und Agis. zeigt. 

• Bett 1. das Bette, wie im Nhd. 2. die 
auf der Dreschtenne ausgebreiteten 
Garben, welche ausgedros(phen werden 

sollen ; wu jUl Bett Rogg' hast hit 
affdOscht? 
bi-dess, auch bi-dessen, wofür auch 

Wll-desseu gebräuchlich ist, während 
der Weile, Zeit. 

S. 17. 

Bichter heisst der die Beichte anhö- 
rende Geistliche. Sprichwort : Prfister 
iSS Biehter im kta Richter. Dieser Re- 
densart bediente sich ein LiUidmann, 
der sich von einem dem Pastor gegebe- 
nen Versprechen lospiachen wpllte. 

BidderSCh, die Leichenbitterin. — r 
Die Bildung desFemininums aus männ- 
lichen Substantiven ist in dem plattd. 
Dialectsehr gewöhnlich durch Anhän- 
gung eines. SCh an dasMascul. (Gr. Giu 
3, 399) viel häufiger als in den übrigen 
Dialecten. und wird fast von jedem 
männlichen Subst. gebildet. Nur bei 
sehr wenigen Masc. ist diese Form des 
Weiblichen in diesem Wörterbuch auf- 
genommen. 

Statt Bihasp'l sagt man auch : BtlSp'r. 

Bilaod.heisstauch Bilott. 

bitttt', binden; Imperf. b und, Partie, 
bunn'. 



«*■ ' 



t. '■ » 



S. 18. 
Blackhäöni, dat Anderer Ausdruck 

f ür K o p f ; du kriggst watt an't Black- 
hk&rs.. 

Blackschlt'r, im Nordwesten An der 
Hannoverschen Grenze ein Schimpf- 
hianie für den Amts- u.Gerid^t^chrei- 
beii^d^id^QBauaraveriuus^tiflt.. V . 



256 

S. 19. den Aors hört \ gröden BrSk (der 

Blaos in mehrem Gegenden ein sehr Wohlhabende muss weidäuftiger 

gewöhnlich, Schimpfwort für Kinder, wohnen und inuss mehr Aufwand 

S. 20. machen). 

blinn' Ol l. ein Scheltwort; 2. ein bri(d)ll bedeutet auch coire: Eh Ut 

Kinderspiel ähnlich dem Blinde-Kuh- Huddeni brSt datt 86 Wedder külliel* 

Spiel. DieKindersingen dabei : BlilUl' bfirschiss. 

Ül ick lei' 4i1 Wo leist du kenn? h' Brummsapps^WrägelmösS.sso. 
SchaopstalL Watt schall ick dao ? S 26 

Bottermelkslapp'n. 'khäff ktoL&pl! »^*v,^„ -7 . n. 12 . .• 

<!i4«ir*«ir^«» Al;«>^irs«>ii j ^ i-i. Bnituaon. Zusatz: Der Bräutigam 

SticK'nKopp depinnKatl! oder statt , ^ • 1. . i-i r». j- o . 

j 1 . . A .. ^ ^•^k.^^A«! ;i.^ nat vor sich em Glas Bier, die Braut 
derletzteuAntwort: dao hasten! dao t^ 1 n^ . 1. 1 ! i n . 

k««« &.• 1 . j- v j j- LI- j einen Korb voll Zwieback stehen. Hat 

Hast en! wobei die Kinder die blinde , ^ ^ . ^ , ^ . ., , 

T^ I . r- , . 1 11 T der Gast seine Gabe auf einen ihm dar- 

Eule mit Strohwischen schlagen und • t.^. r« n • j 1 _^ ^ • t_i. 

, , . ° gereichtenTellerniedergelegtjSotrinkt 

^ ° * ihm der Bräutigam zu, der Gast thut 

S. 21. Bescheid. Darauf überreicht die Braut 

Sp.2,Z.3 von unten stattbftt wird dem Gast einen Zwieback. Dies wird 

meist bftt (bauet) gesprochen, bei jedem Zahlung leistenden Gast 

S. 22. wiederholt. — In andern, besonders 

Sp, 1, Z. 16 V. u. ist statt to boUe ßrn nord westl., Theilen der Altmark findet 

zu lesen : to hoUc fSrn. ^^^s am d r i 1 1 e n Hochzeitstage wäh- 

Bott für Spielraums, unter allebott ^end der Hauptmahlzeit statt, wobei 

S^ 263. ' ^^^ Musikanten tüchtig blasen müssen« 

Bolx. in einigen Gegenden der Ka- Buddlworm, der Pfropfenzieher, 

t e r ; statt bolzen sagt man auch : upp Korkzieher. 

de Ranz an Bolz gaon. S. 27. 

Sp. 1 letzte u. Sp. 2 beide erste Zeilen ^4^.^^ ^f^,^ y^^^^ ^^ Ej^ ^„f j^ 

sind zu streichen. Vgl. unter Wacht y^^^^^^ ^^^]^ ^^^^^^ ^^^ i^t, Masses 

^* ^^^' vollständig trägt, so. machen sich die 

S. 23. Knabenein Vergnügen^daraus, dasssie 

BSs, de, der Teufel. bftg'u oder btk'n d. b. sie gehen einzeln 

BOttker. Unsere Kinder singen, oder in einer Reibe auf dem sich sen- 

wenn sie den Böttcher arbeiten hören : kenden und vor den Füssen sich nieder- 

Bfittker, BDttker, ham-bom-bam ! Sleit biegenden Eiüe. 

stn Frft de Titten kramm. Bakftk'n von lalberstadt , das be- 

Bracksnttt, ein Schimpfwort, nicht kannte Wiegenlied soll nach R o ch • 

überall im Gebrauch. holz (Allemannische Kinderlieder u. 

S. 24. Kinderspiele 1867. S.93 u. 115) nichts 

' Brett, das Brett hat im Plur. Brid'r mit dem BisdioiFButo zu schaffen ha- 

und Brid. ben, sondern votiBokSk^n; einem weit 

S. 25. verbreiteten Namen der siebenpunkti- 

Brik'^ofür in vielen Gegenden Br6k gen Coccinelle (S. BeirgOttSWSmk'n 

^gesprooben wird. Spricbw;: to'S grd- S. 81) abzuleiten sein, die in D^tseh-. 



?57 

hnä und der Scbwefz als eine Milch Bedentntig. Etwas- dem GedScKhiis^ 

u. Butter gebende Kuh betrachtet wird; anvertraut haben heisst: Mw6Ilttig 

An mehremOrteif D^utschknds wird WhVü. Das Sprichwort: datt iSB bftt- 

auch Bnkök'n von Halle auch tonBr^ wennig hat häufig noch den Zus^z: 

men gesungen. 4ao kfimmt Strft UWW d.h. und daniü 

c ne ist der Schaden wieder gut gemacht 

BnlsVdieHUllel Hülse vonFrUchteo, ^^^ Redensart :de tot^'l «WTOn 

Sprichw : Bist da datSapp ttm^U, ^f*»«*»' ^^'^ Sch«deutrageiu£ÜretwsM. 

kUBSt 6k de BoIi'B ftiUn, (Hast da ^^^^"^ •»'^^"- Wenn eine Streitfrage 

das Beste davon genommen, kannst du ''"t^'' «nehreren Personen so geschllch- 

auch den schlechtem Üeberrest behal- ^^ ^^'^<'' ^"«^ E'"^" **'^ S*=^"" ^"S^" 
1^^ N messen oder die LastaurgebUraet'Virird, 

so sagt dieser : ick nittt Also de BlltXNI 

St 29. daoTon draog'iL 

■ Bflns'i ist auch ein Scheltwort mit c 39 

dem NebenbegrifF des Kleinen ; sOllO' jj^^ ^^^^ .^^h diggt wird in der 

B«m1, solch em Knirpi, kleiner Regel mit dem determinativen s o ver- 

schmfichtiger Mensch. tu„ j^n . ^^ ^^^„ fai M dlgr (dlgst) 

Bte, die unter 3 angegebene Bedeo, ja Unordnung, d«tt "b kto MlttCh fo- 

tung für Bube im Kartenspiel wird im, j^^jj^ y^^ ^^^^ _^ j^ j^g. jj^ ^ 

»er häufiger ; früher und bei den alten jj^^ g^ ^|gg„ j^ |,j. ,jt.„^ j^jj ^t^: 

Landleuten ward und wird er noch im- j)„^ j„ Thao. Sprichwort : t in 

merdeünnergenannt,9owiedieDame ^^^ g^ ^^nn d'Kascht» tidig inli 

«e(H»r,wenngWichdiesonstüblichen jj^ g^u 4en» W "r d« gmeBl)«(j 

deutscbenKartenmitdenfranztistschen gi^tti^t. 

vertauscht sind. Dansllp'f, Im nordwestH«*enTheü 

kum ! Zuruf des Fuhrmanns, wenn ^er Altm. ward das l^ndUche Pfingst- 

die Pferdestehen bleiben sollen. f^ anders gefeiert. Hier biess dfe 

Bn(r)88. Jnng Bugs heisst jede uner- k„j,^ reiche zueret auf der Strass« 

wachsene und erwachsene Mannsper- erschien, de DauUp'T und die Magd 

son, wenn aie noch nicht verehlicht ist. derselben ward von den Knechten ge- 

Bvsk. Sprichwort: Half Bnsk, half neckt und verspottet Weitschlimmer 

RockIsegtdeSckaop'r.Qllsattbimer'n aber erging es der Magd, deren Kuh von 

Knftttlatick'B. allen gjg die letzte vom Hofe abgetrie- 

bnt'8. Sprichwort tWnbftt'EWOÜ ben ward. Diese M agd hiessPingrt. 

fMr Wl(d)'r iss? «egtdeFow n« litt karwunddieKuhidebnnteW. Wenn 

achter'n Middelkalm. nSmlichdesAbendsdieHeerdeinsDorr 

S. 30. zurQckkehrte, war der Schwi^nz des 

Batt (Subst) 1. ein kleines Ttinn. DaosU^enmieeinemBirkenbuschver' 

chen, Ktabntt, Tllbntl 2.ein Schimpf- aehen, die verspätete Kuh aber b n n t 

M'ort fiir kurze, dicke Leute ; datt iSS 'B g e m a c h t d. b. mit Kränzen ithMTun- 

BnttTOBKSrL den. Mit lautem Jubelgeschrei wurden 

bfttweSBig hat in den meisten Ge- diese Thiere im Dorfe begrüsst» Die 

genden der Altmark nur eine räumliche Mädchen, besonders dtederhanteDKuIit 



258 

schimpften gewaltig, oder weinten blt- denk'S; Sprichwort :Denk'a drflggjtj 

tereTbränen. seggtdeFoss. . 

^r- '■ c QQ DäUSt'a bedeutet auch hie \md da das 

dtortomaoln^ andere Formen dafür n^^J! j V^ ' ' ,?.. * .. .^ . 

_* ^ j I j^-j* ' ^11 j 1 Derm, der Darm. Für a tritt im 

stnd:daomaolB,da<rtomaoFn,daomaol- n,^, i tt i ^ • i, - il 

- ' ' Plttd. der Umlaut ein, wo man ihn nicht 

: aiiA^-ii_ x5 -:* • i-i j 1. erwartet. Man k^n(e DSmi für den 

•aoSlghatineinigenGegendenauch ts, h»*^i ii y c i i_ i. 

jjj> j ^ ^iS-r- 1 f jf 1 Piur. von Datm halten, der Sing uL hat 

dleBedeutungvonatSllg-schwhidhch. , v i t \3 Vt* i- . vt. i- J 

; ^ °' . aber auch schon den Umlaut, ähnhca 

S.34. sind BBntI (Mantel) , vcrbrtnnt (das 

BaoFr. Über die noch nicht voUstän« Part, von verbrennen), bekBnt (in vie- 

dig aufgeklärte grammatische Fügung len Gegenden der Altmark für bekant), 

der ftedensart wodurch das Ungefähre nBüIlt (genant). 

einer Zahl bezeichnet wird; sind in S. 35c 

Frommanns Zeitschrift : die deutschen Sp. 2» Z. 17 v: u. statt Sttt ZQ lesen : 

Mundarten Bd. 2, S. 363 -3$7 mehrere Itt 

Erklärungsversuche gemacht. Auch ' Ding nur Scherzwort für :Kind; 

ein vähnlicher Gebrauch des ein bei bedient man sich im Ernst dieses Worts^ 

ZMßti, um das Ungefähre. auszudriU so bewirkt man dadurch, dass das Kind 

dken, den Adelung (Wörterbuch unter nicht gedeihet 

ein) erwähnt, jst in der Altm^k nicbt Dipentaot, aus Deputat entstanden^ 

UPgebräuchlich; wi Wilfamochiliacht ist viel im Gebrauch. Wenn Jemand 

l^g tbW'lk; 't kfiJBmt Tipp % teiB Daol'r sidi eine Abgabe, Last etc. auferlegtliat^ 

wiAaa^hftiQfittim^^ldrnn^^^ so heisst es wM: dap h&t 'r wSk '■ 

öder twintich Jaor olt wäs'n; hftat schOiienDipe&taötüpp'aHalsleggL 

dQph^tw^Stnnn'fröiierkaoiii'. S. 36. 

.Dftg. Sprichwort: Weck'rn bi 't Docht'rkÜld S. Säönskind & 181. 

I^cken^ D^ an'n Fiager hack'n blifft^ Ein Wort für Enkel kennt man in der 

jdajSSgttzig. ., Akmark nicht ■> - - 

r D6L Die Redensart :Btt aast diu DM - S.37. . 

Vpl krtg'n istelliptisch zu fassen, indem '■ dftf, taub ; de TSt Sfiad tti gaU 4it 

djis.woranJemandAntheil haben soll, ÜedöW^ll, betSübien; * 

weggdlass^ wird und aus dem Zusam- i; ' DOiiBüieabU% d^ Boden ita Hause 

menhange zu ergänzen ist. Hat z.B. über der Stube. Die im hintern Theile 

J^and die Mahlzeit versäumt und desrafcenBanerhauses liegende Stube, 

furchtet leer auszugehen, so heischt es: iMbst die daran ^ösi^ende Kammer, sind 

du Wä(r)8t dtn Däl Co^ailich Essen) um ein beträchtliöBesfliedriger als der 

WoUkrtg'tt.. Am häufigsten aber enthält vordere Theil des- Hauses, so dass da- 

diese Redensart eine Drohung pdej d^chem .eigener Bodenraum entsteht, 

Warnung. Da krlgst diu DU (nämlich der den Namen 9ii]|||f»^ 

Strafe^ boden) fj^hrfc. Über demselben befindet 

delg'ab^.iin Nordwesten: schwel- sich noch ein neuer Boden, de Fite. , ^i 

g^,Drassen. Statt delg'A wird auch . 9^^0111 häufiger DSplaafW ge- 

,i»«*^*^S«?«?- -. sp5ochen. 



959 

DSpelsChtn, der Tauf-, Geburts- dnlIig,AIUg; geduldig. 
schein. DlllSCh-yiirnBIlIDydasStembilddes' 

BftSSeL Die grosse Thür dß» grossettBÄreri. 
Bauernhauses dient auch zur Auffahrt gMo : 

für das eingeemdtete Korp. In. der ßauieiSdEg. Sprichwörter ^ ¥«11 

Mitte derThür steht ein storkerPfosten, jeWoch m W1UllierU€ll, iss Dumeri. 

andendieFiügeldergrossenThürsich i|ag afcnnaöTÜclL KftO BüinertdaK 

ihlehnen, dieser Pfosten heisst DfiflSel. ^^g^i ^ pridag (auf Zank und Streit: 

Er,kann herausgenommen werden. folgt Versöhnung). 

S. 38. dfipp kommt nur in der Redensart 

Sp. 1, Z. 9 dtatt fcflttnst ist zu lesen Qpp IB dvpp, oben und unten, vor, do 

kflmmst stock m upp u 4app Uk diek, der 

S. 39. Stock istoben und unten gieichxiick« 

Drau, Drohung. Sprichw.:DraniS8 5 ^ 

Mt'rass Hau (Schläge). YonDraun Dwa««(SubsL)derThor,<!efNarr. 

nUtWnH^Og. DwMbedeutetmmancheflGegenden 

. drawallj'n im Begriff von gehen dprAltroarX auch das Tiscbtuclu 
scWiesst den Nebenbegriff des Schwer- dweng^driüigen, bedränge».. 

^"i^!vf"* * .*W«ng^f, eineenge Viehtrift, in ta- 

mUn, der Schusterschemel. jg„, Gegenden auch Iwecht genanoti 

.'., ■, . , .„^40. ;i-. . . Sei£e229, • .- 

^; ditv'l. .Driwktttel wird V09 S.46. 

Frauenspersonen gebraucht, der Mann-, . <ckst!en.Stckeckst6III,BllMiksta!%- 

auf den derselbe Begriff angewandt «ch ängstigen, bei der Arbeit abqaüleo^ 

wird, heisst Dctvkll, Dribe&kU. wofür man auch sick afflMhem und 

. ;§^j^ sick affespern sagt. ,; 

drBg. Die Redensart: dr&g Brot Kdd'Imaim. Die Klagen des Land- 

Sfn d. h. Brot ohne Butter essen, drüclit °"»""^ "'"^'" <*'« **ärte des Gutsbesitzers 

einen hohen Grad von Armuth aus. ''»•»^" «'^»^ '" einigen ländlichen Sprich. 

Drdk, in einigenGegendender ErpeL Wörtern erhalten : 't IM man 1l Sitailj^, 

drorig S. Trür Seite 228. Y'^L'"* maimta'nffiinmelklliniiit; 

dnmkfUliRdemTrunkeergeben, «ttDflrptoallgöd 'tlssmaB'llAnrt. 

drunk, Imp. von drink'ii (trinken). maimnnEddlmaiuidnn. 
Participdnmk'iu edderkann = aderkaun S. 2. 

S. 42. S. 46. . . 

da. FoIgtaufdie2.Pers. Sing. Präs. eisUck, andere Form fUreiSSh. 
eines Verbums das Pron. du, so entsteht Emk. Die grosse Waldameise, deren 

eine Contraction, indem statt dB dem Larven als Nachtigallenfutter vorzugs- 

Verbo ein e angehängt wird : gehst du, Weise benutzt werden, heisst BaCffCÖkf 

hörst du, bist du , schlägst du heisst Wer sich mit dem Saftimeln dieser Lär- 

plattd.:g(8terb(krste, biete, gleiste. vetobeschäftigt heisst BaorCitfiiktit* 

Dflk'r, auch andere Form fQr:Deik7r, aidück. in eadUAiI einermtijed:. 
Denk'r, der Teufel. '' ;J.' ■ Hat man Z.B. einen BotHuuoi^efphklBfet 



2m 



und er bleibt za lange aiifi,4d ruft man, 'S. 60. : >' 

venn er n«ch langem Warten an- pedd'r. Sprichwort: Nao hufM't 

kommt:aft!es4HchiineiMUi«k! ■ttt'a Dftrns UWr dr« TSb sjiriiig'ii 

S. 49; (dne Mahnnng, Bettfedem eifrig zu 

: «STl, erben, wie im NM; Eigen- «"«nein)- • 

dltttnlich ist der Gebraoch dieses Wort» ^i » ängstlich , weichherzig , der 
^ der Wendnng: Toi deSB ffingst, leicht zum Weinen gebracht wird. 
BaUn etc. erwt 't god, wörtlich : Von '•** . *^«s ^ett. Sprichwörter : Kt 
diesem Hengst, Stieretc. erbt es gut; '«**•» ^^ '^"'^ '* ** hog"» FillteFl 
d. L die Mutterthiere; welche mit die- C«"* *"* gewaltig dick) ; Fett 8Weilimt 
aBmHengst,mitdiesemStiersich gatteri, 'wb'tt, 6k Sttlftt TOtt'B HuhI (Hoch- 
werden gleich tragend, oder wie der stehende haben grossen Einfluss, aacb 
Landinann sich ausdrückt: M begaOD wenn sie schlecht smd). 

licht ' S 51 

Cwh'B, fordern. } . _, . , * ' ,^. ~. , 

, Ktlk«Wl'l,Speisekammer. v T'^'ir-^^Zl:^!^ 

Fingerheisseo:Ueiuniger,oOldnilger, 

extra (Adverb) besonders >datti»« Lasgmeier, POttkenlicker, Lfisken* 

extra,.«Xtragftd-SChOll, das ist ja vor- knicker. Unsere Wärterinnen bezeicb- 
»Bgüch, besonders gati schön» 'neztra nen die Finger der Hand zurBelusti- 
gftd'ta Kid. gung der kleinen Kinder so : Datt iSt 

8triiek auch itxlich, etliche, Beaeich- deDftm, de schaddett dePlfto^ deliat 

nung einer geringen Anzahl vonDin- g« gpp, de drftggl se IM, de kleine 

gen; ttxHehsSng', datt etc. , einige geheim itt ae ganx aU*iL Oder:»at( 

(eotesagen, dass. Ein Sholiches Wort jgg deDftm, de SChttddelt deFttm, de 
iaück kommt im^ Nordwesten im Be- Ugt ge npp, de IHtt «e upp, an dflss UM 
griffvon jeder vor. seggtTaodemnnMnttemnao. 

S.49.. . fiin', finden. Imperf. ftind, Partie. 

Sp. 1, Z.4 ist statt fSrns zu lesen : ^•*™'* 
fSbjM, . Finsterlnohi In den frühern Zelten 

' : fiisi " Redensarten : faiSt ßm l. fest «blossen die Hochzeiten besonder^ in 
fahren (mit dem Wagen); 2. sich in ^^ Stä^'«° ^«'»*' «'«ss jeder Gast im 
s^inenReden verwirren; 3. in Wider- Hause des Bräutigams eine Fenster- 
sprüche gerathen ; 4. beim üffenüiclien sjdieibe einschlug, und dafür eine mit 
Reden stocken, stehen bklben. Ickheff ^amen und Wappen bemalte Scheibe 
Imm faatkr^n i.ich habe ihn zum schenkte. 

Geständniss gebracht; 2. ich habe ihn ^P« *' Z- 16 v.n. statt Bl8«l zu lesen : 

isnm Schweigen gebracht. Fieil. 

_ o .,.*.. «« . Fist'l bedeutet in einigen Gegenden 

.^l!**tä"'^^''*.^?'5"'*J* jedes Geschwür. 

k9n r deFUm (^ mehr die Tage zu- ^^ u^,,^ Wärterinnen bezeich- 

neibmen, je weniger wird gesponnen). „^„ die Zahl 6 so : tw«%n in' Kepft 
. laeal wird aacb vcm magern Men- tVftJieiln'n Fett ta SM m'n Ltw, lad 
adheitgebnuidit, '-.i .> .. .... dattnicbflw? 



'. o 



26t 



fladdlig K61 belrat in einigen Ge- 
genden der hohe Braunkohl, der zum 
Blatten als Viebfutter gebauet wird 
und glatte Blätter hat, im Gegensatz des 
knuen des niedrigen mit krausen 
Blättern zum Essen. 

S.62. 

flSmsiih wird auch ad jecti visch von 
dem in iseiner Art Grossen undGewal- 
tigen gebraucht : ddtt iS8 'ü flimsch'll 
Kirl, das ist ein Mensch von hervor- 
ragender Grösse oder Körperstärke. 

S.53. 
Fltech. Auf dem Lande wird den 
Kindern bei Tische häufig zugerufen: 

fltek xrttt, u TiSrkost satt. 

Flinsfr und Glinst'r, die feinen Eis- 
krystalle, die bei starken Frost selbst 
beim hellen Sonnenschein in der Luft 
schweben und niederfallen. Auch von 
einem zu stark geheizten Backofen sag^ 

man : U linstert m iS8 to hM. 

frät'n. Redensart: dU kannst Bich 

gliwX watt du rinslaog'n (wörch'ch : 

hineinschlagen d. h. verzehren) kannst, 

wenn d« laiigsaom frittst 

Frteeln. In einig. Gegenden spricht 
man auch: deFrftselll (als Plural). 

fr tn. Sprich w. : Frt nai erst ! seggt 
de Schaop'r to'n Hind^ denn sast'n St(rt 

WOU hangen laofb (Ehestand, Wehe- 
stand). 

FrOsk'fi , Schwämmchen auf dier 
Zunge bei saugenden Kindern; der. 
Landmann cnrirt sie oft mit Dinte. 

S.Ö8* 
Fracht bedeutet auch die Boden- 
feuchtigkeit; dat Land hat noch nftg 
Fraeht, u t regnet all wed^s. Eine 

Bauernregel ist : Weu *t Aschermid* 

woch regent, hOtt dat iMi kta Fnicht 



u wftt Aseh; oder z 'tterdrSgt de Hett'l 
hinner'n Tftn. Adject. : fruehtig ; 't iss 

früChtig VSd'r, nasse Witterung. 

fbcheln, heimlich etwas bei Seite 
bringen, so dass es Niemand sieht 

flichs'n, die Bedeutung von necken 
,oder stehlen ist mir in der Altmark noch 
nicht vorgekommen, ich kenne es nur 
in dem Sinne von : mit Drohpngen ver- 
jagen ; t2f maii, iek will di ftachs'n, 

warte nur, ich werde auf fühlbare 
Weise dich von dort vertreiben. 

Fnchs'r od. Pennigftichs'r, der Geiz- 
hals. 

fliddeln, fuchteln ;fltdd1 mi Biekmit 
«kPMttmdeNls'. 

fltt^Chrtt. Von wurmstichigen Ha- 
selnüssen sagt der Landmann: dao bU 

fll-ßrMmsohlt'iL 

Fftl-Fiper heisst in einigen Gegenden 
der Wiedehopf (Upupa Epops). 

flUBmeUl bedeutet auch : im Finstem 
herumtappen. 

S.69. 
FirbOf r wird auch inmilderm Sinne 
gebraucht z.B. vonKnaben, die auf dem 
Felde ein Feuer anzünden; auch nennt 
man hie und da scherzweise den roth- 
harigen Menschen so. 

Fun. Sprichwort: tVü drtwsch's 
Aon geit ök woU 'i hurtigen Forz (der 

Brausekopf kann auch bisweilen heit^ 
sein). 

fllSChig, andere Form für fösch. 

Fftst Sprichwort: 'D groff KnAst 

(Stück Brot)i88 UVx ass *& leddigFttst. 

Sp.2 letzte Zeile statt gidlieh^gaot- 
Ikh zu lesen : gttlich. 

s.6a 

. CUri wird vorzugsweise gebraucht 
zum Ausschütteln des kurzen Strohis 
auf der Tennen damit die Kömer «ui 
dem Stroh herausfalleSL 
Gangs« auch ZeU&2ö2. 



363 

• "-8.61. ' vergleichen rFrottjmann, die deoäwlien 

" glrfeirttl, im Garten arbeiten, eine Mundarten Bd. l.Mfiffi, Bd. V.ltö ff. 

voxhybridä aus dem Nhd. Gärtner ' »elartbedeutetim Nordwest auch 

ßebifdet. -Miene-, Geberden. Mau sagt:. W&tt 

gMtertni,Ötste bei sicH haben und «*ok»tduvör'iieetoot • ( 

zu Gast gehen ; dW gasterferiis* all genau, Icnickrig, geizig. 1 

Wedd'r, dasind schon wiederGfiste zum gesmiDeil, gesinnt ; ick bin nich S» 

Schmause geladen; hh gastertit all ges^uoen, datt ick di da« napdcdg., 

DaogrtlBni,eristtäglicbzumSchmause ^'^^ ''"' "'"^^^ ^ schlecht gesmnliäass 

geladen ; Wffl'n blTn gartertni gaon, ¥^ f '^ ^^ nachtrüge, 

wir wollen uns als GSsCe anmelden .~, S.63. 

la^en* glüp'n. DasSubstantfad88tll%1r 

S. 62, and Clftp'r. 

Öaor(Suh«t.) kommt in einigen Ge- ^•^•, 

gendeninderRedensartsmtnlandhM : :i,Oigg'lbe<|eutet auch d. Zahnfleisch; 

«aorvor; siebedeotet: mein Acker ist *atKind f CJIlArt sick an d' Oigg^» |« 

gut im Stande, weil er frühergut ge- VätTänkrlg'n. 

düngt ist. Gaor ist nämlichnicht so viel . Sp.l, Z. 7. v. u. statt gtal zu lesen-: 

a1sD0nger,söndem die- durch den- «Im' (fürgimen). 

selbe» erzeugte Fruchtbarkeit desBo- . «^ft« »«ch vom Anzüge im.Ge- 

<lens, der Boden ist gewissertoassen ,bi?uch, schmuck s D^, da bist S9 

gut gar geworden. ; glatt, dnk<inn«t?ftr'Ä«tet'tMPrtBt'r 

Gaorn. Sprichww.:'n6aornmfltt'n ***•"• 

'Vaor'n (der Garben kostet viel Arbeit) ; ^' ^^' 

vUlD^rnsnn'ttgtAt'nCiaomTerderb'n Glinsfr S. FlhistV Seite 2ei. 

'fi besten Hoff (die Mädchen wollen S. 66. '^ 

grosse Aussteuer haben und der Garten ^abbeln heisstaucb ; pOOf^ 

viel Dünger, der dem Acker entzögen c ca 

Vird). Anderswo lautet daä letzte "«,._,• t, • i »k_-i-»v »a*. 

Sprichwort: viWDftnigiui^WBrta. _?!LKr-'^^*^^ 

6e. Über die Entstehung dieser ' ^'^9i\ 

Vorschlagssilbe vgl. Gr. Gr.L, 1015 f. gramm, böse, aufgeliracfit^ erzürnt. 

' Gebrik, Gebrechen, Noth, Unglück. Hat sich aus dem Mitte]al(:er in der Alt- 

gefiUÜdL Andere Bezeichnungen inark erhalten, 
des Superlativs sind: erbämliicll, ent- Gtaon'heissen die langen Bartfaaare 

Setzlich, Cnzig (einzig), ferchtbaiu; einiger Thlere, abernurwenn sie sich 

schrecklich , nnfliOtSCh , grausaom, um die Schnauze befinden z. B. bei den 

grimmig, bSssUchy hü, Ublterlicb^ ge- Katzen; derKinnbartz.a der Riegen 

waltig, mordialukch , raosend; 1mg^ heisstirichtsQ. 

ieaer, gottlos, Wtthend, tt'ror&dUoh, Sraop^n ««rerdetiin einigten GegenX 
ISwerÜt, kalobanck Über diese Art denauchdieMUcbsatten genannt, 
den Supeclstiv.aiiszjadTücI^^ M zu ;^ jAtl^Sb Fock S. Si.-> .': 



S.70!i Schonung, worin das Vieh nicht weu 

grtn' bedeutet 2. auch hohnlachen;; densoU. In den Eibgegenden der Alt- 

3. grimmig, wüthend aussehen. . mark nennt man Ha0g6n janges T3usch-* 

Grtnfichrr, ein Fichler (S. S. 50) der holz, besonders die Eibweide, die zum 

dabei grint ; man sieht es ihm an, dass er Bandbolz vom BdCtcber verwandt wird, 

absichtlich anders spricht, als er denkt, , § jj 

aberinWortensehrfreundlichlÄ. häBmelllt.dieOpe'rationdesKastri. 

S. 73. rens bei Bocklfimmern ; 2. die Pflaumen 

backsckll , obscöne Reden führen, entsteinen um Mds daraus zu kochen, 

Subst. Hacksclier. wofür auch ftthiOmeln , fttlucht'n (S. 

5 y» pag 128 unter Lucht)^gebi:aucht wird, 

hallwig. Wenn man im gemeinen »" ^^« "»««ten Orten aber heisst es: 

Leben die Behandlung nicht erfährt, die Flftm' «iKd)*!!. Der Landmann ladet 

man erwarten kann, so sagt der Ver- ^^ dieser Arbeit die Nachbarschaft ein 

letzte: datt isgäBw'rök nichhallwtg ™^ eaheisst dann: biScbutten mm 

Z.B. wenn ein erwachsener Mensch W™ ••*•»«?• 

von Eltern oder Angehörigen als ein HaonbaUu« und Ittnebalken, der 

Kind behandelt wird. ""^^^^^ Querbalken , der die Sparren 

HansaorSGh, starkes Schimpfwort, «miteinander verbinde^ istauch Nhd. 

HUnk'Bi Tapph&önk'n, derHahn am 

^* '^' Fass, bei Kindern das membrum virile, 

m, der Hass; hät'll, hassen, nicht j^^^y üpp'üHaor bedeutet 1. ganz 

öbemllimGebrauch, gewöhnlich sagt g^^^^^ Dittpasstnpp'nHaor. 2.bei. 

manfür: Jemanden hassen : 'nPtk npp „3^^, fast; upp 'nHaor b&r ick tat 

inmm. yaoWMn. 

Haofk. Sprichwort: de Töggel, de 'Si78 ' 

*i?l'*^"! u 5?*** ^' *^ "**^" H6.InmehrernDörfernistdieplttA 

8 Aobens de Haoft p^ ^.^ g^ ^^^ Vogelweibchen) im Ge- 

HaogeiL In mehrem Dörfern unter- krauch 

scheidet man flaogS (Femininum) von ' g «2 

Haogea (Mascul.) und versteht unter j^^ jjer Plural heisst Hüter, det 

dem ersten das Gehege, die Be- Singular ist also HUt zu schreiben. ' 
friedigung^ Dies kann ein..\J^all 

(JDaogenwall) oder Graben (Haogen- ^'^3' „ . 

«raoben) sein , meistens aber eine le- ^^i^^\ Sprichwort : Hojaon ^lail 

bendeifccke aus Hainbuchen (eigentl. 8«§^ '^ BackaoW n an, 4atl hclpt ^ 

Hagebuche plattd. Baogeböken umj W^" ' . . 

HaokelbOkeil) oder noch häufiger, aus „ ^•^*; «,«,,** 

Weissdorn (Crataegus) daher auch "*»• Sprichw : WcnnvM TOnrift 

Hagedorn genannt, besteht jHaogeil toHestlegg'n,heIpnsic!l^^^^ 

(Masc.) dagegen bezeichpetdenRaucDf S-^^ 

der mit einer Befriedigung verseifen ist. Bp(r)8t hat in der ^Ittnark nicht die 

Dieser Raum kann ein Stück F^ld sein, ^veitere Bedeutung \^ie im.;Ntid»! . ui^d 

ejne Wiese, eifk <^t^ Holz, m^ b^scbr^okt sipb l>u£^$0:l4Vegeb|^«lt 



264 

Begriff doch mit der BeschHinkang;, isslick und iMick S. S. 260 unter 
dass nur Anhöhen ringsum mit ItilioL 
Sumpf umgeben darunter ver- S.92. 
standen werden. Daher im Drömling jUkilgaskSöklig. 
viele Hörster sind. Da sie in der Regel Jaor: Die Redensart toJftOrbedeti- 
mit hohem Holze bestauden sind, wo tet:im vorigen Jahre, 
die Raubvi^el ihren sichern Wohnsitz J«haniig, der 24. Juni, Johannistag, 
gern aufschlagen, so tieimt man das an welchem auf dem Lande keine Ar- 
tisten derselben horsten (im Nhd.). beiten vorgenommen werden. 

g^ ay^ jenJÜch, irgend einet (nidiC Uber^l 

Happ-npp. Beim Anfertigen des im Gebrauch). 

Hupp-upps singen die Knaben an jeiU»' kommt als Pronomen auch auf 

»ehrern Orten; Peter Pat^ÄOn wffl ^^"^ ^ande in andern Verbindungen 

nao d'Stad gaen, Peter PitQaon WOH ^°'"' Ijesonders wenn alte Geschichten 

»ftgaoii;PetefPat«aonkaoiBtoer(Bt) ^"■^^^'^ °^^' sprichwörtliche Redens, 

imkrtg 'nKrftS Bte; Peter Plt^en «rten angewandt werden oder wenn 

laom tO BpS(4) im toftg "n Bracht °*"° ^'« N*"^" ^' Personen nicht 

cnf/^) kennt. Erzählt z.B. Jemand eine Ge- 

k1lpp8= hopps. schichte und wird gefragt : wer dies ge- 

knppSl, hüpfen, springen.. '«'«^en sei, so antwortet ersterer, wenn 

er den Namen nicht weiss oder nennen 

^^^•.... , wühOJeim'Klrl. OderindemSprich- 

Sp.2,Z. 14 ist statt flülen zu lesen: v^ort: Jenn'BtewoUftkvlHiilinw»8ei 

»"»'"•^ ^ , . ^ «ngllpWthalfNaomiddag. 

m^Ie-erst , zuerst . anfangs , m der jj.^j , 2oruf für Pferde, wenn sie 

ersten Zeit ; in de erst VaSS t tot im vorwärts geben sollen. 

gaittgöd,Mw'r duniiftnig rantosftp'n. j„^ „„^ jmkjniik'ii S. Gigl S.64. 

inarankn. im Nordwesten sagt mau S 94 

dafür' auch indilw'll. kalabaomh, sehr, ausserordentlich; 

inhuss n, rnhusch n, em Kmd m den ^^ ^^ ^ küIabaomheHitt, es ist sehr 

SdilafluUendurchSchaukelnmmqno. ^^.^^^. ^^ j^g kaigbaorgch InMt, hier 

toner Anwendung des stets wiederhol- ^ ^^^^ ^^^^^ g^j,^.^^^ 

ten has-hus-has. kaleHncm bedeutet auch im Kalen^ 

S. 90. der lesen oder nachsehen, ob auch gute 

.,[ bknSp'o, einknüpfen 9 einprSgen^ Zeichen zur Uebemahme eines Ge* 

dringend einschärfen unter Androhung schäfibs z. B. zum Säen, Pflanzen, Ader- 

von Strafe ; im BegriiF wie : 'ä SIipp int lassen etc. bei d em Tage stehen. 

$r SIlt(d)'lL kalw'A, ktilben, wird nicht bibs von 

S.91« der Kuh gebraucht, sondern auch von 

Johannjöni (so ist zu lesen, nicht dem Besitzer der Kuh; man sagt: 

Jafaannjöm). Der Landmann unter- Sckvlt kftt kalwt fUr: die Kuh des 

Scheidet genau J äh a n n und H an s ; Schulzen hat gekalbt 

Jokail1Q6]|| ist also Johann Joa- Spake 2, Z. 12 von unten ist von der 

chi-m ä. HaBSCktal H an« J oach i m« Abwechselung deaNbd. und des Plttd. 



265 



in Volksliedern dieRede. Eine solche 
Vermengung findet sich öfter, wie fol- 
gendes Bruchstück eines Volksliedes 
aus der Gegend von Calbe zeigt. Es 
verdient eine Aufnahme : 

Es wohnt ein J ä g e r auch dabei : 
y^ch Jungfer wollen Sie meine sein ?** 

Nein, Jäger ! nein, 

Ein andrer soll es sein.! 

Sonn ollen Klk-in-Busch 

Gift so manchen Jnmfern 'n Knss ! 

Nein, Jäger! nein, 
Ein andrer soll es sein ! 

Es wohnt ein Müller auch dabei : 
„Ach Jungfer wollen Sie meine sein ? 
Nein, Müller ,' nein, 
Ein andrer muss es sein f 

Sftnn ollen Stopp-in-Sack 
H&t so manche Jnmfer hat ! 

Nein, Müller ! nein. 
Ein andrer soll es sein \ 

Es wohnt ein Schneider auch dabei : 
^Ach Jungfer wollen Sie meine sein ?" 
Nein, Schneider !nein, 
Ein andrer muss es sein ! 

SSnnoU'nLappeA-dif 
Hat so manche Jomfer l(f 

Nein, Schneider ! nein, 
Ein andrer soll es sein ! 

Es wohnt ein Leinweber auch dabei : 
„Ach Jungfer wollen Sie meihe sein ?" 

Nein, Leinweber! nein, 

Ein andrer soll es sein ! 

Sonn oirn KUster-Kämp 

Hat so manche Jomfer dangt (?) 

Nein, Leinweber ! nein, 
Ein andrer soll cssein! 

Es wohnt ein Schäfer auch dabei : 
„Ach Jungfer wollen Sie meine sein ?** 
Nein, Schäfer ! nein. 
Ein andrer soll es sein ! 

SOnn ollen Schaoper-haok'n 
■fttt sin Frft ftt 't Bett rftthaorn 

Nein, Schäfer ! nein , 
Ein andrer soll es sein ! 



Es wohnt ein Kuhhirt auch dabei ; 
„Ach Jungfer wollen Sie meine sein ?^' 

Nein, Kuhhirt 1 nein, 

Ein andrer soll es sein ! 

Sonn oHen TftMnt-HäSni 
Matt sin Frft ut 't Bett rfttbäürn 

Nein, Kuhhirt ! nein, 
Ein andrer soll es sein. ! 

S. 96. 

Karl. Im Nordwesten hört man auf 
Hochzeiten von den lustigen Gästen 

häufig deuR uf : de Schenker iss 'nSchtt, 
deKockiss'nKirl. 

Raspel, Kirchspiel, Parochie; ein 
anderes Wort dafürkennt man nicht. 
KäSSber. Redensart: Sfin Blöttlcl 

(Biuthezeit) ass de Kispern hämm, hit 
de Rogg'n Ok. 

S.97. 
KattenstBrt, Katzenschwanz. 
Kaol. Statt der angeführten Redens- 
art ist auf dem Lande die derbere : Ick 

satt ass wenn mi de Naort breut, 

mehr im Gebrauch. 

S.98. 

kaoterirn, affkaoter(rn, unter sich 

etwas besprechen, heimlich abmachen, 
in der Regel mit dem Nebenbegriff de^ 
Tadelnswerthen. 

Kein wird in mehrern Gegenden der 
Altmark, wo diese Spielart des Leins 
auch gebauet wird, Klnltn genannt. 

S.99. 
K(t bedeutet auch die Wendung, 
welche eine Sache nimmt. Man sagt :' 

datt nimmt kSn göd Kit. 

keimen, jammern, winseln» sich ab- 
härmen. 

S.IOO. 

KIk'r wird auch die hie und da im 
Grossen gtbauete Kichererbse genannt 
(Astragalns Cicer). 

kÜmelb^TSCbsIn, schwane^er «evDL. 



266 



S.102 
Klafln bedeutet in einigen Gegenden 
einen Haufen aufgeklafterten Holzes, 
also gleichbedeutend naitFÜD. 

S. 103. 
Klaos = Nicolaus. Unsere Kinder 

singen : Klaos mlt'n Bessenstll , sleit 
de kinner allto väAl ; ailtoväöl iss un- 
gesund, Klaos iss 'n Swinebund. 

S. 104. 

. Klaow, Kloben, Holzscheit. 

KleiboddX schwerer fetter Thon- 
bodeii. Man unterscheidet in der Altm. 
Kleibodd'n und Helmbodd'n. Letzterer 
i4t ein leichter Boden mit nicht durch- 
lnjseuden, d.h. festen Thon Untergrund. 
Bei zu nasser Witterunor weicht die 
ganze Oberfläche auf, so dass Pferde u. 
Wagen stecken bleiben. 

KUnsmedd, der Schlosser. 

S. 106. 

KlooklAPi Glockenstrang. 

UOw'n. Hat ein Landmann sich ein 
Glas Brantewein geben lassen und sagt 
zu einem andern : willn klöw'n, so be- 
deutet das: wir wollen ein jeder die 
Hälfte nehmen. laorklfiw'r wird auch 
der Friseur genannt, und da der Barbier 
jetzt das Geschäft des Haarschneidens 
besorgt, so wird auch dieser scherz- 
weise so genannt. 

S. 107. 
klung, Imperf. von klingen, Particip 

ktnng'n. 

S. 108. 
Kll^g, Der liölzerne Vorreiber 
heisst an vielen Orten Knäöbl. 

S.109. 

• Knick bedeutet im Nordwesten eine 
wUd aufgewachsene Hecke, auch einen 
gemachtenZaun,aberkeingeflochtener 
sondeisn el^ Z^ua; mw. «bgphan^en 



Domen, und knid^'n ist daselbst so viel 
als zäunen. 

S. 111. 
K6. Sprichwort: Wta de K6 hSrt, 
defaotsean'nSttrt. 

S. 112. 
Komma, die Pause, Unterbrechung, 
kommt in der Redensart vor : 't dnnnert 

in to Ritt ftmmerto, was ftk gaor kto 
Komma twisdten. Vergl. auch- unten 

unter ScUtT. 

S. 113. 

Kopp. Sprichw. : Wer flmmer npp'n 
Kopp besteit, de kfimmt am Enn npp'n 
Kopptostaon. 

Koppwedaog. Sprichw.: Koppwe- 
daog nn k6n Geld iss gr6t Plaog npp de 
Welt 

S.115. 

Kraog'n. Von einer geringen Speise 
und von wenigem Getränke, also von 
einem Häppchen oder Trünkchen sagt 

man : datt geit nich dArch Kopp nn 
Kraog'n nnkflmmtnich rinn in'nBfik 

Hier bedeutet Kraog'n so yjel als Hals, 
Schlund. 

S. 117. 
Krischaon. Unsere Kinder singen: 

Karlin, Karlin (Caroline) hat Hoclitld 
daon ; hat mi nich nSgt ; knmm Kri* 
schaon wiH'ndoeh hfingaon. 

S. 119. 
Krftp-nnner-de-Bank ist die häufige 

Benennung eines ungetauften Kindes. 
Wird ein Kind gefragt, welchen Vor- 
namen das Brüderchen etc. führe, so 

antwortet es : Kr6p-nnner-de-Bank d. h. 

es ist noch ungetauft, 

Kfikerttkft. Bei einem Spiele singen 

unsere Kinder: Ringel-Ringel*Rosen- 
kranz, Kattendans ! K&ttschen sitt npp 
de Wfrgc^, jspinnt klaore Side, iss so 
klaor ass 'i^.Haor, Jnmfiu: JQttohen sett 



267 

ii dad, KttkerflktkU ! wobei alle me. 'n ligen Toggel, h( beschitt s\n dgea 

derhockeiT. — Wenn der Hahn krähet Keit 

so singen sie : Rflkerflktt, kaok DU mit S. 130. > 

Bri, kaok mi mitPftper, scbmeckt mi Ifttbaor, bekannt, oitenban 

nochb&ter. S 131 

c ^ 1 i. i. 'y* • *. !. ..i. c • Häk'n. In einem Spiele creschieht 

Sp. 1, letzte Z. ist statt Spei ssen , ., ..,, . r, ^ ^ . 

t r * das Abzanlen mit roiojenden Reimen: 

zu lesen Speisen. ^^^ ^^^^^ Mtk^Mlk'!! - wer will mit 

S- 122. nao Engelland — Engelland iss zng^ 

längwls' , der Länge nach ; kt IM scMossen -- Schlflssel iss inzwei ge^ 

üpp't Is längwfg hcnslao(g)n, er ist der brocken — spann die Pferde vor den 

Länge nach auf de«i Eise niederge- Wagen — nimm die Peitsch ond lau 

schlagen , auch die Form länglings sie jagen — hnrre, burre, tripp, trapf 

kpmmtin demselben Sinne vor. — jck oder dn steit gau alltae äff. 

S. 126, (Wieder eine Vermengung beider DiÄ|- 

IMlick, garstig, hässlich, also nicht ^^cte). 

so viel als leidlich, passend. mallöm. Sprich w. : Wenn to I«ll|r 

Ugholt, schlechtes Holz, ein Scheit- Mißp' sall, denn brickt h( sick 'n nn- 

wort im Sinne von Tangeniclits; du 8^' ^^'^ ^ö? al^ nn Stött gick mit "A 

bist'nUgholt hörtman oft die Eltern StnmmertOgftt. 

zu ihren Kindern sagen, S, 132. 

S.126. Harcht. Sprichwort: De Immortt. 

Licknpp, ein kleiner Imbiss, wovon larckt geit uttflitigTadder steit, dM 

man nicht satt wird. wä(r)tdat Geld nich ott in d' Tasch. 

Lichtpntschir und PntSCMr, die Karills ist nicht Marie Lnis^, solKr 

Lichtputze. . dern Marie Elisabeth; Luise heiamt 

S. 128. plattd.nurLowtS. 

Lösheit, Betrügerei, Schelmerei, Das aus Firmenich entnommene 

LS(d). Sprichwort : Lt(d)snaek Martinslied, wie es in Gardelege0 

maokt n6n Sack. gesungen wird, ist nicht genau. Z\h 

S. 129. vürderst ist statt : gr6te Jaokob zu lei- 

Lttmm'l heisst im Nordwesten auch sen : kltoe Jaokob. Dann fehlt ein neu« 

der Stier und wird auch mit diesem Zu- hochdeutscher Schluss, der dreifach ist 

ruf geweckt Der eine lautet :DerHimmelsoJ.l 

Lunk. Dass das synonyme Bftl nicht uns offen stehen, da wollen 

blos von metallenen Geräthen gebraucht wiralie eingehen mit unsere 

wird, lehrt die Redensart : hut hSmm' lieben Gästen, Herr • . • und 

sick nns' K3 deB(Ün maol omdHoh Frau . . . sind die besten; der 

tltdräb'n, heute haben sich unsere Kühe andere :ich wlinschedemHerro 

rechtdick gefressen, die Weichen sind einen golde^jen Tisch, auf 

ausgefüllt. Allen v JerEcken einen gebr^r 

Lnpk, der Wiedehopf. Sprichwör- tenen Fisch, und in der ]Vlit:tt 

ter:H6 stinkt ass'nlnpk. DeLupkiS« eine grosse If:anneWeiQ^d|L(f^ 



268 

soUdemHerriieiue Stärkung Brücke Mattbaeus. F otius be- 

sein; der dritte endlich: icb bin zeichneu, woraus Hdtz Fotts gebildet 

ein kleiner König, gebt mir ist 

nicht ZM wenig, lasst mich lav, der Pulswärmer, das Hand- 

nichtzulangestehn,ichmnss müffchen,vomaltnieders. maue, holld, 

heutenoch weitergeh n. Wird mou v, der Armd ; davon MoUWenstrt- 

nichts verabreicht, soerfolgen Schimpf- kcr, der Schmeichler. 

reime wie: Hertens, fflertens Dill| S. 134. 

wcimJiunsnicksglwenwilln,soschU ^aorn, mahlen; ick will di watt 

ick npp de Süll, oder auch wie in Salz, ^^j.^^ ^^^^^^ ^j^j ^^ j^l^^s. 

wedel. — Auch das IVlartinsüed in , 

Salzwedel wird vielfach vollständiger , *^' *'^"* 

gesungen. Hinter: Borgen iss datlar- leieWCh die^Wirthschafterin. 

tin ist einzuschalten : denn sUcMen wi pto^odd n S. Kleibodd n S. 266. 

'n fetten Swin, denn kaom' de twölf , "ff; Sprichwort: Wenn de Hess 

i[pöstelkens un maok'n uns frisch bwof stinkt, so gl« Regen. 
3FA(r>stelkens, denn kämmt de gröte S. 138. 

j^oliathnn stickt se all in slnenSack, liss, die Messe, kirchlicher Gottes- 

denn kflmmt dakitoe Daovid un stickt dienst. Dies Wort hat sich im Nord- 

isie all in sine Klp. Dann folgt: Mar!, westen indem angegebenen Sinne aus 

Mari bis StrAh6t. Hierarif folgt: Mär- der katholischen Zeit in der Redensart 

tens, Märtens Billerblatt, gäwt all de erhalten : wenn 't 'n Sflnndag rfigent 

Ebmer watt, mi 6k watt, mi 6k watt, v&Sr de Miss, so rSgent 6k de Woch 

JlaowersKiBBer6kwatt. Wird nichts dOrchwiss. 

verabreicht, so heisst es auch : MSltonS, Hissgelaot, betrübte Miene. 

Märtens Bfilli wenn Ji mi nieks glw'n Mitz = Mis, Diminutiv Mtsk'n und 

willn, so kack ick Ju upp de SflU. Mttzk'n. 

^. 133« g 4oq 

. Matz. Über die Redensart: Hatz loll'r heisst im Nordwest. dasKorn, 

Fetts von Dräsen, kann nich sriw*» Was zur MUhle gebracht wird. 

taiiniUChl*S'n(denn so heisst die Re. lBiii,häufigerM8n, ist nicht sowohl 

densart volistSndig) hat mir ein 1' reund ]^ „ 1 1 e r als vielmelir M u h m e. 
Hfihere Auskunft geceben. Es ist ei - 

^ 4 A4 

gendich ein Spruch der reisenden o, 141. 

Hand werksbui^chen und bezidit sich "»"k'"- ^''^^^^ ^'"""^ ^^ P^'"^'*=- ''*" 

aufdas sogenannte Dresdner Wahrzei- «"^'"'^«n s«^^^'"' "^'^l'' durchgängig in 

eben. Über dem vierten Bogen der der Altmark vorzukommen, und die 

Dresd^ier ElbbrUcke linker Hand von *"o"" "«'J^ gewöhnlicher zu sein; 

der Alt- nach der Neustadt i«t nämlich hästwatt merkt ?ickhäffnicks merkt 

ein kleines gebückt sitzendes Mann- S. 142. 

chen mit untergestämmten Armen und mUSSeln wird auch von schlechtem 

einer tief in die Augen gezogenen Waschen gebraucht, datTugsfit nock 

Mütze in Stein ausgehauen, angebracht. 80 mUSSlich ftt, das ist nicht rein ge- 

Dies Bild soll dem Baumeister der waschen. -■ ■'• 



269 

lhtt'r,Müdd*r, nicht blos die Mutt&r, 'Wiehern ist^ hervorbringen. Amhäu- 

sondern auch jede Hausfrau, auch wenn figsten hört man ihn, wenn ein saugen- 

sie keine Kinder hat, sowie der Haus« des Fohlen sich der Mutter nähert, 

herr Vaod'r heisst. Man sagt : Tw^HäÖn g^ ^^y 

könn'sicknichve(r)draog'n. ^TaÄ w n r - 

^ ' ^ Hoaiür. Wenn m einem Dorfe eine 

S. 143. epidemische Viehkrankheit herrscht, 

Nägelk'n-Pip'rS. unter PäperS.270. so wurde früher allgemein in der Alt- 

Näg'n-mörer. Auf dem Lande mark Nftdfur angezündet; d.h. durch 

herrscht die Meinung, dieser Vogel starke Friction zweier trockenen Holz- 

müsse täglich 9 Vögel morden sonst arten ward eine Flamme erzeugt, die- 

stürbeen selbe mit Stroh aufgefangen u, mittelst 

NaS. Sprichwort: Watt^de fflinscb desselben ein grosses Feuer veranlasst. 

nich kann, dao laot hft sin Nis van. Durch dasselbe ward dann das Vieh mit 

Näswärmer, d. kurzeTabackspfeife. Hülfe sämmtlicher Dorfbewohner ge^ 

S. 144. trieben. Diese abergläubische Sitte ist 

HätenSGhit'r bedeutet auch einen noch nicht ganz ausgestorben, 
falschen Menschen,der gern Zwietracht nödig'n, 3. durch dringende Um- 

durch Plauderei und Klatscherei er- stände zu etwas bewegen, wird auch 

weckt. nftg'n und nön gesprochen, 

naobliw'n, unterbleiben ; datt mfltt Mott ist auch der Singul. von Kl% 

naoMiw'n, die Arbeit etc. muss zurück- (S. 106) also die einzelne Testikel. 

bleiben, soll jetzt nicht vorgenommen Davon das Verb. fttnOtkeiH, ein männr 

werden. liches Schaflamm kastriren. 

Sp. Ij Z. 2 V. u. statt der ist zu le- S. 149. 

sen ü b e r d-i e. ggjer, der Augendiener, Heuchler. 

S. 145, Öllcr. Sprichw. : Oller iss'n swaor 

naomelkt K6, . der Gegensatz von Möller. 

väormelkt K6 (S. S. 236) also eine Kuh, S. 160. 

die zwar noch Milch giebt, aber schon Oss. Sprichw.: In'nOss hftrt Strö, 

wieder gerindert hat, auch Substant. de in'n B(dll Mm Rfiwen. 

Naomelkt; datt iSS 'n Naomelkt, de 6rt bedeutet auch der Schuster: 

Vä(r)d nn WOU bald naolaot'n mit pfriemen, auch einzeln stehende Holz- 

melk'n (nicht mehr viel Milch herge- ungen werden in einigen Gegenden 

beu). sogenannt. 

naOStrIk'n, heimlich od. verbotener- ^Orten. Noch häufiger wird dicü 

weise nachlaufen. Wort gebraucht von den Resten dt?« 

neiei wird auch von Pferden gebr., Strohes, das die Schafe zuriicklasien, 

die, besonders wenn ein anderes Pferd sie beisseu auch Schaopsorten ; krig 

in der Nähe ist, ihr Wohlgefallen d urch man erst de Orten üt 't Hild, nn strei t 

einen eigenthümlichen Ton, der aber inK6stall. 

ein anderer und schwächerer als das ptok'n hat nebeo^deuBedeut^jj^^^ 



ti% 



im Nhd. auch die von trunken sein;llft 
hat hlk packt, er hat einen Rausch. 

Padd'n, Fussspuren; auch grosse 
Fiisse. 

S. 161. 

Päper. Der Pfeffer heisst in einigen 
Orten krfts'Päp'r, zum Unterschied von 
Nägelken Päp'r womit das englische 
Gewürz, Piment, bezeichnet wird. 

PipenilOll,PlperbfiS8, ein jetzt sehr 
aus der Mode gekommenes KUchenge- 
räth zum Zerreiben des Pfeffers und 
des englischen Gewürzes. Man bedient 
sich jetzt statt dieses Geräths des Mör- 
sers, der in mehrern Gegenden den Na- 
men PäpermUiod.P&perbfiS8 behalten 
hat, meist aber Heiser genannt wird. — 
Vom zerkrünkelten Zeuge sagt man : 

dät hat woll in'ii Päpemöll läg'a. 

S. 162. 
Pär wird auch in einem weitem 
Sinne gebraucht Heirathet die Tech- 
ter eines Hirten und der Schwieger- 
sohn bekommt den Hirtendienst, so 

heisst es: %h issupp deP&rbläVn; der 

Landmann stellt gern den Pfarrer und 
den Hirten neben einander. 

Parkött'l, der Rossapfel. Sprich w.: 

Hi iss klöker ass 'n Imm, h( will ftt 'a 
PärköttlHonnigsfig'B. 

S. 163. 
Päöl, Bettpfühl. Sprichwort : 's All- 

wens sfind de Käfiln (Kohlen) wa(i)iii, 
OB s' Morgens sflnd d' Pä&l wa<r)m. 

PaopengiUi Versammlung d. Geist« 

liehen, Conferenz, Synode. 

Paopensttg, der Richtsteig, Kirchen- 
W^g f ^r Fussglinger. 

S.15B. 

PingStk&rwSidhe oben S. 367 unter 
SaosIip'F. 

Pinklpott, der Nachttopf. Bei def 
Geie^enheit möge ein Volkslied aus 



Gardelegen und der Umgegend hier 
einen Platz finden : 

011 Mann wiUrldn 

Hlu: kta Pärd, här kto Pbd ; 
011 Frft namm 'n Zickenback 
Sett 'a elln Mann daompp 

UVnsortd'nJnch! 

L(t'n so rtdU 

011 lann will rld'n 
Hftr ktoen T6ni ; 
011 Frft namm 'n Himmensftm *) 
Gafn oUn lann tom T6m 
Ut'nsortd'njvoh! 
Ut'nsortdU 

011 lann wall rid'n 

HärktoeStäweln; 
011 Frft namm 't Botterfatt 
Sett'n oUn Mann so glatt, 
Ut'nsortd'njücb! 
UVn so rld'n. 

011 Mann wall rid'n 
BärktoeSpAm; 
011 Frft namm Eselsörn 
Gaff se olln Mann to SpAm 
IhVn so rtd'n, jach ! 
IhVü so rtd'n. 

011 Mann wall rid'n 

Bär kto Klabatsch 
OII Frft namm 'n Kattenswans 
6aff*n olln Mannte Klabatsch . 
Ut'nsorldXjach! 
LM'nsortdU 

011 Mann wall rld'n 
Hftr kAnen 86t; 
011 Frft namm 'n Pinkelp<itt 
Sett'ii dln Mann npp'n K^ 
Ut'nso rid'n, jocb! 
UngortdU 



*) Smun eines Hemde«, 



271 

Piuprttgel = Pisshaon. S. 161. 

Fläg. Der Landmann hat stets die Pr6st. Wenn Jemand niess^t, so 

Besorgniss, dass das, was er aus gutem sagt ein anderer, der eben nicljt bei gu- 

Willen thut odergiebt, zu einem Gesetz ter Laune ist ; Fr6st Swlüägel, worauf 

werde und nennt dies Plag; daher das jener antwortet: SohOn Dank iorskc- 

Sprichw. : ftmBld wä(r)t 'u Plag (was gel. 

a.nfaDgs erbeten ward, wird nachher zu ptott kommt in einigen Gegenden 
einer Pflicht) ; ick da datt recht gäm, auch als Substantiv vor ; hft bat 'n KfilÜr 

wenB't man kta Pllg von wa(r)dn da. sehen Prott (Trotz). 

PröW, nicht blos die Präbende, son- 

o. loo. ^gj.j^ ^y^j^ gjp kleiner Bissen, ein kleiner 

Verplämpera, SICk, ein übereiltes Trunk,einProbehapp€n,ProbeschIuck, 

Eheversprechen eingehen. j^^ „„^ ^^^ hosten, nicht zum Satt- 

5 JE~ werden dient 

plensseB, pleBsen nicht blos Gras „ . ^- ^^2* 

und Korn niedertreten, sondern im All- Poch hat in mehrern Theilen der 

gemeinen niedertreten, abtreten; denn ^Itmarlt nicht den Nebenbegriflf des 

toan sagt auch :St!gplenzen d.h. im Schlechten, sondern bezeichnet das 

gegrabenen Lande die erforderlichen Ob er bette, auch wenn es in dem 

Steijre abtreten. ^^^^"^ Zustande ist. 

Plaot ist auch das Eisen, welches puch'n, 3. Dreikart spielen, 
um die Achse des Wagenrades gelegt " 

wird, da wo die Nabe sich nm dieselbe P**' '" ^ordw. so viel als Brunnen, 
drehet; de ¥808*0 Sali mit StäOlern J*"» «"« ^^ "'^^' '"^ Nordwesten. 

Ptoofn lu Bflss'n beslaon wa(r)d'n. PattecWr S. Lichtputsch^r S. 267. 

S. 165« 

S. 158. OiaaokbrftL DlesScheltw.schliesst 

PlÜm. Redensart: Sitt'n de PlAm den Nebenbegriff eines schwachen 

fest an de BBm, so laet'n se Sick siecht Menschen in sich. Wer^ besonders als 

ftthSSmeln effte fttlQCht'n d. h. ent- junger Mensch) etwas schlottrig ist, 

steinen. wenn ihm de Blök (Beinkleider) nicht 

S. 159. recht prall sondern quackig auf dem 

polnsch kommt besonders in der Hintern sitzen, wenn ein solcher dann 

Redensart vor: datt iSS 'U polnsche schlaff bei der Arbeit, im Ringen etc^ 

Wfirtsehaft , da geht es drüber und ist, so heisst es : bist 'n Oiaackbrök. Das 

drunter. Gegentheil drückt man wohl so aus : 

Pop%verdickterNasenschleim. Vgl. hft hat 'u sUf Kruz, hat Karks in d' 

Ktk'n. Knaok'n, hh iss kasch etc. 

Bresch'n, eilig reiten ; U kämm ai« S. 1G6. 

geprescht, er kam eiligst geritten. quaod, nicht allein kranklich, son- 

prcSSlr'n, eilen, drängen; 'tpresstrt dorn audi böse, schlecht; in diesem 

nich, kannst noch 'n paor Daog töw'n, Sinne wohl mit qnatsch dasselbe Wort ; 

es eilt nicht, du karuist noch ein paar qnaod dAn, Böses thuu. Redensart: 

T^ewarteu, qoa^Jü grifft quaodKfli'iL 



272 

S. 167. (Prediger auf d.Kanzel). 8. Watt gcit 
Umrleflz, ein unstäter, unruhiger Bll geit Hü kaBn nich toMfpe (to Di- 
Mensch. 8ehe)kaöm? (Windmühle, Wanduhr.) 

galt, kitt, quitt; wi sfind kitt, wir 9. Wer geit nao't Holt nn drSggt Tel- 

haben nun nichts mehr gegenseitig zu lern ftt'naniier? (Knh.) 10. Wer geit 

fordern oder überhaupt zu schaßen. int Holt, nn BClÜtt niCh? (Säge.) 

qoittengSl, sehr gelb, gleich der 11. Tirrland-tirrland-tand , fiUltvon'i 

Farbe der Quitte. Bank, 't iss kto Dokter in ganz Engel- 
land, dft ett wedder heilen kann. (Ei.) 

^* ^^^' 12. Ick ging in meine Kammer, begeg- 

rammdftBsig erklärt sich besser aus nete mich (sie) Hans Hammer, h( kr^ 

der eigentlichen Bedeutung von Ramm mi danedder, Ii( schoU mi dat Ledder, 

= der Schafbock, Widder, woher hMä mi SO sachte, datt ick närgens 

Rammnis, Schafsnase, Rammsnftt, an dachte. (Schlaf,) 13. WnväölNao- 

Rammskopp ; rammd&fisig, wäre dem- diihi bom to 'ne gesmttckte Brftt ? (Gar 

nach schafsköpfig. keine, wenn sie schon geschmückt ist) 

14. Wat geit int Holt an iss in d' DOrp ? 

^•*'0* (Teig.) 15. Inwennig blank nn bftt- 

R&thsel. S. 207 sind einige Bauern- wennig blank nn in 'oe litte rfttFlftscb 

räthsel beigebracht; hier noch eine daomank. (Fingerring.) 16. Tiere ge- 

Forcsetzur.g : 1. Hinner nnse Hüse steit gangen, viere gehangen, xwei Wegwei* 

Krick'l-Krackl-Krftse , je mhx datt de ser, einen Nachklepper.(Kuh ; — Füsse, 

Wind weit, je m6r dattKrickl-Krack'l- Zitzen, Hörner, Schwanz.) 17. Isem 

Kruse geit. (Brauner Kohl.) 2. flans Plrd schitt holten Eötteln. (Bohr.) 

Pralle fällt von' StaUe, wnll wte, ha 18. Tirrland-tirrlmd-tand, h&ngel an 

k(n Ög'lken. (Erbse.) 3. Ging 'n fflän- de Wand, hat näg'n Had, bitt alle LSd. 

neken äöwemHof, här 'n roden iöwer- (Zwiebel.) 19. Hnpp-npp nn Werp-npp 

tog, här 'n Zippel Haor in Aors , raod hnppten bei(d) 'ü Berg npp, acht F3t 

maol, watt iss dat ? (Zwiebel.) 4. Yht nn (nen StErt, wer woU dttt entraod'n 

rnnne Rollen, twh Knaokednllen , 6n wert? (Frosch u. Maulwurf.) 20. 6r6t> 

leddernPlnmpsack; raod maol wattiss yaod*r kämm von'n Bodden, Grötmntfr 

dat? (Kutsche mit Pferden). 5. Ging kämm üt'n Keller, settn sick toh6p 

'nffiännekenäöw'r 'n Acker, här 'nKtp* in'nKettel. (Sauerkohl mit Speck.) 

k'n upp'n Nacken , här inne St-s! (BiU 21. Weck Waot'r bit Un Land ? (Re. 

der); här inne Stich-Stich (Nadel); här gen.) 22. Wer geit Tördwär nao d* 

inne witte Wäsche, 6ne S5pe nn Ane Kerk ? (Nesselnadel.) 23. Wer geit 

Asche (Papier; Lumpensammler.) npp*n Kopp naod' Kerk? (Schuhpmne.) 

5. Geit 'n Twftbto äOwer'n Acker, bat 24. Watt iss dat heUste in de Kerk? 

'n Drfebto npp'n Nacken ; kämm Yärbän (Nasentropfen.) 25. Wer iss d' erat in 

woU Twäbto btt'n, namm Tw^än Drft- de Kerk ? (Klrehenschlüsset.) 26. Wer 

bto, wolle Tärbte daomit smit'n iss de drieste in de Kerk? (Fliege — 

(Mann mit einer Mistgabel; Hund), sie setzt sich auf des Predigers Nase.)' 

7^ Wer steit int Holt nn röppt all de 27. H6 hnrtget mi, hh pnrtget mi, M 

Liä an, nn ktaer dSrft tan antwertra 9 maoket mi so blank. (Kamm ) 28. ¥(r 



273: 

Hangler, tain Tlngler, ta Holt en Tuchscberer. Redensart: Wath&tdat 

Saecht diobl (Melkende Mtgd). gr6teBMtyBrgrM6rftg6L88,86ggtd6 

29.WedLerBock hltk^nHäOni? (Sv- Bftr, ass U'npaor Aop'nnpp'nKamN 

gebock). 30. Watt ybtn Unneraohid aag. 

188 zwiachen vwei mal zwei ias vier, 5 ^^^ 

OB ingemaoktea Gnrkan? (Aosge- j^t^ pj^^j ^ij^ bezeichnet auch 

macht und eingemacht). ^arreau im Kartenspiel. 

S. 171. Efit'r. Ein KinderUed heisst: RÄt'f 

raop'ta , tosaom raop^n , raffen , zui to Pir, mit blanken Gewir, mitStlweln 

sammenraffen. Die Naturlaute rippS, Wl Sp6rn hätt all*8 VerlOnt 

rapps stehen hiermit im Zusammen^ Rfit'rdäOrn, der wilde Rosenstrauch, 

hang. Sprichw.: ripps! rapps! In mtn soll wahrscheinlich Rit'ndUm (von 

Sack, ick bin misftlwst de nächst. ritn ^ reissen) helssen wegen der 

recht hat ausser den Bedeutungen Stächein. 

im Neuhd. auch den von gerade; nn g dyo^ 

Wickt erst recht d6n antwortet der ga^ijt bedeutet auch leicht Der 

Übellaunige, wenn ehi anderer ihn von kranke sagt : mi Wl(r)t nn sachter tO 

seinem Vorhaben durch beruhigende Iftd, wenn sich seme Schmerzen legen. 

Vorstellungen abzuhalten sucht: jetz^ g^ o^g weitläuftig geflochtene 

gerade will ich es thun. Sitbheisstin vielen Gegenden auf dem 

rechfirdig, rechtttch. LandeBoliensItt, dasengergeflpchtenis 

S.172. Kaomsäft. 

rengehl = räkeln. g 

fteeh, spröde, hart geWken,l^n^ Schtn^örch heisst'ein uralter, frU: 

ders vom Backwerk im Gebrauch, das ^^^ .ehrbeUebter HCndHcherTanz, aua 

wegenSprüdigkeitleichtzerbncht jem spater di^QuadriUehervorgegan- 

S. 173. gen ist. 

Rlk,aik1istnichtder VornameKa- Schantf bezeichnet 4.die amKonu 

tharine, der nur in Irin abgekürzt wird, gensenbaum befindliche Schleife, in der 

sondern Friederike. die jjnke Hand des Mähers ruht Sie 

Itt ist auch jede feuchte SteUe im ^i^j häufig von der Binderin dem Mä- 

Acker und auf der Wiese. ' jj^r geschenkt, wobei häufig unter den 

S. 174. Binderinnen ei» Wetteifer entsteig 

Bitt wird nach Heyse HandwÖrter- ihrem Mäher die schönste Sckann' zu 

buctbn Oberdeutschen auch für Mal geben. ''[ 

nach Zahlwörtern gebraucht z. B. a 11 e 8Cha(r)wanln , unangenehme ödet 

Ritta» jedesmal. Bei uns konmit es unangehm erscbeinehde Töne hören 
nur mit der Zahl e i n s vor ; datt rigittt lassen ; dao kann 'tt nich *n*dg todfttt, 80 

ftkinta Ritt weg (der Regen will auch 8clia(r)wanln de ottn NachtYSg;gel 

gAf nicht iauf hören). ^^Nachtigallen) de gaue Racht 

S. 176. '' Soharwenzel und Seherweiael, ^in 

flg, muh, harig ; davon rftg*n, rü^ Mensch, der sehr thätig ist, aber sich zu 
rtttfaeiy, rarob machen z.B. TUcher beim Allem gebrauchen lässfcK. •- ■ > "' " 



274 

: S.183. ^ > /^-195. ^ / s^ 

Scblw, SclÜUiW» ftotöw, <1^Z)«N sUeht, einfach, natürlhaif gering; 

gchenrauiB, die Papse; 't lett Baoi ll. ÜA biBBftn sUohtei Hi&g€li,ich biii nur 

SchBwnaandennswärktwedderupp^ ein ärmlicher Mann. 

der Regen hört eine kujzeZeit auf, aber . Slick ; aadh der Momst wicid so ge« 

es zieht gleich wieder eine neue Re- nannt . - j - 

genwolke heran. Vergl. auch Komma .S. 196» ■ 

1.266. Slipp, die Schlitze in der Redensart: 

Schaop. Sprich w.: De Appl fällt 'BSlippind'dm^iUd'B, ein empfindli- 

nich Wtt VOti'ilStaiiUliySO Wi datS^^ ches Mittel anwenden, dass man etwas 

iss ök dat Lamm. im Gfedächtniss bewahre. 

S. 184. " SlöeundSßt, die Furt durch einen 

Schir, Scheere. / Graben odfer, kleinen Tluss ; Eingang 

SchSrwly nicht blös Scherben d.h, und Ausgang dieser pürchfqrt sind 

Stücke eines gebrochenen Gefässes, d^ön verflacht, so dass das Wasser auf 

sondern auch ein irdenes auch ganzes beiden Seiten in den Weg hineinsteht» 

Göffess überhaupt, besonders der Blu- In einigen Gegenden wird die Tüjl^ 

öientopfi- •- eines Napfs oder Topfs auch. Sl8l ^- 

Si 186. nannt. Vielleicht die ursprüngliche 

Schit, nicht blos Koth, sondern auch Bedeutung des Worts ; die Furt ist ge- 

Sehmutz. Man sagt iftt'n Dreck Wft(r)t Wissermassen die Grabentülle. 

Schtt, wenn't rftgeni '- -^^ S iq7 

Schottsch,einttn^^^^^^^ Da- Bltk'n laoten, hin^^^^ 

bei wird häufig gesungen:fcfgtnpp'B „ «»apllügwird hiejinddaauph^vom 

Ifeck^deimupp'lTÄnuÄ 2^.'^^^^'^ ^''•?.^^^ 

S^bottSOhe ECUIL VePgl auch Hau* «ft^l^^f t ^^"'^ auchnchhabegrossen 

Back8CllS.74. ^PP^^'^ 8 200 

. SobSw. .In manphen Gegenden ist - ««:**iAir c ^ -^i '''{/"V\^v 

derSingaI.W|öfl^ußgimGebrauch. ^ .Swttlftk , Sobp^ttViuch CAUium 

: :s«9wird imN^dwestgchnUg ^«ÖI«n»tlftta88;iiP6ttTiaiJllSs. 
gesprochen.; btr 138 dat maol schulig S.20i. 

tQW^)K;Sprichwoit;h!r^B't schalig Sftrn ;^^ eigentlich. trocknen, edodken 

seggt de Foss nn sitt achrrn Häddl- hidchen. Man sagt: de Wlad^6tt^ 'i 

ludm. r . aSg'ii«:edder npp; dat Land iss ganx 



S. 191. ftts6rt,das Land hat keine Feuchtigkeit 

^: Sto*d6l^wehetbun.. ; - inehr.: 

,;■.,-. . :,'■/ &;194\'".-'^- . S.203.- ■ •' :'-■■■■' 

Slamp u. Slomp. ist auch ein Scheit* SpaotSCiuHDI (aus Spatium) der 

^ortfUreinFi^aenzimmer, dasinun- Spielraum, Z\i^isdieBraHm. Ist die 

ordentlichen ijLleideni einhergeht s:t: \l(ftgeuf^e2ir stark, ^o da«^si^^sich 



275 

kann; so faeisst es: de Isil Ut n!dk theile verschaffen).— Wer d6diss,Iett 

SpaotselgQm aftg. Werden beim iAb kik'iL ^ Wer ideh ktbiiiiit^ deiuo^ 

Schreiben die einzelnen Wörter nicht W&t de Kopp Dich Wüschen (Anf deit 
genug von einander geschieden, so Abwesenden wird JciBine Rücksicht ge^ 

heisst es: du mtst 'B klein Spaotsch- nommen). — Wts'n, wn de Timiner« 

jvm laot'n. Vgl anch Bott oben S. 2Ö6. mann 't Lock laofn hat (Jemanden diiT 
spinn', spinnen; Imperfect. spunn, Thür weisen, fortgehen heissen), 

Part spunn'. Eh iss gottsArchtig nn drlst (Er ist 

SpAk. Zum Schutz gegen Gespen* sehr dreist, unverschämt). — fin llüi 

ster dienen folgende Worte ilaotstaon D&d is8 'n annem stn Brot — Tur 
watt steit, laot gaon watt geit, nn ick Hnnn' iss "n Haos'n sin DAd (der über- 

gao miner Wag. macht mussman erliegen). — 'nbesao* 

p'nHinsch'n mfitt'n mit 'nFtldder let 
S.20Ö--207. üfnWegßm. — YMlSwIn maok'n'n 

8prlkw2r. Zu den angeführten ^Ind Drank dflnn (Je grösser die Zahl der 
noch folgende hinzuzusetzen: Wer Theilnehmer desto kleiner der Antheit 

wM, wu de Hingst iss , wennt ttrai des einzelnen). — Bit dePracher ma<rf' 

wisst —Wenn de Kinn'r Im Wül'n watt^aohit 'r wedd'r ken Fatt oder^ 

krtg'n, denn wta' ke nick. — Watt be- t hat all's stn Wnnner, hit 'r Tohaelv 

grtstias^ dätt iss 6kaUbegrant (£tn- so hat 'r wedd'r kin Tnnner (Hat der 

gewurzeke Gewohnheiten sind nicht Arme das eine, so fiehlt ihm doch dar 

za .vei-tiigen). _ Jenn Jnng' här kto andet-e Noth wendige). — Dnkrftt VM^ 

bwandiniSSt, dao hftr 'r Ertg^l krig*!^ geit nich (Der Taugenichts lebt länget^ 

— AsS'twlSt iss, schall tbliw'n (Wie alsman wünschen kann). — DeBIrlSi^ 

CS gewesen ist, so soll es bleiben). — : 'nSchelniyAkwenn'rhitKddagBU^ft 
WattwItdeBftr Yon Gnrkensalaod.^ -^ Dn mfistdtn Bftt stttwst to laröht 
Trft 'nDflw'lnnipptftk'r, se hämm' yiSl draogn, nn sp jtöx TcrkSpli ass't gäoi 

BtSS'n.— flag-apphattwatt, Frlt-npp will (Man muss etWas auf elgeneGe-^ 
hat all stn Uw nicks (Unterschied fahr unternehmen und sich wehren; sa 
zwischen dem Sparsamen und dem lange man kann). — Wcmft fitiA 

Schlemmer). — Denn stn Brot ick St', npp iss, btt'n sick de Hnnn' nm d' Knae* 

denn aln Ud ick sing (Memes Wohl- k'n (von einem Verschwender im Ge«: 
tbäters Sache macheich zu meiner eir brauch). — Lang Uw*n iSS kta Brot 

genen). — De lang sl&ppt nn draU spaom Wennt Kind in'n Bmnnen 

Uppt, klimmt doch to laot (Durch er- Ealln iss, denn wä(r)t 'r todeckt (Ist ein 

höhete Thatigkeitlässt sich manches Unglück geschehen, sucht man di« 
Versäumte wieder nachholen), — DA Ursache desselben zu beseitigen). ~- 

hat 'n ItUweriL, datt 'n Batt'n nn Its' Eh h&t *n Gewissen ass n Sl&chterhnnl 
daemit ?ergfiwen kann. — Wer besäe- — H( iss so klök assH Jndenkind oder : 
penerwls stillt, mfttt ntlchtemvla ass'n Daorsrtw'r. — Eh hat kto Ki-^ 

hang'n (Jeder ist fUr seinThun allein 8Ch*n dat Waoter lOmert (er verletzt 
verantwortlich) Üt annern am Rüg- Niemanden). — ülto gMwiUig ils 

g'n iss g6d Rftmsni(dyn (Auf Kosten half lidetlich. — Ickmtktt 1ipaorKi# 

anderer kann man sich bequem Vor- spring laotn sagt deiv dem das EssA/ 



^tt schmeckt und viel essen will. — Mit, dem t DaeÜ WUS twei. — Hft Utt 

Sit imm matt 'nnmgaim ass mit lirt uekMw'r 'nFi&geraff, an iatt U'n 

Ei (Er ist sehr empfindlich). — Hft hit pMmig fttgift (Er ist sehr geizig^). — 

siok'nHaorbttd'l tSgt oder : bft hit to Uw'r drBg Brot i&Fra(d)ii ass Saod'B 

UiierlaiSpt oder: mit &mm iss't all uiBraad'B iaStilt— H6 issBochnich 

Wedder richtjg (Er ist betrunken). Da- drSg Uimar'n 6ni (Er ist noch 2SU JQlig 

. gegen : mit ll iS8*t weddt richtig be- um mitreden zu können). — W«U d' 

deutet: sie ist wieder schwanger. — Katt nich to Hfts iss, danz'B de laS' 

hm Ixt wolLBrot spaom, här KAk'ii npp'n Disch (Sind die Eltern, die Herr- 

liaekt. — WaSCh'n t^, hk(t) jean Frft sdiaft etc. nicht zugegen, so treiben die 
seggt, dao bä(r) S' taNachtmfitzwIh- Kinder, das Gesinde etc. Unfug). — 

sehu — Datt iss ass bili Becker de WerwolIsitt,laotstnB&ck'n(Sohnge 

SM^mel (Dafür ist ein fester^ bestimm- es dir gut geht, bleib was und wo da 

t?r.Preis). _ Datt geit mit imm, bist). — D« 1; Klein nich acht' w&(r)t 

ktmmst hSt nich, ktmnot moi^^en, 6r6t nich bracht (Man muss in Klei- 

lDw*rmorg'nwä(r)t ganz gewiss (Um- nigkeiten sparsam sein). — Ktmmst 

4Qhreibung des Tragen). — De Ftt d« miSO, SO kaom ick di so (Wie da 

drtggt üfk död, de Flitig rSnnt «ck mir, so ich dir). — iss te kbimst, so 

dML rr Je ärger Strick, ^ dfiller Glfick gast in (Wie gewonnen, so zerroa. 

09er Taugenichtshat bftgrossesGlück): nen). — Wo UOkS iSS,4äO hUt de Kms'I 

-r* Dao dftrt de Eli länger ass de Kraom sin Recht ye(r)laom < Vom Armen ist 

b^eichnet den Verschwender/— Datt nichts zu nehmen). — H( iSS 80 frfllld- 

iss 'n Terdrag, ass Ühi m Krein (Daist lieh ass 'n Örworm. — Eh kmuit Yott 

beständig Zank). — Hft kfimmert sick Himnerste in'tDisnsto (Er ist in sei- 

VlfBI(gt)l6ggt Eier. — WK daovon iss nen Reden verworreu> r- Hft iss mit'l 

gMj¥dj(»r^ SchoSS (Mische dich nlcbt DuUlbfid'l kloppt (der Einföltige, 

m)fr^Wem t in Backaob'n schobeö Dumme).— H( resonnM ass'n Kiitsck 

kflmi, WBÜJk KIp vnll SpSn daoväftr hP^ ^ (der Sdiwätzer). — De Kni^pl 

(etwas zu leicht nehmen). — Nu, datt isslü'n Hmid bmiB' (aus Mangel an Mit- 

dbMlaffisS, nnwill 'r krei'n(Wenn tebi kann er seine Wünsdie niditbe- 

eav^ospät ist, willmän sichibäBsem).— friedigen). — 't iSS 'niöw'rgang Sä de 

IMhatind'WSrassd'tkerin'nSwaiis. Toss,assämm*tFeUlft¥rd'&:ntreckt 

^ Mh kann Iftg'n ass 'n Pird löppt — W8r(d). -^M stt so glo ftt ass 'n Legg- 

lomi OnhCriSSlik Wit(Wenn.es nur h6ll (sie hat eine hübsche rothe Ge- 
geschieht, oder mir zu Theil wird, si'cbtsfarbe). — fitt Wä(r)tSOOltaSS'B 

gleichviel wie). — Wer lang hat, lett KA, m mfltt Iton flmmerto. — Hft iss At'n 

lang hang' (Der Wohlhabende pflegt Rand 00 Band (Er ist im höchsten 

seinen Wohlstand zu zeigen). — Hft Affbkt). — ich watt sali datt lang' 

hät'tfhstfickhinnerd'Öm(£ristsehr T6h'^ sä deFri^ här ir lana Ir lübt 

khig und verschlagen).-^ Hft schfiddelt flitslaon,här s' hiuiwedd'^rinngaon.— 

taff, ass de Hond 'b Regen (der SogeittindeWelt, detahät'nBfld% 

Gleichgültige). — Eh iss SO väftrsich- de anner hat dat Geld. — Wer sin Kin- 

US tts KAstersKA, Ah ging ixh Daog nendfltBrotnn litt sftlwst Noth, de 

fUr'n Regen nao Hfts na w^rd^dooh isswärt,datrnmitdeKSlsleitdftd.— 



277 
Hft iflft 80 bekannt, ass 'n bunten fluid, saok an (ihm schwindelt, die Ursache 

— finmaol ist ktemaol, twtmaol ias mag herrühren wovon sie wolle). — 

ttch oft. — De FIftg an de Wand bgert 'n rö(d)n Haon npp 't Dack sett'n(Feuer 

ftmm. -- De hört 'n Knknk nich mhx anlegen). — Wenn 'nEsel to woU ins, 

rAp'n (Er stirbt baJd). Je Iftw'r Kind, geit'rnpp't b unbdekt'nBftn.— Wtt 

Je ichftrp'r R6(d) (soll das Kind gut Geld nn 06d denkt to erlang'n, mtttt 

>verden, so muss es streng gehalten allertrst bl 't ItÜ an&ng*n (Warnung 

werden). — 'n olili Hnnd blaff'n Urn, vor Schlemmen). — Wo8t weddl: Wost 

höItgWaor(Wa8Hänschen nichtlemt, (Wie du mir, so ich dir).— Wersick 

lernt Hans sehr schwer). — Ick bft min will ehrlich nn rldlich ernirn, de mfltt 
Sfts, aas 'tmi gefällt (Wie ich es will, YäOliick'nnn weinig ?ertani(£rinuQ^ 

4o niüsg es sein). — Datt Difitt 'n mit 'n terung zur Sparsamkeit). — 8o ass'n 

Sehlpl Elften tosaom telln (drückt in'tflolt rinnschrlt, so schrlt wedder 

eioensebr entfernten Verwandtschafts- rftt. -^ Wer Sin Scho sick SfilWSt kann 

grad ans). — Wer wiU watt gelten, de flick'n, de brftkt se nich nao'n Schoster 

mtttkaom selten (Man kann des Guten to SChick'n (Man muss sich so wenig 
leicht zuviel thun). — Sasunt npp^ als möglich von andern abhängig za 

Lhr nn Kaff in'n laog'n (Der Putz- machen suchen).— L6n (leihen) maokt 

süchtige hat oft das liebe Brot nicht).— Frttndschopp, maOB (mahnen) maokt 

De bemaolt'h BlS(d)r nn de Tireckig^ Ftndschopp. — H6 kann Oras wassen 
Knaok'n hämm männigen 6k den Geld- hörn (Klugheitsdünkel). — Dn bist 
bfldibraok'n (Karten und Würfelspiel krank ass 'n HAn, magst woU IVn nn 

haben Mancfhen schon arm gemacht).— nicksdftn. r~- lek heff nicks mit ämm 

Ukicktanass d'KAdat nieDaiNr (Er to8chaff1ia8sgöd'nDagnng6d'nWeg 

sieht es mit grossem Erstaunen an). — (Wir haben weiter keinen Umgang, als 

Wo *t BranhftS Steit, dao kann -t Back- dass wir nns die Tageszeit bieten). — 

hüsnich Staon (Wo viel Bier getrun- Dat dick Enn' Sitt hinn' (Die grösst^ 

ken wird, da fehlt es öfter an Brot). -^ Schwierigkeit folgt erst). — Wer Sln 

Upp' grftten Naors hört 'n grAt BrAk Nlsäftnitt^YörschimUrtstn Angesicht 

(der Hochgestellte, der viel Einnahme (Wer von den Seinigen schlecht 
hat, muss auch viel ausgeben). — t iSS spricht, beschimpft sich selbst). — HA 

ass wenn 'n in'n nie BrAk kickt (Das ist iss von 't tei Enn, wo KlabatschensU« 

ein erfreulicher Anblick! Vorzugs- eher YOnmaokt Wim (Er kann nichts 

weise bedient sich der Kartenspieler, missen?).— finlAllermtitt'n annenf 

der gute Karten in der Hand entfaltet, At d' HAU helpen (Ist ein Müller bänke-' 

dieses Sprichworts). — De klAkst gifft rutt, so kann nur ein Müller wieder die 

nao. — Ttt'glik'n nn Verdraog'n iss Mühle übernehmen; oder dadie Müller 

bit'r ass Strid'n nn klaog'n. — An klein sehr oft für Spitzbuben gehalten v\ er^ 

RAms lAni de Hnnn Ledd'r naog'n den, so kann der Sinn auch sein: Ein 

(wörtlich: an kleinen Riemen lernen Spitzbube bringt den andern ums Brot), 

die Hunde das Nagen des Leders; ent- — Wedderkaom iSS 'n KApmann SIn 

spricht dem Sprichw. : Jung gewohnt, Schao(d)n. — Wtttk annern joggt, rant 
alt gethan). — Dft Arst knmmt, maolt sick sfilwst nich. — Wenn 'n oft drinkt^ 
erst - HA sit 'n Bimmel fOr'nDndl* w&(r)t 'n lang so dAstis niok.— Q^^t. 



278 
P&rd treckt nich, löwer de Haow^ ttfn Hond v9r*ii CfrOsch^ — IM hat 

(Gute Nahrung ist die Hauptsache bei Weddt to bflgett Hfthat sidL^eNls 
Menschetlund Vieh, wenn es gut arbei- bedrttpj^t Ifthat h&llisch SChtf laodt 
ten soll).— De PSr lojCn bät'r, wenn (sagen alleso viel als: er ist betrunken). 

^efnmnann'nShickkriggt (ähnlicher >^Dat Stttek iss so hungrig, 't kttni 

Sinn wiedie voraufgehendeRedensart). to^^in de Bta btt'n. -<^ Hft Sltt tili Bun- 

_ De K6 melkt dOtoh *n Hals (Bei fleiU-^Wenn dat Köppkra dmnkei 

■schlechtem Futter lässt die Kuh im hat, Will dat FStk^ daBZ'n. . — Jung' 

Milchertrage nach). — Wenn de Dnm- fiSs hämm gröt Htler (Junge Dirnen 

ken t^Hareht kaomV krtg'n de Klok'n nachea viel un n UtzesGekakel). ^-- Vo 

0eld. — Wo taerhennwis't, dao sleit Dftw'nsündfligUDftwnto. — Besintf 
"tniehUnn. — De Hnnn', di amfrflnd- is8*tBestiui*n Hinsehen. -^ Sfumdags- 
Hdtst'n swftnzela, de btt'n toerst (Dem gaom h&lt nich (Am Sonntage soll man 

Sdkhieichler ist am wenigsten zu ^icht arbeiten). — Daomit.kann *r niCh 

trauen). — Je maogerer (oder schi- wtt immhfir ktk'n (Damit liann er 

Wiger) de Hund, je mtr Fleitl (Der keine grossen Sprünge machen).- — t- 
Arme hat mehrPlagen zu erdulden). — Ithät 'tupp'nLSw ass'n Schobftst <£r 
Oll Bonn' rtd*n Upp'n Aors. — In de istutigemein eifrig u.rjcfatetdocfa nichts 

Ijanse Welt wä(r^Brot backt(Zuruf aus). .^ Btaer bringen Findsehopi^ — 

äti die, welche sich nicht von Hause Hfthfirt deF16g*nhOSten(Ef i9t supeN 

trennen wollen).'—. St^ sttnt aller- «ug).— Wu dcf Wulf liggt^ da bitt t 

wtrts hart (Es giebt allen thalben Noch uich. —^ Weni^^r hat de Schoster woU 

undPiageX-^Werfrfiggt, wft'nWeg hMStäwelnun de Snfd'rhM Backs ?^ 

ilch. •— in kann 6k 'n Tftnpaol aur Dat matt gaon asi wenn deBtrPlftsi 

treck'l (von hässlichen Frauen, die in .fritt (d.h. eilig). — De K6r laowtsh 

grossem Staat eiobehgehen). — Gröt Ktl un wmin 1^' Ak nlg'nKrflmm' htt 

HnSCh iSS 'n half LeddY in 't fiftS <Jeder glaubt seine Sachen sind die 

(Grosse Leute können :Ubejal} anrei- besten).--^ Oll KuÜSt hSit Hfts. (Altes 

che»).*--Klein Pitt kaok^licht iftWlr Brot hält länger vor als frisch gebacke* 

(KleineLeute werden leicht kribbelig). ne&).>~* Hd hat sick *n H6d bunu' ¥6r 

Dattkfimmtäman,iiss'nBftrdat Aodt- sin eigen Aors (Er hat sich selbst ge- 

laoten (Das kommt ihm, ^sauer an). — schadet ; er ist selbst an seioemllnglück 

Datt kttmmt nich von ungefähr,, datt schuld). — H( geit.dörch ass Pupp'n- 
klmmt ?on gau watt anners her. — späftlers Hand. «— Lick Fett (Schtt> 

Watt Stn mAttv infttt sill,:SÜnttdag8 (kräftige Entgegnung auf verdrless^ 

mfittn Hflnersupp sin. ^^: Watt wäsen liehe Anfragen etc.). ^^ Wer jüt 't Hftl 
mutt, mutt wftsen, seggt de Jung, un rSmt, kann mit 'n Aors bott<m(wird: 

h&r sick 'n Hmtrumml k&fft. — Dft. dem Gesinde zugerufen ^ weon, sie 

nimmt sick yIOI Upp de Häörn (Det df9ke Milch mitder Sahne (Rtal) essen» 

nimmt sich viel vor; auch: er blirdet oder den Kindern, wenn sie Sahnatulle 

sich eine grosse Last auf). — Wenn *l essen wollen ; ist die Sahne verzehrt, so 

HUm hftr, denn statt *r (Wenn er kann es keine Butter geben). — Datt 

könnte wie er wollte, so. wSre mit ihm ISS llfitfßXu ftrot (Was man kauft, 

kein Auakommen in^br). -r- Datt iss; mp$s n^R aofed; bc^hleq, 9mst wird 



279 

mau arm und fau1).r^Hft sleit hinn* S. 215. 

M, a8S*]i Houigkok'nplrd (au'n Ifttt strumpeln, straucheln. 

6öS8*l) (Er kann keinegrossenSprünge Stunk, Imp?f fectum Von Stifik'll. ; 
machen). — Kttlk'a in d' Kinn hat 'n Stftr bedeutet auch aufrecht, gerade, 

krftseniinn, Kilk'n in de Back'n, hät'n stell. Sprichwort : H6 sitt so stftr ass'n 
Schelm in'n Nack*n. — Nn kann 'r npp^n fiddelmann, ot!er : hi geit so stni^' ass 
Propp'nrftk'n (sagt man von dem, der härhft'nPa4)lin*n'Ad». : / 

A^p Vermögen durcbgebracht- oder S.216. ' ^ 

^nst Schaden erlitten hat> — tu^ snng, Im perfect: Von singcn, Partie. 

wä(r)t bedraog'n wenn 'n de Dirns sung'n ; aber sunk, Imperfectum von 
mip^B Dansbodd'n besttt , nn'n A^ker sinken, Particip suntn. 

npp'n Weg (Auf den Acker am Wege . 5.217. ' r 

kommt zuerst d er Miit wagen hin und SftrkrttfK, Esßigflasche,Essigkrug,; 
doijsteht das Korn am besten). ^ En gwabbeln. In dt:r zweiten ßede^ 

WlijVerderwt'ngaMenBrei. — »e tung des Worts wird auch häufig 
Wnlf yerltist wol de oU'n Haor, Mwv gchwadronlrn gebraucht, wobei zu be- 
mch den ollen Sinn. — Wer an'n Weg merken, dass es mit volfem fwkg4»|)ro- 

bftthätYäölMeiSterS. — Gottglflwol chen wird, welche Bemerkung auch 

deK6, WW r mch den Stnek daotO von fast allen mit SWanfangendenWöit 

(Gott versorgt den Menschen , aber er ^^^^ gj|^ 
mussxlabei das Seinige thun). — Wenn S 21^ 

de Swin satt stind, stöt'n se 'n Trogg g^g^, das Geschwür ; ick will ämm 

flmm (Gehts dem Menschen wohl, so de Swimuppdrflck'n, ich will ihm mit 

wird er leicht tibermüthig). — In'n ^em was er nicht weiss bekannt m^^ 

Srftgkami Ick.vMmDrlr wattlo Wfefn ^hen, auch : ihm seine Schwächen,? ehL 

krig'n,watt'nDaolerw6rtl8Ä. ler etc. vorhalten. 

S.207. S.219. 

Sprisseln, dünner Reisig; de Heister Swinäg?L Sprichwort; H( Mppt^sf 

If gg^ de Sprisseln erst torecht, Wenn »n drächtigen Swinägl. 
ÄästnHestbft'nwH!. S.221. 

• sprang, Imperfectum von spring^ xan. Die Bedeutung unter 3 ist z^ 

Partie, sprang'n. ^ ■ '- allgemein gefasst, nur Schüs&ejn und 

S..209. Milchsatten werden so genannt. * 

StartWOrm, eine Krankheit der S.i^2i. 

Küt^e., TolMTÖt, Znbröt; man versteht 

S.214. . darunter Fleisch und Speck. 

': gträm^Strtail IneinzehiefiThei. to Hand, sogleich, auf der Stelle, 

len der Altmark kennt man- nur Strll^ S. 22.^; 

das die Bedeutung beider angegebenen to höm, angehören, wervvaQdt.s«in. 

Wört(5rhat. , ,, . tO Itk, zugleich. : 

3.; gehen ,. Jaufen ; istrlk's Toil 1. der Toff, 2. die abgehauene 



davon laufen ; (nicht allgemein in^ Heide, die-PJaggen, welche in die Viph- 
fi^V»*^^i?r ^;<.iu^ü. :..::: uJf stäUe gebracht werdfi»^:^^,.^ ^ ;! 



280 

S,227. S.237- 

trflggftt, rückwärts ; de KlUl luUppt verdAW*]! (von dftf s taub), betäa. 
trttgg-M ; treck de Pir trtgg-At ben, verwirren. 

S 09Q ^-^39. 

' ■ ^ o . /^' . . xT j ^ versehilllflm,'beschinipfen,Schrmpf 

Tto, Sprichwort im Nordwesten : .1 ^ ^ 

Igitt gick Wr blt% m upp'a Baoden* *''^''''"' g 240. 

dikerlto. ▼cwpWHii. Ick keif min Saok Ter- 

Twegcken, der ZwiUmg. ^jj,^^ .^j^ j^^j^^ ^^j^^^ p^^ ^^^^ 

S.230. '®^^»- 

um un dumm, um und um, über den Tertwckt, unangenehm, verdriess- 

Haufen;k(härmibi]iaonmii]idnmm 1^^^* 
rönnt ; k( yertellt so yUl, u ass't um S. 241. 

«n dmnm kftm, waor'a^t lüter Uftg'n. ?crwennt, umgekehrt, umgewandt; 

da kriggst mit "u yerwemt«! Hand hm 

S.23L 1^ d'Snftt d.h.eineninsGesichtschla- 

Bmmedriw'B, hintertreiben. geh , so dass nicht die innere sondern 

ündlAgt. Eine andere Form dafür die äussere Fläche der Hand in unmit- 

iftüftdacht« telbare Berührung mit dem Gesicht 

unecht, unehelich. kommt. Diese Art des Schiagens wird 

nnmodig, ärgeriich. für eindringlicher gehalten, als die mit 

der innern Handfläche. 
S.232. 

nnschicht. Ton nnschicht , wider S. 242. 

Erwarten, ganz zuföUig, von ungefähr. . Wacht, in vielen Gegenden der Alt- 

nntaog'n, eigentlich unerzogen, mark wird derHebel, Hebebaum auch 

kommt meist nur im tropischen Sinne so genannt, 

vor für unpassend , unschicklich ; h6 . S. 243. 

llltminocbk(nnntaog*n Vort Säggt wamsen. Noch andere Ausdrücke 

sagt z. B. der Knecht von seinem Herrn, dafür sind : ^n SChÖn todeckX fcnba(r)* 

wenn er noch keinen harten Tadel er- ||[aorsch todfink'n, dÖrchhUSUdien, äff* 

fahren hat. ansehen. 

nppnndappS.dnppS.25d. • S.244. 

Sp. 1, Z. 4 statt ick keff ist zu lesen : 
S.234. ickhcff. 

ütfigsl, alles was ausgefegt ist, ^^nwan, der Hund (in der Kinder^ 
ähnlich iffk&rksl, das was abgeharkt gprache). 

ist. VgUffjaogs1S.2ö3. ^aon^ Meinutigria« Äln Waon, 

S235. wie ich glaube. 

Otincht bedeutet im Nordwest, der S. 247. 

Raum vor der Stubenthür. Windbri(d)'r. Bei den ländlichen 

fttlftrn, ablauem, ausspüren, hinter Strohdächern liegt das Windfbrett am 

etwas kommen ; an andern Orten sagt Giebel auf den Latten und hrisst 

mao dafür : afflftiB. Windberg*, dat Brett mtttt f öili WM 



281 

berg'nd.h. muss das Stroh schützen WtnkAp. Sprichwort: Kftll Haildl 
gegen den Wind. aon WinkAp. 

wiBn', Particip WQnn*, adjectivisch wtt-desseil S. Zusätze S. 255 unter 

aber gewunnL bi-de88. 



"^lliOP^ 



•^ 



Register 



die hochdeutschen etc. Wörter enthaltend , durch welche die plattdeutsche» 

Wörter erklärt sind; mussten statt der letzten Umschreibungen gewählt 

werden, so konnten diese nicht aufgenommen werden. 



Aal 7. 
Aalraupe 165- 

Aas 8. 
abändern 231. 

abarbeiten 132. 185. 
abblättern 18. 184. 
abbringen 2. 
Abdeckerei 120.185 
abdingen 77- 
Abend 8. 
Abendröthe 18- 

aber 131. 

Aberglaube I7. 

abfragen 2« 
abgeloben 3. 
abgemagert I45. 
abgenutzt 194. 
abgewöhnen 3. 
abhalten 2- 240. 
abhärmen 71« 
abhauen 200. 
abhäuten 20. 
ablauern 280* 
abläugnen 239. 
Ableger 47. 
abortiren231. 
abpflücken J ö9. 
abquälen,sich 1.167. 
185.195.214.259 
Absatz 72. 
abschälen 184. 

abschlagen 161.253 
abschneiden .^. 
abseits 3* 
abstehen 255. 
abstossen 161. 
abtreten 253. 
abtrocknen 2. 
Abtritt 93. 
ab und zu 2. 

abwarten 226. 
abwechselnd 229. 
abweiden 83» 
abziehen 154.252. 
Accise 252- 
acciirat 1. 
Acer campestre 6.75 
Acheta 80* 
Achälea miUefolium 

172, 
Achillea ptarmica 

249. 
Achse 7. 

Achsennag«! ][29. 



ach so ! 7. 
achten 1 72. 
ächzen 91. 
Acker 50. 
Acklei 97. 
Aconitum 186* 
Ader 7, 
Adieu 1 . 
Aegopodium poda* 

graria63. 
Aesculus Hippoca* 

stanum 96* 
Aethiisa cynapium. 

58. 
affabel 63. 

Affe 8. 
Agio 1:^4. 

Agrostemma Githa- 

gol70. 
Agrostis spica venti 

97. 131. 

Ahorn 6. 25- 124. 
Ähre 8. 

Aira21. 

Ajuga reptans j 1 9. 
albern 4. 106.221. 
Alecto rolophus 102. 
allein 3.47. 142. 
allerdings 4. 93. 
Allium 128. 

- Cepa 252. 

- Porrum 29. 

- oleraceumlll 

- sativum Ho. 

- schoenopra- 

sumi55. 

allmählig 69. 
Almosen 68. 
Aloe 24. 
Alp 134. 
Alphabet 1. 
als 7, 

alsbald 56. 
als ob 7. 

alt 149. 

Altentheil 150. 
altmodig 149. 

Ameise 46. 259. 
Amme 201. 224. 
Ampfer 77.82.174. 

21f^. 
Amt 211. 
Amtmann 4. 
anderthalb 5. 



andeuten 42. 
Anemone nemo rosa 

74. 
anfahren 5. 19.170. 

anfangs 48. 264. 
Angebot 4. 

Angehörige 137.279 
Angel 5. 

Angelschnur 192. 
angefüllt 241. 
angespannt 160. 
angetrunken 6. 42. 

49. 51. 118. 
angreifen 194. 
ängstigen 78. 154. 

227.259-260. 
Anhöhe 63. 253. 
ankleben 72. 151. 
Anna Elisabeth 5. 

Anna Ilsabe 254. 

Anna Margaretha 5. 

Annn Marie 4. 

Anna Maria Marga- 
retha Elisabeth 5. 

anpacken 95, 

anreden 96. 

anreizen 164. 

ansagen 6. 

anschwellen 33.218. 
233. 

ansehen 65. 66» 

ansinnen 6* 

Anstand 185. 

Anstoss 60. 

Antheil 5. 98. 152. 

220. 
Anthemis Cotula 35. 
anthun 4. 
Antrieb 14. 
antworten 153. 

Anwuchs 6.226- 
Anzahl 220. 
anzeigen J 36* 
anziehen 6. 130-201 
Anzug 247- 
Apartement 186' 
Apfel 6-43.84. 103. 
Aquilegia vulgaris 

97. 106. 
arbeiten 148. 154. 

156.16M62.185. 
249. 
Archangelica offici- 



Arctium 105. 
Ardea stellaris 174t 
arg 36. 122. 
ärgern 67. 96» 99* 

116280. 
arm 1 60- 
Armbrust 54. 
Aronswurzell53. 
Art 94. .194. 
arten, sich 78. 
Artemisia Absinth« 

243. 249. 
Artemis, campestris 

246. 
Art. vulgaris 17. 52» 
artig 57. 147. 
Arummaculat. J53. 
Arzenei nf^hmen 7. ^ 
Asche 4. 
Ass32. 

Assel 21 9. 247. 
astig 220. 

AstmgalusCicer 265 
athmen 154.164.200 
Atriplex 1 36» 
auch 149« 
auf232. 
aufbinden 248. 
aufbrausen 25. 1 13. 

168. 
aulfallend 165. 
aufgeben 232. 233^ 
aufgeblasen 1 16-236 
aiifgeschosse n 2 1 0» 
aufgesperrt 203- 
aufgetrieben 33. 167 
aufheben 13. 79. 
aufhelfen 232- 
aufhetzen 189. 
Auflauf 233. 
auflösen 225. 
aufnehmen 117-233 
aufpacken 1 78. 
aufputzen 1 77. 
aufcpiellen 246- 
aufräumen 1^8. 

aufrecht 9. 279- 
äufreissen 69- 
aufrichten 172. 

Aufruhr 233. 
aufrühren 183. 
aufsagen 233« 
aufsätzig 4Q. 



284 



auficlineiden 53-55- 


aiisserste234- 


Baimireiser if)7. 


berufen 15. 


93- 




Baumrinde :j2. 


beruhigen6l-255- 






/Baumwanie 105- 


beriibren68-222. 


anfspalten 106- 




Bausch und Bogen 


2! 3. 


KnftuchenSlO. 




169. 


beschsaigenll*. 






beben 12- 


■ beschimpfen 280. - 




ausslreichen 234. 


Becafrine 78. 


bef chmicren 93- 




austrocknen 73. 109 


Becher 10. 


14-15. 


■^ 




BedHchung 189- 


53-104-168.180. 


32. 


241. 


237. 


besclmlzenSI- 


m. 


■l 


bedeuten 42- 
hedieneiiS33. 




aufwiegeln 169- 




bedürfen 15. 


5 


aufiäiimen 233- 


ausweisssn249. ■ 


beeilen7r>.170. 


11. 


aufiehren236. 


auswendig 30- 


Beeren. 


260. 


auftiehen 55. 182. 


ausvritternacO- 


befassen 14. 


besprechen 265. 




186- 


Beffdien | SI- 


besser 165. 


49- 


ä. 


TA. 


bessern 11. 


149- 




263- 


beBtandig 209. 


160. 


235- 


begattcn 22- 


beste 89- 




Aven4f<ilual49- 




beslechenil8-211. 


149- 


Axt i. 










S 145- 


232< 


aus 333. 


Bachjo. 




lumBerter ben 




Bachbunge 10- 129- 


Regrnbnws 17- 


190- 




Bachstehe 1.165. 


bestreiten 16. 


m 


backen 234. 


begreifen 2-70- 104. 


besuchen 6. 15. 


ÄSM 


Bäcker 117- 




besudeln ]5. 16.93. 


■usfassrn (77- 


Backobst 24. 


-198- 


isa 193. 


Ausfliiclitc 51-120- 


Badatiibe2J0. 




betasten 68. 


ausfragen 2-85- 


bShenU. 




betauben 280. 


nusfül.ren234- 


Bahnia- 


hehexen239- 


beten 10- 




Bahre I ■(. 


bei 16. 


Beton icaofficin. 1 74- 




b,ild39-75. 


Beichte I7. 


betragen 15.78.234. 




BHldrkn 10- 


beide 14- 


Betrieb 14. 


J31. 


Balken83- 


Bcifall (7. 


loa 




ballen 9- 


Beifuss 17. 52. 246- 


betriJien40. 139. 




Bidlspiel 10. 


Bejgeschmsckl?- 


26f. 


9- 


bannen 11. 


hsiherlT. 


Betrug 6. 10. 14.15. 




Baria- 


Belli?. 


40.120.1.^3- 138- 




Bär, grosser 59. 82- 


bei Leibe nichtlä- 




).50. 


259- 


Bein 1 5. 




Aii»lnn<lä7- 


Barbier 14-50.187. 


beinnhe 17- 89-1 36- 


162.179- 


«uslantenaaS- 


barbiren 10,164-165 


26.1- 


Bette>t46. 162. 229> 




barfuss 11. 


Beinklcider 25- 26. 




Busmislen234- 


Barseh 14. 


77- 109. 




ausnehmer!,siehl24 


barsch 254- 


beissen lg.39. 


22. 


BiuplBudi-'maaS. 


Barti4. 


■267- 




Husreiohen 122- 


Barthaare 262. 






8UEsaiigen20J. 


Barthnldll- 






aufsc!ielten95.168- 


Barthotomaeus IJ. 


bekommen 116. 


Betttuch 16. 


234-235- 


2ä4- 


liekiden I78. 


Bettübenugafi-29. 


Aussciilag 66- 191- 


Bartn eilte 42. 


beleidigen 144-200- 


Bettwinkeiao. 262- 


239- 


Base 345. 


belieben 15. 


Bctola 15. 


Aii!sdiuss235. 


Bast 11- 




bewehen 27. 




Bastard 73. 


132. 






Bau 26. 


248. 


129. 


ausser 234. ■ 


Bauch 26- 






ausser Athem 245- 


bauen 29. 


3 146- 


i?«* 


252- 


Bauer 29- 98- 






Buss«r(lem2J6- 


EBuerhnus98- 




211 


Husserhalb 29- 


Banerschaft29. 


beretlen68.211. 




Busserordentliclig, 


Baum 22- 


bereuen 198. 


biegen 21. 


er- 140- 


Baiunast 109- 


Berg 15. 


biegsam 197.; 


ausnrsicka4S. 


Bauinha»97. 


berUckenfiS. 


BiWWßß.. ,: 



^\ 



Bienenkorb 77. 
Bienen».«ig37. 

Bier 15. 88. 103. 
Bierhaus IIB« 
Biesam .h2- 
hieWn I4. 
binden 255. 
Bindfaden 17. 
Binse I5. 144. 
Birke 1 5* 
Birnbanmll. 
Birne 10.11.24*84* 

136. 226. 249. 
bis 16. 

Biseben 11. 

bissig J2. 

bisweilen 3, 232. 

bitten 10. 14. I7. 

. 1 S8. 160. 
bitter. 18. 
blank IS, 
Blasebalg 154. 
blasen 19. 164« 199. 

229. 
Blaserohr 164* 

bjass20.19l. 
Blatt 18. 

Blatternarbe 159. 
blaulB*. 
Bläuliiig82. 
Blech 2.0. 

Blei,20- 
bleiben20. 
bleishl9l* 
BJ^che 20> 
Bleifeder 20. • 
blenden 20. 
Blendwerk lOa 149« 

2:)1. 

bliUeni28. 
blöken 22* ■ 
bloss 2 ( . 164- 
blühen 20. 
Blume 20. 
Blumentopf 274. 
Bl»t21. 
bluten 2O. 
Blntbe2l. 
Blutgeschwür 20* 

Blütknosp€20.39. 
Blutwurst 47. 

Boden 13. 2|. 166. 

258. 
Bohle 13. 

Bohne22.119. 
Bohrer j 3. 145-255. 
Boletus 159. 
Bohen 2:2 • 
Bombus (42. 

Borde 22. 
borden 15O. 
Borste 22. 
Borstwisch 230. 

böse 168. 262. 271. 
böse seiii 48« . 



boshaft 125. 23Q» : 
Bote 12. ' • 
Böttcher 23. 49. . 
Bottich 21. 
Bouteille 26* 
Bovista56. J 59. 164- 
Brach^24.40.155. . 
Brand 197. 

Brantwein j 7.24»44« 

199.229-236. 
Brassica Napus 168. 

Rapal68. 
Braten 24. 
Bratpfanne 24* 198« 
Brätz»;lll7. 
braun 25. 
Brausche 26. 
Braut 125. 
Bräutigani 26- 125- 
brechen, sich ||2. 
Brechnuss 1 16« 

Brei 25- J 52. 

brei.t:^4. . 

Bremse 17.23« 
brennen 24. 
Brennholz 49. 
Brille 2^- 143. 
bringen,.9n sich 169 
Briza media |^ 

Brocken :^0., 
brodeln, 16/- 
Brombeere 24». '■ 
Bromussecalinu9 40* 

Brot 25* 87. 106.121» 

152. 
Bruch 25. 
bruchkrank 23 !• 
Bruchweide 8* 25* 
' 207. 
Brücke 25. 
Bruder 25. 

Brühe 212. 216- 
brüllen 19. 
Brummkreisel 25« 

Brunnen 2^71. 
Brunneneinfassung 

195. 
brünstig 25. 27. 
Brust 23« 156. 
brüten 25. 2.H. 
Buch 2t. 198- 
Buche 21- 
Buchfink 21. 
Buchgrütze lOO« 
Buchnuss 45. 148. 

Buchsbaun^29. 
Büchse 29. 

Buchstab« 2.1« 
Buchweizen 22- 
hucken, sich 42. 
Bude 21- 
Bügel j 3. 

Bund amHemde |66 
Bündel J 50. 
bunt2i.9O.97.i2O. 



Bürger 22« 
Bursche 29. 
Bürste 2 2' *1 87* 
Burzelbaum 93*1 12» 
Busch 29. 
Buschholz 220. 
Busphwerk 1Q9. 
Busen 23. * 

büssen 23. 
Büttel 12. 
Butter 23. 
Butterblume 112 
Butterbrot 23. 160. 

215' 
Butterfassi77. 

eaeare 93. 
Caltha palustris 23« 

112. 
Calunna vulgaris 79« 
Campanula lOS« 
Capsellabufsa pasto- 

ris80.249. 
Cardamine praten« 

sis 72- 74. • 
Carduus 36. 
Carex |9I. 
Carex arenaria 1 51 , 
Carpinus betultis 2 1 . 

77.80.249. 
CarumCarvi n2. 
jCassiaSenna 19 1. 
Catbarinpl73.227. 
Catliar. Doroth.227. 

- Elisabeth 227. 

- M^rgar. 227^ 

- Märie:227* 

- Sophie 227. 
Oentaurea Cyaniis 

86.174. 
Centaur. paniculata 

35. 
Chaerophylhim 99. 
Chaer. silvestre 94. 
Charadrius piuvialis 

229. V'. 

Cheiranthus Cheiri 

60.241. 
CheUdoniummajüA 

93. 
Chenopodium 68. 

136. 13?. 
Cholera [25. 
cholerisch i68. 
Christbaum |92. 
Christian II7. 

Christoph 2 13. 
Chrysanthemum 

leucanthemum 35 
Chrys, segetum 249. 
Cicadajspumaria 1 1 9 
Cicuta virosa 42. 
Cigarre 65- 
Cimexi66. 
Cinnai80. 



Cirsium 36. 
CocpineUa 7 puncta*. 

ta81.j- '. 

Cochlepria 132. '1 
Cqecum 47. 

coir^50.235.256. 
Comparntiv 70. 

Conferenz270. 
Conjunctiv78. -. 
Cotntrayiolon 25.. 
Cony^laria ma jalU 

127. 
Convolvulnsarrensii 

244. 
Coraciasgarrula |^ 

168. 
Corvus glandariii» 

73-168. 
Corv.monedula 22li 

- pica 8a 
Couleur 106, 
Courage 9^. 
Crataegus oxyacan* 

tha 131.245. H$i 
crepitus v^ntH 59, • 

164. i! 

Culex pipiens 66« •■ 
cunnusi36. '.\ 

Cuscnta europaea 5Sf 
Cypnnus Carassius' 

96. 
Cypnnus cephahls^8 
Cypripedium cal* i 

ceolus 60. 

da 7. 32. 43. 
Dach 20. 
Dachdeckerstroh ■ 

187. 
Dächsei 35. 

Dachshund 222. • 
Dachtraufe 404 ^ 

Dachziegel 12. i^f,' 

dafür 33. . • : 

dahin 82« 

damals 33. 43. .•■ 
damit 31,33. 

Damm 209. C 

Dämmerung 139, ■ = 

Dampf 32. 198. 
Danklbrmel 33. 

dann 43. . \* 

dann und wann 3^ i l 

darauf 32. 41. 43* 
daraus 32. 

Darm 2 58. 
Darmfett 115, . 

darnach 32. ■ ' I 
darreichen 36» |^^ 

232. 
dtirüber 32. . • -' 
darum 32. • . t « . • 

darmiter;32. 4t - ■ • 
das 32. 219. . ''^- i^ 
dase^bst^^a^v , ~ . ^'- vv\ 



datwitcbcn 93.41 ■ 
Deckel 37. 125.213. 
d*luiBnl71.244. 
Deich 35. 
Oochielae. 
d«iii|37. 
dennoch 127. 
Deputat 2 j8. . 

»ierbfi5.22t. 
dnnnlbe 3S. 
deuten 42. - 
deutlich 105. 
Diflnthiu 143. 
- - bsThatit«42. 
Oicfcbancli 35. 
d)ebiscii3S. 
Diele 34. 

dienen 4. 34. ^ 

Dienst 44. 
Qienitbote 131. 
<lie*er33,43. 
dieses 32. 

Dietrich (Name) 35. 
Dietrich (Instnun.) 

35. 
Dille 229. 
DiminutiT4.i43. 
Dinte ig. 
DirtM34. ' ' 

dUseita 44. 
Distel 36- 



doppelt 44. 239. 

Doppellumd 68. 

Dorfs?. 

Do rftcbalmel ster 

■ 1S6. 

Dorn 33. 

Dorothee 37. 

- Eliiubetli 37. 

- Sophie 87, 
Äort32. 

Dost 19. 
Dmch« 38. 
*«lig«n»10.259. 

871. 
Drath 39. 
draiuien29, 
drechlcln 40. 
drehen 40. 250. 
DrehQzgel I37. 



drei 39. ' '•'■; 

dreifHch 39. 
dteisÄg 37.- 
drelit 40. 
dteizehn 37. 
dreschen 37. 
Drescltenue 3 {• 
Difllich 40. 
dritte 41. 
drohen .^9. 2S9. 
Dröhming 39. 236- 
drollig 164. 199.200 
Drostol JäJ, 

J28. 
dumm 3J. 44. 46- 



dünne 43, ]9S. 

Dimat2j,S7. 
durch 37.- ■ 



dürfen 37. 
Dltrr84l. 
Dnr«-37.74. 
diisGeln33. 
Dute 187. 



eben 93. 254. 
Ebenbild 63. 
elten deshalb 3. 
eben jetzt 2O8. 
Eber9ö. 



Edelmnnn |64, ' 

Egge 45. 
Egel 89. 
ühedem 4,241, 
Ehe versprechen j 65 
Ei 21«. 
Eichel 45, 
Eichengttholi 4S, 
EichhötncMn 46. 



EidiS. ■ 
Eideclise 76. 
Eidotter 36. 
Eierkuchen 53. 
Eierschale 45. 
e«rig40. 
eigennüitig 145. 
eigensinnig 153. 
«ifc"75.fi2.271. 
Eimer 46. 
ein 45, ■ 
einHnder 46. 



einfach 47. 274. 
EinfaU89. 



9. 

Einwendung 203. 
einieln 47- 
einriehen 90. 
cintig 47. 
ineinsiveg273. 
Eis 22. 90. 
Eisen W.9I. 
Eisfläche ig. 
EiskriRta]l26). 
Eisiapfen2(9. 
Eiter 45. 91. 133- 

1.^4.236- 
EkeJ45, 
EUteri97.aW. 



elf4fi. 

EUEabeth89. 127. 
Elster 80. 
Eltern U9. 
Eltervatar 149. 
Emberi »a citri nella 

60. 
empfehlen 254. 



136. 
engaftr 

engbrüstig 32.64. 
Engelwurz 68, 

5 
entbehren 1 i;S- 
cntblössen 20. 
Ente a 47. 
entfernefei, sich 36, 

47. 
Entiernnng cweier 

Oerter Jg. 
entgegen 121. 
enthalten 47. 
enthaupten I13, 
Entrich48. 
entschlossen 209- 
237. 

247. 
entsteinen 263. 

245. 
entwenden 36. 142. 
entwöhnen aoj. 
enliweü69. 
Ephemere 2O. ■ 
Epheu89. 
Epilepiie9l.23l- 
Equisetum47.155- 

- arvenie77. 

- hiemale 183. 
er 78. 167. 
Erochtens 1. 
erben 260. 
erbitten 69- 
erbittern 238. 
erbreehen61- 114, 

:!03. 
Erbie7.2l5-246. 
Erde 48. ■ 
Erdichtung 130. 

126. 
erdreisten 232. 
erfreuen 6] 76- 
erfrieren 102-237. 
ergötzen 6 1.76- 
erhitzen 238. 
Erhöhm928- 



2OT 



«)'h<>Icn|48.t64. 

236.238. 
ei'mnerlirh|92. 



erleben 3. 
rrmimternl4?.338- 
ernähren 35. 
Erndle?. 
ErnritolertJS«. 
Erndteichmsui 7. 
emrt 41. 
Bndiutn ciiiutaiium 

191. 
Erpel a*». 259. 



eripi>ren46- 
eriticken S3. 
ertappen 38. 
ertragen 201.233. 

237. 
MtrKnken 216- 237. 
erübrigen 48. 
erwälineii 148. 



ertürnen 7. 168-240 

ari2. 

ei2|9. 
eGien4S.64.67.1t.t. 

133-141. )52.193. 

198.199.209.:;ä3. 
EMig2l6. 
Esjtgkriiga79. 
EMltwt 57. 

ue 

etliclie 346.260. 
etwas 244. 
Eiilo 127. 
Eulensniegel 230. 
Eiutachiiu208. 
Eliter 230. 
Evniipiiut 15S.159- 
Excremente ||4. 
2jO. 

Fabrikat 31. 
Fach49i 
Fächer 48. 
Faden 39. 49. 
Fngui silvatica22. 
fähig 120. 
fabl49. 



FahtesS. 

fahren 55. 96. 170. ' 

Fiilcofifl.76. 

.' Mihiii204. 
fallen 4^99. 
falK;li48. 
Falte 55. 105- 111. 

115-187. 
Fant 50. 
Fflrhc 20.49. 
Färberei 49. 
Färie |21. 
Fasen 49. 5|. 
F äserchen 75, 
fauen49. 
Faitnacht49, 
Fa«tnarhtsbrätiel 

79. 180. 
faul 58. 

Fanlhmun 58- 12*. 
Faul beere 58. 
Foulbeerbaiun 20). 
faulen 175- 
faullenten 129.29t. 
Faiilpeltsa. 106.135 
Fault 59. 
Feiler SO. 
l'ederhauhe |47. 
Fetlerkiel 203. 
Feriin olitoria l6d. 
fehlen 50- 

Pfhlprll1.156.16a. 
Fehltritt 84. 
Fehlwurf 179. 
feiern 51, 
feilen 50. 
fein 51. 
Feind 5I. 
Feldhütprlfil. 
Fe]dtaube50> 
Fell ^0. 154. 
FemininuinS55. 
Fen<ter51. 
Fensterladeri |33. 
Fcnrterstjieilie 177. 
Feikell43. 154- 
Ferne49. 
ferner 90. 
Fernglas lOO- 
Ferse 72. 
rertig40-50. 
f8ft49-24e- , 
fest reden, sich73. 
Festigkeit 84. 
Fettinalil 1 1 3. 
festsilten 76. 
FestucaSj. 
fett 120. 2 12- 260. 
Fettdnrml.'^fi. 
fett machen J. 16- 
Fetttellcn 69- 
Fetien 220- 
fcnclit ,t8. 
Feuchb^keit26i. 
Feuer33.S9.i32. 



Feuer uucMagen ' 

1.15. 
Feiierhecrd 59. 
feiirig 59. 
Fichte 32. 
Fieber 50. 57. 
fUiig 181. 
finden 260- 
Fing erbeiaichnung 

2fiO. 
fincUr4l'ä2. 
FirWe 56. 
Ji»ch51. 
Fischblase 191. 
Fiichgräte69. 
FisrhneW 52. 62.99- 
Piichteiiie 177. 
Fi*chieich80. 
flach 52. 
FlHche 52- 
flach! 52. 98. 127. 

17.1- 



Flasche 162. 
flatterig 51- 
flaltern 54. 
Fhumfeder 158. 
Flau« 55- 
Fleckenl9.10l.156' 

151.213.223. 
Flegel 52. 

77. 



20- 
Fliese 53. 
flieMenS3.l75< 
flink 3. 50- 
Flinte 185- 
FliDtenlanfl28. 
Flittorgcdd 109- 
Floh 5:). 
Flo«54. 
Flöte 5;*. 
Flufh 54. 
Flügel 55. 
FhiMlO. 
flüstern 54. 
Fohlen43.5S'239. 
FÖlite S9- 

fordernd- 161-360. 
fort 59, 

forttreiben 209- 
Krack 8. 
fragen 57. 
Fransen 57. 

31- 



Fraitena vmer jt. 
FräuIeip5T. . i 

frech 336- ' 

frei 57. ' 

Freierei 57. 
freilich 57. . > 

fremdartig 202< 
Fremde 57. 
ttfMtpn 57. 
Freude 76. 
Freund 58. 
freundlich 56t " 
Friede M. '' 

Friederike273. ., 
friLren57.86. 
FrieB 57. 



frisch 96- 

Frohndiener76-8(. 
fromm 57. 
Proichl32-150.15& 
friih 233. 
Fnchs 56. 
Fuchsia II, 
fuchtehi261- ■ 

•^m ; 



58- 126. 
ftiofSI- 
fünßedl. 
funftig 51. 
Fungi 97- 
funkelnQS. 
für 49- 
Furche 49. 
Furcht 58. 
fürchten M- 132. 
FurthS5-274- 
fürwahr 241" 
Fiiri 56- 
Fiw* 56- 
F'iiishank 56- 88- 



C}abcl62. 
Gabelweihe 204. . 
gackern 97- 
GadnsLotaieS. 
Gaffeleo. 
giihneii 83' 
GährmigeS. 
Caüumjipnrine ilQ. 



130.144-361- 

g!üig 138- 181>263. 
elaM63- 



G*wIIscliaft t91- 

Gesimse t9i> 
G«Biide93.12M41- 



Gljeninni flnitafif, 

69- 81- 
Gnadefi6- 
GiwphaHumdim- 



SBt»6a334- 
gant«0 3. 
gani und ^ar f. 64- 
100. 172- 

|w 62. 
Gnrdinenpredigt 



im Garten arbeiten 
..,26a- 

GSttehabeii2S9' 
.pwtafoceiis aculea- 

tu»208. 
GaitmaU 57- 
gaten245- 

g! — 62. 
ebackenes 10- 
Gebäii(le98-6^- 
cebenGl' 
Geberde U62- 
gebeugt 42. 
Gebinite 17. 
Gebot 23. 
g«hraiich«n aS- 
Gebrecben263- 
GebiiTtsscTiein 2Ö9> 
Gehii«?h 73- 
Gedächtnis 70- . 
GedS.mejal. 
ffedeihen31.34' . 



176. 
GeWl54. 
Geld gaben 1 76. 
Geia und Gute?. 
Gelenk]jS.l36. 
geling (J7. 
geUngeniSM95. 
geloben j25. 
gelten 63. 



147.254-26.3; 
geiueuen63- 
Genitiv33.39.177. 



>9- 

gerH(ia69.l27-273. 

379- 
gSrüJeiol.. 
gcmdeiu f27- 
Gecütli 222- 
gerHtheiv6.'t 170- 
(Jerttiitch ) J4. (72. 
•204. 



gMticM 69- 



243- 

gewnndtS. 

Gewiiscb 198, 
Geivebe 204. 



Gsas^yKi5?3 Giebeiei- 



g"n61. 

Geiütnpel 117,159. 
161-176- 

Gesang 12J.I79- 
GesühHil:j:ig,246. 
189. 



Gi^sskanne 25- 
Gimpel 153. 
glanien]8. 53.55-65 
Glass4, ■ 

7-186- 



89. 



gTÜuUcbe« 
grau 70- 
graueM-Jl, ' 
Graupen 71.' 
grauMg69-86. 
greifen eö-TO. 
. greinen 70- 
Grpjae69.184. 
Griff41. 
Griffel^ll- 
Gripps 11 7- 
grab-J4.70.t06-no. 

150. 
grab behandeln 26>' 
Groscben 7O. 



Griibchen 120. 
Grube 1 30. 
griibeln 192-204- 
Grununt69.144« 



Griindstiicke 225. 
Griinfiiik70-2I9. 

Griiotpecht 247- 
GniE 140. 



geben30-33-4l-44- 
53. 6|. 162. 209. 
136- 259-2:9- 



Geichwti!st2t9, 
Geschwür 121- 217- 
260.279- 



234. 
GiinEel ] tS. 
Gnrf(el68. 
Gut67. 
gilt 47. 67. 
Gute9ervireiien67- 
Gutsberittei45.l64. 
gut sein Inssen 67> 
Gutspächter 4, 



2Ö9 



haben 7> 78« 
Habicht 76. 
Habseligkeiten 65« 
habsüchtig 145. 
Hacke 17. 
Hade»73. 202- 
Hafer 78. 246. 
Haferschleim 76« 
Hagebuche 77- 
Hagebutte 74> 
Hagel 76. 
Hahn 77. 84* 11 5« 

223.263. 
Haken 76* 
halb 73. 

Halbdunkel 229. 
halberwachsen 73« 
Halskragen 119. 
halten 84* 
Hantbutte 73. 
Hammel 77. 
Hammer 77. 
Hand 109. 22 1- 
sur Hand haben 5 ] . 
Händelmnrher 77. 

Handgeld 134. 
Handmanschetten 

.-Handschuh 75. 

handthieren 75- 
. Handtuch 44« 

Hanf74. 

Hänfling 7. 74. 
hängen bleiben 161. 

Hans 264- 
hapern 77« 
Häppchen 266- 
harnen 208« 
liartl7.73. 
hart anfassen 17G« 
Hase 77. 169. 
Haselnuss 7 5. 148* 

238. 
Haselstranch 75. 

hassen 263. 
hässlich238.267. 
hätscheln 96* 
Haube 88. 
hauchen 164» 
Haufen 41. 84. 106. 

113.227.229. 
häufen 87- 
häufig 232. 
Haupt 83. 
Haus 77. 87. 93. 98. 

119. I46.2?2. 
nach Hanse 80. 
zu Hause sein 89. 
Haustür 31. 
Hausfrau 58, 
Haushälterin 88. 
Hausherr |49. 
Hauslauch 88* 
Hausrath 89. 
Hausrock 192. 



H.ousvatcr 243. 
Haut i 54. 
Haut absieben 50. 
Hebamme J 2. 
Hebel 22. 280. 
heben |3* 
Hechel 73. 
Hecht 73. 
Hecke 78. 
Heckerling 79. 
Hede 79. 
Hedera Helix 89* 
Hederich75. 1 10* 
Heerde 83. 
Hefenil. 
heftig 75. 
Heide 79. 

Heidelbeere 1 1 . ] 14. 

116. 
heil 80. 
heilen 12 1. 
heilsam 171. 
Heimchen 80. 
Heinrich 82« 
heirathen57. . 
heirathssüchtijg 95. 

heisör^l. 129. 
Iieiss82.97. 
heissen 82. 
heiter 50. 
helfen 80. . 
helle g9. 

hellig82. 
Hemde 82« 

Hengst 82. 106. 
Henkel 80- 
Henker f2. 
Henkkorb ßO. 
Henktopfsb. 
Henne 156. 

Hepaticatriloba 72. 
1.^3. 

herab 81. 169. 
herablassend 1 5-147 
herabwMrts 32* 
heran 170. 
h'jrauf 1 77. 
herausBf. 177. 
herausnehmen 237. 

herbe 71. 180. 
Herbst 75. 

herein 173« 

Hering 72. J 36. 203. 
Hermaplirodit 75. 

hernieder gO. 
Herrschaft 81. 
Herr werden 9. 
hersagen 85. 
herüber 8* 171. 
herum 8 hl 76. 230. 
herumgehen lg.^« 
her unikramen 142. 
herumlaufen 167- 
heiTttinitocherA 153. 



herumsuchen 200. 

20|. 
herumtreiben 29.40 

114. 176. 218. 
herumtnmmeln 1 70. 
herumwälzen 99. 
henmiwerfen 202. 
herumwirthschaftn. 

170. 
herumwi'ihlen 68* 

186. 
herum wurzeln 2 50. 
herunter 80. 177. 
hervordringen 41. 
hervorquellend 153. 

Herz 81. 
Hesperis31. 

- matronalis241 
hetzen 82. 
Heu 76. 

heucheln 85» 269« 
Hcuffabel 85* 
Heuhaufen 35. 83* 

Hcuhechel 72.249. 
heulen 1^23. 
Heuschrecke 78. 
heute 88. 
Hexe 78. 
Hieb 7^. 
Himbeere 82» 
Himmel 76* 
Himmckwagen 81. 
Himtenf^. 
hin 80« 
hinab 143. 
hinauf 1 77, 
hinaus 177. 
Hinderniss 77. 
hineinsehen 90. 
hingehen lassen 274 
hinhorchen 106« 
hinken 86* 
hinschwinden |67. 
liinter 82« 
hinterdrein 1. 
liintereinander 145. 
Hinterfuss I. 
hintergehen 253. 
hinterher 1 . 
Hiutertlieil l. 
Hinterthiir 1. 
hintertreiben 280. 
hin und hergehen 

. 243. 
hinzu 81* 
Hirnschale 23. 

Hir.se 81. 
Hirschkäfer 59. 

Hirte8|.63. 
Hirtentäschel 80. 

Hilze83. 
hitzig 128. 

Hobel 88. 187.251. 
IiocliDihrend 24. 
hochniütJiig 7t, ^3^ 



.;( 



Hochzeit 26. 
Hochzeitenbitter 
113. 

Höcker 102. 

Hofedienst78.8t. 
Hoffnung machen 

204. 
Hofthürl59. 

Höhe 47. 83- 
höher bringen 238. 
holÜ22.83. 
hohläugig 84. 
hohnlachen 74. 25d» 
Hoker77. 
holen 77. 
holperig 176- 
Holz 84. 149. 267. 
Holzhaufen 55. 
Holzheher 73. 168. 
Holzscheit 106. 
Holzstäbchen 203^^ 
Honig 84. 191. 

Hopfen 85« 
horchen 8^ 171. ; 

hören 85. ' 
Hofn 77. j 

Horniss 84* 
Hosenträger 39, 
Hospital 68. ' , 
hübsch 161. .' 

hudernjli. 

Huf 83. 
Hufe 85. 

Huflattig83. 
Huhn 107.119. 164. 

223. 
Hühneraugen 1169 

127. 
Hi'ihnersitz. 247^ 
Hülfe 86. 257. ] 
Hülse 86. 257. 
Hummel 86. 142. 
Hund 18.99.114* 

225. 280. 
Himdcnamen 86* 
Hündin 221. 
Hundskamille 35, 
Hundspetersilie ^ 
hundert 87. 
Hünengrab 43. 2)(<. 
himgern56.87.274- 
hüpfen 96- 264. 
Hürde 85. *^ 

Hure 27. 85- ^ 

hurtig 3, 38. 50. 54- 

59.61- 69.85. 
Husten 22. 85. 98. 

118. '• 

Hut 40. 85. 98. . 

hüten S.'t 
Hutmacher 85, 

Hydrophilds picetii' 

225. 



«90 



Iclineumon 52» 

ihm 46* 
ihr 64. 

ihi^entwegen 48* 
Ilexa^iifolium !230< 
Iltis 230. 
Imbiss 267. 

immer 4. 93. 231« 
^in97. 
infam 47» 
Ingwev 47. 

intim 35.. 

irden 48* 
irgend einer 264. 
irgendwo 47. 

irren37. 40.44- 
in^ reden 44* 
Irrlicht 228» 

Jfabruder 146» 
Jacke 92. 
Jagdtnsclie ^4. 
JfigerlQO. 

Jäger, wilder 80». i 
Jahr 92. 

jammern 72» 265« 
Jauche J98. . 
jauchzen 92. ' 

Jedermann 4* 92* 
jederzeit 3. 
jedesmal 3. ' 
Je länger je Uetier 

114. 

••Ji§hachdem3. 
j^ner 92. 

j«»t 7. 92.233.252. 
Joachim 92. 
Joch^2. 

Johann 75. 264» 
Joh, Christoph 75*' 

- Friödnch9|* 
'^ Heinrichgi.'^ 

- Joachim 91» . 

^ Michael74. \ 
" Peter 74. 

- Samuel 75. ^ . 

jÄcken92-tl7.l8i 

{uncust5.j44. 
4hipäi'usil4. 
•*• " - communiel i 5o 

llahi'97. 122. . 

Kahn97- 

*»lb94.229. 

kalben 264. 
Kälbermilch 135. 

Raldanhen 94. 

Kalender |04« 

kalt 112. 120. 
Kalteschale 96. 
K|niiUc94. 
Kammer 119, 
Kanal 40. 



Kaninchen %. 169. 

252. 
Kante 9.5. 
karakterfest 95. 
Karausche 9!6. 1 19. 
Karbatsche 27. 
Karl 94. 

KartoflPel35.22R. 
Käse 99. 179.212. 
Käsepappel 77. 
Kastcinie 96. 

kastriren95.263. 

•269- 
Katechismus 96« 
Kater 98-256. 

Katze 96. 133.138. 
Katzenschwara 265. 
kauderwälsch 230. 
kauen 10.97. 140« 
Kauf 68. 11-3. 
Kaiilpadde 159. 

kaum 1 20. 
KAvanerie241. 
keck 421. ■ 
Ke^elkugfel 23- 
ketfcfn 101. ' ' 
Keil 100 
Keim 100. 
kein 86. 14«. 
keiner 99^ ' 
keinesweges 146* 

Kellerwunn219* 
Kerbe 99- 100- 
Kerl 96. 
Kern 98. 
Kessel 96. 
Kette QO. 
Keule 120.' 
Kibüaioi. 
Kic*rer265- ^ 
KiemtnloD* 
Kien 99. . 
Kienapfel 32* 
Kienruss 99. 
Kiess69. 
iÖmmelOO. 
Kind 10. 17. 35.62. 

92. 98. 99^. 100. 

114.115.119.144. 

159.162.166 
Kinder^ervdette 193, 

KinfitaitfeloO.' • 
Kinnlade 61. ' 
Kirche 68. 99. , : 
Kirchenacker 82. 
Kirchepsteig 27 0- ' 
Kirchspiel 265» 
Kirsche 96r 
Kissen f21. 
kit?Mln94.l01. 
klagen 91.118.219* 
Klfippe I29. 
klar t05. 186. 
klar ifttd rein 199. 



klatrigl04.151- 
klatschen 227. 
Klätschrose 59* l98* 
klauben 164. 
Klause 107. 
kleben 101*' 
Klecksig. 1 57- 
Klee 07. 104- ■ 

klciben 104- 
Kleid go.92^ 104. ■ 
kleiden 124.141. ■ 

Kleidungen« 160. 
Kleirtungsslückei 43 

Kleie 1 04. 

klein 104. i'50. 137. 
klein anfangen 122. 
Kleinhändler 105^" 
Kleinigkeit 102. 
Kteister 105. 
klemmen 102« 
Klette 105.. 
klettere 114. 
Klinke i05. 
Kloben 106» 166« 
Klöpfelioa. 
klopfen 15,;3{4. 106* 
ltlösiBiq(6»lÖ7« 

klug 106. 239. 
Klumpen. 1*07. 

KlumpfuTsSlQ7. 

Knallbüchse 254. 
Knäuel \ \ f. 

Knauser 1 lÖ«. , 
Knecht 47." 93. 
kneifen IlO« 

Knie 1 09. 
Kniebeuge 21. 
Knirps 39» 
Knobifiuch HO. 

Knöchel 5. 109. = 
Knochen 169. 

Knopf liO. 
KnorrelO8.lO9.llO. 

134« 
KnPPpeliO. 

Knoten 111. 147. 
Knöterich 132.232. 

242. 
Knüppel 111. 
l^nurren 67. 
Koben 97. 
Kober 224« 
Kobold 111* 

kocheu07*ll8.161. 
Köchin97. 
Koffer 119. 123- 
Kohl 112. 
Kohle 97..^ 
Kolik 136. 
komisph 157. 
kanvnen6. 97* 
Köaigsket2e247. 
körnen 113. 
Köper99. ■ ' 
Kppf3d*dMl3i2S5- 



Kopibedeckung 95, 

96. • • 
KopfhAar 22* 
Kopfputz. 52- 
zu Kopfe steigen. f (3 
Kopf»:hmeraPi^ 1 13* 

Korall«nl15/170i^ 
Korb löl. 113. 

Körbel99. 
Korin^belf?* 

Korkzieher 256* ■ 
Kom:98- 17 1.268. 
Kornblume 86« 1 "4. 

KornbodeT:203t 
Kornhaufett55. 
Körperkraft 55. 
Köjrpe^rleiden 108. 
Ko^aUh 98. 1 14. ' 
Koth29. 13.^186* 
kräftig 96. 2 14. ■■ 
kraftlas56. 11 1.130. 
kraftvoll65. '• 

Kraben 115.117. 1 
Krähe 116. 171. :: 
krfthenll6. 
Krähenaugen 27»' 

Kram 115. ' 

Krampe \ 14. ■. 

Krampf91.1*4vl9Ö. 
Kranich 118. ■'■''■ 
Krankheit 114.12t. 

216. 
kränkeln a. 68w 166« 

167. 
krank wewlen J7. 

Krätze 66. It6. 
kratzen 66. 104.168. 
kraus 1 19. 
kräuseln 118. 119. 
Krimt|18. 
KräuturkoWlia 
Ki*6lHir4. 
Kreide 116. 
kreisthen II7, 
Kreisel 121. 
Kreui119. 
Kreuzdorn 1t9. 
Kreuzkrautes. ' 
Kriebell16. 
kriechen 114. 119;l 

kritteln II 6.. 
Kropf 118. 
Kropftaubei 18. 
kröpfen 112; >* 

Kröte li^i 128. 15a 
Krug 1 18. 
Krüger 108, ' 
Krunkc 118. • 
lirümmen 21. 25C 
Krummhoh74. 
Krümmunf^ 1 llB 
Krüppelfl5. l37.■• 
Kübell0*228. ' 
Küche 97; 
Kuch<:9jt2. 



S91 



Kuhwcke 1 14. 
Küminel|12- 
kümmern |6S- 
Kiimls-iafl. 
künftig 225. 
Kupfer 113. 
Kiirhel:M3.250. 
Kürhi«2a5. 
Iiiiriren36. 



fcnnnnilnu)dl6it. 
KUU20I. 
kii»Mn|2Ma& 
Klifter 114. 



Litrve|t4. 
lasten 1 24. 

Lait aas, 

LasltragenlS.t- 
LäatL-rmaullS}. 
lästig iverden ] 56< 
Laterne 128. 
latschen |34> 
Laub 118. 
Lnuhe 128. 
Laucli I26- 
lauern 120. 139. 140 

148. 
laufen 15.114. 196. 

145.17j.I83. 184. 

234.235.279. 
Lai^e]28. 

217. 

wm !^ 

laimen 129.140.148. 
Inunisch 58-129. 140. 

148. 
Laui 129. 
läiuchen 85, 



Wi3h 123. 
Inben 125- 
Labkraut 229. 
L«che124. 
l&ch?1n 198. 
Inrhen 64-70. 
I£^h«rltchl2l. 
LnctvcaicaHoLi 180 
Lndihaiifen 124. 
laden 1 24. 
LaffeSl. 
lahm 8g. 
Laich 126. 
Lake 124. 
Laken lä7. 
LamiuRi albiun 37. 

- purpiireimi 37 
i.Mnin £52. 
Lampe 59. 1 18. 226. 



Landprediger 122. 

267. 
lÄng* 17.47. 127. 

Ar 



Lel>erl)lunie 72.133- 

lebhaft 54. 

lerk 1Ü2. 

lecken 40. 121. 122. 

126. 
lecker (20- 243' 
Lecliou (25. 
Leder 125. 
ledig 125. 
Leflüm palustrci59. 

160- 
legen 123. 
Lehr» 127- 
Lehmgnihe I26. 
lehren 126- 
Lehrer 149. 
Lehrling 93. 



Lein 127. 
Leine 127- 
Leinwandl27. . 
leJM 127. J78. 
Leiftpo 126. 
leiten 126- 
Leiter 125- 
Lern na 54, 
Lende 126. 
LeoDtodon tarax 
cum 23. 



Lomp«i^e»indel222 
Lnaipemaaunlcr 



Lust 76. 130. ■ 
lungern 127- 
Lyclinis fltMCUCitk 



126. 



leuchten 128. 
Leuchtkäfer 59. 6S. 
Leute J 28. 
Libelle61-93- 
Licht 126- 
Lichtknocht202. 
Lichtscheete 267. 
Lichtscluinpps 6. 
lieb 125. 



lieble 



1.38- 



lieben 136. 
liehkoten 45.162. 
Lied 125. 
liederlich(27. 
liefern 126- 
liegen 127. 
Lilie 127. 
Linde 127. 
Linie ]27. 
link 128- 
Iinks|45. 
Lippe 5|. 
Liquciir2. 
listig 59- . 
loben 12.5. 128. 
Loch 120. 127. 14*. 
locker 128. 
Lnde 123. 
Löffel 122. 
Lohe 128. 
Lohgerber 183. 
Lohiniihle 22. 
Loni ce ra pericljme- 

nnmM4. 
Loos98. 
lose 56. 

lDthen|28- 
Louisdor 156, 

130- 
70.74. 



mager 24- 49- 12^ 

133.201- 
mnger werden 2i 

232. 
mühen 122.136-231. 



MaikKfer 77. I3l.' 

Maiwnrm ISO. 
Majoran 186. • : 
mal 133. 
Malhenrl31, 



manch 136. 
manch«r46. 131. 
manchmal 136. •■ 
Mandelkräbe 19,V 

168. 
Mangel 31. 
mangeln JO. 
Mannl3H.131. 
Männchen 78. 
manniMr 17,1. 



Ludwig 129. 



lÄm 24. 74. 79.80- 
"85. 99. 112. 115. 
132. I82.190.204> 
Lonuia?, 



kihcn36-126- 
Leiin^7. 



lii5enS3.i25.25i. 

Luise las. 

LiikeljS. , Marli^iiftpMiaa».. 



292 



Martinsticd 132.267 
MArtiiistag 13^, 

Masche 126. 
MaMmi35. 
Materialist 229. 
Matncaria Chamo- 
milla94. 

Maul 141.201. 
Mai¥}ai¥e5|.]4l. 

maulen 140. 

Maulschelle |94. 

Maultrommel 1 4 i . 

Maulwurf 139. 

Maurer 39. 105. 249. 
Maus 141. 
Mausedreck 142. 
mausern 50. 141. 

176. 177. 

Medicml34.144. 
Meerrettig 130. 
Mehlsuppe 139. 
Meile I37. . 

. Meilomeiger 74.298 
mein 137. : 

meinen 186. 
meinetwegen 137. 

Meise99.l36. 163. 

185. 
Melampyrum 220« 
Melde I36. 

melden 136. 
melken 136, 

Melodie 248. 
Meloe proscara- 

baeusl36. 
'.Melolontha solsti- 

tialis 77. 
Melol. vulgaris 1 80. 
membrum virile 

156. 
Menge 34. 227. 
mengen 131. 136- 
Mensch 100.137. 
Menstruation 61. 
Mentha 138. 

- arvensisl52. 
mentula 155. 

merken 136. 

Messe 138. 268. 
messen 1.B3. 199. 
Messer 1 lö. 122. 

137.153. 
Messing 138. 
Meth 130. 

Mette 133.204. 
mich 137. 

Miene 262. 
Miere ]4(. 

Miethe87. 134. 
Miethsleute Sk). 134. 
Milbe 138. 
Müch54.l36. 
Milchgefa«!^. 
Milchsattc «62. 
Mädthätjg i3% 



Minze |52. 
mir 137. 
mischen 131. 
niissg«staltet 244* 
M'ssgunst 2. 
missniutlüg 66. 
Misstrauen 9. 
Mist 136. 
Mistel 80. 

Mistgabel .55. t36« 
Mistgrube 120- 
Misthaufen 138. 
Mistkäfer 27. 
Mi.nklnnker 103- 
mit (37. 1,38. 
Mittag 1 37. 
Mitgift 54. 37. 
mitlaufen 222. 
Mitte 137. 

Mobiliar 10. 244. 
Modell 14 f. 

Moder | .^8. 
mögen 133« 
möglich 133. 
Mohn 59. 138. 
Mohr 139^ 

Möhre 139. 
Molch 57. 

Molken 244. 
Monat 134. 

Mond 134. 
Mondschein 134. 
Monsieur 142. 
Montag 134. 

Moos 142. 
Moppsi39. 
Morast 1 32. 
morden f3^. 
Mordbrtjnner 59. 
Morgen 1 39. 
MorgenrÖthe 18« 
morsch 25. 141. 

Mörser 136.270. 
Mostrich 191. 
MotaciUa I65. 
Motte 79. 
Möwe 137. 
Mücke 66. 140. 
müde 1 38. 
Mühe 138. 
Mühle 139. 
Muhme 268. 
Mulde 139. 

Mund 51. 56. 199. 
Münze 138. 
munter 46. 47. 50. 

5<^.ll7. 
mürbe «34.141. 

mürrisch 140. 
Mus 105. 139.140. 

152. 
Muschel 46. 

Miisikant50.118. 

160-202. 
müssen 142* %tU 



Mflss]ggllnger31* 
129.215.231. 

Mustela 246. 

- foinal34. 230. 
-> putorius 230* 

Muster |41. 

Muth 1 38. 

muthwillig 40. 

Mutter 136.139. 

Muttermanl I34. 

Muttermilch 201. 

Myosotis palustris2 1 

HTäbel 145. 198. 
nach 144. 
nachäffen 144* 
nachahmen |45. 
nacharten 194* 
Nachbar 145. 
nachdem 7. 
nachdenken 144. 
Nachdurst 144. 
Nachgebot 1 44. 
nach gerade 3. 144, 
Nachgeschmack 145 
nachher 144. 
Nachlä5Sl44. 
nachlässig 54. 

nachlaufen 252.269« 
nachmals (44. 
Nachrede 143, 
nachsagen 145. 
nachsprechen 97. 
nächstens 48, 
Nachtig«illi43. 
Nachtkerze 94. 
NachtstuM 93. 
Nachtviole3|. 

Nachttopf 156. 270. 
Nachtzeit 143. 

nackt 122.144.204. 
Nadel 202. 

Nagel 143. 144^ 145. 

155. 158- 202.224. 
Nagelschmidt 155. 

nagen 66. 109. 
Nähe 143. 

nahe 1 44. 

nahe bei 35. 144« , 

nahe daran 2. 

nähen 145.161. 
nähren 143, 

Naht 145. 
Name 145« 
Napf 120. 143. 228- 
Narbe 143. 147. 
Narcissus poeticus 

252. 

^ Pseado-Narcis. 

50. 

Narr 143. 232. 259. 
närrisch 69. 

Nase23.143.176. 
Nasenschleim 1 1 9. 

175. 200; 271. 



Nasentropfen 40» 

143. 
naseweis 1 43- 204. 

nassl44. 156. 
Natter 2. 

natürlich 274* 
Nebel 18. 138. 
neben 1.6.223. 
nebenhin 16. 

necken 25. 74. 22 f. 
nehmen 143. 
Neid 16. 
Neidhammel 72- 
neidisch 147. 183. 
Neige 145. 227- 
nein 1,39. 143. 
Nelke 143. 
nennen 145. 148. 

Nessel 43. 146* 
Netz 146 

neu 146. 147. 
neugierig 147. 

neuHchi24.147. 
neun 1 43. 
Neuntedter 143. 
neunzehn. 143. 
nicht 146. 
nicht nur - sondern 
149. 

Nichtiges 221. 
nichts 146. 

nichts als 130. 186.' 
Nicolaus 146.266. 
nieder 32. 
niedertreten 1 57. 
niedlich 146. 147i 

14a 
niedrig 145. 193. 
niemals (37. 
Niemand 147. 
Niere 145. 
Nierenfett 54. 
niesen 162. 
Nieswurz |58. 

Niet 145. 

Nigella damascena 

70.- 
nirgends 143. 
Nisse 1 44. 
Nössell50. 

Nothl47.262. 
Nothdurlt verrich- 

• ten77. 
Nothfpuer |69. 
Nothpfennig 147. 
nun 148' 
Nuphar luteum 227. 

nur2r.l3l.164. 
Nuss 148. 

Nutzen bringen 148, 
Nux vomica 1 16. 
Nymphaca alba 228i 

trb 149. ' 
oben 14. 



293 



0'benein14- 
oben und unten 259» 
Oberkleid 155. 
oberflächlich 254. 

Oberste 150. 
obgleich «5. 

obscöne Reden 263* 
Obst 7. 

Ochse 50. 209. 
Ocymum Basilicum 

25. 

oder 45. 
Oenanthe Phellan- 

driiun 152. 

Ofen 8. 93. 

offen 8. 

öffnen 117. 196. 202. 

oft 235. 
ohne 8. 

Ohnmacht 8« 16. 
Oehr 150. 
Ohrfeige 1 39. 194. 

2 19. 
Ohrgehänge 28-150. 
Ononis spinosa 72. 

249. 
Onopordon 36* 
Opfer 150. 
Orchis65.119. 

- maculatallQ. 

- Morio 119. 
OriganumMajorana 

136. 

- vulgare IQ. 

Oriolus galbula 189. 

247. 



Facht 87. 
placken, sich 182» 
Paeonia ofRcin. 155. 
Panirum 247- 

- crusgalli247. 
Pantoffel IM 51. 

194.228. 
Papagei 15H. 
Papaver 1 34. 

- Rhocas 59.198. 
Pappel 159. 
Parusmajor99.136. 

16,3.135. 
passen 59. 124. 152. 
pastinacklDl. 
patschen 151. 

Paul 153. 

Paul Dietrich 153. 

Pause 266- 274- 
peinigen 155. 
peinlich I55. 
Peitsche 156.217. 
Pelzvorstoss 23. 
penis 151. 153-263. 

271. 
Perca (4. 

perspectiv 203. 



Perücke 161. 
Pestwurz 123. 
Petasites officin. 123. 
petzen 103- 
Pfahl 153. 159. 
Pfand 151. 
Pfanne 151.183. 
Pfändemann 151. 
Pfannkuchen 151. 
Pfarre 152. 

Pfau 151. 153. 
Pfeffer 151. 270. 
Pfeffernussl51. 

Pfeife 53. 155- 
Pfeil 54. 55. 155. 
Pfeiler 155« 
Pfenning 154- 
Pferd 67. 85. 114. 

116.132.152. 
Pferdegeschirr 179. 

Pferdekümmel 152. 
pfiffig 108. 159. 
Pfingsten 155. 
Pfingstweide 82. 
Pfirsich 154. 
Pflanze 157« 
pflanzen69. 191.225 

Pflaster 157. 
Pflaume 116. 158. 

203. 
pflegen 79- 86. 203* 
Pflocken 157. 
Pflug 76. 158. 

pflügen 2 13. 225. 
Pflugkolter 69» 

Pflugmesser 112. 
Pflugschaar 158. 
Pforte 159. 
Pfosten 159. 
Pfrieme 216- 269. 
Pfropfen 161. 

Pfühl 153. 

pftii 58. 

Pfand 164. 

Pfütze 7. 138. 159. 

229.271. 
Phalangium 122. 

Phryganea20. 
Picus viridis 247. 
Picke 154. 155. 
Pilz 97. 
Piment 3. 
Pinsel 166. 
Pinus silvestris 59. 
Pirol 189-247. 
Pistole 162- 
plagen 156. 182. 
Plaggen 279- 
Plantago major 172. 

Plätte 176- 
Platte 157. 
Plattfuss 5. 
Platz 2 1 f . 
Platz machen 176. 



plaudern97.l58.198 

228. 
plump 73. 80* 
Plunder 158. 
pochen 162. 
Pocken 159. 
podex 8. 
Pökel 151. 

Polterer 27.92. 
Polygonum amphi- 

bium 1 32. 

- aviculare 232. 

242. 

- hydropiper 1 8. 

- lapathi folium 

111. 

Polyommatus 82. 

Polypodium250. 

populär 63. 147. 
Populus tremula 12. 

59. 
Porree 29- 

Porschl59. 

Porst 180. 

Portion 98. 160- 220. 

Possen 48. 164. 
Possenreisser 165. 

possirlichl64.l99. 
PotentiUa anserina 

249. 
Präbende 161« 
prahlen 24. 
prassen 253« 
Prediger 153. 160. 
Preis 161. 
Preisseibeere 118. 

254- 
Pritsche 25. 
Privatunterricht I60 

Probe 161. 
Probehappen 271. 
Prosit 161. 
prügeln 13. 37. 61. 

94.96.154.242. 
Prunus Padus 50, 

- spinosa 218. 
PiilsatillaM8.150. 
pulsiren 1 50. 
Pulswärmer 268. 
Pumpe 158. 252. 
Punkt 163. 228. 
Puppe 34. 
putzen 53. 2 14. 247. 
Putzwerk 28. 

quaken 7O. 
quäIon4j. 155.156- 

227. 230. 252- 
quarren 66. 153» 
Quecke 151. 165. 
Quelle 10. 207. 
quer 45. 

Querkopf 166. 
Querpfeife 53. 
Quersack 45. 



Quirl 166* 

Rabe 171. 

rabbiig 168- 

rächen 169. 

Rad 40. 168. 
radbrechen I7O. 

Raden 170. 
Radspeiche 203» 
raffen 171.273. 
Rainfarrn 39- 172. 

250. 
Ramme 169. 
Ranke 169. 
Ränke 160. 
Ranunkel 203. 
Ranunculus acris 6S 

- aquatilis 72. 

- Ficarial36. 

- repens68.84* 
ranzig 60. 
Raphanus Rapha- 

mstrum75. 
Rappe 168« 
Rapps201. 
Rapunzel 168. 

rasch 38.40. 50.61* 

69.75- 
Rasen 201. 
rasen 168. 
rasseln 170. 
XU Rathelialten 143« 
rathen 170. 
Räthsel207.272. 
Ratte 175. 
Raub 174. 
rauben 175. 
Rauch 174. 
Räucherplatz 247- 
räuchrig 19. 
Raufe 82. 
raufen 177. 

rauh 176.215.273. 
Rauh werk 177. 
Raum 76. 176.229. 
Raupe 177. 
Rauschgold 109- 
Rechen 75- 
rechnen 169. 
recht 93. 

rechtlich 27*^. 
Recrhtfanwalt 2. 

recken, sich ,-72. 

reden 29- 141. 161. 

165. 
Regen 04.88.139. 

regen, sich |7i. 
Regenpfeifer i29.j 
Regenschauer 190. 
Regenwolke 5*.?. 
Regenwurm 129. 

156. 
rtgnen 39.40. 103. 



294 



reihen l74,l8M9a 

250. 
reich 139. 173. 

Reif 173/175» 
reif 60. 173. 
Reihe 171. 
reihen 173. 
Reiherschnahcl 191 
Reim 173. 
rein 89. 186. 
reinigen 140. 168. 

217. 
reinlich 172. 
Reis 173. 
Reiseränzel 109* 
Reisig 245. 279. 
fjii^sen 173.204* 
teiün 67. 93. 173. 

2^52-271. 

Sdaen 189. 
epphuhn 170. 

Repps201. 
reuen 44. 

Reute210. 
Reuter 173. 
Rhamnus catharcti- 
.» CUSI19. 

- frangula58« 

205. 
Rihesnigrura?, 
Richtweg I72. 
«^chen 51. 176. 
Riegel 169. 190.243. 
Riemen 169. 172. 
Rind 49. 
^^^e 173. 
ringen 250. 
ringsum 4. 

Rinne 70. 174. 
riolenl73. 
Rippenbraten 34. 
Rispe 165. 
ÄWS22. 
Rock 155. 
Eoden I70. 
Rogen 171. 
Roggen 25. 98- 174. 
Roggenhexe 174, 
Rohrdommel 174, 
Rohrkolben 163. 

Rolle 176. 227- 
Rosa canina 246. 
Rose 246. 
Rosenstrauch 273. 
Rossdpfel 270. 
Rost 161. 

Rothkehlchen 175. 
Rothschwänzchen 

88. 209. 
Rothstift 175. 
RÄhel75. 

Rücken 162. 176. 
rücken 176. 

rücklings 2. 

'Hlckw£rt5280. 



rufen 1 75. 

Ruhe 170. 

Ruhr 128* 

rühren 174.175.177. 

Ruhrkraut 2 11. 

ruiniren 176. 

rülpsen 60. 233. 
Kumex acetosa 77. 

- acetoseUa I74. 
2J6. 

- crispus82. 
rumoren 202. 
rundbäckig 164« 
Rundtheill76. 
rimd und fett 160. 
Runzel 187. 
Russ 19. 197. 
Rüster 175. 

rüstig 2 14. 

Ruthei74.2l5. 
rutschen 190. 

ftaatisi., 

sabbern' 177. 
Säbel 252. 
säbelbeinig 249. 
Sache 180. 
Sack 178. 
säen 191.225. 
Saft 179. 
Säge 180. 

sagen 179- 
Sahne 54, I74. 

Sakristei 61. 
Salbe 179, 

Salix 247. 

- caprea 246. 
Salvia officinalis 1 79, 

251. 

Salz 201. 
Salzlache 216. 
Sambucus 53. 
Samen Iftl 
Sandgrube I79, 
sandig 179. 

sanft 178. 
sanftmüthig 173, 
satirisiren 74. 
Sattel 180. 
sättigen 127.178. 
Sau 180. 
sauber 161. 
säubern 217. 
Saubohne 242» 
Saudistel 216. 
sauer 216. 
Sauertopf 2 17. 
saufen 201. 216 
saugen 148. 228. 
säugen 201. 
Sanm20l. 
säumen 216. 
sausen 217. 
Saxicola Oenanthe 

211^ 



Scarabaeus sterco- 

rarius 27. 
seh— 181. 
schaben 183. 187« 

schäbig 67. 181. 
Schachtelhalm 47. 

77. 155- 183. 

Schaden 85. 

schaden 183.237. 
Schaf 10. 79.91. I8.3i 

200.2.n.25l. 
zu schaffen machen 

16. 
Schafgarbe 172. 

Schaf laus 220. 
Schaft 184. 
schal 1^3. 

Scl^alei83.184. 
Scham 183. 
Schamtheile 63. 
Schande 182. 
schändlich 122. 
scharf 147* 
achäriren 77. 
Schärfrichter- 
knecht 185. 
scharren 190. 
Scharte 183. 
ziir Schau stellen 53. 
schaudern 188- 

3chaufiel 188. 189. 
Schaukel 189. 

Schaum] 89. 
Schaumcicade 119. 
Scheffel82.182.240. 
Scheibe 186. 
Scheidewand 182. 
Schein 165. 185. 
Scheitel 243. 
schelten 59. 99. 101. 

184.226.252. 
schenken 203. 

Scherbe 183. 184. 

Schere 229. 274. 
scheren 95. 

Sehe renschleif er 

195. 
Scherz 93. 157. 
scheu 1 88. 
scheuern 181, 188« 

190. 
Scheune 189« 
schieben 190. 
Schiebkarren 96* 

163. 
schief 184* 
schielen 184* 
Schiene 182ii 
Schienbein 182« 
schiessen 185. 190. 
Schiessgewehr 163. 
Schiesspulver 252. 
Schiff 186. 
Schilf 184. 
schinimern 65» 



€chimpfrn 182* 185* 
Schindanger 50. 51- 

Schinder 186i - 
Schlacken 196- 
Schlackwurst 137. 
Schlaf 195- 
Schläfe 43, 
schlaff 194. 

schläfrig 124. 179. 
Schlage 247. 
Schläge 254. . 
Sclilagbaum7Q. 
Schlägel. 195. 
schlagen 6.26.34.39. 
72. 76- ,88. 91. 95. 

100. 102. toa. 139. 

182.195,215.233. 
Schlägerei 1 1 1. 

Schlamm 140. 201* 
Schlammpeizker 

121. 
Schlange 79, 
Schlappe 194. 

schlau 157. 159. 

Schlaube 197, 

schlecht 125. 126. 

140.271. 
schlecht nuichen 

172. 
schlecht sprechen* 

125. 

Schlehe 196. 
schleichen 127. 155- 

195. 
Schleichhändler 1 98 

schleifen 195. 196. 
schleifig 1 95. 

Schleihe 195. 

Schleim 65.165.195. 
schlemmen 90. 196. 

2.^2. 
Schleuse 190. 191. 
schli essen 197, 

schlimm 238. 
Schlinge 200. 
Schlitten 194. 196. 
Sclilitze 196. 
Schloss 196. 
Schlosser io4. 266- 
schlottern I94. 196, 
schluchzen 123.196* 

200. 
Schluck 106. 
Schlummer 4 1 . 1 95. 
Schlüssel (95-196. 
schmachten 74- 197« 
schmähen 182. 
Schmalz 198. 
Schmalzkuchen 161 
schmatzen 197. 
Schmauch 1 97. 
schmeicheln 64. 96* 

195. 
Schmeichler 120« 
schmelzen 197. 



295 



Schmerbaurh 151. 

Schmerz 66- lo5» 
245. 

ScJimetterb'ng 28« 

Sclimiede 1 9?. 

schmieren j 97. 

Schmiererei J02. 

schmierig 223. 

schmollen 141* 

schmoren 198« 

Schmuck 262. 

Schmutz 39. 79. 93- 
107.138.193.232. 
274. 

schmutzig 70. 198. 
218« 

Schnabel 199. 

Schnapps 251. 

schnarchen 180.274 

schnattern 199. 

schnauben 162. 201. 

Schnauze 201. 

Schneeballen- 
strauch 68. 

Schneesclüitten 177 

Schnecke 199. 207. 
.schneiden 5 1 .64. 199 
Schneider 199. 
schneien 200* 

schneU40.59. 75« 
Schnellwage 232. 

Scbnibbel99. 
Schnickschnack 145 
schnippisch 203. 
Schnitt 199. 200. 
Schnittlauch 155, 

274. 
Schnupfen 98. 199. 

200 
Schnur 200. 
Schnürleib 127. 
Schnürnadel 200« 
schnurren 204. 
Schöllkraut 93. 
schon 171.186-253. 
schön 17 f. 
Schoo8st86. 
Schornstein 186. 
Schornsteinfeger 

174. 

Schoss 186* 

Schote 153. 

schräg 45. 187. 
Schramme 197. 

Schrank 182.204. 
schrapen 187. 
.Schraube 188. 
schrauben 164» 
Schreck 36.. 
schreiben 67. I87. 
schreien 123» 129» 

171.187. 
schreiten I87. 
Schublade 191, 
Schuh 186. 



Schuhzeug 2 18* 
Schulden 103. 
schuldig 188. 
Schule 186. 
Schulter 188. 

Schulterblatt 188. 
Schuppen I85. 
schuppenartig 184* 
Schürze 186. 
Scbuss 186. 
Schüssel 14.3. 187. 
Schuster 149.153. 

186. 
Schutt 186. 
schütteln 188* 
schütten 58. 
schützen 31* 
schwach 21 7. 
schwaclilich 121. 

218. 
Schwäcliling 156. 

Schwaden 81.217. 
Schwalbe 2 17. 
Schwämmchen 261« 
schwanger 35. 

schwängern 14. 186. 
schwanger sein 265. 
schwanken 2 1 7.2 18. 

2(9.243. 
schwänzeln 2 18* 
Schwären 2 18. 
Schwärmer 2 18-2 19 

Schwarte 2 18» 
schwarz 109. 218. 
Schwarzkümmel 69* 
Schwarzdorn 2 lö- 
sch walzen 97. 102« 

2 17. 232. 
Schwätzer 2 09. 

schwebend 2 18« 
schweigen 218. 
schweigsam 141. 
Schwein 22. 113. 

159-919. 
Schweinfleisch I37. 
Schweinhirte 218« 
Schweiss218. 
schwelen 2 17. 
schwelgen 258. 

Schwelle 2 16« 
schwemmen 2 18. 
schwenken 2 19. 
schwer 2 1 8. 
schwer athmen 64. 

164. 
schwer lernend 25. 

Schwiele 2 17. 
schwimmen 54« 218. 
Schwindel 43. 218« 
schwinden 2 18* 
schwindlich 258* 
schwören 218« 
srliwül5.2l9. 
Schwur 2 19. 
Sclave 195, 



Scolopax Gallinago 

•78. 

sechzehn 201. 

sechzig 201. 
Seele |91 

Segel 178. 

Segge 151. 
segnen 178. 

sehen 99. 191. 

Sehne 81. 82. 

sehr 75. 126. 
seicht 1 93. 

Seide 191. 

Seife 191. 
Seihtuch 191. 

Seil 172. 2 14. 221. 
seimig (91. 

sein 137.192.244. 

seinige 192. 

seit 103. 

Seite 74. 193. 

bei Seite bringen 58. 

seitwärts 17. 

selb 2 16. 
felbaiider229. 
selbig 216- 
selbst 3. 216. 
selig 179. 
selten 17 1. 
seltsam 200. 
Semmel 111,215. 
S^mpervivimi tecto- 

rum 88« 
Senecio vulgaris 68. 

119. 
Senf 191. 243. 
senken, sich 178. 

191.239. 
Sennesblätter 191, 

Sense 191-255. 
Serviette 105« 
Setaria 247. 
setzen 101. 
setzen, sich 62. 193. 
Setzling 153. 
seufzen 2 16. 
sich 191. 
sicher 248. 
Sieb 178. 
sieben 18M91. 
siebenzehn 181« 
siebenzig 179« 181. 
sieden 192. 
Siegel 178. 
Siegellack 121. 
siegeln 121. 

Silber 2 16. 

Silvia cannabina 7. 

- phoenicurus 

. 88. 204. 

- rubecula 175. 

- Thytis8«^. 
Silybum marianum 

211 

Sinapis arvensis 243. 



singen 70.^148. 167? 

226. 
sinken 1 78« 
sitzen 193. 
so also 193. 
Socken 11. 

so eben 89. 
so ein 201. 
sofort 56. 65. 2 15* 
sogar 2 53. ' : 

sogleich 89. 208« 
213.253.279. 
Sohle 180. 
Sohn 3. 181. 
solclier201.2l6* ' 
Soldat 241. 
Sole 180. 

sollen 179.180.201. 
Sommer, fliegender 

199.201. 
Sommersprossen 

216. 
Sonchus2l6. 
Sonnabend 201« ^' 
Sonne 2 16. 
Sontdg216* 
sonst4.4.^.48.216* 

217.218.241- 
Sophie 50. 
Sorbus aucuparia ' 

167. 
Spalte 100. 202.204. 
Spati204. 
Spanne 202. 
sparen 79. 
Sparlicht 38. 
spärlich 202* 
sparsam 17O. 
Sparus24. 
Spass20.3. 
Spaten 69* 203^ 
später 247. 
späterhin 144. 
Spatzierstock 14. 
Speichel 191.203. 
Speicher 203. 
Speise 113. 122. 140. 

204. 
Speisekammer 260» 
Speisereste 150. 
Speiseröhre 196. 
Spektakel 115. 
Sperling 129. 
Spickgans l3. 
Spiegel 203. 
spielen 202. 
Spiehnann 274- ' 
Spielmarke 98- 
Spiplraum 253« 

SpiesslOö- 203. • 
Spik254. 
Spindel 203. 
Spinne 9o. 122. 
Spinnr£|d 96. 

Spinnrocken37.249« 



296 



Sfliomren203< 
SpiUbiibe 204- 
Spitze 164. 
Spillen 95- 
Spitzname 149« 
Splint 204. 
Splitter 202. 
Sporn 205. 
spöttisch 204. 
sprechen 21. 25« 33- 

39. 98. 102. 10.1. 

141. 148.153. 170. 

193.198.205.252. 
sprechen, gross 160. 
sprechen, laut 160. 

Sprenkel.207. 
Spreu 94. 11 1. 
Sprichwörter 205. 
: 275. 
Springkäfer 19?. 

207. 
Spritze 207. 
spröde 118. 273. 
Sprossen 205. 
Sprung im Glase 51. 

spuken 63. 204- 
Spule 159. 204. . 
spülen 1S3. 204. 
Spulwiirm^204* 
Spund 207. 
Spur 202. 

.«puren 203. 
sputen, sich 204. 
Staar 205* 

Staat 210. 
Stachel 5. 

Stachelbeere 2 11. 
Stamm 20«':^» 
stämmig 209. 
stammeln 210« 
stampfen 163. 213. 

221. 
Standarte 209- 
Stange 1 72- 209- 
Stangenbohne 212« 
stätsch 209. 
. stark 55. 96. 
starr 2 15. 
Starrkopf 35, 

starrsinnig 215. 
stattlich 2 10. 

Staub 141.213. 
sich aus dem Stciube 

machen lg2. 
Staubpilz 56. 
stauchen 215. 
staunen 219« 
stäupen 21'). 
stechen 154. 161. 

208. 
Stechpalme 230. 
stecken bleiben 16. 
Steckling 47. 
Stecknadel ilt). 
.^teg229. 



stehen 210. 
stehleni40.l42.208. 
211, 

•teifl62.209.2i2. 

Steig 208. 212. 
Stein 211. 
Steinmetz 2 11. 

Steiss216. 
Stellaria media 141* 

Stelle 20s. 2 1 1. 
stellen 211. 
stellenweise 208« 

Stelze 211. 
Stengel 2 12. 
sterbeH36.113.ll4. 

239. 
Stern 209. 

Sterz 209- 
stets 209. 
steuern 21 1.212. 

215. 
Steuerruder 215» 
Stichling 208. 
Stiefel 184. 209. 
Stiefgeschwister lOO 

Stiefmutter 2 10. 
Stiefvater 210. 

Stieglitz 212. 
Stiel 80. 208. 
Stier 267. 
stier 27. 215. 
Stille22.57.i23.i42 

212. 
Stirn 209. 
Stirnbedeckung 196 

Stock 25. 
stocken 76. 260« 
stockfleckig 213. 
Stoff 2 la. 

stöhnen 69- 91*209. 
stolpern 213. 
Storch?. 213. 
störrig U. 69. 233. 
Stossl89. 

stossen 22-26.34. 67. 
110.163 187.213. 

stottern 2 10. 
strafen 89. 

straff 160. 214. 
Strahl 2 (5. 
Strasse 214. 
sträuben, sich 21 5. 

Strauch 121.215. 
straucheln 279. 

Strauss215. 
Strebe 214. 
Strecke Weges 45. 
stri:icheln2l4. 
streifen 2 14. 
Streit 73.82. II4. 

299.214. 
streiten, sich 99« 
strenge 199. 
Strcnstroh 214. 
strichweise 52. 



Strich halten 213. 

Strick 172.214. 
stricken 11 1. 
Stricknadel 2 11. 
Striemen 214« 
Strix230. 
StrixBuboisS. 
Stroh 118. 177. 
Strohlager 214. 
Strohwisch 248« 
Strudel 40. 120. 
Strumpf 56. 152. 
Strunk 112. 207. 
Stube 37. 213.215. 
Stück Brot 169. 151i 
Stück, schmales 200* 
Stück vom Ganzen 

63. 

Stückchen 215. 
zu Stuhl gehen 184. 

stumpf 2 15* 
Stunde 105. 215. 
■türxen2l3. 
Stute 132. 

Succisa vulgaris 21 1. 
suchen 201* 
sudeln 180.197. 216. 
Sülze 216. 
Sumpf 2 16, 
Superlativ 31, 62« 
262. 

Suppe 216. 
Suppenkräuter 118* 

Synode 270i 
Syringe 53. 

Syrop252. 

*I*abackrauchenl 98 
Tabackslauge 191. 
Tabackspfeife 98. 

215.269. 
Tadell25. 131- 
tadeln 70. 84.99. 
Tag 30. 
Tagetes 209. 
Tagewerk 191. 
täglich 3. 
Tanacetum vulgare 

39.172.180-250. 

tändeln 31. 182. 
Tanne 32. 
Tanz 32. 2 15. 

- ländlicher 74. 

273. 
Taraxacum officin. 

M30. 
Tasche 178. 
Taschenspieler 37. 

160. 
Tasse 221. 

tasten 221. 

taub 36- 247. 258. 
Taube 37. 44, 137. 

222. 229. 
tauchen 42* 



Taufü 37- 
taugen 32« 
Taugenichts 23 1. 
taumeln 218. 225. 

229. 
tauschen 121. 229. • 

täuschen 40. 53.10<V 

199. 

tausend 43« 

Tausendgülden- 
kraut 175. 

Tausendschönchen 

132. 
Teich 35. 
T4!ig 34. 67. 
Testikell06.269. 
Teufel 34. 44. 233. 

256.259. 
Teufelsnbbiss 211. 

Thaler 33. 
That 32. 
Thau257. 
thauen 32. 
Thauwetter 246. 
Theil,eingut54, 
Theilchen 204. 

theilen 34. 1 5.3. 266. 
theiU— theils34. 

theuer43. 
Thier 16. 3Si 

Thierarztl52. 
Thonboden 266« 
Thor 33. 37. 191- 

259. 
Thran 226. 
Thräne 226. 
tbun 36. 

Thur33.79.259. 
Thürangel 82- 

Thurm225. 
tief 34. 

Tiegel 3 1.69. 
Tiliai29. 
Tinea 7 9. 195. 
Tisch 35. 
Tischtuch 259. 
toben 99. 190. 
Tod 36. 81. 
tödten 140. 
todtenähnlich 36. 
Todtengräber 120. 

toll 42. 
tollkfihn 241. 
Tonne 229. 257. 
Topf \ 59. 
Töpfer 1 69. 
Töpfergeschirr 2i 1« 
Torf 226. 279. 
Trab 37. 
Traber 191. 
Tracht 38». 
trachten 22 1. 
Trage 22. 

träge 39. 124. 144. 
145. 



297 



trafen 39. 162. 
tragend sein 52. 
Traube 41 . 

trauen 227« 
Trauer 228. 
Traum 4t. 
treffen 38. 
treiben 40« 
trennen 225. 
Trespe 40- 

treten 150. 154. 227. 
treu 227. 
Trichter 227. 
Triefauge 226. 
Trifolium arrcnsc 

142. 
Trifol.pratense 104. 

- procumbens27. 

- reppnsl04. 
Trift 40. 

trinken I5.4O. 106. 

124.151193. 
Triiikgeschirr 144. 

Trinkwasser 68. 
Triticum repens 151 
165. 

trocken 40.41. 102« 
trocknen 3.274. 
Troddel i07. 

trödeln 191.227. 
Trog 120. 244. 
Trommel 228. 
trompeten 199. 

Tropfen 41.22.3-226 
Trotz 271. 
trotzdem 127, 
trübe 18. 54. 

tnmken4l.270. 
Trünkchen 266. 
Truthahn I2O. 
Tuch 36. 124. 243. 

tüchtig42.50. 221. 
turbiren 119. 

Turdus musicus 252 

- viscivonis 181. 
Tussilago farfara 83. 
Tute 229. 
Typhalatifolia 163« 

Übels. 188. 

übellaunig 66. 
übel nehmen 1 18» 
übel sprechen 14« 
übel zurichten 130* 
üben 150. 
über 8« 
überall 4. 

Ueberbein 125. 243. 
über die Massen 241 

übereilen 82. 238« 

239. 
überflüssig 232. 
übergehen 253- 
überhaupt 9. 
übermüthig 115, 



tTeberrest2l5' 
überstehen 9. 

übertreiben 165. 
i'iber und über 254. 
i'ibervortheilen 9, 

185.189. 199. 
überwendlif h 9. 

Ueber»ng9.90. 
übrigens 9. 

Ufer 150. 
LIferaa6 20.207. 
Uhr 223. 
Clmus campestris 

175. 

- effusa 6. 
Ulrich 149. 
Uelsedorn230. 
um 2,30. 
umändern 98. 
umfallen 23 1. 
Umgang 255. 
Umgegend 231. 
umgekehrt 28O- 
umhängen 230. 
umhergelicn 229* 
umschlagen 233. 
Umschweife 2O3. 
umsehen 3r>. 
umsonst 2 17. 231- 
Umstände ::j03. 
um und um 280* 
umwenden 246« 
umwickeln 232. 
umziehen 224* 

unangenehm 238* 

280. 
unartig 232* 

unausfuhrlich4* 
unbändig 1 f. 

unbeholfen210'23fl . 
Undank 209. 
uneben 1 76. 
unehelich 280« 
unflätig 231. 
unfreundlich 18. .30* 

41. 
unfruchtbar 72. 
ungebleicht 70» 

Ungeduld 231. 
ungefähr 280* 
ungern 232. 
ungeschickt go. 221. 
ungesund 149. 
ungetauft 266« 
ungetheilt go. 
ungewaschen 58« 
ungewohnt 202. 
ungleich 231. 
Unglück 262» 
unnütz 22 t. 
unordentHch 58.141 
unpassend 280. 
unreinlich 141.232* 
unsauber 2 t 9. 
' unschicklich 280* 



unsinnig 166. 
unstät 51. 

unten 145. 231. 
unter 131.231. 
unter bleiben 269» 
unter der Hand 231. 
unterdessen 1 6. 
unterdurch 231. 
untereinander 131. 
nntcrgehen 52. 
Unlerkinn97- 
unterlassen 6. 
Unternehmen 244. 
Unterschied 181. 

239. 
unterste 157-231. 
untertauchen 235- 
untertauchen 42« 
unterwühlen 26« 
Unthier23l. 
ununterbrochen 283 
unvermischt 89.186* 
unvermuthet 232. 
imversehrtgO. 
unverständig 44. 
imverständlich 97. 

230. 
Unwetter 232. 
unwillig 24. 
unwirsch 6* 
unwohl 118.121. 
unzufrieden 45. 66- 

147. 166. 
üppig ^3. 
UpupaEpop887.1l4 

151. 261. 

Urin 156.245. 
uriniren f 7. 

Urtica dioica 43.146 

- iu-ens43.i46. 



Varcinium vitis 

Idaeail8.254. 
Valeriana officinalis 

10. 
Vater 149. 222. 235. 
Veilchen 241« 
ver — 236. 
verabreden 2. 
verabscheuungs- 

werth 89. 
verächtlich 169. 

veralten 239- 
Veratrum album 

158. 
Verbascum Thapsus 

94.247. 
verbeissen 236. 
verbergen 3 1 . 

verbieten 2 U. 236« 
verbleicht 49. 

Verbrechen 8. 

verbrennen 179. 

verderben 95. 116. 



■♦* 



16M 93.200. 234* 

236.237- 239. 
Verdienst 237. 
verdoppeln 237. 
verdorren 201. 
verdriessen 39.237. ' 
verdriesslich 66. 89* 

96.109. 
verdutzt 1 4. 

vereinzeln 237. 
verfaulen 239. 
verfehlen 237. 

Verfolgung 144. 
verfressen 57, 

verführen 237. 239. 
vergänglich 237. 
Vergehen 237. 
vergessen 29« 31. 

229.236.237.238 
Vergissmeinnicht 

21. 

Vergleich237. 
Vergnügen 238. 
vergrössern 238. 
verhalten I72. 
verheben, sich 14. 
verhelenai. 
verheimlichen 240. 

verheirathen 61.88. 

186.216. 
verhindern 2 Jl. 
verhüten 238. 
verirren, sich 19,44. 

verjagen 261. 
verjubeln 92. 

verkaufen 77. 120-' 

239. 
Verkehr 255. 
verkehrt 237. 
verkriechen 42. 

verkfurzen 109. 113. 
Verlangen 64. 91. 
verlassen 238. 
verläugnen 239. 

verlegen 239. 
verleihen 126. 
verläumden 37. 199. 

verletzen 144. 200* 
verliebt 13 1. 

verlieren 79. 116. 

161.236.238.240. 

verloben 128.238* 

Verliist 107.160.- 

vermiethen238. 
vermissen 138* 
Vermögen 138' 
vermuthen 87. 134* 

138.225. 
verneinen 188. 
Veroiiica Becca- 

bunga 10. 129. 
verrathcn 239. 
verrauchen 239. 

verrückt 167.232« 
248. 

38 



298 



▼errufen 2239* 
verFimfen 2 16. 

versäumen 210« 240- 
verschämt 181 • 
verschieden |3|. 
venchlagen 59. 
verschlechtern 213* 
verschleppen 240* 
verschleudern 156« 

183. 
verschliessen 225* 

239 
verschmerzen 2 16* 
verschroben 44« 
verschütten 1 56* 
verschwenden 36*54 

174. 

verschwiegen 35. 

Versehen 5a84-162- 
versengen 201* 
versetzen 240» 
versperren 202« 
verspielen 240* 
«erspotten 144. 
Verstand 70. 71. 
verständig 240* 250* 
verstauchen 2 15* 

240. 
verstehen 204k 
versteuert 240* 
Verstimmung 187» 
verstopfen 184* 
Verstorbene 202. 
vmttclien240. 
vertauschen 240* 
vextheidigen 236* 
vertheilen208. 
vertliunö5. 105. 
Vertiefung 120.129. 

169. 
vertilgen 34. 

vertragen 208» 
vertrauen 226. 
vertreiben 237» 
veriiben 239* 
verwachsen 24 1 . 
verwahren 79. 
Verwandte .S8» 
verwandt sein 279» 
Verwandtschaft 235 
verwegen 240. 
verweichlichen 154. 
Verweis 176. 
verwinden 236. 
verwirren 73. 120. 

158.160.168.177. 

228-260. 
verwunden 90. 196. 
verzärteln 154.239* 
verzehren 232- 240- 
verziehen 240. 
verzögern 222. 
verzweifelt 230-240. 

Vetter 2 36. 
vexiren 55. 



ViburnumOpulus 68 

ViciaFaba242. 

Vieh 236. 
Viehheerde 40. 

Viehtrift 229. 259. 
Viehweide 132. 

viel 235. 

vielleicht 241. 244. 
vier 236. 
viereckig 95, 
Viertel 240- 
vierzehn 240. 
vierzig 240. 
Viola odorata 241- 
violett 24 1 . 
Viscum album SO* 
Vogel 156.241. 
Vogelbauer 29. 
Vogelbeere |67. 
Vogelscheuche 181* 

voD58.161.213. 
voUauf 242. 
vollessen, sich I51. 

Vollhitfner241. 
vollkommen 242« 
vollständig 241* 
von 235. 

vor 4^. 235-241. 
Vorahimng 236. 
voran 241« 
voraus 241* 
Vorbau 236. 
vorbei 241- 
Vorbild 149. 
Vordergestell 241 . 

vorderste 241. 
Vorderviertel 236. 
Vorfluih24l. 
vorgestern 48. 241« 
vorgreifen 235* 
vorhalten 84. 
vorig 235. 241« 
Vorkost 49. 
vorlieb 238. 
vorlügen 248- 
Vormäher 236. 

vormals 149.216* 
Vorname 37. 
vorne 24 1 • 
Vorreiher 108. 
Vorsaal 180. 
vorschiessen 235. 
vorsichtig 178. 
Vorstoss2l3. 
Verstoss am Stiefel 

200. 

Vorl heil 198. 200. 

241. 
vorübergehen 9. 

vorüberlaufen 54. 

Vorwürfe 99. 

Vulva 56. 121. 

'Waare67.244. 
Wdche 242. 



warben 244. 
Wacholder 114.130. 
Wachs 244. 
wachsam 3. 
wachsen 244* 
Wacbsthum243. 
Wachtel 53. 
wackeln 242« 246* 
Wage 243. 244. 
Wagen 27. 96. 176- 

232.244. 
wägen 242. 
Wagengeleise 126. 
Wagen und Pferde 

59. 
Wageschale 242. 
wählerisch 98* 
wahr 4. 244. 
während 35. 231. 
Wahrzeichen 245. 
Wallnuss 148.242- 

wälzen, sich 93. 96* 
Wandleuchter IQ. 

wann 246. 
Wanne 10- 
Wanze 243« 
Wappen 244. 
Wärme 243. 
warten 224» 
Wärterin 245. 
Wartethurm 244« 

Wärwolf 245. 
Warze 250. 

was 249. 

waschen 244. 268. 
Wäscherin 243. 
Wasbaum 243. 
Wasser 945. 
Wasserblase 21. 
Wasserdampf 245* 
Wasserfläche 19. 

Warserhuhn 20. 
Wasserlilie 227. 
Wasserlinse 54* 
wässern 244* 
Wasser pfeffer 18. 
Wasserschierling 42 
Wasser schöpfen 

164. 
waten 224. 244. 
weben 244. 
Weberstuhl 221-242 
Wechsel 246. 
Weg 208. 
wegen 242. 
Wegerich 1 72. 
wegfliegen 79. 
weggeben 183* 

wehen 246. 
wehe thun 274. 
Weib 247. 252. 

Weib,altcs 159.177. 
Weibchen 78. 
Weiberrock 130. 
weich 246* 



Weichen 43. 247. 
weichherzig 260. 
weichlich 121. 246* 
Weichling 57- 68. 
Weide 242- 246*247. 
Weihe 246. 
Weihnacht 247* 
Weile 247. 
weinen 19.226.246* 
Weinglas 16.3.174- 
Weise 248- 
weiss 196.249. 
Weissbrot 2 15. 
Weissbuche 77. 80. 

249. 
Weissdorn 245. 249. 
Weissfisch 199. 
Weissgerber 183» 
weissharig211. 
weit 249. 
weiter 16. 
weiterhin 247. 
weitläuftig 249. 
Weizen 69. 91. 123. 

246. 
Weizenbrot 163. 
welch einer 245« 
welcher 32. 
wenden 40* 
Wendung 265* 

wenig 12. 13a 246. 

wenn 243. 251. 
wer 245. 
vrerden 243. 
werfen 107. 197. 
Werg 43. 79. 
Wermuth 243. 249* 

werthlos22l.255- 
werth sein 63- 

Weste 23- 58. 
wrtten 245* 
Wetterfahne 246* 
wetzen 24*1. 
Wichse 246. 

Wicken 246* 
wider 245- 

Widerrede245* 
Widersacher 63. 
widersinnig 248. 
widerspenstig 2 1 .40. 

233.24S. 
Widenpiel 245- 
widersprechen 36. 

140. 260. 
wie 249. 
Wiedehopf 87. 114- 

251.261.267. 
wieder 245. 
wiederholentlich 

232. 
wiederkäuen 2. 

Wiege 9. 245. 
wiegen 242- 
Wiese 248. 
Wiesel 243. 246. 



A«- 



Wiesenschaum- 
kraut 74. 

wieviel 251. 
willig 61. 
wimmeln 249* 
Wind 128. 
Windbeutel 50. 
Windhrett 280. 
Winde 244. 247- 

Windel29.lOO.156. 
Wind gehen lassen 

58. 
Wmdhafert49. 

Windhalm 97. 131. 
windig 247. 

Wink 251. 
Winkel 247. 
winseln 72» 

Wirbel 121.243. 
Wirth 243. 

Wirtbschafterin268 
Wirthshaus 160.243 
wissen 246* 
Witterung 79. 242. 
Wittwer 249. 
wo 251. 
woher 251. 
wohin 249. 251« 
wohl 178. 
Wohlbefinden 242. 
wohlbeleibt 227. 
wohlfeil 23. 23l. 
Wohlgefallen.! 57, 
wohlgenährt 120« 
Wohlstand 63. 
wohnen 244. 
Wolf 2')1. 
Wolfsmilch 27. 

Wolke 183. 247.251. 
Wolle 251. 
wollen 247. 
Wollrad 96. 

Wort 250. 
wortkarg 140. 
worüber 249. 
Wucherblume 249. 
wuchern 249. 
wühlen 141.249* 
WiindarxtDO. 
Wurf 249. 
Würfel 249. 
Wurm 249, 
wurmsticÜg 249« 

Wurst 23. 20a 



299 ^ 



% 



% 



t \ 



# 



Wurzel 250. ' 
Wurzplstock2l5. 
Wüste 230« 

Xanthippe 81* 

Sfiacken219. 

zaffhaft252. 

zähe 220. 

Zahl, ungefähre 33. 

zahlen 19.106. 151. 
zählen 222. 
zaliml30.221. 225. 

Zahnl8.82.1ö6. 

220. 
Zahnfleisch 262* 

Zahnschmenen221 

Zange] 10. 221! 

Zank 9 1.202.209. 

zanken 59. 66-73-76* 
82. 93. 99- 114 
116.251.252. 

Zapfen 221. 

Zäpfchen 85. 
zappeln 160* 
zart 104. 
zaubern 44. 226* 
Zaum 74. 225. 
Zaun 266* 
zäunen 229. 
Zaunkönig 229« 
Zaunpfahl 229« 
zausen 229. 
Zeche 87. 
Zecke 220. 
Zehend 2;-0. 
Zehen 225. 
zehn 73. 

zehren 151.221» 

Zeichen 222« 
Zeidler 89. 
zeigen 248- 
Zeigefinger 23. 160. 
Zeiger 248. 
Zeile J 7 1.230. 
Zeisig 252. 
Zeit 185. 190. 229. 
Zeiten, vor alten24l . 
zeitig 223. 
Zeitvertreib 223. 
2er —173. 
zerbrechen 81. 89* 

113.226.242.273. 
zerbröckeln 71. 



zerfetzt f94 
zerknittern | lO* 
zerquetschen 140* 

zerren 221" 
zerschlagen 146* 
zerschneiden 51 . 98* 

182.200. 
zerstören 95. 241« 
zerstossen 163. 
zerstreut 51. 

Zettel 251. 
Zettelende 39. 

Zeuge 2 18. 
Ziege 251. 
Ziegenpeter |4t. 
Ziegelstein 222-250. 
ziehen 222-223.237. 

252. 
Ziehbank 221. 

Ziehmesser 22 1. 
SÜell33. 

liemen, sich g5> 220- 
siemlich73.74.22O. 
Ziemer 181* 
sieren, sich 38. 171. 
Zigeuner 222. 
Zimmer 127. 146. 

252. 
Zimmermann 228» 
Zimtrinde 95. 
Zinngiesser 95* 
Zinsen 223* 
Zipfel 196. , . 
ZipoUe22. ■ 
Zipperleinskraut 63 
Zittergras 16. 
zittern J2. 16» 
Zitterpappel 12. 54. 
Zittwersamen 180. 
Zitze 223. 

zögern 41.48. 
Zoll 225. 

Zopf 252. 
Zorn 91. 

zornig 2. 42. 114. 

116. 
Zotenreden 60. 
zu2iL'4. 

zubringen 224. 
Zubrot 279. 

Zucht 2 15. 22a 
züchtigen 51. 

zucken 12.117.223. 
zudringlich 75. 



zuerst 264* 
Zufall 196-224.230» 
zufrieden 224. 
Zugabe 225. 
zugegen sein 16^ 

2i^el221. 225- *" 
zugleich 138- 279* . 
Zulauf 2 25. ' ^ 

zuletzt 89- 
zumal 239. 
zumnthen 5. 

Zunder 229. 
Zunge 229. 
zupfen 224. 
zurecht 225. 

zurück 227" 
zurückschneiden 

207. 
znsammen 4. 138* 

225. 226. 
lOfammendrüekea 

109. 166. 
insammengeballt ^ 

250. 
Zusammengehark" 

tei 75. 
msmimsiischaxveji 

249- 
iiitelien 225. 
Iii8etzen2.33* 
Zuthat224. 
tntranlich226* 
iimilcpt226- 
zuivider 226* 
Zuzuc]it22A.l|k 
Zwang 44. ^> 
zwanzig 229i 
Zwecke 155.252* 
zwei 229. 
zweierlei 229* 
Zweifel 230- 

Zweig 219.222.229. 
Zwiebel 252. 
zwiefach 229. 
Zwielicht 229. 
Zwiespalt 67« 
Zwlhng 280. 
zwingen 45. 229* 

233. 
Zwirn 229- ^ 

zwischen 13 f. 229* 
Zwischenraum 274« 
zwölf. 230* 



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